Archiv der Kategorie: Mann und Frau

Kann Gleichberechtigung überhaupt funktionieren?

Gerade überraschte mich eine Feministin der „Männer sind Schweine!“-Fraktion in einer Diskussion über Einwanderung mit dem (mir bekannten) Slogan: „Wir alle sind Ausländer. Fast überall!“

Und ich denke mir nur noch, „Wollen mich denn alle komplett verarschen?“

Während eine Hass auf weiße Männer gepflegt wird, werden Ausländer, die exakt das sind, als was Feministen Weiße Männer anfeinden, ins Land gebeten und willkommen geheißen. Ausländer, die meinen, die Frau habe dem Mann zu gehorchen. Ausländer, die ihre Praxis der Gruppenvergewaltigung importieren – ein Verbrechen, das zuvor in Deutschland quasi unbekannt war… aber das Schwein ist: der weiße Mann.

Ich frage mich, ob Frauen solchen Männern, die tatsächlich Chauvis sind, mehr Respekt entgegenbringen und nicht solchen weichgespülten Waschlappen aus westlich-mütterlichen Erzeugnis; dass sie mit Gleichberechtigung überfordert sind und sich stattdessen nach Männern sehnen, die sie unterdrücken, die die Regeln diktieren (und ansonsten brav das Familieneinkommen erarbeiten). Eine Überforderung, die daraus resultiert, selbst denken zu müssen und die dazu führt, dass man das ganze System, die Gesellschaft, in der Gleichberechtigung praktiziert wird, gegen die Wand fährt. Dass Frauen für Gleichberechtigung ungeeignet sind.

Siehe auch: Warum Frauen Staaten zerstören.

Ich weigere mich aber, das zu glauben. Genauso, wie ich mich weigere zu glauben, dass Frauen über die wahren Ausbeutungsverhältnisse ganz genau Bescheid wissen, dass sie hartgesottene Sklaventreiberinnen sind.

Man kann es niemals wissen…

[Kontext: Es geht um Rassismuserfahrungen, die ein Weißer niemals nachvollziehen könnte.]

GOI:

Weiter schreibt sie:
“ Ich werde niemals wissen, wie es sich anfühlt, in Deutschland schwarz zu sein. Ich weiß auch nicht, wie es sich anfühlt, offen lesbisch zu sein. Ich wurde nie aufgrund meiner Herkunft diskriminiert. “

Sie wird auch nie wissen, wie es ist einberufen und gemustert zu werden. Sie wird nie wissen, wie es ist als Mann für alles schuldig zu sein.
Sie wird wissen, wie es ist, männlichen „Privilegien“ zu haben …

Kommentar yx:

Da sie es niemals wissen kann, wie jede Frau, stellt sich die Frage, ob Frauen mitreden dürfen…

Rüde und Hündin

Ein Freund ist leidenschaftlicher Hundeliebhaber. Er erklärte mir mal, wie das so ist mit den Hunden:

Rüden können sich mal riechen, mal nicht.

Hündinnen hassen einander.

Rüden und Hündinnen lieben einander.

Also wie bei den Menschen…

Hm. Ob das stimmt, sei dahingestellt, ich fand es aber zu schön.

„Ich habe dir meine Jugend geschenkt!“

Was für ein Satz. Dieser Satz dient dazu, eine grenzenlose, parasitäre Nehmenmentalität zu rechtfertigen: „Deshalb hast Du jetzt für mich zu zahlen!“ – wahrlich: Ein gewichtiges Geschenk.

Es ist die Bestätigung von Esther Vilar, die viel Empörung auf sich gezogen hat mit der Feststellung, dass Mädchen schon in jungen Jahren die Entscheidung treffen, die Laufbahn von Prostituierten einschlagen – in der Ehe aber sind sie die kostspieligsten und zudem die unehrlichsten. Dafür, dass sie einfach sind, nichts leisten, nichts arbeiten haben sie Anspruch auf den Sklavendienst eines Mannes, der den enormen Geldstrom zu ihr ganz real mit lebenslanger Maloche erwirtschaften muss.

Die naheliegende Frage ist natürlich, was sie sonst mit ihrer Jugend gemacht hätte? Sie hätte sie einem anderen armen Trottel „geschenkt“ – wenn aber eine Gegenleistung erwartet wird – Unterhalt vor und nach der Scheidung – dann handelt es sich nicht um ein Geschenk sondern um einen Tausch, einen Handel – womit wir wieder bei der Sexarbeit wären, der inoffiziellen. Was hätte sie sonst tun können, mit ihre Jugend? Zum Beispiel Model werden. Aber diese moderne Prinzessinnenlaufbahn ist stark begehrt, der Konkurrenzdruck ist überwältigend – trotz aller feministischer Unke erfreut sich GNT großer Beliebtheit gerade auch bei kleinen Mädchen, die entgegen der Frauenvertreter begriffen haben, dass ihre Schönheit Kapital ist, welches sie so oder so ausbeuten wollen, und wenig daran denken Maschinenbauingenieurinnen zu werden.

Und weiter: Von Liebe ist hier ebenfalls nicht die Rede? Hat sie ihn nicht geliebt, als sie ihn ehelichte? Hat sie kühl kalkuliert? Wieviele Frauen lieben ihren Mann überhaupt? Man betrachte die Scheidungszahlen – die Mehrheit aller Scheidungen werden von der Frau eingereicht.

Und hat sie keinen Spaß an Sex? Mal wieder das alte Spiel: Sex ist etwas, das Frauen geben und Männer nehmen. Damit ist er kompensationspfichtig, hat ihr zu dienen. Er hat es ihr zurückzuzahlen und wird dann vom Gericht dazu verknackt, per Zwangsarbeit für sie zu arbeiten.

Dass es sich um so ein Geschenk handelt, hätte sie mal eher gesagt.

Nietzsche über Frauen

Friedrich Nietzsches „Ecce homo“, Kapitel 5:

Daß aus meinen Schriften ein Psychologe redet, der nicht seinesgleichen hat, das ist vielleicht die erste Einsicht, zu der ein guter Leser gelangt – ein Leser, wie ich ihn verdiene, der mich liest, wie gute alte Philologen ihren Horaz lasen. Die Sätze, über die im Grunde alle Welt einig ist – gar nicht zu reden von den Allerwelts-Philosophen, den Moralisten und andren Hohltöpfen, Kohlköpfen – erscheinen bei mir als Naivitäten des Fehlgriffs: zum Beispiel jener Glaube, daß »unegoistisch« und »egoistisch« Gegensätze sind, während das ego selbst bloß ein »höherer Schwindel«, ein »Ideal« ist… Es gibt weder egoistische noch unegoistische Handlungen: beide Begriffe sind psychologischer Widersinn. Oder der Satz »der Mensch strebt nach Glück«… Oder der Satz »das Glück ist der Lohn der Tugend«… Oder der Satz »Lust und Unlust sind Gegensätze«… Die Circe der Menschheit, die Moral, hat alle psychologica in Grund und Boden gefälscht – vermoralisiert – bis zu jenem schauderhaften Unsinn, daß die Liebe etwas »Unegoistisches« sein soll… Man muß fest auf sich sitzen, man muß tapfer auf seinen beiden Beinen stehn, sonst kann man gar nicht lieben. Das wissen zuletzt die Weiblein nur zu gut: sie machen sich den Teufel was aus selbstlosen, aus bloß objektiven Männern… Darf ich anbei die Vermutung wagen, daß ich die Weiblein kenne? Das gehört zu meiner dionysischen Mitgift. Wer weiß? vielleicht bin ich der erste Psycholog des Ewig-Weiblichen. Sie lieben mich alle – eine alte Geschichte: die verunglückten Weiblein abgerechnet, die »Emanzipierten«, denen das Zeug zu Kindern abgeht. – Zum Glück bin ich nicht willens, mich zerreißen zu lassen: das vollkommne Weib zerreißt, wenn es liebt… Ich kenne diese liebenswürdigen Mänaden… Ach, was für ein gefährliches, schleichendes, unterirdisches kleines Raubtier! Und so angenehm dabei!… Ein kleines Weib, das seiner Rache nachrennt, würde das Schicksal selbst über den Haufen rennen. – Das Weib ist unsäglich viel böser als der Mann, auch klüger; Güte am Weibe ist schon eine Form der Entartung… Bei allen sogenannten »schönen Seelen« gibt es einen physiologischen Übelstand auf dem Grunde – ich sage nicht alles, ich würde sonst medi-zynisch werden. Der Kampf um gleiche Rechte ist sogar ein Symptom von Krankheit: jeder Arzt weiß das. – Das Weib, je mehr Weib es ist, wehrt sich ja mit Händen und Füßen gegen Rechte überhaupt: der Naturzustand, der ewige Krieg zwischen den Geschlechtern gibt ihm ja bei weitem den ersten Rang. – Hat man Ohren für meine Definition der Liebe gehabt? es ist die einzige, die eines Philosophen würdig ist. Liebe – in ihren Mitteln der Krieg, in ihrem Grunde der Todhaß der Geschlechter. – Hat man meine Antwort auf die Frage gehört, wie man ein Weib kuriert – »erlöst«? Man macht ihm ein Kind. Das Weib hat Kinder nötig, der Mann ist immer nur Mittel: also sprach Zarathustra. – »Emanzipation des Weibes« – das ist der Instinkthaß des mißratenen, das heißt gebäruntüchtigen Weibes gegen das wohlgeratene – der Kampf gegen den »Mann« ist immer nur Mittel, Vorwand, Taktik. Sie wollen, indem sie siech hinauf heben, als »Weib an sich«, als »höheres Weib«, als »Idealistin« von Weib, das allgemeine Rang-Niveau des Weibes herunterbringen; kein sichereres Mittel dazu als Gymnasial-Bildung, Hosen und politische Stimmvieh-Rechte. Im Grunde sind die Emanzipierten die Anarchisten in der Welt des »Ewig-Weiblichen«, die Schlechtweggekommenen, deren unterster Instinkt Rache ist… Eine ganze Gattung des bösartigsten »Idealismus« – der übrigens auch bei Männern vorkommt, zum Beispiel bei Henrik Ibsen, dieser typischen alten Jungfrau – hat das Ziel, das gute Gewissen, die Natur in der Geschlechtsliebe zu vergiften… Und damit ich über meine in diesem Betracht ebenso honnette als strenge Gesinnung keinen Zweifel lasse, will ich noch einen Satz aus meinem Moral-Kodex gegen das Laster mitteilen: mit dem Wort Laster bekämpfe ich jede Art Widernatur oder, wenn man schöne Worte liebt, Idealismus. Der Satz heißt: »Die Predigt der Keuschheit ist eine öffentliche Aufreizung zur Widernatur. Jede Verachtung des geschlechtlichen Lebens, jede Verunreinigung desselben durch den Begriff ‚unrein‘ ist das Verbrechen selbst am Leben – ist die eigentliche Sünde wider den heiligen Geist des Lebens.«

Frauen – Islam – Respekt

Unlängst überraschte mich eine Feministin mit dem Statement, dass sie überlegt in ein islamisches Land auszuwandern.

Wo also Frauen Männern zu gehorchen haben. Wo Frauen gezwungen werden, bestimmte Kleidung zu tragen. Wo eine vergewaltigte Frau auch mal gesteinigt wird, wegen Ehebruch.

Kann es sein, dass Frauen Muslime mehr respektieren, da diese Frauen nicht respektieren? Kann es sein, dass Frauen den westlichen Mann nicht respektieren, da er sich selbst nicht respektiert?

Das Böse ist eine Frau

Über obiges Video bin ich gestolpert, als ich noch ganz unter dem nachhaltigen Eindruck von „Antichrist“ stand, dem sich die Botschaft entnehmen lässt, dass das Böse eine Frau ist, anders als in der Bibel in geschlechtergerechte Sprache, wo alles bis auf den Teufel verweiblicht wurde.

„Antichrist“ also und gleich darauf diese verführerische Frau, die in dem Video vermutlich nur die Trennung zu ihrem Freund, den sie in die Wüste schickt, verarbeitet, was ich aber mal ausblende. Beides erinnerte mich an das unerquicklichen Bild, dass das weibliche Geschlecht das schreckliche ist.

Das Video oben erzählt die Geschichte eine Mannes, der in der Wüste draufgeht – wobei man bedenken muss, dass Verdursten einer der qualvollsten Tode ist, den man sterben kann. Zu diesem Drama tanzen die gute Alice und ihre Freundinnen breit lächelnd und lachend. Dazu die beiden einzigen Sätze: „Do you think you’re better off alone?“ und „Talk to me“.

Also die unverhohlene Foltertoddrohung an Männer, die ohne die Frau auskommen wollen. Der Mann soll sich der Frau zuwenden – „Talk to me“ – und ansonsten zugrunde gehen. Dieses Eingehen einer wie immer auch gearteten Beziehung mit dem Bösen ist wichtig. Der Teufel will, dass man sich auf ihn einlässt; das größte Ungemach, das ihm widerfahren kann, ist, dass man ihn einfach ignoriert, ohne ihn lebt. So fordert er einen auf, einen Vertrag mit ihm zu schließen, bei dem man aber immer alles verliert, nämlich seine Seele, was ewige Sklaverei bedeutet – wer sich auf ihn einlässt, zu ihm „spricht“, ist verdammt.

Die Erpressung – „Entweder ich oder Tod!“ – kleidet sich dabei in ein höchst verführerisches Gewand. In einigen Horrorfilmen erscheinen das Böse und seine Vertreter oft als besonders hässlich, so dass man sie sofort erkennen kann. Verführung aber arbeitet anders. Es präsentiert sich außerordentlich begehrenswert. Das ist auch etwas, das Feministen nicht verstehen, die einen selbstgerechten Zorn auf vermeintlich sexistische Darstellung von Frauen pflegen. Mit einer schönen und begehrenswerten Frau zu werben ist nicht frauenfeindlich, ganz im Gegenteil. Als Beispiel dazu könnte man die Propaganda der Nazis à la Riefenstein bemühen, die die Arier in höchst ästhetischer Weise abbildete – auch halbnackt. Wer jetzt davon spräche, in diesen monumentalen Szenen würde Deutsche zu Objekten reduziert, würde sich nur lächerlich machen. Das Böse verbirgt sich hinter einer Maske, die Schönheit und Harmlosigkeit vortäuscht, so wie es ein Medium in dem Film „Poltergeist“ beschreibt: Das Monster erscheint für das entführte Kind nur wie ein anderes Kind, das lediglich spielen will; für die Anderen ist es die Bestie.

In obigen Video haben wir also verschiedene Elemente. Zum einen das Gebot, sich als Mann der Frau zuzuwenden, was (sexuelle) Glückseligkeit verheißt, zum anderen die Androhung des Foltertodes, wenn man dieser Aufforderung nicht nachkommt. Das Böse in Reinform.

 

Wenn sich Männer emanzipieren…

Arne Hoffmann – «Männerbeben», Seite 274:

MattoMatteo: Was halten Sie von einer Emanzipation des Mannes? Könnte darin nicht eine große Chance bestehen?

Meyer: Wenn die Männer ihre zugewiesene Rolle genau so verweigern würden, wie das in den letzten Jahren und Jahrzehnten die Frauen gemacht haben, dann herrschte Heulen und Zähneknirschen beim anderen Geschlecht. Es würden fast über Nacht alle Partnerschaften auseinander brechen. Zwölf Mitglieder einer Münchener Männergruppe machten den Versuch, bei ihrer Freundin oder Ehefrau sämtliche Rollen, die man wie selbstverständlich dem Manne aufbürdet, zu verweigern, um in Erfahrung zu bringen, was dann passieren würde. Sie weigerten sich, all die Dinge zu tun, die ansonsten ein Mann eben so zu tun hat. Sie steckten keine Geldbörse ein, wenn sie mit der Frau zum Essen ausgingen, sie weigerten sich, Chauffeur zu spielen, sie erklärten, dass sie mehr Zeit für sich selbst brauchten, dass sie keine Lust mehr hätten, als Lokal-, Konzert-, Opern-, Operetten- oder Theater-Begleiter zu füngieren, dass sie nicht mehr zum Shopping mitgehen wollten, dass es sie langweilte, ihre Schwiegermutter zu besuchen, dass sie auf Grund der Überlegung, dass das Leben so kurz sei, nur noch halbtags arbeiten werden, dass sie keinen Euro mehr für Geschenke, Klamotten und für ihre Einrichtungswünsche investieren wollten, sie rührten keinen Finger mehr bei tropfenden Wasserhähnen und ausgebrannten Glühbirnen, sie weigerten sich, der Frau ständig zuzuhören, sondern sprachen selbst von sich und ihren Problemen. Keines der Mitglieder in der Männergruppe hielt den vereinbarten Versuchszeitraum von vier Wochen durch, denn die Reaktionen des weiblichen Geschlechts waren fürchterlich: Tag und Nacht wilde Streits, Aggressionen en masse. Wut und vor allem sexuelle Verweigerung. Doch auch der Mann möchte gerne um seiner selbst willen geliebt werden und nicht nur deshalb, weil er artig sein Rollenspielchen absolviert. Die wirkliche Emanzipation des Mannes sieht ganz anders aus, als die Frauen es ihm vorgeschrieben haben. Nicht stricken, häkeln, waschen, putzen, einkaufen, Kartoffeln schälen, Salat putzen, kochen, backen, braten, abspülen, abtrocknen und Kinder hüten ist hier angesagt, sondern die Infragestellung der zugewiesenen Männerrolle, der tausend Selbstverleugnungsrituale, die er bisher ohne Murren exerziert hat.

Muss man Feministen töten?

Ein pseudolinksfeministischer Slogan heißt: „Feminismus oder Schlägerei!“ Warum nur so zurückhaltend?

Ich habe mal eine Bekannte sehr erschrocken, weil ich solchen Gedanken wie im Titel nachhing: Muss man Feministen töten? – Ist das die Antwort auf #killallmen? #killallfeminists?

Ich war ein junger Hansdampf und man hatte mir Gewalt angetan. Ich war über das feministische Manifest zur Vernichtung des Mannes gestolpert, und ich konnte nicht damit umgehen. Es war blanker Hass und ich war vollkommen überfordert, ich konnte es nicht einordnen.

Ich reagierte so, wie Männer reagieren sollten: Ich wurde zornig und wollte in den Krieg. Stell‘ dir vor, es wäre Geschlechterkrieg, und die Männer gingen hin!

Abbekommen hat meine Mordwut dann eben jene Bekannte. Jedenfalls verklickerte ich ihr, wenn mir eine Feministin mein Lebensrecht abspreche, wie es Solanas machte, dann sei sie mein Todfeind und ich müsste sie töten. Ich sprach von einer Revolution des Mannes, in welcher man kurzen Prozess mit Feministen machen würde. Die Ärmste war vollkommen eingeschüchtert und versicherte mir, dass sie keine Feministin sei.

Nun, sie hat nichts zu befürchten. Manche Frauen führen zwar einen Krieg gegen den Mann, aber kein Mann führt einen Krieg gegen die Frau – dafür lieben Männer die Frauen viel zu sehr. Und selbstverständlich kann man Feministen nicht einfach töten, das geht schon aus humanitären Gründen nicht.

Was nicht funktioniert: „I wanna lay you down on a bed of roses“

loewen

Für die Lesbe Alice Schwarzer ist die Sexualität zwischen Mann und Frau der Dreh- und Angelpunkt der gesamten Beziehung zwischen diesen. Hier entscheidet sich das ganze Geschlechterverhältnis, hier beginnt die „Unterdrückung“ des weiblichen Geschlechts. Ihr zufolge ist die verhasste „Penetration“ nichts anderes als gewaltsame Unterwerfung der Frau, weshalb man darauf zu verzichten habe. Dem haben einige Frauen widersprochen, zum Beispiel Bettina Röhl:

Wegen diesem, mit Verlaub doch ziemlich gefühllosen Unsinn, der die Anziehung zwischen Mann und Frau von der Pubertät an komplett negierte und die Sehnsucht der Männer danach in die Frau einzudringen und die Sehnsucht der Frau danach, den Mann in sich zu spüren, als nichtexistent erklärte und eben damit das doch wohl erhebliche Vergnügen mehr, das eben das Zusammenschlafen ausmacht, ausblendete, wurde Schwarzer ganz gewiss nicht zu einer Erfolgsautorin.

Im Sex manifestieren sich die Geschlechterrollen wie sonst nirgendswo. Ja, Alice Schwarzer hat Recht: Nirgendwo sonst ist der Mann so männlich und die Frau so weiblich wie beim Sex. Man mache mal den Test und stelle sich den Lebensschwur „I wann lay you down on a bed on roses“ mit getauschten Geschlechtern vor. Würde sich der Mann dabei wohl fühlen, wenn er von seiner Geliebten auf den Armen getragen würde und auf ein Rosenbett niedergelegt? Wäre es für die Frau erfüllend, wenn sie diesen urmännlichen Part übernehmen würde?

Und wenn die überwältigende Mehrheit aller Menschen darin übereinstimmt, dass das weniger prickelnd als vielmehr abtörnend wäre, wäre das tatsächlich allein auf soziale Prägung zurückzuführen, hätte Judith Butler Recht? Und wäre eine Gesellschaft nach den Wunschvorstellungen der Genderisten, in der solch ein Rollentausch der Alltag wäre, eine Utopie oder doch Dystopie? Wären die Menschen glücklich damit?

Die Geschlechterrollen sind aber auch außerhalb der Sexualität unterschiedlich. Der Mann hält die Frau nicht nur dann auf den Armen, wenn er sie über die Türschwelle trägt oder auf Rosen bettet, er trägt die ganze Beziehung. Emotionalität ist dem Klischee nach typisch weiblich und wie viele andere hat es einen wahren Kern – Die Frau kann ihren Gefühlen mehr nachgeben als der Mann, was ich für anerzogen halte: Der Mann hat zu funktionieren, und das kann er nicht, wenn er sich die ganze Zeit mit seinen Emotionen beschäftigen würde. Diese Selbstbeherrschung ist auch für die Beziehung relevant. Die Frau kann (hin und wieder) mal ihre Gefühle ausleben, zickig sein, ihre Tage haben, die Dramaqueen markieren, und der Mann hat das zu managen. Er ist wie der Fels in der Brandung, der trotz des Sturms der Gefühle felsenfest steht, der die Beziehung beschützt und nicht zulässt, dass sie beschädigt wird, auch nicht durch ihre Emotionalität.

Dass der Mann die Frau begehrt und diese sich danach sehnt, ihren Liebhaber in sich zu spüren, konstituiert die Geschlechter. Es ist tief verwurzelt weshalb das Ansinnen der Genderisten, die Geschlechter zu dekonstruieren zum Scheitern verurteilt ist – was nicht heißt, dass sie durch eine kranke Politik nicht viel Schaden anrichten können.