Archiv der Kategorie: Rassismus

Ein Tipp für Schwulenhasser

Tja, was sind das nur für Zeiten? Schwule zieren sich nicht, in der Öffentlichkeit Händchen zu halten und sie dürfen sogar heiraten.

Was tun, um diese Zustände zu bekämpfen?

Hierzu habe ich ein paar Ratschläge, und der wichtigste lautet: Piss die Homophilen an.

Erkläre denen, die kein Problem mit Schwulen haben, sie hätten ein Problem mit Schwulen, sie würden sie zumindest unbewusst ablehnen. Wenn sie widersprechen, verklicker‘ ihnen, dass dieses Leugnen erst recht beweist, sie würden Schwule hassen.

Referiere darüber, dass die gesamte Gesellschaft von einer heteronormatirven Matrix dominiert wird, weshalb jeder Homophobe ein Leben lang daran zu arbeiten habe, die daraus folgende feindselige Haltung hinter sich zu lassen – was ihm aber nie gelingen wird.

Wenn sie keinen Lust haben, mit Schwulen zu schlafen, zu kuscheln und sich Dildos in den Hintern schieben zu lassen, werte das als Beleg dafür, wie reaktionär sie sind.

Auf diese Weise dürfte es dir ein Leichtes sein, ein gesellschaftliches Klima zu schaffen, in dem die Leute mehr und mehr keinen Bock auf Homosexuelle haben.

Und zum Schluss?

Sitzen zwei Homosexuelle im Flugzeug.

Sagt die eine zur Anderen: „Ich wette, jetzt haben alle wieder an Schwule gedacht!“

Billy Coen über die Sichtweise auf die schwarze und weiße Unterschicht

Ein Kommentar, zu wertvoll, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

Ich würde die Sklaverei als Grundlage heutiger sozialer Verteilungen nicht mehr allzu hoch gewichten. Seit dem Ende des Bürgerkrieges hat es eine immense Evolution der amerikanischen Gesellschaft gegeben in deren Zuge, nur die Sklaverei betrachtet, ausreichend Raum gewesen wäre, die durch die Sklaverei hinterlassenen sozialen Bedingungen unterschiedlicher Demographien weitgehend zu nivellieren.

Wesentlich schwerwiegender dürfte da die in etlichen Staaten noch bis in die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts hineinreichende Rassensegregation gewesen sein, die es vielfach Schwarzen unmöglich machte, höhere oder überhaupt nur durchschnittliche Bildungsgrade zu erreichen. Dadurch wurde die amerikanische Unterschicht seinerzeit angereichert mit überwiegend schwarzen Menschen in prekären Lebensbedingungen. Die in dieser Zeit massiv entstandene Ghettoisierung der schwarzen Unterschicht dürfte die Vererbung dieses Zustandes teils bis in die Gegenwart gefördert haben. Da fand einfach von Geburt an eine vollends schiefe Sozialisierung statt, nicht selten das Abdriften in die Kriminalität.

So eindeutig sind diese Zustände aber heute auch schon lange nicht mehr verteilt. Der Fakt, dass die Mehrheit der amerikanischen Unterschicht weiß ist, dringt wohl nur aus zwei Gründen nicht ins gesellschaftliche Bewusstsein: erstens sind viele dieser weißen Unterschichtler Leute, die einen Absturz aus der unteren Mittelschicht hinter sich haben, den sie sich aber, wohl aufgrund der sozialisierten, teils etwas schrägen amerikanischen Mentalität ums Verrecken selbst nicht eingestehen wollen, ABER zweitens, weil sie auch schlicht als Menschen in prekären Lebensverhältnissen nicht wahrgenommen werden können / sollen / dürfen, weshalb man sie einfach nur als „White Trash“ abkanzelt und die Sache damit als erledigt ansieht. Und da spielt eben das „schwarze Opferabo“ in den Staaten mit rein. Es wäre schlicht unmöglich, in aller Öffentlichkeit schwarze Unterschichtler als „Black Trash“ zu titulieren. Jede politische oder mediale Karriere wäre damit umgehend ultimativ beendet. Die Not weißer Unterschichtler wird in den USA rigoros ignoriert nicht obwohl sondern WEIL sie weiß sind. Das ist der Status Quo des Sozialen in den USA. Nicht deine faktische Lage sondern deine Hautfarbe und ggf dein Geschlecht entscheidet darüber, ob du Gehör und Mitgefühl erfährst. Und Schuld daran sind unter anderem bis zum Bersten mit Privilegien zugeschissene College-Tussen, die in Verhältnissen leben, von denen die überwiegend weiße Unterschicht nur träumen kann, sich aber dennoch mit „I can’t breathe!“-Transparenten auf die Straße stellen, um sich trotz ihrer vollverpamperten Lebenswirklichkeit als unterdrücktes Opfer inszenieren zu können und sich dabei schamlos auf einen Mann berufen, der der Unterschicht angehörte, was aber für sie wiederum völlig egal ist, weil für sie nur seine Hautfarbe zählt, die sie als einzigen Faktor mit ihm gemeinsam haben, diese aber für ihr Narrativ ohne Rücksicht auf Verluste ausschlachten.

„Eine ganz andere Sache ist, heute Lebende Weiße dafür persönlich verantwortlich zu machen oder sie als Rassisten zu beschimpfen.“

Leider scheint mir in den USA dies nahezu untrennbar mit der Erinnerung an diese Zeiten verknüpft. Ein sachlicher Umgang damit und eine objektive Analyse scheint mir quasi nicht stattzufinden.

Rassismus und Paranoia

Viele Medien kommunizieren den Schwarzen, dass sie strukturell benachteiligt seien und ihren Hass, ihre Wut auf Weiße zu Recht pflegen würden. Ihnen wird vermittelt, im Recht zu sein, wenn sie das Land anzünden.

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Nehmen wir obiges: Wo findet sich Äquivalentes zu ermordeten Schwarzen? Eigentlich müsste es davon mehr als genug geben, wären die herrschenden Narrative über Rassismus und strukturellem Rassismus zutreffend. Wo sind sie, die Rassisten? In der letzten Zeit bin ich oft mit Klagen über Rassismus konfrontiert worden, wobei auffällt, dass sowas wie oben oder dem Erfahrungsbericht unten komplett fehlt. Wovon in den verschiedenen Formaten nicht die Rede ist, ist, dass Schwarze als Nigger beschimpft werden oder gleich zusammengeschlagen – von Nazis. Davon hört man nur wenig bist gar nichts, bzw. es stellt sich raus, dass es mehr rassistische Gewalt von Schwarzen gegen Weiße gibt.

Die Rede ist davon, dass man danach gefragt wird, wo man herkomme. Das sei Rassismus, da man damit nicht als Deutscher akzeptiert wird. Nur: Einen echten Rassisten interessiert deine Herkunft nicht. Er sieht deine Hautfarbe und weiß damit alles, was er wissen muss. Er will dich nicht kennenlernen. Diese beknackte Anklage heißt nichts weiter, als dass man das Denken einstellen soll, dass man keine Hautfarben sehen soll, welche zur logischen Schlussfolgerung führen, wie dass die (Ur-)Großeltern des Farbigen nicht für Hitler gekämpft haben. Dieser Vorwurf – die Frage nach den Wurzeln – ist ein Klassiker unter der schwarzen Jammerei und belegt eindrucksvoll, dass Rassismus hierzulande eben kein Problem ist – denn sonst würde man andere Geschichten erzählen. Weiter gibt es Klagen über „Blicke“ und – kein Scheiß – „Energien“, negative nämlich, die Menschen, potentielle Rassisten, aussenden. Oder einfach nur, dass die Mehrheit eine andere Hautfarbe hat, wie auch eine andere Kultur, was allein schon ausreicht sich unwohl zu fühlen, ganz ohne, dass es zu Vorfällen mit rassistischen Hintergrund gekommen ist, einfach nur, dass man einer Minderheit angehört, sonst nix.

Wie sollte man damit umgehen, einer Minderheit anzugehören? Und wie sollte man es nicht tun? homoduplex bezieht sich auf einen Schwarzen, der anführt, dass es noch immer Rassismus gebe, aber:

Was also sollte man einem schwarzen Kind besser sagen:

  1. »Systemischer Rassismus wird dich im Leben zurückhalten«, oder

  2. »Es gibt überall auf der Welt Rassismus, aber davon musst du dich nicht aufhalten lassen. Vielleicht ist mal jemand unfreundlich oder du bekommst eine Wohnung oder einen Job nicht. Aber dann findest du eine andere Wohnung oder einen anderen Job. Unterm Strich kann dich der Rassismus nicht daran hindern, ein gutes Leben zu haben. Er wird nicht verhindern, dass du Freunde findest, jemanden zum Heiraten findest und eine Familie gründest. Du kannst sogar von ihm profitieren, denn wenn du dich anstrengst und gute Leistungen bringst, bekommst du sicher einen guten Studienplatz und einen guten Job.«

Dessen unbeachtet: Das Problem ist also schon allein, dass man nicht deutsch aussieht…. Halt! Weißt Du, was das war? Das war eine Mikroaggression. Denn wenn ich einem Farbigen sage, er sieht nicht deutsch aus, dann definiere ich damit Deutsche und grenze ihn aus. Ok Sorry, aber das ist: Eine paranoide Deutung. Man interpretiert in einen harmlosen Vorfall eine Monströsität von Bedeutungen hinein, die alle darauf hinauslaufen, dass man durch eine übermächtige Struktur benachteiligt, angefeindet wird. Wenn ein Paranoiker eine unangenehme Erfahrung macht, dann ist das nicht einfach nur eine unangenehme Erfahrung, sondern dann steckt ein System dahinter, zum Beispiel die CIA, die einen gezielt sabotiert – der Vorfall wird paranoid gedeutet. Parallel: Wenn ein Schwarzer eine unangenehme Erfahrung macht, dann steckt Rassismus dahinter. Er wurde nicht unfreundlich behandelt, weil sein Gegenüber gerade einen schlechten Tag hatte oder generell unfreundlich ist, sonder weil er ein Rassist ist. Damit kann so gut wie jede Begegnung – auch eigentlich positive, siehe „Nach-Herkunft-Fragen“ – umgedeutet werden und am Ende des Tages wurde man hunderte Male rassistisch angefeindet oder ist einfach nur negativen „Energien“ ausgesetzt. Das wird auch darüber gestützt, indem die Medien allen Weißen bescheinigen, Rassisten zu sein (zumindest dort, wo ich mitlese, schätze auf den Seiten der „Jungen Freiheit“ passiert das nicht). Der schwarzer Paranoiker fühlt sich bestätigt. Damit fachen diese Institutionen den Hass an: Auf Seiten der Weißen, wenn sie sich dumm angemacht fühlen über die Anklage, und auf Seiten der Schwarzen, die in jedem Weißen einen Rassisten sehen, was auch mal in Gewalt umschlägt:

Eine der seltenen Täter-Memoiren beschreibt ein solches Verbrechen in Virginia. Der Autor, damals ein Teenager, hielt sich eines Nachmittags mit seinen Freunden an einer Ecke in seiner Nachbarschaft auf, als sie »einen weißen Jungen« sahen, »der etwa 18 oder 19 Jahre alt zu sein schien und gemütlich auf seinem Rad durch die Nachbarschaft radelte.« Einer aus der Gruppe machte die anderen auf den Jungen aufmerksam, beschimpfte ihn und merkte an, dass er verrückt sein musste, hierher zu kommen. Die Reaktion der Gruppe »kam automatisch«. Sie rannten los, rissen ihn vom Rad und schlugen ihn bewusstlos, während Autos vorbeifuhren. Sie traten gegen seinen Kopf, bis Blut aus seinem Mund kam, und versuchten, seine Genitalien zu verletzen. Der Autor berichtet, dass er sich zurückgezogen habe, als er merkte, wie schwer das Opfer verletzt war. Andere taten es ihm gleich, doch einer aus ihrer Gruppe ließ nicht ab, »als wäre er durchgedreht«, und setzte der Episode die Krone auf, indem er das Fahrrad nahm und mit aller Kraft auf das Opfer niederkrachen ließ. Der bewusstlose Junge auf dem Boden zuckte nicht einmal.

Aber Hey! Sowas wie Rassismus gegen Weiße gibt es nicht! Nur: Wo findet sich die Spiegelung? Wo die rassistische Gewalt gegen Schwarze? Wäre bei obigen Vorfall die Hautfarben getauscht, er würde die Massenmedien beherrschen. Mit anderen Worten: Bei den ganzen Berichten über Alltagsrassismus fehlen mir die Rassisten, die in Mobs auf Schwarze losgehen und die ermordete Schwarze verhöhnen, und zwar massenhaft in Form eines Shitstorms. Es gibt keinen strukturellen Rassismus. Farbige sind hierzulande bei weitem nicht dem Druck ausgesetzt wie Weiße in Südafrika. Gäbe es strukturellen Rassismus, wir hätten keine Million Migranten aufgenommen und die Medien in den USA würden einem schwarzen Mob nicht erklären, es wäre schon in Ordnung wenn sie randalieren. Der vermeintliche Rassismus – besonders in Deutschland – findet sich oft nur in dem gefühlten Unbehagen über „negative Energien“, also Paranoia, welche sich nahtlos einfügt in die Diskurse über weiße, privilegierte Männer.

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Crumar: Über alte Linke, Linksidentitäre und Anti-Rassismus

Ein Kommentar, zu wertvoll, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

Das Problem ist, was die alte Linke – darunter Marxisten – als „Anti-Rassismus“ verstanden hat, hat mit dem, was Linksidentitäre darunter verstehen nichts mehr zu tun.

Die alte Linke ging von dem Universalismus aus, dass alle Menschen gleich sind (im Sinne von Rechten, Freiheit, Menschenwürde) und Stereotype, Klischees und Vorurteile gegenüber anderen Gruppen zwar existieren, aber überwunden werden können.

Die Linksidentitären gehen davon aus, dass dieser Universalismus eine Erfindung der Weißen ist, die sich selber damit als Maßstab setzen und diese Werte dazu dienen, ihre weiße Vorherrschaft (white supremacy), die ihnen weiße Privilegien (white privilege) sichert, zu legitimieren. Kurz: Es ist ein Machtreduktionismus par excellence. Was aber bspw. an „Menschenwürde“ spezifisch weiß sein soll, erschließt sich nur den „woken“.

In diese „weißen Privilegien“ wird man hineingeboren – wie praktisch für diese „Theorie“, dass man sich damit einen Blick auf die konkrete Sozialstruktur eines Landes ersparen kann. Unglaubliche Arbeitszeitverkürzung. /sarcasm
Aus dieser unwissenschaftlichen Sicht ist es „logisch“, dass ALLE Weißen privilegiert sind und ja, auch der weiße obdachlose Mann ist zweifach privilegiert gegenüber einer schwarzen Multi-Millionärin.

Hier wird immer wieder kritisiert, es handle sich um einen primitiven „Kollektivismus“ – das ist nur die halbe Wahrheit. Es sind vor allem „Kollektive“, die überhaupt nicht existieren. Es sind reine Kopfgeburten einer Pseudo-Theorie auf biologistischer Basis.

Dieser Rassismus ist „den Weißen“ also angeboren, sie haben ihn gefälligst zu gestehen (als „racial bias“) und wiedergutzumachen, indem sie ihre Macht und Privilegien abgeben. Er ließe sich nur durch jahrelanges antirassistisches Training im Zaum halten und ist prinzipiell unüberwindbar.

Wie ausgesprochen hilfreich für den Broterwerb als ein solcher Trainer, dass man a. als Weißer nur rassistisch sein kann (gerade wer leugnet er sei Rassist ist einer), b. jede Form von Ungleichheit darauf hindeutet, dahinter steckt Rassismus und c. auch jeder zwischenmenschliche Konflikt, wie auch jede Interaktion zwischen den „Rassen“ zwangsläufig eine rassistische Komponente hat.

Und jetzt stelle dir vor, wie eine Gesellschaft aussieht, die nur ausreichend genug „trainiert“ worden ist, nämlich mit Folgen, die absehbar sind: Gegenseitiges Misstrauen, permanente Vorwürfe und Unterstellungen von einer Seite, Rückzug in die jeweiligen „Kollektive“, Segregation. Also prinzipiell das genaue Gegenteil von dem, was die alte Linke – mit Martin Luther King – gewollt hat, nämlich einen Menschen nach seinem Charakter, nicht nach seiner Hautfarbe zu beurteilen.

Die Theorie hinter dem Begriff „Anti-Rassismus“ hat sich komplett geändert, das liegt nicht am „Das ist kein echter™ xxx“, sondern die Linksidentitären wollen den Begriff kapern, um ihr völlig absurde, kontraproduktive „Theorie“ durchzusetzen.

An der extrem auffällt, Fragen sozialer Ungleichheit werde nicht mehr allgemein behandelt (s. weißer obdachloser Mann), sondern nur noch im Kontext der Hautfarbe. Womit es vortrefflich gelingt, weiße Armut – und damit die absolute Mehrheit der Armen in den USA – einfach verschwinden zu lassen. Die sind schließlich privilegiert. Durch die Überführung einer sozialen Frage in einer der „Rasse“, ist man die soziale Frage elegant losgeworden.

Rate mal, wie es mir geht, mit diesem Pack in einem Atemzug als „Linker“ genannt zu werden. Es handelt sich bei den Linksidentitären um die beste Linke, die man für Geld kaufen kann.

Billy Coen über die unterschiedliche Bewertung von Sexismus und Rassismus

Billy Coen:

Danke, dass du die Analogie zur Ausländerfeindlichkeit gezogen hast. Dann muss ich das nicht schon wieder übernehmen.

Aber es ist eben unübersehbar, wie gleiche Dinge völlig ungleich betrachtet werden. Man würde es Niklas dem Neonazi nie als Entschuldigung für seinen gruppenbezogenen Menschenhass durchgehen lassen, dass er (vermeintlich) jahrelang auf dem Schulhof von Ali, Murat und Erkan drangsaliert worden ist. Selbst wenn diese ihn mehrmals krankenhausreif geprügelt hätten, würde man es nicht als legitim abtun, wenn er diese Erlebnisse schlank auf alle Türken projiziert. Dieselbe Extrapolation von Einzelerlebnissen auf alle Männer hingegen ist nicht nur legitim, sie ist geradezu eine Art gesellschaftliche Übung geworden. Man könnte in unserer Gesellschaft fraglos keine andere geschlechtlich oder rassisch definierte Gruppe derart widerspruchslos mit den Worten „Alle xxx sind Schweine!“ kombinieren, wie man es mit Männern kann. Eine solche Aussage gilt dann wahlweise als „satirisch“ oder gar als progressiv.

Ohne Julia hier in eine „Guilt by Association“ verstricken zu wollen – ich habe jetzt keine Lust ihre Artikelvita zu checken – aber gerade die taz, für die sie auch mal publizierte, ist ein Musterbeispiel für diese Doppelmoral. Auf der einen Seite kriegt man sich dort beständig nicht wieder ein vor Empörung über Rassismus (natürlich nur gegen Nichtweiße) oder über das, was man inzwischen dazu hochstilisiert, aber gleichzeitig ist diese Postille das Organ, welches, trotz der im deutschen Medienmarkt diesbezüglich übermächtig stark erscheinenden Konkurrenz, quantitativ wie qualitativ für die hochfrequenteste Schlagzahl im Pumpen regelrecht pathologisch anmutenden Männerhasses verantwortlich ist. Ich kann mir also schwer vorstellen, dass ihr diese Zustände verborgen geblieben sein können.

Hier in einem inhaltlich der Männerrechtsszene zuzuordnenden Forum einzuwerfen, bevor man sich darüber beschwere, dass manch Frau alle Männer Scheiße findet, man erst einmal zur Kenntnis nehmen müsse, dass sich unter den Männern eben auch einzelne befinden, die tatsächlich Scheiße sind – was hier ganz nebenbei nie jemand infrage gestellt hat, wo wir mal wieder beim Thema „Strohmann“ wären – dann ist das das absolut selbe, als würde man Ausländern sagen, bevor sie sich über rechte Hetze gegen ihre Gruppe beschweren, sollten sie erst einmal anerkennen, dass es unter ihnen eben auch einen Anteil Asozialer und Krimineller gibt.

Liebe Schwarze: Ihr habt die Straßenseite zu wechseln

[Nachträgliche Vorbemerkung] Es gibt Feministen, die Männer auffordern, die Straßenseite zu wechseln, wenn ihnen eine Frau entgegenkommt, da Männer Gewalttäter und Vergewaltiger seien. Dieser Text parodiert diese Forderung, indem er sie auf Schwarze bezieht.

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Lieber Schwarzer,

Du bist eine Bedrohung. In letzter Zeit eskaliert dein Hass gegen Weiße, der dich zu einer Gefahr macht. Du nimmst Teil an Hetzjagden, und damit meine ich nicht so einen Larifari wie in Chemnitz, wo ein Typ einem anderen Typen 10 Meter hinterherrennt. Ich meine Hetze. Hetze, bei der ein Mob von Schlägern gemeinsam auf Weiße losgehen, deren einziges Verbrechen es ist, die falsche Hautfarbe zu haben. Schläger, die auf Weiße einprügeln und eintreten, während sie bereits am Boden liegen; ein Fieber, angeheizt durch einen Hass, wonach man Weiße zusammentreten soll; angefacht durch die Massenmedien und Institutionen, die dir bescheinigen, Opfer zu sein von Weißen, die allesamt Rassisten seien. Ein Erfahrungsbericht:

Eine der seltenen Täter-Memoiren beschreibt ein solches Verbrechen in Virginia. Der Autor, damals ein Teenager, hielt sich eines Nachmittags mit seinen Freunden an einer Ecke in seiner Nachbarschaft auf, als sie »einen weißen Jungen« sahen, »der etwa 18 oder 19 Jahre alt zu sein schien und gemütlich auf seinem Rad durch die Nachbarschaft radelte.« Einer aus der Gruppe machte die anderen auf den Jungen aufmerksam, beschimpfte ihn und merkte an, dass er verrückt sein musste, hierher zu kommen. Die Reaktion der Gruppe »kam automatisch«. Sie rannten los, rissen ihn vom Rad und schlugen ihn bewusstlos, während Autos vorbeifuhren. Sie traten gegen seinen Kopf, bis Blut aus seinem Mund kam, und versuchten, seine Genitalien zu verletzen. Der Autor berichtet, dass er sich zurückgezogen habe, als er merkte, wie schwer das Opfer verletzt war. Andere taten es ihm gleich, doch einer aus ihrer Gruppe ließ nicht ab, »als wäre er durchgedreht«, und setzte der Episode die Krone auf, indem er das Fahrrad nahm und mit aller Kraft auf das Opfer niederkrachen ließ. Der bewusstlose Junge auf dem Boden zuckte nicht einmal.

Du und die anderen Hater seid potentielle Gewalttäter. Da Du eine Bedrohung bist, ist es deine Pflicht, nicht unangenehm auf deine Mitmenschen zu wirken. Es ist deine Pflicht, den Menschen, denen Du im Alltag begegnest, zu signalisieren, dass Du keine Gefahr darstellst. Deshalb hast Du die Straßenseite zu wechseln, wenn dir ein Mensch entgegenkommt.

Ich freue mich auf den Tag und bin schon ganz gespannt darauf, wenn wir uns unter Umständen begegnen, unter denen Du keine Bedrohung mehr bist und ich auch keine Angst mehr vor dir haben muss, aber angesichts sowas, wird das wohl noch dauern:

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(Scheiße, fühle ich mich schäbig, sowas zu schreiben. In was für einer Verfassung müssen eigentlich Feministen sein, die so an Männer herantreten – und es ernst meinen?)

Was Schwarze nicht hören wollen

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1.) Folgt man den Narrativen der Lückenpresse, dann ist in den USA ein besonderes Problem der Rassismus der Polizei. Diese töte oft ungerechtfertigterweise Schwarze. Um das gleich klarzustellen: Der Tod von George Floyd war schlimm, tragisch und unnötig. Aber: Er war nicht typisch. Achgut schreibt zu einem anderen Fall:

Als die Cops eintrafen, war der unbewaffnete Tony von den Sicherheitsleuten eines nahe gelegenen Geschäfts bereits mit Handschellen außer Gefecht gesetzt worden.

Trotzdem zwangen ihn die Beamten, sich Gesicht voran ins Gras zu legen, wobei einer von ihnen sein Knie in Tonys Rücken drückte. Die Aufnahmen einer polizeilichen Körperkamera zeigen entspannte Cops, die Witze reißen, während der verwirrte, um sein Leben flehende Tony immer schwächer wird, bis er nach unerträglich langen dreizehn Minuten aufhört zu atmen und stirbt.

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Dieser Tod erregte kein Aufsehen, und das hatte rassistische Ursachen: Er war nur ein Weißer. Tatsächlich ist der Anteil Schwarzer, die von Polizisten getötet werden, im Verhältnis zu ihrer Kriminalitätsrate, besonders Gewaltverbrechen wie Raub und Mord, geringer, als er es eigentlich sein müsste, wenn die Polizisten keine Rassisten wären. Sie sind Rassisten – aber benevolente Rassisten gegenüber Schwarzen. Würden Polizisten in Gefährdungslagen, in gefährlichen Kontakten mit Kriminellen, Schwarze genauso angehen wie andere Ethnien, viel mehr Schwarze würden sterben. Dies ist vermutlich dem Umstand geschuldet, dass die Ordnungskräfte ganz genau wissen, dass es massiven Ärger gibt, wenn während einer ihrer Einsätze ein Schwarzer ums Leben kommt.

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Genderstudies auf Schwarz-Weiß, eine sogenannte teacher

2.) Legt man zugrunde, dass ~15% der US-Bevölkerung von Schwarzen gestellt werden, bringen Schwarze Weiße rund zehnmal häufiger um als umgekehrt. Und jetzt stelle man sich vor, Weiße wären genauso selbstbewusst bzgl. ihrer Rasse, und würden auf einen Mord durch einen Schwarzen an einem der ihren genauso reagieren, wie es umgekehrt Schwarze zu tun pflegen: Das Land würde brennen.

Stattdessen aber feiert ein fröhlicher Rassismus gegen Weiße seine Urstände, der genauso sektenartige Züge annimmt, wie der Feminismus in den Gender-Studies. Ein Rassismus, der auch mal zu Hetzjagden auf Weiße führt, denen allein aufgrund ihres Hautfarbe unterstellt wird, sie seien Rassisten und die damit ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit verlieren. Mit anderen Worten: Die Schwarzen sind kein Deut besser; es sind Rassisten, Projektion spielt mal wieder eine ganz große Rolle. An der Armut liegt es auch nicht, in absoluten Zahlen sind Weiße doppelt so oft arm wie Schwarze, ohne dass sie auf die schiefe Bahn geraten.

All das interessiert aber nicht, stattdessen werden die noblen Antirassisten richtig hässlich und mir blutet das Herz:

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Billy Coen: Die Kleinkinderlogik der Antisexisten und -rassisten

Billy Coen:

Schon interessant, wie sich die zirkulären Allzeit-Selbst -Immunikatoren fanatischer Ideologen gleichen. Als Beispiel hier das Gequake einer „Anti“-Rassistin und das mal verglichen mit dem Bullshit aus feministischen Kreisen.

Man brüllt eine möglichst beleidigende Anklage gegen eine ganze, durch für die Individuen unveränderliche Kriterien definierte Gruppe in den Raum und hat, egal was passiert, immer Recht.

„Alle Männer sind Sexisten / Alle Weißen sind Rassisten!“

a) ein Mann / ein Weißer bestätigt dies und gesteht seinen tief verwurzelten Sexismus / Rassismus = er gibt es sogar zu und somit habe ich Recht
b) ein Mann / ein Weißer widerspricht der Aussage = er verleugnet seinen Sexismus / Rassismus, was ihn zu einem ganz besonders schlimmen Sexisten / Rassisten macht und somit habe ich Recht
c) ein Mann / ein Weißer reagiert verärgert auf eine solche Beleidigung = und schon kehrt er seinen ganzen Hass auf Frauen / Schwarze nach außen und somit habe ich Recht
d) ein Mann / ein Weißer reagiert gekränkt und mit Trauer auf eine solche Beleidigung = Ich kann ihm an den Kopf knallen: „Oooooooh! Mimimi! Masculinity / Whiteness so fragile!“… ach ja, und natürlich habe ich Recht

Und sie alle fühlen sich so unglaublich schlau, so dermaßen überlegen mit solchen Zirkelargumenten, bei denen JEDE Reaktion immer nur zu einer Bestätigung der eigenen Meinung führt, dabei verwenden schon Kinder im Kindergartenalter solche Argumentationsmuster. Nur dass die dann spätestens bei Übergang von der Grundschule zur Mittelstufe begreifen, dass und auch warum so etwas nicht clever sondern einfach nur armselig und intellektuell unlauter ist.

Wir züchten uns ein paar Rassisten

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In letzter Zeit wird man ständig damit belästigt, als Weißer sei man ein Rassist oder auch privilegiert. Ja, so ist das: Als Weißer hat man die Deutungshoheit in den Leidmedien, weshalb man auch niemals auf rassistische Weise attackiert wird. Nee: Über keine andere Menschengruppe wird im Mainstream so abfällig, so feindselig gesprochen wie über „alte weiße Männer.“

In den letzten Jahren kamen mehr als eine Million farbige Migranten ins Land, und alle sibelrichtigwichtigerhielten ein Dach über’m Kopf, vom Steuerzahler finanziert, während einheimische obdachlose Männer unter der Brücke schlafen müssen. Das zeigt, dass man diesen Männern helfen könnte, das zeigt, dass es allein am Willen und nicht an den Ressourcen mangelt, aber: Es sind nur weiße Männer, deren Schicksal interessiert uns einen Scheißdreck. Wenn man dann noch hinzunimmt, dass Jungen bereits in der Schule diskriminiert werden, dass sie also nochmal so gefährdet sind, in Armut und damit auf der Straße zu enden, wird es besonders unappetitlich. Aufgrund von Hautfarbe und Geschlecht werden sie also einem grausamen Schicksal überlassen – Rassismus gegen Weiße und Sexismus gegen Männer gibt es aber nicht, wie man in Politik und Medien weiß.

Demgegenüber breitet sich in den USA eine Hysterie aus, die ins Absurde abdriftet:

Columbus-Statuen werden gestürmt.
New York beschliesst, daß Verbrechen während der Floyd-Riots nicht verfolgt werden.
Merriam-Webster versichert, die Rassismus-Definition um die „Machtkomponente“ zu erweitern.
Netflix und Co. nehmen Little Britain und „Vom Winde verweht“ aus dem Programm.
Weisse bezichtigen sich online des internalisierten Rassismus, oder waschen offline Schwarzen die Füsse.
Die wichtigsten Wissenschaftsmagazine rufen weisse Wissenschaftler dazu auf, ihre Rolle im „systemischen Rassismus“ zu reflektieren (irgendein hashtag, #StopSTEM oder so).
SPD-Vorsitzende stellen die gesamte deutsche Polizei in den Senkel.

Eine der Belästigungen, die man hierzulande erleben muss, ist die Anklage, man sei nicht bereit, seinen eigenen Rassismus zu hinterfragen. Dazu stellte Apolokokynthose auf unnachahmliche Weise klar, warum das nicht funktionieren kann:

DAS kann ich erklären. ENTweder, ich bin ein Rassist, dann ärgere ich mich, ertappt worden zu sein, tue aber so, als sei ich beleidigt, ODER, ich bin kein Rassist, und reagiere beleidigt. ODER-oder, ich bin unbewusst Rassist, dann ist die Behauptung, ich sei nicht Herr meiner Handlungen sogar doppelt beleidigend, und ich reagiere beleidigt. Oder, ich bin „nur ein bisschen rassistisch“, dann werde ich einen Mittelweg zwischen den drei vorgenannten Alternativen einschlagen. Also beleidigt sein.

„Aber, Mycroft, wie kann man denn dann einen Rassisten auf seinen Rassismus ansprechen, ohne ihn zu beleidigen?“ – „Gegenfrage: wie kann man ein Arschloch ‚Arschloch‘ nennen, ohne es zu beleidigen? Gar nicht. Entweder rechnet man damit, dass das Arschloch beleidigt ist, oder man lässt es.“

Ich denke, dieser Mechanismus ist der Grund, warum die ganze Kampagne nach hinten losgehen wird. Die ständigen Unterstellungen züchten Rassisten erst heran, bewirken also das Gegenteil dessen, was sie beabsichtigten.

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Rassismus: „Nicht fragen, woher jemand kommt.“

Billy Coen:

Viel interessanter finde ich immer den Verweis auf „fragt sie nicht, wo sie herkommen!“.

Wenn man mit einem Fremden ins Gespräch kommt, bewegen sich Gespräche natürlich zwangsläufig erst einmal auf Basis von Oberflächlichkeiten. Man kommt über Banalitäten zueinander.

Wenn man dann deutlich merkt, dass jemand fremdländisch und unter Umständen noch nicht lange hier ist, ist es eine einfach nur naheliegende Frage, wo jemand herkommt. Diese Frage hat weder etwas ausgrenzendes noch bzw. erst recht nichts rassistisches. Es ist nichts weiter als Interesse an diesem Menschen.

Ich finde es schlimm, wie die politisch „Korrekten“ mehr und mehr das ganze alltägliche Miteinander von Menschen zu einem Minenfeld machen. Einfach nur höfliches Interesse, der Versuch gerade eben jemanden nicht auszugrenzen, sondern mit ihm ins Gespräch zu kommen, wird als übergriffig und (natürlich) rassistisch geframet. Mal ehrlich, was soll diese hirnverbrannte Scheiße? Wenn ich im Ausland bin, werde ich auch ständig auf meine Herkunft angesprochen. In Italien ist man in fröhlicher Runde dann auch einfach schnell mal eben „nur“ il tedesco. Man sollte sich vielleicht selbst das Wohlwollen im Umgang mit Menschen angewöhnen, ihnen nicht bei jedem Mist direkt die bösesten Absichten zu unterstellen. Und wenn man ein Problem hat, sollte man dann auch nicht direkt die Schuld bei diesen anderen suchen, sondern sich mal selbst hinterfragen, warum man da jetzt direkt so angepisst von ist. Wenn andere mich nach meiner Herkunft fragen, mich vielleicht auch sogar nach ihr betiteln, im Umgang mit mir aber ansonsten durchweg freundlich und aufgeschlossen sind, warum habe ICH dann dennoch als ersten Reflex, nur auf Basis von Lappalien anderen Menschen die übelsten Gesinnungen und Absichten zu unterstellen?

Leute, die selbst schon die Frage nach der Herkunft als Rassismus empfinden, haben gewiss viele Probleme in ihrem Leben, aber erlebter Rassismus scheint definitiv nicht dazuzugehören. Und was sagt es wohl über unsere westliche Gesellschaft aus, wenn Vollidioten wie diese gestern auch mal wieder ins TV gepumpte Kübra Gümüsay Begriffe wie Rassismus oder bei Bedarf auch Sexismus derartig ins Lächerliche ausweiten müssen, damit sie sich wenigstens ab und zu noch rassistisch und sexistisch diskriminiert fühlen dürfen, um das dann sofort wieder, medial unterstützt, zu einem Riesenskandal aufpumpen zu können.