Archiv der Kategorie: Rassismus

Emilia Roig und ihr Rassismus und Sexismus auf Zeit Online

„Ihre Perspektive bestimmt die sozialen Hierarchien unserer Welt.“

Tue Buße!

Rassisten dominieren derzeit den Diskurs und unterstellen Weißen, privilegiert und rassistisch zu sein. So entsteht ein unermesslicher rassistischer Hass von Schwarzen gegen Weiße, der Todesopfer fordert. Emilia Roig spricht darüber bei ZON, und ihr Weltbild sieht so aus:

Als weißer Mann stehen Sie für ein System der Unterdrückung von Schwarzen und sind für alle Verbrechen der Gegenwart und Vergangenheit verantwortlich. Also müssen Sie aus dem Weg geräumt dekonstruiert werden, denn: White Supremacy, auf der diese vermeintliche Normalität basiert, baut auf Vernichtung, Unterdrückung und Genozid auf. Nicht nur ein Genozid an Menschen, sondern auch an Kulturen und Wissen. Zuviel versprochen?

Dabei stellt der weiße Mann eine eigene Klasse, das liest sich z.B. so:

Was in unserer Gesellschaft als normal gilt, wird von den dominanten Gruppen bestimmt. Meist bestehen diese aus weißen cis Männern. Ihre Sicht gilt als neutral und objektiv. Ihre Perspektive bestimmt die sozialen Hierarchien unserer Welt. Alles, was von ihrer Norm abweicht, ist unterlegen und subjektiv. Diese vermeintliche Normalität ist eine Illusion, die tiefe historische Wurzeln hat und dekonstruiert werden muss.

Man bleibt absichtlich im vagen um die Dummheit und ideologische Verblendung solcher Thesen zu verbergen. Denn was ist mit „Norm“ gemeint, und wie genau wird sie „bestimmt“ und wer genau handelt so moralisch verwerflich, wie es hier unterstellt wird? Herr Gauland? Herr Hofreiter? Der schlafende Mann da oben? Schon anhand dieser einfachen Frage zerbricht die Erhabenheit einer Hassideologie, denn der Mann ist viel zu vielfältig, nicht nur in politischen Überzeugungen sondern auch in vielen anderen Charakteristika, wie ganz besonders dem sozialen Status. Was ist mit „Perspektive“ gemeint? Die der BILD und Welt unter Friede Springer? Wissenschaftliche Erkenntnisse? Immerhin führt sie die Lüge an, Einsteins Frau wäre die Mutter der Relativitätstheorie, ohne diese weiße Theorie als normierte White Supremacy anzugreifen.

Weiße cis Männer „bestimmen“ nicht, die sind so, weiß also, aber das ist die Norm, die beseitigt werden soll – beseitigt für etwas, das man ist, nicht was man macht: Sie sind schuldig, Tun Sie Buße!

Auch stelle man sich mal die Umkehrung vor: Ich gehe nach Südafrika und darf dort in einem Leidmedium unwidersprochen darüber referieren, die „Über“-Repräsentanz von Schwarzen in Führungspositionen sei Rassismus, weshalb man Weiße und vor allem mich zu fördern hätte, bis diese Norm überwunden wäre…

„Rassismus gegen Weiße? Es gibt People of Color, die Vorurteile über Weiße haben, sagt Politologin Emilia Roig. Doch ihnen fehle die Macht, sie systemisch auszuschließen.“

Es geht noch eine ganze Weile weiter mit ihrem Geschwätz über die weißen Strukturen, ganz besonders infam fand ich dann das hier:

Wer zur dominanten Gruppe einer Gesellschaft gehört, lernt nicht, Empathie für jene zu entwickeln, die nicht der Norm angehören: Jungs nicht für Mädchen…

Einen besonderen Mangel an Empathie pflegt man gegenüber den Jungen und Männern – der machte z.B. den Holocaust erst möglich. Davon zu sprechen, dass Jungen keine Empathie besäßen, während sie sich bis zu achtmal öfter umbringen, legt Zeugnis ab von Projektion und totalem Empathieverlust, einem Mangel an Mitgefühl, der gesellschaftlich dominiert und den Opfern mit hämisch grinsender Fratze sagt, dass es ihre eigene Schuld wäre, wegen toxischer Männlichkeit, die sie nur ablegen müssten. Ich kann gar nicht soviel fressen, wie ich kotzen will.

Rassismus tötet

Im Westen dominiert die Theorie, dass der Jude Weiße, z.B. Herr Müller, seines Zeichens Müllmann, gegenüber Schwarzen privilegiert wäre aufgrund rassistischer Strukturen. Des weiteren wäre jeder Weiße ein Rassist. Das führt bei Schwarzen zu einem mörderischen Hass, der Todesopfer fordert.

Zum Beispiel so:

oder so:

oder so über eine Frau, die „All Lives Matter“ sagte:

oder so – wobei sich die Frage stellt, wieviele der Morde auf rassistischen Hass zurückgehen:

oder so:

oder so:

Eine der seltenen Täter-Memoiren beschreibt ein solches Verbrechen in Virginia. Der Autor, damals ein Teenager, hielt sich eines Nachmittags mit seinen Freunden an einer Ecke in seiner Nachbarschaft auf, als sie »einen weißen Jungen« sahen, »der etwa 18 oder 19 Jahre alt zu sein schien und gemütlich auf seinem Rad durch die Nachbarschaft radelte.« Einer aus der Gruppe machte die anderen auf den Jungen aufmerksam, beschimpfte ihn und merkte an, dass er verrückt sein musste, hierher zu kommen. Die Reaktion der Gruppe »kam automatisch«. Sie rannten los, rissen ihn vom Rad und schlugen ihn bewusstlos, während Autos vorbeifuhren. Sie traten gegen seinen Kopf, bis Blut aus seinem Mund kam, und versuchten, seine Genitalien zu verletzen. Der Autor berichtet, dass er sich zurückgezogen habe, als er merkte, wie schwer das Opfer verletzt war. Andere taten es ihm gleich, doch einer aus ihrer Gruppe ließ nicht ab, »als wäre er durchgedreht«, und setzte der Episode die Krone auf, indem er das Fahrrad nahm und mit aller Kraft auf das Opfer niederkrachen ließ. Der bewusstlose Junge auf dem Boden zuckte nicht einmal.

»Weiße Jungs so aufzumischen gab uns ein gutes Gefühl«, schreibt er und fügt hinzu, dass sie beim Weggehen lachten und prahlten, wer den meisten Schaden angerichtet hatte. Er erinnert sich an den Angriff: »Jedes Mal, dass ich meinen Fuß in seine Eier rammte, fühlte ich mich besser«. Als sein Bruder den Führerschein bekommen hatte, fuhren sie mit der Gang in weißen Vierteln herum, suchten sich leichte Opfer heraus und schlugen sie fast tot. …

whitelivesdontmatter

Coen: Sexismus, Rassismus und das Säen von identitärem Hass

Ein Kommentar, zu wertvoll, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

[Kontext: Es geht um die Bemühungen, Frauen- aber nicht Männerfeindlichkeit als eigenen Straftatbestand zu erfassen]

„Der Schlusssatz des Artikels, den beim Spiegel vermutlich niemand als Problem wahrgenommen hat.“

Genauso, wie ihnen wohl auch aus eigener Festigkeit im Glauben nicht der absolute Offenbarungseid aufgefallen ist, der sich hinter dem Bestreben verbirgt, feministische Männerfeindlichkeit auf keinen Fall sanktionierbar zu machen. Ewigkeiten wurde, trotz milliardenfacher Beweise, immerzu geleugnet, dass Feminismus auch nur das Geringste mit Männerfeindlichkeit zu tun hätte. Inzwischen hat man es dank politischer, medialer und institutioneller Kaperung geschafft, Männerfeindlichkeit so sehr als soziale Norm zu etablieren, dass man sie nicht mehr leugnen braucht. Nunmehr geht es nur noch darum, explizit „die anderen“ zum Schweigen zu bringen durch einseitige Strafandrohungen für bevorzugt maximal wachsweich „definierte“ Tatbestände (was Frauenhass ist, hängt dann natürlich davon ab, was jede betroffene Frau in diesem Moment als gegen sie gerichteten Hass empfindet – das ergibt sich zumindest in logischer Konsequenz aus all den Kopfgeburten, die diese Ideologie beständig hervorbringt). Naja und warum Männerhass nicht mit Frauenhass gleichzusetzen ist und ein solches legislatives Bestreben vollends legitim ist, das wissen wir ja spätestens nun dank der „großen Denkerin“ Pauline Harmange. Zwar gab es in der Geschichte nie etwas gegen Frauen gerichtetes, was mit dem männerhassenden, zigtausendfachen Brechdurchfall vergleichbar wäre, wie er sich verlässlich immer wieder in die sozialen Medien ergießt, wenn mal wieder eine feministische Kampagnensau durchs Dorf getrieben wird, genauso wie auch noch nie konsequenzlos in derart herabsetzender bis entmenschlichender Art in reichweitenstarken Medien über Frauen gesprochen oder geschrieben wurde, wie es über Männer seit Jahren geradezu rituell praktiziert wird, aber dennoch ist all dieser Männerhass immer nur eine Antwort, eine Reaktion – auf was auch immer; diejenigen, die es behaupten bleiben jedenfalls über die bloße Behauptung hinaus und beim Benennen konkreter Beispiele entlarvend stumm.

„Es ist wirklich beunruhigend, dass dieser identitäre Quatsch immer selbstverständlicher als Mainstream-Position dasteht, obwohl er argumentativ nicht haltbar und in den Konsequenzen womöglich fatal ist.“

Nicht nur womöglich und auch nicht erst künftig. Die Folgen sind schon jetzt erkennbar. Zum einen die in ihrer offenkundigen Doppelmoral nicht mehr zu überbietende Einstellung zum Umgang mit Männern und Frauen, wie ich oben beschrieb, aber auch in anderen Identitären Kategorien sind die Folgen bereits sichtbar.

So auch bei dem Thema Rassismus. Die nach meiner Meinung zu 100 % intersektional durchdrungene BLM-„Bewegung“ bauscht einen Fall mutmaßlich überzogener Polizeigewalt zum ganz großen Rassenthema auf, obwohl aus nichts erkennbar war, dass das Vorgehen des Polizisten durch die Hautfarbe des zu Tode Gekommenen motiviert war. Sofort wird das Thema dennoch in der ganzen westlichen Welt medial distanzlos in genau der Narration übernommen und weitergepumpt, wie sie von „Anti“-Rassismusaktivisten vorgegeben wurde. Das Ergebnis: Sportler werden regelrecht von Verbänden dazu verpflichtet, vor Wettbewerben zu Ehren von BLM niederzuknien, wo es seit Ewigkeiten als oberstes Gut sportlicher Wettbewerbe galt, den Sport von Politik unbeeinflusst zu lassen und gar olympische Medaillengewinner ihre Medaillen zurückgeben mussten, nachdem sie auf dem Podium eine Geste der damaligen schwarzen Bürgerrechtsbewegung gezeigt hatten. Die alle Menschen inkludierende Aussage „All Lives Matter“ wird, gar von unseren Medien, als Affront und rassistische Aussage dargestellt, obwohl es ein Satz ist, der, im Gegensatz zu „Black Lives Matter“, den wesentlichen Geist der Aufklärung und Zivilisation wiedergibt.

Dass der Satz „Black Lives Matter“ weniger Forderung als vielmehr unverfrorene Zustandsbeschreibung ist, das sieht man einfach an den vollends unterschiedlichen medialen Reaktionen auf dieselben Taten, je nachdem, welche Hautfarbe Opfer und Täter. Matze postete hier neulich zwei amerikanische Medienberichte über gleich zwei Gewaltverbrecher, die bei ihrer Verhaftung zu Protokoll gaben, so viele Weiße wie möglich umbringen gewollt zu haben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Ergreifung zweier Weißer, die als Vorhaben angeben, so viele Schwarze wie möglich umzubringen, im Blätterwald so vollkommen ohne jede Aufregung abgehandelt worden wäre. Ich wage sogar zu behaupten, selbst hier hätten wir umgehend und reißerisch davon erfahren.

Man gewinnt zunehmend das Gefühl, dass tatsächlich die Leben von Menschen unterschiedlich gewertet werden und, ganz entgegen den medialen und politischen Narrativen, sind es nicht die Leben Schwarzer, die durch etwaige Darstellung in eben Politik und Medien als geringer erachtet werden.

Das alles wird aber in den ideologische Echokammern gar nicht wahrgenommen, eben wegen des von dir korrekt als zirkulär dargestellten Trugschlusses, einer privilegierten Gruppe, die aufgrund ihrer Privilegien gar nicht diskriminiert werden kann. Wo sind die Privilegien weißer Bürger in den Staaten, wenn sie im Zuge von BLM-Protesten nur aufgrund ihrer Hautfarbe von Mobs bestehend aus Schwarzen und Antifanten mit deutlicher Absicht der Zufügung mindestens schwerer Verletzungen durch die Straßen gejagt werden? Welche Macht übt ein Weißer über den Schwarzen aus, von dem er hinterrücks, wie es in den letzten Monaten zu so einer Art Sport geworden zu sein scheint, ohne erkennbaren Grund einen harten Gegenstand über den Kopf geschlagen bekommt? Und wo ist die sozial endemische und ach so strukturelle Negierung der Bedeutung schwarzen Lebens, wenn es gerade Fälle wie diese sind, über die in den sich im umgekehrten Fall monatelang vor Empörung nicht wieder einkriegenden Medien geradezu ohrenbetäubend geschwiegen wird?

All das zeigt die Toxizität, die gesellschaftszersetzende Wirkung von Identitätspolitik. Der durch die Aufklärung längst zum Konsens gewordene Glaube, dass jeder Mensch, jedes Leben erst einmal gleichwertig ist, unabhängig von irgendwelchen – vor allem auch noch vom Individuum nicht beeinflussbaren biologischen – Gruppenzugehörigkeiten, wird vollkommen aufgekündigt, ist mit dieser Ideologie konzeptionell inkompatibel.

Sie schürt Feindschaft und Hass, indem sie Menschen in Opfer- und Tätergruppen einteilt, unabhängig von den tatsächlichen individuellen Lebensbedingungen der so kategorisierten Menschen. Und sie fördert schiere gruppenzugehörigkeitsmotivierte Gewalt, weil eben die inhärenten Opfer- und Täternarrative denen, die als Opfer klassifiziert sind, bis zum geht nicht mehr Relativierungen, wenn nicht gar Legitimationen für jede nur erdenkliche Unmenschlichkeit gegenüber den als Täter klassifizierten Menschen liefert.

Menschen, die ein völlig normales Leben führen, kriegen eingetrichtert, dass sie nur aufgrund ihrer Gruppenzugehörigkeit von Angehörigen einer anderen Gruppe ununterbrochen diskriminiert, unterdrückt, gehasst werden. Aus dieser angeblichen Situation heraus wird ihnen eine allumfassende Blancovollmacht ausgestellt für alles, was ihnen nur jemals einfallen könnte, darauf zu reagieren, denn alles andere wäre ja nur weitere Unterdrückung und Viktimisierung. Gleichzeitig bringt man den Angehörigen der angeblichen Tätergruppe bei, was sie doch nur aufgrund ihrer Gruppenzugehörigkeit für fürchterliche Menschen sind und sich schon alleine deshalb alles gefalle zu lassen haben, was sie von der von ihnen vermeintlich unterdrückten Gruppe gesagt oder angetan kriegen. Das heißt, man redet einer Gruppe ein, Opfer zu sein und schürt damit deren Zorn, welcher zu mannigfaltiger tatsächlicher Diskriminierung der anderen Gruppe führt, die daraufhin ihrerseits Zorn entwickelt.

WHAT COULD POSSIBLY GO WRONG???

Es wäre allerhöchste Zeit, diese Ideologie zu bekämpfen, zu verbieten und jeden, der sie gefördert hat umfassend zur Rechenschaft zu ziehen. Denn nach meinem Empfinden zeigen die Zeichen der Zeit, was die gruppenbezogene Verrohung der westlichen Gesellschaften angeht, dass wir eher schon fünf nach als fünf vor Zwölf haben…

Matze: Rassismus

Matze:„Es gibt keinen Rassismus gegen Weiße.“
„Rassismus gegen Weiße schadet niemanden.“
„Niemand hat einen Nachteil, weil er weiß ist.“

Billy Coen:

Was man sich auch immer fragen sollte: wenn in den USA Weiße festgenommen werden, die als Statement abgeben, sie hätten so viel Schwarze wie möglich töten wollen, würde man davon in unseren ach so objektiven Medien auch rein gar nichts davon hören?

Meine Einschätzung: Solche Fälle würden da sofort als neue Sau wochenlang durch die Nachrichten- und Talksendungen getrieben werden.

Aber mörderischer Hass von Schwarzen auf Weiße ist halt nicht der Rede wert – sagen die, die sich zeitgeistig als Antirassisten sehen…

homo duplex: Trojanische Pferde der Wokeness

Ein zentraler Mechanismus der Wokeness-Ideologie beruht auf dem strategischen Einsatz von Begriffen mit doppelten Bedeutungen. … Die mehr oberflächlichen, naiven Bedeutungen sind ansprechend für Neulinge und anschlussfähig an den Liberalismus; die tieferen bilden die Gedankenwelt der fortgeschrittenen Ideologen, die sich von derjenigen normaler Menschen im Liberalismus drastisch unterscheidet.

Nehmen wir den Begriff »Antirassismus« als naheliegendes Beispiel. »Antirassismus« hat eine Bedeutung, die für den Neuling verständlich und ansprechend ist, und eine andere, deutlich davon unterschiedene, weit tiefere Bedeutung für den arrivierten Gläubigen. Der Neuling denkt sich: »Antirassismus? Na, klar bin ich gegen Rassismus. Bin dabei!« In diesem Moment weiß er noch nicht, dass »Antirassismus« für fortgeschrittene Theorievertreter bedeutet, alle Weißen für Rassisten und Diskriminierung für die beste Form der Antidiskriminierung zu halten, eine authentische Kommunikation auf Augenhöhe zwischen Vertretern verschiedener »Rassen« für unmöglich zu halten, sich zu einem lebenslangen Bemühen zu verpflichten, immer und überall Rassismus zu sehen, und sein liberales und humanistisches Welt- und Menschenbild zugunsten eines kollektivistischen, dystopischen und revolutionären aufzugeben.

Ganzer Artikel.

Crumar über das neue Verständnis von Rassismus und Unterdrückung

Ein Kommentar, zu wertvoll, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

(…)

„Unterdrückung“ ist inzwischen das hyperbole Standardwort geworden – man ist nicht einfach benachteiligt oder diskriminiert, sondern „oppressed“ und das muss nicht nachgewiesen werden, sondern wird einfach aus der „Theorie“ abgeleitet.

Dieses Konzept hat nichts mehr mit dem ursprünglichen „Class, Race, Gender“ zu tun, in dem sich in einer kapitalistischen Gesellschaft Mehrfach-Benachteiligungen nach Klasse, Geschlecht und Hautfarbe ergeben (können).
Sondern die Klasse, auch die sozioökonomische Position des Individuums spielt gar keine Rolle mehr, alles wird wird aus einer eindimensionalen Perspektive der „Rasse“ gesehen.

Und zwar einer sehr speziellen.
Unterstellt wird, a. alle „Weißen“ hätte eine über die Sozialisation erzeugte Gruppenidentität, die es ihnen b. ermöglicht, gemeinsam ein System weißer Vorherrschaft (White Supremacy) aufrecht zu erhalten, um c. aus diesem ihre weißen Privilegien (White Privilege) zu beziehen.

Demzufolge sind zwangsläufig alle (!!!) „Weißen“ Rassisten, vorzugsweise die gebildeten Progressiven, welche leugnen rassistisch zu sein.
Wer sich bspw. Martin Luther King zu Herzen genommen hat, ist ein besonders gefährlicher Rassist, denn er leugnet seinen Rassismus und seine Verstrickung in die weiße Vorherrschaft.
Es kann umgekehrt keinen Rassismus gegen „Weiße“ geben, weil nur „Weiße“ die Macht in diesem System haben.

Aus dieser Ideologie lässt sich zwanglos ableiten, dass es Armut von „Weißen“ gar nicht geben kann, denn trotz ihrer sozioökonomischen Stellung in der Gesellschaft sind sie als „Weiße“ privilegiert. Die reine Unterstellung reicht bereits, ein Beweis muss gar nicht mehr erbracht werden.
Andererseits reicht die gefühlte Unterdrückung bereits aus, um tatsächlich unterdrückt zu sein (Feminismus sei Dank!).

Wie praktisch, dass diese „Weißen“ die Mehrheit der Armen in den USA stellen. Falls man sich fragt, warum eine solch „revolutionäre“ Bewegung so großzügig von Milliardären und deren Stiftungen (Ford, Soros) unterstützt wird – nun ja, eine nützliche „Theorie“.

Es ist dadurch möglich, selektiv Gruppen die Unterstützung und das Mitleid in ihrer realen Situation von Armut und Verzweiflung zu entziehen. Wer sich mit der falschen Hautfarbe und dem falschen Geschlecht in einer solchen Situation befindet, den kann man ruhig noch treten.

Es ergibt sich ebenfalls ein sehr spezieller Blick auf den Globus und die Geschichte, in dem alle Herrschafts- und Unterdrückungsverhältnisse ausgeblendet werden, die dieser einzigartigen Sichtweise nicht entsprechen.

Die Sklaverei in arabischen Staaten kann es gar nicht gegeben haben und geben, das Osmanische Reich und die Barbareskenstaaten, die Sklaven handelnden afrikanischen Herrscher und Stämme werden ignoriert.
Auch die sprachliche Herkunft > „slave“ = Slawe.
Hat der Unterdrücker die falsche Hautfarbe, die falsche Religion, das falsche Geschlecht, dann wird man keinen Protest vernehmen können.

Was sich aus einem weiteren Aspekt der „Theorie“ ergibt, wonach es sich bei universellen Prinzipien um solche handelt, die von „Weißen“ erfunden worden sind und selbstredend nur „Weißen“ nutzen.
D.h. in diesem Raster ist die durch und durch ideologische Wahrnehmung der Realität kein bug, es ist das feature.

Es ergibt sich aus einer Institutionalisierung dieser „Theorie“ zwangsläufig ein riesiger Bedarf an Geschichtsfälschung und Leugnung der empirischen Realität und natürlich wirkt sie spaltend in der Bevölkerung. Deshalb wird sie seitens des „progressiven Neoliberalismus“ so hofiert.

Was das aus Individuen macht, wie sie zugerichtet, dressiert werden und sich selber zurichten, dafür ist das Video ein Beispiel aus dem Lehrbuch.
Tauscht einfach spaßeshalber „Weiße“ durch „Juden“ aus und stellt euch eine Befragung durch den „Stürmer“ im Jahr 1933 vor: „Wo sänd de Joden aigentlich öberlägen?“ Und dä Arrrier gäben eine Antwort!

Du bist schuldig, mein lieber BDSMler! Was Sex mit Rassismus zu tun hat

Ich weiß gar nicht, wie ich im Zusammenhang mit Rassismus darauf komme, aber: Ein Tipp für Schwulenhasser. Und jetzt eine weitere Runde dieses schönen Spiels:

Bei Missy will man, dass man sich beim BDSM-Spiel so richtig schön schuldig fühlt, dass man reflektiert, dass das Spiel „Top und Bottom“ untrennbar verbunden wäre mit der historischen Sklaverei: „Wir spielen auch mit Echos und Resten in unserem kulturellen Gedächtnis, weil die Symboliken Teil unseres Wissens sind, auch wenn wir wenig oder kein bewusst erlerntes Wissen über Dinge haben. Symbole und Rollen(-vorstellungen) sind ins kulturelle Gedächtnis eingeschrieben. … bla bla bla … Mit Sklav*innen zu spielen, ist Race-Play. Es nicht zu reflektieren, ist gefährlich und beleidigend.“

Was reflektiert werden soll, ist „Maafa“. Das steht für die Gesamtheit aller Verbrechen an Schwarzen. Wenn also Schwarze aus Rassenhass Weiße ermorden, dann spielt das für die noblen Antirassisten, die wollen, dass man zu Kreuze kriecht, bevor man sich sadomasomäßig amüsiert, keine Rolle. Es ist egal, dass mehr Schwarze Weiße töten als umgekehrt, das ist eben nicht Maafa. Ungeklärt bleibt dabei, ob es auch Maafa ist, wenn schwarze Stammeshäuptlinge Schwarze in die Sklaverei verkaufen, wozu es oft kam (und kommt?).

Zurück zu BDSM: Dort herrscht eine Beziehung zwischen Top und Bottom, die sich qualitativ von der eines z.B. muslimischen Sklavenhalters und einem Sklaven unterscheidet: Der Top übernimmt auf sehr intime Weise Verantwortung für das Wohlergehen des Bottoms. Wenn man hier seine Schuldigkeit, seine Verstricktheit in die Verbrechen gegen Schwarze eingestehen soll, Reue üben und Buße tun für Verbrechen, mit denen er nichts zu tun hat, dann macht das genauso viel Sinn, wie wenn Geschäftspartner, zwischen denen Geld den Besitzer wechselt, bedenken sollen, dass es auch Diebstahl und Raubmord gibt. Dazu wird es aber nicht kommen, denn das bedient kein Feindbild, wie das des Weißen, gegen den man seinen Hass ausleben kann. Wahrscheinlicher ist da eher, dass Männlein und Weiblein beim Sex reflektieren sollen, dass es auch Vergewaltigung gibt, was in der Rape-Culture tief ins „kulturelle Bewusstsein“ eingeprägt ist. Hier hat man ein klar umrissenes Feindbild: Den Mann, den weißen. Und tatsächlich ist ja nach Ansicht einiger Feministen Sex nicht von Vergewaltigung zu unterscheiden.

Der Autorin bescheinige ich eine gehörige Portion Rassismus, welches ihr (Selbst-)Bewusstsein konstituiert, woraus sie ihren Selbstwert zieht, sowie massiv selektive Wahrnehmung in Kombination mit Hysterie.

Ein Tipp für Schwulenhasser

Tja, was sind das nur für Zeiten? Schwule zieren sich nicht, in der Öffentlichkeit Händchen zu halten und sie dürfen sogar heiraten.

Was tun, um diese Zustände zu bekämpfen?

Hierzu habe ich ein paar Ratschläge, und der wichtigste lautet: Piss die Homophilen an.

Erkläre denen, die kein Problem mit Schwulen haben, sie hätten ein Problem mit Schwulen, sie würden sie zumindest unbewusst ablehnen. Wenn sie widersprechen, verklicker‘ ihnen, dass dieses Leugnen erst recht beweist, sie würden Schwule hassen.

Referiere darüber, dass die gesamte Gesellschaft von einer heteronormatirven Matrix dominiert wird, weshalb jeder Homophobe ein Leben lang daran zu arbeiten habe, die daraus folgende feindselige Haltung hinter sich zu lassen – was ihm aber nie gelingen wird.

Wenn sie keinen Lust haben, mit Schwulen zu schlafen, zu kuscheln und sich Dildos in den Hintern schieben zu lassen, werte das als Beleg dafür, wie reaktionär sie sind.

Auf diese Weise dürfte es dir ein Leichtes sein, ein gesellschaftliches Klima zu schaffen, in dem die Leute mehr und mehr keinen Bock auf Homosexuelle haben.

Und zum Schluss?

Sitzen zwei Homosexuelle im Flugzeug.

Sagt die eine zur Anderen: „Ich wette, jetzt haben alle wieder an Schwule gedacht!“

Billy Coen über die Sichtweise auf die schwarze und weiße Unterschicht

Ein Kommentar, zu wertvoll, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

Ich würde die Sklaverei als Grundlage heutiger sozialer Verteilungen nicht mehr allzu hoch gewichten. Seit dem Ende des Bürgerkrieges hat es eine immense Evolution der amerikanischen Gesellschaft gegeben in deren Zuge, nur die Sklaverei betrachtet, ausreichend Raum gewesen wäre, die durch die Sklaverei hinterlassenen sozialen Bedingungen unterschiedlicher Demographien weitgehend zu nivellieren.

Wesentlich schwerwiegender dürfte da die in etlichen Staaten noch bis in die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts hineinreichende Rassensegregation gewesen sein, die es vielfach Schwarzen unmöglich machte, höhere oder überhaupt nur durchschnittliche Bildungsgrade zu erreichen. Dadurch wurde die amerikanische Unterschicht seinerzeit angereichert mit überwiegend schwarzen Menschen in prekären Lebensbedingungen. Die in dieser Zeit massiv entstandene Ghettoisierung der schwarzen Unterschicht dürfte die Vererbung dieses Zustandes teils bis in die Gegenwart gefördert haben. Da fand einfach von Geburt an eine vollends schiefe Sozialisierung statt, nicht selten das Abdriften in die Kriminalität.

So eindeutig sind diese Zustände aber heute auch schon lange nicht mehr verteilt. Der Fakt, dass die Mehrheit der amerikanischen Unterschicht weiß ist, dringt wohl nur aus zwei Gründen nicht ins gesellschaftliche Bewusstsein: erstens sind viele dieser weißen Unterschichtler Leute, die einen Absturz aus der unteren Mittelschicht hinter sich haben, den sie sich aber, wohl aufgrund der sozialisierten, teils etwas schrägen amerikanischen Mentalität ums Verrecken selbst nicht eingestehen wollen, ABER zweitens, weil sie auch schlicht als Menschen in prekären Lebensverhältnissen nicht wahrgenommen werden können / sollen / dürfen, weshalb man sie einfach nur als „White Trash“ abkanzelt und die Sache damit als erledigt ansieht. Und da spielt eben das „schwarze Opferabo“ in den Staaten mit rein. Es wäre schlicht unmöglich, in aller Öffentlichkeit schwarze Unterschichtler als „Black Trash“ zu titulieren. Jede politische oder mediale Karriere wäre damit umgehend ultimativ beendet. Die Not weißer Unterschichtler wird in den USA rigoros ignoriert nicht obwohl sondern WEIL sie weiß sind. Das ist der Status Quo des Sozialen in den USA. Nicht deine faktische Lage sondern deine Hautfarbe und ggf dein Geschlecht entscheidet darüber, ob du Gehör und Mitgefühl erfährst. Und Schuld daran sind unter anderem bis zum Bersten mit Privilegien zugeschissene College-Tussen, die in Verhältnissen leben, von denen die überwiegend weiße Unterschicht nur träumen kann, sich aber dennoch mit „I can’t breathe!“-Transparenten auf die Straße stellen, um sich trotz ihrer vollverpamperten Lebenswirklichkeit als unterdrücktes Opfer inszenieren zu können und sich dabei schamlos auf einen Mann berufen, der der Unterschicht angehörte, was aber für sie wiederum völlig egal ist, weil für sie nur seine Hautfarbe zählt, die sie als einzigen Faktor mit ihm gemeinsam haben, diese aber für ihr Narrativ ohne Rücksicht auf Verluste ausschlachten.

„Eine ganz andere Sache ist, heute Lebende Weiße dafür persönlich verantwortlich zu machen oder sie als Rassisten zu beschimpfen.“

Leider scheint mir in den USA dies nahezu untrennbar mit der Erinnerung an diese Zeiten verknüpft. Ein sachlicher Umgang damit und eine objektive Analyse scheint mir quasi nicht stattzufinden.

Rassismus und Paranoia

Viele Medien kommunizieren den Schwarzen, dass sie strukturell benachteiligt seien und ihren Hass, ihre Wut auf Weiße zu Recht pflegen würden. Ihnen wird vermittelt, im Recht zu sein, wenn sie das Land anzünden.

Screenshot_2020-07-17 USA Black Lives Matter -Fans verspotten ermordete Mutter

Nehmen wir obiges: Wo findet sich Äquivalentes zu ermordeten Schwarzen? Eigentlich müsste es davon mehr als genug geben, wären die herrschenden Narrative über Rassismus und strukturellem Rassismus zutreffend. Wo sind sie, die Rassisten? In der letzten Zeit bin ich oft mit Klagen über Rassismus konfrontiert worden, wobei auffällt, dass sowas wie oben oder dem Erfahrungsbericht unten komplett fehlt. Wovon in den verschiedenen Formaten nicht die Rede ist, ist, dass Schwarze als Nigger beschimpft werden oder gleich zusammengeschlagen – von Nazis. Davon hört man nur wenig bist gar nichts, bzw. es stellt sich raus, dass es mehr rassistische Gewalt von Schwarzen gegen Weiße gibt.

Die Rede ist davon, dass man danach gefragt wird, wo man herkomme. Das sei Rassismus, da man damit nicht als Deutscher akzeptiert wird. Nur: Einen echten Rassisten interessiert deine Herkunft nicht. Er sieht deine Hautfarbe und weiß damit alles, was er wissen muss. Er will dich nicht kennenlernen. Diese beknackte Anklage heißt nichts weiter, als dass man das Denken einstellen soll, dass man keine Hautfarben sehen soll, welche zur logischen Schlussfolgerung führen, wie dass die (Ur-)Großeltern des Farbigen nicht für Hitler gekämpft haben. Dieser Vorwurf – die Frage nach den Wurzeln – ist ein Klassiker unter der schwarzen Jammerei und belegt eindrucksvoll, dass Rassismus hierzulande eben kein Problem ist – denn sonst würde man andere Geschichten erzählen. Weiter gibt es Klagen über „Blicke“ und – kein Scheiß – „Energien“, negative nämlich, die Menschen, potentielle Rassisten, aussenden. Oder einfach nur, dass die Mehrheit eine andere Hautfarbe hat, wie auch eine andere Kultur, was allein schon ausreicht sich unwohl zu fühlen, ganz ohne, dass es zu Vorfällen mit rassistischen Hintergrund gekommen ist, einfach nur, dass man einer Minderheit angehört, sonst nix.

Wie sollte man damit umgehen, einer Minderheit anzugehören? Und wie sollte man es nicht tun? homoduplex bezieht sich auf einen Schwarzen, der anführt, dass es noch immer Rassismus gebe, aber:

Was also sollte man einem schwarzen Kind besser sagen:

  1. »Systemischer Rassismus wird dich im Leben zurückhalten«, oder

  2. »Es gibt überall auf der Welt Rassismus, aber davon musst du dich nicht aufhalten lassen. Vielleicht ist mal jemand unfreundlich oder du bekommst eine Wohnung oder einen Job nicht. Aber dann findest du eine andere Wohnung oder einen anderen Job. Unterm Strich kann dich der Rassismus nicht daran hindern, ein gutes Leben zu haben. Er wird nicht verhindern, dass du Freunde findest, jemanden zum Heiraten findest und eine Familie gründest. Du kannst sogar von ihm profitieren, denn wenn du dich anstrengst und gute Leistungen bringst, bekommst du sicher einen guten Studienplatz und einen guten Job.«

Dessen unbeachtet: Das Problem ist also schon allein, dass man nicht deutsch aussieht…. Halt! Weißt Du, was das war? Das war eine Mikroaggression. Denn wenn ich einem Farbigen sage, er sieht nicht deutsch aus, dann definiere ich damit Deutsche und grenze ihn aus. Ok Sorry, aber das ist: Eine paranoide Deutung. Man interpretiert in einen harmlosen Vorfall eine Monströsität von Bedeutungen hinein, die alle darauf hinauslaufen, dass man durch eine übermächtige Struktur benachteiligt, angefeindet wird. Wenn ein Paranoiker eine unangenehme Erfahrung macht, dann ist das nicht einfach nur eine unangenehme Erfahrung, sondern dann steckt ein System dahinter, zum Beispiel die CIA, die einen gezielt sabotiert – der Vorfall wird paranoid gedeutet. Parallel: Wenn ein Schwarzer eine unangenehme Erfahrung macht, dann steckt Rassismus dahinter. Er wurde nicht unfreundlich behandelt, weil sein Gegenüber gerade einen schlechten Tag hatte oder generell unfreundlich ist, sonder weil er ein Rassist ist. Damit kann so gut wie jede Begegnung – auch eigentlich positive, siehe „Nach-Herkunft-Fragen“ – umgedeutet werden und am Ende des Tages wurde man hunderte Male rassistisch angefeindet oder ist einfach nur negativen „Energien“ ausgesetzt. Das wird auch darüber gestützt, indem die Medien allen Weißen bescheinigen, Rassisten zu sein (zumindest dort, wo ich mitlese, schätze auf den Seiten der „Jungen Freiheit“ passiert das nicht). Der schwarzer Paranoiker fühlt sich bestätigt. Damit fachen diese Institutionen den Hass an: Auf Seiten der Weißen, wenn sie sich dumm angemacht fühlen über die Anklage, und auf Seiten der Schwarzen, die in jedem Weißen einen Rassisten sehen, was auch mal in Gewalt umschlägt:

Eine der seltenen Täter-Memoiren beschreibt ein solches Verbrechen in Virginia. Der Autor, damals ein Teenager, hielt sich eines Nachmittags mit seinen Freunden an einer Ecke in seiner Nachbarschaft auf, als sie »einen weißen Jungen« sahen, »der etwa 18 oder 19 Jahre alt zu sein schien und gemütlich auf seinem Rad durch die Nachbarschaft radelte.« Einer aus der Gruppe machte die anderen auf den Jungen aufmerksam, beschimpfte ihn und merkte an, dass er verrückt sein musste, hierher zu kommen. Die Reaktion der Gruppe »kam automatisch«. Sie rannten los, rissen ihn vom Rad und schlugen ihn bewusstlos, während Autos vorbeifuhren. Sie traten gegen seinen Kopf, bis Blut aus seinem Mund kam, und versuchten, seine Genitalien zu verletzen. Der Autor berichtet, dass er sich zurückgezogen habe, als er merkte, wie schwer das Opfer verletzt war. Andere taten es ihm gleich, doch einer aus ihrer Gruppe ließ nicht ab, »als wäre er durchgedreht«, und setzte der Episode die Krone auf, indem er das Fahrrad nahm und mit aller Kraft auf das Opfer niederkrachen ließ. Der bewusstlose Junge auf dem Boden zuckte nicht einmal.

Aber Hey! Sowas wie Rassismus gegen Weiße gibt es nicht! Nur: Wo findet sich die Spiegelung? Wo die rassistische Gewalt gegen Schwarze? Wäre bei obigen Vorfall die Hautfarben getauscht, er würde die Massenmedien beherrschen. Mit anderen Worten: Bei den ganzen Berichten über Alltagsrassismus fehlen mir die Rassisten, die in Mobs auf Schwarze losgehen und die ermordete Schwarze verhöhnen, und zwar massenhaft in Form eines Shitstorms. Es gibt keinen strukturellen Rassismus. Farbige sind hierzulande bei weitem nicht dem Druck ausgesetzt wie Weiße in Südafrika. Gäbe es strukturellen Rassismus, wir hätten keine Million Migranten aufgenommen und die Medien in den USA würden einem schwarzen Mob nicht erklären, es wäre schon in Ordnung wenn sie randalieren. Der vermeintliche Rassismus – besonders in Deutschland – findet sich oft nur in dem gefühlten Unbehagen über „negative Energien“, also Paranoia, welche sich nahtlos einfügt in die Diskurse über weiße, privilegierte Männer.

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