Archiv der Kategorie: political correctness

Sind Erzählungen mit starken Frauen und Schwarzen unbeliebt?

Für Tolkienliebhaber ist die neue Serie von Amazon eine bittere Pille. Aber nicht nur die lehnen den „Schmutz“ ab. Die Serie wird verrissen, aber Amazon verteidigte sich damit, dass die negativen Bewertungen von organisierten Rassisten und Frauenfeinden ausging, die mit starken Frauen und Schwarzen nicht klarkämen.

Ok, warum sind dann Erzählungen mit starken Frauen wie zum Beispiel in Terminator oder Alien erfolgreich: Warum nimmt hier niemand der vielen Frauenfeinde Anstoß? Auch Schwarze sind in Hollywood absolut etabliert: Ein Will Smith, Wesley Snipes, Morgan Freeman, Samuel L. Jackson und andere können problemlos auftreten in guten Produktionen, die trotz eines vermeintlich strukturellen Rassismus‘ erfolgreich waren und sind.

Der gleichgeschaltete Journalismus zog dann auch prompt den Vergleich zum grottenschlechten neuen Ghostbusters und kapierte dabei nicht, dass auch diese Verfilmung unter derselben, modernen Krankheit litt: Dem Zeitgeist. Der Zeitgeist diktiert, dass Schwarze und Frauen die besseren Menschen sind. Um diese Botschaft zu kommunizieren, wurde die Liebe zu einer guten Geschichte aufgegeben. Tolkien hat gute Geschichten erzählt, mit Leidenschaft und tiefer Liebe zu dem Universum, das er geschaffen hat. Der originale Ghostbusters war ebenfalls eine großartige Erzählung.

Tolkien hat in seinem Lebenswerk so viel hinterlassen, woraus man eine phantastische Saga in bewegten Bildern hätte machen können. Aber die Botschaft, dass die Frauen so toll sind und die Männer so dumm – es sei denn, sie sind schwarz -, war wichtiger als die Leidenschaft, die Liebe zu faszinierenden Dichtungen. Letzteres wurde geopfert, um die politisch korrekte Botschaft zu transportieren. Und dem fielen viele fantastische Geschichten zum Opfer: Ghostbusters, Star Wars, Star Trek und jetzt eben auch Tolkien. Ein Trauerspiel.

People of Color

Der Begriff der Euphismus-Tretmühle beschreibt den Umstand, dass auf Dauer kein Ersatzbegriff gegen die Assoziationen helfen, die mit dem alten, des ersetzten Wortes einhergehen. Also muss immer und immer wieder ein neuer Ausdruck her – wie in der Tretmühle kommt man zu keinem Ziel. Der progressive, woke Mensch und Angehörige des Establishment muss sich deshalb immer weiterbilden. Was gestern noch Ausweis der richtigen Gesinnung, kann heute zum Canceln führen.

So beklagte sich im Januar 2015 ein Herr Cumberbatch in einer Talkshow darüber, dass es seine farbigen Freunde schwerer hätten wegen der Hautfarbe. Damit zog er den Zorn der edlen Menschen auf sich, denn er hatte nicht mitbekommen, dass die Doktrin nun nicht mehr „coloured people“ vorschrieb sondern „people of colour“. (1)

Und natürlich ist es auch falsch, von „Farbigen“ zu sprechen, das darf man nur auf englisch: „people of colour“ eben. Ein und dasselbe nur in verschiedenen Sprachen. Mal Pfui mal Hui. Schwerwiegendes Pfui, wohlgemerkt, damit kann man auch mal ausgeschlossen werden aus dem Kreis derjenigen, die noch das Recht auf freie Rede nutzen dürfen – wenn man nicht seinen Job verliert.

(1): Douglas Murray – „Wahnsinn der Massen“

kleinerniemand: Warum Trump bei von ihm angeblich diskriminierten Gruppen Erfolg hat

kleinerniemand bei jetzt.de:

„Wir verachten euch! Ihr fast-food essenden, aus plastikbechern trinkenden, rauchenden, ungebildeten, unsensiblen, umweltverschmutzenden Wort-Gewalttäter*innen.“ Das ist es was der Neo-feminismus den unteren Schichten entgegen ruft. Jemanden der auf einen herabschaut, wählt man nicht gerne.

Der Hauptgrund warum Menschen für Donald Trump stimmen IST und BLEIBT, dass er ein Gegenprogramm zum Elitismus und zu der gefühlten „political correctness“ darstellt auch wenn das vielen nicht gefällt. Seine Grobschlächtigkeit und Unsensibilität macht ihn menschlich.
Es ist ein katastrophaler Irrglaube, das die „political correctness“ bei unteren Schichten (egal welche Hautfarbe oder Geschlecht) gut ankommen würde. Hoch-Sprache und Etiquette, grenzen grade Menschen mit niedriger Bildung und geringen Ressourcen am stärksten aus.
Und sie befürchten: Es werden monetäre Leistungen mit Symbolpolitik ersetzt. „Ihr labert nur, ihr macht nichts.“ Wenn man fürchten muss demnächst Obdachlos zu sein, dann wirken aufgeheizte Diskussionen über machohaftes Verhalten, potentiell rassistische Halloweenkostüme und personalisierte Prono*men ziemlich elitär und herablassend. Deshalb wählen schwarze Frauen Trump und man findet homosexuelle in der AFD. Der dauerbeleidigte sprachdoktornde Neofeminismus hat es geschafft, dass sich Menschen das Gefühl haben, für ihre eigenen Community nicht mehr gut genug zu sein. Er spaltet.

Anmerkung zu „Native Americans“

Ok, Indianer soll man nicht „Indianer“ nennen, da das eine Fremdbezeichnung der weißen Eroberer war, die die Ureinwohner so nannten, da sie sie für Inder hielten – daher „Indianer“.

Man soll sie stattdessen „Native Americans“ nennen. Das treffe es besser und man signalisiert die richtige Haltung – wichtig für Gutmenschen.

ABER:

In „Native American“ ist „American“ ebenfalls eine Fremdbezeichnung. Dieser Ausdruck stammt meines Wissens von einem Italiener ab. Die „Native“ haben ihr Land doch bestimmt anders genannt, bevor die weißen Eroberer kamen?

Bringe ich jetzt jemanden auf Ideen? Muss eine neue Bezeichnung her für die Native Americans?