Archiv der Kategorie: Misandrie

„I spit on your grave 2“ (2013)

Der Film I spit on your grave” ist übelste Antimännerpropaganda, ist purer Hass. Jeder Mann, der in ihm auftritt, ist ein mieser Vergewaltiger. Um die rassistische Analogie zu bilden: Man stelle sich ein Film vor, in dem ein Deutscher von einer Türkengang gefoltert wird, woraufhin er flieht, um dann einen nach dem anderen seiner Peiniger splattermäßig hinzurichten; so ein Film, in dem jeder Türke lebensunwerter Abschaum wäre, wäre wohl ein Fall für den Staatsanwalt wegen Volksverhetzung. Dasselbe mit Männern geht problemlos durch und – wie ich aus Erfahrung weiß – selbst nicht gerade feministisch eingestellte Zeitgenossen können einen solchen Hass gegen Männer nicht erkennen, wo er ihnen direkt in die Nase beißt – man ist nicht sensibilisiert für Misandrie wohingegen umgekehrt schon „Blicke“ als übergriffig gelten.

Insofern erwartete ich schlimmes von „I spit on your grave 2“ wurde aber positiv überrascht: Es tritt ein moralisch vorbildhafter Mann auf, der der Hauptfigur hilft, sowie eine moralisch fragwürdige Frau, die mit dem Abschaum zusammenarbeitet.

Beide Filme sind aber eher mittelmäßig bis schlecht. Nur was für jene, die auf Splatter stehen.

Eine kleine Kotzkrücke und die Verantwortungsverschiebung

Heute spreche ich über eine kleine Kotzkrücke, auf die ich aber nicht verlinke, denn sie genießt noch Welpenschutz.

Die Kleine mach Videos zur Geschlechterdebatte und da stellt sich die Frage: Was hatten wir noch nicht, noch nie? Was wäre neu? Was wäre originell? Richtig: Auf Männer scheißen, das hat ja gerade mal Jahrhunderte auf den Buckel, das ist sensationell brandneu! Sie strotzt also nur so vor Kreativität und ruft nicht nur altbekannte Muster ab, die erlaubt und erwünscht sind.

Von ihren vielen feministischen Statements will ich nur auf drei Punkte eingehen. So fragt sie sich, wer Männer ganze Länder regieren lässt, wenn diese sich angesichts eines kurzen Rocks nicht unter Kontrolle hätten. Das ist die typische Machtausübung der Feministen, bzw. der Frauen. Frauen dürfen sich so sexuell aufreizend geben wie sie wollen, dem Mann aber wird das Recht abgesprochen, darauf auch zu reagieren, er hat das nicht zu kommentieren, wenn sie ihre Brüste in Gesichter und Kameras hält. Das ist pure Macht auf Seite der Frauen. Wenn aber der Mann darauf reagiert hat das nicht unbedingt etwas mit Kontrollverlust zu tun: Ich habe mich voll unter Kontrolle, wenn ich einer Frau hinterher pfeife, das ist ein gewolltes Statement, auf das manche Frauen sehr positiv reagieren; umgekehrt beschwerte sich mal eine bei mir, dass ihr nie einer hinter gepfiffen habe. Die nächsten zwei Punkte sind schöne Beispiele für den feministischen Dauerbrenner der Verantwortungsverschiebung. Zum einen unterstellt sie einem Lehrer, er würde kleine Mädchen sexualisieren wenn diese Reizwäsche tragen. Ein Klassiker: Frauen sexualisieren sich, aber der Verantwortliche ist der Mann, niemals die Frau. Beliebte Verantwortungsverschiebung. Aber: Es sind Frauen, die ihre sexuellen Reize betonen, die Verantwortung liegt also bei ihnen und nicht bei den Männern oder „der Gesellschaft“ – und das gilt auch für minderjährige Teenagerinnen und es ist bösartig, einem Mann Pädophilie zu unterstellen, wenn er das anspricht. Da gibt es doch diese Shows in den USA, in denen kleine Mädchen mit Tonnen von Makeup zugekleistert werden und die dann entsprechend als Prinzessinnen posieren. Die Veranstalter unterstellen Kritikern dieser Frühsexualisierung pädophil zu sein, denn sonst würden sie es ja nicht merken…

Die Kotzkrücke simuliert dann Sex und was Frauen dabei denken, zum Beispiel an die Einkaufsliste, weil der Mann so ein schlechter Liebhaber ist und schließt damit, dass sie es wohl lieber mit einer Frau probieren sollte. Meine Liebe: Du kannst Verantwortung dafür übernehmen, dass der Sex gut ist, anstatt dich einfach nur vom Mann bedienen zu lassen. Das hat Tradition: Er bemüht sich, sie bewertet; wieder mal: Feminismus ist nicht die Überwindung des Systems sondern seine Fortführung. Lass‘ doch einfach mal die verstaubten Rollenbilder hinter dir, übernimm Initiative und führe ihn zu einen Höhepunkt, an den er sich noch lange erinnern wird, und kümmer dich um deinen eigenen Orgasmus! In einer lesbischen Beziehung würde man das auch von dir erwarten.

Liebe Frau, in deinem eigenen Interesse.

Liebe Leserin,

ich will dir etwas unterbreiten, von dem sowohl Du als auch ich etwas hätten, ein Nichtnullsummenspiel. Bei so einem Spiel ist der Gewinn und der Verlust addiert nicht Null, alle gewinnen. Anders als beim Nullsummenspiel, in dem Gewinn und Verlust Null sind, des einen Verlust ist des anderen Gewinn – es gibt immer Verlierer.

Also versuche ich mal nicht wie ein Rohrspatz über die doofen Weiber zu schimpf…

Ok.

Zweiter Versuch.

Die dummen Hühner sagen ja, dass….

Ok. Gib mir eine dritte Chance.

Gut, wenn Du jetzt noch dabei bist, dann hast Du vermutlich Sinn für Humor.

Menschen ändern ihre Meinung nicht, bzw. nur sehr selten, zum Beispiel wenn sie eine tiefe Krise durchmachen, wenn das Leben erschüttert wird. Die Meinungen, die wir haben, machen dabei einen Teil unserer Identität aus. Man ist Feministin. Dieses „ist“ kommt von „sein“, was bedeutet, dass man seine Meinungen nicht so einfach ändern kann. Wenn man Meinungen ändert, ändert man einen existenziellen Teil seines Selbst, das, was uns ausmacht. Deshalb kann man auf Gegenargumente nicht mit einem entspannten „Ach so ist das, na gut.“ reagieren. Stattdessen sind wir stets damit beschäftigt, unser Weltbild gegen gegenläufigen Informationen abzusichern. Ein Weltbild macht unsere Persönlichkeit aus – zum Beispiel als Feministin -, womit zuwiderlaufende Informationen unsere Identität, also uns selbst bedrohen – deshalb ist es extrem unangenehm, wenn wir mit solchen Informationen konfrontiert werden, man nennt das „kognitive Dissonanz”. Ich persönlich bin ja der Meinung, dass man sich seinen kognitiven Dissonanzen stellen sollte, auf der Suche nach der Wahrheit, damit gehöre ich aber zu einer Minderheit in einer Gesellschaft, die zum Beispiel Studenten erlaubt, Texte zu boykottieren, die sie als unangenehm empfinden – und so eine Generation wird nichts großes hervorbringen, freundlich ausgedrückt.

Ich würde dich bitten, mir zuzuhören. Es sind bloß Worte, aber gut, manch eine bittere Pille ist dabei, aber dafür biete ich dir auch was an.

Ich will was von dir, weshalb ich mich mal zügle. Wenn ich mir die Entwicklung meines Blogs anschaue, dann habe ich mich wohl radikalisiert. Ich bin erstaunt, wie diplomatisch ich früher war, zum Beispiel wenn ich akribisch darlegte, dass das Hausfrauenmodell kein Nachteil, sondern ein Privileg für Frauen bedeutet – heute würde ich mich wohl dahin versteigen, dass ich solchen Frauen Parasitentum unterstellen würde.

Unsere Identität, unsere Überzeugungen setzen sich zusammen aus vielen Glaubenssätzen, zum Beispiel dass Männer bevorzugt wären und dabei unmoralisch handeln würden. Den Mann als primitiv zu sehen, dazu wird richtiggehend angeleitet, zum Beispiel wenn Cheryl Benard und Edit Schlaffer den »kühl sezierenden Blick auf den Mann, als ob ein Entomologe eine Fruchtfliege vor sich unter dem Mikroskop hätte« empfehlen. Es sind Anleitungen zum Hass, der manchmal sichtbarer und manchmal subtilerer Natur ist. Eine Feministin (offline) sagte mal, ihr Hass wäre eine Energiequelle. Das ist schlimm. Die Literaturnobelpreisträgerin Doris Lessing merkte an, dass Männerfeindlichkeit schon so sehr Teil des Alltags sei, dass man sie gar nicht mehr bemerke. Wenn zum Beispiel eine Außenministerin eine feministische Außenpolitik fährt, fällt gar nicht mehr auf, wie monströs das ist gegenüber Männern, die ihr Leben lassen müssen, was aber ausgeblendet wird. Oder dass derzeit ein Kanzler an der Macht ist einer Partei, deren Grundsatzprogramm nach die männliche Gesellschaft überwunden werden muss, um die menschliche zu schaffen – und kein Nazi, der sowas über die „jüdisch geprägte Gesellschaft“ sagt, könnte sich damit rausreden, dass man doch nur eine bessere Gesellschaft für alle schaffen wolle. Nun, das Überwinden des Mannes mag klappen, aber die Gesellschaft wird dadurch nicht menschlicher – im Gegenteil, denn da hier vielen Menschen unmenschliches zugemutet wird, wird auch die Gesellschaft unmenschlicher, und nur mit einem flüchtigen Blick allein für Männer.

Wer überwunden wird, das sind zum Beispiel viele Väter, und die leiden bis in den Tod darunter; ihre Selbstmordrate übersteigt die der sonstigen Männer, die sich sowieso schon öfter als Frauen umbringen, bei weitem – kann man da wirklich sagen, wie lebten in einem „Patriarchat“? Ach so, dass wird ja an ganz anderen Dingen festgemacht, nämlich daran, dass die meisten Chefs Männer sind. Das beruht aber nicht auf Sexismus, sondern kommt daher, dass Frauen weniger außerhäuslich arbeiten, was den Pool an Frauen ausdünnt, die für den Vorstand geeignet sind, die einen 70-90 Stundenjob ausüben können und wollen, denn das ist ein Opfer, das Frauen weit weniger zu bringen bereit sind.

Zurück zu den Männern: Dass man sie mies behandelt, ist egal, denn sie sind ja stark und mächtig. Aber der Schein trügt. So berichtet ein Transmann zu seinen Erfahrungen, wie es ist, von der Welt nicht mehr wie eine Frau sondern wie ein Mann behandelt zu werden: „Was mir weiterhin auffällt, ist die deutliche Reduzierung der Freundlichkeit, die mir im öffentlichen Raum entgegengebracht wird. Es fühlt sich jetzt an, als wäre ich auf mich allein gestellt.“ Die Lesbe Norah Vincent, die ein Jahr lang als Mann unterwegs war, erlitt am Ende einen Nervenzusammenbruch, so sehr setzte es ihr zu, wie ein Vertreter des allüberall bevorzugten Geschlechts behandelt zu werden. Eine Empathin macht sich über einen Mann lustig, mit dem sie gerade Sex hatte und der nur noch schluchzte; er war jahrelang von jeder menschlichen Nähe abgeschnitten. Ein Coach berichtet, dass viele Männer die zu ihm kommen, nach kurzer Zeit dasitzen und einfach weinen, auch hier: abgeschnitten von menschlicher Wärme.

Der Punkt ist, „der“ Mann ist nicht Chef sondern nur ein ganz durchschnittlicher Malocher, und vieles aus seiner Welt ist unsichtbar, zum Beispiel die Vaterentsorgung, um zu den Punkt zurückzukommen. Wir durchlaufen gerade eine Entwicklung zum Matriarchat. Das heißt es gibt keinen Vater mehr, der seine Kinder liebt; keine Kinder, die ihren Vater lieben; kein Mann und keine Frau, die sich gegenseitig als Vater und Mutter gemeinsamer Kinder lieben. Der Vater genießt keine Rechte mehr, er soll aus der Ferne für die Kinder zahlen, noch besser: Auch diese Bindung zum Kind soll aufgehoben werden, es soll der kollektive Mann über Steuern das Lebensmodell von alleinerziehenden Müttern finanzieren. Das heißt, der Geschlechtervertrag wird aufgekündigt. Dieser besagte, dass der Mann als Vater für seine Familie sorgte, wofür ihm die Vaterschaft garantiert wurde (als Männerrechtler sehe ich dem Vater auch dann den Vater, wenn er nicht für die Familie „sorgt”, also das Geld ranschafft, aber das ginge hier jetzt zu weit). Wie die neue Familie aussieht, in der dieser Vertrag einseitig gekündigt wurde, bringt die Feministin Laurie Penny auf den Punkt:

„…füllt sich der Keller mit Wasser und Millionen von Frauen und Mädchen sind samt ihren Kindern da unten eingesperrt und starren nach oben, während ihnen das Wasser in die Schuhe läuft, um die Knie schwappt und langsam zum Hals steigt.“

Also: Der Vater, der Mann gehört nicht mehr zur Familie, er wurde verbannt. Es gibt nur noch „Frauen und Mädchen“ und „ihre Kinder”. Gleichzeitig wird dem Vater der Vorwurf gemacht, dass er nicht mehr sorgt für diese Restfamilie, aus der er vertrieben wurde, einer Restfamilie, der es nicht gut zu gehen scheint. Dieses Problem könnte sich ausweiten. Denn mehr und mehr Jungen und Männer haben keinen Bock mehr – und das ist fatal für die ganze Gesellschaft.

Der Vater will, dass es seinen Kindern gut geht, und da ist es ein guter Anfang, ihr Leben auf eine solide finanzielle Basis zu stellen. Indem er für seine Kinder sorgt, leistet er einen Mehrwert für die ganze Gesellschaft – Sorry, aber sein Wille und Werken ist es, das die Gesellschaft voranbringt. Deshalb bleiben Matriarchate zurück, weil dort die Männer, die keine Väter sein dürfen, nur das nötigste machen. Szenenwechsel: In Japan hielt diese Mentalität schon vor Jahren Einzug: 60% der jungen Männer unter 30 haben kein Interesse, zu heiraten, Kinder zu bekommen und zu arbeiten. Sie werden „Grasesser“ genannt, sie brauchen nur das nötigste, nämlich einen leistungsstarken PC, und dann erforschen sie fremde Sterne oder kämpfen gegen Drachen. Die Wirtschaftswissenschaftler dort macht das schier verrückt, und zwar ganz zu Recht: Das so reiche Japan könnte da steil abstürzen, wenn seine kostbarste Ressource so in den Streik geht. Und in Deutschland läuft es ähnlich, wo man es kaum mehr auf die Reihe kriegt, auch nur einen Flughafen zu bauen. Mehr als ein Viertel der Jungen verlässt die Schule als funktionelle Analphabeten. Das heißt, der Plan, in unserem reichen Land Mutterschaft über Steuern finanzieren zu lassen, könnte schiefgehen, denn es naht der wirtschaftliche und soziale Zusammenbruch. Und damit kommen wir zur nächsten bitteren Pille für Feministinnen, nämlich: Die Mädchen werden den Laden nicht rocken.

Feministinnen sind verhinderte Geschlechternationalistinnen. Sie wären so gerne so stolz auf die Frau, müssen aber überall erleben, dass der Mann sie in den Schatten stellt. Deshalb hat auch die feministische Hohepriesterin Simone de Beauvoir gesagt:

»Keine Frau sollte das Recht haben, zu Hause zu bleiben und die Kinder großzuziehen. Die Gesellschaft sollte völlig anders sein. Frauen sollten diese Wahl nicht haben, und zwar genau deshalb, weil, wenn es eine solche Möglichkeit gibt, zu viele Frauen sich dafür entscheiden würden.«

… und somit wenig zu Ruhm und Ehre der Frau beitragen, wonach es Feministinnen dürstet, nur: Ist die Würde der Frau erst dann hergestellt, wenn sie die Tat des Mannes vollbracht hat?

Schopenhauer sagte, dass der Stolz auf die eigene Nation der niedrigste wäre, da man sonst wohl nichts hätte, worauf man stolz sein könnte. Mit dem Geschlechterstolz verhält es sich ähnlich. Die Feministin liebt das Männliche aber hasst den Mann. Sie will alles, was beim Mann auftritt, beim Mädchen heranzüchten, und umgekehrt den Mann verweiblichen. Aber wenn ein Kind komplexe Konstrukte mit dem Fischermetallbaukasten errichtet oder sich für programmierbares Legospielzeug begeistert, dann ist dieses Kind mit einer Wahrscheinlichkeit von 85% ein Junge. Sorry. Die Mädchen füllen nicht die Lücke, die die kaputtgemachten Jungs hinterlassen. Da kann man auch das berühmte Geschlechterparadox erwähnen: Nämlich dass Männer und Frauen in sehr weit entwickelten Ländern, die als geschlechtergerecht gelten, eine stereotype Berufswahl treffen: Frauen werden Krankenschwestern, Männer Mechaniker, wo sie doch frei sind, alles zu werden! Diese Paradox ist aber nur eins, wenn man voraussetzt, dass – wie im Genderismus postuliert – Mann und Frau völlig gleich wären und erst durch die Kultur geprägt. Man weiß aber, dass bereits Säuglinge – zu einer Zeit also, in der noch keine kulturelle Prägung greifen konnte – unterschiedlich sind nach Geschlecht: Jungen fokussieren stärker technische Artefakte und Mädchen Gesichter.

In deinem eigenen Interesse ist es, den Mann schaffen und wirken zu lassen; den Geschlechtervertrag wiederherzustellen; dem Mann Vaterschaft zu garantieren; die systematische Benachteiligung der Jungen im Schulsystem zu bekämpfen. Denn die ganze Gesellschaft hängt am Mann. Dein Gewinn ist ein Leben in einer sicheren, wohlhabenden Gesellschaft (wobei es wahrscheinlich schon zu spät ist).

Weiter ist es besser für dich, wenn Du den Mann liebst und nicht hasst. Dass Du ihn nicht ständig kritisch und übelwollend betrachtest wie eine Fruchtfliege, ein schädliches Insekt, sondern liebevoll und wohlwollend wie einen Paradiesvogel. Hass ist Gift für die Seele, genauso wie es Gift ist, immer auf sie zu schielen und neidisch zu sein auf das, was sie haben; Neid führt dazu, dass man selber nicht glücklich sein kann. Männer sind in Ordnung, okay, ihr Humor ist vielleicht etwas grob, und sie reißen auch mal anzügliche Witze, aber man ist erwachsen. Wenn Du mit ihnen befreundet bist, findest Du in ihnen verlässliche Helfer und starke Schultern; und vielleicht hörst Du mal ihnen zu. Wenn Du die halbe Menschheit nicht als Feind betrachtest sondern als potentielle Freunde, wird es dir erheblich besser gehen. Schopenhauer sagte auch, dass man wohl tun könnte, was man wolle, dass man aber nicht wollen könnte, was man wolle. Doch. Du kannst die Entscheidung treffen, eine Freundin dieser wunderbaren Träumer zu werden.

Um Antwort wird gebeten: Ex-ZDF-Moderatorin Petra Gerster

Sehr geehrte Damen und Herren,

hier lassen Sie eine weiße Frau zu Wort kommen.

Bitte lassen Sie das. Was eine weiße Frau des Establishment zu welcher Debatte auch immer beizutragen hat, ist vollkommen wertlos. Es darf nicht sein, dass das belanglose Geblubber einer privilegierten weißen Quotenfrau von Zwangsgebühren finanziert wird. Da auch Sie von Zwangsgebühren getragen werden, tragen auch Sie eine gewisse Verantwortung.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort:

Sehr geehrter Herr…

vielen Dank für Ihre Anmerkungen zu unseren Nachrichten. Bitte sehen Sie es uns nach, dass die Bearbeitung unserer Hörerpost manchmal etwas länger dauert.

Die Debatte über geschlechtergerechte Sprache ist eine, die unsere Gesellschaft offenbar sehr bewegt. Insofern ist es durchaus Aufgabe des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, diese Debatte aufzugreifen. Das bezieht die Äußerungen einer „weißen Frau des Establishments“ durchaus mit ein, so sie denn eine gewisse Prominenz und Erfahrungen in dem Bereich hat. Wir sollten aber nicht vergessen, auch andere Meinungen aufzugreifen. Denn eines ist gewiss: Es gibt wenige Themen, die so hitzig debattiert werden wie dieses.

Insofern bedanke ich mich im Namen der Redaktion für Ihren Hinweis und verbleibe mit besten Grüßen

Nachtrag yx:

Zur Verdeutlichung: Ich greife die „Quotenfrau“ ad personam an, also genau so, wie sie die „alten weißen Männer“ als bestes Argument dafür her nimmt, warum Gendersprech angebracht wäre. Ich bin nicht wirklich der Meinung, die ich oben in der Mail geäußert habe.

„Männer im Haus“ – nach einer wahren Geschichte

Das ist jetzt schon das zweite Mal, dass mir eine Geschichte über Männer im Haus zu Ohren bzw. vor die Augen kommt. Zum einen gab’s da mal eine Frauenbibliothek. Dort ging was kaputt. Wenn was kaputt geht, dann muss es repariert werden. Reparieren ist was, was taffe Pauerfrauen mit dem linken kleinen Finger erledigen. Also guckten die Frauenbibliothekarinnen in den gelben Seiten nach so einer Pauerfrau, aber ach, oh weh: Am Ende hatten sie einen Mann im Haus. Das ist auch der Grund, warum Gendersprech eine Lüge ist.

Aber jetzt zu einer aktuellen Geschichte (Punkt 5): Auch hier war es so, dass man mit öffentlichen Geldern einen nigggerfreien Schutzraum etabliert hatte, wo man also keine Niggger, zuließ. Und auch dort mussten Installationen vorgenommen werden, wofür sich nur Männer finden ließen, die diesen Job ausführen konnten, also: Männer im Haus! Ja, bis das Paradies der männerfreien Welt verwirklicht ist, müssen Pauerfrauen noch viel lernen. Aber amüsant: Die ganze Männerfeindlichkeit mit ihren nigggerfreien Räumen fußt allein auf Duldung… nein: Förderung durch Männer.

Das ist auch, was Feminazis von echten Nazis unterscheidet: Letztere sind potent. Wenn hingegen Feministen Gaskammerfantasien anhängen… selbst das haben sie nur nachgemacht. Das feministische Wesen: Das ärmste und erbärmlichste überhaupt, selbst im Hass.

Female Gaze

Es ist immer vom „Male Gaze“, dem männlichen Blick auf die Frau in Film und Fernsehen die Rede. Üble Sache, manspreading, mansplaining und eben mangazing – was der Mann auch macht, er schafft es, es auf bösartige Weise zu tun.

Die hier (Punkt 3) hinterfragt ihren Sexismus und beschreibt das Denken der besseren Menschen zu massiv männerverachtenden Machwerken, in welchen Männer ausschließlich auf negative, verhetzende Weise präsentiert werden:

Mindestens ein Jahrhundert lang wurden Frauen auf der Leinwand falsch dargestellt, sagten sie. Männliche Regisseure haben Filme von männlichen Autoren gemacht, die Frauen so darstellen, wie Männer sie sehen wollen. Es ist an der Zeit, das Gleichgewicht wiederherzustellen.

Ach ja? Ist das so? Männer haben Frauen als parasitäre, gewalttätige, missbrauchende Ekelpakete und Giftbeutel dargestellt, wie es Frauen umgekehrt tun? In manchen Werken auch nur und ausschließlich so? Na, wenn das so ist: Asche auf mein Haupt. Wenn nicht, haben wir wohl was gut, ihr steht ja so auf Revanchismus.

 

Manifest der Gesellschaft zur Zerstückelung der Frau

Das Leben in dieser Gesellschaft ist ein einziger Stumpfsinn, kein Aspekt der Gesellschaft vermag den Mann zu interessieren, daher bleibt den aufgeklärten, verantwortungsbewußten und sensationsgierigen Männern nichts anderes übrig, als die Regierung zu stürzen, das Geldsystem abzuschaffen, die umfassende Automation einzuführen und den totalen Zugriff auf den weiblichen Körper sicherzustellen. Wir sind doch alle für Gleichberechtigung, das heißt, es fehlt ein ehrlicher Beitrag, der das weibliche Geschlecht als lebensunwerten Abschaum vorführt, der dem Manne untertan gemacht werden muss, etwas also, über das der Feminismus mit dem S.C.U.M.-Manifesto umgekehrt schon lange verfügt:

Der Mann ist völlig egozentisch, in sich selbst eingekerkert und unfähig, sich in andere hineinzuversetzen oder sich mit ihnen zu identifizieren, unfähig zu Liebe, Freundschaft, Zuneigung oder Zärtlichkeit. Er ist ein vollkommen isoliertes Einzelwesen, unfähig zu irgendwelchen Beziehungen mit anderen. Seine Reaktionen kommen aus den Eingeweiden, nicht aus dem Gehirn; seine Intelligenz ist lediglich Werkzeug seiner Triebe und Bedürfnisse; er ist unfähig zu geistiger Leidenschaft, geistigem Kontakt. Für ihn gibt es nichts außer seinen eigenen physischen Sensationen. Er ist ein halbtoter, reaktionsloser Klotz, unfähig, Freude und Glück zu geben oder zu empfangen; so ist er bestenfalls ein altes Ekel, ein harmloser Tropf; denn Charme hat nur, wer auf andere einzugehen vermag.

Der Mann ist irgendwo im Niemandsland zwischen Mensch und Affe stehengeblieben, wobei er schlechter dran ist als die Affen, denn im Gegensatz zu diesen verfügt er über ein großes Arsenal von negativen Gefühlen – Haß, Eifersucht, Verachtung, Ekel, Schuld, Scham, Zweifel – und was noch schlimmer ist: er ist sich dessen bewusst, was er ist und was nicht. Obwohl er ausschließlich physisch existiert, ist der Mann nicht einmal als Zuchtbulle geeignet. Unterstellen wir wenigstens mechanisches Können, über das nur wenige Männer verfügen, so ist der Mann doch vor allem unfähig, eine lustvolle, sinnliche Nummer zu schieben; statt dessen wird er von Schuld- und Schamgefühlen, Angst und Unsicherheit aufgefressen – Gefühlen, die tief in der Natur des Mannes verankert sind und die auch die aufgeklärteste Erziehung nur abschwächen kann. Zweitens ist die körperliche Empfindung, die er aufzubringen vermag, gleich Null, und drittens versetzt er sich nicht in seine Partnerin hinein, sondern ist von der Idee besessen, ob er es richtig schaffen wird, ob er einen erstklassigen Auftritt hinkriegt, ob er seinen Klempnerjob gut hinter sich bringt.

Den Mann ein Tier zu nennen, heißt ihm schmeicheln. Er ist eine Maschine, ein Gummipeter auf zwei Beinen. Man behauptet, die Männer würden die Frauen benutzen. Benutzen wofür? Gewiss nicht zum Vergnügen.

Gleichwohl ist der Mann wie besessen aufs Vögeln aus; er wird durch einen See voll Rotz schwimmen, meilenweit durch bis zur Nase reichende Kotze waten, wenn er nur glaubt, dass am anderen Ufer ein freundliches Vötzchen auf ihn wartet. Eine Frau, die er verachtet, wird er trotzdem vögeln, irgendeine zahnlose alte Hexe, und darüber hinaus für diesen Glücksfall noch bezahlen. Warum? Um die physische Spannung loszuwerden? – Das ist keine Antwort, denn dafür genügt die Onanie. Auch zur Stärkung des eigenen Ich dient es nicht – das würde nicht erklären, warum er Leichen und Säuglinge fickt.

Letztendlich sind Männer nur ein Fall für die Gaskammer.

Ein Mann muss sterben, weil er ein Mann ist.

So ziemlich jede Feministin dürfte Valerie Solanas „Manifest der Gesellschaft zur Zerstückelung der Männer“ gelesen haben – und zwar mit Vergnügen. Darauf angesprochen reden sie sich damit raus, dass das doch nur „Satire“ wäre. Nur, dass das der Text nicht hergibt – es sei denn es würde sich um eine Satire auf den Männerhass im Feminismus und in der gesamten Gesellschaft handeln, in welchen er in unterschiedlicher Dichte akkumuliert. Sei es, dass man ganz selbstverständlich von toxischer Männlichkeit spricht; sei es, dass es keine Sau kümmert, wenn sich Jungen umbringen; sei es, dass die Zahl der Väter, die von ihren Kindern getrennt werden, in die Millionen geht; sei es, dass Männer unter der Brücke liegen. Es ist nicht mal notwendig, dass man Männer hasst, es reicht, wenn man sie kühl verachtet. Eine Justizministerin, die Väter zu Elternteile zweiter Klasse degradiert, muss diese Väter nicht hassen; und wenn sie damit konfrontiert wird, dass ihre Entscheidungen zu Leid führen, hat sie dafür – im Wortsinne – nur ein Gähnen übrig, denn es sind nur Väter, also Männer, die dort leiden. Der Blogger Schoppe berichtete, wie seine Mutter als echte Sozialdemokratin an Treffen der sozialdemokratischen Frauen teilnahm und abgestoßen war über den primitiven Männerhass, der dort gelebt wurde: Männer wären halt Schweine, so die übereinstimmende Auffassung dort. Diese Sozialdemokratinnen werden das Scum-Manifesto gelesen haben – mit Vergnügen. Das Werk genießt einen Kultstatus im Feminismus, es wird auch mal als Theaterstück aufgeführt und in den seriösen Medien bezieht man sich gänzlich unkritisch darauf:

In diesem Ausschnitt sagt Frau Rösinger: „Natürlich ist es übertrieben, alle Männer umbringen zu wollen. Das geht ja aus rein humanitären Gründen nicht. Aber …“ An dieser Stelle bin ich leicht zusammengezuckt: Männer nicht umzubringen ist für Frau Rösinger also ein Akt der Barmherzigkeit; nicht der Wert eines Menschen an sich verbietet, alle Männer zu töten, sondern sondern weibliche Großherzigkeit.

Das darauf folgende ‚Aber‘ wird erst ab der 3. Minute genauer erklärt: Auf die Bemerkung aus dem Off: „Mann sein heißt kaputt sein … Kann das sein, dass da was dran ist?“ antwortet sie nach kurzer Überlegung: „Ja, ich denke schon. Es gibt auch viele andere schöne Zitate: dass Männer eben nicht zur Empathie fähig sind, gefühlloser Glotzmist, wandelnder Misthaufen, im Niemandsland zwischen Affe und Mensch stehen geblieben …

„S.C.U.M. ist lesenswert, mutig und zynisch, brüllendkomisch, unterhaltsam und radikal”. Hier ist sie amüsiert über Vernichtungshass gegen Männer, dort handelt und entscheidet sie gegen Männer; sie pflegt kein Mitgefühl mit Jungen, Vätern, Männern, die in Not sind – es ist ihr egal, vielleicht empfindet sie noch Schadenfreude oder Genugtuung darüber. Wer SCUM mit Erheiterung liest, hat auch ansonsten nicht das geringste Problem mit der strukturellen Benachteiligung des männlichen Geschlechts  – und da niemand ernsthaft vorhat Männer zu vergasen, ist ja alles in Ordnung, oder?

Sollte man vielleicht gegenfeuern? Ein Manifest zur Zerstückelung der Frau? Es nervt mich seit langem, dass ich als Mann immer wieder in Kollektivhaft genommen werde. Jede siebte Frau vergewaltigt. Jeden Tag versucht ein Mann eine Frau umzubringen und jeden dritten Tag schafft er es, und ich soll mich deshalb schuldig fühlen in einer Gesellschaft, die Morden an und Vergewaltigungen von Männern komplett gleichgültig gegenübersteht. Vielleicht wäre ein Manifest hier genau das richtige Mittel, so dass man nur „Egal“ gähnt, wenn eine Berufssexistin mal wieder zu Empörung auffordert, weil einer Frau was widerfahren ist. Denn wenn der einzige Zweck einer Frau ist, einen Mann auf welche Weise auch immer zufriedenzustellen, sei es als Fickobjekt, sei es zum Zerstückeln, kann man ganz entspannt mit solchen Anklagen umgehen, so entspannt, wie eine Politikerin des Frauenministeriums die Selbstmordstatistiken betrachtet, und so kann man fragen, warum zwei von drei Männer so unfähig sind, dass sie es nicht schaffen, sie um die Ecke zu bringen; und wenn einer eine Frau vergewaltigt… nun, das ist sein gutes Recht und sie hat es nicht anders verdient, da sie lebensunwerter Abschaum ist, und ihre ganze Existenzberechtigung allein aus dem Befriedigen von Männern hervorgeht. Zum Beispiel solche Männer, die auf Pfunde bei Frauen stehen. Für sie werden Frauen in ausreichender Zahl gemästet. Ein Mann, der pädophil ist und auf Mädchen steht, erhält Zugang zu Mädchen, denn jeder Mann hat das Recht auf freie Entfaltung seiner Sexualität. Ein Mann, der pädophil ist und auf Jungen steht, wird therapiert und von Jungen ferngehalten, denn kein Junge darf in seiner gesunden Entwicklung beeinträchtigt werden. Es gibt Männer mit dem Bedürfnis, ihre Opfer in Panik oder vor Angst erstarrt zu sehen. Für sie werden genügend Frauen nicht lobotomisiert, damit er voll auf seine Kosten kommt, wenn er sie zerstückelt; lobotomisierte Frauen, die sonst als Gebärmaschinen eingesetzt werden und so weiter…

Würde ein Feministin, die sonst das ursprüngliche Manifest als Exzess des Hasses feiert, hier sagen, ja, sowas brauche es als gleichberechtigten Ausgleich? Oder findet sie das geschmacklos, pervers, kriminell, weil Hass nur in eine Richtung erlaubt sein darf, bzw. dass allein Frauen Grund und damit Berechtigung zum Hass hätten? (Ich werde nachfragen…)

Aber natürlich geht das nicht. In Gleichberechtigung beginnt zu zweit wurde brillant analysiert, dass sich eine Männerbewegung so einen Hass, wie er umgekehrt im Feminismus gepflegt wird, nicht leisten kann. Man legt unterschiedliche Maßstäbe an Männern und Frauen an; man ist bereit Männern mehr zuzumuten und darauf baut nicht nur die gesamte Gesellschaftsordnung sondern auch der gesamte Feminismus auf, was er aber in einem völlig verdrehten Realitätsverlust nicht erkennen kann. Er kann männerfeindlich sein, weil die gesamtgesellschaftlichen Psychodynamiken bereits männerfeindlich sind – Feminismus existiert mit, nicht gegen die herrschenden Verhältnisse: Frauen und Kinder zuerst!

So ein Frauenhass wäre auch falsch. Man denke an die vergewaltigte Frau, die traumatisiert ist und die dann mit sowas konfrontiert wird. Ob eine SPD-Frau auch mal an einen Vater denkt, der seine Kinder nicht mehr sehen kann? Ein Unrecht wird durch ein anderes Unrecht nicht besser. Nur weil Feministen so scheiße sind, sollte man selber nicht genauso beschissen sein. Und es sorgt für verhärtete Fronten, was aus mir einen Diener des Bösen macht. Denn keine Feministin wird sich sagen: „Ach so fühlt sich das an, wenn man auf diese Weise Zielscheibe des Hasses wird. Ich muss meine Haltung überdenken!“ (obwohl genau das die Botschaft wäre: „Guck hier, Hass funktioniert auch andersherum.“)

Aber ich habe eine Wut im Bauch. Ich will so ein Manifest schreiben. Mein Verstand allerdings sagt Nein. Heißt es nicht immer, die Männer sollten mehr wie Frauen werden, mehr auf ihre Gefühle hören, mehr Emotionen zulassen? Nun denn, hier also Das Manifest der Gesellschaft zur ZersHey Leute, es ist ja Weihnachten

Ich verbeuge mich vor der Intelligenz des Missy-Leser

Meine Leser sind bekanntlich die Größten, Schönsten, Schlauesten.

Da ich dachte, ich wäre genauso schlau, begab ich mal in feindliches Hoheitsgebiet, zum Missy-Magazin, eine Zeitschrift für „Pop, Politik und Feminismus”.

Ein alter Traum von Feministen ist, dass Frauen in Zukunft wie Gott ohne lästige Männer Leben schaffen können, genauso wie Alleinerziehen ein Traum von Frauen ist, die sich eine Puppe anschaffen, über die sie beliebig Macht ausüben können, ohne sich mit einem Partner auf Augenhöhe abgeben zu müssen; ein Kind, für das die Mutter die einzige Bezugsperson ist – Du sollst keinen Gott neben mir haben!

Diesen Traum bedient auch die Autorin Angela Chadwick, welche bei Missy unter der Überschrift „Goodbye Sperma“ gewürdigt wird – Fortpflanzung ohne Männer, die Utopie. Naja, ich bin ja ein ganz schlauer und bildete die rassistische Analogie dazu, indem ich fragte, ob Missy auch mein Buch wohlwollend besprechen würde, in dem ich von einer glücklichen Welt schreiben würde, in der Weiße ganz ohne Schwarze auskommen – und das wurde sogar freigeschaltet! Versteht sich von selbst, Feminismus ist eben eine Trutzburg von Demokratie und Meinungsfreiheit.

Ich hatte aber nicht mit der geballten, eloquenten Argumentationskraft der Missyleser gerechnet.

Die erste erkannte glasklar, dass meine Frage „rassistisch“ wäre und setzte mich damit ins Matt. Als ob das nicht genug wäre, merkte eine andere an, dass sie ja nicht judenfeindlich wäre, nur weil sie „Mein Kampf“ lese – womit sie negierte, dass es sich hierbei um ein Lektüre handelt, die sich unter Antisemiten – Nazis, Muslime – besonders großer Beliebtheit erfreut.

Dann aber kam der Schlag, den ich nicht verwinden konnte, der mir so zusetzte, dass ich mit eingezogen Schwanz davonschlich, und erst jetzt darüber schreiben kann, nach langem Wundenlecken:

ey du schwul

Macht euch nix vor Leute, wir können einpacken. Dagegen kommt man einfach nicht an.

Uns kann nur noch die Zensur retten. Jedenfalls legte mein Anwalt unter Berufung auf das NetzDG Beschwerde ein, denn selbstverständlich verstößt es gegen geltendes Recht, dass in unserem Patriarchat ein weißer Mann so behandelt wird. Mit Erfolg: Bei Missy gibt es keine Kommentarfunktion mehr.

Kollektivhaft und eine gesunde Haltung gegen Empörung

Bei dem Drecksblatt Zeit arbeitet man mit Kollektivhaft; war ja historisch schon immer der Renner, diesmal mit Männern, die sich für Verbrechen an Frauen schuldig fühlen sollen – unter Ausblendung der Tatsache, dass Männer mehr von Gewalt betroffen sind.

Dass Kollektivhaft von Männern – Frauen werden getötet und kein Mann ist daran unbeteiligt – ein Grund zur Empörung unter Männern ist, wird ihnen angekreidet. Da kenne ich einen Ausweg, nämlich eine gesunde Scheiß-egal-Haltung: Frauen werden getötet. So what.

Damit ist die nächste Stufe der Entfremdung gezündet, ich bin ein Diener des Bösen. Die Geschlechter sollen sich einfach nicht liebhaben, das prophezeite schon George Orwell. Denn dass sich Männer empören, liegt ja daran, dass ihnen die Ermordung von Frauen eben nicht egal ist, weil sie Frauen lieben, und zwar viel mehr als umgekehrt. Aber ein selbstbewusstes Leck-mich ist allemal besser, als sich der stalinistischen Anklage zu unterwerfen und seine Schuld einzuräumen. Der Zeit-Journalist redet übrigens auch von Macht. Die Machtverhältnisse sind aber so: Sollte es ihnen egal sein, dass Frauen getötet werden, etwa so, wie es egal ist, dass Männer Leid erfahren (Wo wird über ermordete Männer gesprochen? Eben.), sprechen Sie das besser nicht offen aus; sowas darf man nur mit Männern. Dass es so ist, wissen Sie ganz genau, oder? Sind Sie mutig genug, in ihrem Bekannten- oder Freundeskreis, auf der Arbeit frei heraus zu verkünden, dass ihnen das Schicksal von Frauen scheißegal ist, oder fürchten Sie die Konsequenzen? Das sind die Machtstrukturen, an die der Typ da oben ironischerweise anknüpft. Was er sich leistet, ist genauso mutig wie in Zeiten des Kolonialismus Schwarze zu Untermenschen zu erklären.

Ausführlich hat sich Apokolokynthose dem Dreck gewidmet.

Christoph Kucklick: Das verteufelte Geschlecht

Vorbemerkung: Ich stelle diesen sehr wichtigen und wertvollen Beitrag hier ein, da er hinter einer Anmeldeschranke steht. Ich nehme ihn aber nach einiger Zeit wieder offline.

Wie wir gelernt haben, alles Männliche zu verachten. Und warum das auch den Frauen schadet. Ein Essay Von Christoph Kucklick

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