Archiv der Kategorie: Patriarchat

Das metoo-Paradoxon

metoo erzählt Heldengeschichten. Nämlich von einer brutalen, tyrannischen Herrschaft, dem Lande Mordor, einem „Patriarchat“, in dem Männer alltäglich Frauen belästigen, misshandeln, vergewaltigen – manche Frauen trauen sich deshalb schon gar nicht mehr vor dir Tür. Aber einige leisten Widerstand. Todesmutig bringen sie die Fälle sexueller Gewalt an die Öffentlichkeit und vor Gericht, und man ist schockiert darüber, was Frauen erleiden müssen. Der Sympathieträger Johnny Depp zum Beispiel: In Wirklichkeit ein Frauenschläger. Also kündigte man ihm lukrative Rollen noch ehe irgendein Gericht seine Schuld festgestellt hatte.

Und hier liegt das Paradoxon: Wenn wir wirklich in einem „Patriarchat“ leben würden, wäre das schlicht: egal. Kein Schwanz würde es kümmern, wenn so einer wie Johnny Depp seine Frau misshandelt, man würde es begrüßen in einer Gesellschaft, in der es Männer lieben, Frauen zu hassen. Dieselben Strukturen, die Gewalt gegen Frauen reproduzieren, würden mit Gleichgültigkeit reagieren auf Fälle von Männergewalt, die ans Licht geraten. Kein Skandal, kein Aufschrei, kein Canceln.

Umgekehrt kann eine Feministin ein Hasspamphlet gegen Männer bewerben, ohne dass es Konsequenzen hätte. Sie muss nicht ihr Verdienstkreuz zurückgeben. Sie wird weiterhin gefördert für das Bewerben eines Pamphlets, dass sich unter Feministen großer Beliebtheit erfreut und das sowieso schon bestehende Empathiedefizit gegen Männer nochmals verschärft:

So ziemlich jede Feministin dürfte Valerie Solanas „Manifest der Gesellschaft zur Zerstückelung der Männer“ gelesen haben – und zwar mit Vergnügen. Darauf angesprochen reden sie sich damit raus, dass das doch nur „Satire“ wäre. Nur, dass das der Text nicht hergibt – es sei denn es würde sich um eine Satire auf den Männerhass im Feminismus und in der gesamten Gesellschaft handeln, in welchen er in unterschiedlicher Dichte akkumuliert. Sei es, dass man ganz selbstverständlich von toxischer Männlichkeit spricht; sei es, dass es keine Sau kümmert, wenn sich Jungen umbringen; sei es, dass die Zahl der Väter, die von ihren Kindern getrennt werden, in die Millionen geht; sei es, dass Männer unter der Brücke liegen. Es ist nicht mal notwendig, dass man Männer hasst, es reicht, wenn man sie kühl verachtet. Eine Justizministerin, die Väter zu Elternteile zweiter Klasse degradiert, muss diese Väter nicht hassen; und wenn sie damit konfrontiert wird, dass ihre Entscheidungen zu Leid führen, hat sie dafür – im Wortsinne – nur ein Gähnen übrig, denn es sind nur Väter, also Männer, die dort leiden. Der Blogger Schoppe berichtete, wie seine Mutter als echte Sozialdemokratin an Treffen der sozialdemokratischen Frauen teilnahm und abgestoßen war über den primitiven Männerhass, der dort gelebt wurde: Männer wären halt Schweine, so die übereinstimmende Auffassung dort. Diese Sozialdemokratinnen werden das Scum-Manifesto gelesen haben – mit Vergnügen.

… und sie machen Politik.

Ein Feminat ließe sich in einer freien Debatte belegen, ein „Patriarchat“ nicht – deshalb gibt es auf feministischen Seiten keine freien Debatten.

Und ach ja, was die Beschädigung des Geschlechterverhältnisses angeht:

Kommentator weiss_auch_nicht: Theorien zur Entstehung des „Patriarchats“

Ein Kommentar, zu schön:

Was ist wahrscheinlicher?

a) Männer erreichen Höchstleistungen, weil hohe Kompetenz -> hoher Status -> bessere Chancen bei den attraktiven Frauen

b) Männer hassen Frauen und sowieso alles Weibliche, inklusive ihrer Mutter, von klein auf an, weswegen sie sich einstimmig zusammentun, um mit Gewalt ein über Jahrtausende stabiles System durchzudrücken, das Frauen daran hindert, ihr Potential zu entwickeln. Gleichzeitig können Frauen aber alles besser als Männer, obwohl sie nie Gelegenheit hatten, etwas zu lernen oder zu entwickeln, weil sie ja vom Patriarchat daran gehindert wurden, Genau genommen müsste man sagen „Frauen können alles besser, außer sich gegen das System zu wehren“, aber darauf kommen wir morgen™ zurück.

Nehmen wir den ersten Satz der Holmeschen Welterklärung: „Wenn alle Erklärungen bis auf eine unmöglich sind, muss diese letzte, egal wie unwahrscheinlich, die richtige sein.“

a) ist offensichtlich unmöglich. Also b)

Der Vater und der Mittelpunkt seines Lebens

Alles Gute zum Vatertag!

Ich habe mich mal mit einem Vater unterhalten. Ihm zufolge hat sich mit der Geburt seines Kindes alles geändert. Es wurde zum Mittelpunkt seiner Welt, alles drehte sich nur noch darum, diesem Kind das bestmögliche Aufwachsen und einen guten Start ins Leben zu ermöglichen.

Er machte es so, wie viele Väter: Er arbeitete wie ein Tier, denn wenn man jemanden helfen will, wenn man für jemanden sorgen will, dann ist es ein verdammt guter Anfang, sein Leben auf eine solide finanzielle Basis zu stellen. Dieses Opfer – sich von seinem Kind entfernen, weil man für es sorgen will – wird solchen Vätern zum Vorwurf gemacht, es heißt dann, er kümmere sich nicht. Anstatt dankbar zu sein, dass sie mit diesem Opfer den ganzen Wohlstand unserer Gesellschaft begründen und Frauen von der außerhäuslichen Arbeit freistellen, macht man ihnen Vorwürfe: Sie würden vor der Familie in die Arbeit fliehen. Es ist wirklich erstaunlich, wie gut die Gehirnwäsche der Frauen wirkt, Arbeit wäre „Karriere und Selbstverwirklichung“, wovon Feministen ständig faseln, während Arbeit in Wirklichkeit ein Übel ist, zu dem man im Straflager verdonnert wird, oder wovon man im Paradies befreit ist.

Wo ist die Frau, die mal Dank ausdrückt, dass er durch sein Opfer ihr ihr komfortables Leben erst ermöglicht; und wie sieht sie das, würde er sich emanzipieren?

Weiterlesen: Homer Simpson: Do it for her

Boris von Heesen: Empathiemangel und keine Ahnung: „Was Männer kosten“

Was sagen wir zu einem toxischen Schwarzen im Knast? Na, dass ihm sein toxisches Schwarzsein schadet und er das gefälligst ablegen soll, weil das eine Menge Kosten verursacht!

Noch da? Ok. Nein, das sagen wir natürlich nicht. Hier übt man Empathie und berücksichtigt, dass sie es schwerer als Weiße hätten. Hier zieht man eine andere Karte, nämlich: „Wenn Du wissen willst, wer in einer Gesellschaft benachteiligt ist, schau dir an, wer im Knast sitzt!“ Genau diese Sichtweise auch bei Frauen, die bekanntlich (nee, eher doch nicht) mehr Gewalt gegen Kinder ausüben, einschließlich Mord; das sind alles arme Opfer, die waren, sind überfordert.

Das macht man nur bei Schwarzen und Frauen, nicht bei weißen Männern, denen gegenüber ist man kalt; wenn sie zum Beispiel der Härte ihres Daseins durch Drogen zu entfliehen suchen, machen Empathiekrüppel einen Wettbewerb darum, ihnen daraus noch zusätzlich einen Strick zu drehen, nicht nur bei dem Thema Straffälligkeit oder Drogen, sondern z.B. auch bei Suizid („selber Schuld wegen toxischer Männlichkeit“) oder Arbeitsunfällen. Betrachtet man eine bestimmte Gruppe wohl- oder doch übelwollend? Will man tatsächlich helfen, oder übt man sich in Vorwürfen?

Kommen wir zu Boris von Heesen, der die Kosten durch solche und anders betroffene Männer ausrechnet und dafür auf den Arm darf.

Also dazu erstens: Männer erarbeiten knapp den ganzen Reichtum einer Gesellschaft. Warum nicht mal darüber schreiben und die Frauen kritisch fragen, wann sie sich an dieser Mühe zu beteiligen möchten, anstatt nur zu nehmen und zu nehmen? Denn es ist eine Mühsal, es ist Arbeit, und Arbeit ist nichts gutes, etwas, wozu man Strafgefangene verdonnert und wovon man im Paradies befreit ist. Das ist die „Struktur“, das „Patriarchat“, von der von Heesen ständig faselt: Der Mann arbeitet. Ist dazu gezwungen.

Was ist Sklaverei? Das ist eine Praxis, in der der Sklave für den Sklavenhalter arbeitet. Was ist Patriarchat? Das ist, wenn der Mann für die Frau arbeitet.

Das ist bei Feministen aber keine Sache, sie denken nicht an das hier:

sondern faseln wie besoffen davon, dass Arbeit „Karriere und Selbstverwirklichung“ bedeuten würde, Arbeit ist für sie das:

Wie sich Feministen Arbeit vorstellen.

So auch der Nullblicker von Heesen:

Um ihren Karrieretraum zu leben, überzeugen Mütter ihre Partner, auf eine Teilzeitstelle zu reduzieren und sich um die Kinder zu kümmern.

Ja, dass sie nicht arbeiten wollen, sondern nur träumen, wussten wir. Danke. Und ganz schlechter Deal für den Mann. Denn Frauen vermeiden es nicht nur bei der Partnerwahl, nach unten zu heiraten, dieselbe Haltung dahinter ist auch Anlass zur Scheidung, wenn er weniger verdient. Denn die Frau verwirklicht sich im Eigenheim wie z.B. auch ein Nils Pickert. Ob letzterer seiner Frau auch einredet, dass er das große Opfer in diesem Spiel ist, weiß ich nicht. Ich tippe auf Nein. Wenn aber die Träumerin merkt, der Konkurrenzkampf ist hart, darf sie sich über gläserne Decken beklagen und wird dann in der Quotensänfte an die Spitze getragen, wo sie ihre Macht nutzt, um Männer zu schädigen.

Kinder und Jugendliche befreien sich vielleicht mithilfe gendersensibler Erziehung mühsam von Rollenstereotypen, die ihre Entfaltungsfreiheit limitieren. Junge Männer beginnen zaghaft, sich für die vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten im Bereich der SAGE-Berufe (Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege, Erziehung und Bildung) zu interessieren.

Äh, Nein. Gendersensible Erziehung erzieht Jungen zu Verlierern und schädigt sie massiv, indem sie verhindert, dass sie sich positiv als Jungen und Männer identifizieren können. Denn Männlichkeit ist schlimmer als was Hitler gemacht hat. Ein Junge ist eher an Technik interessiert als ein Mädchen und er entfaltet sich, indem er sich so ausrichtet #notall. Ich kenne umgekehrt eine, die hat von Mechanikerin auf Krankenschwester umgesattelt. Teures Späßchen, Frauen und Männern Berufe einzureden, die ihnen nicht liegen, um die Minderwertigkeitskomplexe von Feministinnen zu bekämpfen, die sich eine Vermännlichung des weiblichen, und eine Verweiblichung des männlichen Geschlechts wünschen.

Weil sexuelle Befriedigung oft über harten, penetrierenden Sex definiert wird.

Genau! Der Mann nimmt, die Frau gibt! Sie schenkt ihm ihre Jugend, weshalb er sich schuldig macht und ein Leben lang Alimente zu zahlen hat. Ich sag’s euch: Diesen milliardenschweren Deal werden Frauen niemals aufgeben. Und im Übrigen stehen auch Frauen auf penetrierenden Sex, für den dem Mann hier ein schlechtes Gewissen gemacht werden soll.

Ich gebe ab an die fulminante Apokolokynthose, die sich ausführlich mit diesem Dreck beschäftigt:

Das Patriarchat kontrolliert die Medien, um die Menschen zu kontrollieren, um Rollenklischees durchzusetzen und insbesondere Männer öfter einzusperren, unter Drogen zu setzen, härter arbeiten und früher sterben zu lassen und dafür „die“ Gesellschaft zahlen zu lassen. Wie lange werden sich Frauen das gefallen lassen?

Ihre Perspektive bestimmt die sozialen Hierarchien unserer Welt.

Warum Frauenkleider im „Patriarchat“ keine Taschen haben

Keine Taschen. Weil sie keine braucht.

Ich glaub‘, die meinen das ernst: Dass Frauenkleider weniger bis keine Tasche aufweisen, ist eine Verschwörung des „Patriarchats“! Hach, was haben wir gelacht.

Wie wir uns kleiden, hat viel mit Gender zu tun. Farben, Schnitte, Stile haben natürlich kein Geschlecht. Dass wir bestimmte Kleidungsstücke und Darstellungen einem Gender zuschreiben, liegt an unserer Sozialisierung.

Farbe, Schnitte, Stile sind ein Code und dieser Code steht für etwas ganz real existierendes, nämlich die Geschlechter. Diese Geschlechter unterscheiden sich erheblich von einander, und dass wir sie unterscheiden – zum Beispiel in der Frage, welches wir sexuell anziehend finden – wurzelt in de Biologie, auf die die Kultur, die Sozialisierung aufbaut. Ob „Farben, Schnitte, Stile“ nun ein Geschlecht „haben“ oder für eins stehen, ist unerheblich, denn die Autoren haben weniger ein Problem mit den Codes als damit, dass sie für etwas stehen, was tatsächlich existiert.

Einfachstes Beispiel: Vor weniger als 100 Jahren war Rosa noch eine „Jungenfarbe“, Mädchen trugen dagegen eher Blau

Richtig. Nur was hier unterschlagen wird, ist der Grund dafür. Jungen stand der Tod, das Verbluten auf dem Schlachtfeld bevor und Blut ist rot. Die Babyversion davon ist Rosa, also wurden Jungen in Erwartung ihres Schicksals, von dem Mädchen im Matriarchat verschont bleiben, rosa gekleidet. Aber auch das ist nur ein Code, nur eine Symbolik. Das Problem der Autorin ist nicht, dass heutzutage blau die männlich codierte Farbe ist, ihr Problem ist, dass es überhaupt zwei Geschlechter gib, die dann im kulturellen Gefüge codiert werden. Sie hätte exakt dasselbe Problem, wenn grün weiblich und gelb männlich wäre. Wie sagte Dissenz? „Das Ziel ist nicht der andere Junge, das Ziel ist gar kein Junge.“ Analog: Das Ziel ist nicht eine andere Farbe für ein Geschlecht, das Ziel ist gar kein Geschlecht.

Was sich auch sehr geändert hat, ist die Größe von Taschen bei Kleidung, die als „Frauenkleidung“ gelabelt wird. Rock- und Kleidtaschen sind fast vollständig verschwunden, waren früher aber regelrecht „normal“. Auch die Hosentaschen wurden immer kleiner. Heute sind sie teilweise nur noch aufgenähte Scheintaschen; selbst eine gerade geschnittene Jeans hat Taschen, in die keine ganze Hand passt, geschweige denn Smartphones, Geldbeutel oder eine Packung Taschentücher. … aber auch hier gibt es die Versionen, bei denen die Tasche nicht mehr als eine Ziernaht ist. Warum?

Dazu lieferte Esther Vilar die Antwort:

Außer nachts, wenn die meisten Männer buntgestreifte Pyjamas mit nur zwei bis vier Taschen tragen, bekleiden sich die Männer mit einer Art Uniform in Grau oder Braun aus schmutzabweisendem, dauerhaftem Material. Diese Uniformen oder »Anzüge«, wie man sie nennt, haben mindestens zehn Taschen, in denen der Mann die notwendigsten Hilfsmittel, die er zu seiner Arbeit braucht. Immer griffbereit bei sich trägt (die Kleidung der Frau hingegen hat, da eine Frau ja nicht arbeitet, weder am Tag irgendwelche Taschen noch bei Nacht). Esther Vilar – „Der dressierte Mann“, Seite 17

Weiter im Text:

Oft wird mit dem sexualisierenden male gaze argumentiert, dem männlichen Blick, der dafür gesorgt hat, Kleidung für cis Frauen (an trans Frauen wird da gar nicht gedacht) möglichst eng und angeblich sexy zu machen. Beulen in der Hose seien unschön oder unweiblich, und da Oberflächlichkeit bzw. Eitelkeit als angeblich weibliche Eigenschaft geführt wird, lässt sich bei Frauenkleidung (sic!) auf Taschen ja ganz verzichten. Mit Sicherheit ist diese Sexualisierung und die Objektifizierung der cis Frau als Deko-Objekt für den cis Mann Teil der Entwicklung. Tatsächlich ist der Hintergrund aber noch weit politischer.

Richtig erkannt: Wenn eine Frau damit beeindrucken will, dass sie hautenge Kleidung trägt, stören große Taschen. Das ist aber kein Problem, da sie auf Handtaschen ausweichen kann. Und ach ja *seufz*, der bösartige, unterdrückerische „male gaze“. Nur soviel: Frauen üben sich im Schöhnheitshandeln, da sie ihren Wert auf dem Partnermarkt erhöhen wollen – um sich einen finanziell potenten Mann zu angeln. Denn dadurch kann die Frau auf einem hohen sozialen Niveau leben, ohne ihn selbst erarbeiten zu müssen – das Privileg des Millionärs: Nicht arbeiten müssen. Aus diesem Grund machen sich Frauen ganz aus sich selbst heraus zum Sexobjekt, wobei man bedenken muss, dass es schön und attraktiv ist, auf das andere Geschlecht schön und attraktiv zu wirken – das gilt aber auch für Männer, die darunter leiden, wenn sie für Frauen nicht attraktiv sind; nur dass das niemals von einer Feministin angeprangert wurde – als „female gaze“ –, was sie als Sexistin entlarvt.

Das Aufnähen von Taschen war ein Schritt des Feminismus. Quasi. Kleidung sollte praktischer werden, auch für Menschen, die keine Männer waren. Die Sufragetten entwickelten Kleidungsstücke, die mehrere Taschen hatten. In Kriegszeiten war praktisch wichtiger als hübsch, also trug eins auch vermehrt Hosen mit großen Taschen. Für das Patriarchat war es mehr und mehr gefährlich, dass Frauen und andere versteckt Dinge tragen konnten. Sufragetten konnten Waffen transportieren, die Menschen konnten Waren schmuggeln, Bücher, Informationen. Für das Patriarchat war es wichtig, dass das, was eine nicht dya cis männliche Person bei sich tragen konnte, limitiert werden konnte. Et voilá. Die Forderung nach Röcken und Kleidern für Frauen wurde laut, ohne Taschen versteht sich.

….

Der schmale Schnitt ist darum nicht nur dem male gaze zu verdanken, sondern eine Folge der politischen Macht des Patriarchats – oder besser gedacht dem Wunsch nach Machterhalt bei den Mächtigen.

Äääääääääääääääääh…

„Umso grotesker einer These, umso schwieriger ist sie zu widerlegen“

Es fehlt jede Quellenangabe für diese Groteske. Wenn darin auch nur ein Körnchen Wahrheit wäre, müssten wir in allen autoritären Regimen die strikte Regulierung von Taschen beobachten können – was nicht der Fall ist.

Aber ja, die Chefstrategen des Patriarchats haben im Konferenzraum 42 die Regulierung von Frauentaschen festgelegt und und eine Propagandastrategie entworfen, die Frauen Röcke vorschrieb, ohne Taschen, versteht sich. Zwecklos, es zu leugnen.

Nochmal: Hautenge Kleidung bei Frauen wirkt sexy und Frauen wollen sexy wirken. Große, beulige Taschen würden das zerstören. Deshalb.

Denn Kleidung wird nicht nur als Merkmal für Gender verstanden, sie zeigt auch Macht. Hosen, Anzüge, vermeintlich „männliche“ Kleidungsstücke demonstrieren Macht, während Röcke, Blusen, Kleider diese Macht reduzieren.

Für feministische Giftbeutel ist alles, was der Mann tut, Machtausübung. So auch, wenn er Kleidung trägt. Preisfrage: Wenn Männer Röcke tragen würden, und Frauen nicht, würden dann Röcke „Macht demonstrieren“?

Das ist nonsense: Begegnen sich ein Mann und eine Frau, er im Anzug und sie in einem Kleid, hat er nicht die geringste Macht über sie. Will er was von ihr, muss er damit rechnen, dass sie nichts vom ihm will, dass er sich einen Korb einfängt und es gibt nichts, was er dagegen tun kann – das ist die ganze Macht des Mannes.

Und dasselbe gilt auch, wenn sie die Chefin und er der Mitarbeiter ist – selber Kleidungsstil, dennoch klar geregelte Machtverhältnisse. Und auch wenn der Sklave jeden Tag im Anzug zum Sklavendienst antritt, weil sie, die Kleider trägt, es so will – vor oder nach der Trennung dann als Unterhaltssklave – ändert das nix an dem Machtverhältnis.

Gleiches gilt natürlich für die Farbsymboliken, die ich oben bereits erwähnt habe. Diese Einordnung beginnt bereits bei Neugeborenen, deren Gender noch gar nicht klar ist. Gendermarketing will gelernt sein, damit jede:r weiß, was im Patriarchat anzuziehen ist. Wer keine Taschen hat, kann dieser Macht nicht gefährlich werden. Spoiler: Doch.

Das „Gender“ ist zu 99% klar. Dass bereits Baby farblich Codes tragen, mit denen ihr Geschlecht kommuniziert wird, darauf gehe ich ein anderes mal ein. Ist es schlimm, dass ein Säugling wie ein männlicher Säugling behandelt wird? Wird er damit in seiner Freiheit beschnitten? Coming soon…

Die matriarchale Dividende

Von Connell, einem Mann, der seine Männlichkeit radikal ablehnte und sich zur Frau umoperieren ließ, stammt das Konzept der patriarchalen Dividende, von der alle Männer profitieren, denn: Es ist viel wahrscheinlicher, dass ein Mann und keine Frau Chef wird und ein Vermögen anhäuft. Daran partizipieren dann in erster Linie Männer, auch die Arbeiter irgendwie, und nicht die Ehegattinnen dieser Männer, frei nach dem Spruch, wonach hinter jedem erfolgreichen Mann eine profitierende Frau steht. Auch wird der eine oder andere Schlaumeier einwenden, dass wenn 90% der Chefs Männer sind, das nicht heißt, dass 90% der Männer Chefs sind. Die meisten Männer sind genauso weit weg von einem Chefposten wie eine Frau. Es gibt aber dennoch Unterschiede: Der Mann hat zu arbeiten. Der Mann hat die Wahl zwischen Vollzeit, Vollzeit oder Vollzeit. Die Frau hat die Wahl zwischen Vollzeit, Teilzeit oder Nurhausfrau – aus diesem primären Privileg der Frau ergeben sich die sekundären Konsequenzen, welche als Diskriminierung der Frau begriffen werden, aber nur simple Folgen des Umstands sind, dass Frauen weniger arbeiten, weshalb sie seltener Chefs sind und weniger verdienen. Oder anders ausgedrückt: Ein Mann, der nicht arbeitet ist entweder arm oder Millionär – die Frau mit nicht geringer Wahrscheinlichkeit Hausfrau. Wie auch immer: Männer profitieren von der patriarchalen Dividende in allen Lebensbereichen. Es spielt keine Rolle, dass für Männer das Risiko größer ist Selbstmord zu begehen oder obdachlos zu werden, es zählt nur, dass es Männer in diesen Situationen angeblich besser als Frauen hätten: Diese Logik dominiert den Diskurs in Politik, Medien und *hust* Wissenschaft.

Blickwechsel in die Schweiz: Dort wollten die SP-Frauen wissen, wie die patriarchale Dividende genau zu beziffern ist und planten bereits eine Anklage gegen die Männer, von denen sie annahmen, sie würden sich auf Kosten der Frauen bereichern. Es kam anders: Der Staat ist ein tägliches 50-Millionen-Franken-Geschäft für die Frauen. berichtet die Weltwoche, und weiter:

«Wer profitiert von Bundesgeldern?», fragen die SP-Frauen – und meinen die Männer. Die Wahrheit ist genau umgekehrt: Unter dem Strich und zurückhaltend gerechnet, zahlen die staatlichen Sozialsysteme den Frauen jährlich mindestens 15,5 Milliarden Franken oder Tag für Tag gegen 50 Millionen Franken mehr aus als den Männern. Der von Feministinnen misstrauisch betrachtete Staat ist eine Einrichtung zur Förderung der Frauen. Das beweist die Gender-Analyse der Geldströme. Schwieriger bis unmöglich sind allgemeine staatliche Aktivitäten wie Armee, Polizei, Landwirtschaft, Bildung, Aussenpolitik, Verkehr oder Zinszahlungen für den Schuldendienst «geschlechterspezifisch aufzuschlüsseln».

Eine Anklage gegen Frauen, die sich auf Kosten der Männer bereichern, blieb allerdings aus.

In Deutschland sieht es nicht viel anders aus, auch wenn es schade ist, dass auf Bundesebene keine Angaben zu Steuerleistungen nach Geschlecht gibt. Zählt man aber zusammen, wie u.a. über Sozial-, Gesundheits- und Rentenkassen umverteilt wird, ergibt sich ein jährlicher Profit für Frauen von rund 92.000.000.000€:

Über die sozialen Sicherungssysteme, über die Zwangsverpflichtung der Männer im Wehr- und Zivildienst sowie über Lohn- und Einkommensteuer erfolgt eine Inanspruchnahme der Männer durch den Staat. Dabei nimmt der Staat den Männern ca. 91,7 Mrd. Euro pro Jahr mehr ab, als er ihnen an Leistungen zurückgibt. Von diesem Leistungsüberschuss der Männer profitieren die Frauen. Diese nehmen in entsprechend höherem Maße staatliche Leistungen in Anspruch, ohne für die Finanzierung einzustehen. (MANNdat)

Berücksichtigen muss man hierbei weiterhin, dass zwar Männer den Löwenanteil der Steuerlast tragen, damit aber selbstverständlich Ausgaben finanziert werden, die Frauen ebenfalls zugute kommen – während es im Gegensatz zu Nurfürfrauenprojekten keine Unterstützung für Einrichtungen gibt, die sich mit ihrer Hilfe zuerst an Männer richten.

Ein weiterer Punkt ist der Geldstrom von Mann zur Frau, der als unsichtbares Privileg erst nach der Scheidung einen Namen erhält und dann „Unterhalt“ heißt. Obwohl Männer mehr erarbeiten, geben Frauen mehr Geld aus. Auch hier müsste man mit Milliarden rechnen.

Die Feminismuskritikerin Karen Straughan bringt es auf den Punkt: „Frauen zahlen keine Steuern.“(1) Damit zeigt sich wieder mal, dass in der Realität die Dinge genau anders herum liegen als in der feministischen Propaganda. Während fraglich bleibt, was genau die patriarchale Dividende ist und wie man sie sich auszahlen lassen könnte, ist der gesamte Staat eine gigantische Umverteilungsmachinerie zugunsten der Frauen. Wenn Männer das System genauso wie Frauen belasten, aber zugleich genauso wenig einzahlen würden, es würde komplett zusammenbrechen.

 

(1): Bernhard Lassahn – „Frau ohne Welt – Teil 3 – Der Krieg gegen die Zukunft“, Seite 243

Vom Matriarchat zum Patriarchat

Obwohl das alte weltumspannende Matriarchat so primitiv war, dass es nicht mal eine Schrift entwickelte, welche heute von ihm erzählen könnte, wissen Feministen und Matriarchats- …äh… „forscher“ ganz genau darüber Bescheid, wie es beschaffen war. Die alten Matriarchate waren nach ihrer Auffassung das Paradies schlechthin. Es gab keine Herrschaft denn die Frauen hatten das Sagen, keine Gewalt, keine Kriege und Alle teilten Alles miteinander.

Marielouise Janssen-Jurreit gibt die Phantasie wieder: „Am Anfang der Weltgeschichte stand demnach eine wunderbar harmonische Frauenkultur – French nennt sie matrizentrisch -, in der weiblich-mütterliche Dominanz so unmerklich gerecht, so ohne Druck, Macht und Konflikte praktiziert wurde, daß sich alle geborgen fühlten. In einem wundervoll ausgewogenen ökologischen Kosmos bauten Frauen Korn und Pflanzen an, feierten Frauenfeste und huldigten der großen Muttergöttin“

Und Felix Stern notiert:

„Für die Frauenforscherinnen war die Domestizierung des Mannes eine paradiesisch friedliche Sache :»Freiwillig« warfen sich die Männer der Großen Mutter zu Füßen: »Ihre Symbolik und Kulte ermöglichten es den Menschen, unerbittliches Schicksal, Tod, Zerstörung und Furcht sinnvoll in ihren Lebenszusammenhang zu integrieren, damit umzugehen und sich eine Anschauung über Transformation, Wiedergeburt, Erneuerung, Kreativität und eine Ethik zu bilden, deren Werte Gerechtigkeit, Wahrheit und Weisheit waren.«

Diese Matriarchate waren Gesellschaften ohne Väter. Das heißt, in ihnen gab es weniger Liebe. Die Liebe eines Vaters zu seinem Kind – welche bereits in der Biologie angelegt ist -, die Liebe eines Kindes zu seinem Vater, die Liebe zwischen den Eltern eines gemeinsamen Kindes. Wo es weniger Liebe gibt, dort gibt es mehr Hass. So fällt auf, dass heutige Matriarchen, die Matriarchate als paradiesische Orte der Harmonie und Liebe beschreiben, nur so vor Hass und Gift gegen Männer, besonders Väter, strotzen. Für die Uhlmann gehen alle(!) Übel heutiger Zeit davon aus, dass es Liebe zwischen Vater und Kind gibt, und sie wendet enorme Energien auf, den Vater zur vernichten. Von der Matriarchin French stammt das Zitat, wonach alle Männer Vergewaltiger wären – und sonst gar nichts. Ein besonders interessanter Fall ist „Lucia“, die einige Zeit in einem Matriarchat lebte und für die Väter und Kindervergewaltiger praktisch nicht zu unterscheiden sind. Sie hat im Matriarchat – dem liebevollen Paradies – zu hassen gelernt, so reißt sie unter Artikeln zu Vergewaltigung Kastration und ihre Folgen schon mal VergewaltigungsKastrationswitze. Die Verkünder der Heilslehre vom liebevollen und harmonischen Paradies der vaterlosen Gesellschaft zeichnen sich in erster Linie durch blanken Hass auf alles männliche aus.

Aber war die vaterlose Gesellschaft ein Hort des Friedens und der Harmonie? Das hat mehr mit Phantasieren als mit Forschen zu tun. Matriarchatsforscher benennen die heutige Gesellschaft als „Patriarchat“ und alle Übel in ihr – zum Beispiel Machtausübung (nein, nicht durch alleinmächtige Mütter) – als patriarchal, und definieren Matriarchate als die Abwesenheit all dieser Übel – das ist der ganze Zauber hinter der Matriarchats- äh… „forschung.“

Wenn aber das Matriarchat ein Paradies war, auch für Männer, hätte für diese nicht der geringste Grund bestanden, diese Gesellschaftsform durch ein „Patriarchat“ abzulösen, welches angeblich eine Schreckensherrschaft wäre, es sei denn, Männer wären inhärent böse. Und das ist auch die Erklärung, die Matriarchen anzubieten haben: Männer hätten aus Allmachtswünschen und Minderwertigkeitskomplexen die Muttergöttin durch einen Vatergott ersetzt. Ingbert Jüdt notiert im „Mythos vom Patriarchat

…ebenfalls konsequent psychologistisch ist die Erklärung, die Carola Meier-Seethaler vorschlägt. Auch sie geht von einer »matrizentrischen Frühzeit« im Sinne einer umfassenden, allgemeinen Kulturstufe aus und leitet den Übergang zum »Patriarchat« aus der kollektiven männlichen Reaktion auf ein männliches Minderwertigkeitsempfinden ab (Seite 99)

…wobei sich natürlich die Frage stellt, warum Matriarchate dann über Jahrtausende Bestand hatten, also von den Männern mitgetragen wurden.

Vielleicht aber hatten Männer andere Gründe, das matriarchale Spiel nicht mehr mitzuspielen? Denn die harmonischen Gesellschaften waren schlicht: Barbarisch. In ihnen galten Männer nichts, ihr Leben gehörte der Muttergöttin, der sie auch mal geopfert wurden. Felix Stern schreibt über matriarchale Rituale in „Und wer befreit die Männer?“

„Die rituelle Tötung des Königs (Liebhabers) symbolisiert die gewaltige Sexualmacht der Frauen über die Männer. Es ist kaum vorstellbar, daß Jünglinge, die Opfer der Sex-Folterinnen wurden, diesen Akt als Tat des Friedens aufnahmen. Beispielsweise forderte die Göttin Anaitis von Ninive jährlich den schönsten Knaben als Sexopfer. Der nackte Knabe wurde kunstvoll bemalt, mit Schmuck behangen, in rote Gewänder gehüllt und mit einer Doppelaxt der Göttin bewaffnet. In einer wahren Orgie mußte er dann unter einem offenen Purpurbaldachin etwa 24 Stunden, für alle sichtbar, mit den Priesterinnen der Anaitis verbringen. Nach dem Martyrium wurde der mehrfach vergewaltigte Entkräftete auf ein Lager mit Gewürzen, Edelhölzern und Weihrauch gelegt, mit einem Goldtuch bedeckt und bei lebendigem Leibe angezündet. Von friedlicher Frauenkultur war hier, wie auch anderenorts, nichts zu spüren.

In anderen Kulturkreisen, etwa in Irland, enthauptete die Oberpriesterin der Großen Mondgöttin ihr männliches Opfer eigenhändig, um es der »Großen Mutter zurückzugeben« und sein »Blut der Wiedergeburt« in einer Schüssel aufzufangen. Im Kopenhagener Museum zeugt der »Jutland-Kessel« vom Höhepunkt eines solchen Opferrituals. Grausam ging es auch bis ins 19. Jahrhundert hinein den Männern in den matriarchalen afrikanischen Bantu-Reichen an den Kragen. Die unvermählten Herrscherinnen nahmen sich Sklaven und Männer aus dem Volk als Liebhaber, die sie dann nach koitivem Gebrauch nach Belieben und Herzenslust zu Tode folterten. Die letzte Bantu- Königin Ashanti ließ, britischen Berichten der Kolonialverwaltung zufolge, regelmäßig Dutzende von Begattern qualvoll liquidieren, um wieder einen neuen Harem aufbauen zu können. Sogar wenn ein männlicher König den Thron innehatte, konnte die afrikanische Königin ihn zum Tode verurteilen und seine Todesstunde bestimmen.“

(…)

„Die Herrschaft der »Großen Mutter« war aber alles andere als immer friedlich, wie die auf Vasen, Wandmalereien und in Skulpturen festgehaltene minoische Männerknechtschaft im antiken Minos auf Kreta zeigt. Im minoischen Reich, einer kulturellen Wiege Europas, wo so bekannte Legenden wie die Europa-Sage, die phantastische Geschichte vom Stiermenschen Minotaurus und dem Labyrinth von Knossos, vom Ariadne- Faden usw. angesiedelt sind, herrschte für Männer Streß. Diese mußten nicht nur, um ihre Manneskraft zu beweisen, über den berüchtigten wilden kretischen Stier springen. Sie waren auch überall dort willkommen, wo es galt, Frauen Arbeit abzunehmen. Sie hatten nur Pflichten, kaum Rechte, und wenn, dann nur durch »ihre Gnaden«. Zahlreiche Fresken und Vasen zeigen eine emsig schuftende Mannheit. Schweißtreibende Arbeit und Muskelkraft waren Symbole maskuliner Leistungsfähigkeit. Der Höhepunkt weiblicher »Friedfertigkeit« in frühen Frauenkulturen war aber, daß Männer wie Tiere geopfert werden durften. Menschenopfer waren also Erfindungen von Frauen und nicht von Männern, wie immer wieder behauptet wird. Was im »friedlichen« Minoa nie für möglich gehalten wurde, entdeckte Ende der 80er Jahre das weltbekannte Archäologenehepaar Sakallarakis: In dem Tempel Anemospilia auf dem heiligen Berg Kretas fanden sie im Tempelwestraum Überreste einer rituellen Hinrichtung zur Huldigung der Großen Göttin. Sakellarakis, der in Heidelberg zum Thema >Minoische Tieropfer< promoviert hat: >Ein Stiergefäß hatte ich schon gefunden, entdeckte dann ein Bronzemesser mit einer vierzig Zentimeter langen Klinge, kurz darauf Knochen – und ich wartete auf den Stier, das bedeutendste unter den damaligen Tieropfern. Auf dem Altar aber lag ein Mensch. Ein junger Mann, zum Zeitpunkt seines Todes etwa 18 Jahre alt. Es ist ausgeschlossen, daß sich de Junge freiwillig geopfert hat.“

Auch zeichneten sich die Matriarchate nicht durch die Abwesenheit von Krieg aus entgegen dem Mythos, wonach zuerst das Patriarchat entstand und erst danach Waffen und Krieg erfunden wurden, wie man willkürlich in archäologische Funde reininterpretiert. Schon im Matriarchat mussten die Männer im Krieg bluten, Janssen-Jurreit hält fest:

„Dieser nordamerikanische Indianerstamm [der Irokesen] gilt als das klassische ethnologische Beispiel für einen hohen Status der Frau. Das Eigentum am Boden und an den Häusern lag, in den Händen der Frauen, die auch politische Entscheidungen trafen. Aber die Irokesenmänner waren angriffslustige Krieger, die ihre Feinde mit ausgesucht grausamen Torturen am Marterpfahl zu Tode quälten. Da es bei der geringen Zahl matrilinearer und noch geringeren Zahl matrilokaler Gesellschaften, die den Ethnologen und Historikern (z. B. Sparta) bekannt sind, sich häufig um extrem kriegerische Völker handelt, wurde von dem amerikanischen Anthropologen Divale die These aufgestellt, daß möglicherweise in der Antike im Mittelmeerraum Gesellschaften existierten, die an der Schwelle zur staatlichen Organisation mit ausgedehnter Kriegsführung beschäftigt waren und deshalb ihren Besitz von ihren Schwestern verwalten ließen. Eine solche Deutung ließe sich vereinbaren mit den Vorstellungen Bachofens, für den die von ihm behauptete Periode des Mutterrechts gleichzeitig ein Heldenzeitalter voller stolzer Krieger war. Der hohe Status der Frauen und die Verantwortung für die Produktion, d. h. die Loyalität der Frauen aus der eigenen Familie, war Vorbedingung für ausgedehnte Kriegszüge, die lange Abwesenheit der Männer erforderte. Ähnlich erhöhten sich der Status der Frau und ihr Aktionsradius während der Weltkriege dieses Jahrhunderts.“

und weiter:

„Die Erfindung der Schrift, des Rades und des Pfluges, die Anlage von Bewässerungssystemen und die Kodifizierung des Rechts, die French als Vermännlichung beklagt, hingen zusammen mit dem ständigen Druck, die Nahrungsmittelproduktion zu intensivieren und kollektive Arbeit zu organisieren.

Der Grund dafür war das ständige Bevölkerungswachstum, das die neue Produktionsweise sowohl ermöglichte wie auch erforderte, denn die landwirtschaftliche Produktion brauchte einen größeren Einsatz menschlicher Arbeitskraft und längere Arbeitszeiten, als es beim Jagen und Sammeln der Fall war. So hatte sich die Bevölkerung im Mittleren Osten nach Schätzungen im Zeitraum zwischen 8000 und 4000 v. Chr. vervierzigfacht. Auch damals gab es Bodenerosion und Abholzung von Wäldern.

Die Hierarchiebildung in komplexen Gesellschaften, die French nur als Ausdruck männlicher Machtwünsche betrachtet, war eine Folge des Zwanges zu kollektiver Arbeitsorganisation. Der Bevölkerungszuwachs führte zu einer Militarisierung der menschlichen Gesellschaft, zu systematischer Kriegführung und Verteidigung. Diese Grundzüge der Gesellschaftsentwicklung, die die extremen Formen des Patriarchats erst ermöglichten, werden von French nicht einmal erwähnt.“

und noch mal Felix Stern:

Unterschiedlicher Erntesegen und Bodenschätze, das Know-how von Produktion (Handwerk, z.B. Waffen von der Bronze- zur Eisenzeit), Lagerhaltung und aufkommender Warenfluß (Tauschhandel) schufen erste jungsteinzeitliche Wohlstandsgefälle und unterschiedliche Lebensbedingungen. Jetzt galt es immer häufiger, den Besitz der Sippe zu sichern oder zu mehren. Wer aber waren die ersten Besitzenden in matriarchalen Kulturen? Natürlich Frauen, wie heute noch bei den afrikanischen Rif- Berbern, den Tuareg, den australischen Aboriginals oder den indonesischen Minangkabau (bei Sumatra). Bei letzteren heißt es heute noch »Häuser und Land gehören den Frauen (…) Für die Frauen und ihre Kinder bedeutet das eine sichere ökonomische Grundlage – und Einfluß auf alle wichtigen Entscheidungen des Clans… Der Mann hat die Ehre, die Frau den Besitz.« Nicht Männer, sondern wachsendes weibliches Besitz- und Verlust- Denken aufgrund zunehmender ökonomischer Ungleichgewichte stifteten Unfrieden und ließen Menschen verstärkt zur Verteidigungs- oder Eroberungswaffe greifen. »Die durch die Anhäufung von Nahrungsressourcen begünstigte Überbevölkerung erzeugt einen Bedarf nach weiteren Ländereien, und zwischen den Gemeinschaften kommt es zu Kämpfen um den Besitz von Territorien. Plünderungen und Eroberungen werden zu einer verbreiteten Praxis.«

was zur Ablösung der Muttergöttin führte:

„Der mächtige Muttergöttin-Kult, der nach heutiger Datierung seit mindestens 100 000 Jahren v. Chr. den Menschen Geborgenheit schenkte, reichte nicht mehr aus und wurde zwischen 2500 und 1900 v. Chr. in weniger als einem Jahrtausend ersetzt durch einen Vatergott (Brahma, Jahwe, Zeus, Jupiter), aber nicht weil die Männer die Frauen unterjochen wollten, sondern weil der Zeitgeist mit Aufkommen der organisierten Kriege das »Kämpfenkönnen der Männer« höher bewertete als das »Fruchtbarsein der Frauen« Frauen und Männer wandten sich gemeinsam ab von weiblichen Gottheiten, da sie sich von männlichen Göttern besser beschützt fühlten. So ging beispielsweise die ägyptische Göttin Isis, die auch in der ganzen griechischen Welt verehrt wurde, in dem Gott Osiris auf. Die assyrische oder babylonische Göttin Ischtar wird zum männlichen Gott Aschtar. Die ursprünglich weibliche Sonne der Kelten (evtl. Sonnengöttin) mutiert zum Sonnenheld, später zum Sonnengott. Die keltische Hirschkuh- Göttin, das Symbol der Fruchtbarkeit, wandelt sich in einen Hirschgott.“

Bis hierhin lässt sich festhalten: Männer im Matriarchat mussten also bis in den Tod dienen, kämpfen, bluten und schuften, genossen aber keinerlei Rechte. Warum bloß haben sie die Revolution angezettelt? Weil sie inhärent böse sind, Allmacht ausüben wollen und einen Minderwertigkeitskomplex pflegen!

Wenn aber Matriarchatsforscher und Feministen ein psychologisches Defizit beim Mann ausmachen, weshalb er sich gegen das Matriarchat aufgelehnt hätte, handelt es sich um Projektion. Der Götter- besser: Göttinnenwahn findet sich bei Feministinnen. Für sie ist es eine massives narzisstische Kränkung, dass sie zur Fortpflanzung auf den Mann angewiesen sind und dass die Mutter im Universum des Kindes nicht alleine existiert, sondern dass sich dort auch noch der Vater findet, der eine existenzielle Rolle im Leben des Kindes spielt. So wie die Mutter das Kind wie so oft als Alleinmächtige ganz für sich allein will, so will sie, das Kind nur sie allein und sonst niemanden kennt – erst recht nicht den Vater, oder, im Falle von PAS: Er ist der Teufel und sie die Muttergöttin, ganz wie ein Gott, der keine anderen Götter neben sich duldet. Beim Missymagazin phantasiert man von Fortpflanzung ohne Sperma. Uhlmann wendet alle Energien auf, den Vater zu vernichten. Auch Lucia träumt davon, dass sich Frauen selbst befruchten und der Mann damit überflüssig wird, und bei den Störenfriedas heißt es: „Reminder: Frauen, ihr seid Göttinnen! Euer Körper erschafft neues Leben!“ Eine Feministin erkennt den Vater nicht als gleich, als gleichberechtigt an. Eher schafft sie sich allein eine Puppe an, über die sie dann Allmacht ausüben kann, als sich mit einem Partner auf Augenhöhe auseinandersetzen zu müssen. Das Defizit findet sich bei ihr, nicht beim Mann, der als Vater nur das will, was einer Mutter auch zugestanden wird: Für sein Kind da sein.

Im Matriarchat schuftet der Mann genauso wie im Patriarchat für Mutter und Kinder, aber genießt keinerlei Rechte, weder als Vater noch als Mensch. Laurie Penny schreibt über desolate Zustände von den Frauen da unten:

„…füllt sich der Keller mit Wasser und Millionen von Frauen und Mädchen sind samt ihren Kindern da unten eingesperrt und starren nach oben, während ihnen das Wasser in die Schuhe läuft, um die Knie schwappt und langsam zum Hals steigt.

Die Männer zeichnen sich durch Abwesenheit aus, sie gehören nicht mehr zu der Familie. Allerdings wird auch der Vorwurf an sie gerichtet, dass sie diese Familien, aus denen sie rausgeworfen wurden, nicht mehr mit ihrer Arbeit zu unterhalten. Auch Antje Schrupp will Väterrechte abschaffen und Kindererziehung über Steuern finanzieren. Natürlich nicht über eine Frauensteuer, so dass Frauen ihr Vorrecht selbst finanzieren müssten. Beide Feministinnen denken matriarchal, sie wollen den Vater vernichten, aber auch parasitär auf seine Kosten leben, wie es im „Patriarchat“ oft der Fall ist.

Im Patriarchat pflegen Kind und Vater eine Beziehung, es gibt einen Vater. Das geschieht nicht über Machtausübung oder Unterdrückung der Mutter, der Frau, denn sie ist einverstanden da privilegiert. Sie ist einverstanden damit, dass der Vater im Patriarchat sein ganzes Leben lang für die Mutter arbeitet, die Früchte seiner Arbeit ihr und dem Kind opfert. Die Mutter stellt sich zwischen Vater und Kind und greift die Ressourcen ab, die vom Vater für sein Kind erarbeitet werden. Dieses unsichtbare Privileg, welches man mit Milliarden beziffern müsste und sein Extrem in der Nurhausfrauenehe findet, ist für die Frau ein höchst komfortabler Deal, weshalb sie das „Patriarchat“ immer mitgetragen und gestützt hat – zum Beispiel in der Kindererziehung, mit der sie die kleinen Jungs zu Frauendienern erzieht.

Ein ernstzunehmender Feminismus entstand nicht, weil die Frauen sich gegen eine vermeintliche Unterdrückung aufgelehnt hatten, sondern weil es mit der Moderne immer mehr gute Jobs gab, für die Elite, die nicht mit knallharter Maloche verbunden waren. Das ist auch der Grund, weshalb der ganze Feminismus schon immer eine sehr elitäre und damit abgehobene Veranstaltung war, die sich nicht an die Arbeiterin richtete, womit sich für diese auch kaum was geändert hat. Das ganze Märchen vom frauenunterdrückendem Patriarchat ist – da von Frauen genauso gewollt ergo keine Unterdrückung – ein Mythos.

Djadmoros: Grundsätzliches zum Feminismus

Djadmoros (Mail-Korrespondenz):

Kontext: Es geht darum, eine möglichst allgemeine Formel für das zentrale Problem der feministischen Weltanschauung zu finden.

Ausgangspunkt war der aus der Ethnologie (Klaus E. Müller) stammende Grundgedanke, dass menschliche Gesellschaften räumlich nach Endosphäre und Exosphäre (man könnte auch sagen: Binnenzone/Innenbereich vs. äußere Umwelt) gegliedert sind und diese Bereiche wenigstens tendenziell geschlechtsspezifisch zugeordnet sind. Das heißt: am »Perimeter«, an der räumlichen Außengrenze der Gemeinschaft, ist der Mann positioniert, um den Binnenbereich (mit den fortpflanzungsfähigen Weibchen und der »Brut«) zu schützen. Das kann man evolutionsbiologisch herleiten, in dieser Hinsicht sozusagen ganz konventioneller „Evochris“.

Natürlich ist das beim Menschen kulturell überformt, und man kann beliebig viel Ideologie darauf häufen, warum es auch heute noch eine »natürliche« Arbeitsteilung sein soll. Beauvoir hatte eine ähnliche Idee, als sie von Sartres Existentialismus die Konzepte von Transzendenz und Immanenz übernommen und kritisiert hat, dass Frauen traditionell dazu erzogen werden, in der Zone der Immanenz zu verharren. Transzendenz erlangt man aber vorzugsweise in der Exosphäre, wo der Mann sich selbst riskiert und dabei, wenn er nicht umkommt, über sich hinauswächst, und Frauen bleibt das Beauvoir zufolge verwehrt.

Im Laufe der Geschichte weicht diese Innen/Außen-Dichotomie auf, weil irgendwann eine Sphäre des Politischen bzw. eine bürgerliche, zivilgesellschaftliche Öffentlichkeit entsteht, also ein Bereich, der weder privat noch außergesellschaftlich ist, sondern dazwischen liegt, und diesen öffentlichen Raum hat die Frauenbewegung für Frauen erobert. Seither steht Frauen der Weg aus der beauvoirschen Immanenz im Prinzip offen. Und viele Frauen, ob nun vom Feminismus beeinflusst oder nicht, sind ihren Weg in der zivilgesellschaftlichen Sphäre erfolgreich gegangen, und insoweit es dem Feminismus darum ging, Frauen dazu zu ermuntern, betrachte ich die Frauenbewegung als legitime moderne Emanzipationsbewegung.

Nun ist das aber bloß die halbe Wahrheit: zumindest die *neue* Frauenbewegung war von Anfang an auf einem Auge blind – nämlich dafür, dass die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung für Männer nicht nur Privilegien, sondern auch Kosten mit sich bringt: klassischerweise das, was Farrell den *disposable male* nennt: als Mann bist Du im Zweifelsfall verheizbar, weil (polemisch kurzgefasst) Deine Frau im Notfall auch vom Nachbarn schwanger werden kann, ihr Fortpflanzungspotential durch Deinen Tod also für die Gesellschaft nicht vergeudet ist. Das hatte auch Esther Vilar im Grundsatz erkannt und in Breite ausformuliert (»die Frau ist vom Mann abhängig wie das Auto vom Benzin«) und war darum für Alice Schwarzer »Staatsfeind Nummer Eins«. Das ist der *empirische* Skandal des Feminismus: alles zu ignorieren, was nicht ins ideologische Raster passt.

Der *theoretische* Skandal des Feminismus, der sich mit dem empirischen Skandal wechselseitig stützt, ergibt sich aus der Frage: welchen Begriff der *Gesellschaft* haben Feministinnen eigentlich? Ein Lexikoneintrag (Lexikon zur Soziologie, VS Verlag) definiert »Gesellschaft« als »Summe von Individuen, die durch ein Netzwerk sozialer Beziehungen miteinander in Kontakt und Interaktion stehen, bzw. als Summe der sozialen Wechselwirkungen.« Aber welche Art von »sozialen Wechselwirkungen« wird vom Feminismus thematisiert? Männer erfinden das Patriarchat, das Patriarchat dient der Privilegiensicherung von Männern, und wenn das Patriarchat einmal nicht der Privilegiensicherung von Männern dient (»das Patriarchat schadet auch Männern«), dann leiden die Männer unter selbstverschuldeten Rollenzwängen. Das, was in meinen Augen der Grundgedanke aller Soziologie ist: dass es »soziale Wechselwirkungen« gibt, die sich nicht aus den Handlungsabsichten, sondern aus (beabsichtigten und unbeabsichtigten) Handlungsfolgen ergeben, fällt im Feminismus unter den Tisch bzw. wird unter den Teppich gekehrt.

Beispiel: Männer führen Kriege, die Handlungsabsicht dahinter ist: schütze Deine Sippe vor Gewalt und mehre die Deiner Sippe zur Verfügung stehenden Ressourcen. Nicht-intendierte soziale Wechselwirkung: irgendwann werden die Kollateralschäden des Kriegs zu hoch, weshalb sich ein Gewaltmonopol durchsetzen kann (also nicht nur faktisch durchsetzt, sondern aufgrund der Befriedungswirkung auch Akzeptanz genießt), das dann »Staat« heißt (z. B. Altägypten, Römisches Reich, absolutistischer Fürstenstaat). Nun kann man diese Geschichte im Sinne der griechischen Tragödie als tragische Verstrickung erzählen, die am Ende eine neue friedenssichernde Institution hervorbringt (Pharao, Caesar, Leviathan), oder im Sinne des Feminismus als »Geschichte patriarchaler Gewalt«. In letzterer Variante gibt es keine echten äußerlichen Faktoren, sondern »der Mann« ist die ultimate Ursache von allem: und weil man das irgendwie substantiieren muss: die inhärente *Psychologie* des Mannes, seine »männliche Hegemonialität« und »toxische Männlichkeit«.

Der theoretische Skandal des Feminismus besteht also darin, Soziologie in Vulgärpsychologie zu verwandeln, indem dem Mann und seinen angeblichen Charaktermerkmalen zugeschrieben wird, was eigentlich einer Ebene »sozialer Wechselwirkungen« zuzuschreiben wäre. Die typische Feministin sieht einen Mann und *hält ihn für* die »Gesellschaft«. Weil Männer im »Patriarchat« angeblich so mächtig sind (»Macker-Internationale«), dass alles ganz anders sein könnte, wenn sie denn nur wollten. Dieser Fehlschluss ist im Kern »verschwörungstheoretisch« (komplexe anonyme Effekte werden der bewussten Planung einer kleinen, mächtigen Gruppe zugeschrieben) und führt zu der Paradoxie, dass es keine weibliche Freiheit gibt, die nicht als patriarchal verschuldete Unfreiheit gedeutet werden kann, sobald sie an irgendwelche Grenzen stößt. Und darum erwarten Feministinnen auf dem Umweg über den Staat von Männern ein kompensatorisches Handeln (Quoten, Gender Budgeting, Förderprogramme, etc. pp.), dessen Charakter als Frauen *privilegierendes* Handeln unsichtbar bleibt. Weil es für Frauen *per definitionem* keine Privilegien gibt, sondern nur kompensiertes Unterdrücktsein, und analog für Männer per definitionem keine Benachteiligung und Diskriminierung.

Im Endeffekt gibt es im Feminismus keine demokratische Vermittlung widerstreitender Interessen unter Bedingungen knapper Ressourcen (das ist das, worauf Lucas Schoppe immer wieder hinweist, seit er bloggt), sondern »Fraueninteressen« sind a priori das höchste gesellschaftliche Gut, der Trumpf, der alle anderen Karten sticht. Antje Schrupp treibt das auf die Spitze: Feminismus wird ausschließlich durch das definiert, was Frauen wollen und fordern sollten, nicht durch irgendwelche äußeren Randbedingungen. Weil jegliche Einschränkung weiblicher Handlungsmöglichkeiten *per definitionem* ein Resultat »des Patriarchats« ist. In diesem Sinne wird von Feministinnen »der Mann« mit »der Gesellschaft« gleichgesetzt.

Djadmoros: Der Mythos vom Patriarchat und der Niedergang des Feminismus

2011-10-09

Die Liebe des Vaters als Schlüssel zu seiner Ausbeutung

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Homer gefangen an seinem Arbeitsplatz, der Hölle. Warum lässt er das mit sich machen?

Schon Esther Vilar hielt fest: Männer sind bescheiden. Sie brauchen nicht viel im Leben an Geld und Gütern um glücklich zu sein. Der Radikalmaskulist Eugen Prinz haut in dieselbe Kerbe: Als Mann habe man alles Notwendige mit vier Stunden Arbeit den Tag, kein Grund also, mehr zu arbeiten.

Warum malochen Männer dann doch wie die Verrückten, ihr Leben lang? Antrieb hierfür ist die Liebe zu ihren Kindern. Väter wollen, dass es ihre Kinder gut haben, und ein gutes Leben ist abhängig von Sicherheit, garantiert durch ein stabiles Einkommen. Dass Väter zum Beispiel mehr arbeiten, wenn der Nachwuchs auf der Welt ist, liegt nicht daran, dass die Männer vor den Babys flüchten würden, sondern um das nötige Kleingeld zu verdienen – Arbeit bedeutet auch für die meisten Männer nicht „Karriere und Selbstverwirklichung“ sondern Entbehrung, Leid, Mühsal. Einer Alice Schwarzers größte Kraftanstrengung besteht darin, einen Kulli zu halten – sie würde anders über die Nurhausfrauen schreiben, wenn sie zum Beispiel unter Tage malochen müsste,  und wenn sie unter diesen Umständen überhaupt noch Zeit und Nerven für die Schriftstellerei finden würde.

Die Liebe zu ihren Kindern geht für die Väter bis zur Grenze der Selbstzerstörung und darüber hinaus – selbst dann noch, wenn sie ihren Kindern keine Väter mehr sein dürfen. Viele Mütter treffen die Entscheidung, den Vater aus dem Leben ihres Eigentums zu löschen, sich aber eben dieses Leben von dem zum Unterhaltssklaven degradierten Vater finanzieren zu lassen, indem sie die Kinder als Geiseln nehmen und damit den Geldfluss erpressen. Bemerkenswert ist übrigens, mit welcher Selbstverständlichkeit Mütter nehmen, sich einbilden, sie hätten ein moralisches Recht darauf. Ein deutliches Zeichen, dass wir in einem Matriarchat leben. Und die Väter machen das mit!

Warum?

Aus demselben Grund, aus dem heraus auch eine Familie das Lösegeld zahlen würde, um ein entführtes Kind zurück zu bekommen. Sie lieben ihre Kinder. Und keiner will sich später vom Kind anklagen lassen, dass er sich nicht gekümmert habe.

Aber Halt! Drücken sich Väter nicht oft um den Unterhalt? Ein bösartiger Giftbeutel von Ministerin glaubte dieses Märchen und wollte „zahlungsunwilligen“ Vätern den Führerschein wegnehmen lassen. Das Ganze verlief im Sande, da die Forschung zu anderen Ergebnissen über die vermeintlichen „Unterhaltspreller“ kam, Arne Hoffmann im gänzlich lesenswerten „Lexikon der Feministischen Irrtümer“:

Die Behauptung, „eine der wichtigsten Ursachen ist die Zahlungsunwilligkeit der ehemaligen Partner“, hatte sich der namentlich wie so häufig nicht genannte Tagesschau-Redakteur anscheinend nur ausgedacht. Entgegen den Behauptungen des ARD-Flaggschiffs gibt es keinerlei entsprechende Anhaltspunkte; Hartmann selbst legt mit seinen Ausführungen nahe, dass die betreffenden Väter schlicht zu wenig verdienen, um Unterhalt leisten zu können. Nachdem Klein den tatsächlichen Sachverhalt aufgedeckt und öffentlich gemacht hatte, musste die Tagesschau ihre Behauptungen zurücknehmen und um Verzeihung bitten:
„Insofern ist die Schlussfolgerung, dass der Nicht-Erhalt des Unterhalts auf
Zahlungsunwilligkeit zurückgehe, unzulässig. Wir bedauern diese Verkürzung und danken unseren Lesern für entsprechende Hinweise.“
In der Tat sind ausbleibende Unterhaltszahlungen vielfach keineswegs Böswilligkeit zu verschulden. „Vielen Vätern bleiben derzeit nur 1100 Euro zum Leben – dieser Selbstbehalt ist bundesweit einheitlich festgelegt“, berichtet der Bundesvorsitzende des Interessenverbandes Unterhalt und Familienrecht (ISUV), Josef Linsler. In ländlichen Regionen wie dem Bayerischen Wald komme man damit wahrscheinlich noch gut zurecht, in Großstädten wie Hamburg dagegen kaum. „Viele Väter krebsen am Existenzminimum – das bedeutet, dass viele den Unterhalt nicht zahlen können, obwohl sie wollen.“

Trennungsväter sind einfach sozial erledigt. Dazu gehört übrigens auch, dass sie überdurchschnittlich oft von Obdachlosigkeit und Suizid betroffen sind. Aber Empathinnen prügeln noch mal ein auf solche, die einfach nur Hilfe brauchen, und zwar dringend in einer emotionalen wie wirtschaftlichen Notlage – es ist ein Alptraum, von seinen Kindern getrennt zu werden. Naja, was soll man halten von Gesellschaften, die sich „Ministerien für alle außer Männer“ leisten.

Väter, die ihre Kinder abtreiben, wie zum Beispiel Leutnant Dino, sind selten. Er hätte keine Vatergefühle für seine Kinder, gibt er zu Protokoll und das war’s dann. Er hat kein schlechtes Gewissen, dass er keinen Unterhalt zahlt, er liebt nicht, also lässt er sich nicht erpressen. Seine Ex, die wie viele andere sich ihr selbstsüchtiges Lebensmodell von ihm finanzieren lassen wollte, hatte sich das anders ausgemalt.

Feministinnen wie Antje Schrupp wollen Väter gänzlich entrechten und Kinderaufziehen über Steuern finanzieren lassen – also der Mann als Kollektiv nicht als Individuum soll zahlen. Das führt zur Frage, warum sich ein Mann für diese Gesellschaft krummschuften sollte. Aber wenn die Männer sich nicht mehr krummschuften, könnte das Probleme geben mit den Steuern, auf deren reichliches Sprudeln die Feministin spekuliert.

Als Beispiel könne man die „Grasfresser“ in Japan hernehmen. Junge Männer, die nur das nötigste brauchen; und dieses Nötigste ist ein leistungsstarker PC, mehr nicht. Sie ziehen sich in ihre Fantasiewelten zurück, wo sie gegen Drachen kämpfen und unbekannte Sterne erforschen. Sie leben vom Nötigsten, fressen Gras, und denken nicht im Traum daran, das Leben mit Übervollzeitarbeit zu verbringen, um Frauen zu ernähren, von denen sie nicht vorhaben, sie zu heiraten. Wie sagte Esther Vilar? Männer sind bescheiden.

Zensiert: „Das bisschen Arbeit“

Betroffener Artikel: Jetzt.de – „Das bisschen Arbeit

Kontext: Text über ein kleines Twitterprojekt, welches vermeintlich die Rollen der Geschlechter tauscht, also ein Matriarchat beschreibt, um so zu verdeutlichen, dass unser „Patriarchat“ frauenfeindlich sei.

Zensierter Kommentar:

Oha, ein Matriarchat also?

Also eine Gesellschaft, in der Frauen die Mehrheit der Obdachlosen und Selbstmörder stellen; unter Tage arbeiten, Mülltonnen reißen oder in den Kanälen die Sch***e wegräumen? Eine Gesellschaft, in der die meisten (tödlich) Verunglückten im Berufsleben Frauen sind, und dieses Geschlecht auch generell die geringere Lebenserwartung hat? Eine Gesellschaft, in der der Vater die Macht hat, die Mutter aus dem Leben „seiner“ Kinder auszulöschen, und sich dieses Lebensmodell von eben jener Mutter mit erzwungenen Unterhaltsleistungen finanzieren zu lassen?

Leute: Ich bin dabei!

Ok, um mal auf das Beispiel der „umgekehrten Diskriminierung“ im Titel einzugehen: Jeder weiß, dass wenn Kinder kommen, es die Frauen sind, die zu Hause bleiben. Und dem ist so, weil das kein Nachteil ist, sondern ein Privileg. Arbeit bedeutet nämlich nur selten „Karriere oder Selbstverwirklichung“ sondern Leid, Entbehrung und Mühsal – es ist ein Vorteil, sich dem entziehen zu können (Feminismus war schon immer ein sehr elitäres Projekt). Eine Studie der Glücksforschung kam zum Ergebnis, dass Hausfrau der, nicht: ein, DER! glücklichste Beruf ist (ich würd‘ verlinken, darf hier aber nicht). Frauen kommen nicht auf die Idee, ein ganzes Leben lang malochen zu gehen, und den größten Teil ihres Einkommens an Mann und Kind abzugeben (btw.: Obwohl Frauen weniger Geld erarbeiten, geben sie mehr aus, soviel zum Thema „Taschengeld“). Eine andere Studie kam zum Ergebnis, dass Frauen sich einfach weigern, einen Mann erneut zu daten, wenn er weniger als sie verdient, auf diese Weise legen Frauen fest, wer von der außerhäuslichen Maloche befreit wird: Natürlich der, der weniger verdient.

Umgekehrt Väter: Diese lieben ihre Kinder und wollen, dass es ihnen gut geht. Und ein verdammt gute Grundlage dafür, dass es jemanden gut geht, ist, sein Leben auf eine solide finanzielle Basis zu stellen. Das heißt: Sie hängen sich erst recht rein.

Daraus ergibt sich, dass auf einen Mann einfach mehr Verlass ist. Der vermeintliche Sexismus ist also nicht willkürlich oder kommt aus dem Nichts – auf der anderen Seite gibt es aber Gesetze, die Frauen vor daraus folgender Diskriminierung schützen sollen.