Archiv der Kategorie: Mutterschaft

Sarah & Sabrina: Mutterschaft und Maskulisten

Sarah:

Es ist sehr schwer für eine Frau ihrer Mutter-Rolle gerecht zu werden, denn das darf sie gar nicht. Aufhören zu arbeiten? Auf Karriere Geld und Status zu verzichten? Da wird die gesellschaftlich gevierteilt! Den Säugling mit grad 6 Monaten fremd-betreuen lassen, nur um genau dem zu entkommen: „die will ja bloß faul zu Hause bleiben!“ das ist die schlimme Realität! Mutter-Sein als Flucht zu beschreiben ist eine soziale Abwertung sondergleichen und das gehört der SZ um die Ohren gehauen bis die Buchstaben rausfliegen. Die meisten fressen es doch so wie hier und halten diese Aussage die auf so viel Menschenverachtung dass es echt nicht zum aushalten ist für wahr. Das offenbart eine erbärmliche Haltung zum Thema Frau-Sein und Mutter-Sein. Sorry aber der Fisch stinkt vom Kopf heißt: die Grundanschauung/ Annahmen sind völlig unterirdisch und unakzeptabel.

Sabrina:

Eigentlich sollten sich die viele Maskulisten, die in diesen ihren Einstellungen gegenüber verantwortungsvoll für die Familie sorgenden Müttern (jawohl, die gab es, und die gibt es!) mit übelsten Feministas im Fazit „im gleichen Boot“ sitzen, fragen, welche Geschlechter-Sichtweise sie hiermit eigentlich vertreten und propagieren, und wohin das alles geführt hat, und führen wird…

Sarah:

Es ist super verdreht. Der radikale Feminismus provoziert ja leider genau solche gegen-Positionen. Ich kann es den Männern noch nicht mal verübeln. Ich verstehe woher das kommt. Das männliche wird bis an den Rand verdrängt und abgewertet was soll da anderes kommen als Verbitterung und gegen-Angriff. Wahr ist aber: ein Krieger ohne Herz ist nur ein abhängiger Söldner. So was sehen wir hier. Kampf ohne Sinn. Verachtung und Abwertung allem weiblichen Gegenüber- so verquer dass auch schon die Frauen-immanente mutter-Rolle dran glauben muss… tragisch.

Matze:

Immer witzig wie die Kritik an Männer sofort von Frauen ausführlich ausformuliert wird, während das Verhalten und die Aussagen von Feministinnen i.d.R. von Frauen unkommentiert bleibt.

Und wenn Mann dann zeigt das feministische Behauptungen und die gemütliche Frauenopferrolle wieder mal falsch sind, die Lage der Männer eigentlich sogar schlechter ist, dann sollen diese Männer doch bitte aufhören mit diesem „Geschlechterkrieg“.

Totschlag wie Mord bestrafen?

Angeblich bringt jeden dritten Tag ein Mann eine Arierin um. Wie oft das umgekehrt passiert, z.B. auch mit Giftmord (hohe Dunkelziffer!) weiß keiner und es interessiert auch keinen. Daran zeigt sich die strukturelle Gewalt gegen Männer: Sie sind wertlos, es interessiert nicht, ob sie leben oder sterben.

Jetzt ist es aber so, dass Männer oft nur wegen Totschlag angeklagt werden. Frauen hingegen öfter wegen Mordes. Das wäre Unrecht, da damit Männer weniger hart bestraft werden, sagen Feministen und das zeigt sehr schön die hirnfressenden Folgen einer Ideologie auf. Denn es ist ein Unterschied, ob man tatsächlich die Absicht hat, jemanden zu töten, wie es bei einer Giftmörderin der Fall ist, oder ob man einen Wutanfall hat und dann jemanden totschlägt – Totschlag.

Wenn man jetzt Männer härter bestrafen will, dann kann man die Tötung einer Arierin besonders hart bestrafen – das ist inoffiziell schon so und soll auch offiziell so werden. Eine andere Möglichkeit besteht darin, das man Totschlag wie Mord bestraft. Das aber würde bedeuten, dass es auch so manche Arierin trifft, die z.B. ihr Baby totgeschüttelt hat – der gefährlichste Ort für ein Baby ist bei seiner Mutter. Sollte eine überforderte Frau, die die Nerven verloren hat, genauso hart bestraft werden wie jemand, der mit voller Absicht ein Leben beendet?

Crumar: Geschlechterrollenwünsche der Jugend

Ein Kommentar, zu kostbar, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

Die 18. Shell-Jugenstudie 2019 stützt sich auf eine repräsentativ zusammengesetzte Stichprobe von 2.572 Jugendlichen im Alter von 12 bis 25 Jahren, die zu ihrer Lebenssituation und ihren Einstellungen und Orientierungen befragt wurden.

Die hier dargestellten Ergebnisse entnehme ich der Zusammenfassung (Quelle unten), sie befinden sich auf den Seiten 25-26. Interessant ist, es handelt sich hier um die m.W. erste Zusammenfassung, die diese Themenkomplexe darstellt. Daher kann ich sie leider nicht im zeitlichen Verlauf präsentieren.
Alle Hervorhebungen und Kommentare sind von mir.

Einstieg: „Fragt man Jugendliche, wie sie sich die partnerschaftliche Aufteilung der Erwerbstätigkeit wünschen würden, wenn sie 30 Jahre alt wären und ein zweijähriges Kind hätten, sind sich junge Männer und Frauen recht einig bezüglich der idealen Rollenverteilung: In einer Partnerschaft mit kleinem Kind sollte die Frau und nicht der Mann beruflich kürzer treten.
65 % der Frauen würden gerne maximal halbtags arbeiten – und 68 % der jungen Männer wünschen sich genau das von ihrer Partnerin.“

Womit dem immer wieder geäußerten Mantra, wonach „die verhaltensstarren Männer verhindern, dass Frauen mehr Erwerbsarbeit verrichten, um Karriere machen zu können“ eine Realität entgegensteht, in der knapp zwei Drittel der befragten Mädchen und jungen Frauen eine solche Option gar nicht wahrnehmen wollen.

Hier wird es merkwürdig: „Viele Männer wünschen sich eine Rolle als »aktiver Vater«, der sich an der Kinderbetreuung beteiligt, und nur 41 % von ihnen möchten in der beschriebenen Familiensituation in Vollzeit arbeiten. Von den jungen Frauen wünschen sich etwas mehr (51 %), dass der Vater in Vollzeit arbeitet.
Insgesamt haben beide Geschlechter also recht ähnliche Vorstellungen, was die Erwerbstätigkeit eines Vaters und einer Mutter angeht.“

Zunächst einmal wollen deutlich mehr junge Frauen von (!) Männern, sie mögen Vollzeit arbeiten, als diese es für sich selbst wollen, nämlich die Mehrheit dieser jungen Frauen (auffällig ausgelassen wird, wieviel Prozent der jungen Frauen sich einen „aktiven Vater“ wünschen).

59% der jungen Männer wollen in dieser familiären Situation demnach nicht (!) Vollzeit arbeiten, aber es bleibt unklar, wie die 68% der jungen Männer, die ihrerseits Frauen zugestehen, „maximal halbtags“ zu arbeiten es für möglich halten, ohne Vollzeit-Erwerbsarbeit familiär über die Runden zu kommen.

Ich strukturiere den Text folgend in Spiegelstrichen: „Insgesamt ist es mehr als die Hälfte (54 %) aller 12- bis 25-Jährigen, die ein »männliches Versorgermodell« favorisieren:
– 10 % bevorzugen das Modell eines »männlichen Alleinversorgers« (der Mann versorgt die Familie allein und arbeitet 30 oder 40 Stunden in der Woche), weitere
– 44 % präferieren das Modell eines »männlichen Hauptversorgers« (der Mann arbeitet mindestens 30 Stunden, die Frau maximal halbtags).“

Das traditionelle Familienmodell hat längst nicht ausgedient und es wird mehrheitlich auch gewünscht. Welche anderen Familienmodelle die – immerhin – 46% der Befragten sich vorstellen wird leider nicht dargestellt. Es wird leider auch nicht regional (siehe folgend) nach West und Ost aufgeschlüsselt.

Wenig erstaunlich „sind Unterschiede zwischen alten und neuen Bundesländern zu sehen. Junge Menschen im Westen denken hier traditioneller:
– 58 % der Männer und 56 % der Frauen würden sich eine Familie mit männlichem Allein- oder Hauptversorger wünschen, während sich im Osten dem nur
– 38 % der Männer und 31 % der Frauen anschließen.“

Das sind erhebliche Unterschiede zwischen Ost und West! Meine These, es gibt zwei Patriarchate in Deutschland, bzw. zwei Evolutionen wurde wieder glänzend bestätigt. 😉

Es folgt der feministisch inspirierte Euphemismus des Tages: „Der Vater als Ernährer der Familie ist – zumindest im Westen – offensichtlich keine rein männliche Vorstellung, dieses Modell wird auch von vielen jungen Frauen favorisiert.“

Wenn 56% der jungen Frauen sich dieser Vorstellung anschließen, dann handelt es sich nicht um „viele“, sondern um die Mehrheit der jungen Frauen. Damit hat sich die Ideologie, es handle sich um eine „rein männliche Vorstellung“ gründlich blamiert.
Nicht, dass die Forscher das daran hindern würde, den gleichen Quatsch immer wieder von sich zu geben. Natürlich nicht!

Die letzte Schlussfolgerung hat eine ähnliche Qualität: „In den neuen Bundesländern erfreuen sich dafür gleichwertiger aufgeteilte Modelle deutlich größerer Beliebtheit als im Westen.“

Man könnte nämlich auch sagen, 62% der jungen Männer und 69% der jungen Frauen lehnen den „Vater als Ernährer der Familie“ ab und nur die sogenannte Minderheit der jungen Männer und Frauen vertreten im Osten eine solche Ansicht.
Traditionelle Vorstellungen vom Vater als Ernährer der Familie: Westen = Mehrheit, Osten = Minderheit – das Konzept ist eigentlich ganz einfach zu verstehen.

Hier lassen sich die Erfolge des (West-) Feminismus besichtigen: Die Mehrheit der jungen Frauen (zumindest im Westen) strebt 2019 weder eine Beschäftigung über Teilzeit hinaus an, möchte, dass der Mann Vollzeit arbeitet und sieht den Mann als Haupt- oder Alleinversorger.
Das ist die ernüchternde Bilanz nach 50 Jahren Feminismus und es steht zu befürchten, die Einführung des Gendersternchen wird daran nichts ändern, weil auch das Binnen I seltsam wirkungslos blieb…

Zumindest wissen wir nun – und auch die jungen Männer sollten es wissen – was von all den schönen Umfragen über die „modernen Beziehungsvorstellungen“ junger Frauen zu halten ist.
Mehrheitlich gar nichts – ein Fall für das Altpapier.
Ermutigend nur der prozentuale Anteile von jungen Männern, die sich eine Rolle als aktiver Vater vorstellen können. Es bleibt viel Aufklärungsarbeit für uns zu leisten. Das steht fest!

Download hier: https://www.shell.de/ueber-uns/shell-jugendstudie.html

Birgit Kelle: „Muttertier“

Dafür, dass wir in einem „Patriarchat“ leben, ist es faszinierend, mit welcher Selbstverständlichkeit Frauen – hier die Hausfrauen und Mütter, dort die Feministinnen – den Männer diktieren, wie sie zu sein haben, damit die Frau ihr jeweiliges Lebensmodell umsetzen kann – hier als Hausfrau und Mutter, dort als Karrierefrau. Die „Machthaber,“ also Männer, werden dabei gar nicht gefragt. Allerdings: Hier findet derzeit eine begrüßenswerte Entwicklung statt: Mehr und mehr Väter lassen sich nicht mehr auf die Rolle des Brötchenverdieners reduzieren sondern fordern Teilhabe am Familienleben ein, während gleichzeitig Feministen die Mutter zur Teilhabe am Arbeitsleben nötigen wollen. Einen Vorschlag, wie man die Rollen zwischen Mutter und Vater gerecht aufteilen könnte, hat bereits vor Jahrzehnten Esther Vilar unterbreitet.

Kelle ist Mutter und das mit Leidenschaft. Und um ein Leben als Mutter führen zu können, ist sie auf Männer angewiesen. Männer aber, die bereit sind, die traditionelle Rolle zu übernehmen, Malochen zu gehen und damit die Frau von der Maloche freizustellen, werden immer seltener im Zuge einer Entwicklung, in welcher Männer „verweichlichen.“ Das, was für Feministinnen toxische Männlichkeit ist, ist für Mütter notwendig; demzufolge ist Männlichkeit für Frau Kelle nicht nur nicht schädlich sondern geradezu notwendig: Mütter brauchen den Mann, der ihr Zelt hütet und die Brut beschützt, und dies tut er nicht um sie zu degradieren, sondern weil Mann und Frau einander brauchen und lieben. Dabei reduziert Kelle den Mann aber auf die Funktion als Ernährer, als liebender Vater ist er weit weniger vorgesehen. So kennt Kelle den Begriff der „Vaterlosen Gesellschaft“. Ich stolpere über diesen Ausdruck und lese erwartungsvoll weiter und warte, warte und lese weiter. Aber Kelle macht nicht das Naheliegende und verurteilt die alltägliche Praxis der Väterentsorgung sondern reproduziert das Märchen vom Mann, der seine Frau sitzenlässt, unbenommen dessen, dass es meist die Frau ist, die die Scheidung einreicht, aus naheliegenden Gründen: Schließlich ist sie es, die reiche Beute macht mit Unterhalt und Kindern. Mit anderen Worten: Ja, für Birgit Kelle besteht eine Familie aus Vater, Mutter, Kind. Der Vater gehört aber nicht genauso bedingungslos dazu wie die Mutter. Aber, liebe Frau Kelle: Stellen Sie sich vor, sie werden von ihren Kindern getrennt. Nicht für Tage sondern für Jahre, deren gesamte Kindheit und Jugend hindurch. Ihre Kinde wachsen auf ohne Sie, ohne dass Sie eine Rolle in ihrem Lieben spielen, vielleicht werden sie auch noch zum Hass gegen Sie erzogen. Das wäre ein Alptraum, oder? Nun, genauso ein Alptraum ist das auch für Trennungsväter, sie leiden bis zum Suizid darunter.

Mit dieser Kaltschnäuzigkeit in einer vaterlosen Gesellschaft begeht Frau Kelle einen fatalen Fehler: Denn dieselben Kräfte – also Feministen -, die die Entväterung der Gesellschaft vorantreiben, betreiben auch die Entmütterung – der vaterlosen Gesellschaft folgt die mutterlose und damit die entwurzelte – wer das eine toleriert bekommt auch das andere. Mütter werden durch knallharte sozioökonomische  Zwänge dazu genötigt, die Kinder in Fremdbetreuung zu geben und wenn es nach den Genderisten geht, ist sie in Zukunft nur noch „Elter 1“. Insofern täten Mütter gut daran, sich mit Vätern auch nach der Trennung bedingungslos zu solidarisieren.

Feministische Politik – und Feministen sind an der Macht – bedeutet, Mütter zu zwingen, ihre Kinder abzugeben und arbeiten zu gehen. Das wird dann beklagt von Frauen (sofern sie sich trauen), die sich nichts sehnlicher wünschen als Mutter zu sein, aber nicht eine solche, die ihre Kinder in die buntangemalten Kinderdeponien abschiebt. Und damit sind wir bei der nächsten großen Lüge: Dass Frauen lieber arbeiten als zu Hause zu sein. Birgit Kelle nimmt sich hierzu eine ministerielle Studie vor und zerpflückt diese auf das nachhaltigste: Von den zwei Drittel der Mütter, die sich angeblich Fremdbetreuung wünschen, damit sie möglichst früh ins Arbeitsleben zurückkehren können, bleiben bei gründlicher Prüfung gerade mal welche im einstelligen Prozentbereich – denken Sie daran, wenn das nächste mal wieder eine in einem Qualitätsmedium klagt, sie könne keinen Kita-Platz finden: Das bildet nicht die Wünsche der Mütter ab, das ist Propaganda.

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Kinder sind eine Last, die einen stranguliert. Mit freundlichen Grüßen ihr Staatsfunk, hier „Die Anstalt“

Das heißt: Es gibt Frauen, die Mutter sein wollen. Glucken. Muttertiere. Die pflegen und stillen wollen, ganz für ihre Kinder da sein. Und gegen diese Frauen hat sich in den letzten Jahrzehnten ein vernichtender Diskurs durchgesetzt, wie bereits Karin Jäckel in „Die Frau an seiner Seite“ dokumentierte. Dabei kommen die schärfsten Attacken nicht etwa von den Männern – angebliche Frauenfeinde, die es lieben, Frauen zu hassen, wie es die feministische Propaganda will – sondern von Frauen, die als „Feministinnen“ bezeichnet werden, Frauen also, die vorgeben, für Frauen sprechen. Kinderlose Frauen wie zum Beispiel Simone de Beauvoir, welche als eine der bedeutendsten Feministinnen gilt. Für sie ist das Ungeborene ein Parasit, die Schwangere und Mutter eine Bruthenne und als Hausfrau das nutzloseste Wesen auf diesem Planeten. Jahrzehnte später beschreibt Badinter die stillende Frau als versklavt und einem gefräßigen und despotischen Baby ausgeliefert, welches seine Mutter verschlingt. Diese vernichtende Sicht auf die liebende Fürsorge einer Mutter zu ihren Kindern – Nähe und Zärtlichkeit –  ist dann auch ganz, ganz nah bei den Nazis, die solcherlei „Affenliebe“ verteufelten – zusätzlich könnte man anmerken: Der bindungslose Nachwuchs eignete sich am besten dazu, in der faschistischen Volksseele aufzugehen – heute im neoliberalen Konsum und Markt.

Feministen halten schon die Bezeichnung „Mutter“ für diskriminierend. Feministinnen greifen auf das niederträchstige das an, was Kelle interessanterweise als das ausmacht, was ihr zufolge Weiblichkeit definiert: Die Fähigkeit Mutter zu werden. Das ist es, was die Frau von dem Mann unterscheidet. Genau das also, was auf Seiten der Feministen so großen Hass und Abwertung provoziert. Man fühlt sich an Nietzsche erinnert, der anmerkte, Feminismus sei weniger Kampf gegen den Mann als vielmehr der Kampf der missratenen Frau gegen die wohlgeratene. Kranke Frauen, die ein männliches Leben in der außerhäuslichen Arbeit als die Erfüllung, als das Sinnstiftende, als das alleinig Respektable ausmachen: Das war es, was Esther Vilar meinte, als sie sagte, Lesbofeministinnen wie Schwarzer hingen einem „männlichen Feminismus“ an, der von Männern erfunden wurde und Simone de Beauvoir hätte nur ein Männerbuch geschrieben und dieses mit einem Frauennamen unterzeichnet – und um ein männliches Leben führen zu können, dürfen Kinder, die einen zur Mutter machen, nicht stören. Das Gefährliche: Solche Frauen machen Politik, ein guter Beweis dafür, dass Frauen nicht unbedingt Frauen vertreten und Indikator, dass die Schruppsche Dystopie verwirklicht wird, in welcher keine Frauen- sondern Feministinnenquoten durchgesetzt werden – weshalb sich gesunde Frauen auch nicht aus der Politik raushalten dürfen.

Das ist der Grund, warum finanzielle Unterstützung für Mütter, damit sie tatsächlich Mütter sein können, als „Herprämie“, „Schnapsgeld“ oder „Verdummunsprämie“ niedergemacht wird, von einer Zunft von Frauenräten, Stiftungen oder Gender-Lehrstühlen, die künstlich beatmet am Leben gehalten werden. Eine Frau, die zu Hause bleibt, nehme nicht am Leben teil. Warum aber ein Leben unter Chef, Kollegen und Mitarbeitern besser sein soll als in der Familie, solch eine Erklärung bleiben einem die Frauenbewegten schuldig, Kelle: „Warum sollte man sich von den Menschen „befreien“, die einem die liebsten sind, die man umsich haben will, die man lieben und behüten will […] „Befreiung“ mündet in Verlust von Liebe und Beziehung, die bindet sind, einnehmend, fesselnd, verbindend […] „Teilhabe“ beginnt erst, wenn ich mich von meiner Familie verabschiede, mein Kind aus den Händen gebe, in die Erwerbswelt eintauche und den häuslichen Kosmos verlasse. ‚Du bist zuhause? Dann nimmst Du nicht teil!'“ Nichtsdestotrotz werden staatlicherseits große Anstrengungen unternommen, Ersatzstrukturen für die Familie zu errichten. Krippen und Kitas aber können das, was eine Familie bzw. eine Mutter leistet, nicht annähernd bieten. Kein Logopäde kann eine Mutter ersetzen, die den ganzen Tag von früh bis spät mit ihrem Kind spricht. Müttern wird der Geldhahn abgedreht, der Entzug der „Verdummungsprämie“ sorgt für eine Verdummung der Kinder, die nicht mal der Muttersprache mächtig sind und denen zudem die Ausbildung der so wichtigen Urbindung vorenthalten wird. Allerdings wird ja behauptet, es komme allein auf die „Quality-Time“ an, also nicht darauf, wieviel Zeit man mit Kindern verbringt, sondern dass diese qualitativ wertvoll ist. Auch das ist eine Lüge, denn: Beziehung zwischen Kindern und Eltern (Müttern) brauchen nicht das Besondere, sondern das Alltägliche; nicht das Punktuelle, sondern das Zuverlässige. Kinder haben keine Lust, sich den Eltern auf Knopfdruck zu widmen, weil diese gerade Zeit haben. Und entweder sind die Eltern da, wenn sie gerade gebraucht werden, oder sie sind es nicht. Aus Kinderperspektive ist Quality-Time Erwachsenenunsinn – wer nicht da ist, ist nicht ansprechbar (Ein Grund auch, warum Väter, die ihre Kinder nur am Wochenende sehen dürfen, keine vollwertigen Eltern sein können, um zum maskulistischen Anliegen zurückkommen). Ich greife noch mal den Vorschlag auf, die Mittel, die ein Krippen-, Kitaplatz kostet, an die Eltern auszuzahlen. Damit wäre nicht nur den Familien geholfen, auch die Gesellschaft profitiert, wenn nicht eine ganze Generation von psychisch angeschlagenen heranwächst.

Als Fazit: Wer es verschmerzen kann, dass Männer hier nur als Erfüllungsgehilfen für ein mütterliches Leben auftreten, erhält eine aufrüttelnde Lektüre, die vor der Dystopie einer mutterlosen Gesellschaft warnt, geschrieben von einer Frau, die gerne und mit Leidenschaft Mutter ist und sich dafür nicht rechtfertigen will.