Archiv der Kategorie: Propaganda

Hin zu einer maskulistischen Filmkritik „The King’s Man The Beginning“ (2021)

Mit Edward Snowden wurde ein Schlaglicht auf die Geheimdienste geworfen, das äußerst ungünstig für sie war: Nämlich, dass sie uns anlasslos ausspionieren. Der Skandal war aber schnell vergessen, Snowden ist umsonst geflohen und hat sein bisherigen Leben umsonst geopfert.

Mit James Bond und auch „The King’s Man“ wurden die Geheimdienste rehabilitiert. Sie sind die guten, die für Gerechtigkeit und Freiheit kämpfen, so auch der neue King’s Man, der zur Zeit des ersten Weltkrieges spielt, wobei dieser Krieg das Ergebnis übler Machenschaften einer schurkischen Geheimorganisation ist, angeführt von „dem Hirten”.

So wie so Geheimdienste verherrlicht werden, werden auch monarchische Herrschaftsstrukturen verklärt, wobei Könige bzw. Zaren gut und schlecht sein können. Der deutsche Kaiser ist dumm und einfältig, der englische König und der russische Zar sind gutmütige, edle Herrscher und um das Wohl ihrer Untergebenen besorgt. Lenin, auch eine Schachfigur des Hirten, stürzt den Zar, was als Verbrechen geschildert wird – sprich: Monarchie war gut, die Tyrannei, die durch eine andere Tyrannei abgelöst wurde, war über jeden Zweifel erhaben; der Zar wird als Menschenfreund präsentiert.

In der Ukraine dürfen Männer bekanntlich nicht das Land verlassen, sie werden in den Kriegsdienst gepresst. Auch hierzulande sind einige Pazifisten umgekippt und fordern Waffenlieferung an die Ukraine, welches in der westlichen Propaganda als Unschuld vom Lande dargestellt wird, weil sich wohl kein Pazifist denken konnte, dass auch mal Länder überfallen werden. Damit knüpfe ich an die Handlung des Films an, in der zwei Hauptakteure auftreten: Vater und Sohn. Der Vater ist Pazifist und verwehrt es seinem Sohn, in den Krieg zu ziehen. Diesem wurde als Zeichen seiner Schande eine weiße Feder überreicht. Diese Praxis hat einen realen Hintergrund: Frauen beschämten so wehrtaugliche Männer, die sie in Zivil antrafen. Der Mann hat im Patriarchat halt sein Leben zu geben, für das Heimatland – welches demnach eines der Frauen ist – und da es dem Mann sehr wichtig ist, was die unterdrückten und vergewaltigten Frauen von ihm halten, kann man ihn auf diese Weise nachhaltig dazu motivieren, das wertvollste zu opfern, was der Mensch besitzt. Der Vater erklärt aber seinem Sohn, dass diese Schande weit weniger schwer wiegt, als eben körperliche und seelische Gesundheit zu verlieren. Der Sohn will sich damit aber nicht abfinden, und trickst sich an die Front.

Dort darf er erfahren – während er eine Heldentat ausführt – was sein Vater meinte. Das Grauen des Krieges nimmt ihn nachhaltig mit und er weint in den Armen eines Veteranen. Schließlich stirbt er, aber nicht durch die Hand des Feindes, sondern weil man ihn für einen Spion hält, ein Missverständnis, das zu spät aufgeklärt wird, wonach ihm noch posthum ein Verdienstkreuz verliehen wird, das der Vater erhält. Damit macht der Film einen Bogen um den eigentlichen Grund, warum Männer im Krieg sterben müssen – für Frauen, die das ganz selbstverständlich einfordern.

Am Ende des Films sagt der Oberschurke dem Vater, dass dieser ihn nicht töten könnte, da er ja Pazifist sei. Daraufhin antwortet der Vater: „Sie loszulassen wäre falsch, nur ist jetzt endlich der Mensch aus mir geworden, der mein Sohn gewesen wäre!“ und vollzieht mit dem Viktoria-Verdienstkreuz das Todesurteil des Schurken. Diese symbolisch enorm aufgeladene Szene sagt also, der Sohn war ein Held, es ist richtig, im Krieg zu sterben, und der Vater war ein Feigling, der sich dann aber noch eines besseren besonnen hat.

Wir haben hier also eine Propaganda vorliegen, die Herrschaftsstrukturen ebenso verklärt wie den „heldenhaften“ Tod von Männern im Kampf für ihr Land, genauer natürlich für ihre Obrigkeit, denn: „Süß und ehrenvoll ist es, für’s Vaterland zu sterben”. Ich bin mir sicher, auch hierzulande würden es die Frauen schaffen, den Männern genau denselben Mist einzureden, nachdem sie sie nicht besser als Tiere behandelt haben, als Unterhaltssklaven, in den Ruin und in den Tod getrieben, jahrzehntelang mit Gülle beworfen – die Wehrpflicht wäre ganz schnell wieder eingesetzt. Und die Männer würden das mitmachen, woraus man lernen kann: Es gibt einfach keinen Grund, warum Frauen Männer anständig behandeln müssten.

Ein Beispiel für Propaganda

Propaganda gibt es über die eigene Gesellschaft, in der man lebt, als auch über den Feind. Der Staat, unter dem man lebt, wird einem dabei in aller Regel als gütig und gerecht präsentiert, während er in Wirklichkeit für die schlimmsten Gräuel verantwortlich ist, man denke bspw. an den Stalinismus oder daran, dass man in kriegerischen Konflikten nur „zurückschießt”, also der andere der „Böse“ ist, gegen den man sich nur verteidigt.

Ein Fallbeispiel für Propaganda ist die Netflixserie „Sex Education“. Hier geht es um Sex und alles vögelt fröhlich durcheinander und eine Schulaufführung singt „Fuck your pain away”. Und das ist: Propaganda. Die Propaganda besagt, dass wir in einer freien Gesellschaft leben, in der sich die Menschen frei lieben können, ähnlich wie es die 68er vorlebten. Die Wirklichkeit unterscheidet sich davon erheblich. Es gibt scharfe Gesetze gegen sogenannten „sexuelle Belästigung”, die alle bedrohen, die ihren Schmerz wegficken wollen; es gibt Bestrebungen – mit Aussicht auf Erfolg – Erwachsenen zu verbieten, über Sex zu sprechen; sexuell aktive Männer stehen mit einem Bein im Knast, und beim Streamingdienst Netflix, der schöne Geschichten über Gesellschaften mit freier Sexualität erzählt, u.a. in „Sex Education“, dürfen sich Angestellte unter Androhung drakonischer Strafen nicht in die Augen blicken, da das als sexuelle Belästigung gewertet wird.

Propaganda: Die Erzählungen besagen immer, die Menschen wären frei, während tatsächlich ein eiskalter dogmatischer Wind weht, der jede freie Regung verfolgt und unterdrückt.

Der russische Beschuss des Einkaufszentrums von Krementschug

Gestern sollen die Russen als ziviles Ziel ein Einkaufszentrum von Krementschug beschossen haben, was von der ukrainischen Führung sofort ausgeschlachtet wurde, anlässlich des G7-Gipfels mehr militärische Unterstützung zu fordern.

Die russische Perspektive weicht etwas ab. RT (Internetsperre umgehen) berichtet:

Die russische Luftwaffe hat einen Präzisionswaffenangriff auf ein Lager mit von den Vereinigten Staaten und den Staaten der Europäischen Union gelieferten Waffen in der Stadt Krementschug in der Nähe von Poltawa durchgeführt. Das verkündete der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalleutnant Igor Konaschenkow, am Dienstag gegenüber Reportern. Er erklärte:

„Am 27. Juni haben russische Präzisionswaffen aus der Luft Hangars mit Waffen und Munition aus den USA und europäischen Ländern in der Stadt Krementschug, Gebiet Poltawa, in der Nähe der Straßenbaumaschinenfabrik Krementschug getroffen.“

Die Detonation der gelagerten Munition, die für westliche Waffen vorgesehen war, habe einen Brand in einem Einkaufszentrum in der Nähe der Anlage ausgelöst.

Auch „War on Fakes“ meldet Bedenken an über das gut besuchte Einkaufszentrum:

Wolodymyr Selenskyj erklärte, dass sich etwa tausend Zivilisten im Einkaufszentrum aufhielten, der Parkplatz vor dem Einkaufszentrum jedoch praktisch leer war und nur wenige Autos darauf standen. Außerdem sieht man viele Soldaten in “Pixel”-Uniformen (normale T-Shirts der ukrainischen Streitkräfte, Tarnsäcke), von denen einige mit Maschinenpistolen bewaffnet sind, unter den Menschen, die auf dem Parkplatz herumlaufen. Gleichzeitig sind in dem von Zelensky veröffentlichten Video und in den Clips in den sozialen Medien praktisch keine Frauen zu sehen.

Es scheint, dass das Einkaufszentrum nicht einmal in Betrieb war. Auf Instagram (einem in der Russischen Föderation als extremistisch eingestuften sozialen Netzwerk) zeigt der Geotag “Amstor Shopping Centre” seit März keine Fotos von Besuchern mehr. Auch die Bewertungen auf Websites und Google Maps wurden im März eingestellt. Offenbar lagerte das Einkaufszentrum in Dormash reparierte Geräte.

Trotz der unbestätigten Aussage Selenskyjs über die tausend Besucher im Einkaufszentrum und der offiziellen Informationen über die zwei Getöteten griffen die internationalen Medien die Nachricht schnell auf, und zwar im Zusammenhang mit dem “Einschlag einer russischen Rakete in das Einkaufszentrum mit 1.000 Besuchern”.

Warum ich mich mit Russland geirrt habe… und Butscha

[Nachtrag (siehe unten)]

Als erste Meldungen kamen, dass Russland vorhabe die Ukraine anzugreifen, habe ich das nicht geglaubt. Damit lag ich falsch.

Dass ich mich geirrt habe, lag aber daran, dass mir eine Lügengeschichte aufgetischt wurde. Was die Lügenpresse erzählte war eine Geschichte von Putin als böser Mann, von Putin als wiedergeborener Hitler, der imperialen Gelüsten nachgeht und die Demokratie in der Ukraine fürchte. Diese Geschichte habe ich nicht geglaubt. Wäre ich korrekt informiert worden über die tatsächlichen Motive Russlands, hätte ich die Situation anders eingestuft (was nicht heißt, ich hieße den Krieg gut, ich verstehe lediglich, wie es dazu kam).

Die Lügenpresse hat es geschafft, einen Bürgerkrieg in Europa auszublenden, so dass man überhaupt nichts von ihm wusste, wenn man sich nicht selbst aktiv dazu informierte. Dieselbe Lügenpresse hat jetzt keine konkurrierende Berichterstattung mehr, da RT zensiert wird. Das traurige daran ist, dass die Propaganda so gut funktioniert, dass so viele ihr blind hinterherlaufen, als ob es keine Möglichkeit gäbe, sich anders zu informieren.

Gerade macht es die Runde, dass russische Soldaten in Butscha ein Massaker angerichtet hätten. Die russische Seite behauptet natürlich was anderes: Zivilisten von Butscha seien von ukrainischen Nazis (einer von Moskaus angeführten Gründen ist die Entnazifizierung der Ukraine) abgeschlachtet worden, weil sie mit dem Feind – also den Russen – kollaboriert hätten, mit ihnen Handel trieben und Hilfsgüter annahmen. In einer etwas hysterisch klingenden Stellungnahme (Internetsperre umgehen), die Kiew für eine False-Flag-Operation anklagt, heißt es unter anderem:

Wir möchten besonders darauf hinweisen, dass sich alle russischen Einheiten bereits am 30. März, einen Tag nach der Gesprächsrunde zwischen Russland und der Ukraine in der Türkei, vollständig aus Butscha zurückgezogen haben.

Darüber hinaus bestätigte Anatoli Fedoruk, der Bürgermeister der Stadt Butscha, am 31. März in seiner Videobotschaft, dass sich niemand mehr vom russischen Militär in der Stadt befand. Einwohner, die mit gefesselten Händen auf der Straße erschossen worden seien, hat er dabei nicht erwähnt.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass alle sogenannten ‚Zeugnisse über Verbrechen‘ in Butscha erst am vierten Tag [nach Verlassen der Stadt durch russische Truppen] erschienen, als Mitarbeiter des ukrainischen Geheimdienstes SBU und Vertreter des ukrainischen Fernsehens in der Stadt ankamen.

Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass alle Leichen der Menschen, deren Bilder vom Kiewer Regime veröffentlicht wurden, mindestens vier Tage [nach Ableben] keine Leichenstarre und keine charakteristischen Leichenflecken aufweisen und sich in ihren Wunden noch ungeronnenes Blut befindet.

All dies bestätigt unwiderlegbar, dass die Foto- und Videoaufnahmen aus Butscha eine weitere Inszenierung des Kiewer Regimes für die westlichen Medien sind. Genauso wie es in Mariupol mit der Geburtsklinik sowie auch in anderen Städten der Fall war.“

Ermordeter mit weißer Armbinde, die als prorussisches Symbol dient.

Und laut einem Kriegsreporter vor Ort:

Er hält es für wahrscheinlich, dass die Tat von ukrainischen Freischärlern, die sich „Territorialverteidigung“ nennt, begangen wurde.

Als sie schließlich in die Stadt vorrückten, begann eine ‚Hexenjagd‘ auf diejenigen, die mit den ‚Besatzungstruppen‘ kollaboriert hatten. In der Hitze des Gefechts macht sich niemand die Mühe, nach Beweisen zu suchen, und so tauchen Leichen mit gefesselten Händen auf, die in Brunnen geworfen wurden. Nur: Der Zustand der Leichen lässt darauf schließen, dass sie frühestens vorgestern ermordet wurden. Ich weiß, wie Leichen aussehen, wenn sie tagelang auf der Straße gelegen haben. Hier ergibt sich ein ganz anderes Bild.“

„Hier ist ein weiterer Beweis. Die Leichen in Butscha mit weißen Armbinden, die ein russisches Erkennungszeichen sind. Die ukrainischen Streitkräfte schossen auf Menschen – ohne Rücksicht darauf, ob sie Waffen trugen oder nicht. Die Hauptsache war, dass sie weiße Armbinden trugen, was [für die ukrainischen Streitkräfte] bedeutete, dass sie ‚der Feind‘ sind. Ukrainische Journalisten, öffnet eure Augen! Es waren nicht die russischen Truppen, die die Zivilisten von Butscha abgeschlachtet haben. Es waren eure tapferen ‚Terbatisten‘.“

Auch wenn ich das selber nicht beurteilen kann, muss ich doch an die Brutkastenlüge denken. Oder an die Ampulle mit Giftgas in der UN-Sitzung. Was ich aber noch erlebe, ist, dass man über das Thema nicht frei sprechen kann, man wird sofort mit der ganz großen, emotionalisierten Keule erschlagen.

[Nachtrag]

Es heißt, Satellitenbilder würden beweisen, dass die Leichen in Butscha dort seit „Wochen“ liegen. Moskau behauptet, sie seien Fälschungen. Hier gibt es einen Bericht, in dem ein verstörendes Bild eines getöteten Mannes zu sehen ist (ich binde es nicht ein) und zu dem es heißt:

„Nach drei Tagen sind Leichen sehr wächsern. Der Wassergehalt im Körper lässt nach, dadurch fallen die Gesichtszüge ein. Das Blut, das beim Lebenden den Hautton ins Rosige verschiebt (ja, selbst Schwarze werden grau), sammelte sich längst am tiefsten Punkt des Körpers und bildete dort die Leichenflecken.

Der Mann in dem Abwasserschacht kann dort nicht drei Tage gelegen haben. Er ist zu rosig, und die Prellungen sind zu rot; das Hämoglobin, das die rote Farbe bildet, hätte zumindest teilweise zerfallen und die Farbe ins Bräunliche verschieben müssen. Noch irritierender ist das Gewebeband, das auf ihm liegt, weil es an ein Kennzeichen erinnert (vermutlich, ohne es zu sein): das Georgs-Band, das die Gegner des Euro-Maidan nutzten, um ihre antifaschistische Gesinnung zu zeigen, und das auch heute Truppen aus dem Donbass oder aus Tschetschenien in Mariupol zur Kennzeichnung tragen.“

… natürlich kein Beweis.

[Nachtrag 2]

„Erst am 3. April erscheinen plötzlich alle diese Leichen auf der Strasse.
Nachher hat New York Times noch Satellitenbilder veröffentlicht, und behauptete, dass die Leichen vom 9. bis 11. März an der gleichen Stelle gelegen seien. Höchst problematisch: Die Stadt war bis zu dem Zeitpunkt unter Kontrolle der ukrainischen Armee. Dazu kommt ein weiteres Problem. Da die Leichen «zu frisch» aussahen, wurde im Daily Mail das Datum des Satellitenbildes auf 19. März abgeändert. Nach einer forensischen Analyse hat man herausgefunden, dass die Satellitenbilder erst am 1. April aufgenommen wurden. Aufgrund dieser Elemente kann man annehmen, dass dieses Massaker inszeniert worden ist. Deshalb braucht es eine saubere, unabhängige internationale Untersuchung, bevor irgendwelche Massnahmen zu treffen sind.

Die Toten werden gezeigt, nachdem die Russen bereits abgezogen sind. Ist Ihnen bei den Bildern noch etwas aufgefallen?

Wenn man sich diese Videos gut anschaut, und ich habe das getan, dann sieht man, dass diese toten Menschen meistens ein weisses Band um den Arm gebunden haben.

Was bedeutet das?

Diese weissen Binden wurden von den Russen empfohlen, um zu zeigen, dass man neutral ist und nichts gegen die russische Armee hat. Viele, die erschossen wurden, trugen diese weisse Armbinde. Was wirklich passiert ist, weiss man nicht, aber sehr wahrscheinlich wurden diese Menschen nicht von russischen Soldaten getötet. Und dazu muss man wissen, dass diese Videos von den Ukrainern gemacht und ins Netz gestellt wurden.“

Quelle:

«Im Daily Mail wurde das Datum des Satellitenbildes auf 19. März abgeändert»

Zensur von RT mit schweren Strafen bei Zuwiderhandlung

RT berichtet, dass laut geleakten EU-Dokumenten nicht nur RT selbst gesperrt werden soll sondern auch alle privaten Posts mit Bezug auf den russischen Propagandasender insbesondere in sozialen Medien – und in Österreich soll „die Übertragung“ solcher Programme mit bis zu 50.000€ Strafe belegt werden. Was haben die Schweine zu verbergen? Es heißt: “Russia Today ist ein Instrument der Kriegsführung.” – ist nicht eher unsere Zensur eine Instrument der Kriegsführung? Wochenblick weiter:

Das damit die weitreichendsten Zensurmaßnahmen seit dem Ende des zweiten Weltkriegs auf den Weg gebracht wurden, scheint die politisch Verantwortlichen nicht zu stören, auch dass beide Seiten von Medienpropaganda ausgiebig Gebrauch machen. Entweder scheint man den eigenen Bürgern nicht mehr zuzutrauen, sich selbst aus unterschiedlichen Berichten ihre eigene Meinung bilden zu können, oder es ist schlicht nicht mehr erwünscht.

“Fake News” und “Hass im Netz”

Selbst davon, dass Kritiker der Zensurmaßnahmen, wie der britische Medienexperte Stephen Hutchings ein Abdrehen von russischen Sendern als kontraproduktiv bezeichneten, ließen sich die Politiker nicht beeinflussen. Vermutlich aus dem Grund, dass die jetzigen Zensurmaßnahmen nur einen weiteren Schritt in Richtung einer EU-Medienagenda darstellen, die mit dem Kampf gegen angebliche “Fake News” und “Hass im Netz” begann. Nicht umsonst wird von einigen Seiten der “Digital Services Act”, der seitens der EU das Internet EU-weit gleichschalten soll, sehnlichst erwartet. Denn so können missliebige Meinungen in Europa nachhaltiger zensiert werden.

Laut dem Grundgesetz ist eine Zensur unzulässig, jeder hat das Recht sich aus frei zugänglichen Quellen zu informieren: Eine Zensur findet nicht statt. Das würde mich mal interessieren, mit welcher Rechtsgrundlage russische Medien zensiert werden „dürfen“. Diese beleidigen nicht, sie rufen nicht zu Straftaten auf, also: Warum? Zur Zeit des kalten Krieges war es auch möglich, hier im Westen DDR-Medien zu konsumieren. Offenbar hegte man nicht die Befürchtung, dass ein Westler nach diesem Konsum plötzlich „Heil Stalin“ skandieren würde – hegt man etwa diese Befürchtung in Bezug auf russische Propaganda? Verhält es sich vielleicht anders mit diesem Krieg, als es die westlichen Medien erzählen? Auch würde mich mal interessieren, ob davon WordPress-Blogs betroffen sind und ich deshalb mal lieber zur Thematik schweigen sollte wenn ich nicht das Narrativ bediene, welches von oben vorgeschrieben wird.

Internetsperre zu Russia Today umgehen.

[Nachtrag] Ein lesenswerter Beitrag zum Konflikt: Machtpolitik als narzisstische Kränkung

Qualitätsjournalismus von der Süddeutschen

Corona ist zwar in den Hintergrund getreten, aber noch ist z.B. die Impfpflicht, die Menschen töten wird, nicht vom Tisch: Im März soll über sie abgestimmt werden. Der Plan ist, bereits jetzt eine Impfpflicht für den kommenden Herbst einzuführen. Aber nun zur Süddeutschen:

Hier kann man sich einen interessanten (!) Qualitätsjournalismus kostenlos antun und man wundert sich: Da kommt so eine Forscherin, und will über wirre Verschwörungsesoteriker und Antisemiten (vulgo: Nazis) forschen, und sie wird beschimpft?

Wie können sie nur?!

Gut, dass die Süddeutsche mit keiner Silbe die natürlich nur vorgeschobenen Gründe nennt, warum Kritiker gegen Coronamaßnahmen sind, nämlich weil sie einen bedenklichen Raubbau an der rechtsstaatlichen Demokratie sehen und die Impfung mit erheblichen, lebensverändernden, auch tödlichen Nebenwirkungen einhergehen kann. Manch ein Verwirrter könnte denken, dass das überhaupt der Hauptgrund ist, weshalb man eine Impfung ablehnt, da ist es nur gut, dass in dem ganzen Artikel, der sich mit Impfgegnern beschäftigt, kein einziges mal das Wort „Nebenwirkung“ genannt wird. Das ist Journalismus alter Schule!

Gut, dass die Süddeutsche die Möglichkeit abgeschafft, ihre Artikel kommentieren zu können, denn sonst würde man sie nur in der freien Ausübung des Qualitätsjournalismus stören. Die Leser der Süddeutschen sind ein Haufen asozialer Verschwörungstheoretiker und -esoteriker wie auch Nazis. So einen Pöbel darf man natürlich nicht frei sprechen lassen!

Der macht mir Angst

Hier der Link, falls das Video nicht eingebunden wird.

Man beschwöre eine existenzielle Gefahr herbei durch eine schwammig definierte Gruppe, gegen die man dann mit „allen Mitteln“ vorgehen kann. Hass und Morddrohungen wird es immer geben, jeder bekommt sie, der sich als prominente Person an kontroversen Themen beteiligt – es bräuchte einen totalitären Staat, um das abzustellen. Und ist Hass eigentlich immer was schlechtes? Ist Hass gegen Hitler was schlechtes? Ja, und zwar in Nazideutschland. Die Strategie: Man betreibe eine repressive Politik, die Menschen wehren sich – also braucht es noch mehr Repression. Scholz sieht sich als Verfechter der wehrhaften Demokratie, ich sehe so langsam die Bedingungen von Art. 20 Absatz 4 erfüllt.

Lustig auch das hier:

“Wir werden alles tun, was notwendig ist, es gibt da für die Bundesregierung keine roten Linien. Die Bundesregierung wird nicht einen einzigen Augenblick ruhen, und wir werden jeden nur möglichen Hebel bewegen, bis wir alle unser früheres Leben und alle unsere Freiheiten zurückbekommen haben.”

Soll heißen: Wir nehmen dem Volk alle Freiheiten, bis auch der Letzte zwangsgeimpft ist. Da damit die Pandemie nicht überwunden sein wird, wird grad so weiter gemacht – warum hatet man da bloß? ScienceFiles kommentiert:

In einer Demokratie sind rote Linien gemeinhin durch individuelle Rechte gezogen.

Einmal Tagesschaudesinformation bitte!

Don’t trust TV. It takes your brain.

Ich gucke eigentlich kein Fernsehen mehr – seit Jahren.

Ich war aber neugierig, wohin sich dieses Medium, insbesondere die ÖR, hinbewegt hat und wollte gestern, den 13.12. dem Abendprogramm meine Aufmerksamkeit schenken.

Um 17:00 Uhr dann die tagesschau, eingeläutet mit majestätischer Musik, ich fühle mich genötigt, meinen Respekt zu bekunden und aufzustehen, wie wenn eine Richter, ein König oder ein anderer Würdenträger den Saal betritt.

Zügig kommt es zum Bericht über das Impfen von Kindern. Das findet man toll, obwohl – was nicht gesagt wird – die Gefahr, dass ein Kind ernsthaft erkrankt, in etwa so groß ist, wie von einem Blitz erschlagen zu werden und Geimpfte genauso ansteckend sind wie Ungeimpfte. – das heißt: die Kinder sind einem völlig unnötigem Risiko ausgesetzt, aber: Die Kleinen wären aber durch die Impfung nicht gefährdet, so heißt es.

Weiterhin interessant fand ich den Beitrag über Telegram, ein freies Medium, welches nicht wie youtube Tausende, wenn nicht Millionen von kritischen Stimmen, Videos löscht und auf’s erbittertste bekämpft wird. Die Tagesschau legt die Betonung auf rechte Gewalttäter, die das Medium für illegale Machenschaften nutzen, weshalb es sich den *hust* demokratischen Regeln der demokratischen Regime zu unterwerfen hätte. Dass Telegram auch ein Konkurrent für das Systemmedium ARD ist, fällt unter den Tisch. Witzig: Man habe schon millionenschwere Bußgeldbescheide nach Dubai geschickt, wo das Unternehmen seinen Sitz hat, aber die Schlingel dort hätten einfach nicht reagiert. Ich hoffe, sie bleiben standhaft.

Dann wird ein Konflikt mit Russland beschworen, wobei ukrainische Soldaten und deutsche Politiker so tun – ganz wie die Tagesschau – Russland wolle Krieg, und es nur noch darum ginge, wie man das Land davon abhalten könne, z.B. mit Wirtschaftssanktionen. Diese Technik ist allgemein bekannt: „Seit 5:45 Uhr wird zuückgeschossen!“ Witzig daran: Gerade erst einen ungemein sehenswerten Beitrag des Historikers Daniele Ganser gesehen, der erklärte, wenn es darum ginge wieder einen kalten Krieg vom Zaun zu brechen, die Medien könnten sowas problemlos heraufschreiben, z.B. indem sie darüber berichten, wie sich Soldaten an den Grenzen gegenüberstehen. Ich weiß nicht, wie weit die das treiben wollen, aber ich glaube, das Imperium will Krieg (bzw. Sanktionen gegen einen Konkurrenten).

Nach der Tagesschau wird mit beschieden, dass ich aus rechtlichen Gründen von der nachfolgenden Sendung ausgeschlossen bin, was mich erlöst.

Intensivbettenbelegung

Irgendein Politiker, ich glaube Spahn, sagte, am liebsten würde all die Impfwiderständler -verweigerer auf die Intensivstationen des Landes zerren, um denen mal zu zeigen, was Sache ist.

Der Blogger Beweis hat dazu ein Schaubild eingestellt, das ich zunächst für Fakenews hielt, denn mir dröhnt das Geheul in den Ohren, dass die Intensivstationen wegen Corona aus allen Nähten platzen, also so wie im Balken links:

Ich habe dazu mal was recherchiert, und zwar die tagesaktuelle Intensivbettenbelegung veröffentlicht im DIVI Intensivregister. Wenn ich richtig rechne, dann gilt laut dem DIVI Report vom 01.12.2021, dass von 22.200 Betten 4.960 mit Covidpatienten belegt sind, also ~21%. Von allen Intensivbetten sind ~10% frei, hinzu kommt eine 7-Tage Notfallreserve von 8.605 Plätzen, und wenn man diese zu der Gesamtzahl der Betten hinzurechnet, dann sind nur noch ~15% der Intensivbetten mit Covidpatienten belegt, ohne Berücksichtigung des Abbaus von Betten, welcher nicht angegeben wird. Würde man diese auch noch in die Berechnung einfließen lassen, würde der Prozentsatz der Intesivcovidpatienten noch mal sinken. π*Daumen dürfte das obige Diagramm also die Tatsachen vom angegebenen Tag abbilden.

Was den Abbau abgeht: Laut Faktencheck gäbe es keinen Abbau von Intensivbetten, es sei nur so, dass immer mehr Personal ausfiele und dann die Betten nicht zu nutzen wären. Allerdings wurde eine Personaluntergrenze für die Betten festgelegt, heißt bei gleichem Personal können weniger Betten betrieben werden. Auch eine Schraube, an der man drehen kann um die Situation künstlich zu verschärfen.