Archiv der Kategorie: Links-Rechts

Crumar zu Kulturmarxismus

[Kontext: Es handelt sich um einen Kommentar zu einem Video der Vulgären Analyse, in welchem er über Kulturmarxismus spricht]

Weil er bei seiner eigenen Definition des „kulturellen Marxismus“ (sic!) ab 2:39 und folgend bereits eine Definition von „Klasse“ einführt, die mit dem Klassenbegriff des Marxismus NICHTS zu tun hat.
Sondern mit Begriffen des Intersektionalismus / intersektionalem Feminismus.
Danach habe ich dann aufgehört zu schauen.

Ob du nur im Besitz deiner Arbeitskraft oder im Besitz von Kapital oder Grundeigentum bist, ist bestimmend im und für den Marxismus, welcher (gesellschaftlichen) Klasse du angehörst.
Dein Geschlecht, deine Hautfarbe, deine sexuelle Orientierung spielen dabei KEINERLEI Rolle.
Man sieht hier schon, die beiden Begriffe haben in ihrer Definition in den jeweiligen theoretischen Kontexten keine Gemeinsamkeiten.
D.h. an genau dieser Stelle hätte ihm klar sein müssen, an seiner Definition von „kulturellem Marxismus“ gibt es einen Haken, nämlich der Klassenbegriff des „kulturellen Marxismus“ hat mit dem Klassenbegriff des Marxismus nichts zu tun.
Womit er demnach einen „Kulturmarxismus“ *ohne* Marxismus *als* Marxismus definiert.

VA macht dann und deshalb eine lustige Volte: Weil der intersektionale Feminismus aber so TUT, als WÄREN Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft, sexuelle Orientierung eine Klasse, *handelt* es sich *eigentlich* um eine Klasse/Klassen im marxistischen Sinne.
Nope.
Geschlecht, Hautfarbe, sexuelle Orientierung sind a. individuelle Merkmale, aber nicht bestimmend für den marxistischen Begriff der Klasse und selbst als soziale Schicht macht m.E. bspw. „schwul“ keinerlei Sinn. Und b. hat seine Vorgehensweise den lustigen Effekt, dass damit der *intersektionale Feminismus* bestimmt, was *wirklich* marxistisch ist und nicht Marxisten.
Also: Unmarxistisch = marxistisch.
Ironisch, oder?!

Mir ist schon klar, dass er die „Alt-Left“ kritisieren will, aber der importierte Begriff des „cultural marxism“ hat nun einmal den Haken, etwas als Marxismus auszugeben, was nicht marxistisch ist.
Das sind Poststrukturalisten/Postmodernisten und mit denen hatte der Marxismus noch nie etwas am Hut.

Rassismusdetektor: „Du bist ein Rassist!“ – Über Kultur und Rassismus

Es gibt einen neuen Fragebogen, der kein Fragebogen ist, sondern eine als Frage 1255890352269verkleidete Anklage, man sei ein Rassist. Die Option „Du bist kein Rassist“ kennt der „Fragebogen“ nicht. Das Ergebnis dieser „Fragen“ kennt nur zwei Optionen, nämlich dass man entweder ein Rassist sei, der das leugnet, oder einer, der das einräumt und Besserung gelobt (Ich halte diese bornierte Selbstgefälligkeit für einen der Gründe, warum wir eine Linksflucht vorliegen haben). Derjenige, der bereit ist, die Anklage anzunehmen – sich also selbst zu erniedrigen – darf sich für was besseres halten. Das hat was von George Orwell: Die herrschende Ideologie ist totalitär, man hat noch im eigenem Denken die Anklagen zu akzeptieren und das richtige Denken zu pflegen. Und wer es hier ernst meint, muss ganz nach Orwell das „Doppeldenk“ bzw. „Zwiedenk“ beherrschen, denn es wird von einem verlangt, dass man keine naheliegenden, logischen Schlussfolgerungen daraus ziehen darf, wenn man einen Unterschied etwa in der Hautfarbe wahrnimmt. Frage 3  lautet: „Fragst du Weiße beim Smalltalk nach ihren Großeltern?“ – denn wenn man das mit Schwarzen macht, sei man ein Rassist. Man soll also jedes Denken aufgeben, wie etwa, dass die Großeltern von Schwarzen hierzulande kaum für Hitler gekämpft haben dürften – was doch schon mal eine gute Sache ist, oder? Nun, im Kongo würde ich auch einen Weißen nach seinen Großeltern fragen, weil eine solche Frage Sinn macht – wenn mir jetzt dieser Weiße „Rassismus“ unterstellen würde, würde er sich nur lächerlich machen.

Denn: – ich bin mal selbstbewusst –  ich bin kein Rassist. Und ich halte das Konzept der „Definitionsmacht“, wonach allein Farbige beurteilen dürfen, ob ich ein Rassist bin, und ich nicht widersprechen darf, für rassistisch und totalitär.

Ich bin kein Rassist, das heißt: Ich glaube nicht, dass Menschen aufgrund ihre „Rasse“ unterlegen oder überlegen sind, dass sie mehr oder weniger wert sind als die Mitglieder anderer Ethnien.

Wenn ich aber der Meinung bin, dass es eher ein Farbiger ist, der eine Frau nahezu tödlich mit einem Messer verletzt und sich dann vor Gericht so positioniert:

„Der Beschuldigte kennt es aus seiner Kultur so, dass Konflikte mit dem Messer ausgetragen werden. Er beschreibt die regionalen Bräuche wie folgt: Wird man beleidigt, darf man zustechen. In schweren Fällen darf man die Person töten.“ Und: „Er führt aus, dass sein Verhalten nach den religiösen Anforderungen nicht zu beanstanden war und begreift nicht, weshalb er in Haft sitzen muss.“

…dann mache ich das nicht an der Hautfarbe fest, sondern an der Kultur – was ja auch in der Erklärung gesagt wird. Nehmen wir als Kontrast dazu den Farbigen Tarik Tesfu: Der ist hier geboren und aufgewachsen. Er wurde in unserer Kultur sozialisiert, weshalb ich es für extrem unwahrscheinlich halte, dass er erstens mit einen Messer rumrennt und es zweitens auch verwendet, wenn sich eine „Gelegenheit“ bietet. Denn in unserer Kultur ist es nicht Brauch, mit einem Messer bewaffnet unterwegs zu sein (damit meine ich nicht, dass zum Beispiel Araber ständig mit einem Messer unterwegs wären, ich rede von einer Tendenz – Hashtag #notAll).

Tarik ist schwul, und das bringt mich zu einem weiteren Beispiel: Ich glaube, dass in unseren Kreisen Araber eher homophob sind als Weiße, dass sie Homosexualität nicht für akzeptabel halten. Das mache ich ebenfalls an der Kultur fest und nicht an der „Rasse“.

Ich habe kein Problem mit Zuwanderung von „Ausländern“, von PoC z.B. aus ostasiatischen oder buddhistischen Ländern, denn Buddhisten neigen nicht dazu, bei Ärger oder Beleidigung mit dem Messer zuzustechen. Es sind zutiefst rechte Kulturen, aus denen eine Einwanderung erfolgt, mit einem zutiefst rechtsgeneigten Bild etwa über Geschlechterrollen, Homosexualität, Antisemitismus, Demokratieverständnis oder Religionsfreiheit. Deshalb bin ich gegen eine Einwanderung aus diesen Kulturen, nicht obwohl sondern weil ich links bin. Denn liebe Linke: Die sind nicht links.

Zur Flüchtlingspolitik dieser Vorschlag, wieder mal:

Zwar fordern Betts und Collier, dass im Fall einer Notlage alle Staaten als Zeichen der Solidarität einige Flüchtlinge aufnehmen. Darüber hinaus sei es in der Regel jedoch sinnvoll, Menschen in Nachbarstaaten, mit denen sie eine Sprache und Kultur teilen, unterzubringen. Die Integration sei einfacher, die Versorgung günstiger, und zudem kehrten Flüchtlinge vor dort aus nach einem Ende der Krise eher in ihre Heimat zurück. Das entlasse andere Staaten aber keineswegs aus ihrer Verantwortung, die Zufluchtsländer massiv mit Ideen und Geld zu unterstützen

Wenn man aber eine selbstmörderische Migrationspolitik ablehnt, muss man leider den brauen Rand wählen.

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….keine Alternative.

Chemnitz, Lügen und Kollektivhaft

Sowohl Linke als auch Rechte lügen, dass sich die Balken biegen. Zum einen die Linken: Dass es einen Mob, eine Hetzjagd, ja allen Ernstes einen Pogrom gegeben haben soll, zugleich aber keine Videobeweise dafür vorliegen, ist im Handyzeitalter komplett unglaubwürdig. Und auch das Videomaterial der Demo, in welcher Nazis angeblich irgendwas mit „Adolf Hitler“ skandierten, soll gar nicht aus Chemnitz stammen. Aber auch die Lügenrechte tut alles, um Vorurteile zu bestätigen. Einige Aufarbeitungen der Lügen findet sich hier: Wir sammeln alle Fakes rund um die Ereignisse von Chemnitz. Dass nun die Einen das Eine, die Anderen das Gegenteil behaupten und man überhaupt nicht mehr durchblickt, was man noch glauben kann, wird von Fefe in einem lesenswerten Beitrag kommentiert.

Menschengruppen in Kollektivhaft zu nehmen, ist ein beliebter Volkssport, der dank Chemnitz nun einen weiteren Höhepunkt erreichte. Wer ein Problem mit Massenmigration aus nicht kompatiblen Kulturkreisen hat – was ich für ein gefährliches Problem halte -, ist, genau: Ein Nazi. Umgekehrt ist jeder, der Parolen wie Die kommen hierher und vergewaltigen unsere Frauen!“ verurteilt, ein linksgrün versiffter Gutmensch.

Der Knackpunkt liegt hier bei „Die.“ Damit werden alle Angehörigen der Gruppe der Flüchtlinge zu Vergewaltigern erklärt. Jeder Antirassist weiß, dass das falsch ist. Denn selbst wenn in einer Gruppe der Anteil der Kriminellen im Vergleich zu einer anderen Gruppe – hier: Die Einheimischen – höher ist, ist es falsch, einen Menschen, der sich nichts zu Schulden kommen ließ, zu verurteilen aufgrund von Taten, die andere begangen haben.

Das wissen moderne, progressive, aufgeklärte Menschen von heute, es sei denn: Es geht um Männer. Während jeder Verweis darauf, dass Menschen mit Migrationshintergrund im Schnitt krimineller sind, sofort als „Rassismus“ oder Nazi-Position gebrandmarkt wird, ist Sexismus gegen Männer, der ausdrücklich alle Männer in Kollektivhaft nimmt – auch die Guten! – hip und mordern. Das Motto lautet: „Alle drei Tage stirbt eine Frau durch ihren Mann also sind alle Männer Mörder, Schweine, Vergewaltiger“ –  denn so ist die Struktur. Kollektivhaft gegen Männer? Läuft!

Derweil demonstrieren Rechte ganz betroffen gegen „die“ Flüchtlinge, die Deutsche ermorden. Solche Trauermärsche sind natürlich gaaaar keine Instrumentalisierung. Auch hier stellt sich die Frage, warum um einen Toten nicht getrauert wird, wenn sein Mörder ein Deutscher ist. Denn auch wenn im prozentualen Verhältnis Migranten häufiger töten als Deutsche, so sterben in absoluten Zahlen die meisten immer noch durch Einheimische, häufig durch ihre eigenen Familienmitglieder – siehe die feministischen Hetzkampagnen. Es ist zu erwarten, dass all die Hochbetroffenen demnächst der feministischen Partei „Die Frauen“ beitreten, sobald ihnen dämmert, dass das einende Merkmal all dieser Mörder das männliche Geschlecht ist (Giftmörderinnen tauchen in Statistiken nicht auf). Die Linken sind ja bereits Mitglied (höhöhö) dort, wobei auch die Heuchler sind: Als sich herausstellte, dass ein verstorbener Asylant nicht von einem Ausländerhasser sondern von einem anderen Asylanten ermordet wurde, gab es keine Protest- und Trauermärsche mehr. Ganz genau wie bei den Rechten gab und gibt es Empörung, Trauer und Anteilnahmen nur, wenn der Mörder die richtige Herkunft hat.

So nimmt jeder fröhlich gerade den in Kollektivhaft, den er nicht ausstehen kann und trauert um Mordopfer nur, wenn man den Mörder wegen seiner Gruppenzugehörigkeit nicht leiden kann.

Oben sagte ich, dass ich Massenmigration aus nicht kompatiblen Kulturen für ein großes Problem halte, dazu ein – wie ich finde – konstruktiver Vorschlag:

Zwar fordern Betts und Collier, dass im Fall einer Notlage alle Staaten als Zeichen der Solidarität einige Flüchtlinge aufnehmen. Darüber hinaus sei es in der Regel jedoch sinnvoll, Menschen in Nachbarstaaten, mit denen sie eine Sprache und Kultur teilen, unterzubringen. Die Integration sei einfacher, die Versorgung günstiger, und zudem kehrten Flüchtlinge vor dort aus nach einem Ende der Krise eher in ihre Heimat zurück. Das entlasse andere Staaten aber keineswegs aus ihrer Verantwortung, die Zufluchtsländer massiv mit Ideen und Geld zu unterstützen

Über zensurwütige Pseudolinke

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Pseudolinke, die bereits geringfügige Meinungsabweichungen nicht tolerieren, diese dann pauschal als Naziposition abtun und dann demzufolge diesen „Nazis“ sowohl ihr Recht auf freie Rede, ja sogar auf körperliche Unversehrtheit absprechen, merken offenkundig nicht, in wessen Stiefeln sie stecken. Mit rhetorischen Tricks wie „X ist keine Meinung“ wird dabei die Meinungsfreiheit zugrunde gerichtet, und diese Symptomatik breitet sich aus. So befürchte ich, Heise – bisher ein leuchtendes Beispiel links-liberaler Toleranz – hat seine Moderationspolitik geändert und geht nun dazu über, massiv in den freien Diskurs einzugreifen und ihn damit zu negieren. Ich komme darauf zum Schluss noch mal zu sprechen.

Ich hatte vor einiger Zeit eine unschöne Begegnung mit einem, bzw. zwei Linksautortitären, anhand derer sich die Krise der Linken und der daraus folgende DH5nf_WXsAAl22uAufstieg von AfD, Trump und Konsorten veranschaulichen lässt. Ein offensichtlich Rechtsgesinnter problematisierte die hinterpfotzigen Zensurpraktiken bei Twitter. „Hinterpfotzig“ deshalb, weil die Twitterherren zwar manipulativ in den Diskurs eingreifen aber nicht dazu stehen. So muss man umständliche Tests bemühen, um herauszufinden, ob man einer Zensur, einem sogenannten Shadowban, unterliegt. Er positionierte sich dabei als „islamkritisch“ was einen Linksautoritären auf den Plan rief, der dann auch umstandslos die ganz dicke Keule auspackte: „Islamkritik“ sei nichts anderes als „Nazisprech“. Dazu jede Menge Bildchen.

Twitter manipuliert und zensiert. Betroffen sind sowohl Rechte als auch andere Abweichler von der PC-Ideologie, etwa solche, die Hilfe für Notleidende auch dann fordern, wenn sie dem falschen Geschlecht, dem männlichen nämlich, angehören. Das heißt, ich war auch schon von der politisch korrekten Zensur betroffen. Der Pseudolinke nun hatte damit kein Problem, er ist pro Zensur. Er ist pro Netz-DG und er denunziert fließig. Dass heißt er stimmt mit der durchgesetzten Meinung auf Twitter überein, er hat die Herrschaftselite im Rücken.

Diejenigen, die zensiert werden, sind aus seiner Warte:

1. Arschlöcher zum einen und zum anderen

2. Nazis, welche nach dem Philosophen Popper ebenfalls zensiert werden müssen, denn ihm zufolge gilt: „Intoleranz der Intoleranz“.

Um zu Punkt 1. zu kommen: Das Meme, nachdem der Zensierte ein Arschloch sei und damit zurecht zensiert würde, kommt ohne jede politische Ausrichtung daher. Es kann von jedem angewendet werden – egal ob Stalinist oder Nazi -, der gerade „oben“ ist, der sich in der komfortablen Situation befindet, dass seine Meinung protegiert und die anderer zensiert wird. Es wäre interessant zu sehen, was mein linksautoritärer Twitter-Held dazu sagen würde, wenn man ihm etwa auf den Seiten der „Jungen Freiheit“ genau das verklickern würde: Er sei ein Arschloch also zurecht zensiert.

Ich zitierte dort weiter ein Zitat in Anlehnung an die Linke Rosa Luxemburg: „Meinungsfreiheit ist immer die Freiheit anderer“. Darauf erhielt ich die Antwort, dass Luxemburg kotzen würde, wenn sie wüsste, wer sie zitierte. Damit wurde unter Beweis gestellt, dass eine ganz fundamentale Eigenschaft von „Toleranz“ nicht verstanden wurde. Toleranz bedeutet, dass man etwas duldet, was einem zuwider ist. Man findet es zum Kotzen, aber man hält es trotzdem aus. Pseudolinke, die Toleranz gegenüber „ihren“ Minderheiten angeblich üben, sind gar nicht tolerant. Denn wenn man mit einer Meinung oder einer Gruppe konform geht, mit ihnen sympathisiert, muss man ihnen gegenüber nicht tolerant sein. Ich bin gegenüber Schwarzen oder meiner Mutter nicht tolerant, da ich kein Problem mit ihnen habe. Ich muss tolerant gegenüber Feministen sein, da deren Ideologie, die über die Leichen von Männern hinwegtrampelt, mir zutiefst zuwider ist. Diejenigen also, die „Toleranz“ einfordern, sind meistens selbst überhaupt nicht tolerant.

Zu Punkt 2: Man führte Popper an, wonach man gegenüber Intoleranten intolerant sein muss. Der erste Punkt ist, dass man mich dabei ohne Gerichtsverfahren in die Schublade „Nazi“ – also zu den Intoleranten – gesteckt hatte, weil ich es wagte mit Rechten zu reden. Nun, ich würde auch mit Stalin, Hitler oder Mao reden, um dann alles in meiner nicht vorhandenen Macht stehende zu tun, damit sie nicht an die Macht kommen. Diese Anklage steht für einen eiskalten, dogmatischen Wind, welcher das „Hören von Feindsendern“ – wie es die Nazis nannten – als Verrat mit dem Tode bestraft. Denn der Pseudolinke ist laut seiner eigenen Memes gewaltbereit, derjenige der sich gegen Gewalt ausspricht, offenbare lediglich: „Ich habe Angst“. Willkommen in der Angstherrschaft! Nun: Warum ich als Maskulist nicht rechts bin habe ich hier erörtert.

Zur Androhung von Gewalt kam Diskussionsverweigerung. Anstatt in irgendeiner Weise inhaltlich zu antworten, postete man sinnentleerte Meme-Bildchen. Wir haben also 1.) Dialogverweigerung und 2.) Gewaltandrohung. Dazu nochmal zu Popper, der gegen mich angeführt wurde, zu diesem lässt sich sagen:

Dass viele derer, die Popper im Mund führen, mit diesem Paradox leben, den Widerspruch ertragen können, spricht für den beklagenswerten Zustand ihrer geistigen Kapazitäten. Dass sie ihre eigenen Defizite aber Popper in die Schuhe schieben wollen, geht zu weit. Liest man die Stelle, die die meisten, die ihn zitieren, nicht kennen, bei Popper weiter, dann erfährt man, dass Popper seine Aussage an zwei Bedingungen knüpft: (1) Verweigerung des rationalen Diskurses und (2) Gewalt. Nur wenn es jemand mit einer schrägen Meinung, die andere Meinungen kategorisch ausschließt, verweigert, über seine Meinung und Kritik an seiner Meinung zu diskutieren und jeden Versuch, darüber zu diskutieren, mit Gewalt unterdrücken will, dann ist Popper der Ansicht, müsse man ihn und seine Meinung nicht tolerieren.

Das heißt: Dem Philosophen nach, mit dem Zensur und Intoleranz gegenüber politisch Andersdenkenden auf hohem intellektuellen Niveau moralisch legitimiert werden soll, diesem Philosophen nach müssten sich die Linksautoritären selbst löschen.

Dieses kurze Intermezzo halte ich für beispielhaft für die Krise der Linken, die die Leute abstößt, und welche dann in Scharen den Rechten in die Hände laufen. Denn das sind keine Ausreißer, solche Linken sind es, die den Diskurs beherrschen. Und bevor jetzt ein Neoliberaler oder Rechter sich befriedigt die Hände reibt àla: „Ein Linker gibt zu, dass die Linken an der Macht sind!“, stelle ich klar: Ich rede von Pseudolinken. Linke im besten Sinne wurden ausmanövriert. Sie beherrschen nicht den Diskurs zu Themen wie Arbeitnehmerrechten, Sozialstaat, fairen Zugang zu Bildung oder Rente. Der dominierenden Pseudolinken wird lediglich gestattet, sich bei Pseudoproblematiken auszutoben, zum Beispiel ob man noch von „Zigeunerschnitzeln“ oder „Farbigen“ sprechen darf. Die feministische Pseudolinke darf dort Politik treiben, wo es um das Übermalen eines Gedichts geht. Die Pseudolinke darf dort Politik treiben, wo es um „Mikroaggressionen“ geht. Hier ist die Machtelite gnädig, hier darf man. Ich halte solche Typen wie die angeführten Pseudolinken für nützliche Idioten, die eine neoliberale Herrschaft der Reichen stützen.

Diese Symptomatik breitet sich aus. Wenn meine Befürchtung zutrifft, gibt es auf den Seiten von Heise.de keine Redefreiheit mehr. Kürzlich wurde dort ein Artikel über Trolle eingestellt, wonach sich Sozialwissenschaftler einer Studie zufolge über die „Kloake“ beschwerten, die sich oft in Foren fände. Nun, was „Kloake“ ist, darüber gehen die Meinungen auseinander, da braucht es Meinungsfreiheit, das zu klären. Ich zum Beispiel empfinde solche Hassrede, wie sie niemals über Frauen oder Migranten geduldet würde, als Auswurf einer solchen „Kloake“. Und wenn daraufhin mit nicht immer freundlichen Worten zurückgeschossen wird, dann sehe ich hier das alte Prinzip erfüllt, wonach es aus dem Wald schallt, wie man hineinruft. Als ich gestern zum Trollartikel einen Kommentar postete, war kurz darauf das Laden der Seite nicht mehr möglich. Ein Probeaufruf mit dem privaten Modus der Browsers zeigte, dass das Anzeigen der Seite nur dann unterbunden wurde, wenn ich eingeloggt war. Es wird dabei nicht nur zensiert, es wird genauso zensiert, dass zensiert wird. Man erhält keinerlei Mitteilung, dass man auf einer Blockliste gelandet ist. Auch gerät man auch dann unter den Bann, wenn die eigenen Beiträge nicht zensiert, gelöscht werden. Es liegt also kein Regelbruch, keine Beleidigung oder Rechtsverletzung vor, die eine Löschung rechtfertigen würden. Allein: Man läuft mit seinen – nicht zu beanstandenden – Äußerungen lediglich der politischen Agenda der Moderation zuwider. Die Community auf Heise hat die feministische Herrinnenideologie immer abgelehnt. Wenn sich das in Zukunft ändern sollte, dann nicht, weil die öffentliche Meinung – nicht zu verwechseln mit der veröffentlichten Meinung – plötzlich profeministisch ist, sondern weil sich Heise den anderen Zensurmedien angeschlossen hat. Das wäre ein herber Schlag.

Weder rinks noch lechts sondern gerecht? Die Männerbewegung im Spiegel der Pseudolinken und deren Entfremdung von sich selbst

Lionosys antwortete auf meine Verteidigung der Männerbewegung gegen die Attacke,

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Pseudolinkes, feministisches Konzept von Gerechtigkeit: Der männliche Obdachlose zahlt mehr als die Multimillionärin.

diese sei rechts mit einem Fazit, das ich erstmal unterschreiben kann:

Ist die Männerbewegung also links oder recht? Ich meine, sie ist weder links noch rechts, sondern gerecht. Denn darum geht es: Gerechtigkeit, unabhängig davon, unter welchem anderen Begriff diese auch daherkommt.

Ich verstehe mich als Linker und die Linke halte ich für eine Strömung, die für Gerechtigkeit steht, welche oft noch mit dem Adjektiv „sozial“ konkretisiert wird. Ich sehe nun strukturelle Benachteiligung der Männer, deren Symptome sich z.B. darin äußern, dass sie die Mehrheit der Obdachlosen und Suizidalen stellen, was bedeutet, dass diese Gruppe erste Adresse urtümlich linker Hilfe und Förderung sein müsste. Dabei denke ich durchaus geschlechtsneutral: Unabhängig vom Geschlecht sollte man Obdachlose von der Straße holen, sprich, obdachlosen Frauen ist genauso wie Männern zu helfen. Der Flüchtlingszuzug hat gezeigt, dass man jedem eine Unterkunft, eine Sozialwohnung bieten könnte, es fehlt allein der Wille, und das ist darauf zurückzuführen, dass Obdachlosigkeit überwiegend Männer trifft, aufgrund des Empathiemangels, was zu der irrwitzigen Situation führt, dass unerwünschte Komplimente nationale Debatten auslösen, aber nicht erfrorene Obdachlose.

Lionosys legt hier den Finger in eine offene Wunde nicht der Männerbewegung sondern der Linken:

…dass Männerrechtler mehrheitlich Personen mit linker Orientierung sind. Mag sein. Aber warum setzen sich die linken Parteien in der Politk nicht für die Männerrechte ein? Da kommt doch die Annahme, Männerrechtler seien politisch eindeutig zu veorten, ins Straucheln. Dagegen sind es eher Parteien des bürgerlichen/konservativen Spektrums, die beginnen, sich mit Männerthemen ernsthaft auseinanderzusetzen.

Das Problem liegt aber nicht bei den Männerrechtlern, die tatsächlich links sind, sondern bei der Linken, die sich ihrer selbst entfremdet hat, die ihre ursprünglichen Wurzeln und Werte verloren und verraten hat, die zur Pseudolinken mutierte.

Die Pseudolinke von heute setzt sich nicht mehr für Menschen oder Gruppen ein, die tatsächlich Unterstützung benötigen, die tatsächlich benachteiligt sind, sondern macht ihr Engagement von angeborenen Eigenschaften wie Geschlecht oder Hautfarbe abhängig – ist also sexistisch und rassistisch – welche als „unterdrückt“ oder „marginalisiert“ verstanden werden. So ist nicht der männliche, weiße Obdachlose Ziel des Klassenkampfes, wohl aber macht man sich stark für Quoten, die nur sowieso schon privilegierten Frauen nutzen. Die Welt wird nicht mehr in arm und reich unterteilt sondern in schwarz und weiß, in Frau und Mann, wobei jeweils die Ersteren unterstützt werden. Das führt zu so grotesken Szenen, in welchen sich ein schwarzer Multimillionär hinstellt und allen ernstes und unwidersprochen in die Kamera sabbelt, dass ein weißer,  männlicher Obdachloser immer noch privilegierter sei als er selbst „…egal, wieviel Geld ich mache…“

Die Linke hat ihre ursprünglichen Wurzeln und Werte verraten, ihre neoliberale Zersetzung war im höchsten Maße erfolgreich. Mit anderen Worten: Die Männerrechtsbewegung ist tatsächlich links. Dass sie nicht in die etablierte Linke integriert wird, liegt nicht an ihr, sondern daran, dass die Linke nicht mehr links ist.

Warum Maskulismus nicht rechts ist

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Feministen können kaum was anderes als die Nazikeule zu schwingen.

Unfähig auf inhaltliche Positionen einzugehen, betreiben aufrechte Männer wie Kemper oder Gesterkamp Rufmordkampagnen, in welchen der Maskulismus bzw. die Männerrechtsbewegung als „rechts“ diffamiert wird. Dabei schreckt man auch nicht davor zurück, die noch nicht ganz kalten Leichen von Amokläufen zu instrumentalisieren oder man arbeitet mit sinnentstellenden und aus dem Kontext gerissen Zitaten zum Thema „Häusliche Gewalt“ mit einer Dreistigkeit, die kaum zu überbieten ist

Und damit sind wir gleich beim ersten Punkt, warum Männerrechtler nicht rechts sind: Sie hängen nicht einem Bild von dem starken Mann und der schwachen Frau an. Sie verlangen Männern nicht ab, zäh wie Leder und hart wie Kruppstahl zu sein, wie es dem rechten und dem faschistischen Ideal entspricht, sondern gestehen ihnen zu, auch schwach zu sein, ja sogar gegenüber Frauen. Die internationale, seriöse Forschungslage ist eindeutig: Frauen werden genauso wie Männer zu Tätern häuslicher Gewalt und Frauengewalt ist von ihrer Zerstörungskraft her auch nicht zu unterschätzen. Von daher sagt der Männerrechtler nicht: „Beiß die Zähne zusammen“ sondern fordert Hilfe für Männer als Opfer häuslicher Gewalt, denn die Zustände sind derzeit so, dass Frauen nahezu nach Belieben Kinder, Alte, Pflegebedürftige und vor allem Männer misshandeln dürfen, ohne dass irgendeine Instanz eingreift.

Plaedoyer_fuer_eine_linke_Maennerpolitik_Arne_Hoffmann_eBook_10_02_014Das heißt, hier geht der Maskulist von einem Mann aus, der nicht allzeit Herr der Lage ist, sondern auch Opfer werden kann, der schwach ist – was nebenbei gesagt reichlich unsexy ist, einer der Gründe, warum es Männerrechtler viel schwerer haben als Feministen, denn jeder kämpft gerne für Frauen in Not, aber für Männer…?

Der Männerrechtler, für den Schwäche beim Mann kein Makel ist, stimmt scheinbar mit Feministen überein, die ebenfalls den schwachen Mann fordern: „Der Mann darf auch schwach sein. Der Mann darf auch weinen!“ Feministen lieben den schwachen Mann, aber nicht weil sie es gut mit ihm meinen. Denn wenn dann Männer Notsituationen zur Sprache bringen, in denen sie auf Hilfe angewiesen sind, wird eine ganz andere Platte aufgelegt:jessica2 Er wird als Schwächling verhöhnt. Bascha Mika bezeichnete den Vorsitzenden von MANNdat als „Jammerlappen“. Thea Dorn, darauf aufmerksam gemacht, dass immer mehr Jungen im Schulsystem systematisch aussortiert werden, kommentierte dies kalt mit: „Ich weine gleich!“ Unzählige Frauen gefallen sich darin, in einen Kreativitätswettbewerb darüber zu treten, was man alles mit „Männertränen“ anstellen kann, was nichts anderes heißt, als dass man sadistische Freude am Leid und der Not von Männern empfindet und dies auch von der Gesellschaft toleriert wird.

Deshalb machen diese Unmenschen auch nichts, wofür man besonders mutig sein müsste. Und originell sind sie auch nicht: Misandrie ist keine Erfindung von Feministen sondern hat bereits Jahrhunderte auf dem Buckel. Wenn eine Femischistin wie Schwarzer etwa in Jubelrufe über eine brutale Verstümmlung einen Mannes ausbricht und meint, dabei würde „Frauenfreude“ aufkommen, dann macht diese gewaltverherrlichende Hasspredigerin nur etwas, was seit langem etabliert ist und wie bei keiner anderen Gruppe sonst erlaubt, Daphne Patai kommentiert: »Es fällt einem schwer, sich heute eine andere Gruppe von Menschen vorzustellen, die dermaßen krass in der Öffentlichkeit niedergemacht werden kann, ohne augenblicklich Protest zu erheben. Irgendwie scheinen sämtliche Männer zum Schweigen eingeschüchtert worden zu sein.« Und tatsächlich: Würde ein Mann des öffentlichen Lebens einen Gewaltakt gegen eine Frau auf diese Weise wie die Bundesverdienstkreuzträgerin kommentieren, er wäre sozial erledigt, eine Unperson. Faschismus gegen Männer hingegen ist salonfähig. Dieser Empathiemangel und moralische Vernichtung von Männern spielte bereits bei der Menschenvernichtung der Nazis eine große Rolle. Hier die Feministin, die über sich an „Male-Tears“ erfreut, dort der Nazi, der Männer abschlachtet: Sie beide eint, dass sie kein Mitgefühl empfinden für bestimmte Menschen mit bestimmten angeborenen Merkmalen, wie eben dem Geschlecht.

Viele behaupten, „Maskulinisten“ wollten zurück in die 50er Jahre. Das ist Nonsense. Linke Maskulisten lehnen die traditionelle Rollenverteilung ab, und zwar, weil außerhäusliche Arbeit nur selten Selbstverwirklichung und Karriere bedeutet aber allzu oft Entbehrung und Mühsal und Leid, der Deal „Frau am Herd, Mann im Bergwerk“ also einen Nachteil der Männer darstellt. Männern bzw. Vätern muss die Möglichkeit gegeben werden, sich bei den Kindern genauso einbringen zu können wie Frauen. Vorstellbar wäre ein Szenario, wie es Esther Vilar vorgeschlagen hat als Gegenmodell zum neoliberalen Entwurf, in welchem die Kinder in systemkompatible, obrigkeitstreue Verwahranstalten abgeschoben werden, damit beide Elternteile ihre Haut zu Markte tragen können.

Damit, dass Männer sich als Väter in die Familie einbringen können, sind wir beim nächsten Punkt: Männerrechtler sehen in einem Vater einen Menschen, der eine liebe- und vertrauensvolle Beziehung zu seinen Kindern führt, der geliebt wird und liebt. Auch das unterscheidet sich nachhaltig vom rechten, faschistoiden Familienbild. Hier nämlich wird das Kind eindeutig der Mutter zugeordnet, eine Mutter-Kind-Symbiose beschworen, während der Mann sein Leben der Arbeit zu widmen oder auf dem Schlachtfeld zu opfern hat. Mütterlobbyisten, die Väter als Eltern zweiter Klasse ansehen, sind ganz nah dran an einer Familienpolitik, wie sie unter Hitler en vogue war.

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Nach der Trennung werden Väter, die ihren Kindern weiterhin Väter sein wollen, von derselben Fraktion als „Vätermafia“ dämonisiert.

Es gibt im Feminismus eine Strömung, die man mit der maskulistischen als „verbündet“ ansehen könnte: Nämlich jene, die fordert, dass Väter im Beruf kürzer treten, damit sie sich mehr um ihre Kinder kümmern können. Das sind aber keine Verbündete, denn was sie anzubieten haben, ist vergiftet. Denn sie stellen diese Forderung nicht im Interesse der Kinder und Väter sondern ihr Wunsch entspringt dem Motiv, Frauen ins Berufsleben zu treiben. Dafür soll der Mann der Frau den Rücken freihalten. Dass das kein ehrliches Ansinnen gegenüber Kindern und Vätern ist, zeigt sich bei der Trennung: Hier ist die Feministin auf einmal ganz bei den Rechtskonservativen, die die Existenz einer tiefen, liebevollen und für das Kindeswohl wichtigen Verbindung zwischen Kind und Vater verneinen, für die die Kinder zur Mutter gehören und die den Vater zum Zahlvater degradieren. Er hat den Unterhaltsscheck zu unterschreiben und sich ansonsten aus dem Leben seiner Kinder zu verabschieden, er wird auf seine Zahlfunktion degradiert. Hier aufeinmal ist die der gestrichene vaterFeministin, die „neue Väter verzweifelt sucht“, nirgends mehr aufzufinden, nirgends eine, die sich dagegen verwahrt, dass die Frau auf die Mutterrolle festgelegt wird, wogegen sie sich sonst immer wehrt… was ein verlogener Sauhaufen! Stattdessen blockieren Frauen an der Macht – von der Linken bis zur AfD – eine gleichberechtigte Sorge auch nach der Trennung und zeigen damit eindrucksvoll, dass wir nicht in einem „Patriarchat“ leben sondern in einem Matriarchat. Denn Mutterschaft lässt sich in unserer Gesellschaft nicht mit Hilfe des Systems willkürlich zerstören, so sind nicht die tatsächlichen Machtverhältnisse.

Zusammengefasst gilt also für die Ziele des Maskulismus: Dass der Mann auch mal schwach sein darf, aber nicht nur zur Erbauung des feministischen Egos, welches sich hämisch an schwachen Männern ergötzt, sondern als Anlass, Hilfe und Unterstützung zu mobilisieren; dass der Mann das Recht und die Möglichkeit hat, nicht nur aus der Ferne für seine Kinder zu sorgen – den Zwang dazu bezeichnete der Männerrechtler Warren Farrell als größte Tragödie im Leben eines Mannes – sondern auch in direkter Pflege und das darüber hinaus auch noch nach einer Trennung.

Das wären zwei wesentliche Punkte, aber es gibt noch weitere. So thematisiert die Männerrechtsbewegung die katastrophale Lage der Jungen im Schulsystem, besonders jene mit Migrationshintergrund und prekärer sozialer Herkunft. Für Männerrechtler ist relevant, dass ca. 75-90% der Obdachlosen männlich sind, also die Ärmsten der Armen stellen und verurteilen es, wenn man zur Beurteilung des Geschlechterverhältnisses nur auf das oberste Promille der Gesellschaft schaut und daraus eine Benachteiligung von Frauen ableitet. Weiter lehnen linksliberale Männerrechtler eine Diskriminierung Homosexueller ab.

Das ist es, was einen linksliberalen Maskulismus ausmacht. Er ist meilenweit entfernt etwa von Konservativen, die meinen, das Kind gehöre zur Mutter, was katastrophal ist, wenn solche Rückwärtsgewandtheit an Familiengerichten oder Jugendämtern grassiert. Tatsächlich ist die Hauptströmung des Maskulismus links-liberal aufgestellt. Rechte spielen nur eine marginale Rolle und es ist kaum einer zu haben, der z.B. wie Arne Hoffmann mit seinem Namen für seine Sache einsteht. Und die feministische Antwort? „Man muss sie zensieren, man darf sie nicht zu Wort kommen lassen.“ Man soll einen „cordon sanitaire“ um sie ziehen, ein Begriff aus der Seuchenbekämpfung, denn ein Eintreten für Jungen, Männer und Väter wird wie eine gefährliche, ansteckende Krankheit angesehen. Man soll nicht den Dialog suchen, sondern ausgrenzen. Warum? Weil wir triftige Argumente haben, die Frauenprivilegien gefährden rechte Untermenschen, Nazis sind. Diese Propaganda – die Männerbewegung sei rechts – verbreitet von unaufrichtigen Demagogen, hat nichts mit der Realität zu tun, ist aber hilfreich dabei, sich der ganzen Thematik zu entledigen. Schublade mit der Aufschrift „Rechts“ auf, Männerbewegung rein, Schublade zu.

[Nachtrag]

Weder rinks noch lechts sondern gerecht? Die Männerbewegung im Spiegel der Pseudolinken und deren Entfremdung von sich selbst