Archiv der Kategorie: Kuckuksvater

Zur Abwechslung mal ein Arschlochmann… stand by your child

Es gibt Frauen, die tun ihren Männern, mit denen sie das Bett teilen und denen sie Liebe vorheucheln, schreckliches an. Zumindest sieht man es als etwas schreckliches an, wenn es mal einer Frau passiert, dass sie nicht die Mutter des Kindes ist, von welchem sie das dachte; dann weiß man, dass das ein harter Schicksalsschlag ist und dann werden Schmerzensgeldzahlungen in Millionenhöhe fällig. Vätern hingegen wird einfach gesagt, dass die Biologie doch nicht so wichtig wäre, sie sollten sich mal nicht so anstellen. Nur konsequent für eine Gesellschaft, in der Vaterschaft einen Dreck wert ist; in der sich eine Mutter des lästigen Erzeugers so leicht entledigen kann wie eines gebrauchtes Taschentuchs.

Die herrschenden Kräfte machen es ausgerechnet solchen Vätern einfach, die sich nicht kümmern wollen. Das betrifft auch Kuckuckskinder. Eine solche berichtet, wie sie erfahren musste, dass ihr Vater nicht ihr Vater war – ein Schock für sie (davon erzählen Feministen nix). Und nach diesem harten Schlag kam über längere Zeit ein weiterer: Ihr „Vater“ war nicht an der Fortführung der Vater-Kind-Beziehung interessiert und der Kontakt brach ab. Auch etwas, dass Mütter ihren Kindern antun: Weniger Halt im Leben durch helfende Hände, besonders in Krisenzeiten.

Das Verhalten dieses Vaters hat aber nicht mein Verständnis. Da ist doch etwas über Jahre wenn nicht Jahrzehnte gewachsen. Sowas wirft man doch nicht einfach weg. Sicherlich, vielleicht einigt man sich darauf, dass es nicht mehr Paps heißt sondern dass der Kuckucksvater mit Vornamen angesprochen wird. Bei allem Verständnis für die Härte einer solchen Erfahrung sollte man doch an der Liebe festhalten, die bestand, und sie weiterpflegen.

Den Titel muss ich übrigens etwas relativieren: Nicht unbedingt ist so ein Vater ein Arschloch, vielleicht ist er nur überfordert, weiß nicht, wie er mit dem Problem umgehen soll; die Unbeschwertheit und Unbefangenheit im Umgang mit seinem Kind ist fort. Alles anders auf einmal.

Vaterschaftstest: Kann man das auch anders sehen?

Er ist ein Kuckucksvater und hat Schlimmer durchgemacht. Sein Kind ist nicht sein Kind. Sowas hat Leiden zufolge. Jedenfalls zerbrach seine Ehe daran. Er ging eine neue Beziehung ein, in der seine neue Partnerin schwanger wurde. Sie kannte das Martyrium, das er durchlaufen hatte, und schenkte ihm zur Geburt einen Vaterschaftstest. Sie verlangte nicht, dass er ihr blind vertraute, sie sah das anders.

Viele Männer teilen das Bett mit einer Frau, die ihnen schreckliches antun: Sie schieben ihnen ein Kind unter. Frauen scheinen dabei kein oder nur schwach ausgeprägtes Ungerechtigkeitsempfinden zu haben, ein Indiz, dass Frauen Männer gar nicht lieben, sondern für sie nur Nutzobjekte sind. Wenn hingegen Mütter zu Kuckucksmüttern werden, fallen Schmerzensgeldzahlungen in Millionenhöhe an, hier weiß man auf einmal, dass sowas mit massivem Leid verbunden ist.

In unserem „Patriarchat“ verbietet man es Vätern, sich selbstbestimmt darüber Klarheit zu verschaffen, ob sie auch tatsächlich der Vater sind. Denn das betrifft die Frau, die das behauptet: Sie hat ein Verbrechen begannen und will das geheimhalten; typisch weibliche Verbrechen werden im „Patriarchat“ nicht verfolgt. Der Mann hat der Frau blind zu vertrauen, und tut er es nicht, ist sie zutiefst empört und maßlos gekränkt. Nun, wenn einer fremdgeht, will das Partner vielleicht auch wissen, es besteht aber kein Verbot, welches untersagt, dass er ihm einen Privatdetektiv hinterherschickt.

Wie auch immer: Ist es wirklich so schlimm, einen Vaterschaftstest machen zu lassen, oder kann man das auch anders sehen?

Kuckuckskinder, oder: Der Mann ohne Familie

Ich lese gerade ein Buch, das empfohlen wurde, und das ich wiederum nicht empfehlen kann. Es ist nur ein „Ja, wir Männer sind Schweine“ auf lustig. Und leichte Lektüre ist es auch nicht. Ich habe jetzt ein Kapitel gelesen, dass mich nur noch vor Wut heulend zurücklässt. Und zwar berichtet eine Leserbriefautorin, wie sie ihrem Mann, der ihr angeblich am Herzen liegt, ein Kuckuckskind untergeschoben hat. Ein schlechtes Gewissen hat sie dabei nicht, im Gegenteil ist sie sogar stolz darauf, dass aus ihrer Affäre ein Kind entstanden ist – Hey: Ich habe neulich eine Frau vergewaltigt, ja, ist nicht so toll für sie, aber dass ich in so einer stressigen Situation eine Erektion halten konnte… Ja: Da bin ich schon ein bisschen stolz drauf.

Solche Fälle, diese Gleichgültigkeit, mit der Frauen Männer Schlimmes antun, während es Vätern im „Patriarchat“ verboten wird, sich selbstbestimmt darüber Klarheit zu verschaffen, ob der Nachwuchs auch tatsächlich von ihnen stammt, lässt mich an den Frauen zweifeln. Sind Männer nur Nutzobjekte für sie? Fakt ist: Der Staat deckt Verbrecherinnen.

Und auch wenn man die Beziehung zum Kind weiterhin pflegen sollte, komme man mir nicht mit dem Bullshit, dass die Biologie ja nicht so wichtig sei. Sowas kann nur von solchen kommen, die nicht betroffen sind. Auch für Frauen ist die Biologie wichtig. So konnte eine Kuckucksmutter im Interview nur unter Schluchzen ihre Pein schildern, dass die eigene Tochter nicht die eigene Tochter ist. Und wenn es Mütter trifft werden Schmerzensgeldzahlungen in Millionenhöhe fällig.

Der Mann im obigen Beispiel hat keine Familie. Er teilt mit einer Verräterin das Bett, die ihm Schreckliches antut. Dieser Mann hat keine Familie, keine Heimat, in der er sicher ist.

 

Wenn Unzumutbares plötzlich zumutbar wird

Nach der Geburt wurden Manon und Mathilde im Krankenhaus vertauscht. Weil die französischen Mädchen bei Fremden statt bei ihren leiblichen Eltern aufwuchsen, erhalten die Familien nun fast zwei Millionen Euro Entschädigung.

Der seelische Schmerz, nicht Vater oder Mutter „seiner“ Kinder zu sein, wird hier also als so peinigend angesehen, dass er nur durch eine Millionensumme „entschädigt“ werden kann, zumindest dann, wenn auch eine Mutter darunter zu leiden hat. Widerfährt dieses Schicksal einen Vater, dann darf er nicht mit Entschädigung rechnen, und wenn er seinen Schmerz darüber, nicht Vater des Kinds zu sein, zu dem er eine Beziehung unterhält, artikulieren will, dann wird ihm von feministischer Seite zynisch vorgehalten, dass die Biologie doch egal sei, wichtig sei allein die soziale Beziehung.

Denn in unserem „Patriarchat“ genannten System ist es natürlich unzumutbar für eine Frau, zur Rechenschaft gezogen zu werden, wenn sie einem Mann ein Kuckuckskind unterjubelt. Nach bis vor kurzem geltendem Recht, konnte man ihr noch nicht mal zumuten, den echten Vater des Kindes zu benennen, denn:

Ist ein Mann Vater eines „Kuckuckskindes“ geworden, kann er von der Mutter keine Auskunft über den wirklichen Vater verlangen. Die Auskunft über den leiblichen Vater greift unzulässig in die Privat- und Intimsphäre der Mutter ein und erfordert daher eine gesetzliche Grundlage, entschied das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe in einem am Mittwoch veröffentlichten Beschluss.

So war es noch bis vor kurzem geregelt, nach dem neuen Gesetz ist eine Mutter prinzipiell auskunftpflichtig, kann aber von der Auskunftpflicht befreit werden, wenn eine Auskunft „unzumutbar“ sei. Böse Zungen behaupten, dass sie dies einfach nur behaupten muss, um eine Befreiung zu erreichen. Entschädigung an den Vater ist nach wie vor nicht zu zahlen.

Was aber, wenn eine Schwangere von Hartz IV lebt, und den Vater nicht nennen will? Dann fährt der Staat seine Klauen aus, und das drastisch. Das Jobcenter

… verlangte nun von einer schwangeren Mandantin der Bremer Rechtsanwaltskanzlei »Rightmart« unter Strafandrohung detaillierte Auskünfte über ihr Intimleben und ihre Sexualpartner. Außerdem nötigte es sie zu eigener Recherche. Ziel sei es, den unterhaltspflichtigen Vater ausfindig zu machen. Das Dokument unter dem Titel »Zusatzfragebogen -ungeborene Kinder- (Kindesvater unbekannt)« veröffentlichte die Kanzlei Ende vergangener Woche.

Darin soll die werdende Mutter die Namen und Geburtsdaten der Männer auflisten, mit denen sie »in der gesetzlichen Empfängniszeit Geschlechtsverkehr hatte«. Nach Bürgerlichem Gesetzbuch (BGB) umfasst letztere 181 bis 300 Tage vor dem errechneten oder tatsächlichen Geburtstermin. Sollte die Betroffene keine Angaben machen können, mahnt das Jobcenter, habe sie dies »ausführlich und nachvollziehbar« zu begründen. Außerdem soll sie darlegen, welche »intensiven Nachforschungen zur Ermittlung des Kindesvaters« sie selbst angestellt habe. Schließlich verlangt ihr das Amt eine Erklärung ab. In dieser soll sie nicht nur versichern, dass ihre Angaben wahr sind. Sie soll sich darüber hinaus verpflichten, jede Erkenntnis zum möglichen Kindesvater umgehend dem Jobcenter mitzuteilen. Ferner soll sie bekunden: »Ich wurde hiermit ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ich eine strafbare Handlung begehe, wenn ich den Kindesvater absichtlich verschweige oder vorsätzlich falsche Angaben gemacht habe.«

Aus Sicht eines Mitarbeiters des Jobcenters ist das Alles auf einmal zumutbar, wenn der Staat die Kosten zu tragen hat und kein „Patriarch“.