Archiv der Kategorie: Patriarchat

Die matriarchale Dividende

Von Connell, einem Mann, der seine Männlichkeit radikal ablehnte und sich zur Frau umoperieren ließ, stammt das Konzept der patriarchalen Dividende, von der alle Männer profitieren, denn: Es ist viel wahrscheinlicher, dass ein Mann und keine Frau Chef wird und ein Vermögen anhäuft. Daran partizipieren dann in erster Linie Männer, auch die Arbeiter irgendwie, und nicht die Ehegattinnen dieser Männer, frei nach dem Spruch, wonach hinter jedem erfolgreichen Mann eine profitierende Frau steht. Auch wird der eine oder andere Schlaumeier einwenden, dass wenn 90% der Chefs Männer sind, das nicht heißt, dass 90% der Männer Chefs sind. Die meisten Männer sind genauso weit weg von einem Chefposten wie eine Frau. Es gibt aber dennoch Unterschiede: Der Mann hat zu arbeiten. Der Mann hat die Wahl zwischen Vollzeit, Vollzeit oder Vollzeit. Die Frau hat die Wahl zwischen Vollzeit, Teilzeit oder Nurhausfrau – aus diesem primären Privileg der Frau ergeben sich die sekundären Konsequenzen, welche als Diskriminierung der Frau begriffen werden, aber nur simple Folgen des Umstands sind, dass Frauen weniger arbeiten, weshalb sie seltener Chefs sind und weniger verdienen. Oder anders ausgedrückt: Ein Mann, der nicht arbeitet ist entweder arm oder Millionär – die Frau mit nicht geringer Wahrscheinlichkeit Hausfrau. Wie auch immer: Männer profitieren von der patriarchalen Dividende in allen Lebensbereichen. Es spielt keine Rolle, dass für Männer das Risiko größer ist Selbstmord zu begehen oder obdachlos zu werden, es zählt nur, dass es Männer in diesen Situationen angeblich besser als Frauen hätten: Diese Logik dominiert den Diskurs in Politik, Medien und *hust* Wissenschaft.

Blickwechsel in die Schweiz: Dort wollten die SP-Frauen wissen, wie die patriarchale Dividende genau zu beziffern ist und planten bereits eine Anklage gegen die Männer, von denen sie annahmen, sie würden sich auf Kosten der Frauen bereichern. Es kam anders: Der Staat ist ein tägliches 50-Millionen-Franken-Geschäft für die Frauen. berichtet die Weltwoche, und weiter:

«Wer profitiert von Bundesgeldern?», fragen die SP-Frauen – und meinen die Männer. Die Wahrheit ist genau umgekehrt: Unter dem Strich und zurückhaltend gerechnet, zahlen die staatlichen Sozialsysteme den Frauen jährlich mindestens 15,5 Milliarden Franken oder Tag für Tag gegen 50 Millionen Franken mehr aus als den Männern. Der von Feministinnen misstrauisch betrachtete Staat ist eine Einrichtung zur Förderung der Frauen. Das beweist die Gender-Analyse der Geldströme. Schwieriger bis unmöglich sind allgemeine staatliche Aktivitäten wie Armee, Polizei, Landwirtschaft, Bildung, Aussenpolitik, Verkehr oder Zinszahlungen für den Schuldendienst «geschlechterspezifisch aufzuschlüsseln».

Eine Anklage gegen Frauen, die sich auf Kosten der Männer bereichern, blieb allerdings aus.

In Deutschland sieht es nicht viel anders aus, auch wenn es schade ist, dass auf Bundesebene keine Angaben zu Steuerleistungen nach Geschlecht gibt. Zählt man aber zusammen, wie u.a. über Sozial-, Gesundheits- und Rentenkassen umverteilt wird, ergibt sich ein jährlicher Profit für Frauen von rund 92.000.000.000€:

Über die sozialen Sicherungssysteme, über die Zwangsverpflichtung der Männer im Wehr- und Zivildienst sowie über Lohn- und Einkommensteuer erfolgt eine Inanspruchnahme der Männer durch den Staat. Dabei nimmt der Staat den Männern ca. 91,7 Mrd. Euro pro Jahr mehr ab, als er ihnen an Leistungen zurückgibt. Von diesem Leistungsüberschuss der Männer profitieren die Frauen. Diese nehmen in entsprechend höherem Maße staatliche Leistungen in Anspruch, ohne für die Finanzierung einzustehen. (MANNdat)

Berücksichtigen muss man hierbei weiterhin, dass zwar Männer den Löwenanteil der Steuerlast tragen, damit aber selbstverständlich Ausgaben finanziert werden, die Frauen ebenfalls zugute kommen – während es im Gegensatz zu Nurfürfrauenprojekten keine Unterstützung für Einrichtungen gibt, die sich mit ihrer Hilfe zuerst an Männer richten.

Ein weiterer Punkt ist der Geldstrom von Mann zur Frau, der als unsichtbares Privileg erst nach der Scheidung einen Namen erhält und dann „Unterhalt“ heißt. Obwohl Männer mehr erarbeiten, geben Frauen mehr Geld aus. Auch hier müsste man mit Milliarden rechnen.

Die Feminismuskritikerin Karen Straughan bringt es auf den Punkt: „Frauen zahlen keine Steuern.“(1) Damit zeigt sich wieder mal, dass in der Realität die Dinge genau anders herum liegen als in der feministischen Propaganda. Während fraglich bleibt, was genau die patriarchale Dividende ist und wie man sie sich auszahlen lassen könnte, ist der gesamte Staat eine gigantische Umverteilungsmachinerie zugunsten der Frauen. Wenn Männer das System genauso wie Frauen belasten, aber zugleich genauso wenig einzahlen würden, es würde komplett zusammenbrechen.

 

(1): Bernhard Lassahn – „Frau ohne Welt – Teil 3 – Der Krieg gegen die Zukunft“, Seite 243

Vom Matriarchat zum Patriarchat

Obwohl das alte weltumspannende Matriarchat so primitiv war, dass es nicht mal eine Schrift entwickelte, welche heute von ihm erzählen könnte, wissen Feministen und Matriarchats- …äh… „forscher“ ganz genau darüber Bescheid, wie es beschaffen war. Die alten Matriarchate waren nach ihrer Auffassung das Paradies schlechthin. Es gab keine Herrschaft denn die Frauen hatten das Sagen, keine Gewalt, keine Kriege und Alle teilten Alles miteinander.

Marielouise Janssen-Jurreit gibt die Phantasie wieder: „Am Anfang der Weltgeschichte stand demnach eine wunderbar harmonische Frauenkultur – French nennt sie matrizentrisch -, in der weiblich-mütterliche Dominanz so unmerklich gerecht, so ohne Druck, Macht und Konflikte praktiziert wurde, daß sich alle geborgen fühlten. In einem wundervoll ausgewogenen ökologischen Kosmos bauten Frauen Korn und Pflanzen an, feierten Frauenfeste und huldigten der großen Muttergöttin“

Und Felix Stern notiert:

„Für die Frauenforscherinnen war die Domestizierung des Mannes eine paradiesisch friedliche Sache :»Freiwillig« warfen sich die Männer der Großen Mutter zu Füßen: »Ihre Symbolik und Kulte ermöglichten es den Menschen, unerbittliches Schicksal, Tod, Zerstörung und Furcht sinnvoll in ihren Lebenszusammenhang zu integrieren, damit umzugehen und sich eine Anschauung über Transformation, Wiedergeburt, Erneuerung, Kreativität und eine Ethik zu bilden, deren Werte Gerechtigkeit, Wahrheit und Weisheit waren.«

Diese Matriarchate waren Gesellschaften ohne Väter. Das heißt, in ihnen gab es weniger Liebe. Die Liebe eines Vaters zu seinem Kind – welche bereits in der Biologie angelegt ist -, die Liebe eines Kindes zu seinem Vater, die Liebe zwischen den Eltern eines gemeinsamen Kindes. Wo es weniger Liebe gibt, dort gibt es mehr Hass. So fällt auf, dass heutige Matriarchen, die Matriarchate als paradiesische Orte der Harmonie und Liebe beschreiben, nur so vor Hass und Gift gegen Männer, besonders Väter, strotzen. Für die Uhlmann gehen alle(!) Übel heutiger Zeit davon aus, dass es Liebe zwischen Vater und Kind gibt, und sie wendet enorme Energien auf, den Vater zur vernichten. Von der Matriarchin French stammt das Zitat, wonach alle Männer Vergewaltiger wären – und sonst gar nichts. Ein besonders interessanter Fall ist „Lucia“, die einige Zeit in einem Matriarchat lebte und für die Väter und Kindervergewaltiger praktisch nicht zu unterscheiden sind. Sie hat im Matriarchat – dem liebevollen Paradies – zu hassen gelernt, so reißt sie unter Artikeln zu Vergewaltigung Kastration und ihre Folgen schon mal VergewaltigungsKastrationswitze. Die Verkünder der Heilslehre vom liebevollen und harmonischen Paradies der vaterlosen Gesellschaft zeichnen sich in erster Linie durch blanken Hass auf alles männliche aus.

Aber war die vaterlose Gesellschaft ein Hort des Friedens und der Harmonie? Das hat mehr mit Phantasieren als mit Forschen zu tun. Matriarchatsforscher benennen die heutige Gesellschaft als „Patriarchat“ und alle Übel in ihr – zum Beispiel Machtausübung (nein, nicht durch alleinmächtige Mütter) – als patriarchal, und definieren Matriarchate als die Abwesenheit all dieser Übel – das ist der ganze Zauber hinter der Matriarchats- äh… „forschung.“

Wenn aber das Matriarchat ein Paradies war, auch für Männer, hätte für diese nicht der geringste Grund bestanden, diese Gesellschaftsform durch ein „Patriarchat“ abzulösen, welches angeblich eine Schreckensherrschaft wäre, es sei denn, Männer wären inhärent böse. Und das ist auch die Erklärung, die Matriarchen anzubieten haben: Männer hätten aus Allmachtswünschen und Minderwertigkeitskomplexen die Muttergöttin durch einen Vatergott ersetzt. Ingbert Jüdt notiert im „Mythos vom Patriarchat

…ebenfalls konsequent psychologistisch ist die Erklärung, die Carola Meier-Seethaler vorschlägt. Auch sie geht von einer »matrizentrischen Frühzeit« im Sinne einer umfassenden, allgemeinen Kulturstufe aus und leitet den Übergang zum »Patriarchat« aus der kollektiven männlichen Reaktion auf ein männliches Minderwertigkeitsempfinden ab (Seite 99)

…wobei sich natürlich die Frage stellt, warum Matriarchate dann über Jahrtausende Bestand hatten, also von den Männern mitgetragen wurden.

Vielleicht aber hatten Männer andere Gründe, das matriarchale Spiel nicht mehr mitzuspielen? Denn die harmonischen Gesellschaften waren schlicht: Barbarisch. In ihnen galten Männer nichts, ihr Leben gehörte der Muttergöttin, der sie auch mal geopfert wurden. Felix Stern schreibt über matriarchale Rituale in „Und wer befreit die Männer?“

„Die rituelle Tötung des Königs (Liebhabers) symbolisiert die gewaltige Sexualmacht der Frauen über die Männer. Es ist kaum vorstellbar, daß Jünglinge, die Opfer der Sex-Folterinnen wurden, diesen Akt als Tat des Friedens aufnahmen. Beispielsweise forderte die Göttin Anaitis von Ninive jährlich den schönsten Knaben als Sexopfer. Der nackte Knabe wurde kunstvoll bemalt, mit Schmuck behangen, in rote Gewänder gehüllt und mit einer Doppelaxt der Göttin bewaffnet. In einer wahren Orgie mußte er dann unter einem offenen Purpurbaldachin etwa 24 Stunden, für alle sichtbar, mit den Priesterinnen der Anaitis verbringen. Nach dem Martyrium wurde der mehrfach vergewaltigte Entkräftete auf ein Lager mit Gewürzen, Edelhölzern und Weihrauch gelegt, mit einem Goldtuch bedeckt und bei lebendigem Leibe angezündet. Von friedlicher Frauenkultur war hier, wie auch anderenorts, nichts zu spüren.

In anderen Kulturkreisen, etwa in Irland, enthauptete die Oberpriesterin der Großen Mondgöttin ihr männliches Opfer eigenhändig, um es der »Großen Mutter zurückzugeben« und sein »Blut der Wiedergeburt« in einer Schüssel aufzufangen. Im Kopenhagener Museum zeugt der »Jutland-Kessel« vom Höhepunkt eines solchen Opferrituals. Grausam ging es auch bis ins 19. Jahrhundert hinein den Männern in den matriarchalen afrikanischen Bantu-Reichen an den Kragen. Die unvermählten Herrscherinnen nahmen sich Sklaven und Männer aus dem Volk als Liebhaber, die sie dann nach koitivem Gebrauch nach Belieben und Herzenslust zu Tode folterten. Die letzte Bantu- Königin Ashanti ließ, britischen Berichten der Kolonialverwaltung zufolge, regelmäßig Dutzende von Begattern qualvoll liquidieren, um wieder einen neuen Harem aufbauen zu können. Sogar wenn ein männlicher König den Thron innehatte, konnte die afrikanische Königin ihn zum Tode verurteilen und seine Todesstunde bestimmen.“

(…)

„Die Herrschaft der »Großen Mutter« war aber alles andere als immer friedlich, wie die auf Vasen, Wandmalereien und in Skulpturen festgehaltene minoische Männerknechtschaft im antiken Minos auf Kreta zeigt. Im minoischen Reich, einer kulturellen Wiege Europas, wo so bekannte Legenden wie die Europa-Sage, die phantastische Geschichte vom Stiermenschen Minotaurus und dem Labyrinth von Knossos, vom Ariadne- Faden usw. angesiedelt sind, herrschte für Männer Streß. Diese mußten nicht nur, um ihre Manneskraft zu beweisen, über den berüchtigten wilden kretischen Stier springen. Sie waren auch überall dort willkommen, wo es galt, Frauen Arbeit abzunehmen. Sie hatten nur Pflichten, kaum Rechte, und wenn, dann nur durch »ihre Gnaden«. Zahlreiche Fresken und Vasen zeigen eine emsig schuftende Mannheit. Schweißtreibende Arbeit und Muskelkraft waren Symbole maskuliner Leistungsfähigkeit. Der Höhepunkt weiblicher »Friedfertigkeit« in frühen Frauenkulturen war aber, daß Männer wie Tiere geopfert werden durften. Menschenopfer waren also Erfindungen von Frauen und nicht von Männern, wie immer wieder behauptet wird. Was im »friedlichen« Minoa nie für möglich gehalten wurde, entdeckte Ende der 80er Jahre das weltbekannte Archäologenehepaar Sakallarakis: In dem Tempel Anemospilia auf dem heiligen Berg Kretas fanden sie im Tempelwestraum Überreste einer rituellen Hinrichtung zur Huldigung der Großen Göttin. Sakellarakis, der in Heidelberg zum Thema >Minoische Tieropfer< promoviert hat: >Ein Stiergefäß hatte ich schon gefunden, entdeckte dann ein Bronzemesser mit einer vierzig Zentimeter langen Klinge, kurz darauf Knochen – und ich wartete auf den Stier, das bedeutendste unter den damaligen Tieropfern. Auf dem Altar aber lag ein Mensch. Ein junger Mann, zum Zeitpunkt seines Todes etwa 18 Jahre alt. Es ist ausgeschlossen, daß sich de Junge freiwillig geopfert hat.“

Auch zeichneten sich die Matriarchate nicht durch die Abwesenheit von Krieg aus entgegen dem Mythos, wonach zuerst das Patriarchat entstand und erst danach Waffen und Krieg erfunden wurden, wie man willkürlich in archäologische Funde reininterpretiert. Schon im Matriarchat mussten die Männer im Krieg bluten, Janssen-Jurreit hält fest:

„Dieser nordamerikanische Indianerstamm [der Irokesen] gilt als das klassische ethnologische Beispiel für einen hohen Status der Frau. Das Eigentum am Boden und an den Häusern lag, in den Händen der Frauen, die auch politische Entscheidungen trafen. Aber die Irokesenmänner waren angriffslustige Krieger, die ihre Feinde mit ausgesucht grausamen Torturen am Marterpfahl zu Tode quälten. Da es bei der geringen Zahl matrilinearer und noch geringeren Zahl matrilokaler Gesellschaften, die den Ethnologen und Historikern (z. B. Sparta) bekannt sind, sich häufig um extrem kriegerische Völker handelt, wurde von dem amerikanischen Anthropologen Divale die These aufgestellt, daß möglicherweise in der Antike im Mittelmeerraum Gesellschaften existierten, die an der Schwelle zur staatlichen Organisation mit ausgedehnter Kriegsführung beschäftigt waren und deshalb ihren Besitz von ihren Schwestern verwalten ließen. Eine solche Deutung ließe sich vereinbaren mit den Vorstellungen Bachofens, für den die von ihm behauptete Periode des Mutterrechts gleichzeitig ein Heldenzeitalter voller stolzer Krieger war. Der hohe Status der Frauen und die Verantwortung für die Produktion, d. h. die Loyalität der Frauen aus der eigenen Familie, war Vorbedingung für ausgedehnte Kriegszüge, die lange Abwesenheit der Männer erforderte. Ähnlich erhöhten sich der Status der Frau und ihr Aktionsradius während der Weltkriege dieses Jahrhunderts.“

und weiter:

„Die Erfindung der Schrift, des Rades und des Pfluges, die Anlage von Bewässerungssystemen und die Kodifizierung des Rechts, die French als Vermännlichung beklagt, hingen zusammen mit dem ständigen Druck, die Nahrungsmittelproduktion zu intensivieren und kollektive Arbeit zu organisieren.

Der Grund dafür war das ständige Bevölkerungswachstum, das die neue Produktionsweise sowohl ermöglichte wie auch erforderte, denn die landwirtschaftliche Produktion brauchte einen größeren Einsatz menschlicher Arbeitskraft und längere Arbeitszeiten, als es beim Jagen und Sammeln der Fall war. So hatte sich die Bevölkerung im Mittleren Osten nach Schätzungen im Zeitraum zwischen 8000 und 4000 v. Chr. vervierzigfacht. Auch damals gab es Bodenerosion und Abholzung von Wäldern.

Die Hierarchiebildung in komplexen Gesellschaften, die French nur als Ausdruck männlicher Machtwünsche betrachtet, war eine Folge des Zwanges zu kollektiver Arbeitsorganisation. Der Bevölkerungszuwachs führte zu einer Militarisierung der menschlichen Gesellschaft, zu systematischer Kriegführung und Verteidigung. Diese Grundzüge der Gesellschaftsentwicklung, die die extremen Formen des Patriarchats erst ermöglichten, werden von French nicht einmal erwähnt.“

und noch mal Felix Stern:

Unterschiedlicher Erntesegen und Bodenschätze, das Know-how von Produktion (Handwerk, z.B. Waffen von der Bronze- zur Eisenzeit), Lagerhaltung und aufkommender Warenfluß (Tauschhandel) schufen erste jungsteinzeitliche Wohlstandsgefälle und unterschiedliche Lebensbedingungen. Jetzt galt es immer häufiger, den Besitz der Sippe zu sichern oder zu mehren. Wer aber waren die ersten Besitzenden in matriarchalen Kulturen? Natürlich Frauen, wie heute noch bei den afrikanischen Rif- Berbern, den Tuareg, den australischen Aboriginals oder den indonesischen Minangkabau (bei Sumatra). Bei letzteren heißt es heute noch »Häuser und Land gehören den Frauen (…) Für die Frauen und ihre Kinder bedeutet das eine sichere ökonomische Grundlage – und Einfluß auf alle wichtigen Entscheidungen des Clans… Der Mann hat die Ehre, die Frau den Besitz.« Nicht Männer, sondern wachsendes weibliches Besitz- und Verlust- Denken aufgrund zunehmender ökonomischer Ungleichgewichte stifteten Unfrieden und ließen Menschen verstärkt zur Verteidigungs- oder Eroberungswaffe greifen. »Die durch die Anhäufung von Nahrungsressourcen begünstigte Überbevölkerung erzeugt einen Bedarf nach weiteren Ländereien, und zwischen den Gemeinschaften kommt es zu Kämpfen um den Besitz von Territorien. Plünderungen und Eroberungen werden zu einer verbreiteten Praxis.«

was zur Ablösung der Muttergöttin führte:

„Der mächtige Muttergöttin-Kult, der nach heutiger Datierung seit mindestens 100 000 Jahren v. Chr. den Menschen Geborgenheit schenkte, reichte nicht mehr aus und wurde zwischen 2500 und 1900 v. Chr. in weniger als einem Jahrtausend ersetzt durch einen Vatergott (Brahma, Jahwe, Zeus, Jupiter), aber nicht weil die Männer die Frauen unterjochen wollten, sondern weil der Zeitgeist mit Aufkommen der organisierten Kriege das »Kämpfenkönnen der Männer« höher bewertete als das »Fruchtbarsein der Frauen« Frauen und Männer wandten sich gemeinsam ab von weiblichen Gottheiten, da sie sich von männlichen Göttern besser beschützt fühlten. So ging beispielsweise die ägyptische Göttin Isis, die auch in der ganzen griechischen Welt verehrt wurde, in dem Gott Osiris auf. Die assyrische oder babylonische Göttin Ischtar wird zum männlichen Gott Aschtar. Die ursprünglich weibliche Sonne der Kelten (evtl. Sonnengöttin) mutiert zum Sonnenheld, später zum Sonnengott. Die keltische Hirschkuh- Göttin, das Symbol der Fruchtbarkeit, wandelt sich in einen Hirschgott.“

Bis hierhin lässt sich festhalten: Männer im Matriarchat mussten also bis in den Tod dienen, kämpfen, bluten und schuften, genossen aber keinerlei Rechte. Warum bloß haben sie die Revolution angezettelt? Weil sie inhärent böse sind, Allmacht ausüben wollen und einen Minderwertigkeitskomplex pflegen!

Wenn aber Matriarchatsforscher und Feministen ein psychologisches Defizit beim Mann ausmachen, weshalb er sich gegen das Matriarchat aufgelehnt hätte, handelt es sich um Projektion. Der Götter- besser: Göttinnenwahn findet sich bei Feministinnen. Für sie ist es eine massives narzisstische Kränkung, dass sie zur Fortpflanzung auf den Mann angewiesen sind und dass die Mutter im Universum des Kindes nicht alleine existiert, sondern dass sich dort auch noch der Vater findet, der eine existenzielle Rolle im Leben des Kindes spielt. So wie die Mutter das Kind wie so oft als Alleinmächtige ganz für sich allein will, so will sie, das Kind nur sie allein und sonst niemanden kennt – erst recht nicht den Vater, oder, im Falle von PAS: Er ist der Teufel und sie die Muttergöttin, ganz wie ein Gott, der keine anderen Götter neben sich duldet. Beim Missymagazin phantasiert man von Fortpflanzung ohne Sperma. Uhlmann wendet alle Energien auf, den Vater zu vernichten. Auch Lucia träumt davon, dass sich Frauen selbst befruchten und der Mann damit überflüssig wird, und bei den Störenfriedas heißt es: „Reminder: Frauen, ihr seid Göttinnen! Euer Körper erschafft neues Leben!“ Eine Feministin erkennt den Vater nicht als gleich, als gleichberechtigt an. Eher schafft sie sich allein eine Puppe an, über die sie dann Allmacht ausüben kann, als sich mit einem Partner auf Augenhöhe auseinandersetzen zu müssen. Das Defizit findet sich bei ihr, nicht beim Mann, der als Vater nur das will, was einer Mutter auch zugestanden wird: Für sein Kind da sein.

Im Matriarchat schuftet der Mann genauso wie im Patriarchat für Mutter und Kinder, aber genießt keinerlei Rechte, weder als Vater noch als Mensch. Laurie Penny schreibt über desolate Zustände von den Frauen da unten:

„…füllt sich der Keller mit Wasser und Millionen von Frauen und Mädchen sind samt ihren Kindern da unten eingesperrt und starren nach oben, während ihnen das Wasser in die Schuhe läuft, um die Knie schwappt und langsam zum Hals steigt.

Die Männer zeichnen sich durch Abwesenheit aus, sie gehören nicht mehr zu der Familie. Allerdings wird auch der Vorwurf an sie gerichtet, dass sie diese Familien, aus denen sie rausgeworfen wurden, nicht mehr mit ihrer Arbeit zu unterhalten. Auch Antje Schrupp will Väterrechte abschaffen und Kindererziehung über Steuern finanzieren. Natürlich nicht über eine Frauensteuer, so dass Frauen ihr Vorrecht selbst finanzieren müssten. Beide Feministinnen denken matriarchal, sie wollen den Vater vernichten, aber auch parasitär auf seine Kosten leben, wie es im „Patriarchat“ oft der Fall ist.

Im Patriarchat pflegen Kind und Vater eine Beziehung, es gibt einen Vater. Das geschieht nicht über Machtausübung oder Unterdrückung der Mutter, der Frau, denn sie ist einverstanden da privilegiert. Sie ist einverstanden damit, dass der Vater im Patriarchat sein ganzes Leben lang für die Mutter arbeitet, die Früchte seiner Arbeit ihr und dem Kind opfert. Die Mutter stellt sich zwischen Vater und Kind und greift die Ressourcen ab, die vom Vater für sein Kind erarbeitet werden. Dieses unsichtbare Privileg, welches man mit Milliarden beziffern müsste und sein Extrem in der Nurhausfrauenehe findet, ist für die Frau ein höchst komfortabler Deal, weshalb sie das „Patriarchat“ immer mitgetragen und gestützt hat – zum Beispiel in der Kindererziehung, mit der sie die kleinen Jungs zu Frauendienern erzieht.

Ein ernstzunehmender Feminismus entstand nicht, weil die Frauen sich gegen eine vermeintliche Unterdrückung aufgelehnt hatten, sondern weil es mit der Moderne immer mehr gute Jobs gab, für die Elite, die nicht mit knallharter Maloche verbunden waren. Das ist auch der Grund, weshalb der ganze Feminismus schon immer eine sehr elitäre und damit abgehobene Veranstaltung war, die sich nicht an die Arbeiterin richtete, womit sich für diese auch kaum was geändert hat. Das ganze Märchen vom frauenunterdrückendem Patriarchat ist – da von Frauen genauso gewollt ergo keine Unterdrückung – ein Mythos.

Djadmoros: Grundsätzliches zum Feminismus

Djadmoros (Mail-Korrespondenz):

Kontext: Es geht darum, eine möglichst allgemeine Formel für das zentrale Problem der feministischen Weltanschauung zu finden.

Ausgangspunkt war der aus der Ethnologie (Klaus E. Müller) stammende Grundgedanke, dass menschliche Gesellschaften räumlich nach Endosphäre und Exosphäre (man könnte auch sagen: Binnenzone/Innenbereich vs. äußere Umwelt) gegliedert sind und diese Bereiche wenigstens tendenziell geschlechtsspezifisch zugeordnet sind. Das heißt: am »Perimeter«, an der räumlichen Außengrenze der Gemeinschaft, ist der Mann positioniert, um den Binnenbereich (mit den fortpflanzungsfähigen Weibchen und der »Brut«) zu schützen. Das kann man evolutionsbiologisch herleiten, in dieser Hinsicht sozusagen ganz konventioneller „Evochris“.

Natürlich ist das beim Menschen kulturell überformt, und man kann beliebig viel Ideologie darauf häufen, warum es auch heute noch eine »natürliche« Arbeitsteilung sein soll. Beauvoir hatte eine ähnliche Idee, als sie von Sartres Existentialismus die Konzepte von Transzendenz und Immanenz übernommen und kritisiert hat, dass Frauen traditionell dazu erzogen werden, in der Zone der Immanenz zu verharren. Transzendenz erlangt man aber vorzugsweise in der Exosphäre, wo der Mann sich selbst riskiert und dabei, wenn er nicht umkommt, über sich hinauswächst, und Frauen bleibt das Beauvoir zufolge verwehrt.

Im Laufe der Geschichte weicht diese Innen/Außen-Dichotomie auf, weil irgendwann eine Sphäre des Politischen bzw. eine bürgerliche, zivilgesellschaftliche Öffentlichkeit entsteht, also ein Bereich, der weder privat noch außergesellschaftlich ist, sondern dazwischen liegt, und diesen öffentlichen Raum hat die Frauenbewegung für Frauen erobert. Seither steht Frauen der Weg aus der beauvoirschen Immanenz im Prinzip offen. Und viele Frauen, ob nun vom Feminismus beeinflusst oder nicht, sind ihren Weg in der zivilgesellschaftlichen Sphäre erfolgreich gegangen, und insoweit es dem Feminismus darum ging, Frauen dazu zu ermuntern, betrachte ich die Frauenbewegung als legitime moderne Emanzipationsbewegung.

Nun ist das aber bloß die halbe Wahrheit: zumindest die *neue* Frauenbewegung war von Anfang an auf einem Auge blind – nämlich dafür, dass die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung für Männer nicht nur Privilegien, sondern auch Kosten mit sich bringt: klassischerweise das, was Farrell den *disposable male* nennt: als Mann bist Du im Zweifelsfall verheizbar, weil (polemisch kurzgefasst) Deine Frau im Notfall auch vom Nachbarn schwanger werden kann, ihr Fortpflanzungspotential durch Deinen Tod also für die Gesellschaft nicht vergeudet ist. Das hatte auch Esther Vilar im Grundsatz erkannt und in Breite ausformuliert (»die Frau ist vom Mann abhängig wie das Auto vom Benzin«) und war darum für Alice Schwarzer »Staatsfeind Nummer Eins«. Das ist der *empirische* Skandal des Feminismus: alles zu ignorieren, was nicht ins ideologische Raster passt.

Der *theoretische* Skandal des Feminismus, der sich mit dem empirischen Skandal wechselseitig stützt, ergibt sich aus der Frage: welchen Begriff der *Gesellschaft* haben Feministinnen eigentlich? Ein Lexikoneintrag (Lexikon zur Soziologie, VS Verlag) definiert »Gesellschaft« als »Summe von Individuen, die durch ein Netzwerk sozialer Beziehungen miteinander in Kontakt und Interaktion stehen, bzw. als Summe der sozialen Wechselwirkungen.« Aber welche Art von »sozialen Wechselwirkungen« wird vom Feminismus thematisiert? Männer erfinden das Patriarchat, das Patriarchat dient der Privilegiensicherung von Männern, und wenn das Patriarchat einmal nicht der Privilegiensicherung von Männern dient (»das Patriarchat schadet auch Männern«), dann leiden die Männer unter selbstverschuldeten Rollenzwängen. Das, was in meinen Augen der Grundgedanke aller Soziologie ist: dass es »soziale Wechselwirkungen« gibt, die sich nicht aus den Handlungsabsichten, sondern aus (beabsichtigten und unbeabsichtigten) Handlungsfolgen ergeben, fällt im Feminismus unter den Tisch bzw. wird unter den Teppich gekehrt.

Beispiel: Männer führen Kriege, die Handlungsabsicht dahinter ist: schütze Deine Sippe vor Gewalt und mehre die Deiner Sippe zur Verfügung stehenden Ressourcen. Nicht-intendierte soziale Wechselwirkung: irgendwann werden die Kollateralschäden des Kriegs zu hoch, weshalb sich ein Gewaltmonopol durchsetzen kann (also nicht nur faktisch durchsetzt, sondern aufgrund der Befriedungswirkung auch Akzeptanz genießt), das dann »Staat« heißt (z. B. Altägypten, Römisches Reich, absolutistischer Fürstenstaat). Nun kann man diese Geschichte im Sinne der griechischen Tragödie als tragische Verstrickung erzählen, die am Ende eine neue friedenssichernde Institution hervorbringt (Pharao, Caesar, Leviathan), oder im Sinne des Feminismus als »Geschichte patriarchaler Gewalt«. In letzterer Variante gibt es keine echten äußerlichen Faktoren, sondern »der Mann« ist die ultimate Ursache von allem: und weil man das irgendwie substantiieren muss: die inhärente *Psychologie* des Mannes, seine »männliche Hegemonialität« und »toxische Männlichkeit«.

Der theoretische Skandal des Feminismus besteht also darin, Soziologie in Vulgärpsychologie zu verwandeln, indem dem Mann und seinen angeblichen Charaktermerkmalen zugeschrieben wird, was eigentlich einer Ebene »sozialer Wechselwirkungen« zuzuschreiben wäre. Die typische Feministin sieht einen Mann und *hält ihn für* die »Gesellschaft«. Weil Männer im »Patriarchat« angeblich so mächtig sind (»Macker-Internationale«), dass alles ganz anders sein könnte, wenn sie denn nur wollten. Dieser Fehlschluss ist im Kern »verschwörungstheoretisch« (komplexe anonyme Effekte werden der bewussten Planung einer kleinen, mächtigen Gruppe zugeschrieben) und führt zu der Paradoxie, dass es keine weibliche Freiheit gibt, die nicht als patriarchal verschuldete Unfreiheit gedeutet werden kann, sobald sie an irgendwelche Grenzen stößt. Und darum erwarten Feministinnen auf dem Umweg über den Staat von Männern ein kompensatorisches Handeln (Quoten, Gender Budgeting, Förderprogramme, etc. pp.), dessen Charakter als Frauen *privilegierendes* Handeln unsichtbar bleibt. Weil es für Frauen *per definitionem* keine Privilegien gibt, sondern nur kompensiertes Unterdrücktsein, und analog für Männer per definitionem keine Benachteiligung und Diskriminierung.

Im Endeffekt gibt es im Feminismus keine demokratische Vermittlung widerstreitender Interessen unter Bedingungen knapper Ressourcen (das ist das, worauf Lucas Schoppe immer wieder hinweist, seit er bloggt), sondern »Fraueninteressen« sind a priori das höchste gesellschaftliche Gut, der Trumpf, der alle anderen Karten sticht. Antje Schrupp treibt das auf die Spitze: Feminismus wird ausschließlich durch das definiert, was Frauen wollen und fordern sollten, nicht durch irgendwelche äußeren Randbedingungen. Weil jegliche Einschränkung weiblicher Handlungsmöglichkeiten *per definitionem* ein Resultat »des Patriarchats« ist. In diesem Sinne wird von Feministinnen »der Mann« mit »der Gesellschaft« gleichgesetzt.

Djadmoros: Der Mythos vom Patriarchat und der Niedergang des Feminismus

2011-10-09

Die Liebe des Vaters als Schlüssel zu seiner Ausbeutung

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Homer gefangen an seinem Arbeitsplatz, der Hölle. Warum lässt er das mit sich machen?

Schon Esther Vilar hielt fest: Männer sind bescheiden. Sie brauchen nicht viel im Leben an Geld und Gütern um glücklich zu sein. Der Radikalmaskulist Eugen Prinz haut in dieselbe Kerbe: Als Mann habe man alles Notwendige mit vier Stunden Arbeit den Tag, kein Grund also, mehr zu arbeiten.

Warum malochen Männer dann doch wie die Verrückten, ihr Leben lang? Antrieb hierfür ist die Liebe zu ihren Kindern. Väter wollen, dass es ihre Kinder gut haben, und ein gutes Leben ist abhängig von Sicherheit, garantiert durch ein stabiles Einkommen. Dass Väter zum Beispiel mehr arbeiten, wenn der Nachwuchs auf der Welt ist, liegt nicht daran, dass die Männer vor den Babys flüchten würden, sondern um das nötige Kleingeld zu verdienen – Arbeit bedeutet auch für die meisten Männer nicht „Karriere und Selbstverwirklichung“ sondern Entbehrung, Leid, Mühsal. Einer Alice Schwarzers größte Kraftanstrengung besteht darin, einen Kulli zu halten – sie würde anders über die Nurhausfrauen schreiben, wenn sie zum Beispiel unter Tage malochen müsste,  und wenn sie unter diesen Umständen überhaupt noch Zeit und Nerven für die Schriftstellerei finden würde.

Die Liebe zu ihren Kindern geht für die Väter bis zur Grenze der Selbstzerstörung und darüber hinaus – selbst dann noch, wenn sie ihren Kindern keine Väter mehr sein dürfen. Viele Mütter treffen die Entscheidung, den Vater aus dem Leben ihres Eigentums zu löschen, sich aber eben dieses Leben von dem zum Unterhaltssklaven degradierten Vater finanzieren zu lassen, indem sie die Kinder als Geiseln nehmen und damit den Geldfluss erpressen. Bemerkenswert ist übrigens, mit welcher Selbstverständlichkeit Mütter nehmen, sich einbilden, sie hätten ein moralisches Recht darauf. Ein deutliches Zeichen, dass wir in einem Matriarchat leben. Und die Väter machen das mit!

Warum?

Aus demselben Grund, aus dem heraus auch eine Familie das Lösegeld zahlen würde, um ein entführtes Kind zurück zu bekommen. Sie lieben ihre Kinder. Und keiner will sich später vom Kind anklagen lassen, dass er sich nicht gekümmert habe.

Aber Halt! Drücken sich Väter nicht oft um den Unterhalt? Ein bösartiger Giftbeutel von Ministerin glaubte dieses Märchen und wollte „zahlungsunwilligen“ Vätern den Führerschein wegnehmen lassen. Das Ganze verlief im Sande, da die Forschung zu anderen Ergebnissen über die vermeintlichen „Unterhaltspreller“ kam, Arne Hoffmann im gänzlich lesenswerten „Lexikon der Feministischen Irrtümer“:

Die Behauptung, „eine der wichtigsten Ursachen ist die Zahlungsunwilligkeit der ehemaligen Partner“, hatte sich der namentlich wie so häufig nicht genannte Tagesschau-Redakteur anscheinend nur ausgedacht. Entgegen den Behauptungen des ARD-Flaggschiffs gibt es keinerlei entsprechende Anhaltspunkte; Hartmann selbst legt mit seinen Ausführungen nahe, dass die betreffenden Väter schlicht zu wenig verdienen, um Unterhalt leisten zu können. Nachdem Klein den tatsächlichen Sachverhalt aufgedeckt und öffentlich gemacht hatte, musste die Tagesschau ihre Behauptungen zurücknehmen und um Verzeihung bitten:
„Insofern ist die Schlussfolgerung, dass der Nicht-Erhalt des Unterhalts auf
Zahlungsunwilligkeit zurückgehe, unzulässig. Wir bedauern diese Verkürzung und danken unseren Lesern für entsprechende Hinweise.“
In der Tat sind ausbleibende Unterhaltszahlungen vielfach keineswegs Böswilligkeit zu verschulden. „Vielen Vätern bleiben derzeit nur 1100 Euro zum Leben – dieser Selbstbehalt ist bundesweit einheitlich festgelegt“, berichtet der Bundesvorsitzende des Interessenverbandes Unterhalt und Familienrecht (ISUV), Josef Linsler. In ländlichen Regionen wie dem Bayerischen Wald komme man damit wahrscheinlich noch gut zurecht, in Großstädten wie Hamburg dagegen kaum. „Viele Väter krebsen am Existenzminimum – das bedeutet, dass viele den Unterhalt nicht zahlen können, obwohl sie wollen.“

Trennungsväter sind einfach sozial erledigt. Dazu gehört übrigens auch, dass sie überdurchschnittlich oft von Obdachlosigkeit und Suizid betroffen sind. Aber Empathinnen prügeln noch mal ein auf solche, die einfach nur Hilfe brauchen, und zwar dringend in einer emotionalen wie wirtschaftlichen Notlage – es ist ein Alptraum, von seinen Kindern getrennt zu werden. Naja, was soll man halten von Gesellschaften, die sich „Ministerien für alle außer Männer“ leisten.

Väter, die ihre Kinder abtreiben, wie zum Beispiel Leutnant Dino, sind selten. Er hätte keine Vatergefühle für seine Kinder, gibt er zu Protokoll und das war’s dann. Er hat kein schlechtes Gewissen, dass er keinen Unterhalt zahlt, er liebt nicht, also lässt er sich nicht erpressen. Seine Ex, die wie viele andere sich ihr selbstsüchtiges Lebensmodell von ihm finanzieren lassen wollte, hatte sich das anders ausgemalt.

Feministinnen wie Antje Schrupp wollen Väter gänzlich entrechten und Kinderaufziehen über Steuern finanzieren lassen – also der Mann als Kollektiv, nicht als Individuum soll zahlen. Das führt zur Frage, warum sich ein Mann für diese Gesellschaft krummschuften sollte. Aber wenn die Männer sich nicht mehr krummschuften, könnte das Probleme geben mit den Steuern, auf deren reichliches Sprudeln die Feministin spekuliert.

Als Beispiel könne man die „Grasfresser“ in Japan hernehmen. Junge Männer, die nur das nötigste brauchen; und dieses Nötigste ist ein leistungsstarker PC, mehr nicht. Sie ziehen sich in ihre Fantasiewelten zurück, wo sie gegen Drachen kämpfen und unbekannte Sterne erforschen. Sie leben vom Nötigsten, fressen Gras, und denken nicht im Traum daran, das Leben mit Übervollzeitarbeit zu verbringen, um Frauen zu ernähren, von denen sie nicht vorhaben, sie zu heiraten. Wie sagte Esther Vilar? Männer sind bescheiden.

Zensiert: „Das bisschen Arbeit“

Betroffener Artikel: Jetzt.de – „Das bisschen Arbeit

Kontext: Text über ein kleines Twitterprojekt, welches vermeintlich die Rollen der Geschlechter tauscht, also ein Matriarchat beschreibt, um so zu verdeutlichen, dass unser „Patriarchat“ frauenfeindlich sei.

Zensierter Kommentar:

Oha, ein Matriarchat also?

Also eine Gesellschaft, in der Frauen die Mehrheit der Obdachlosen und Selbstmörder stellen; unter Tage arbeiten, Mülltonnen reißen oder in den Kanälen die Sch***e wegräumen? Eine Gesellschaft, in der die meisten (tödlich) Verunglückten im Berufsleben Frauen sind, und dieses Geschlecht auch generell die geringere Lebenserwartung hat? Eine Gesellschaft, in der der Vater die Macht hat, die Mutter aus dem Leben „seiner“ Kinder auszulöschen, und sich dieses Lebensmodell von eben jener Mutter mit erzwungenen Unterhaltsleistungen finanzieren zu lassen?

Leute: Ich bin dabei!

Ok, um mal auf das Beispiel der „umgekehrten Diskriminierung“ im Titel einzugehen: Jeder weiß, dass wenn Kinder kommen, es die Frauen sind, die zu Hause bleiben. Und dem ist so, weil das kein Nachteil ist, sondern ein Privileg. Arbeit bedeutet nämlich nur selten „Karriere oder Selbstverwirklichung“ sondern Leid, Entbehrung und Mühsal – es ist ein Vorteil, sich dem entziehen zu können (Feminismus war schon immer ein sehr elitäres Projekt). Eine Studie der Glücksforschung kam zum Ergebnis, dass Hausfrau der, nicht: ein, DER! glücklichste Beruf ist (ich würd‘ verlinken, darf hier aber nicht). Frauen kommen nicht auf die Idee, ein ganzes Leben lang malochen zu gehen, und den größten Teil ihres Einkommens an Mann und Kind abzugeben (btw.: Obwohl Frauen weniger Geld erarbeiten, geben sie mehr aus, soviel zum Thema „Taschengeld“). Eine andere Studie kam zum Ergebnis, dass Frauen sich einfach weigern, einen Mann erneut zu daten, wenn er weniger als sie verdient, auf diese Weise legen Frauen fest, wer von der außerhäuslichen Maloche befreit wird: Natürlich der, der weniger verdient.

Umgekehrt Väter: Diese lieben ihre Kinder und wollen, dass es ihnen gut geht. Und ein verdammt gute Grundlage dafür, dass es jemanden gut geht, ist, sein Leben auf eine solide finanzielle Basis zu stellen. Das heißt: Sie hängen sich erst recht rein.

Daraus ergibt sich, dass auf einen Mann einfach mehr Verlass ist. Der vermeintliche Sexismus ist also nicht willkürlich oder kommt aus dem Nichts – auf der anderen Seite gibt es aber Gesetze, die Frauen vor daraus folgender Diskriminierung schützen sollen.

Männer richten die Welt zugrunde. Frauen sitzen zu Hause vor dem Fernseher.

Derzeit kommt es im guten alten, deutschen Patriarchat zu Störungen. Es läuft nicht mehr richtig rund. So kommt es zum Beispiel zu Medikamentenengpässen und das ist so richtig übel. Auf Medikamente angewiesen zu sein, und dann keine mehr zu erhalten ist eine fiese Sache. Schuld sind natürlich Männer, denn Männer halten die ganze Welt am Laufen, und wenn es stottert, dann stehen selbstverständlich sie in der Verantwortung.

Halt! „Halten die Welt am Laufen“?!

Was für eine zynische Verkehrung der tatsächlichen Verhältnisse. Männer richten die Welt zu Grunde! Medikamente beispielsweise werden mit grausamen Männer- und Tierversuchen erforscht. Und nicht nur das: Wo immer die Männer am schaffen sind, steuern sie zielsicher auf die Katastrophe zu: Klima, Umweltverschmutzung, Atom-GAUs, Kriege, Orangenhaut etc. pp..

Hin und wieder versuchen Feministen nachzuweisen, dass Frauen nicht ganz so unschuldig sind, wie man meinen könnte. Dann werden unter großen Mühen irgendwelche Frauen gesucht, die sich genauso wie Männer schuldig gemacht haben. Aber davon sollte man sich nicht ablenken lassen: Der Erfinder der Atombombe war ein Mann.

Genau so einer, der zum Beispiel unter Tage Kohle schürft und damit direkt verantwortlich ist für den Klimawandel. Er muss das ja nicht tun, er könnte stattdessen bei Green Peace anheuern. So könnte er seiner Familie, ganz besonders den Kindern, auch den Lebensunterhalt sichern.

Wer hingegen Zwängen ausgesetzt ist, ist seine Frau. Sie ist schlicht genötigt, all die planetenzerstörenden Übel von Milchprodukten über Strom bis Heizung und SUVs zu nutzen. Würde sie alles boykottieren, was üble Männer in ihren Teufelsküchen zusammenbrauen, sie müsste in einer Höhle leben. Ohne Tür. Man kann einfach nicht von einer Frau verlangen, dass sie auf Kosmetika verzichtet, die mit Vorhäuten genitalverstümmelter Säuglinge produziert wurden.

Das heißt: Frauen müssen an die Macht. Man nehme die BILD. Seitdem bei ihr eine Frau die oberste Chefin ist, hat sie sich von einem menschenverachtenden Hetzblatt zu einem leuchtenden Vorbild für alle Humanisten gewandelt.

Die maskulistische Revolution

Nach 100.000 Jahren Matriarchat ist nun die Zeit gekommen, diese Tyrannei zu stürzen und ein Patriarchat zu errichten, in welchem die Frauen ihre alten Schulden abzuarbeiten haben. Das heißt, Frauen gehen ihr Leben lang malochen und geben die Kinder und das Geld, welches sie verdienen, dem Vater.

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Nach der Revolution Frauensache

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In der neuen, besseren, gerechteren Gesellschaft werden die Frauen die harten, schmutzigen, schlauchenden Arbeiten übernehmen, etwa als Müllfrauen, Kanalarbeiterinnen oder Gerüstebauer. Auch viele Chefposten  – mit Plackerei verbunden – werden von Frauen besetzt sein, das macht aber nichts, denn diese Frauen werden einer Gehirnwäsche unterzogen, schon als Kinder durch den Vater, so dass sie ihre Macht als Männerdiener nutzen, sich als Verbündete der Männer begreifen, denen geholfen werden muss, da sie es ja so schwer haben in einer von fiesen, toxischen Frauen beherrschten Welt. So wird sie bspw. als Frau an der Macht Gesetze verabschieden, die Beschneidung von Jungen verbieten aber von Mädchen erlauben. Oder Gesetze, die unwillkommenes Verhalten von Frauen gegenüber Männern verfolgen und deren Karriereende bedeutet sowie Verlust jeglicher Reputation. Wenn eine Frau bei der Arbeit stirbt, wird das kein Thema sein. Fühlt sich aber ein Mann durch eine Frau belästigt wird das breit diskutiert und Anti-Belästigungs-Gesetze werden verabschiedet.

Die Kinder werden von den Vätern großgezogen. Den Mädchen bleut man ein, das sie ihr Leben der Gesellschaft, also den Männern und ihren Kindern zu opfern haben. Das heißt, sie arbeitet ihr Leben lang und stellt damit den Vater von der Arbeit frei. Sollte es zur Trennung kommen, muss die Mutter dennoch weiterzahlen und malochen, selbst wenn sie erleben muss, dass ihre Kinder zum Hass gegen sie erzogen werden.

Allgemein werden Männer als bessere Menschen gelten. Frauen hingegen werden als toxisch angegriffen. Da Frauen im Patriarchat – welches aber nur „Matriarchat“ genannt wird, in welchem alles zu Gunsten der Frau ausgerichtet sei – größeren Belastungen ausgesetzt sind und weniger Hilfe erhalten, weil sie grundsätzlich weniger Empathie genießen, stellen sie auch die Mehrheit und den Drogenkranken, Selbstmördern und Obdachlosen. Dies wird aber so ausgelegt werden, dass Frauen aufgrund ihrer Toxizität selbst schuld daran seien, sie müssten nur diese schädlichen Charaktereigenschaften ablegen.

Männer dürfen nahezu beliebig ihre Frauen misshandeln, die allgemeine Propaganda aber verbreitet das Bild von der brutalen Frau, unter der Männer und Kinder zu leiden haben und gegen die vorgegangen werden muss. Auch werden Frauen gezwungen, im Kriegsfall ihr Leben und Unversehrtheit zu opfern, was man aber in der Propaganda so auslegen wird, dass sie kriegsgeil wären, und deshalb Kriege führen würden, obwohl sie geführt werden.

Diese Patriarchat, Pardon: „Matriarchat“ wird das Paradies. Zwar nicht für Frauen, aber die haben ja auch eine jahrtausendealte Schuld abzutragen.

Konnte der Mann der Frau verbieten, arbeiten zu gehen?

Ein Kommentar, zu wertvoll, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen.

Wider die Legende der Jobkündigung bis 1975:

„Bis 1976 konnte zum Beispiel der Ehemann zum Chef seiner Frau gehen und sagen, hiermit kündige ich ihre Stelle, die macht ihren Haushalt nicht ordentlich.“ (A.S.)
Wer das betreffende Gesetz liest, stellt fest, dass der Mann das nicht konnte. Er konnte, lt. Gesetz, zum Gericht gehen, und die Kündigung des Jobs beantragen*1, also nicht unmittelbar kündigen.

Wer aber nicht nur das Gesetz liest, sondern auch das Grundgesetz und zudem weiß, dass das GG seit Anfang der 50er nicht nur in Kraft ist, sondern unmittelbar geltendes Recht ist und die anderen Gesetze sticht, der weiß auch, dass dieses Recht von Beginn der Bundesrepublik an grundgesetzwidrig war.

Die BRD hat bei ihrer Gründung das BGB der Weimarer Zeit en bloc übernommen, wissend, dass darin manches grundgesetzwidrig ist, aber als Provisorium war das nach der Nazizeit ein Anfang. Man konnte nicht alle Paragraphen (über 1000) mal schnell eben an die neue Rechtslage anpassen. Aber schon die ersten Kommentare zum BGB, beispielsweise der normativ geltende Palandt, wiesen darauf hin, dass dieser Paragraph angesichts des GG keinen Bestand mehr habe.

Das war Allgemeinwissen unter Juristen – nur zu den Feministinnen hat es sich bis heute nicht rumgesprochen. Je länger es her ist, um so häufiger wird die Legende verbreitet.

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*1 Wenn die Frau über die Arbeit ihre häuslichen Pflichten vernachlässigte (Anm. uepsilonniks)

„Patriarchat überwinden“ – Was bedeutet das?

Screenshot_2019-02-05 FSI auf Twitter Skandal um Anhörung im Rechtsausschuss des Bundestages am 13 02 209 Zur Anhörung Wech[...]

In der Väterherrschaft haben Väter nix zu melden. Das ist aber nur zum Besten aller.

Eine besondere Mutprobe ist es, vor einer Versammlung von Kampflesben einen Vortrag über die Vorzüge des „Patriarchats“ zu halten… Dieser Witz bedarf keiner weiteren Erklärung: Denn wie man alltäglich auf allen Kanälen um die Ohren gehauen bekommt, ist unsere Gesellschaft ein „Patriarchat“, d.h. eine Gesellschaftsform, welche für alle menschengemachten Übel auf der Welt verantwortlich ist. „Patriarchat“ heißt „Herrschaft der Väter“. Diese Benennung wäre zum Lachen, wenn es nicht soviel Leid verursachen würde, dass seltsamerweise die Mutter die Möglichkeit hat, den anderen, störenden Elternteil zu entsorgen und somit gegen den Willen dieses Vaters darüber bestimmen kann, wie sie mit ihren Kindern lebt – eine Definition von Macht. Da wir also in einer Mütterherrschaft leben und Mütter die Macht auch außerfamiliär und institutionell innehaben, stellt sich die Frage, was das Gerede vom „Patriarchat“ soll. Es bedeutet, das Problem liegt bereits darin, dass Vaterschaft überhaupt existiert, dass es Männer gibt, die sich als Väter begreifen, und Kinder, die in solchen Männern ihre Väter erkennen. Das ist ein  – wenn nicht der – Kern feministischer Politik: Die Abschaffung des „Patriarchats“ bedeutet die Abschaffung von Vaterschaft. Die Kinder sollen gar nicht erst eine liebevolle und tragfähige Beziehung zu ihren Vätern entwickeln, denn Feministen wissen wohl: Alleinerziehen ist Befreiung.

Allerdings steht dabei schon allein das Wissen um Vaterschaft dieser Befreiung im Weg. Man weiß von Kindern, die aus anonymen Samenspenden entstanden sind und sich aus eigenem Antrieb heraus auf die Suche nach ihren Vätern machen. Kinder also, die ihren Vater nie kennengelernt hatten aber dennoch den Wunsch verspüren, ihn kennenzulernen. Ein Fallbeispiel wäre diese alleinerzogene Tochter, die eine recht „problematische“ Beziehung zu einer Mutter führt, die ihre Abneigung gegen den „biologischen Erzeuger“ nicht gerade subtil auslebt:

Ein Jahr später, ich durfte mit ein Paar wenigen Freunden in meinem Zimmer meinen 15. Geburtstag feiern. Als wir gerade anfingen rum zu kichern und spaßig und ausgelassen zu werden, ging meine Zimmer Tür auf und meine Mutter kam herein. Meine Mutter, hatte immer große Freude daran, für mich gute Situationen zu benutzen um Bomben platzen zu lassen, die darauf abzielten mich bloß zustellen oder in irgendeiner Weise seelisch zu verletzen.

Sie kam also herein und wir wurden natürlich sofort still, blickten sie an. Sie ließ ihren Blick einmal durch unsere Runde schweifen, schaute mich dann an und sagte: “ Ich hab noch ein Geburtstagsgeschenk für Dich!“ Ich horchte auf. Den Ton den sie Anschlug, war für meine Freunde erst Mal ein sehr freundlicher. Ich allerdings wurde sofort nervös.

Sie fuhr lächelnd fort: “ Dein Vater ist gestorben, Happy Birthday!“ Sie überreichte mir dabei, das Anschreiben vom Jugendamt, indem ihr Mitgeteilt wurde das mein Vater verstorben sei. In Anlage als Kopie hinzugefügt, seine Sterbeurkunde.

Sie drehte sich ohne ein weiteres Wort um, schloss die Tür wortlos hinter sich.

Es ist ein halbes Jahr Vakuum danach in meinem Kopf. Ich kann nur Wirren zu dieser Zeit rekonstruieren. Klar erinnern kann ich mich dann wieder ab dem Moment als ich panisch vor Angst um mein Leben fürchtend, die Wohnung meiner Mutter verließ. (zur Gänze lesenswert)

Um solche Unfälle zu vermeiden, wäre es natürlich sehr praktisch, wenn man sich der Existenz von Vaterschaft gar nicht bewusst wäre, wenn Vaterschaft einfach keine Sache wäre, wie dieses Goldstück erkannte:

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Das ist Nonsense: Die Matriarchatsforschung ist noch unseriöser als Gender-Studies. Aber Ok: Die Ursache des Übels  – die „Herrschaft“ – ist also die Bindung. Was bedeutet dies? Es bedeutet Liebe. Die Liebe eines Vaters zu seinen Kindern und ganz besonders die Liebe von Kindern zu ihren Vätern; gäbe es nur Ersteres, wäre die Entsorgung von Vätern bei weitem nicht so problematisch. Eine Mutter, die die Liebe ihrer Kinder zu dem Vater akzeptiert, muss darauf natürlich Rücksicht nehmen.

Die Mutter, die um die Vater-Kind-Liebe weiß, kann sich nicht einfach in einem gewalttätigen Akt über diese Liebe hinwegsetzen, wie es soviele „Alleinerziehende“ tun, die dann auch im Vergleich zu Vätern Totalversagerinnen sind, was ihre Kompetenz angeht, glückliche Kinder großzuziehen. Nur: Also was?! Der Vater muss genauso Rücksicht auf die Mutter nehmen. Es ist eine gegenseitige Abhängigkeit. Das erinnert an das Lamento, dass eine gleichberechtigte Sorge nach der Trennung für die Mutter bedeute, dass der Vater Macht über sie ausübe, weil sie ihm in allen wichtigen Fragen „hinterherrennen“ müsste. Auch hier: Das gilt für den Mann gleichermaßen, nur dass man einem Vater, der die Mutter-Kind-Liebe als als ein Problem ausmacht, zu Recht bescheinigen würde, zutiefst krank zu sein.

Das ist auch kein Ausreißer einer gestörten Soziopathin. Feministischerseits ist das Narrativ von Vaterschaft als Problem weit verbreitet. Laut dem Spitzenstar des zeitgenössischen Feminismus‘, Laurie Penny, seien Väter in der Familie lediglich auf Machtausübung aus, während sie über solche Familien so schreibt, als wäre das Projekt der Entväterung bereits abgeschlossen. Väter kommen in ihren Familien gar nicht mehr vor, allerdings gibt es dabei noch Probleme:

Millionen von Frauen und Mädchen sind samt ihren Kindern da unten eingesperrt und starren nach oben, während ihnen das Wasser in die Schuhe läuft, um die Knie schwappt und langsam zum Hals steigt.

Das ist mit Bravour matriarchal gedacht: Zwar ist der Mann als Vater nicht mehr Bestandteil der Familie, dennoch hat er für sie sorgen – und da er das angeblich nicht tut, ist er verantwortlich für das Elend der „Frauen und Mädchen und ihren Kindern“. Das heißt, Feministen wollen die Vorteile des „Patriarchats“ erhalten – die Arbeit des Vaters für die Familie, seine Sorge, sein lebenslanges Malochen – aber zugleich den „Nachteil“ abschaffen, sich mit einem Partner auf Augenhöhe herumschlagen zu müssen (eine Sichtweise übrigens, die unterstellt, dass sich Mann und Frau nicht in Liebe zugetan sind, sondern sich als Feinde gegenüberständen – eine typisch toxisch-feministische Betrachtung, die die ganze Gesellschaft vergiftet). Eine Vertreterin dieser Politik wäre Antje Schrupp, die Väterrechte gänzlich abschaffen und Kindererziehung über Steuern finanzieren will. Viele Trennungsväter können ein Lied davon singen: Sie dürfen ihren Kindern zwar kein Vater sein, aber für sie zu zahlen haben sie trotzdem. Kindesentfremdung ist nicht strafbar, wohl aber Unterhaltsprellerei. Das ist es, was hinter dem Kampf gegen das „Patriarchat“ steckt: Mit der Überwindung der „patriarchalen Herrschaft“ soll Vaterschaft, soll der Vater an sich abgeschafft werden.

Das Hausfrauenmodell und die „Unterdrückung“ der Frau

Unbenannt

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Die traditionelle Rollenverteilung stellt keine Unterdrückung der Frau dar sondern das Privileg, sich der außerhäuslichen Arbeit entziehen zu können durch einen Mann, der ihr dient. Dies ist das primäre Privileg, welches alle anderen gesellschaftlichen Verhältnisse bewirken und welche dann von Feministen beklagt werden, wie etwa, dass Frauen weniger Geld verdienen und seltener Chefs sind: Das sind sekundäre Nachteile.

Dass Frauen in den von Feministen begehrten Berufen oder in der Politik wenig vertreten sind, liegt nicht an ihrer Benachteiligung sondern an dem strukturell wirkenden Privileg, sich eher als ein Mann den unerquicklichen außerhäuslichen Arbeiten entziehen zu können; oder aber zwar schlechter bezahlte dafür aber auch angenehmere Tätigkeiten wählen zu können, in welchen man viel Lebenszeit verbringt, da es nicht an der Frau ist, den größten Teil des Familieneinkommens erarbeiten zu müssen.

Ein Vorwurf, der Männernrechtlern gerne gemacht wird, ist, sie fürchteten lediglich den Verlust ihrer Privilegien und wollten zurück in die 50er, als die Welt noch in Ordnung war: Mit ihm als stolzen Ernährer, der in die Welt hinausgeht und ihr als Heimchen am Herd. Der Punkt ist nur, dass die Rolle da draußen „in der Welt“ weniger Selbstverwirklichung und Karriere – wovon Feministinnen in Amüsierberufen ständig faseln – bedeutet sondern Leid, Mühsal und Maloche.

Aus der Glücksforschung weiß man, dass Frauen im Westen in den letzten Jahrzehnten unglücklicher geworden sind. Und das muss verwundern: Denn auch wenn man einräumt, dass es für Frauen in der patriarchalen Vergewohltätigungskultur immer noch schlimm ist, so muss man doch bilanzieren, dass sich doch hier und da etwas verbessert hat. Nun, was sich geändert hat, ist, dass Frauen mehr arbeiten müssen. Ihre Wahlfreiheit ist eingeschränkt worden, denn durch die neoliberale Politik des Lohndumpings können immer weniger Männer die Mittel aufwenden, die Frau gänzlich von der Arbeit zu befreien. Zu dieser Freiheit schrieb die bedeutende Feministin Simone de Beauvoir:

»Keine Frau sollte das Recht haben, zu Hause zu bleiben und die Kinder großzuziehen. Die Gesellschaft sollte völlig anders sein. Frauen sollten diese Wahl nicht haben, und zwar genau deshalb, weil, wenn es eine solche Möglichkeit gibt, zu viele Frauen sich dafür entscheiden würden.«

Eine Wahl zu haben, hat aber was mit Freiheit zu tun, und zwar eine, die Männer nicht teilen, also ein Privileg ist. Dennoch: Auf der internationalen Frauenkonferenz in Peking wurde u.a. festgeschrieben, dass jede Frau möglichst zu allen Zeiten einer Berufstätigkeit nachgehen müsse. Arbeit macht frei, ist die Logik dahinter. Nur: Wirklich freie Menschen, wie Millionäre zum Beispiel, sind vom Zwang zur Arbeit befreit, sie arbeiten nicht und leben trotzdem nicht am Existenzminimum. Feministinnen wollen ihre Geschlechtsgenossinnen deshalb zur Arbeit treiben, weil sie unter einem Minderwertigkeitskomplex leiden: Da Frauen vom Zwang zur Arbeit partiell mehr befreit sind als Männer, vollbringen sie auch weniger eindrucksvolle Taten wie etwa große wissenschaftliche Leistungen; weiter verachten sie das „Heimchen am Herd“, wenn sie sie nicht gerade als unterdrückt beschreiben.

Es lassen sich weitere Beweise anführen, wonach das Hausfrauenmodell die Frau nicht etwa benachteiligt, sondern privilegiert. Etwa Schweden: Wenn dort eine Frau zu Hause bleibt und sich um die Kinder kümmert, gilt sie als privilegiert. Hierzu muss man wissen, dass Schweden seine Bürger so massiv mit Steuern belastet, dass Eltern gar nicht die Wahl haben, ob sie ihre Kinder selbst betreuen oder diese in die bunt angemalten Verwahranstalten abschieben. Das Gehalt eines Einzelnen reicht nicht aus, um das Hausfrauenmodell zu realisieren, beide müssen arbeiten gehen, also müssen die Kinder in die Kinderdepots. Eine Frau, die zu Hause bleibt, ist eine, die es geschafft hat, sich einen Superverdiener zu angeln, und sie wird um ihr Leben als Mutter und Hausfrau beneidet.

Wenn ich das folgende ausführe, möchte ich als erstes denen, die mich unbedingt falsch verstehen wollen, sagen, dass ich nicht gegen das Frauenwahlrecht bin. Ich bin für Gleichberechtigung. Das Problem ist, dass es der herrschende Feminismus nicht ist, deshalb bin ich Männerrechtler.

Esther Vilar berichtet zur Einführung des Frauenwahlrechts in der Schweiz über eine amüsante Anekdote, die tief blicken lässt. Bekanntlich war die Schweiz im ach so fortschrittlichen, westlichen Europa der letzte Staat, der das Frauenwahlrecht einführte. Vilar schreibt, dass man inmitten der hitzigen Debatte in einem Kanton die Frauen selbst abstimmten ließ: Die Frauen durften wählen, ob die Frauen wählen dürfen sollten. Und ihre Antwort war: Nein! Man muss hierzu wissen, dass in der Debatte ums Frauenwahlrecht mächtige Frauenorganisationen mitspielten, die sich gegen das Frauenwahlrecht stellten! Die Befürchtung war nämlich, dass mit den Rechten auch Pflichten auf die Frauen zukommen würden, wie etwa die Wehrpflicht. Das Wahlrecht wurde nämlich vom Absolvieren des Wehrdienstes abhängig gemacht. Männer, die nicht dienten waren auch nicht wahlberechtigt. Insofern ist „Frauenwahlrecht“ schon eine irreführende Bezeichnung, „Allgemeines Wahlrecht“ trifft es besser. Jedenfalls: Erst als diese Bedenken aus dem Weg geräumt waren, war der Weg frei für das „Frauenwahlrecht“. Das sagt im Grunde alles über die Entwicklung des Geschlechterverhältnis des letzten Jahrhunderts: Rechte ja bitte, Pflichten nein danke! Das zeigt auch, dass der Leidensdruck dadurch, nicht wahlberechtigt zu sein, gegen Null ging. Mit der Einführung des „Frauenwahlrechts“ änderte sich dann auch so gut wie gar nichts. Männer hatten zuvor für Frauen gearbeitet und so blieb es auch, als plötzlich die Mehrheit der Wahlberechtigten Frauen waren. Es war und ist von Frauen genauso gewollt.

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Auf diese Weise legen Frauen die Rollenverteilung fest

Wenn man, bzw. wenn Frauen der traditionellen Rollenverteilung zugeneigt sind, dann bedeutet das, dass man zwar Nachteile zu erleiden hat, aber man auch jede Menge Vorteile mitnehmen kann. Wenn die Männer die Welt da draußen so regeln, dass Strom, Wasser und Nahrung bequem ins von Männern gebaute Haus kommen, lässt sich verschmerzen, dass man kein Wahlrecht genießt – besonders wenn man nicht wie ein Mann malochen muss. Ein kurzer Seitenblick auf eine Dokumentation über ein afrikanisches Nomadenvolk in einem Qualitätsmedium: Was die Rollenverteilung angeht, erklärt die weibliche Stimme aus dem Off – ohne im geringsten eine kritische Haltung dazu erkennen zu geben – dass alles was innerhalb der Zelte passiert, Sache der Frau sei, und alles, was außerhalb der Zelte stattfindet, Sache des Mannes, Versorgung der Tiere etwa. Wenn man diesem Weltbild anhängt, dann gehört Politik und damit das Wahlrecht in die männliche Sphäre. Das kann man verschmerzen, denn die Frau kann sich natürlich darauf verlassen, dass ihr Mann so wählen wird, wie es für ihre Familie am Besten ist. Hier kommt auch eine Beziehungskonstellation zu tragen, wie sie von toxischem Feminismus überwunden werden soll, nämlich das Frau und Mann als Team arbeiten mit jeweils anderem Aufgabenbereich. Im Feminismus hingegen stehen sich Mann und Frau als Feinde gegenüber: Er unterdrücke sie.

Blickwechsel nach Saudi-Arabien, bekanntlich eines der Musterländer von Frauenunterdrückung. Dort gibt es Fraueninitiativen, die für die Rechte der Frauen kämpfen: „Ich bin mein eigener Vormund!“ aber eben genauso Frauenbewegungen, die ähnlich wie in der Schweiz dagegen halten. Einer ihrer Slogans lautet: „Mein Vormund weiß besser, was gut für mich ist.“ Der ORF berichtet (nicht mehr online): „Die Idee zu der Kampagne, die im vergangenen Jahr gestartet wurde und der sich bis heute mehrere tausend Frauen angeschlossen haben, stammt von Rawdha Jussuf aus Dschidda. „Ich finde es bedauerlich, dass es eine Minderheit von Frauen gibt, die für die sogenannte Befreiung der Frau wirbt, was gegen das islamische Recht und die traditionellen Werte der Araber verstößt“, erklärt sie“ Das ist für Erwachsene, die mündig sein sollten, natürlich vollkommen inakzeptabel. Ich führe dieses Beispiel nicht an, um es zu unterstützen, sondern um aufzuzeigen, dass mit der traditionellen Rollenverteilung eben auch Vorteile verbunden sind, so dass man sich damit zufrieden gibt und die damit einhergehenden Nachteile in Kauf nimmt. Nicht nur in Saudi-Arabien sondern z.B. auch im Iran. Es ist auch auffällig, dass der Feminismus erst dann richtig in Fahrt kam, als es immer mehr gute Jobs, gab, die nicht harte Maloche bedeuteten. Die Frau im Mittelalter: Was hätte sie durch „Emanzipation und Gleichberechtigung“ denn zu gewinnen gehabt? Die Arbeit ihres Mannes? Nein, Danke! Im Mittelalter wie in Saudi-Arabien – nirgends müssen Frauen auf metaphorischen Baumwollplantagen malochen, um dann den Ertrag ihrer Arbeit an den Mann abzugeben. Und das ist ein Vorteil, der sich durchs ganze Leben zieht. Dieser Vorteil ist es, weshalb Frauen nicht selten für das traditionelle Rollenmodell sind und dabei selbst gravierende Nachteile in Kauf nehmen. Oder nehmen wir die zu Unrecht gefeierten „Trümmerfrauen“ der deutschen Nachkriegszeit, die zuvor schon Hitler an die Macht gewählt hatten, ein Fan der traditionellen Rollenverteilung: Diese wählten nicht die SPD mit einem modernen Frauenbild an die Macht sondern die CDU, die keinen Hehl daraus machte, dass für sie die Frau an den Herd und der Mann ins Bergwerk gehöre. Oder man schaue sich bei einer Trennung vor dem Familiengericht an, was Frauen wollen: Die Kinder, Nicht arbeiten und Geld in Form von Unterhalt. Exakt das wollen sie auch vor der Trennung. Als weiteres Beispiel ließe sich das Gesellschaftsexperiment des Kibbuzs anführen: Hier wurde eine radikale Gleichstellung der Geschlechter durchgesetzt. Genau das also, was laut Feministen die Befreiung der Frau bedeutet und dessen Vorenthaltung deren Unterdrückung. Es waren die Frauen, die gegen diese Gleichheit aufbegehrten und zum traditionellen Rollenmodell zurückwollten (und diesen Willen auch bekamen):

Die Sabra-Frauen, d.h. die im Kibbuz geborenen Frauen, initiierten eine radikale Reformbewegung. Sie setzten eine Rückkehr zu einer auf Geschlecht basierenden Arbeitsteilung durch. Auf ihr Drängen wurde die Kindererziehung erneut radikal reformiert. Die Sabra-Frauen bestanden darauf, in hohem Maß wieder selbst für ihre Kinder zu sorgen. Ehe und Familie wurden dadurch wieder zu eigenständigen Einheiten mit eigener Bedeutung.

Das alles zeigt, die traditionelle Rollenverteilung ist für Frauen kein Nachteil, sondern ein Privileg, bzw.: Die Vorteile überwiegen die Nachteile. Die Frau musste nicht unterdrückt werden, um dieses Lebensmodell durchzusetzen. Eine solche Unterdrückung ließe sich auch niemals aufrecht erhalten in Beziehungen, in welchen die Frau mit dem Ehemann das Bett teilt und die Kinder erzieht – siehe Kibbuz. Die bestehenden Verhältnisse spiegeln den Willen der Frauen wieder, haben es schon immer getan und zwar weil diese Verhältnisse nicht zum Nachteil, sondern zum Vorteil der Frauen sind. Und um dem ewigen Lamento der Feministen vorzugreifen: Die angebliche Abhängigkeit vom Mann ist keine, denn der Mann ist verpflichtet für die Frau zu sorgen und kann diese Pflicht nicht einfach aufkündigen – siehe Unterhaltspflicht. Es handelt sich um eine „Abhängigkeit“ wie die eines Industriellen von seinen Arbeitern, wie die eines Königs von seinen Bauern – solche Abhängigkeit verursacht keine schlaflosen Nächte. Die Frau ist kein armes unterdrücktes Hascherl, sondern treibt ihren Mann durch ewiges Nörgeln in einen frühen Tod, und an einem gewalttätigen Unterdrücker nörgelt man nicht herum. Fazit: Die traditionelle Rollenverteilung ist ein Dienst des Mannes an der Frau, er dient ihr, ermöglicht ihr so ein Leben, das komfortabler ist als das des Mannes.

Übrigens  scheint auch Frauen klar zu sein, dass sie die Privilegierten sind. So berichtet ein Hausmann, dass er von Frauen als Parasit beschimpft wurde. Sehr erhellend: Wenn ein Mann das macht, was bei Frauen als Zeichen der Unterdrückung gesehen wird, dann ist man(n) auf einmal faul und auf Kosten anderer lebend…