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Hin zu einer maskulistischen Filmkritik: „Thelma und Louise“

„Thelma und Louise“ ist ein feministischer Kultfilm, der u.a. einen Oskar für das beste Drehbuch erhielt und auch sonst einige Nominierungen erreichte. So ist das nämlich in der brutalen Männerherrschaft: Wer Männer als Schweine darstellt, wird belohnt vom „System“ – denn der Streifen wird im „Lexikon des Internationalen Films“ so beschrieben: „Das präzise Drehbuch wurde in einen gleichermaßen unterhaltenden wie systemkritischen Film umgesetzt.“

Zur Handlung: Thelma und Louise machen sich auf einen Wochenendtrip auf. In einer Bar lässt sich Thelma auf einen zwielichtigen Typen ein, der die beiden mit „Püppchen“ anredet und sich kurze Zeit später als Vergewaltiger entpuppt. Auf dem Parkplatz kommt gerade noch rechtzeitig Louise hinzu, hält dem Mann eine Pistole an den Kopf und stoppt so den Vergewaltiger. Als dieser die beiden noch vulgär beschimpft, erschießt sie ihn – „im Affekt“, wie es bei Wikipedia heißt.

Nach dieser Schlüsselszene fliehen sie, denn sie hätten keine Chance auf einen fairen Prozess – das ist es wohl auch, was als „systemkrisch“ gesehen wird. Unterwegs dürfen die beiden noch mehr schlechte Erfahrungen mit Männern sammeln, um schlussendlich, von der Polizei gestellt, den Freitod zu suchen.

Der Selbstmord also als letzte Möglichkeit in einer brutalen Männerherrschaft. Wen interessiert es schon, dass sich Jungen und Männer ein vielfaches so oft das Leben nehmen, ohne dahinter ein fieses weibliches System zu vermuten? Die Gesellschaft ist ganz gewiss nicht brutal zu ihnen, diese Männer können nur nicht um Hilfe fragen, weil sie überholten Rollenbildern anhängen, so das feministische Urteil über Notleidende.

Der Film soll „systemkritisch“ sein. Was ist hier das System? Das ist das „Patriarchat“, die „Rape-Culture„, das sind die Männer. Männer sind – bis auf vereinzelte Ausnahmen – Despoten, Vergewaltiger und spitznasige, gelbzähnige Juden „dicke fette Ekelpakete“, die – man weiß ja wie Männer so sind – sich einbilden mit Obszönitäten anziehend auf Frauen zu wirken. Der Zuschauer sitzt im Kinosaal, sieht dieses Zerrbild eines Mannes und denkt sich vermutlich: „Wie schlimmt die Männer doch sind. Zum Glück gibt es solche wie mich“. Denn, das hat schon Esther Vilar wunderbar erkannt, die wenigsten Männer unterdrücken irgendwelche Frauen und behandeln sie schlecht. Da sie es aber jeden Tag in der Zeitung lesen, denken sie, alle anderen würden es machen.

Das „System“ ist, dass Frauen, die einen Mann erschießen, mit juristischer Verfolgung zu rechnen haben, ganz genauso wie Männer also auch. Wenn man dieses „System“ überwinden will, heißt das wohl, dass Frauen ein exklusiv weibliches Tötungsrecht erhalten sollen. Und das ist auch kein Missbrauch zu fürchten, denn Frauen sind bekanntlich die besseren Menschen. In Brasilien ist es bereits gesetzlich so, dass die Tötung eines höherwertigen Menschen, also einer Frau, härter bestraft wird als die Tötung eines minderwertigen Menschen, also eines Mannes.

Man muss aber nicht nach Brasilien gehen, um im juristischen System eine Schieflage zu Lasten der Männer erkennen. Frauen werden für dieselben Straftaten weniger hart bestraft, was schon mal dazu führen kann, dass eine Frau, die einen mit einem Messer bewaffneten Mann mit einer Maschinenpistole erschießt, wegen Notwehr laufen gelassen wird. Undenkbar bei getauschten Geschlechtern.

Nein, dieser Film ist ganz gewiss nicht systemkritisch. Systemkritisch wäre ein Film, der die Geschichte über die Leiden einer Familie unter einer Familienterroristin erzählt, dieser ausgeliefert sind und auch keine Hoffnung auf Hilfe haben, da im System allein der Mann als Gewalttäter zählt, die Frau hingegen als unschuldig und rein. Es werden nicht Gewalttäter und Gewalttäterinnen, nicht Vergewaltiger und Vergewaltigerinnen vorgeführt, sondern allein Männer als Hassenswerte. Dieser Film ist in seinem Sexismus nicht systemkritisch, sondern systemkonform.

Feministischer Hass im Boulevardmedium

Der vor Hass nur so geifernde Artikel „Im Westen nichts Neues – Kriegsschauplatz Frauenkörper“ erschien erst bei den Störenfriedas und dann auch in der Huffington Post, weshalb ich darauf noch mal eingehen will.

In dem Pamphlet wird der Streit über die Burka als Auseinandersetzung zweier patriarchaler Gesellschaften – der westlichen und muslimischen – gedeutet, die jeweils ihren Willen auf dem Frauenkörper durchsetzen wollen. Frauen erscheinen nicht als mündige Individuen sondern lediglich als Sklaven eines männlichen Willens. Dies ist der Hauptpunkt, vermengt mit viel feministischer Propaganda zu verschiedenen Themen wie Prostitution und Väterrechte – wobei für Feministinnen bekanntlich die reine Existenz eines Vaters bereits ein Affront ist – die allesamt auf einen Punkt hinauslaufen: Männer üben Macht aus. Über Frauen. In dem Artikel ist sovieles falsch, das ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll und ich deshalb nicht auf alles eingehe. Manipulativ und verlogen ist er zudem auch noch, so wird bspw. behauptet, Abtreibung sei verboten. Das ist nur die halbe Wahrheit, richtig ist, dass Abtreibung nach wie vor illegal ist, aber nicht verfolgt wird, was bedeutet, dass Ungeborenentötung problemlos möglich ist. Oder allen Ernstes wird behauptet, Lohfink sei wegen Falschbeschuldigung verurteilt worden, weil sie „unehrenhaft“ sei:

Sie, als „unehrenhafte“ Frau, hatte es gewagt, die Ehre von zwei Männern zu beschmutzen, auch das im Patriarchat ein unerhörter Vorgang, dem das Gericht einen Riegel vorschob.

Ja, die Anführungszeichen finden sich im Original, wer das aber gesagt haben soll, ist nicht ersichtlich. Vor allem aber: Gäbe es ein Patriarchat, Gina-Lisa wäre für mehrere Jährchen in den Knast gewandert, und nicht nur zu einer Geldstrafe verurteilt worden, denn im real-existierenden Matriarchat ist Falschbeschuldigung – die ganze Existenzen vernichten kann – ein Kavaliersdelikt. Davon abgesehen: Über keine andere Gruppe lässt sich so abfällig und feindselig sprechen wie Männer, wie es ja gerade die Störenfriedas vormachen. Niemals würde man einen solch verhetzenden Artikel über Frauen, Ausländer, Schwarze, Juden in einem Mainstreammedium dulden – es ist regelmäßig die Ehre der Männer, die beschädigt wird.

Nur so sind Männer für Feministinnen erträglich

Gleich zu Beginn geht es um Väterrechte – die in Deutschland ja kaum was gegen die Mütterrechte sind. Dass „Alleinerziehende“ zu 90% Frauen sind, liegt daran, dass sie die Macht haben. Kein Vater kann sich hinstellen und sagen: „Ich entferne jetzt die Kindsmutter aus der Familie, die Kinder aber bleiben bei mir!“ – dazu hat er nicht die Macht. Ich selbst bin – anders als Feministinnen – für Gleichberechtigung. Ich sage zum Beispiel: „Beide Elternteile sollten gleichberechtigt und -verpflichtet sein“. Das ist eine geschlechtsneutrale Formulierung, steht also für Gleichberechtigung. Damit sind Feministinnen nicht einverstanden, denn es würde die Macht der Mütter beschneiden, so heißt es bei den Störenfriedas:

Das ist überhaupt das größte Problem von Männern: Sie können die Kinder, die sie doch so dringend brauchen, um einmal erhaltene Macht zu festigen, nicht selbst bekommen, sie benötigen den Körper der Frau dazu. Deshalb ist Abtreibung in Deutschland nach wie vor verboten und deshalb werden die sogenannten „Väterrechte“ aktuell staatlicherseits massiv ausgebaut. In den letzten 20 Jahren hat sich gezeigt, dass Frauen ihre Kinder, wenn auch prekär und unter großer Belastung, allein aufziehen können und damit dem Mann sein Recht auf sein Kind verwehren können – ein im Patriarchat unerhörter Vorgang. Also wird rasch postuliert, wie wichtig der Vater für das Seelenleben des Kindes ist – ein Umstand, der noch nie in der Geschichte der Menschheit eine Rolle gespielt hat, und dem Vater uneingeschränkter Zugriff selbst auf Neugeborene und gegen den Willen der Mutter gewährt.

Das Motiv der Väter ist also „Macht zu festigen“. Sie lieben ihre Kinder nicht. Ähnliches fand sich bereits bei Laurie Penny, der ich Bösartigkeit bescheinigte: Männer würden ein ganzes Leben lang buckeln, um mit den mühsam erarbeiteten Kohlen etwas Macht über Frau und Kinder auszuüben. Nur deswegen würden sie heiraten. Bei den Störenfriedas hingegen stellt sich die Frage, welche Macht Männer mit Kindern festigen wollen, wenn sie nur kleine Busfahrer und Bauarbeiter sind, also nicht mächtig sondern Befehlsempfänger – wie 99% der Männer (und Frauen).

Da es angeblich noch nie eine Rolle gespielt hat, dass Väter gut für Kinder sind (und das sind sie), soll es auch jetzt keine Rolle spielen. Nun, viele Dinge hatte der Mensch in früheren Zeiten nicht, will sie aber heute auf keinen Fall mehr missen. Im Übrigen: Viele Kuckuckskinder machen sich auf die Suche nach ihrem leiblichen Vater, weil es für sie ein existentielles Anliegen ist, zu wissen, von wem sie abstammen und eine Beziehung zu ihm zu unterhalten.

Besonders ekelhaft dann der letzte zitierte Satz: „uneingeschränkter Zugriff“ von Vätern „selbst auf Neugeborene“ und das dann auch „gegen den Willen der Mutter“. Offenbar soll die Mutter die Einzige sein, die uneingeschränkt auf das Kind zugreifen darf, und das auch gegen den Willen des Vaters. Vielleicht um ihn ein bisschen zu erpressen: „Zahl brav, sonst siehst Du es nie wieder!“. In einer solchen Logik zeigt sich der ganze Männerhass der Autorin: Der Andere, der Feind, ist eben kein potentiell liebenswerter Vater sondern der „potentielle Vergewaltiger“. Man stelle sich vor, jemand würde sich den Umstand, dass Gewalt gegen Kinder – einschließlich tödlicher Gewalt – überwiegend von den Müttern ausgeht, zunutze machen, Politik gegen Frauen, Mütter zu betreiben. Er würde nicht weit kommen, denn in unserem „Patriarchat“ würde einem solchen Hassredner die Grenzen aufgezeigt werden – wohlmöglich würde er ins Gefängnis gehen.

Oder Prostitution: Auch hier üben Männer – natürlich – Macht aus. Dass es mit Macht nichts zu tun hat, wenn man für eine Dienstleistung zahlen muss, ist Feministinnen offensichtlich zu hoch. Denn ein Mann der pleite ist, kann keine Macht mehr ausüben – bzw. wenn es sich tatsächlich um eine Machtbeziehung handelt, könnte er sich das nehmen was er wollte, auch ohne dafür zu zahlen. Oder anders gedacht: Übe ich über einen Taxifahrer Macht aus, wenn ich seine Dienstleistung in Anspruch nehme? Tatsächlich sind es Prostituierte selbst, die sich gegen eine Kriminalisierung ihrer Kunden wenden. Und Schweden hat gezeigt, dass eine Verfolgung der Freier die Situation für die Sexarbeiterinnen verschlechtert. Der Punkt ist nur, dass es den Feministinnen nicht um die Prostituierten geht, sondern um ihren Männerhass. Das Einzelbeispiel mit dem Freierforum ist eben nur das: Ein Einzelbeispiel, dem kann man entgegenhalten, dass Sexarbeiterinnen ihre Kunden schätzen.

Dann aber bricht es aus der Autorin heraus: Sexuelle Gewalt sei ein Verbrechen von „MÄNNERN AN FRAUEN“ und ich muss mir Spucke aus dem Gesicht wischen. Da interessiert es nicht mehr, dass nur eine verschwindend geringe Minderheit der Männer Täter sind und genauso wenig Frauen zu Opfern werden, ebenso, dass sexuelle Gewalt keine Einbahnstraße von Mann zu Frau ist. Hier der Andere, der übermächtige Feind der einen grausam foltert, dort „Wir“, die Geknechteten – solche Kriegslogik legitimiert Gewalt, welche dann natürlich – wie immer – lediglich Gegengewalt ist. Eine solche Hasspropaganda würde mit jeder anderen Gruppe, Juden, Ausländer, Frauen zu einem Verfahren wegen Volksverhetzung führen.

Es stellt sich die Frage, was sich ein Redakteur – wohlmöglich Familienvater – dabei denkt, solche Hasspropaganda zu veröffentlichen. Vermutlich denkt er sich, dass er ja nicht gemeint ist, denn er ist ja ein lieber Mann. Das denken alle Männer: Sie selbst wissen genau, dass sie keine Frauen unterdrücken, weil sie es aber täglich in der Zeitung lesen, glauben sie, alle anderen würden es tun. Sie selbst sind die rechtschaffenden weißen Ritter, die Guten. Nur dass es in einer solchen Hasslogik keine guten Männer gibt, sondern eben nur Männer, die Frauen vergewaltigen.

Feministen rufen auf: "Bitte benachteiligen Sie nur Jungen!"

Bitte misshandeln Sie nur Jungen, Danke!

Vor einigen Jahren stieß ich im Internet auf ein kleines Spiel einer großen Kinderschutzorganisation, welches einen verdeutlichen sollte, warum Mädchenförderung in Drittweltländern besonders notwendig sei. Man begleitete hierbei ein Mädchen von der Geburt an und musste an verschiedenen Stationen ihres Lebens wichtige Entscheidungen über ihre weitere Biographie treffen, etwa, ob man sie zur Schule schickte oder in die Kinderarbeit. Traf man die falsche Entscheidung, glitt das fiktive Mädchen ins Elend ab, wie beispielsweise, dass sie später mit einem armen Tagelöhner verheiratet war, der trank und sie schlug.

Ich schrieb die Organisation an, und stellte die Frage, welche Anstrengungen sie unternähme, zu verhindern, dass aus einem kleinen, hoffnungsvollen Jungen kein alkoholkranker Verlierer würde. Ich erhielt niemals eine Antwort.

Wäre es nicht schön, wenn Kinder – sowohl Mädchen als auch Jungen – hoffnungsvoll in die Zukunft blicken könnten?

Die Frage ist jetzt, warum sich so ein übler Geschlechterrassismus, der sich selbst auf Kinder ausdehnt, der nur einem Geschlecht hilft während er das andere dem Elend überlässt, große Organisationen wie etwas „Plan“ erfassen kann, ohne dass es zu einem öffentlichen Aufschrei kommt.

Hierzu kann man im wesentlichen zwei Punkte identifizieren, die sich aber auch gegenseitig stützen. Zum einen der „Gender-Empathy-Gap“, welcher dafür sorgt, dass man für Mädchen und Frauen grundsätzlich mehr Mitgefühl übrig hat als für Jungen und Männer. So hat Arne Hoffmann in „Plädoyer für eine linke Männerpolitik“ herausgearbeitet, dass wenn man will, dass die Spendengelder fließen, man vorzugsweise leidende Mädchen und Frauen zeigen sollte; Jungen und Männer ziehen bei weitem nicht so gut. Das gilt auch für unsere Gesellschaft: wenn es bspw. so wäre, dass mehr Mädchen und Frauen etwa von Suizid oder Obdachlosigkeit betroffen wären als Vertreter des männlichen Geschlechts, so wäre dies ein breites Thema in der Berichterstattung. Und damit sind beim zweiten Punkt: Der Berichterstattung, die konsequent männliche Opfer jedes Alters ausblendet genauso wie auch weibliche Täter. Wir leben unter einer medialen Käseglocke, welche einem tagtäglich suggeriert, dass es besonders Frauen in der Welt übel ergeht wohingegen Männer an der Macht seien, weshalb sie keine Hilfe benötigen. Jeden Tag wird uns das große Leiden der Frauen um die Ohren gehauen, weshalb es leicht ersichtlich ist, dass man vorzugsweise diesen Hilfe und Unterstützung zukommen lässt. Wer nicht gerade in der maskulistischen Blase mitliest, kann auch kaum etwas dagegen sagen.

So ist es bspw. sowohl bei Feministinnen als auch den „seriösen“ Medien üblich, dass Geschlecht der Opfer des Andrizid von Srebrenica unsichtbar zu machen. Weiteres Beispiel: Als die islamistische Terrorgruppe „Boko Haram“ Jungen bei lebendigen Leib verbrannte, war das kaum einem Medium eine Meldung wert. Als dieselbe Terrorgruppe Mädchen entführte kam es zu einem internationalen Aufschrei bis ins weiße Haus.

Ein weiteres Beispiel kommt ausgerechnet von „Plan“; in einer älteren Veröffentlichung heißt es:

„Gerade Jungen zwischen 14 und 17 Jahren lassen sich gern anwerben, weil sie endlich Geld verdienen möchten. Ihre Agenten sind wiederum oft selbst Jugendliche, die Opfer von Kinderhändlern waren… Die Jungen werden häufig nach Nigeria oder in andere Länder Westafrikas geschmuggelt. Sie müssen sehr lange auf den Feldern arbeiten. Sie werden von Aufsehern schlecht behandelt und geschlagen. Viele der Jungen arbeiten sogar nachts, meistens sieben Tage in der Woche und das über sechs Monate, ein Jahr oder noch länger. Nur wenige erhalten einen Lohn für ihre Arbeit.“

Dem unbenommen hält man bei Plan daran fest, vorzugsweise Mädchen zu einer gelungenen Existenz zu verhelfen.

Dies war gerade auch Thema bei „Geschlechterallerlei„. Und der Artikel scheint auch einen wunden Punkt bei Feministen getroffen zu haben, denn gleich mehrere traten auf, um den Femosexismus der Benachteiligung männlicher Kinder zu verteidigen, und so viel feministischer Besuch ist auf diesem Blog eher selten.

[Nachtrag] Wer zu Weihnachten vielleicht eine Patenschaft für ein Kind übernehmen will, kann sich hier informieren: World Vision. Eine Patenschaft lässt sich bereits für 1.-€ pro Tag übernehmen. Danke an Wolfgang für den Hinweis.

[Nachtrag 2] Zum Weiterlesen:

man-tau: Gewalt gegen Jungen ist okay: Bitte spenden Sie jetzt!

Der Lotosritter: Kein Plan

Über Hasspropaganda

In meiner Schulzeit wurde mir und meinen Klassenkameraden ein Nazifilm aus dem dritten Reich vorgeführt. Unseren Lehrern war es wichtig, dass wir – die zukünftigen Gesellschaftslenker – erkennen, wie Hasspropaganda arbeitet. Wir sollten geimpft werden gegen totalitäre Ideologien, damit ein solcher GAU, wie er die Naziherrschaft darstellte, niemals wieder möglich sein könnte: „Nie wieder“, wie es auf einem Mahnmal in mehreren Sprachen heißt.

Der Film „I spit on your grave“ erfreut sich unter Jugendlichen besonderer Beliebtheit. Auch und gerade unter solchen, die weit unter 18 sind. Sie können nicht erkennen, dass es sich hier um Hasspropaganda handelt, sie sind vielmehr begeistert über die bestialischen Szenen, in welchen Männer abgeschlachtet werden, wobei der Sadismus seine Grenzen nur in einem beschränkten Einfallsreichtum findet, wie man jemanden hinrichten kann, ansonsten: Splatter! Splatter! Splatter!

Dieser Film, der nur beispielhaft für eine ganzes Genre – dem Frauenkrimi – steht, gliedert sich in zwei Teile. Im ersten wird eine junge Frau auf das brutalste Opfer einer Gruppenvergewaltigung. Im zweiten Teil nimmt sie dann grausame Rache an ihren Peinigern.

Um zu erkennen, dass es sich hier tatsächlich um Feindbildpropaganda handelt, lohnt es sich, die rassistische Analogie zu bilden. Man stelle sich einen Film vor, in welchem ein weißer Deutscher das Opfer eine Türkengang wird, also auf das brutalste von Monstertürken misshandelt wird, woraufhin das Opfer einen Tätertürken nach dem anderen abgeschlachtet, möglichst kreativ und grausam in den Tötungen – und ganz zurecht natürlich, denn schließlich erhalten hier die „Bösen“ nur ihre gerechte Strafe. Ein solcher Streifen wäre nur auf Nazi-Parties der Bringer, jeder andere würde den Rassismus sofort erkennen. Wenn es hingegen gegen Männer geht, dann ist es auf einmal in Ordnung, ja begründet ein ganzes Genre, wofür abgeschwächt „Nur ein toter Mann ist ein guter Mann“ stellvertretend steht.

Krieg ist angeblich eine reine Männerangelegenheit, wie man besonders bei der Schwarzer nachlesen kann. Frauen sei sowas fremd – aber nicht Feministinnen. Denn den Gegner – hier den Mann – zum Täter, Vergewaltiger und Monster zu stilisieren ist das Grundprogramm von Kriegsproganda. Der andere ist der Feind, das Monster und überhaupt hat er auch zuerst angegriffen, man wehre sich nur: Es wird nur (!) zurückgeschossen, wie bereits und nicht nur die Nazipropaganda verkündete. Jeder wehrt sich nur, keiner ist von sich aus der Aggressor.

Das Interessante hierbei ist, dass Feministinnen stets behaupten, dass a) die Gesellschaft von Männern dominiert sei, und b) Männer Frauen hassen würden. Das Bemerkenswerte hieran ist, dass es hier keine Ressourcen gibt, um Hasspropaganda gegen Frauen zu verfilmen. Es gibt keine Filme, in welchen Frauen und Mütter als Monster gezeichnet werden, um sie daraufhin in aller Rechtschaffenheit abzuschlachten. Das ist kein Zufall, auch die Hasspredigerin Alice Schwarzer hat es offenkundig zur Millionärin geschafft, während die Männerfreundin Esther Vilar aus Deutschland fliehen musste. Es gibt nur ein Genre „Frauenkrimi“, in welchen Männer hingeschlachtet werden, aber kein Gegenstück dazu mit getauschten Geschlechtern.

Da sitzt sie also, die Feministin, schaut sich einen teuer produzierten Film an und stellt sich keine Sekunde lang die Frage, wie sowas eigentlich möglich sein kann, in einer Gesellschaft, die so ist, wie sie von Feministinnen gezeichnet und interpretiert wird – denn hätten Feministinnen Recht, wäre sowas nunmal nicht möglich.

Gäbe es keinen Leutnant Dino, die feministische Lügenpresse müsste ihn erfinden

Das war nicht Leutnants Dino erster Auftritt bei der durch Zwangsgebühren finanzierten Lügenpresse, der in der maskulistischen Blogosphäre gerade diskutiert wird, zum Beispiel hier, hier und hier. Er war bereits zweimal zu Gast bei „Menschen bei Maischberger“ als es um Trennung und Trennungskrieg ging. Beide Sendungen waren bereits mit der Auswahl der Gäste hochmanipulativ – einschließlich des Umstandes, dass dort Leutnant Dino eingeladen war. So präsentierte man dort eine unterhaltspflichtige Frau, einen Vater, der nach langen Kampf schließlich die Kinder zu sich nehmen konnte und natürlich Leutnant Dino. Gäste also, die die absoluten Ausnahmen präsentierten und mit den real existierenden Verhältnissen nichts zu tun hatten. Für solche Themen wären andere Gäste weitaus geeigneter gewesen, hätten sich die Sendungen an der Realität und nicht an der feministischen Mythologie orientiert; denkbar wäre ein Vater gewesen, der gegen seinen Willen seine Kinder nicht mehr sieht oder ein Vertreter der Väterbewegung wie zum Beispiel des VAfK.

 Die feministische Mythologie besagt, dass im Falle einer Trennung die Väter alle Vorteile auf ihrer Seite haben, während Mütter alle Nachteile erleiden. Der Umstand, dass 95% der Getrennterziehenden Frauen sind, sei nicht auf ihre Privilegierung zurückzuführen, sondern darauf, dass sie vom Partner verlassen wurden (tatsächlich gehen Trennungen in der Mehrheit von Frauen aus und wenn ein Vater nicht zahlt, dann deswegen, weil er durch die Trennung ruiniert wurde). Der Mann lässt die arme, arme Mutter mit ihren Kindern sitzen, oftmals für eine Jüngere und drückt sich vor den Unterhaltspflichten, indem er sich künstlich arm rechnet.

Und hier kommt Leutnant Dino wie gerufen. Da sitzt er frech grinsend, gut angezogen und ein luxuriöses Leben führend, während er behauptet, er könne nicht zahlen, weil pleite, während aber jeder Zuschauer ganz genau weiß, er könnte, wenn er wollte: Ein Unterhaltspreller, der die Bestätigung der feministischen Mythologie darstellt, vom kleinen Schönheitsfehler abgesehen, dass er es war, der verlassen – entsorgt – wurde und nicht umgekehrt.

Mit Leutnant Dino hat man zu Beginn einen Fall vorliegen, wie er Alltag ist: Eine Mutter entscheidet im real existierenden Matriarchat, dass ihr Eigentum – die Kinder – ohne den Vater aufwachsen werden und dass dieser Lebensstil zugleich vom Ex finanziert wird. Anders als viele andere Trennungsväter, die darum kämpfen, ihren Kindern tatsächlich auch ein Vater sein zu können – oft vergeblich – machte Leutnant Dino einen brutalen Schnitt: Er hätte keine Vatergefühle mehr für seine Kinder. Eine Tragödie also, er hat seine Kinder abgetrieben.

Und dafür gibt es kein Verständnis. Ich habe mich mit mehreren Menschen über entsorgte Väter unterhalten, und dabei auch über den Fall Leutnant Dino. Dabei fiel mir auf, was auch in der Runde bei Maischberger zu beobachten war: Niemand verurteilte das Verhalten der Trennungsmutter, welche die Entscheidung getroffen hatte, die Vater-Kind-Beziehung auszulöschen. Stattdessen wurde Leutnant Dino verurteilt, dafür dass er sich vor seinen Pflichten drückte – dies selbst von einem, der sich selbst als „Antifeminist“ bezeichnete. Ein Vater, der nicht mehr für seine Kinder sorgt, begeht ein unverzeihliches Verbrechen, so der Tenor.

Leutnant Dino als einer, der sich künstlich arm macht, um den Unterhaltsplichten zu entgehen, bedient perfekt die feministische Mythologie. Gäbe es ihn nicht, Feministinnen müssten ihn erfinden.

[Update] Auch hier kann man diskutieren, und hier meldet sich Leutnant Dino selbst zu Wort.