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Hin zu einer maskulistischen Filmkritik: „Thelma und Louise“

„Thelma und Louise“ ist ein feministischer Kultfilm, der u.a. einen Oskar für das beste Drehbuch erhielt und auch sonst einige Nominierungen erreichte. So ist das nämlich in der brutalen Männerherrschaft: Wer Männer als Schweine darstellt, wird belohnt vom „System“ – denn der Streifen wird im „Lexikon des Internationalen Films“ so beschrieben: „Das präzise Drehbuch wurde in einen gleichermaßen unterhaltenden wie systemkritischen Film umgesetzt.“

Zur Handlung: Thelma und Louise machen sich auf einen Wochenendtrip auf. In einer Bar lässt sich Thelma auf einen zwielichtigen Typen ein, der die beiden mit „Püppchen“ anredet und sich kurze Zeit später als Vergewaltiger entpuppt. Auf dem Parkplatz kommt gerade noch rechtzeitig Louise hinzu, hält dem Mann eine Pistole an den Kopf und stoppt so den Vergewaltiger. Als dieser die beiden noch vulgär beschimpft, erschießt sie ihn – „im Affekt“, wie es bei Wikipedia heißt.

Nach dieser Schlüsselszene fliehen sie, denn sie hätten keine Chance auf einen fairen Prozess – das ist es wohl auch, was als „systemkrisch“ gesehen wird. Unterwegs dürfen die beiden noch mehr schlechte Erfahrungen mit Männern sammeln, um schlussendlich, von der Polizei gestellt, den Freitod zu suchen.

Der Selbstmord also als letzte Möglichkeit in einer brutalen Männerherrschaft. Wen interessiert es schon, dass sich Jungen und Männer ein vielfaches so oft das Leben nehmen, ohne dahinter ein fieses weibliches System zu vermuten? Die Gesellschaft ist ganz gewiss nicht brutal zu ihnen, diese Männer können nur nicht um Hilfe fragen, weil sie überholten Rollenbildern anhängen, so das feministische Urteil über Notleidende.

Der Film soll „systemkritisch“ sein. Was ist hier das System? Das ist das „Patriarchat“, die „Rape-Culture„, das sind die Männer. Männer sind – bis auf vereinzelte Ausnahmen – Despoten, Vergewaltiger und spitznasige, gelbzähnige Juden „dicke fette Ekelpakete“, die – man weiß ja wie Männer so sind – sich einbilden mit Obszönitäten anziehend auf Frauen zu wirken. Der Zuschauer sitzt im Kinosaal, sieht dieses Zerrbild eines Mannes und denkt sich vermutlich: „Wie schlimmt die Männer doch sind. Zum Glück gibt es solche wie mich“. Denn, das hat schon Esther Vilar wunderbar erkannt, die wenigsten Männer unterdrücken irgendwelche Frauen und behandeln sie schlecht. Da sie es aber jeden Tag in der Zeitung lesen, denken sie, alle anderen würden es machen.

Das „System“ ist, dass Frauen, die einen Mann erschießen, mit juristischer Verfolgung zu rechnen haben, ganz genauso wie Männer also auch. Wenn man dieses „System“ überwinden will, heißt das wohl, dass Frauen ein exklusiv weibliches Tötungsrecht erhalten sollen. Und das ist auch kein Missbrauch zu fürchten, denn Frauen sind bekanntlich die besseren Menschen. In Brasilien ist es bereits gesetzlich so, dass die Tötung eines höherwertigen Menschen, also einer Frau, härter bestraft wird als die Tötung eines minderwertigen Menschen, also eines Mannes.

Man muss aber nicht nach Brasilien gehen, um im juristischen System eine Schieflage zu Lasten der Männer erkennen. Frauen werden für dieselben Straftaten weniger hart bestraft, was schon mal dazu führen kann, dass eine Frau, die einen mit einem Messer bewaffneten Mann mit einer Maschinenpistole erschießt, wegen Notwehr laufen gelassen wird. Undenkbar bei getauschten Geschlechtern.

Nein, dieser Film ist ganz gewiss nicht systemkritisch. Systemkritisch wäre ein Film, der die Geschichte über die Leiden einer Familie unter einer Familienterroristin erzählt, dieser ausgeliefert sind und auch keine Hoffnung auf Hilfe haben, da im System allein der Mann als Gewalttäter zählt, die Frau hingegen als unschuldig und rein. Es werden nicht Gewalttäter und Gewalttäterinnen, nicht Vergewaltiger und Vergewaltigerinnen vorgeführt, sondern allein Männer als Hassenswerte. Dieser Film ist in seinem Sexismus nicht systemkritisch, sondern systemkonform.

Unwohlsein fordert Waffenrecht

Frau in Dessous und eine Pistole

Feministische Gewalt- und Allmachtsphantasie

Eine Gesellschaft, in der jeder eine tödliche Waffe mit sich herum trägt, ist ein Alptraumszenario. Genau das aber fordert jetzt eine Feministin. Wenn nämlich die Männer sich bewusst wären, dass eine Frau, die sich belästigt fühlt, jederzeit einen tödlichen Schuss abgeben kann, dann wäre Waffengleichheit hergestellt. Diese Schreckensherrschaft nennt sie „Emanzipation“.

Ausgangspunkt ist ihr „Unwohlsein“ – Angst? – gegenüber Männern:

Wann immer ein Mann in meiner Nähe ist, bin ich darauf angewiesen, dass er seine körperliche Stärke nicht ausnutzt. Wenn man sich diese Tatsache einmal vor Augen geführt hat, kann sie einem ein gewisses Unwohlsein bereiten.

Warum aber fühlt sie dieses Unwohlsein nicht auch bei Frauen, die stärker sind als sie selbst? Die Antwort ist, dass sie keinem Feindbild „Frau“ anhängt, wie sie es bei Männern tut. Große Teile ihres Ergusses bestehen darin, Männer mal wieder als gewalttätiges Geschlecht zu dämonisieren.

Wir haben also zwei Faktoren: a) körperliche Unterlegenheit und b) Hasspropaganda gegen Männer.

Ich will hierzu einen Vergleich zu dem Mutter-Sohn-Verhältnis ziehen. Kinder sind der Mutter unterlegen und ausgeliefert. Gewalt gegen Kinder – einschließliche Mord und Totschlag – geht überwiegend von den Müttern aus. Auch werden Jungen öfter und stärker geschlagen als Mädchen.

Man könnte jetzt nach feministischen Vorbild eine Hetzkampagne gegen Frauen bzw. Mütter lancieren: „Jede Mutter ist eine potentielle Kindsmörderin!“ zum Beispiel, oder: „Der gefährlichste Ort für ein Kind ist bei seiner eigenen Mutter!“ Man könnte argumentieren, dass Jungen allen Grund haben, sich bei ihrer Mutter „unwohl“ zu fühlen. Das wäre natürlich Schwachsinn. Auch wenn Gewalt überwiegend von den Müttern ausgeht, so lieben doch die meisten ihre Kinder und die Befürchtung, dass man durch seien Mutter ermordet wird, ist in der überwältigen Zahl der Fälle vollkommen unbegründet.

Eine solche „maskulinistische“ Hetzkampagne – die es nicht gibt, Maskulisten sind nicht das Spiegelbild der Feministen – würde nicht aufgehen. Man würde erkennen, dass ein Ort, in dem Liebe und Vertrauen herrscht, durch eine solche Schmutzkampagne zerstört wird. Wo Liebe war, würde Angst und Hass herrschen.

Ein anderes Beispiel, das vielleicht besser greift, ist meine eigene Person. Als Mann bin ich im öffentlichen Raum einem größeren Risiko ausgesetzt, Opfer eines Gewaltverbrechen zu werden. Zudem bin ich nicht sehr muskulös, so gut wie jeder Mann ist stärke als ich. Ich könnte jetzt ähnlich reagieren wie eine Hasspredigerin und mich von ihnen bedroht fühlen, dann im Ausgleich davon träumen, es diesen Männern richtig zu geben. Sie in Angst und Schrecken zu versetzen mit der Drohung: „Ich töte dich, wenn ich will“. Das wäre Gift. Gift für mich selbst und für die Gesellschaft. Eine solche ständige Angst, dass mir der nächstbeste Mann etwas antun könnte, würde fatal auf meine Psyche wirken. Ich erinnere hierbei an die bekannte Psychologin und Bloggerin erzaehlmirnix, die zum Thema Vergewaltigung sagte, dass sie zuviele Patienten mit Angstneurosen kenne, als dass sie wegen des geringen Risikos der Vergewaltigung dauernd in Alarmbereitschaft sein wolle. Kein Nutzen aber ein versautes Leben.

Was die Autorin hier vorführt, ist ein gutes Beispiel für die Philosophie nach „Star Wars“: „Angst führt zu Wut, Wut führt zu Hass, Hass führt zu unsäglichem Leid“. Das obige Bild transportiert ja nicht die Botschaft „Oh Gott, ich musste einen Menschen erschießen“. Dort herrscht Triumph darüber, dass man es einem Schwein, einem Monster, einem verhassten Gewalttäter so richtig gegeben hat. Da jubiliert die Feministin.

Eigentlich sind Feministinnen emotionale Pflegefälle. Sie werden aufgerieben zwischen Angst und Hass. Sie bedienen dieselbe Taktik wie Rassisten, die z.B. mit Falschbeschuldigungen ein monströses Bild über den gewalttätigen Flüchtling, dem Ausländer aufbauen, um Angst vor ihnen und damit Hass gegen sie zu schüren.

Über den Wunsch nach einem Tötungsrecht von Frauen gegen Männer schrieb bereits Prof. Gerhard Amendt.

Die Feministin als Göttin

Reminder: Frauen, ihr seid Göttinnen! Euer Körper erschafft neues Leben!

So heißt es in einem Kommentar unter einem Artikel, der klarstellt, dass es Feministinnen nicht um Gleichberechtigung geht und der in seiner Stoßrichtung fatale Parallelen zur faschistischen Familienpolitik aufweist: Der Vater ist unerwünscht.

In dem Artikel wird halluziniert, dass Männer Frauen hassen, und der Grund hierfür liege daran, dass der Mann die Frau bräuchte um sich zu reproduzieren, was er als demütigende Einschränkung erfahre:

„Männer brauchen Frauenkörper, denn diese tragen ihre Nachkommen aus. Diese Abhängigkeit ist eine der Urwurzeln des Frauenhasses, denn sie macht dem Mann klar, dass ganz gleich, wie sehr er sich über die Frau erhebt, ohne sie ist die Menschheit dem Untergang geweiht.“

Das ist natürlich Humbug,  Männer lieben Frauen – weit mehr als Männer und auch Frauen Männer lieben und denen beistehen. Das führt dazu, dass es Frauen in unserer Gesellschaft weit besser geht als Männern, die traurige Rekordhalter sind in Selbstmord, Obdachlosigkeit, Drogensüchtige, früh Ablebende und natürlich als entsorgte Väter.

Tatsächlich handelt es sich bei der beliebten feministischen These, wonach Männer Frauen hassen würden um eine Projektion. Gerade die Texte der Störenfriedas strotzen nur so vor Hass auf Männer, die als ewige Gewalttäter, Unterdrücker und Vergewaltiger dämonisiert werden, bei denen es eine Katastrophe ist, wenn sie Zugang zu ihren Kindern haben.

Obiges Zitat, wonach sie die Feministin als Göttin wähnt, die neues Leben erschaffen kann, gibt einen Fingerzeig auf die Ursache: Die Frau braucht den Mann. Und damit ist der Göttinnenstatus verletzt, sie kann nicht wie der christliche Schöpfer allein neues Leben schaffen, sondern ist auf den Mann angewiesen. Das mit der Schwangerschaft die Frau stärker in den Fortpflanzungsprozess eingebunden ist, ist nur ein quantitativer Unterschied zum werdenden Vater, der die Qualität, dass er notwendig ist, unangetastet lässt: Ohne Mann keine Schwangerschaft. Und somit ist die Utopie von eine Matriarchat, in dem es keine Väter gibt, beschädigt, denn sie basiert auf einer Lüge oder Unwissenheit.

Somit ist der narzisstische Traum von der Göttin schon bei der Zeugung beschädigt, der sich zudem oft noch dadurch auszeichnet, dass er gibt und sie empfängt, also eine passiverer Rolle beim Lebenschaffen innehat.

Eigentlich halte ich nichts  von religiösen Argumentationen, aber der Natur der Fortpflanzung lässt sich auch spirituell interpretieren – aber nicht mit der Frau als Göttin. Beim Liebesakt, der idealerweise in Liebe stattfindet, verschmelzen Mann und Frau zu einer Einheit, aus dem dann das Neue hervorgeht – Das Kind soll in Liebe entstehen und beide sind dabei gleichwertig beteiligt – nur der Schöpfergott kann Leben ganz für sich allein erschaffen, der Mensch kann die Schöpfungskraft nur vereint mit einem anderen entfalten. Feministinnen setzen dagegen den Größenwahn, grenzen den anderen Lebensspender aus und beanspruchen das Kind als Besitz ganz für sich allein. Ich bin sicher, wenn es einen Gott gibt, wird er das nicht gutheißen.

Auch wenn behauptet wird, dass die Natur keinen Vater vorgesehen hat, lässt sich dem entgegen, dass zum einem die Natur vieles nicht vorgesehen hat, was aber die Störenfriedas sicherlich ganz selbstverständlich nutzen und zum anderen, dass auch werdende Väter eine Art Schwangerschaft durchlaufen:

Die Neuropsychiaterin hat nachgewiesen, dass [beim Mann] in diesen ersten Schwangerschaftswochen der Testosteronspiegel deutlich sinkt und das Prolaktin stark ansteigt. Prolaktin ist als das „Michbildungshormon“ bekannt und bewirkt eine erhöhte Fürsorglichkeit. Vor der Geburt eines Kindes steigert sich dieses Hormon beim Mann um bis zu 20 Prozent und beeinflusst damit auch die Funktion des Gehirns: Brizendine nennt diesen Zeitpunkt den „Übergang vom männlichen zum väterlichen Gehirn“.

Doch es geht noch weiter: Auch beim Betreuen ist die Mutter auf Hilfe angewiesen. Um das Kind zu pflegen, brauch es Zeit und Ressourcen. Über diese verfügt sie allein nicht ausreichend, sondern braucht jemanden, der sie ihr beschafft, ihr den Rücken freihält und sie ernährt. Und schon wieder eine narzisstische Kränkung, schon allein das Wort „Alleinerziehende“ ist eine Lüge.

Der individuelle Mann als Ernährer ist verhasst, er kommt im feministischen Diskurs kaum anders als brutaler Unterdrücker vor. Der kollektive Mann oder auch Vater Staat sind bei Feministinnen beliebt – der (kollektive) Vater wird reduziert zum Zahlmann. Der Vater steht in keiner tragfähigen, liebevollen Beziehung zum Kind, als Lehrer, Freund, Wegweiser oder auch als Sparringpartner, er ist nur der Goldesel.

Der feministische Traum vom Matriarchat, der sich auch in weniger radikalen Seiten wie die von Antje Schrupp finden, degradiert einen Menschen zum Objekt, zum Zahlobjekt. Bei getauschten Geschlechterverhältnis zeigt sich die Perversion: Würden Frauen allein als Wurfmaschinen betrachtet, die sich nach dem Gebären unter Zurücklassen eines Unterhaltsscheck zu verziehen hätten, würde die ganze Unmenschlichkeit dieser Zustände sofort ins Auge stechen – denn eine Mutter ist eben mehr als nur eine Gebärmaschine genau wie ein Vater mehr ist als eine Samenspender. Einen menschenverachtenden Diskurs aber, in dem so über Frauen und Mütter geredet würde, findet man aber im ganzen frauenhassenden „Patriarchat“ nicht.

Das feministische (weibliche?) Eigentumsdenken am Kind zeigt sich nicht nur in der Beliebigkeit, mit der Väter entsorgt werden, sondern auch in anderen Bereichen, wie zum Beispiel Abtreibung. Es ist ein und derselbe Wahn: Hier tötet man eine ungeborenes Kind (so wie man das Recht hat, sein eigenen Eigentum zu vernichten), dort bildet man sich ein, man könne allein über es verfügen und ihm den Vater vorenthalten.

Diese Denke ist inzwischen tief eingesickert ins weibliche Bewusstsein. Als Beispiel hierzu könnte man das Magazin „Chrismon“ anführen, welches verrät: „Ein Mann im Leben? Muss nicht sein„. Chrismon ist das größte, christliche Magazin mit einer Auflage ähnlich der „BILD“. Vaterlos aufwachsende Kinder sind hier also nicht Ergebnis einer Zwangs- und Notlage, sondern eine Lifestyle-Entscheidung. Ob eine Frau, die unfähig ist, mit einem Partner auf Augenhöhe klarzukommen, sich stattdessen ein Kind anschafft, das sie beliebig formen kann, die geschlechterrassistische Vorurteile gegen Männer pflegt, im Sinne des Kindeswohl handelt, interessiert keinen. Der göttliche Egotrip der „alleinerziehenden“ Mama hat aber Konsequenzen für das Kind:

Also, noch einmal: Kinder, die ohne Väter aufwachsen, sind
· 5mal mehr gefährdet, Selbstmord zu begehen
· 32mal mehr gefährdet, von zu Hause wegzulaufen
· 14mal mehr gefährdet, Vergewaltigung zu begehen
· 9mal mehr gefährdet, frühzeitig aus der Schule auszusteigen
· l0mal mehr gefährdet, Drogen zu nehmen
· 9mal mehr gefährdet, in einer Erziehungsanstalt zu landen
· 20mal mehr gefährdet, sich im Gefängnis wiederzufinden
· 33 mal mehr gefährdet, ernstlich körperlich mißhandelt zu
werden
· 73mal mehr gefährdet, Opfer tödlichen Mißbrauchs zu sein
 Alles klar?

Es wäre mal eine interessante Aufgabe zu analysieren, welche Folgen vaterlos aufgewachsene Kinder für die Gesellschaft haben. Bei uns kann ein Junge oder Mädchen aufwachsen, ohne jemals ein tiefe, liebevolle Beziehung zu einem Mann als Vater zu führen. Das bedeutet weniger Liebe gegenüber Männern und von Männern in Form von Vaterliebe, die Liebe in der Gesellschaft nimmt ab, sie wird insgesamt kälter. Und das spüren dann auch die Frauen – so wirkt sich der Segen der Göttinnen aus.

Struktureller Männerhass am Beispiel Sexualstrafrecht

teamginalisa

Letztes Jahr konnte bekanntlich die feministische Lobby eines ihr Lieblingsvorhaben umsetzen, und das Sexualstrafrecht verschärfen, was bedeutet, dass der Mann, der Sex hat, mehr oder weniger der Willkür seiner Partnerin ausgeliefert ist, es sei denn, er praktiziert konsequent den Abturner „Konsensprinzip„. Dass dieses Gesetz problematisch ist, wurde ganz vorsichtig in der taz angesprochen. Allerdings ergab sich da ein kleines Problem, wie man die Kritik formulieren sollte, ohne dass einem der Männerhass in die Quere kommt, der strukturell verankert ist. Denn wenn ein naiver Journalist einen Beispielfall mit dem Mann als Akteur schildert, dann kann er sein Problem nicht so recht deutlich werden lassen, da der Mann als Vergewaltiger gesehen wird. Etwa so:

Ein weiteres Problem der neuen Rechtslage: Ein Paar liegt im Bett, er will Sex. Sie sagt, sie sei zu müde. Er gibt nicht auf und streichelt ihre Vagina, bis sie doch Lust hat. Ist das künftig strafbar, weil er ihr Nein ignoriert hat?

Die Antwort lautet: Ja – ist strafbar. Gibt es damit ein Problem? Immerhin wurde hier die Regel „Nein heißt Nein“ verletzt, also muss man sich keine Sorgen darum machen, wenn der Mann als Vergewaltiger verurteilt wird? Dem Mann, der „nicht aufgibt“ haftet etwas Ruchloses an, etwas Gewalttätiges, so schreibt bspw. Arne Hoffmann über die generelle vorurteilsbelastete Wahrnehmung von Männern:

Wegweisend war darüber hinaus eine 2004 veröffentlichte Studie der Psychologinnen Laurie Rudman und Stephanie Goodwin. In ihren Experimenten ließen sie die Versuchspersonen am Computer bestimmte Aufgaben durchführen, die Rückschlüsse darauf zuließen, wie schnell jeder Proband positive und negative Eigenschaften mit einem der beiden Geschlechter verband. Ähnlich wie schon andere Wissenschaftler zuvor fanden Rudman und Goldman dabei heraus, dass Menschen angenehm besetzte Wörter wie »gut«, »Ferien« und »Paradies« eher mit Frauen verbanden und weniger angenehm besetzte Wörter wie »schlecht«, »Schleim« und »Trauer« eher mit Männern. Ergebnisse wie diese stützen die Annahme eines Phänomens, das als Frauen-sind-wundervoll-Effekt bezeichnet wird. Man könnte es genauso gut Männer-sind-grauenvoll-Effekt nennen.

Der Journalist ahnte wohl, dass er sein Anliegen nicht deutlich machen könne, wenn er bei obiger Rollenverteilung bliebe und tauschte deshalb die Geschlechter. In seinem Originalzitat ist die Frau die Aktive, die sich über das erste Nein hinwegsetzt und einfach weitermacht.

Und erst dadurch wird die ganze Untauglichkeit des neuen Gesetzes klar. Jetzt, wo eine Frau bedroht ist, als Vergewaltigerin verurteilt zu werden, erkennt man, dass das Gesetz ein Unding ist, ein Unmöglichkeit, welches Menschen unschuldig in den Knast bringen wird und vermutlich kaum von der Verfassung gedeckt ist (wenn man aber beim Bundesverfassungsgericht klagt, verhandelt dort gut möglich eine Feministin den Fall…)

Diese Sichtweise auf den Mann als potentiell gewalttätig ist so tief in die kollektive Wahrnehmung verankert, dass erst ein Austauschen des Geschlechts die Problematik sichtbar macht. Den Mann erkennen wir als das Böse, den „potentiellen Vergewaltiger“, die Frau hingegen als unschuldig. Auf dieser Basis, nach dieser Wahrnehmung werden Gesetze zusammengeschustert. Und versuch mal zu argumentieren, warum ein übergangenes „Nein“ eben keine Vergewaltigung ist, gerade wenn es ein Mann ist, der ein erstes Nein ignoriert. Vermutlich kommt man gar nicht zu Wort, da man als Agent der „Rape-Culture“ niedergebrüllt wird: „Nein heißt Nein“ und basta.

Die Rape-Culture-Theorie besagt, dass Männer Frauen hassen und sie systematische vergewaltigen, um sie klein zu halten. Dabei wird auch ausdrücklich gesagt, dass alle Männer davon profitieren – also auch die, die nicht vergewaltigen – und alle Frauen damit in Angst und Schrecken gehalten werden. Dazu lässt sich sagen: Wer mit wachen Sinnen durch die Gegend geht, weiß, dass Vergewaltiger geächtet sind – auch und gerade im Knast. Die Feministin und Anhängerin der RC-Theorie verhält sich zu Männern wie ein Nazi zu Juden. Es gibt keine jüdische Weltverschwörung und es gibt keine Rape-Culture – es sein denn, man sieht obige Frau als Vergewaltigerin, was Feministinnen umgekehrt ganz selbstverständlich mit Männern machen. Sie erklären noch die kleinste Lappalie zur Vergewaltigung und kreieren so maßlose Horrorzahlen über angebliche Vergewaltigungsepidemien.

So führt die Dämonisierung von Männern dazu, dass der Rechtsstaat beschädigt wird. Jeder Mann ist damit mehr oder weniger seiner Gefährtin ausgeliefert. Wenn man im Streit auseinandergeht und man sich vielleicht noch um das Sorgerecht streitet, wird sich mit allergrößter Wahrscheinlichkeit schon was finden, mit dem man den Abgeliebten belasten kann.

SCUM – jetzt auch in Deutschland

Manche Feministinnen distanzieren sich vom „Manifest der Gesellschaft zur Vernichtung der Männer“ mit dem Hinweis, dass es sich lediglich um eine „Satire“ handelt. Nun, eine Satire ist überspitzte Realität, wenn diese Auffassung also zutreffen sollte, dann führt diese Satire den Feminismus als faschistoide Männerhassideologie vor.

Selbstbeschreibung?

Die zweite, äußerst beliebte Ausrede lautet, dass die Autorin ein Verrückte sei – nur wenn das so ist, warum wird es dann immer wieder neu aufgelegt und begeistert besprochen, wie zum Beispiel in diesem aktuellen Theaterstück hier:

Natürlich kann man diese Forderung [nach Vernichtung der Männer] belächeln, doch entbehrt sie nicht einer gewissen Logik. Männer verüben mit Abstand die meisten Verbrechen, Männer führen Kriege, Männer morden und vergewaltigen. Männer haben in der Geschichte eine Blutspur hinterlassen, die kein Amazonenstamm je toppen könnte. Und Männer werden wahrscheinlich diesen Planeten zerstören.

…woran die Frauen bekanntlich unbeteiligt sind. Diese hocken zuhause auf der Couch, ziehen sich „Rote Rosen“ rein und kontrollieren ihre Bankauszüge darauf, ob der planetenzerstörende Ex auch brav seinen Unterhalt überwiesen hat – oh, war das böse?

Ein solch massiver Geschlechterfaschismus, wie er von SCUM präsentiert wird, ist möglich in einem sogenannten „Patriarchat“, ein Kultur der Frauenunterdrückung also, während ein Gender-Kongress, der auch Männer als eine Gruppe mit eigenen, berechtigten Interessen anerkennt, nicht ohne Störungen über die Bühne gehen kann.

Nun, das ist 2016, es gibt noch viel zu tun für die Männerbewegung.