Archiv der Kategorie: Krieg

Man in the Middle: Männerfeindin als Wehrbeauftragte

Man in the Middle:

Der geschlechterpolitische Skandal der Woche ich die Wiederbesetzung der Position des Wehrbeauftragten der Bundeswehr, und zwar durch Eva Högl. Högl ist hauptberuflich Feministin (u.a. als Landesvorsitz der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen Berlin) und ausgewiesene Männerhasserin, die sich für Frauenquoten und beliebige Verfassungsbrüche kämpft, solange sie Männern schaden. Eigendarstellung s. z.B. hier.

Skandalös ist ihre Ernennung zur Wehrbeauftragten u.a. deshalb, weil sie keine Ahnung von der Bundeswehr hat und sich dort wohl kaum für die Interessen der Soldaten einsetzen kann und vermutlich auch gar nicht will bzw. soll. Die SPD (die hier offenbar das Vorschlagsrecht hatte) möchte diesen Effekt offenbar auch haben. Einer von etlichen Presseartikeln von gestern darüber: Fokus.

Zur Erinnerung: nach dem Gesetz über den Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages, dort § 1 Verfassungsrechtliche Stellung, Aufgaben Absatz (3) hat der Wehrbeauftragte Die Aufgabe

… durch Eingaben nach § 7 [Eingaberecht des Soldaten] oder auf andere Weise Umstände bekannt werden, die auf eine Verletzung der Grundrechte der Soldaten oder der Grundsätze der Inneren Führung schließen lassen.

Wer glaubt ernsthaft, eine Person würde auch nur entfernt dieser Aufgabe nachkommen, die sich seit Jahrzehnten aktiv für die Verletzung der Grundrechte von Männern, also den meisten Soldaten, durch Frauenquoten u.ä. Maßnahmen einsetzt.

Die Berichterstattung über den Skandal informiert ansonsten mehr über die Ideologie der Berichterstatter als über den Fall selber.

Beispiel: der Spiegel bejubelt Högl als „hartnäckigen Aufklärerin“ und orakelt „manche Problemzonen der Truppe kennt sie schon“. Was genau sie kennt und was für die SPD eine Problemzone ist, wird nicht klar gesagt. Der Artikel lobt jedenfalls Högls Einsatz bei der Aufklärung der NSU-Morde – vermutlich sieht die SPD die Bundeswehr als Heimat von Rechtsradikalen an, und unter der Prämisse wäre Högl in der Tat sehr gut qualifiziert, die diesen Verein von Nicht-SPD-Wählern in Schach zu halten.

Für ZEIT Online ist eigentlich nur wichtig, daß Högl eine Frau (oder vielleicht sogar ein Frau*, wer weiß) ist und die zweite Frau auf diesem Posten, und daß sie als Anwältin der Soldaten und Soldatinnen gilt. Von ihrer Qualifikation her erscheint Högl allenfalls geeignet als Anwältin der Soldatinnen, als kleiner unterdrückter Minderheit.

Einen relativ guten Überblick über die Reaktionen gibt die Welt.

Martin van Creveld: Eine Frauenkrankheit und deren Heilung

Auszug aus „Das bevorzugte Geschlecht“ von Martin van Creveld, hier aus den Kapiteln zu psychischen Erkrankungen, speziell einer der urtümlich-weiblichsten Frauenkrankheiten, der „Hysterie“:

[Der Psychiater] Weir Mitchell, die herausragendste Kapazität jener Zeit, war folgender Ansicht: »Um einen Haushalt völlig unglücklich zu machen, gibt es kein besseres Mittel als eine dumme, in hohem Maße nervöse und schwache Frau, die um Mitleid fleht und nach Macht strebt.« Ende des 20. Jahrhunderts schrieb ein Psychiater, der eine groß angelegte Untersuchung zur Hysterie durchführte, letztere der Tatsache zu, daß Frauen »mehr Wert auf emotionale Reaktionsfähigkeit legen«. Andere glaubten, daß »Männer vielleicht weniger dazu neigen, ihre Symptome auf theatralische Weise zur Schau zu stellen« wieder andere, daß die »Kranken«-Rolle für Frauen akzeptabler sei als für Männer.

[…]

Einige dieser Erklärungen stammen von auf diesem Gebiet tätigen Männern. Andere von Frauen, die ihren Kollegen im großen und ganzen zustimmten. So schrieb Ende des 20. Jahrhunderts eine Historikerin, die sich mit dem Thema Frauen und Wahnsinn auseinandersetzte: »Wenn die hysterische Frau krank wurde … forderte sie die Hilfe und Aufmerksamkeit anderer. In den Familien von Hysterikerinnen drehte sich nun alles um die Patientin, die ständig gepflegt, mit Delikatessen zufriedengestellt und von den Alltagspflichten ausgenommen werden mußte … Die Ärzte beunruhigte es, daß die hysterische Frau es tatsächlich genoß, von häuslichen und ehelichen Pflichten befreit zu sein und Macht über ihre Familie und sogar den Arzt zu haben.«

[…]

Abgesehen von natürlichen Ursachen hat vielleicht der Erste Weltkrieg als weiterer Faktor zur Abnahme der Neurasthenie und der Hysterie beigetragen. Solange man sie als weibliche Krankheiten par excellence betrachtete, wurden die Neurasthenie und die Hysterie, wie es sich bei Frauen ziemte, mit vergleichsweise milden Mitteln behandelt. Selbst wenn es zu einer Operation kam, wurde sie auf jeden Fall unter Narkose durchgeführt. Der Krieg änderte die Situation jedoch völlig. In allen Armeen litten Hundertausende junger Männer nun an dem, was der Volksmund als Kriegsneurose bezeichnete. Zu den Symptomen gehörten extreme Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Weinen, Zittern, Bettnäßen, Impotenz und ihr Gegenteil, die Dauererektion, Blindheit, Stottern, Mutismus und Lähmung der Gliedmaßen. Allein die deutsche Armee registrierte 613.047 Fälle, was heißt, daß fast jeder zwanzigste Kriegsteilnehmer davon betroffen war.

[…]

Die meisten gönnten ihnen ein paar Tage Ruhe, unterwarfen sie dann jedoch einem ziemlich strengen Tagesablauf, einschließlich Drills und Arbeitsdiensten. Denjenigen, die sich nicht erholten, wurden an verschiedenen Körperteilen Elektroschocks verabreicht. In England und Deutschland war die Behandlung manchmal so schmerzhaft, daß man von Folter sprechen konnte. Dabei ging es nicht so sehr darum, eine Heilung herbeizuführen, sondern den Patienten klarzumachen, daß der Arzt alles unternehmen würde, um sie wieder frontfähig zu machen. Deswegen kam es gar nicht in Frage, Narkosemittel zu verwenden. Im Gegenteil, es ging darum, dem Soldaten so viel Schmerzen zuzufügen, wie er aushalten konnte, vielleicht auch ein wenig mehr. Nach und nach kristallisierte sich als beste Behandlungsmethode heraus — beste in der Hinsicht, daß man die Soldaten wieder als Kanonenfütter verheizen konnte, unabhängig davon, wie schlecht sie sich fühlen mochten —, ihnen nicht zu erlauben, sich weit entfernt vom Schlachtfeld auszuruhen. Im Fall der US Expeditionary Force kehrten zwei Drittel zu ihren Einheiten zurück.

[…]

Für Neurasthenikerinnen und Hysterikerinnen kam es fast einer Katastrophe gleich, daß es Männer gab, die ähnliche Symptome zeigten wie sie selbst. Zweifellos mußten die Ursachen, die zu den Problemen der Frauen führten, ob Unterdrückung, Diskriminierung, Mißbrauch oder ähnliches, ernst genommen werden. Dennoch verblassten sie neben dem schrecklichen Martyrium der Männer, wie zum Beispiel dem Grauen, daß das einem Kameraden herausgeblasene Gehirn über den eigenen Körper ausströmte, oder die sehr reale Möglichkeit, in einem einstürzenden Schützengraben lebendig begraben zu werden. Einige neurasthenische und hysterische Soldaten hatten sich eine Gehirnerschütterung zugezogen, als in unmittelbarer Nähe eine Granate einschlug, waren vielleicht gegen eine Wand geworfen worden, von der Schutt auf sie nie- derprasselte und ihnen den Atem nahm, bevor sie sich erholen konnten. Andere waren vielleicht durch Gas vorübergehend erblindet — Hysterie war bei Menschen, die dieser Waffe ausgesetzt waren, eine verbreitete Nachwirkung —, oder ihre Atmungsorgane waren auf Dauer geschädigt. Im Vergleich dazu ist die Verwendung des Wortes »überleben« in bezug auf sexuelle Belästigung einfach unangebracht. Romanschriftstellerinnen wie Rebecca West und Virginia Woolf beschrieben die Symptome bis in alle Einzelheiten. Die Öffentlichkeit war entsprechend schockiert. Da nun auch junge, gesunde Männer von der Neurasthenie betroffen waren, war sie, wie Dorothy Sayers, eine weitere Schriftstellerin, erklärte, nicht länger akzeptabel, sondern wurde »anstößig«.

[…]

Von Ärzten darüber informiert, daß ihre Probleme ähnlich gelagert seien wie »Fälle von Funktionsstörung, die während des Krieges beobachtet wurden«,- war den Frauen sozusagen der Wind aus den Segeln genommen worden. Noch schlimmer, es hatte sich gezeigt, daß man mit Hilfe einiger ziemlich brutaler Methoden eine Art Heilung herbeiführen konnte. Solche Methoden bei Frauen anzuwenden — ganz zu schweigen von den gestörten, schwachen Mittelschichtsfrauen —, war undenkbar. Statt daß man mit ihnen redete und sie beruhigte, war es durchaus im Rahmen des Denkbaren, daß sie sich vor Schmerz wanden und schrien, wenn ein elektrischer Strom durch ihren Körper geleitet wurde und ein erbarmungsloser Arzt ihnen sagte, dies beweise, daß sie schließlich doch gehen oder sprechen könnten. Zur großen Überraschung der Ärzte nahmen die Zahl der Hysterikerinnen und die Stärke der Symptome rapide ab. Und man brauchte dringend ein anderes, wenn möglich noch bizarreres und unberechenbareres Ventil für weibliche Beschwerden.

Billy Coen: Frauen und Krieg

Ein Kommentar, zu wertvoll um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen.

Die ganze Chose mit der „toxischen Männlichkeit“ ist auch, selbst wenn man sie auf ihre angeblichen allgemein akzeptablen Komponenten runterbricht, einfach nur hochgradig zynisch.

Nehmen wir mal die Sache mit dem Krieg als Beispiel: in archaischen Gesellschaften war Krieg oft tatsächlich der unmittelbare Schutz der eigenen Gruppe, vor allem der Frauen und Kinder. Diesen Schutz übernahmen schon immer selbstverständlich die Männer. Obwohl in Massengesellschaften der Sinn von Kriegen dann eher schon auf größere Zusammenhänge runtergebrochen wurde („Für Führer und Vaterland“), war es doch oft nach wie vor die wesentliche Motivation jedes einzelnen Soldaten im gesellschaftlichen Zwangsdienst, mit dem Einsatz seines eigenen Lebens zumindest das seiner ihm nächsten Stehenden zu schützen. Nicht umsonst wurden Feinde zu jeder Zeit rituell als monströse Barbaren skizziert, die Frauen vergewaltigen und Kinder fressen.

Dieses Herunterbrechen des Krieges auch in Massengesellschaften auf diese archaischen Ursprünge wurde (und wird) auch von Frauen so betrieben. Männer, die sich in Kriegszeiten dem Dienst an der Waffe verweigern, werden nicht wahrgenommen als Menschen, die einfach an ihrem eigenen Leben hängen, sondern als Feiglinge, die den Frauen einfach nicht den ihnen zustehenden Schutz bieten wollen. Diese Männer mussten schon immer – auch und vor allem – von Frauen ausgehenden Erniedrigungen klarkommen. Grundtenor: „Wenn alle Männer solche Schlappschwänze wären, könnten hier problemlos die wildesten Barbaren reinmarschieren und ungestört uns Frauen vergewaltigen und unsere Kinder fressen“.

Dieses Denken steckte schon immer so tief drin, dass bekanntlich selbst die angeblich ach so sehr an Gleichberechtigung interessierten Suffragetten keinen Widerspruch zu ihren Phrasen sahen, wenn sie sich gleichzeitig an der inszenierten, öffentlichen Beschämung von Männern beteiligten, die doch tatsächlich keine Lust hatten, sich an der Front des ersten Weltkrieges mit sehr großer Wahrscheinlichkeit abschlachten oder zumindest verstümmeln zu lassen.

Männer, die ihrer gesellschaftlichen Pflicht der völligen Selbstaufgabe nachkamen, wurden hingegen öffentlich – auch und vor allem – von Frauen dafür bejubelt.

Nun aber in Zeiten, in denen es Gott sei Dank schon viele Jahrzehnte her ist, dass sich Menschen in unseren westlichen Gesellschaften mit der realen Bedrohung eines Krieges direkt vor der eigenen Haustür auseinanderzusetzen hatten, wird auf einmal so getan, als sei Krieg etwas absolut ureigen Männliches, mit dem Frauen, das friedfertige Geschlecht eben, nie auch nur das Geringste zu tun gehabt hätten. Da wird es unter „toxisch männlichem“ Verhalten subsummiert, so als hätten Männer einfach nur irgendeine Art perverse Affinität dafür, sich abschlachten zu lassen. Über Jahrtausende hinweg wurden Milliarden von Männern in kriegerische Himmelfahrtskommandos geschickt und Frauen standen immer voll und ganz dahinter, vor dem Hintergrund des seinerzeitigen durchaus realen Gefühls, von Feinden umringt zu sein, aber kaum ist eben dieses Bedrohungsszenario weg, führt feministischer Gruppennarzissmus dazu, dass sich Menschen, nur aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit, die Hände in Unschuld waschen und jede Verantwortung für geschichtliche Greul auf die Mitglieder des anderen Geschlechts schieben. Und wie schnell sich da auch wieder eine Kehrtwende vollziehen würde, würde auch für uns die Bedrohung durch einen Krieg wieder realer, das zeigten unter anderem die Reaktionen auf die Vorkommnisse der Kölner Silvesternacht damals. Auch dort wurde ja den „guten Männern“ vorgeworfen, die „bösen Männer“ nicht aufgehalten und die Frauen nicht geschützt zu haben. Dahinter steckte nichts anderes, als die immer noch vollumfängliche Anspruchshaltung den Männern gegenüber, dass diese sich völlig selbstverständlich in Gefahr begeben müssten, sich notfalls gar opfern müssten, um nicht nur ihre eigene sondern gegebenenfalls irgendeine Frau zu beschützen.

Es wären fraglos exakt dieselben Damen, die sich jetzt über „toxische Männlichkeit“ das Maul zerreißen, die in veränderter politischer Gefahrenlage umgehend eben diese von allen Männern vehement einfordern würden, denn schließlich ginge es dann ja wieder darum, die schützenswertesten Wesen überhaupt, also sie selbst, vor Heerscharen barbarischer Feinde zu bewahren. Und hinterher hatte man das alles natürlich gar nicht gewollt und setzt die Dauerbeschämung der „toxischen, kriegerischen“ Männer ungebrochen fort.

So finde ich es im Übrigen nachvollziehbar, wenn experimentelle Studien zu Ergebnissen kommen, dass Frauen dazu neigen, eine als Feinde qualifizierte Gruppe weit unversöhnlicher und auch grausamer zu behandeln. Frauen waren schon immer in der Situation, Feinde immer nur als reine Bedrohung für ihr eigenes „Nest“ wahrnehmen zu müssen. Der Umgang mit dieser Bedrohung wurde wiederum schon immer an die Männer delegiert. Das heißt, Frauen haben Feinde immer eher abstrakt, nur in Form der von ihnen ausgehenden Gefahr gesehen, während für Männer der Feind etwas war, mit dem sie sich permanent, Auge in Auge, konfrontiert sahen. Sie waren diejenigen, die die Sache regeln mussten und das auch gegebenenfalls unter Einsatz ihres eigenen Lebens. Es ist somit im Sinne des Selbsterhaltungsinteresses nachvollziehbar, dass Männer eher gewillt sind, auch mit Feinden Kompromisse zu finden, um es entweder gar nicht erst zu kriegerischen Handlungen kommen zu lassen oder zumindest durch fairen Umgang mit dem Feind nach Beendigung von Kriegshandlungen eine bessere Basis für eventuellen künftigen Frieden zu schaffen. Die weibliche Position ging hingegen eher davon aus: wird der Feind, der mich bedroht, komplett vernichtet, so ist auch die Bedrohung dahin. Wer aber mit der Erreichung dieses Zieles nichts zu tun haben muss, sich durch seine soziale Rolle nie dafür die Hände schmutzig zu machen braucht, dem fällt es auch leichter, sich über mögliche Konsequenzen dessen keinerlei Gedanken zu machen. Mögliche Rachehandlungen des gedemütigten Feindes? Egal! Denn auch darum werden sich ja dann die Männer kümmern… Ja, ich weiß, alles stark überspitzt und vereinfacht, aber ich denke, da zumindest eine Facette dran nicht völlig unzutreffend beschrieben zu haben.

Was ich mit diesem sehr ausführlich geschilderten Beispiel sagen will: für mich ist diese ganze Quakerei von „toxischer Männlichkeit“ nicht nur absurd unterkomplexer Kokolores, es ist verlogen, heuchlerisch und zynisch vor dem Hintergrund realer Bedingungen, damals wie heute. Kurzum: einfach nur widerlich!

Die maskulistische Revolution

Nach 100.000 Jahren Matriarchat ist nun die Zeit gekommen, diese Tyrannei zu stürzen und ein Patriarchat zu errichten, in welchem die Frauen ihre alten Schulden abzuarbeiten haben. Das heißt, Frauen gehen ihr Leben lang malochen und geben die Kinder und das Geld, welches sie verdienen, dem Vater.

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Nach der Revolution Frauensache

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In der neuen, besseren, gerechteren Gesellschaft werden die Frauen die harten, schmutzigen, schlauchenden Arbeiten übernehmen, etwa als Müllfrauen, Kanalarbeiterinnen oder Gerüstebauer. Auch viele Chefposten  – mit Plackerei verbunden – werden von Frauen besetzt sein, das macht aber nichts, denn diese Frauen werden einer Gehirnwäsche unterzogen, schon als Kinder durch den Vater, so dass sie ihre Macht als Männerdiener nutzen, sich als Verbündete der Männer begreifen, denen geholfen werden muss, da sie es ja so schwer haben in einer von fiesen, toxischen Frauen beherrschten Welt. So wird sie bspw. als Frau an der Macht Gesetze verabschieden, die Beschneidung von Jungen verbieten aber von Mädchen erlauben. Oder Gesetze, die unwillkommenes Verhalten von Frauen gegenüber Männern verfolgen und deren Karriereende bedeutet sowie Verlust jeglicher Reputation. Wenn eine Frau bei der Arbeit stirbt, wird das kein Thema sein. Fühlt sich aber ein Mann durch eine Frau belästigt wird das breit diskutiert und Anti-Belästigungs-Gesetze werden verabschiedet.

Die Kinder werden von den Vätern großgezogen. Den Mädchen bleut man ein, das sie ihr Leben der Gesellschaft, also den Männern und ihren Kindern zu opfern haben. Das heißt, sie arbeitet ihr Leben lang und stellt damit den Vater von der Arbeit frei. Sollte es zur Trennung kommen, muss die Mutter dennoch weiterzahlen und malochen, selbst wenn sie erleben muss, dass ihre Kinder zum Hass gegen sie erzogen werden.

Allgemein werden Männer als bessere Menschen gelten. Frauen hingegen werden als toxisch angegriffen. Da Frauen im Patriarchat – welches aber nur „Matriarchat“ genannt wird, in welchem alles zu Gunsten der Frau ausgerichtet sei – größeren Belastungen ausgesetzt sind und weniger Hilfe erhalten, weil sie grundsätzlich weniger Empathie genießen, stellen sie auch die Mehrheit und den Drogenkranken, Selbstmördern und Obdachlosen. Dies wird aber so ausgelegt werden, dass Frauen aufgrund ihrer Toxizität selbst schuld daran seien, sie müssten nur diese schädlichen Charaktereigenschaften ablegen.

Männer dürfen nahezu beliebig ihre Frauen misshandeln, die allgemeine Propaganda aber verbreitet das Bild von der brutalen Frau, unter der Männer und Kinder zu leiden haben und gegen die vorgegangen werden muss. Auch werden Frauen gezwungen, im Kriegsfall ihr Leben und Unversehrtheit zu opfern, was man aber in der Propaganda so auslegen wird, dass sie kriegsgeil wären, und deshalb Kriege führen würden, obwohl sie geführt werden.

Diese Patriarchat, Pardon: „Matriarchat“ wird das Paradies. Zwar nicht für Frauen, aber die haben ja auch eine jahrtausendealte Schuld abzutragen.

Amazonen sind keine Mörderinnen

Ich persönlich glaube nicht an den Amazonen-Mythos. Es handelt sich um eine Legende, um eine Mythologie, genauso wie um Herkules, der bekanntlich unter anderem gegen Amazonen kämpfte, was ihm zu Ehren gereichte, denn wie schon Homer klar machte: Die Amazonen waren den männlichen Kriegern absolut gleichwertig, somit war es auch keine Schande mehr, eine Frau zu erschlagen. Was weiterhin auffällig ist: Umso weiter sich der griechische Horizont in der Antike ausdehnte, umso weiter auch rückten die Amazonen in die Ferne, da man sie dort, wo man sie vermutete, nicht antraf. Allerdings gibt es auch andere Kulturen als die Griechen, die sich Geschichten über die kämpferischen Frauen erzählten, einen ausführlichen Artikel dazu gibt es bei Der k_eine Unterschied, welcher auch Anlass für diesen Blogpost ist.

Denn ob nun Waffen, die in Frauengräbern gefunden wurden, die „Beweise“ dafür sind, dass die Amazonen tatsächlich existierten, ist mir im Grunde egal. Was mir hieran aufstößt, ist die Doppelmoral in diesem Punkt. Amazonen sind keine Mörderinnen, sondern Heldinnen für Feministinnen. Auf einmal ist „Krieg führen“ kein Anlass für Kritik mehr sondern gereicht den Kämpferinnen zu Ehren und sind feministisches Vorbild. Es werden enorme Anstrengungen unternommen und zu jedem Strohhalm gegriffen, um zu belegen, dass die Amazonen tatsächlich existierten – und auch in der Steinzeit jagten Frauen bereits an der Seite von Männern und beschränkten sich nicht bloß auf’s Sammeln.

Dies betrifft nicht nur die Historie, sondern auch Frauen der Moderne. Das allerbeste Beispiel hierfür ist mal wieder Alice Schwarzer: Einerseits ist Krieg für sie ein Wahn – wo ich ihr noch zustimme als Pazifist – aber genauer ein: Männerwahn, gegen welchen Frauen mutig Widerstand leisten würden – Mitscherlichs friedfertige Frau lässt grüßen. Auf der anderen Seite ist Frau Schwarzgeld ganz scharf auf Soldatinnen und engagierte sich dafür, dass Frauen auch Dienst an der Waffe leisten dürfen, denn: können Frauen etwa nicht kämpfen?! Der Grund für dieses Engagement: Schwarzer erhofft sich von Frauen in der Armee, dass dies identitätsstiftende Wirkung hätte. Mal abgesehen davon, dass diese Identität darauf hinausläuft, sich im direkten Vergleich zu Männern als ungenügend zu begreifen, stellt sich die Frage, was für eine Identität das sein soll. Doch nur eine Kriegswahn-Identität… nein Halt, es handelte sich ja um einen Männerwahn! Vermutlich geht Frau Schwarzer davon aus, dass Frauen sozial kompetenter kämpfen und töten, und keine Kriegsverbrechen begehen. Kurz und prägnant: Männliche Soldaten = Mörder, weibliche = Amazonen = Heldinnen.

Hierzu ein weiteres Beispiel: Doris Lessing berichtet über ein Erlebnis an einer Schule: Die Lehrerin erklärte ihren Schülern, dass an allen schlimmen Verbrechen wie Kriege stets Männer die Schuld tragen würden. Lessing kommentiert:

„Da saßen die kleinen Mädchen fett, selbstgefällig und eingebildet, während die kleinen Jungs zusammengesunken waren, sich für ihre Existenz entschuldigten und dachten, dass das so ihr ganzes Leben lang weitergehen würde. Das passiert überall in den Schulen und niemand sagt ein Wort.“

Ich finde dieses Beispiel deswegen bemerkenswert, weil sich die Doppelmoral und Verlogenheit des Feminismus kaum besser demonstrieren lässt: Denn was diese saubere Lehrerin dort macht, ist genau das, was sie dem männlichen Geschlecht vorwirft. Sie betreibt Feindbildpropaganda – im Geschlechterkrieg. Denn zur Feindbild- und Kriegspropaganda gehörte es schon immer, dem Anderen vorzuwerfen und anzudichten, er wäre auf Krieg aus. Und sie merken es nicht…

Feministischer Mainstream: Die "Tagesschau" über einen Andrizid

Vor einiger Zeit stellte ich die Frage, was eine Feministin und die „Tagesschau“ gemeinsam haben. Die Antwort ist: Beide verfolgen dieselbe Informationspolitik, was bedeutet, dass männliche Opfer und weibliche Täter unsichtbar gemacht werden und männliche Täterschaft und weibliches Opfertum betont wird.

Heute berichtet die „Tagesschau“ über die Festnahme von Kriegsverbrechern, denen eine Beteiligung am Andrizid (geschlechtsspezifischer Massenmord an Jungen und Männern) in Srebrenica vorgeworfen wird. Dem Nachrichtenkanal „Tagessschau24“ ist dieses Thema, welches den größten Massenmord in Europa seit Ende des zweiten Weltkriegs betrifft, nur ein paar Sekunden wert – eine kleine Meldung mittendrin. Weiterhin wird das Geschlecht der Opfer unsichtbar gemacht, es wird geschlechtsneutral von ermordeten „Muslimen“ gesprochen. Während 8.000 ermordete Jungen und Männer nur ein paar Sekunden wert sind, folgt gleich im Anschluss ein ausführlicher Beitrag über feministische Kunst, welche die arme Hausfrau beklagte, Frauen also, die sich ihr Leben durch die Arbeit eines Mannes unterhalten lassen; sowie ein ebenfalls minutenlanger Beitrag über die frauenfeindliche Kultur in der Türkei.

Sendezeit ist kostbar, wie die „Tagesschau“ einmal dem Verein MANNdat mitteilte, der anfragte, warum in einer Meldung über das schlechte Abschneiden Deutschlands in der PISA-Studie nicht erwähnt wurde, dass besonders Jungen zurückbleiben.

Immerhin: Neugierig surfte ich die Internet-Präsenz der „Tagesschau“ an – nebenbei: Das Lesezeichen für diese Seite liegt in meinen Lesezeichenordner „Feminismus“ – und schaute nach, wie dort das Thema behandelt wird. Und: In einem einzigen Satz wird gesagt, dass es sich bei den Opfern um Jungen und Männer handelte.

Und jetzt stelle man sich vor, was wäre, wenn dort Mädchen und Frauen ermordet worden wären. Die Beschäftigung mit diesem Femizid (geschlechtsspezifischer Massenmord an Mädchen und Frauen) wären nicht nur der „Tagesschau“ Minuten wert, es gäbe längst ausführliche Dokumentation über diesen Massenmord, welche auf verschiedenen Filmfestivals geehrt werden würden, und der Bundestag würde eine Schweigeminute abhalten, so wie zu den 3.000 Ermordeten von 9/11. Zudem dürften wir uns anhören, dass dieser Massenmord in direkter Verbindung zu einer „patriarchalen“ Kultur stände, eine Verschwörungstheorie, die sämtliche Männer in Sippenhaft nimmt.

Aber hier sind die Ermordeten eben nur die Menschen zweiter Klasse, also…