Archiv der Kategorie: Quote

Grüne: Das Beste, das wir haben…

Wer an der Spitze ist, ist auch Spitze? Der Fall Baerbrock zeigt auf: Das ist das Hervorragendste, was Frauen… Pardon: Die Grünen zu bieten haben? Wenn eine Partei jemanden als Kanzlerkandidaten aufstellt, dann müsste man doch annehmen dürfen, dass es sich um den Besten handelt, den sie finden können. Aber: Grüne küren Baerbock mit 98,5 Prozent. Echt jetzt? So sagte diese fleischgewordene Kompetente: «An Tagen wie diesen, wo es grau ist, da haben wir natürlich viel weniger erneuerbare Energien. Deswegen haben wir Speicher. Deswegen fungiert das Netz als Speicher. Und das ist alles ausgerechnet.» Gute Nacht, Deutschland.

Quotenfrauen dürfen nicht kritisiert werden – das ist nämlich patriarchal

Die Grünen sind eine feministische Partei. Heißt: Dort dürfen Männer nicht mehr sprechen, wenn keine Frau mehr etwas beizutragen hat. Heißt: Dort kann eine Minderheit von Frauen per Frauenveto die Politik bestimmen. Ein Männerrechtler, der mal das grüne Frauenstatut hernahm, und dort „Männer“ mit „Schwarzen“ und „Frauen“ mit „Arier“ substituierte, erhielt prompt Post von einem Staatsanwalt – wegen Volksverhetzung.

Und natürlich haben die Grünen eine Frauenquote. Heißt: Quotenfrauen. Heißt: Nicht qualifiziert. Heißt: Der eine oder andere kreidet das einer Annalena Baerbrock an, deckt das auf, legt den Finger in die Wunde, was prompt als patriarchales, maskulinistisches Manöver aufgefasst wird, und natürlich: Fraaauuuueennfeiiiiiiiiidliiiiiiiich!!!!

Hm. Zirkus Deutschland.

Von Frauenquoten für Vorstände und Obdachlosen

Frauen haben es sowohl in Politik als auch Wirtschaft leichter, Führungspositionen zu besetzen, selbst wenn sich nicht qualifiziert sind. Und wie sieht die Politik aus? Die gendergerechte Politik?

Nun:

Dieselbe Lambrecht, die jetzt erklärt:

„Mit unserem Gesetz muss künftig ab vier Vorstandsmitgliedern mindestens eine Frau am Tisch sitzen“

Eine Frauenquote also. Ist das nicht schön? Ist das nicht beruhigend, wie ausgewogen und gerecht geschlechtergerechte Politik betrieben wird?

Weiterlesen: Mein Problem mit Frauen in der Politik.

Der jüngste Kanzler

Der jüngste Kanzler im Amt mit 51 Jahren bei Amtsantritt war Angela Merkel und sie schlägt damit knapp Helmut Kohl (52 Jahre). Sollte Annalena Baerbock Kanzlerin werden, wäre sie mit 41 Jahren Rekordhalter.

„Ich bin stolz eine Quotenfrau zu sein!“

Frauenquoten stehen für politische Korruption, denn dort, wo sie von oben installiert werden, zählen nicht mehr Qualifikation sondern Genitalien. Insofern sind solche Gestalten, die angeben stolz darauf zu sein, den Quotenstatus inne zu haben, ebenfalls durch und durch korrumpiert.

Sind sie aber wirklich stolz? Würde es sie nicht stören, wenn eine Frau, die großes geleistet hat, als Quotenfrau bezeichnet werden würde?

Wenn in einem Jahr alle Literaturpreise an Frauen gehen, dann liegt die Vermutung nahe, dass die so Geehrten gar keine so leuchtenden Vorbilder sind. Wenn die bisher einzige Trägerin der Fields-Medaille (der Nobelpreis für Mathematiker) verdächtigt wird, eine Quotenfrau zu sein, dann schränkt auch das die Anerkennung ein.

Und ich bin sicher, sehr sicher, eine Quotenfrau, die angibt stolz zu sein, wäre nicht erbaut darüber, wenn weibliche Leistungen unter dieser Rubrik eingeordnet würden.

Billy Coen: Zweifaches Maß bei der Quote

Ein Kommentar, zu wertvoll, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

Dieses Denken ist auch schon tief in unsere Gesellschaft gesickert. Die Talking Points finden sich schon längst weit gestreut. Bullshit der Marke „Ich bin ja selbst gar nicht für eine Quote, aber die Zahlen zeigen ja, es geht nicht ohne“ ist inzwischen schon überall zu hören. Kein Wunder. Politiker aller Fraktionen, selbst der CDU und FDP (!) quaken diesen Müll inzwischen rauf und runter. Man liest es überall in den Medien. DANN KANN ES JA NUR STIMMEN!!!

Kurz nebenbei: „Ich bin ja selbst gar kein Freund der Quote…“ ist in meinen Augen längst das linksidentitäre Pendant geworden zum rechtsidentitären All-Time-Classic „Ich habe ja nichts gegen Ausländer…“. Es kommt immer ein Aber und danach jede Menge Bullshit, warum man dann doch regelrecht dazu gezwungen ist, für die Quote zu sein (die Männer hören ja nicht von selber auf, Frauen klein zu halten) oder warum einem die Ausländer letztlich gar keine andere Wahl lassen, als dennoch was gegen sie zu haben (die können sich einfach nicht benehmen, etc.).

WIE asymmetrisch da gedacht wird, das zeigt nach wie vor dieser ältere Artikel wunderbar:

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/frauenquote-koalition-bessert-gesetzentwurf-nach-a-1021432.html

„Experten“ (hinter diesem Wort werden wohl, um den politischen Lobbyismus nicht allzu offenkundig werden zu lassen, „Gleichstellungs“-Beauftragte und Damen vom Deutschen „Juristinnen“-Bund verborgen) befinden, dass ein komplett geschlechtsneutral formulierter Passus in der Novellierung des Bundesgleichstellungsgesetzes, der im Öffentlichen Dienst bei Einstellungen und Beförderungen in etlichen Bereichen auch zu einer „Männerquote“ führen würde, „offensichtlich verfassungswidrig“ sei.

Um zu begründen, warum ein Paritätsgesetz keinesfalls auch dazu führen darf, dass Männer in Berufung auf Parität Vorrechte einklagen können, gehen sie sogar so weit, eins zu eins das zu sagen, was nicht heuchlerische, also Quoten IMMER ablehnende Menschen sagen: „Denn allein aus der Feststellung, dass ein Geschlecht in einem bestimmten Bereich in der Minderheit sei, folge noch keine tatsächliche Benachteiligung.“ Nur dass sie das Argument vorbringen, um ein Gesetz so schleifen zu lassen, dass es faktisch explizit nur für Frauen nutzbar ist. Ein Gesetz, welches je nach Gemengelage mal Frauen, mal Männern Vorrechte einräumt, ist also verfassungswidrig, ein Gesetz, welches faktisch nur Frauen Vorrechte einräumt, ist hingegen die Erfüllung eines Verfassungsauftrags.

So etwas sagen Leute, die man medial als „Experten“ bezeichnet.
Und die Quelle ist tatsächlich der Spiegel und nicht der Postillon.
Und ja, diese „Experten“ meinen all das wirklich ernst.
Und nein, sie kommen sich dabei noch nicht einmal dämlich vor.

Frauenquote: „In Zukunft zählt die Qualifikation bei der Besetzung von Vorstandspositionen und nicht das Geschlecht“

Ich bin nachts unterwegs. Es regnet. Es ist kalt. Es ist nass. Ich sehe in der Dunkelheit einen Obdachlosen, der sich an eine Mauer kauert. Gibt es wirklich keinen anderen Platz, wo er vor dem Regen geschützt wäre? Mir fällt der nah gelegene Bahnhof und seine Unterführung ein, aber dort würde der Sicherheitsdienst ihn ganz schnell hinaus befördern – die Bahn macht mobil.

Aber kommen wir zur Lambrecht, die die wichtigen Probleme angeht: Nämlich solchen Frauen, die sowieso schon zur absoluten Elite zählen, privilegiert sind wie sonst niemand, noch ein bisschen Zucker in den Hintern zu blasen. Eine Frauenquote also, und dazu sagt sie:

“In Zukunft zählt die Qualifikation bei der Besetzung von Vorstandspositionen und nicht das Geschlecht“ (via)

Wie sie einem ihre Lügen ins Gesicht rotzen! Ja klar, bisher galt eine Männerquote! Nee: Schon bisher zählte bei Quotenregelungen das Geschlecht mehr als die Qualifikation. Und wenn Frauen genauso willens wie qualifiziert wären, sie würden ihre eigenen Unternehmen gründen, so dass Männer neidisch Quotenzugang zu den reichen Pötten verlangen würden. Tatsache ist, dass schon lange eine größere Nachfrage nach Führungsfrauen bestand, als das Angebot decken konnte, wie Headhunter bestätigen. Aber diese Quotenfrau hat ja bereits bei der Quotenregelung zur Elternschaft festgelegt, dass allein Frauen – die ersten unter den Kindsmördern! – qualifiziert wären, um gleich im nächsten Schritt Vätern, die nicht gleichberechtigt sind im Sorgerecht, mit erhöhten Unterhaltsansprüchen noch mal kräftig zur Kasse zu bitten – Zahlen dürfense! Ach, wären Männer nur so, wie sie von Feministen beschrieben werden. Obwohl, wünsche ich mir wirklich so ein Massaker?

Frausein qualifiziert!

Feministische Argumentationsformen: „Die Frauenquote ist nur ein fairer Ausgleich für die Männerquote“

Häufig wird angeführt, es gebe eine inoffizielle Männerquote, wofür die Frauenquote einfach nur ein Ausgleich sei. Das ist Humbug und dient allein dazu, sexistische Frauenquoten als gerecht zu framen, da damit Frauen nur das erhalten, was Männer angeblich schon hätten. Aber auch für Männer gibt es eine gläserne Decke, das heißt, sie steigen trotz Bemühungen nicht weiter auf, können nur noch ausgegrenzt dabei zusehen, was weiter oben läuft.

Der vermeintliche Mangel an Frauen in Vorstandsetagen geht auf einen Mangel williger und qualifizierter Bewerberinnen zurück. Schon als Studienanfängerinnen belegen sie die falschen Studienplätze. Denn mit Genderlaberei qualifiziert man sich nicht für einen Vorstand. Erst recht nicht für ein Unternehmen der Technologiebranche, und unter Maschinenbaustudenten (sehr schöner Einsatz der geschlechtsneutralen Form) sind Studentinnen so schwer zu finden als die berühmte Nadel im Heuhaufen.

Dann kommt hinzu: Wenn man sich für einen Vorstand qualifizieren will, muss man sein ganzes Leben dem Beruf widmen – über Jahrzehnte in Übervollzeit. Und es sind Feministen selbst, die einräumen, dass Frauen weit weniger bereit sind, dieses Opfer zu bringen, dass sie mehr Wert legen auf die sogenannte Work-Life-Balance, also nicht soviel arbeiten wollen (Nachtrag: Punkt 3).

Wenn es wahr wäre, dass Frauen wie Männer sowohl willens als auch qualifiziert wären, aber erleben müssten, dass inoffizielle Männerquoten sie am Aufstieg hindern, Frauen würden ihre eigen Unternehmen gründen und an die Weltspitze führen.

Und auch das Argument, dass Frauen die „unbezahlte“ Care-Arbeit erledigen müssten, sticht nicht, denn keine ist bereit, es so wie Männer zu machen, nach unten zu heiraten und den Löwenanteil des Lebensverdienstes an Partner und Kinder abzugeben – so selbstlos sind nur Männer.

Am Ende führt all das dazu, dass sich ganz ohne Männerquote unter zehn Kandidaten für einen Vorstandsposten vielleicht ein Frau findet, obwohl es Frauen leichter als Männer haben, dorthin aufzusteigen, die Nachfrage nach Führungsfrauen ist größer als das Angebot.

Naja, eigentlich ist es mir egal, wenn den Vorständen Quotenfrauen vor die Nase gesetzt werden. Was mich aber ankotzt, ist dass sich ein paar privilegierte Frauen der Elite gute Pöstchen sichern, mit dem üblichen Unterdrücktenblabla (wer der Wirtschaft vorschreibt, wie sie ihre Stellen zu vergeben hat, ist an der Macht und nicht unterdrückt), während man Männern die Drecksjobs überlässt – dort wo die Männerquote 99,9% beträgt, wird komischerweise keine Frauenquote gefordert.

djadmoros zu Frauenquote unter Abgeordneten

[Kontext] Es geht um die Forderung, 50% der Sitze im Bundestag an Frauen zu verteilen, da sie 50% der Bevölkerung stellen.

djadmoros:

Das »repräsentativ« in »repräsentative Demokratie« bedeutet nicht, dass die Struktur der Bevölkerung repräsentiert werden soll. Es soll einzig und allein der Wille des Wählers repräsentiert werden. Etwas anderes würde auch nicht funktionieren! Denn sobald man damit anfängt, ein askriptives Merkmal wie Geschlecht als Grundlage einer strukturellen Repräsentation auszuwählen, stellt sich die Frage, warum nicht andere askriptive Merkmale wie Hautfarbe, Religionszugehörigkeit, Kleinwüchsigkeit ebenfalls berücksichtigt werden sollen.

Das würde im Endeffekt bedeuten, die Zusammensetzung des Parlaments in die Hände von Sozialtechnologen zu legen, die darüber entscheiden, welches komplexe Quotenmodell die Struktur der Gesellschaft am saubersten abbildet. Darum habe ich diese Idee oben ad absurdum geführt. Denn wenn ich damit anfange, anteilig zu quotieren, dann dürfen die jeweiligen Quoten weder zu klein noch zu groß sein, damit ich keinen der anderen zu quotierenden Anteile benachteilige.

Daher: selbstverständlich habe ich oben die Formulierungen mit Absicht gewählt, inklusive der Bezugnahme auf ein real existierendes Vorurteil über die Juden. Weil dadurch die Absurdität des Quotenarguments zutage tritt. Und da man Dir die Deutungen anscheinend hinterhertragen muss, weil Du Deine Lesekompetenz mit der Betroffenheitsmaxime verkleistert hast: selbstverständlich werde ich im Parlament lieber von einem kompetenten, gescheiten, wortgewandten, dunkelhäutigen sephardischen Juden repräsentiert als von einem bleichen, blonden, dummen und stummen Kartoffeldeutschen! Weil es eben auf die Kompetenz ankommt und nicht auf eines der askriptiven Merkmale.

[Zusatz yx] Es lässt sich auch die Frage stellen, welche Frau vertritt Frauen besser? Birgit Kelle oder doch Alice Schwarzer? Diese Fragestellung zeigt auf, dass politische Agenden und nicht Geschlechter gewählt werden.

Die Gläserne Decke

tl;dr: Es gibt keine Diskriminierung von Frauen. Tatsächlich besteht eine höhere Nachfrage nach Führungsfrauen als das Angebot decken kann.cropped-130305-Frau-auf-Leiter-KLEIN1

Sie wollen es schlicht nicht, weil es sie nicht glücklich macht. Niemand – auch keine Männerbündelei – hindert Frauen daran, die Karriereleiter zu erklimmen. Teils haben sie es sogar leichter. Nicht nur in der Politik, sondern auch in der Wirtschaft. So besteht auf Unternehmensseite eine Nachfrage nach Cheffinnen, die Headhunter nur schwer befriedigen können – aus Imagegründen und um nicht staatlich benachteiligt zu werden. Der Tagesspiegel berichtet:

Denn nicht selten bringen Anfragen von Unternehmen Headhunter in die Bredouille, wenn sie verlangen, dass auf einer „Shortlist“ für einen Aufsichtsratsposten auch mehrere Frauen stehen müssen. Ein Headhunter, der nicht namentlich genannt werden will, sagt sogar: „Es ist peinlich, dass wir auf sekundäre Geschlechtsmerkmale abstellen müssen – so bringen wir uns um den bestmöglichen Kandidaten.“

Weiter fragen nur 26 Prozent der Frauen den Chef regelmäßig nach einer Beförderung im Vergleich zu 74 Prozent der Männer. Dennoch stellen sie bereits 29 Prozent der Führungskräfte.

Die Antwort auf die Frage, warum Frauen in Chefetagen scheinbar unterrepräsentiert sind, lässt sich mit drei Worten zusammenfassen: Frauen wollen nicht.

Ausgerechnet in der stramm feministischen taz merkt dazu Nicola Liebert an:

„Ich habe selbst nie einen männlichen Chef und auch keine männlichen Kollegen getroffen, die mich aktiv an der Karriere gehindert hätten. Im Gegenteil, es gab eine ganze Menge, die mich aktiv gefördert haben“ … „Da muss ich nur mich selbst betrachten und meine Weigerung, eine karrierefördernde 50- bis 60-Stunden-Woche im Büro längerfristig zu akzeptieren (ehrlich, schon 40 Stunden sind für meinen Geschmack unanständig). Ich kann über Angestellte nur staunen, die sich fast ihre gesamte wache Zeit mit scheinbarer Begeisterung für die Profitmehrung irgendeines Unternehmens engagieren, das im Zweifel nur Ressourcen verschwendet. Selbst als Angestellte in einer Organisation zur Weltverbesserung hatte ich nach einiger Zeit im Büro genug vom Weltverbessern und wollte endlich meine Beziehung und mein übriges Privatleben, meine kulturellen Interessen und mein Lieblingshobby pflegen: morgens ausschlafen. Auch ohne Kinder eine schlechte Voraussetzung für eine steile Karriere.“

Eine weitere Managerin gab zu Protokoll, dass sie das Problem nicht in „gläsernen Decken“ sehe sondern in „warmen Badewannen“. In solchen Badewannen würden sich Frauen tummeln. Wenn sie aber Karriere machen wollten, ständen sie im Konkurrenzkampf plötzlich allein und frierend da, was nur wenige akzeptierten – Arbeit ist auch als Chef mehr Maloche und Entbehrung als „Selbstverwirklichung“, wovon Feministen in Amüsierberufen ständig faseln. Das was Frauen als Sexismus wahrnehmen, ist nichts weiter als der kalte Wind des Konkurrenzkampfes, der Männern genauso entgegenweht.

Paul-Hermann Gruner berichtet in „Frauen und Kinder zuerst“ schon vor Jahrzehnten von einer Managerin im Baugewerbe (männlich!), die die Möglichkeit, feministische Extralorbeeren zu ernten, indem sie sich als taffe Powerfrau darstellte, die fiesen Männerbünden Paroli bot, ausschlug. Stattdessen erklärte sie, als Frau habe sie immer nur Vorteile gehabt, niemals Nachteile. Manche Frauen haben Charakter.

Dass es am mangelnden Willen der Frauen liegt, ist auch durch Studien belegt, so zitiert Hoffmann:

„Wir identifizieren eine tiefgreifende und konsistente Geschlechterkluft in den zentralen Lebenszielen der Menschen. In neun Studien mit unterschiedlichen Stichprobenpopulationen (Führungskräfte in High-Power-Positionen, Absolventen eines Top-MBA-Programms, Studenten und Online-Panels von arbeitenden Erwachsenen) und über 4.000 Teilnehmern stellen wir fest, dass Frauen im Vergleich zu Männern eine höhere Anzahl von Lebenszielen haben, weniger Gewicht auf machtpolitische Ziele legen, mehr negative Ergebnisse (z.B. Zeitdruck und Kompromisse) mit Machtpositionen assoziieren, Macht als weniger wünschenswert empfinden und weniger Chancen zur beruflichen Weiterentwicklung wahrnehmen. Frauen halten hochrangige Positionen für genauso erreichbar wie Männer, aber weniger wünschenswert.“

Das wissen verblüffender Weise auch Feministen. So merkt bspw. die mit führende Feministin Schrupp an, dass Frauen weniger Wert auf Geld, Macht und Status legen (das stimmt so nicht: Frauen legen schon Wert auf Geld, Macht und Status, nur halt bei Männern). Feministen selbst räumen ein, dass Frauen die Work-Life-Balance wichtiger ist, sie also nicht soviel arbeiten wollen, wie es für einen Vorstand aber zwingend ist – weshalb auch schon mal Forderungen nach Führungspositionen in Teilzeit für Frauen gestellt werden. Man darf also festhalten: Frauen sind weit seltener dazu bereit, dieses Opfer zu bringen, ihr ganzes Leben der Arbeit zu widmen.

Der Witz ist, dass es auch viele Männer nicht wollen. Ich zum Beispiel: Wenn ich wieder Studienanfänger wäre, und Gott käme zu mir und erklärte: „Du musst nur BWL belegen und 70 Stunden die Woche arbeiten, dann mache ich dich zu einem Vorstandsmitglied.“, dann würde ich das ausschlagen. Und damit bin ich nicht allein. Die Frage ist nicht, warum sich Frauen das antun sollten, sondern viel mehr, warum sich das irgendjemand antun sollte:

Beide Geschlechter »werden sich bewusst, dass sie mehr Zeit, nicht mehr Geld wollen«. 55 Prozent der deutschen Arbeitnehmer wünschen sich kürzere und flexiblere Arbeitszeiten, auch wenn sie dadurch weniger verdienen würden, 22 Prozent gar einen Vier-bis-Sechs-Stunden-Tag (wobei hier der Anteil der Frauen deutlich überwiegt). Bei einer Umfrage der Hertie-Stiftung zu den Lebenszielen der Deutschen rangierte eine funktionierende Beziehung mit dem Partner und »Kinder haben« mit 70 Prozent deutlich vor »Erfolg im Beruf« mit 42 Prozent. Umfragen aus den USA sind ebenso deutlich: 78 Prozent der Erwachsenen würden um der Familie willen auch dann flexiblere Arbeitszeiten vorziehen, wenn ihr beruflicher Aufstieg darunter leiden würde. 50 Prozent aller Berufstätigen würden wöchentlich gerne einen unbezahlten Urlaubstag nehmen, wenn es nur ginge. 74 Prozent der Männer würden eine Stellung, die ihnen genügend Zeit für das Familienleben lässt, einer schnellen Karriere vorziehen. Fast die Hälfte würde eine Beförderung aufschieben und dafür der Familie mehr Zeit widmen. 57 Prozent fühlen sich schuldig, weil sie nicht in der Lage sind, ihren Kindern mehr Zeit zu widmen. 39 Prozent wären am liebsten den ganzen Tag zu Hause. 23 Prozent der Frauen und 11 Prozent der Männer auf dem Höhepunkt ihres Berufslebens haben sogar vor, ihren Job in den nächsten fünf Jahren ganz aufzugeben. Die Zahl der Frauen, die das tun möchten, hat sich zwischen 1981 und 1990 gar verdoppelt. (SFBM?, Seite 373)

Männer machen das nicht, weil sie so karrieregeil wären, sondern weil sie sich kümmern, um ihre Kinder, die ihren, die es gut haben sollen; und wenn man will, dass es einen gut geht, ist es sinnvoll, sein Leben auf ein solide finanzielle Basis zu stellen.

Mal davon abgesehen, dass auch Männer auf gläserne Decken stoßen, also nicht weiter aufsteigen (aber sich nicht mit Diskriminierung rausreden können), ließen sich Frauen schwerlich davon abhalten, Karriere zu machen, wenn sie denselben Willen (bzw. auch die Kompetenz) wie Männer aufweisen würden, dabei aber die Erfahrung machen müssten, von fiesen Männerbünden gehindert zu werden. Denn sie würden einfach ihre eigenen Unternehmen gründen und sie nach den Vorbildern von Google, Amazon, Facebook etc. an die Weltspitze führen, so dass: „Männer neidisch vor den Toren ständen und Einlass per Männerquoten verlangten.“

Ein besonders absurdes Beispiel lieferte Norwegen. Dieses Land verabschiedete meines Wissens als erstes eine Frauenquote für die Aufsichtsräte. Das war aber kein Befreiungsschlag für Frauen, die sich zuvor den Kopf an der gläsernen Decke wund gestoßen hatten. Stattdessen konnten die Unternehmen, die jetzt händeringend nach qualifizierten weiblichen Fachkräften suchten, schlicht nicht genügend auftreiben. Also richtete man Crashkurse für Frauen ein, in denen sie in solch grundlegenden Kompetenzen wie „Bilanzen lesen“ geschult wurden. Selbst mit solchen Maßnahmen ließen sich nicht genug Frauen finden, so dass am Ende einige wenige gleich mehrere Pöstchen auf sich vereinten. Mit anderen Worten: Damals wie heute besteht eine Nachfrage nach weiblichen Führungskräften, die durch das Angebot nicht gedeckt werden kann.

Ein weiterer Punkt: Männer arbeiten für Frauen. Dieses primäre Privileg führt zum sekundären „Nachteil“, dass Frauen weniger arbeiten, womit sie seltener Chefs sind.

Aber all das hindert Frauenfrauen wie die Ministerin für alle außer Männer, die Obdachlose Obdachlose sein lässt, nicht daran, Frauenquoten für Spitzenjobs – auch in der Politik – durchzuboxen (Punkt 2), also solchen Frauen, die sowieso schon zur absoluten Elite zählen, noch etwas mehr Puderzucker in den Hintern zu blasen, damit dieser leistungslos befördert wird. Das sei „Wirtschaftsförderung.“

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