Archiv der Kategorie: Maskulismus

Welche Probleme man so hat…

Der Mann hat viel zu ertragen. Welche Marter er zu erdulden hat z.B. in Sachen Exhibitionismus: Die Frau darf sich nackt durch die Öffentlichkeit bewegen, der Mann aber nicht. Er würde ja gerne, aber ein sexistisches Gesetz verbietet es ihm. Welche Pein das bedeutet! Und wie so oft berichten die Medien nicht über die brutale Tyrannei, die Männer über sich ergehen lassen müssen!

Ok, das wäre natürlich Bullshit. Wenn sich Männerrechtler ernsthaft mit diesem äh… „Problem“ beschäftigen würden, dann hätten sie sonst keine Probleme, jedenfalls keine schwerwiegenden. Wenn die großen Brocken beseitigt worden sind, die massiv lebenszerstörenden Nachteile der Männer, dann vielleicht kann man sich um verhinderte Exhibitionisten kümmern, nur dass ich mich dann in meiner Freizeit anderen Dingen widmen werde, weil ich dann keine Notwendigkeit mehr sehen werde, für Männer aktiv zu sein. Sorry an alle verhinderten Exhibitionisten.

Und das führt mich zu Feministen und Rassisten. Letztere fallen immer wieder damit auf, dass sie sich über Fragen nach der Herkunft ereifen, erstere damit, dass sie sogar die Muße haben, sich über „ungefragte Hilfe“ zu beschweren. Oder auch: „Mikroaggressionen“. Wer durch sowas aus dem Gleichgewicht gebracht wird, ist nicht benachteiligt sondern ein Leben gewohnt, in welchem er in rosa Zuckerwatte eingepackt ist. Oder wie ein großer Denker mal sagte (sinngemäß): Wenn man keine wirklichen Probleme gewohnt ist, erscheinen einem auch kleinste Unannehmlichkeiten wie größte Qualen.

„Jungen sind Schweine“

Aus meinem Archiv (Originalquelle offline) da dieser Text in seiner Aktualität nicht nachgelassen hat:

„Der Edle pflegt seine edle Seite und
der Elende pflegt seine elende Seite.“
– Lao-Tse

„Jungen sind nicht einfach nur Schweine, sie sind arme Schweine“, attestierte eine populäre Zeitschrift den Eltern männlichen Nachwuchses in ihrer Reportage über Jungen im Heft vom 08. 06. 2000! Ich schrieb an das Blatt, daß Jungen bestimmt keine Schweine sind. „Schweine sind vielmehr diejenigen, die derart derbe Vorurteile gegenüber irgendeiner Gruppe mit naiver Leichtfertigkeit öffentlich formulieren“, erklärte ich dem Magazin und fügte hinzu: „Und diese sind nicht einfach nur Schweine, sie sind blöde Schweine.“

Doch zur inhaltlichen Kritik eines Artikels, dessen Schlußfolgerungen derartigen Unsinn zeitigen – von der erzieherischen Destruktivität des Satzes ganz abgesehen – ist hier noch nicht der richtige Platz. Schließlich wird ein jedes Käseblatt die Inhalte auch bestimmen, die es als ein solches ausweisen. Für uns ergeben sich an dieser Stelle umfassendere Betrachtungen, nämlich die Betrachtungen, aus welchen die Fragen entstehen, die uns die Notwendigkeit einer gedankenvollen Betroffenheit ersichtlich machen:

Warum kann der Schreiberling eines populären Blattes eine bestimmte Bevölkerungsgruppe so unsacht und in einer Weise, die bei keiner anderen Gruppe möglich wäre, beleidigen, ohne sich auch nur im geringsten um etwaige Reaktionen aus der Bevölkerung zu scheren? Wie ist es in einer Zeit, in welcher die Ächtung von Vorurteilen eine Forderung an jeden auch nur elementar gebildeten Menschen darstellt, möglich, daß gerade die Gruppe männlicher Kinder so vorurteilsblind und maßlos übertrieben diskriminiert und niedergemacht wird, die Gruppe, die den wesentlichsten Zukunftsträger einer jeden Gemeinschaft ausmacht?

Die Antwort auf diese Fragen ist einfach und verblüffend zugleich. Es ist die Absicht dieser Webseite, daß sie auch allmählich beginnt, etwas nachdenklich zu wirken.

Sie lautet: Das alles ist nur möglich, weil Jungen das männliche Geschlecht repräsentieren, und in den letzten Jahrzehnten hat sich bei nahezu allen Medien ein solches Klischee gegen den maskulinen Menschen durchgesetzt, das durch seine hysterische Unnachgiebigkeit durchaus jede Voraussetzung erfüllte, eine Verfolgung genannt zu werden, ließe sich die eine Hälfte der Menschheit, gegen die es sich richtet, nicht so schlecht verfolgen.

Denn was das oben zitierte Magazin – es war der STERN – in seiner Formulierung über Jungen an Innovation beisteuert, ist lediglich, daß hier die mediengeschürte Männerfeindlichkeit erstmalig in einem Wochenmagazin, und gleichsam als wolle sie eine neue Qualitätsstufe erklimmen, sich sogar noch über Kinder, männliche Kinder ergeht. Auf erwachsene Männer bezogen sind derartige Formulierungen gewöhnlicher Alltag, werden seit langem als Titel von Fernsehsendungen benutzt, oder von Flachgeistern musikalisch vertont. Schlagzeilen in täglichen Boulevardblättern, aber auch Ausführungen in populären pseudowissenschaftlichen Ausgaben behaupten, immer Neueres an den Tag zu legen, was den angeblichen Mythos über den Mann in seinen positiv-maskulinen Eigenschaften zerstört und ihm nur die negative Seite seines Wesens, die es durchaus auch gibt, zubilligen, um ihn dann so als verwerflich, untauglich, ja schädlich zu definieren.

Absonderliche Thesen, die mit Besessenheit der Absicht nachgehen, alles maskuline Ansehen zu beschädigen, grassieren wie wütende Viren auf allen Plattformen des mentalen Lebens und schlagen als Zeitungsartikel, dubiose Kultur- oder Unterhaltungsdarbietungen in Filmen, Büchern oder Werbung nieder.

„Männer haben eine Macke…“, „Alle Männer sind Vergewaltiger…“, „Männer sind Ignoranten… egoistisch, langweilig und anspruchslos… öde Monster“, sind „das zweite Geschlecht“ und ohnehin „das schwache“, ein „Fehlgriff der Natur“. Männer haben ein dürftiges Chromosom, schlechte Gehirnverbindungen, weniger Nervenendungen an entscheidenden Stellen, werden „von der Natur benachteiligt“, können nicht beide Hände zugleich gebrauchen, können nicht kommunizieren, haben Probleme mit der Sprache, keine Phantasie, keine Gefühle und was alles der kollektive Wahn behauptet, zu welchem der spätere Feminismus offenbar avanciert, da er in selbsterwirkter Blindheit nicht nur die Unmöglichkeit derartiger Beschreibungen verkennt (denn das alles kann der Mann, gemessen an dem, was auf diesem Planeten sein Werk und seine Präsenz genannt werden kann, unmöglich sein), sondern sich noch darüber hinaus das misanthrope, rassistisch-sexistische Antlitz selbst zu reflektieren versagt, das er allmählich angenommen hat.

Zwar wird gelegentlich auch Positives über Männer vermittelt, das bezieht sich aber stets auf einzelne männliche Individuen, die in der Gegenwart oder in der Vergangenheit auf anerkennungswürdige Weise gewirkt haben. Dabei aber geht die Anerkennung, die ihnen zuteil wird, niemals auf das gemeinsame Konto der Männer im allgemeinen. Auf dieses Konto wird generell nur Negatives verbucht. Als allgemein-männliches oder ‚wieder mal typisch männlich‘ gilt in aller Regel nur Verwerfliches; und es wäre vergebliche Mühe, wenn man in der Presse und Literatur der letzten dreißig Jahre nach positiven Aussagen über den Mann im allgemeinen recherchieren würde!

Parallel – und im Gegensatz zu dieser Einseitigkeit in der Betrachtung des männlichen – wird für das weibliche Geschlecht ein überaus bequemer Selbstdarstellungsrahmen geschaffen, in dem nicht etwa nur seine positiven Eigenschaften in den Vordergrund gestellt werden, sondern darüber hinaus noch die negativen rechtfertigt, beschönigt, ja sogar gefördert werden.

Kaum ein weiblicher Teilnehmer an Talkshow oder Interview, der nicht schon sein Sprüchlein gegen den Mann parat hält, um es bei Gelegenheit (oder notfalls auch ohne diese) loszuwerden und so den obligatorischen Nachweis der Zugehörigkeit zum Verbund der „mutigen, starken Frauen“ zu bekunden. Mit infantiler Selbstüberhebung dagegen pflegen die dem feministischen Zwang Unterliegenden das eigene Geschlecht bei jeder Gelegenheit zu loben, seine Herrlichkeit und Gediegenheit mit forciertem Geschlechtspatriotismus auszuzeichnen und in den Buchläden stapeln die Produktionen in die Höhe, durch welche ein in aller Regel literarisch unterbemitteltes Schriftstellerinnentum in Frauenbüchern aus allen Verlagen seine onanistisch anmutende Selbstbeweihräucherung zelebriert.

Auch Männer, die sich öffentlich äußern, fühlen sich stets zu abgedroschenen Floskeln verpflichtet, die weibliche Tugenden und Leistungen erdichten und honorieren oder&xnbsp; weibliches Leid und angebliche Benachteiligung als das leidvollste Ereignis auf Erden bejammern und nicht selten das eigene Geschlecht schmälern, einem Etikett huldigend, daß dem Mann Selbstverleugnung vorschreibt.

Kritik an der Frau im allgemeinen oder gar Ideologiekritik am Feminismus, das Abschlagen von Forderungen seines ewigen Verlangens nach Vorteilen und Sonderrechten für das weibliche Geschlecht gilt als unerhörte „Unverschämtheit“, und es heißt selbst dann noch so, wenn kein Geringerer eine solche Forderung abschlägt als eine so respektable Einrichtung wie der Europäische Gerichtshof.

Kritik an einzelnen weiblichen Personen ist zwar denkbar, insbesondere dann, wenn dies Frauen betrifft, die dem feministischen Diktat nicht folgen. Anders aber als im Falle der Kritik am Mann darf sich Tadel oder Bemängelung niemals auf die Gesamtheit des weiblichen Geschlechts erstrecken; gegen diese Hälfte der Weltbevölkerung duldet der Feminismus keine Kritik. Zusätzlich wird immer versucht, jede weibliche Unzulänglichkeit dem Mann als dem Hauptschuldigen zuzuschieben, etwa nach dem Motto: So sind die Frauen nur geworden, weil sie eben im „Patriarchat“ leben mußten.

Frauen sind immer gut, ganz einfach weil sie als Frauen auch dann gut sind, wenn sie schlecht sind (als Feminist weiß man das eben) und oft sogar erst dann relevant handeln, wo sie sich dem Bösen weihen, ein Anspruch, der sich in den neunziger Jahren so selbstverständlich in den Gehirnen einiger Exemplare der Eliteeinheiten des Feminismus präsentierte, daß er ein ganz neues literarisches Genre begründete (den Frauenkrimi), das später einmal auf diesen Seiten einer gründlichen Deutung unterzogen werden soll.

„Die Jungs stehen auf der Zeil wie die Machos da…“ Mit diesen Worten stellt ein zwölfjähriges Mädchen sein bereits in diesem Alter scharfgeschaltetes Vorurteil gegen das andere Geschlecht bloß, und man weiß gleich, wie genau man (oder eher frau) diesem Kind das Wort „Macho“ erklärt hat: Das sind die jungen Männer, allein wenn sie da stehen, also sind sie es alle, weil sie alle nun einmal stehen müssen, soweit sie nicht gerade sitzen oder laufen. Und dann, zum Stolz seiner Erzieherinnen, erzählt es, daß es sich aber von den Jungen nichts sagen läßt, sondern sie eher provoziert, und als Nachweis für Mut und Freiheit, Tugenden, die im Feminismus zumeist pubertärer Aufsässigkeit gleichkommen, rezitiert es sein Powermädchengedichtlein: „Leck mich am a / leck mich am b / leck mich am c / leck mich am a, b, c… “ und so fort das ganze Alphabet herunter.1 Dem Hessischen Rundfunk war die Sendezeit nicht zu kostbar dazu. Erziehung ist eine wichtige Sache, nicht wahr?

„Böse Mädchen kommen überall hin“, heißt ein weiteres Erzeugnis der Geisteshaltung, die wir eben hier zu schildern suchen, und diese Mädchen betreiben ihre Selbstverwirklichung nach der dubiosen Formel „jeden Tag ein bißchen böser“. Jungen dagegen werden von immer mehr Einrichtungen und Veranstaltungen ausgeschlossen, jungenlose Spielplätze gibt es mittlerweile einige in dieser Republik (Tendenz steigend), und selbst katholische Initiativen beeifern sich im Eröffnen von Mädchencafés, damit die jungen Frauen ihren Aufenthalt an diesen Orten „ohne die blöde Jungenanmache“ verbringen können.2 Wo stecken nicht die wahren Frauenfreunde mittlerweile überall drin!

Während so dem Mann von den Meinungsmachern und -macherinnen dieser wirren Zeit jeglicher Boden eines positiven Selbstverständnisses entzogen wird, tummeln sich Nachwuchsjüngerinnen von einst selbsternannten „Gören“ und „Schlampen“ im gesamten Kulturapparat des Westens wie die Schlangen auf dem Haupt der Medusa, und in Verbund mit männlichen Nestbeschmutzern schleudern sie ihr Gift weit in die geistige Landschaft der Gegenwart hinein, um das Lob und die Anerkennung einer Gesellschaft zu ernten, die in ihrem Taumeln mitten in Spaß, Konsum und Unterhaltung das Nachdenken verschläft, das ihr deuten könnte, was hier eigentlich geschieht.

Denn die ‚bösen Mädchen, die überall hin kommen‘ scheinen tatsächlich schon an vielen Orten zu sitzen. Hatte der Feminismus einst die Rechte der Frau verteidigen wollen, beansprucht er gegenwärtig nichts minder als das Recht der Frau auf Unrecht. Vom&xnbsp; gleichen Kern, von welchem aus schon Intentionen ausgingen, die über die Plattform – vor allem – linker Politik bis in die politischen und gesetzgeberischen Entscheidungen hineingewirkt haben, breitet sich auch der literarische Gestank, durch welchen widerwärtige, betrügerische und mordende Weiblichkeit „den biestigen Charme gewissenloser Frauenzimmer“, die ihre Greueltaten in „ethischer Neutralität“ (sprich: das macht nichts) verüben, salonfähig und für Filmemacher und Fernsehanstalten hierzulande zu überaus begehrtem Verfilmungsstoff gemacht hat! Im Internet propagieren kranke Kleinhirne an unzähligen Stellen die Vernichtung des männlichen Geschlechts. Prominente Amazonen finden das „phantasievoll“. „Lauter tolle Frauen“ fangen bei der ARD auch schon damit an, denn sie wissen wohl: „Nur ein toter Mann ist ein guter Mann“.

Oder ist es vielleicht inzwischen eher so, daß nur eine perverse Feministin eine gute Feministin ist? Wenn dies so wäre, dann hätten wir es im Feminismus mit einer Ideologie zu tun, die erstaunlich schnell nach ihrer Etablierung pervertierte!

Längst sind die Schwaden des Ungeistes aus dem Haupt der chthonischen Medusa an allen wichtigen Orten angelangt, verbreiten ihren üblen Geruch in Studios, Redaktionen, Ämtern, Schulen, ja Kirchen und im Internet. Es ist ein Gestank aus Begriffen, Thesen und Methoden, Werkzeuge alle einer ungeheuren Verleumdung, die sich gegen den wichtigsten Faktor allen Voranschreitens dieser Menschheit richtet: Gegen die Legitimität und Kompetenz maskuliner Wirksamkeit in diesem Prozeß. Es ist eine unerhörte und unverschämte, konzipierte Sykophantie gegen den Mann, deren Wirkung auf männliche Jugendliche für den feiner Beobachtenden sich bereits zeigt und deren weitere Auswirkung nur dazu geeignet wäre, der Zivilisation ihr effizientestes Potential abzukastrieren.

Der Autor dieser Seiten betrachtet den hier beschriebenen Feminismus als einen ernstzunehmenden evolutionären Defekt. Deswegen diese Webseite.

_____________________

Quellen, Anmerkungen:

1. HR2, Mo., den 04. 01. 1999, Sendung: „Weil ich ein Mädchen bin“

2. Aushang im katholischen Kirchenladen an der Liebfrauenkirche in Frankfurt am Main, im Sommer 2000

Ergibt eine soziale Bewegung für Männer überhaupt Sinn?

Männer sind Helden und Helden kämpfen gegen Unrecht und Tyrannei, und so gibt es eine Befreiungsbewegung weißer Ritter für Frauen wie für alle anderen möglichen Dinge auch, für die Männer auch schon mal ihr Leben auf dem Schlachtfeld lassen.

Aber für Männer?

Das widerspricht dem Konzept von Männlichkeit. Männer sind Kämpfer, die die Herausforderungen des Lebens im Alleingang meistern und nicht von der Gesellschaft verlangen – in Form einer sozialen Bewegung -, dass diese sich dahingehen ändert, Männer nicht mehr mit Herausforderungen zu konfrontieren. Der Mann kämpft für alles mögliche, nur nicht für Männer, denn die können sich selbst helfen, so wird es von ihnen verlangt, und wer das nicht will oder kann, ist kein ganzer Mann. Das hat was damit zu tun, was die Gesellschaft dem Mann abverlangt: Er hat zu beschützen, nicht er soll beschützt werden. Er hat zu versorgen, nicht er soll versorgt werden. Er hat zu kämpfen, für irgendeine Sache, es soll aber nicht für ihn gekämpft werden. Denn wenn der Mann beschützt und versorgt werden muss, wer beschützt und versorgt dann noch? Warren Farrell vermutete, dass schwule Männer anders als Lesben besonders deshalb starker Verfolgung ausgesetzt waren, sind, weil sie dieser männlichen Pflicht, sich für Gesellschaft und die Frauen aufzuopfern, nicht nachkommen.

Solche Herausforderungen können dann auch Unrechtszustände speziell gegen Männer sein, der Mann zuckt aber nur mit den Schultern, stellt fest, dass das Leben hart aber ungerecht ist und nimmt das dann – ganz Mann – eben an, und kommt damit zurecht oder auch nicht. Was er aber nicht macht, jedenfalls nicht organisiert, ist, die Gesellschaft anzuprangern und grundlegende Änderungen einzufordern.

Man stelle sich vor: Die ganzen Trennungsväter würden sich für Männer in den Kampf werfen. Das machen sie aber nicht. Stattdessen lösen sie solche Probleme, die aus der strukturellen Gewalt gegen Männer entstehen, so gut wie möglich für sich persönlich, und das war’s dann – womit sie aber ihre Söhne im Stich lassen.

Andererseits: Vielleicht haben Männer anders als Frauen einfach nicht die Zeit, sich zu engagieren.

Männer sind nicht mit Männern solidarisch

„Stell dir vor, es wäre Geschlechterkrieg, und die Männer gingen hin…“ er wäre längst beendet. Davon ist aber weit und breit nichts zu sehen. Während sich so gut wie jede Frau in der Politik mehr oder weniger als Feministin begreift, muss man Männer, die erklären, was sie alles Gutes für Männer erreichen wollen, mit der Lupe suchen.

Etwas für Männer erreichen? Was denn? Die haben doch alles? Die alltägliche Propaganda, die jedem jeden Tag auf allen Kanälen um die Ohren gehauen wird, blendet systematisch alle Nachteile aus, die Männer erleiden, womit der Eindruck entsteht, Baustellen fänden sich nur bei den Frauen. Und so kann eine Sexistin und Ignorantin im Brustton der Überzeugung aber an jeder Realität vorbei behaupten, das einzige Privileg, das weiße Cis-Männer nicht hätten, wäre der Opferstatus. Liegt es also nur am Diskurs?

Jein. Der Diskurs, der weibliche Vorteile ausblendet wie männliche Nachteile, ist Ursache und Wirkung zugleich. Er ist Ursache darin, dass nichts für Männer unternommen wird, da es scheinbar nichts zu unternehmen gibt – wie es der Diskurs den Eindruck erweckt. Und er ist Wirkung in der Hinsicht, dass überall dort, wo mal ein Medienschaffender auf spezifisch männliche Not stößt, er es nicht aufgreift, nicht berichtet, nicht fordert. Dieses Verhalten, unzählige Male multipliziert macht Männer und ihre Situation unsichtbar.

Und das wiederum liegt am Empathygap. Ein weinender Mann motiviert nicht zu Hilfe anders als eine weinende Frau – auch unter Männern. Man nehme die Trennungsväter. Von denen gibt es enorm viele, die krasse Ungerechtigkeit erfahren, so dass das Übel längst aus der Welt wäre, wenn sie sich über ihre eigene Betroffenheit hinaus engagieren würden. Väter wie Lucas Schoppe oder Franzjörg Krieg sind aber die Ausnahme. Die meisten lassen sich helfen – soweit wie möglich, oft vergebens – und dann nichts mehr von sich hören.

Eine Ursache dürfte die Erziehungshoheit der Frauen sein, mit welchem die Mütter das „Patriarchat“, das heimliche Matriarchat konstituieren. Anders als Mädchen lernen Jungen nicht, für ihre Geschlechtsgenossen einzustehen – nicht zuletzt aus Interesse an der eigenen Situation heraus.

Der zweite Ursache kommt aus der Evolutionspsychologie: Frauen sind zur Erhaltung der Art wertvoller, weshalb es unser evolutionären Erbe ist, mehr das Überleben der Frau als des Mannes zu sichern und in zweiter Konsequenz, ihr und nicht ihm alles recht zu machen – wäre es anders, kein Krieg wäre jemals möglich gewesen, wo Männer zu Millionen geschlachtet werden. Die ersten Opfer jeden Krieges werden ignoriert, während man sich für Frieden und gegen Krieg einsetzt, weil „Frauen und Kinder“ unter ihm zu leiden haben

Weitere mögliche Ursachen sind, dass Männer andere Männer eher als Konkurrenten auffassen und zudem öfter eine Einzelkämpferneigung pflegen.

Wie kommt man an Männer ran? Wie legt man einem Trennungsvater nahe, sich weiter für andere zu engagieren, auch wenn seine persönliche Situation verloren ist, er entsorgt wurde?

[Nachtrag] Was auch sein kann, ist dass Männer einfach weniger Zeit übrig haben.

Maskulisten spielen „Katz und Maus“ – und können nur verlieren

Das Männermagazin über Männerrechtler:

Die Denkweise ist in etwa dieselbe wie bei dem Häuflein unverdrossener Männerrechtler im Lande. Kreuzbrav werden die diversen Benachteiligungen von Jungen an der Schule über männliche Selbstmorde, Todesberufe, reproduktive Rechte, bis hin zu Altersheim und kurzer Lebenserwartung der Männer aufgelistet und viele Forderungen aufgestellt. Alles blitzsauber argumentiert und mit Fakten unterfüttert, alles korrekt. Nun mach mal und ändere das endlich, Staat!

Der Witz daran ist, dass diese Forderungen ausgerechnet an genau die Instanzen gerichtet sind, die ihnen all diesen Bockmist mit voller Absicht eingebrockt haben. Absolut konstant über viele Jahrzehnte hinweg, stetig gesteigert und immer noch was obendrauf, nochmal nachgelegt. Die Ministerin für alle außer Männer (Minister gab es in dem Ressort schon seit Jahrzehnten nicht mehr) aufzufordern, die Menschenwürde für Unterhaltspflichtige wieder einzuführen, ist in etwa dasselbe, wie wenn die Mäuse eine Petition unter sich veranstalten und eine Delegation von Mäuserechtlern mit einer Forderungsliste zu den Katzen schicken. Forderungen: Schonzeit beim Mäusefang von 18 bis 8 Uhr! Anspruch auf ein gerechtes Verfahren und einen Anwalt für jede gefangene Maus! Eine Studie, wie sehr Mäusefang möglicherweise negative Effekte auf alle hat! Lauern auf Mäuse ächten!

Erst an diesem Beispiel merkt man, wie lächerlich diese Mäuse vorgehen, um ihre Probleme zu lösen. Keine Katzenregierung, keine höhere Macht, überhaupt keine Lebewesen, die sich mit Mäusen den Bauch vollschlagen, um selber fett zu werden, werden sich jemals durch irgendwelche Forderungen ihrer Ressourcenbringer davon abhalten lassen, weiter zuzuschlagen.

Ganzer Artikel.

Warum Maskulismus nicht frauenfeindlich und Feminismus nicht frauenbefreiend ist

Feministen sind allzu drollig. Da schwafeln sie von „Maskulinisten,“ die zurück in die 50er Jahre wollten, wo der Mann angeblich an der Macht war. Wenn man aber konkreter nachfragt können sie keine Namen, nur Pseudonyme nennen. Dennoch: Der Bekämpfung des Maskulinismus werden zigtausende von Euronen gewidmet, damit u.a. auch mit Steuern finanzierte Stiftungen diese Gefahr eindämmen können – hier passt allzu gut das Sprichwort, wonach man mit Kanonen mit Spatzen schießt. Dass soviele Euronen für antimaskulistische Propaganda ausgegeben werden, ist bezeichnend dafür, dass Maskulismus in kaum mehr als ein paar kleinen Blogs stattfindet. Mann, Mann, Mann, was müssen wir für verdammt gute Argumente haben, dass die so das Schlottern kriegen…

Der angegebene Grund, warum man gegen Maskulismus ist – neben Rechtsradikalismus auch Frauenfeindlichkeit – ist aber nur vorgeschoben. Maskulismus ist nicht frauenfeindlich, vielmehr stellt er das ganze System in Frage, in welchem der Mann als Arbeitsdrohne ausgebeutet wird. Ein Maskulismus, der die Interessen des Mannes wahrt, lehnt es ab, diesen Mann sein ganzes Leben malochen zu lassen, damit er dann früh ins Gras zu beißt. Er geht von einer Prämisse aus, wie sie auch die „Anarchistische Pogopartei Deutschlands“ vertritt: Arbeit ist Scheiße, oder um die Radikalfeministin Laurie Penny zu zitieren: „… wenn du einen [Job] hast, bist du frei, Baby. Wer schon einmal einen Tag lang richtig malocht hat, weiß, dass das eine gigantische Lüge ist. Dennoch wurde die Frauenemanzipation umdefiniert…[dass sie Berufstätigkeit bedeutet]“ 

Das erklärt, warum Frauen trotz „Befreiung“ nicht glücklicher geworden sind. Denn auch wenn der Feminist klagt, dass die Frau auch heute noch in einer schlimmen „Rape-Culture“ lebt, so muss er doch einräumen, dass es die letzten Jahrzehnten zumindest graduell besser geworden ist. Und das paradoxe Ergebnis? Die Frau wird unglücklicher. Das liegt daran, dass feministisch-neoliberale Politik, die Frau auf den Arbeitsmarkt zu treiben, erfolgreich war. Frauen müssen mehr arbeiten, deshalb sind sie unglücklicher unter einem  Joch, unter dem Männer immer schon standen.

Das Modell, wohin laut merkbefreiter Feministen „Maskulinisten“ also angeblich zurückwollen, ist für diese keine Option. Er im Werk – sie am Herd, privilegiert die Frau, nicht den Mann – immer schon. Dass sich die gegenteilige Sichtweise, dieser Irrtum solange halten konnte und kann, liegt daran, dass der Diskurs nicht nur von Reichen sondern auch von solchen Frauen dominiert wird, die eben nicht als Altenpflegerinnen oder Kassiererinnen arbeiten, sondern in Amüsierberufen unterwegs sind.

Dementsprechend ist der Maskulismus nicht frauenfeindlich sondern frauenfreundlich, denn er verfolgt keine Politik, in welcher die Kinder in Krippen und Kitas abgeschoben werden, damit sich die Mutter auf dem Arbeitsmarkt „verwirklichen“ kann, wie es privilegierte Frauen ausdrücken, deren Tätigkeit aber nunmal keine echte Arbeit ist. Es gilt nicht: Frauen auf den Arbeitsmarkt, es gilt: Männer hinein in die Familien. Um das zu erreichen, zahlt man die Mittel, die ein Krippe- oder Kita-Platz kosten, an die Familien aus.

Damit aber, mit einer Politik, die der Ausbeutung des Menschen entgegensteht, kollidiert die maskulistische Philosophie mit dem neoliberalen System, welches auf billige und verfügbare Arbeitskräfte aus ist. Deshalb hat und wird das System eine Politik verfolgen, die nicht den Mann von der Arbeit befreit, sondern die Frau unter dasselbe Übel zwingt. Damit ist Feminismus hochgradig kompatibel mit dem herrschenden System, was auch erklärt, warum er so erfolgreich ist. Die führende Feministin Simone de Beauvoir sagte:

»Keine Frau sollte das Recht haben, zu Hause zu bleiben und die Kinder großzuziehen. Die Gesellschaft sollte völlig anders sein. Frauen sollten diese Wahl nicht haben, und zwar genau deshalb, weil, wenn es eine solche Möglichkeit gibt, zu viele Frauen sich dafür entscheiden würden.«

Jemand aber, der einen zwingt zu malochen, und der einem essentielle Wahlmöglichkeiten im Leben nehmen will, ist kein Freund. Diese führende Feministin, die auch von Alice Schwarzer geradezu angebetet wird, ist damit keine Frauenfreundin sondern eine Frauenfeindin. Feminismus wurde vom System gefördert, parallel zu einer Politik des Lohndumpings, welche dazu führte, dass immer weniger Männer das nötige Kleingeld aufbringen können, um die eigene Ehefrau vollständig von der Arbeit freizustellen. Die Folgen irritieren die Glücksforscher, denn trotz der ungemein erfolgreichen „Frauen“-bewegung sind die Frauen unglücklicher geworden: „What’s Happening To Women’s Happiness?“ fragt man sich ratlos, da man die alltägliche feministische Propaganda internalisiert hat. Wer sich aber von dieser emanzipiert hat, erkennt: Feminismus ist kein Freund und Maskulismus kein Feind der Frau. Maskulismus ist das beste, das der Frau passieren kann.

Warum Maskulismus nicht rechts ist

Unfähig auf inhaltliche Positionen einzugehen, betreiben aufrechte Männer wie Kemper oder Gesterkamp Rufmordkampagnen, in welchen der Maskulismus bzw. die Männerrechtsbewegung als „rechts“ diffamiert wird. Dabei schreckt man auch nicht davor zurück, die noch nicht ganz kalten Leichen von Amokläufen zu instrumentalisieren oder man arbeitet mit sinnentstellenden und aus dem Kontext gerissen Zitaten zum Thema „Häusliche Gewalt“ mit einer Dreistigkeit, die kaum zu überbieten ist

Und damit sind wir gleich beim ersten Punkt, warum Männerrechtler nicht rechts sind: Sie hängen nicht einem Bild von dem starken Mann und der schwachen Frau an. Sie verlangen Männern nicht ab, zäh wie Leder und hart wie Kruppstahl zu sein, wie es dem rechten und dem faschistischen Ideal entspricht, sondern gestehen ihnen zu, auch schwach zu sein, ja sogar gegenüber Frauen. Die internationale, seriöse Forschungslage ist eindeutig: Frauen werden genauso wie Männer zu Tätern häuslicher Gewalt und Frauengewalt ist von ihrer Zerstörungskraft her auch nicht zu unterschätzen. Von daher sagt der Männerrechtler nicht: „Beiß die Zähne zusammen“ sondern fordert Hilfe für Männer als Opfer häuslicher Gewalt, denn die Zustände sind derzeit so, dass Frauen nahezu nach Belieben Kinder, Alte, Pflegebedürftige und vor allem Männer misshandeln dürfen, ohne dass irgendeine Instanz eingreift.

Das heißt, hier geht der Maskulist von einem Mann aus, der nicht allzeit Herr der Lage ist, sondern auch Opfer werden kann, der schwach ist – was nebenbei gesagt reichlich unsexy ist, einer der Gründe, warum es Männerrechtler viel schwerer haben als Feministen, denn jeder kämpft gerne für Frauen in Not, aber für Männer…?

Der Männerrechtler, für den Schwäche beim Mann kein Makel ist, stimmt scheinbar mit Feministen überein, die ebenfalls den schwachen Mann fordern: „Der Mann darf auch schwach sein. Der Mann darf auch weinen!“ Feministen lieben den schwachen Mann, aber nicht weil sie es gut mit ihm meinen. Denn wenn dann Männer Notsituationen zur Sprache bringen, in denen sie auf Hilfe angewiesen sind, wird eine ganz andere Platte aufgelegt:jessica2 Er wird als Schwächling verhöhnt. Bascha Mika bezeichnete den Vorsitzenden von MANNdat als „Jammerlappen“. Thea Dorn, darauf aufmerksam gemacht, dass immer mehr Jungen im Schulsystem systematisch aussortiert werden, kommentierte dies kalt mit: „Ich weine gleich!“ Unzählige Frauen gefallen sich darin, in einen Kreativitätswettbewerb darüber zu treten, was man alles mit „Männertränen“ anstellen kann, was nichts anderes heißt, als dass man sadistische Freude am Leid und der Not von Männern empfindet und dies auch von der Gesellschaft toleriert wird.

Deshalb machen diese Unmenschen auch nichts, wofür man besonders mutig sein müsste. Und originell sind sie auch nicht: Misandrie ist keine Erfindung von Feministen sondern hat bereits Jahrhunderte auf dem Buckel. Wenn eine Femischistin wie Schwarzer etwa in Jubelrufe über eine brutale Verstümmlung einen Mannes ausbricht und meint, dabei würde „Frauenfreude“ aufkommen, dann macht diese gewaltverherrlichende Hasspredigerin nur etwas, was seit langem etabliert ist und wie bei keiner anderen Gruppe sonst erlaubt, Daphne Patai kommentiert: »Es fällt einem schwer, sich heute eine andere Gruppe von Menschen vorzustellen, die dermaßen krass in der Öffentlichkeit niedergemacht werden kann, ohne augenblicklich Protest zu erheben. Irgendwie scheinen sämtliche Männer zum Schweigen eingeschüchtert worden zu sein.« Und tatsächlich: Würde ein Mann des öffentlichen Lebens einen Gewaltakt gegen eine Frau auf diese Weise wie die Bundesverdienstkreuzträgerin kommentieren, er wäre sozial erledigt, eine Unperson. Faschismus gegen Männer hingegen ist salonfähig. Dieser Empathiemangel und moralische Vernichtung von Männern spielte bereits bei der Menschenvernichtung der Nazis eine große Rolle. Hier die Feministin, die über sich an „Male-Tears“ erfreut, dort der Nazi, der Männer abschlachtet: Sie beide eint, dass sie kein Mitgefühl empfinden für bestimmte Menschen mit bestimmten angeborenen Merkmalen, wie eben dem Geschlecht.

Viele behaupten, „Maskulinisten“ wollten zurück in die 50er Jahre. Das ist Nonsense. Linke Maskulisten lehnen die traditionelle Rollenverteilung ab, und zwar, weil außerhäusliche Arbeit nur selten Selbstverwirklichung und Karriere bedeutet aber allzu oft Entbehrung und Mühsal und Leid, der Deal „Frau am Herd, Mann im Bergwerk“ also einen Nachteil der Männer darstellt. Männern bzw. Vätern muss die Möglichkeit gegeben werden, sich bei den Kindern genauso einbringen zu können wie Frauen. Vorstellbar wäre ein Szenario, wie es Esther Vilar vorgeschlagen hat als Gegenmodell zum neoliberalen Entwurf, in welchem die Kinder in systemkompatible, obrigkeitstreue Verwahranstalten abgeschoben werden, damit beide Elternteile ihre Haut zu Markte tragen können.

Damit, dass Männer sich als Väter in die Familie einbringen können, sind wir beim nächsten Punkt: Männerrechtler sehen in einem Vater einen Menschen, der eine liebe- und vertrauensvolle Beziehung zu seinen Kindern führt, der geliebt wird und liebt. Auch das unterscheidet sich nachhaltig vom rechten, faschistoiden Familienbild. Hier nämlich wird das Kind eindeutig der Mutter zugeordnet, eine Mutter-Kind-Symbiose beschworen, während der Mann sein Leben der Arbeit zu widmen oder auf dem Schlachtfeld zu opfern hat. Mütterlobbyisten, die Väter als Eltern zweiter Klasse ansehen, sind ganz nah dran an einer Familienpolitik, wie sie unter Hitler en vogue war.

Es gibt im Feminismus eine Strömung, die man mit der maskulistischen als „verbündet“ ansehen könnte: Nämlich jene, die fordert, dass Väter im Beruf kürzer treten, damit sie sich mehr um ihre Kinder kümmern können. Das sind aber keine Verbündete, denn was sie anzubieten haben, ist vergiftet. Denn sie stellen diese Forderung nicht im Interesse der Kinder und Väter sondern ihr Wunsch entspringt dem Motiv, Frauen ins Berufsleben zu treiben. Dafür soll der Mann der Frau den Rücken freihalten. Dass das kein ehrliches Ansinnen gegenüber Kindern und Vätern ist, zeigt sich bei der Trennung: Hier ist die Feministin auf einmal ganz bei den Rechtskonservativen, die die Existenz einer tiefen, liebevollen und für das Kindeswohl wichtigen Verbindung zwischen Kind und Vater verneinen, für die die Kinder zur Mutter gehören und die den Vater zum Zahlvater degradieren. Er hat den Unterhaltsscheck zu unterschreiben und sich ansonsten aus dem Leben seiner Kinder zu verabschieden, er wird auf seine Zahlfunktion degradiert. Hier aufeinmal ist die Feministin, die „neue Väter verzweifelt sucht“, nirgends mehr aufzufinden, nirgends eine, die sich dagegen verwahrt, dass die Frau auf die Mutterrolle festgelegt wird, wogegen sie sich sonst immer wehrt… was ein verlogener Sauhaufen! Stattdessen blockieren Frauen an der Macht – von der Linken bis zur AfD – eine gleichberechtigte Sorge auch nach der Trennung und zeigen damit eindrucksvoll, dass wir nicht in einem „Patriarchat“ leben sondern in einem Matriarchat. Denn Mutterschaft lässt sich in unserer Gesellschaft nicht mit Hilfe des Systems willkürlich zerstören, so sind nicht die tatsächlichen Machtverhältnisse.

Zusammengefasst gilt also für die Ziele des Maskulismus: Dass der Mann auch mal schwach sein darf, aber nicht nur zur Erbauung des feministischen Egos, welches sich hämisch an schwachen Männern ergötzt, sondern als Anlass, Hilfe und Unterstützung zu mobilisieren; dass der Mann das Recht und die Möglichkeit hat, nicht nur aus der Ferne für seine Kinder zu sorgen – den Zwang dazu bezeichnete der Männerrechtler Warren Farrell als größte Tragödie im Leben eines Mannes – sondern auch in direkter Pflege und das darüber hinaus auch noch nach einer Trennung.

Das wären zwei wesentliche Punkte, aber es gibt noch weitere. So thematisiert die Männerrechtsbewegung die katastrophale Lage der Jungen im Schulsystem, besonders jene mit Migrationshintergrund und prekärer sozialer Herkunft. Für Männerrechtler ist relevant, dass ca. 75-90% der Obdachlosen männlich sind, also die Ärmsten der Armen stellen und verurteilen es, wenn man zur Beurteilung des Geschlechterverhältnisses nur auf das oberste Promille der Gesellschaft schaut und daraus eine Benachteiligung von Frauen ableitet. Weiter lehnen linksliberale Männerrechtler eine Diskriminierung Homosexueller ab.

Das ist es, was einen linksliberalen Maskulismus ausmacht. Er ist meilenweit entfernt etwa von Konservativen, die meinen, das Kind gehöre zur Mutter, was katastrophal ist, wenn solche Rückwärtsgewandtheit an Familiengerichten oder Jugendämtern grassiert. Tatsächlich ist die Hauptströmung des Maskulismus links-liberal aufgestellt. Rechte spielen nur eine marginale Rolle und es ist kaum einer zu haben, der z.B. wie Arne Hoffmann mit seinem Namen für seine Sache einsteht. Und die feministische Antwort? „Man muss sie zensieren, man darf sie nicht zu Wort kommen lassen.“ Man soll einen „cordon sanitaire“ um sie ziehen, ein Begriff aus der Seuchenbekämpfung, denn ein Eintreten für Jungen, Männer und Väter wird wie eine gefährliche, ansteckende Krankheit angesehen. Man soll nicht den Dialog suchen, sondern ausgrenzen. Warum? Weil wir triftige Argumente haben, die Frauenprivilegien gefährden rechte Untermenschen, Nazis sind. Diese Propaganda – die Männerbewegung sei rechts – verbreitet von unaufrichtigen Demagogen, hat nichts mit der Realität zu tun, ist aber hilfreich dabei, sich der ganzen Thematik zu entledigen. Schublade mit der Aufschrift „Rechts“ auf, Männerbewegung rein, Schublade zu.

[Nachtrag]

Weder rinks noch lechts sondern gerecht? Die Männerbewegung im Spiegel der Pseudolinken und deren Entfremdung von sich selbst