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„Patriarchat überwinden“ – Was bedeutet das?

Screenshot_2019-02-05 FSI auf Twitter Skandal um Anhörung im Rechtsausschuss des Bundestages am 13 02 209 Zur Anhörung Wech[...]

In der Väterherrschaft haben Väter nix zu melden. Das ist aber nur zum Besten aller.

Eine besondere Mutprobe ist es, vor einer Versammlung von Kampflesben einen Vortrag über die Vorzüge des „Patriarchats“ zu halten… Dieser Witz bedarf keiner weiteren Erklärung: Denn wie man alltäglich auf allen Kanälen um die Ohren gehauen bekommt, ist unsere Gesellschaft ein „Patriarchat“, d.h. eine Gesellschaftsform, welche für alle menschengemachten Übel auf der Welt verantwortlich ist. „Patriarchat“ heißt „Herrschaft der Väter“. Diese Benennung wäre zum Lachen, wenn es nicht soviel Leid verursachen würde, dass seltsamerweise die Mutter die Möglichkeit hat, den anderen, störenden Elternteil zu entsorgen und somit gegen den Willen dieses Vaters darüber bestimmen kann, wie sie mit ihren Kindern lebt – eine Definition von Macht. Da wir also in einer Mütterherrschaft leben und Mütter die Macht auch außerfamiliär und institutionell innehaben, stellt sich die Frage, was das Gerede vom „Patriarchat“ soll. Es bedeutet, das Problem liegt bereits darin, dass Vaterschaft überhaupt existiert, dass es Männer gibt, die sich als Väter begreifen, und Kinder, die in solchen Männern ihre Väter erkennen. Das ist ein  – wenn nicht der – Kern feministischer Politik: Die Abschaffung des „Patriarchats“ bedeutet die Abschaffung von Vaterschaft. Die Kinder sollen gar nicht erst eine liebevolle und tragfähige Beziehung zu ihren Vätern entwickeln, denn Feministen wissen wohl: Alleinerziehen ist Befreiung.

Allerdings steht dabei schon allein das Wissen um Vaterschaft dieser Befreiung im Weg. Man weiß von Kindern, die aus anonymen Samenspenden entstanden sind und sich aus eigenem Antrieb heraus auf die Suche nach ihren Vätern machen. Kinder also, die ihren Vater nie kennengelernt hatten aber dennoch den Wunsch verspüren, ihn kennenzulernen. Ein Fallbeispiel wäre diese alleinerzogene Tochter, die eine recht „problematische“ Beziehung zu einer Mutter führt, die ihre Abneigung gegen den „biologischen Erzeuger“ nicht gerade subtil auslebt:

Ein Jahr später, ich durfte mit ein Paar wenigen Freunden in meinem Zimmer meinen 15. Geburtstag feiern. Als wir gerade anfingen rum zu kichern und spaßig und ausgelassen zu werden, ging meine Zimmer Tür auf und meine Mutter kam herein. Meine Mutter, hatte immer große Freude daran, für mich gute Situationen zu benutzen um Bomben platzen zu lassen, die darauf abzielten mich bloß zustellen oder in irgendeiner Weise seelisch zu verletzen.

Sie kam also herein und wir wurden natürlich sofort still, blickten sie an. Sie ließ ihren Blick einmal durch unsere Runde schweifen, schaute mich dann an und sagte: “ Ich hab noch ein Geburtstagsgeschenk für Dich!“ Ich horchte auf. Den Ton den sie Anschlug, war für meine Freunde erst Mal ein sehr freundlicher. Ich allerdings wurde sofort nervös.

Sie fuhr lächelnd fort: “ Dein Vater ist gestorben, Happy Birthday!“ Sie überreichte mir dabei, das Anschreiben vom Jugendamt, indem ihr Mitgeteilt wurde das mein Vater verstorben sei. In Anlage als Kopie hinzugefügt, seine Sterbeurkunde.

Sie drehte sich ohne ein weiteres Wort um, schloss die Tür wortlos hinter sich.

Es ist ein halbes Jahr Vakuum danach in meinem Kopf. Ich kann nur Wirren zu dieser Zeit rekonstruieren. Klar erinnern kann ich mich dann wieder ab dem Moment als ich panisch vor Angst um mein Leben fürchtend, die Wohnung meiner Mutter verließ. (zur Gänze lesenswert)

Um solche Unfälle zu vermeiden, wäre es natürlich sehr praktisch, wenn man sich der Existenz von Vaterschaft gar nicht bewusst wäre, wenn Vaterschaft einfach keine Sache wäre, wie dieses Goldstück erkannte:

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Das ist Nonsense: Die Matriarchatsforschung ist noch unseriöser als Gender-Studies. Aber Ok: Die Ursache des Übels  – die „Herrschaft“ – ist also die Bindung. Was bedeutet dies? Es bedeutet Liebe. Die Liebe eines Vaters zu seinen Kindern und ganz besonders die Liebe von Kindern zu ihren Vätern; gäbe es nur Ersteres, wäre die Entsorgung von Vätern bei weitem nicht so problematisch. Eine Mutter, die die Liebe ihrer Kinder zu dem Vater akzeptiert, muss darauf natürlich Rücksicht nehmen.

Die Mutter, die um die Vater-Kind-Liebe weiß, kann sich nicht einfach in einem gewalttätigen Akt über diese Liebe hinwegsetzen, wie es soviele „Alleinerziehende“ tun, die dann auch im Vergleich zu Vätern Totalversagerinnen sind, was ihre Kompetenz angeht, glückliche Kinder großzuziehen. Nur: Also was?! Der Vater muss genauso Rücksicht auf die Mutter nehmen. Es ist eine gegenseitige Abhängigkeit. Das erinnert an das Lamento, dass eine gleichberechtigte Sorge nach der Trennung für die Mutter bedeute, dass der Vater Macht über sie ausübe, weil sie ihm in allen wichtigen Fragen „hinterherrennen“ müsste. Auch hier: Das gilt für den Mann gleichermaßen, nur dass man einem Vater, der die Mutter-Kind-Liebe als als ein Problem ausmacht, zu Recht bescheinigen würde, zutiefst krank zu sein.

Das ist auch kein Ausreißer einer gestörten Soziopathin. Feministischerseits ist das Narrativ von Vaterschaft als Problem weit verbreitet. Laut dem Spitzenstar des zeitgenössischen Feminismus‘, Laurie Penny, seien Väter in der Familie lediglich auf Machtausübung aus, während sie über solche Familien so schreibt, als wäre das Projekt der Entväterung bereits abgeschlossen. Väter kommen in ihren Familien gar nicht mehr vor, allerdings gibt es dabei noch Probleme:

Millionen von Frauen und Mädchen sind samt ihren Kindern da unten eingesperrt und starren nach oben, während ihnen das Wasser in die Schuhe läuft, um die Knie schwappt und langsam zum Hals steigt.

Das ist mit Bravour matriarchal gedacht: Zwar ist der Mann als Vater nicht mehr Bestandteil der Familie, dennoch hat er für sie sorgen – und da er das angeblich nicht tut, ist er verantwortlich für das Elend der „Frauen und Mädchen und ihren Kindern“. Das heißt, Feministen wollen die Vorteile des „Patriarchats“ erhalten – die Arbeit des Vaters für die Familie, seine Sorge, sein lebenslanges Malochen – aber zugleich den „Nachteil“ abschaffen, sich mit einem Partner auf Augenhöhe herumschlagen zu müssen (eine Sichtweise übrigens, die unterstellt, dass sich Mann und Frau nicht in Liebe zugetan sind, sondern sich als Feinde gegenüberständen – eine typisch toxisch-feministische Betrachtung, die die ganze Gesellschaft vergiftet). Eine Vertreterin dieser Politik wäre Antje Schrupp, die Väterrechte gänzlich abschaffen und Kindererziehung über Steuern finanzieren will. Viele Trennungsväter können ein Lied davon singen: Sie dürfen ihren Kindern zwar kein Vater sein, aber für sie zu zahlen haben sie trotzdem. Kindesentfremdung ist nicht strafbar, wohl aber Unterhaltsprellerei. Das ist es, was hinter dem Kampf gegen das „Patriarchat“ steckt: Mit der Überwindung der „patriarchalen Herrschaft“ soll Vaterschaft, soll der Vater an sich abgeschafft werden.

Die Herausforderung, seinen Sohn zu lieben, obwohl er männlich ist

Der US-amerikanische Biologe Lionel Tiger berichtet in seinem neusten Buch »The Decline of Males« (»Auslaufmodell Mann«) von einem Bekannten, der seine Partnerin gerne zu Veranstaltungen im Fachbereich Frauenstudien begleitet habe (500, 259). Einmal unterhielten sich die dort versammelten Studentinnen voller Wärme und Vorfreude über ihre zukünftigen Kinder. Sie sprachen von den Büchern, die sie ihren Töchtern vorlesen würden, von den Rollenvorbildern, die sie heranwachsenden Mädchen sein könnten, die antisexistische Erziehung, die sie ihren Töchtern zukommen lassen würden. Der junge Mann hörte sich das alles interessiert an, um dann aber die schwärmerische Stimmung mit einer einzigen Frage zu zerstören. »Und was ist, wenn ihr Söhne bekommt?«

Eine der widerlichsten Eigenschaften des Feminismus‘ ist, dass seine Männerfeindlichkeit noch nicht mal vor Kindern halt macht. Jetzt hat eine Feministin auf „Pink stinks“ einen übelriechenden Beitrag veröffentlicht, in welchem sie berichtet, darüber in Tränen ausgebrochen zu sein, da ihr Ungeborenes ein Junge wird; zwar schwört sie, ihren Sohn zu lieben, aber

Man weiß es: Was vor einem „aber“ steht, ist gelogen, wie jedem klar ist, der zwar kein Rassist ist, aber dessen Haltung etwa zur Migrationspolitik nicht mit der politisch korrekten übereinstimmt. Und wo wir gerade bei Rassismus sind, geht’s damit gleich weiter: Würde ein Mensch verkünden, dass er sein Adoptivkind lieben würde, obwohl es ein schwarzes ist, er könnte wohl nicht mit soviel Zuspruch rechnen, wie ihn diese sexistische Sohnmutter erhalten hat. Faszinierend: Offenbar hat sie und ihr Publikum keinerlei Gespür dafür, wie menschenverachtend das ist, was sie vom Stapel lässt. Vermutlich liegt es daran, dass sie sich in einem offenkundig menschenverachtenden, feministischen und asozialen Familien- und Freundeskreis bewegt, die genau wie die Autorin selbst Probleme mit der Hautfarbe dem Geschlecht ihres Kindes haben. Gruppenbezogene Menschfeindlichkeit, wie sie einem beim Reden über schwarze Kinder sofort anspringen würde, wird bei männlichen Kindern schlicht nicht wahrgenommen – ein schöner Beweis für die These Doris Lessings, dass Männerfeindlichkeit inzwischen so weit verbreitet und Alltag ist, dass sie einem gar nicht mehr auffällt.

Neben den Schilderungen, wie sie geschockt darüber weinte, dass ihr Ungeborenes ein Junge ist, findet man auch das übliche Blabla über Jungen als Gewinner der „Geschlechterlotterie“. Weil ein Promille der Männer im Vorstand sitzt, gehört ihr Junge also zu den „Gewinnern“ – mit einem höheren Risiko, Suizid zu begehen, obdachlos zu werden oder die Kinder zu verlieren – bei letzterem könnte sich die Autorin dann auch von ihren Enkeln verabschieden, aber vielleicht fällt ihr das ja einfacher, wenn es nur Jungs sein sollten. Nein: Die ganzen Sohnmütter vor ihr, die schon immer die Erziehungshoheit inne hatten, haben ihre Jungen nicht zu Frauenfeinden erzogen, sondern zu Frauendienern, weshalb Männer bereitwillig das schwere Los akzeptieren, mit der eigenen Maloche Frauen das Leben zu erleichtern wenn nicht gänzlich zu unterhalten.

Zum Schluss: Sie will ihrem Jungen etwas schenken, was man Männern viel zu wenig schenkt: Liebe. Dass sich diese Feministin vielleicht von ihren Ressentiments lösen kann und nicht nur den Empathy-Gap sondern auch andere Nachteile von Jungen und Männern reflektieren könnte, das lässt mich hoffen und stimmt mich versöhnlich. Zum Schluss ein Zitat der pöhsen „Maskulinisten“:

Man wünscht jeder Feministin einen Sohn, aber keinem Jungen eine Feministin als Mutter.

Warum Männer Müll sind und der fehlende Glaube an die potente Frau

Eingangs eine steile These: Männerrechtler achten Frauen mehr als männliche Feministen. Ich komme darauf am Schluss nochmal zurück, vorerst will ich auf die #menAreTrash-Kampagne eingehen:

Aufgrund der jüdischen männlichen Strukturen ist also Antisemitismus Misandrie gut, richtig und berechtigt. Mit diesem Vergleich sind wir dann auch ganz nah dran, was den Unterschied zwischen Antisemiten und Männerfeinden angeht: Erstere werden ernst genommen. Wenn sich ein Nazi hinstellt, und erklären würde, aufgrund der jüdischen Strukturen seien Juden Müll und Antisemitismus goldrichtig, man würde ihn ernst nehmen. Das bedeutet, dass man ihm wegen Volksverhetzung den Prozess machen würde. Denn man würde davon ausgehen, dass derartige Hassrede brutale Konsequenzen zeitigen könnte; bei männerhassenden Frauen sieht man das offenbar anders.

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… keine Konsequenzen

Als weiteres Beispiel ließe sich Femen anführen: Diese kündigten schon mal an, dass das Blut der Männer fließen würde und posierten mit abgeschnittenen Genitalien von Männern. Auch hier: Niemals könnte ein Männerrechtler sowas umgekehrt in einer Zeitung vertreten und dabei noch Wohlwollen erwarten. Man würde ihn ernstnehmen, er hätte juristische Konsequenzen zu befürchten, er wäre geächtet.

Wer hingegen nicht geächtet ist, ist die gewaltverherrlichende Hasspredigerin Alice Schwarzer: Ihre Jubelrufe über abgeschnittene Penisse – mit das schlimmste, was man einem Mann antun kann – blieben ohne Konsequenzen in der von ihr phantasierten Männerherrschaft, dem „Patriarchat“, in welchem „Männer auf Provokation mit Gewalt reagieren…“

Hassrede also, wie man sie umgekehrt Männern niemals durchgehen lassen würde, wird schlicht nicht ernst genommen oder als berechtigt eingeordnet. Dass dem so ist, liegt mit an der herrschenden, feministischen Vorstellung von der unterdrückten Frau. Die Frau wird nicht als machtvoll wahrgenommen sondern stets als schwach, als unterdrückt, als Opfer eben – Kampagnen wie #aufschrei oder #metoo tun ihr übriges, dieses Bild zu zementieren.

Dass das für den Mann fatal sein kann, wenn es zu einer Machtprobe mit einer Frau kommt, wird ihm erst bewusst, wenn er eben in einen solchen Konflikt mit einer Frau gerät. Dann, wenn er etwa von seiner Frau misshandelt wird, und er der einzige Schutz für seine Kinder ist, erlebt er, dass niemand, von der Polizei über den Gutachter bis zum Familienrichter, ihm Glauben schenkt, dass sie und nicht er der Gewalttäter in der Beziehung ist.

Oder der Vergewaltigungsmythos, dass Frauen bei „sowas“ nicht lügen, was eine männliche Existenz leicht und vorsätzlich vernichten kann, selbst wenn er nicht vor Gericht schuldig gesprochen wird.

Oder er erlebt, wie ihm die Kindsmutter die Kinder entzieht und sie umprogrammiert, zum Hass gegen ihn erzieht, denn Feministen, die den ganzen Diskurs beherrschen, wissen: Sowas wie PAS ist nichts weiter als ein Märchen von entmachteten Trennungsvätern, die nur Macht über die Mutter ausüben wollen.

Viele Männer lernen es also nur auf die harte Tour.

Die Frau wird also niemals als mächtig, stark und potent dargestellt (es sei denn in dieser Karrikatur der „Powerfrau“, die aber niemand wirklich ernst nimmt), sondern stets als Opfer der patriarchalen Strukturen. Daran haben Feministen einen großen Anteil, indem sie Frauen immer als diesen Umständen ausgeliefert zeichnen – siehe #metoo. Feministen schreiben damit Geschlechterverhältnisse fest, die zu überwinden zu wollen sie angeben. Das wirkt zum Vorteil der Frau. Denn: Sicher, das Bild der Frau als „schwach“ ist nicht gerade schmeichelhaft, aber es ist besser, in einem möglichen Konflikt unter- als überschätzt zu werden – mit dem Opferstatus erwirbt man Anspruch auf Entschädigung, Kompensation und Glaubwürdigkeit. Die durchschnittliche Frau stört es nicht weiter, dass sich niemand vorstellen kann, dass sie es ist, die in einer Beziehung die Täterin ist, denn sie weiß wohl um den Vorteil: Ruf doch die Polizei, die glauben dir eh nicht!Schon Esther Vilar merkte an:

Die langlebigere, entweder gar nicht oder nur zeitweise erwerbstätige und insgesamt trotzdem vermögendere Mehrheit wird einem als Opfer der kurzlebigeren, immer erwerbstätigen und insgesamt trotzdem ärmeren Minderheit präsentiert. Es gibt jedoch wenig Frauen, die über diese Auslegung laut lachen. Die meisten lächeln aus naheliegenden Gründen still in sich hinein.

Ein Kumpel von mir sagte mal, dass ihm der Charakter einer Partnerin egal wäre, wenn sie nur gut aussehen würde. Hier spricht die ganze Verachtung für das vermeintlich schwache aber auch schöne Geschlecht: Der Mann ist damit überfordert, sich die Frau als stark und potent vorzustellen, also auch als eine, die einem erheblich zusetzen, verletzen, vernichten kann. Männerrechtler hingegen kennen diesen Aspekt der Weiblichkeit: Sie sehen Frauen nicht als in jeder Hinsicht schwache Wesen, die ihre Interessen nicht vertreten können und auf Gedeih und Verderb irgendwelchen Kräften ausgeliefert sind. Männerrechtler respektieren Frauen damit mehr und haben ein besseres Bild von ihnen als Feministen.

Gestörte Störenfriedas wollen dich entstören

Liebe Leserin, Du musst jetzt tapfer sein: Es gibt eine ungeheuerliche Kraft in deinem Leben, die dich dazu verurteilt, maßlos zu leiden. Gemeint ist das Patriarchat. Das hat dich zutiefst traumatisiert durch sein jahrtausendealtes Erbe. Es hat nicht nur dich geschädigt, sondern auch deine Schwester, deine Tante, deine Nachbarin, die Cousine vierten Grades deiner Kassierin, und deine Mutter, von der Du das Trauma geerbt hast. Wegen dieses Traumas hast Du und Männer, die sich gerne von Dominas erniedrigen lassen zum Beispiel Vergewaltigungsphantasien, denn Du idealisierst die Gewalt, die dir Männer alltäglich antun. Und wenn Du dir keines Traumas bewusst bist, dann ist es noch schlimmer, dann befindest Du dich in der Leugnungsphase. Du siehst also, es ist tief in deiner Persönlichkeit verwurzelt und alles ganz doll schrecklich.

Aber es gibt Hoffnung:

Uns aufzulehnen gegen die männliche Anspruchshaltung und ihre Rechtfertigung durch Religion und Wissenschaft, ist ein erster, wichtiger Schritt hin zur Freiheit, zur äußeren Freiheit. Die innere Freiheit werden wir nur erreichen, wenn wir Heilung suchen und für diese Heilung haben wir nur uns selbst. Nur wenn wir Frauen aufeinander zugehen, uns zuhören, sichtbar machen, was uns und Generationen von Frauen vor uns geschehen ist und den Schleier des Nicht-Wissens beiseite schieben, können wir Heilung finden und dem patriarchalen Trauma entkommen.

Ist das nicht phantastisch? Du kannst zu den „Gestörten Störenfriedas“, wenn Scientology nichts für dich ist.

Aber der Reihe nach. Bevor wir zu diesem fulminanten Finale kommen geht’s los mit einem Haufen frauenhassender Loser: Den sogenannten „Incels“. Das sind Männer, die sich einbilden, einen Anspruch auf Frauen zu haben, dabei aber auflaufen und aus Frustration darüber Frauen töten. Ok, sie töten auch Männer aber das passt nicht so ganz in die Hasspropaganda, deswegen lassen wir das mal unter den Tisch fallen.

Diese Incels sind also der Abschaum der Gesellschaft, es sei den, man kommt auf die außergewöhnliche Idee, nicht nur über, sondern mal mit ihnen zu reden:

If you want to know why young men are broken, ask them.

Dann erzählen sie schon mal was, zum Beispiel das:

Um die dritte oder vierte Klasse herum begannen sich die Dinge zu ändern. Es war das erste Mal, dass sich die Mädchen über ihn lustig machten und sagten, er sei gruselig und ekelhaft und seltsam.

„Ich habe es nicht verstanden“, sagt er. „Mir wurde gesagt, ich solle mich entweder wie ein Mann verhalten, oder die Mädchen könnten nichts falsch machen. Und doch wurde mir ständig gesagt, dass Männer die Grausamen, Bösen sind. Nichts davon ergab für mich einen Sinn. Ich war nur extrem schüchtern. Ich sprach nicht mit ihnen, aber die Sticheleien waren unerbittlich und brachten mich dazu, mich umbringen zu wollen.“

In der siebten Klasse wechselte Peterson innerhalb eines Jahres drei verschiedene Mittelschulen, da ihm das Mobbing überallhin folgte. Als er die High School erreichte, sagte er, begann eine junge Frau, Fotos von ihm zu machen und sie mit anderen Mädchen zu teilen, die ihm offen ins Gesicht lachten, wie hässlich er war und warum sie ihn nicht in ihrer Nähe haben wollten. Er beendete sein Erstsemester an der Chicago Academy for the Arts nicht, sondern schied nach dem ersten Semester aus. Seine Mutter wusste nie, wie viel Mobbing er erlebte.

„Ich habe mich nur geschämt“, sagt er. „Wie reden Sie über sowas?“

Rührend, die Mitleidsnummer, aber was ist nun mit den Frauenmördern unter den Incels? Die sind nicht repräsentativ, Hoffmann:

Es scheint also dieselbe Situation wie bei uns Männerrechtlern zu bestehen. Auch wir sind extrem heterogen, und auch, was uns angeht, interessieren sich „Qualitätsjournalisten“ ausschließlich für den „lunatic fringe“, wobei ein Dutzend Leute Zigtausende andere Männerrechtler repräsentieren sollen.

Incels sind aber laut Störenfriedas der größte Sauhaufen, Frauenhasser halt. Stecken in einer Schublade mit MRAs, Väterrechtlern und PickUp-Artists, ach was: eigentlich mit allen Männern, wie später noch deutlich wird. Dass man aber zwischen Incels und Männerrechtlern differenzieren kann, führt Lucas Schoppe aus:

Auch das ist weit entfernt von der Klage eines Incels. Männerrechtler konzentrieren sich auf Bereiche, in denen Menschen tatsächlich mit guten Gründen Ansprüche an andere geltend machen können. Die zentrale Forderung nach einer Gleichberechtigung von Vätern und Müttern beispielsweise basiert – neben den deutlichen Vorteilen für die Kinder – auf dem Anspruch, dass Menschenrechte und Grundrechte geschlechtsunabhängig für alle gelten müssen.

Die Ansprüche, die der Massenmörder von Toronto artikuliert, beziehen sich hingegen nicht auf Rechtsgüter oder soziale Benachteiligungen, sondern auf Emotionen. Kein Mensch aber kann einen politischen, moralischen oder rechtlichen Anspruch darauf gelten machen, dass andere Menschen ihn schön oder anziehend finden. In der Regel werden solche Ansprüche den, der sie erhebt, sogar noch unattraktiver machen.

Incels haben in dieser Hinsicht nichts mit Männerrechtlern gemein, viel aber mit Fat-Acceptance-Aktivistinnen und solchen Feministinnen, die es als Ausdruck inhumaner patriarchaler Schönheitsnormen wahrnehmen, wenn andere sie nicht als attraktiv empfinden.

Wieder mal also: Projektion. Und wenn wir schon bei Projektion sind, machen wie damit gleich weiter: konkret mit der Anspruchshaltung. Laut Störenfriedas pochen Frauen auf ihre Rechte, worauf Männer mit Gewalt reagieren, denn sie bilden sich ein, einen Anspruch auf die Frau zu haben. Die befreiten Frauen von heute lehnen das natürlich ab und bestehen umgekehrt darauf, ein „selbstbestimmtes Leben“ zu führen – „…auch nach einer Ehe oder einer Beziehung, aus der Kinder hervorgegangen sind“ Damit meinen sie das Vorrecht, das Unrecht, ihren Anspruch, allein über die Kinder bestimmen zu können. Väter, die auch nach der Trennung ihren Kindern Vater sein Macht ausüben wollen, nerven, nein: traumatisieren, stören das „selbstbestimmte Leben“ weshalb die sich gefälligst zu verpissen haben. Und das tun sie auch: Die Selbstmordrate von Vätern liegt beim sechsfachen der der Männer, die sich sowieso schon öfter als Frauen umbringen. Wenn sie es nicht tun, dann haben sie dieses selbstbestimmte Leben, aus dem sie ausgeschlossen werden, als Unterhaltszahler aus der Ferne zu bezahlen. Sehr oft kommt es dabei zu einem besonders monströsen Verbrechen, in welchem Kinder ihren einstmals geliebten Vätern erklären, dass sie sie nicht wiedersehen wollen. Gut, viele bringen sich um, ein paar bringen aber auch die Kindseigentümerin um (und erst hier haben wir ein Problem), die meisten aber leiden still vor sich hin. Jedes Fehlverhalten wird gegenüber dem Kind ausgeschlachtet, welches in Geiselhaft genommen wurde. Solche Gewalt wird aber nicht weiter thematisiert, weder bei Feministen noch in den Medien, was aber eigentlich eh dasselbe ist. Kindsräuberinnen werden nicht angeklagt, wohl aber Unterhaltspreller: Hier ist die Empörung groß, hier will man die fiesen Männer, die sich aus ihrer „Verantwortung“ stehlen, zur Räson bringen, etwa indem man ihnen den Führerschein entzieht. 90% der Alleinerziehenden sind deswegen die Mütter, weil die Mütter die Macht haben, und sie bilden sich ein, es wäre gerecht, den Vater nicht als gleichwertigen, gleichberechtigten Elternteil anzusehen sondern als Unterhaltssklaven zu missbrauchen. Das ist die weibliche Anspruchshaltung gegenüber Männern: Die Überzeugung, es wäre legitim, ihn zu zwingen für sie zu arbeiten. Es gibt aber einen Unterschied: Im Gegensatz zu den Incels, die niemand ernstnimmt, wird der weiblich-parasitäre Anspruch, auf Kosten eines individuellen oder des kollektiven Mannes zu leben, von den staatlichen Institutionen durchgesetzt.

Dass Männer auch mal Frauen töten (meist töten sie andere Männer, aber egal, diese primitiven Schwarzen Menschen männlichen Geschlechts schlachten sich halt selbst gegenseitig ab, so what?), stellt die Feministen vor einem Rätsel: Es sei nicht wissenschaftlich erforscht, warum Männer Frauen umbringen. Naja, genauso gut könnte man fragen, warum Mütter Kinder umbringen, aber solche Fragen stören in der Propaganda wie ich bereits anmerkte und überhaupt: Die sind halt überfordert!

Aber zurück zur Achterbahn der Störenfriedas und ihrer Wissenschaft. Wissenschaft könne nicht erklären, warum Männer Frauen töten, aber in der patriarchalen, wissenschaftlichen Evolutionstheorie sei erwiesen, dass Frauen Männern zurecht untergeordnet seien, wie man alltäglich erzählt bekommt. Na? Wie oft hat man dir heute schon gemansplaint, dass Unterdrückung und Vergewaltigung wissenschaftlich gesehen gut, richtig und gerecht ist? Die Störenfriedas können so komplexer Wissenschaft kaum etwas entgegensetzen, da ja weiße alte Männer dieser Wissenschaft das Attribut „objektiv“ angeheftet haben, und das lässt sich nur schwer widerlegen. Es ist wirklich zum Amoklaufen…

So soll der alte Schelm Darwin doch glatt gesagt haben – und dem stimme ich ausdrücklich nicht zu -, dass Männer Frauen entwicklungstechnisch voraus seien, „…weil sie durch das Konkurrieren um Partnerinnen dazu angetrieben wurden.“ Das schmeckt den Störenfriedas natürlich gar nicht, auch wenn sie später anführen:

…dass nur einige, höherrangige Männer Zugang zu den unterworfenen Frauen haben, während die anderen um diesen Zugang konkurrieren und für sie arbeiten.

Schön beobachtet, liebe Störenfriedas! Aber eine kleine Zwischenfrage: Wo bleibt denn da das naturgegebene Recht des Mannes auf die Frau, wenn der Mann für sie zu arbeiten hat? Hat er nun einen Anspruch, der einfach so erfüllt wird, oder muss er etwas vorweisen, das er sich mühsam erworben hat, und womit er um sie werben muss? Wo also „unterworfene“ Frauen alle Freiheiten haben, ein Angebot abzulehnen oder anzunehmen?

Weiter im Text:

Dass Frauen Männer danach auswählen, welches Ansehen sie in der Gesellschaft haben, hat seinen Ursprung darin, dass Frauen es sehr viel schwerer haben, für sich selbst Anerkennung und Ansehen zu erhalten bzw. das im Patriarchat gar nicht vorgesehen ist.

Und schon wieder Frauen, die wählen! Passt bloß auf, das gefährdet euer Opfer-Abo! Ansonsten: Nö, Frauen legen dieses Verhalten im jahrtausendealten „Patriarchat“ an den Tag, weil Arbeit nicht Befreiung bedeutet sondern Leid. Und wenn man die Möglichkeit hat, durch Heirat auf einer höheren sozialen Ebene zu leben, als man sich durch eigene Arbeit verdient hat, dann macht man das auch. Es handelt sich um ein Privileg. Es ist bequemer einen anderen für sich arbeiten zu lassen. Deswegen wurde die traditionelle Rollenverteilung – sie am Herd, er im Bergwerk – auch nicht abgeschafft, als Frauen mit dem Frauenwahlrecht auf einen Schlag die Mehrheit der Wähler stellten (schönes Beispiel für die Eleganz des generischen Maskulinums übrigens).

Dann wird noch mal die olle Geschichte mit der „rape-culture“ ausgepackt, und auf eine irreführende Studie verwiesen, wonach breite Gesellschaftsschichten Vergewaltigung Ok fänden. Irreführend deshalb, weil nicht gefragt wurde: „Halten Sie Geschlechtsverkehr ohne Einwilligung für gerechtfertigt, wenn…“ sondern:

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Womit die Studie wertlos ist, denn bei all der männerfeindlichen Propaganda heutzutage traut man den Männer-Monstern nur allzu leicht zu, dass für sie Vergewaltigung in Ordnung geht. Das wusste schon Esther Vilar: Jeder Mann weiß, dass er kein Frauenunterdrücker ist, da er es aber jeden Tag in der Zeitung liest, glaubt er, all die anderen wären es. Zur ganzen Hasstheorie über die rape-culture empfehle ich den Doktorant (Video 10min).

Also, die Wissenschaft kann nicht erklären, warum Männer Frauen vergewaltigen, misshandeln und töten. Aber die Störenfriedas können es. Incels, nein: Männer bilden sich ein, einen Anspruch auf Frauen zu haben. Wenn diese Frauen ein „selbstbestimmtes Leben – auch mit Kindern“ führen wollen, weisen sie Männer zurück, die dann austicken. Dieser Besitzanspruch hat Jahrtausende auf dem Buckel, und ist als Trauma, nämlich, dass Frau keine Göttin ist, tief in der Frau verwurzelt, aber sie kann Heilung finden, wenn sie sich der Sekte der Gestörten anschließt. Ich verlinke nicht, aber wenn Du diesen Pfad der Befreiung beschreiten möchtest suche bei den Störenfriedas nach: „Das patriarchale Trauma: Warum Männer morden und Frauen Vergewaltigungsfantasien haben“. Aber es sei gewarnt: Wenn Du dich denen anschließt, mutierst Du zum Ungeheuer und deine Familie geht über den Jordan.

Männerhass und Holocaust

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Auch bei dem von Deutschland begangenen Völkermord, dem Holocaust an den Juden im Dritten Reich, lässt sich feststellen, dass die Hemmschwelle zur Gewalt gegenüber männlichen Opfern deutlich niedriger liegt. »Die Offiziere der Einsatzgruppen«, stellte beispielsweise der Holocaustforscher Daniel Jonah Goldhagen fest, »konnten ihre Leute an ihre neue Aufgabe als Ausführende eines Völkermordes gewöhnen, indem sie das Töten schrittweise eskalieren ließen. Dadurch dass man sie zuerst vor allem jüdische Männer im Teenager- und Erwachsenenalter erschießen ließ, waren sie schließlich in der Lage, sich auch an Massenhinrichtungen von Frauen, jungen Kindern und gebrechlichen Alten zu gewöhnen.« Was die Ermordungen von Juden während der ersten Wochen des Unternehmens Barbarossa anging, den Angriff der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion, gelangt der Historiker Professor Christopher Browning zu einer ähnlichen Einschätzung. (Arne Hoffmann – „Plädoyer für eine linke Männerpolitik“ – Seite 184)

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