Archiv der Kategorie: Rassismus

Zensiert: Kulturelle Aneignung und Rassismus

Betroffener Artikel: Unsere Haare, unser Erbe

Zensierter Kommentar:

Einem weißen Blonden, der in Afrika unterwegs ist, wird auch ständig ins Haar gegriffen, aus unterschiedlichen Motiven (z.B. weil man die Farbe für abwaschbar hält). Das ist aber kein Rassismus. Ein Übel ist nur dort Rassismus, wo es Schwarze trifft. Muss man wissen.

Ach übrigens: Ich habe schon Schwarze in einem Anzug gesehen. Das ist aber unser Erbe. Ach nee, das ist mir zu dumm…

Zensiert vom 10.01.2022

Betroffener Artikel: AlgoRail in Spanien: Mit algorithmischen Prognosen gegen Gewalt

Zensierter Kommentar:

Häusliche Gewalt, besonders gegen Kinder und Pflegebedürftige, geht überwiegend von Frauen aus. Diese wird aber nicht erfasst. Da die Software also mit verzerrten Daten gefüttert wir („Nur Männer Täter“), führt das zu verzerrten Ergebnissen.

Die Bertelsmann Stiftung arbeitet weiter daran, Täterinnen zu schützen und lässt Gewaltopfer allein.


 

Betroffener Artikel: Gibt es Rassismus gegen Weiße?

Zensierte Kommentare:

Ein Schwarzer erzählt von einer seiner „Jugendsünden“. Jedenfalls radeltete damals ein weißer junger Mann an ihm und seiner Gang vorbei. Sie schnappten sich ihn, und schlugen ihn halb- oder ganz tot – nix genaues weiß man nicht, jedenfalls hat er nicht mal mehr gezuckt, als man das Fahrrad auf ihn niederschmetterte. Vielleicht war er tot.

Jedenfalls: Warum? Weil diesem Schwarzen und seinen Kumpels erzählt wurde, dass der Weiße zu ihrem Nachteil bevorzugt wäre, dass ihr Leben sch***e wäre, weil sein Leben toll war. Daraus resultierte ein Hass; also ein System, ein Gedankengebäude, dass zu Hass gegen Weiße anleitet. Haben Sie auch nur eine blasse Vorstellung davon, wieviele Weiße jährlich durch Schwarze getötet werden? Es sind mehr als umgekehrt.

Aber gut, lassen wir das: Warum ist das kein Rassismus?


Ich akzeptiere eure hingedrehten Willkürdefinitionen aber nicht.

Stattdessen: „Sie pflegen Feindseligkeiten und Vorurteile gegen Menschen anderer Hautfarbe?“
– „Glückwunsch, Sie sind ein Rassist.“

[Nachtrag: Dieser Kommentar wurde jetzt doch noch freigeschaltet]

Monsieur Claude und seine Töchter (2014)

Ein Jude, ein Chinese und ein Araber schmettern die französische Hymne.

Der Anfang des Films hat mich dazu gereizt, ihn abzubrechen, da ein Säugling beschnitten wurde… nun, dennoch ein Filmvergnügen.

Monsieur Claude hat vier Töchter, von den drei bereits verheiratet sind, und zwar mit einem Araber, einem Juden und einem Chinesen, und das fordert die ganze Toleranz des Familienvaters heraus – was nicht unbemerkt bleibt. Die Schwiegersöhne wollen sich nämlich keinen Rassismus und Antisemitismus gefallen lassen, welche sie überall wittern. Monsieur Claude ist also zerrissen zwischen dem Wunsch nach einem „normalen“ Schwiegersohn und der Furcht vor der Ächtung, wie sie Rassisten widerfährt.

Dann will seine vierte Tochter heiraten. Einen Katholiken, was Grund zur Freude ist.

Dass dieser Katholik dann aber schwarz ist… das ist dann der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt – eine charmante Komödie zur Völkerverständigung.

Und zum Schluss?

„Vermischung funktioniert nicht. Das ist wissenschaftlich bewiesen!“

Warum sind Schwarze krimineller und erfolgsloser?

Ich mit meinen minderwertigen weißen Genen muss mal wieder mein rassistisches Profil schärfen:

Obwohl Schwarze gerade mal 13% der US-Gesellschaft stellen, verbuchen sie die Hälfte der Gewaltverbrechen wie Mord, Körperverletzung und Vergewaltigung. Es allein an den sozioökonomischen Umständen festzumachen, funktioniert aber nicht, da es in absoluten Zahlen mehr als doppelt so viele arme Weiße wie arme Schwarze gibt, die aber zugleich für weit weniger Gesetzesverstöße verantwortlich sind.

Fragt man diejenigen, die Rassismus weit von sich weisen nach Erklärungen dazu, stößt man aber ganz schnell auf eine Güllegrube, wonach Schwarze evolutionär zurückgeblieben wären und damit angeborenerweise primitiver, dümmer und damit gewalttätiger.

Es ist aber eine Frage der Kultur. So lassen sich die Nigerianer anführen, die in den USA eine der erfolgreichsten Bevölkerungsgruppen bilden. Ihr Geheimnis: Die nigerianische Regierung finanzierte Förderungswürdigen ein Studium in den USA in der Hoffnung, dies würde das eigene Land voranbringen (die Verräter migrierten dann aber nach Amerika). Oder ein schwarzer Tarik Tesfu, der hierzulande sozialisiert wurde, was heißt, dass er nicht mit einem Messer rumrennt und dieses bei Gelegenheit auch zückt, wie mancher Eingewanderter – #notall – aus einer toxischen Kultur. Dieser Migrant ist so, wie Feministen den weißen Mann beschreiben, was aber an ihrer Kultur, z.B. einem islamischen Hintergrund liegt.

Am 1. Dezember 1955 weigerte sich Rosa Parks, einen für Weiße reservierten Sitzplatz zu räumen. Dies gilt als Anstoß für die Bürgerrechtsbewegung in Amerika. Das ist gerade mal zwei Generationen her, Schwarze hatten dank strukturellem Rassismus nicht nur schlechtere Startbedingungen. Man muss also gar nicht zurückgehen bis zur Sklaverei, um strukturelle Diskriminierung ausmachen zu können.

Wenn man aber so weit zurückgeht, dann findet man völlig verschiedene Geisteshaltungen zu problematischen, herausfordernden Verhältnissen: Die weißen Siedler kamen mit dem Ansinnen in die neue Welt, sich quasi aus dem Nichts eine neue Existenz aufzubauen. Anzunehmen, dass sich diese „Kämpfermentalität“ über die Generationen vererbt hat. Bei Schwarzen hingegen, die entwurzelt auf dem Kontinent ankamen, hat sich eine toxische Kultur weitervererbt, die sich besonders auch durch Vaterlosigkeit auszeichnet, die nur in den Augen von Feministen ein Segen ist. Inzwischen wird gegengesteuert: Mit affirmative action (positive Diskriminierung) werden nicht Angehörige einer sozial schwachen Klasse gefördert sondern Angehörige der schwarzen Hautfarbe – eine Folge einer sich selbst entfremdeten Linken.

Der zweite Punkt ist, dass die Massenmedien Schwarzen die falschen Botschaften senden. In einem Land, in dem für Weiße gilt: „Biste arm, biste selber schuld!”, und diese Sichtweise auch gegenüber den Kriminellen dieser Hautfarbe gepflegt wird, wird den Schwarzen kommuniziert, dass sie zurecht wütend seien; ihre Randale und toxisches Verhalten werden quasi entschuldigt und damit erst recht angeheizt – sie fühlen sich im Recht. Andere Gruppen erhalten nicht solche Entschuldigungen. Japaner z.B. waren ebenfalls strukturellen Benachteiligungen ausgesetzt. Noch im zweiten Weltkrieg wurden sie interniert, da man befürchtete, sie seien mehr ihrem Herkunftsland gegenüber loyal als der USA – ein Verdacht, dem Deutschstämmige bezeichnenderweise nicht ausgesetzt waren. Japanern wird aber nicht das Pflegen eines Opferkomplexes nahegelegt. Wer auch richtig stinksauer sein könnte, wären die Indianer. Oder in Deutschland: Dass hierzulande Trennungsväter auf monströse Zustände nur verschwindend selten mit Gewalt reagieren, liegt daran, dass man ihnen dafür nicht das geringste Verständnis entgegen bringen würde, man ihnen nicht sagt, das sei nachvollziehbar und damit quasi entschuldigt.

It’s the culture, stupid! Nachdem sie hier posiert haben, setzen sie sich diszipliniert hin und bereiten sich auf die nächste Prüfung vor.

Nur um das klarzustellen: Das ist kein Rassismus du Rassist!

Es lassen sich also verschiedene Faktoren ausmachen: Zum einen eine vererbte toxische Kultur als soziales Umfeld, in das man hineingeboren wird (Ghettoisierung) und dazu noch zweitens das falsche Feedback durch die Massenmedien, die Schwarzen erzählen, Weiße seien zu ihren Lasten privilegiert, was den Hass und die Wut anstachelt und Todesopfer fordert, wenn rassistische Mobs Hatz auf Weiße machen – Schwarze bringen normiert Weiße bis zu zehnmal häufiger um als umgekehrt – Weiße leiden unter Schwarzen mehr als umgekehrt, aber: White lives don’t matter.

Das ist der dritte Punkt: Rassismus als die Folge einer antiweißen Ideologie der schwarzen Überlegenheit, welche bereits von Martin Luther King abgelehnt wurde. King steht für Völkerverständigung und Frieden unter den Hautfarben; „Black Power“ und BLM für Rassenhass. Aus einer ursprünglich sinnvollen Bewegung im Sinne Martin Luther Kings ist eine Hassbewegung geworden, die eine rassistische Anklage gegen Weiße führt und von diesen Bußrituale fordert. Die Medien müssten aufhören, Verständnis für gewalttätige Schwarze zu zeigen und „Black Lives Matters“ beerdigen, denn der Slogan ist rassistischer Dreck, der Menschen in lebenswürdig und lebensunwürdig einteilt, was aber für noble Antirassisten keine Sache ist, white lives don’t matter, wie hier:

Eine der seltenen Täter-Memoiren beschreibt ein solches Verbrechen in Virginia. Der Autor, damals ein Teenager, hielt sich eines Nachmittags mit seinen Freunden an einer Ecke in seiner Nachbarschaft auf, als sie »einen weißen Jungen« sahen, »der etwa 18 oder 19 Jahre alt zu sein schien und gemütlich auf seinem Rad durch die Nachbarschaft radelte.« Einer aus der Gruppe machte die anderen auf den Jungen aufmerksam, beschimpfte ihn und merkte an, dass er verrückt sein musste, hierher zu kommen. Die Reaktion der Gruppe »kam automatisch«. Sie rannten los, rissen ihn vom Rad und schlugen ihn bewusstlos, während Autos vorbeifuhren. Sie traten gegen seinen Kopf, bis Blut aus seinem Mund kam, und versuchten, seine Genitalien zu verletzen. Der Autor berichtet, dass er sich zurückgezogen habe, als er merkte, wie schwer das Opfer verletzt war. Andere taten es ihm gleich, doch einer aus ihrer Gruppe ließ nicht ab, »als wäre er durchgedreht«, und setzte der Episode die Krone auf, indem er das Fahrrad nahm und mit aller Kraft auf das Opfer niederkrachen ließ. Der bewusstlose Junge auf dem Boden zuckte nicht einmal.

»Weiße Jungs so aufzumischen gab uns ein gutes Gefühl«, schreibt er und fügt hinzu, dass sie beim Weggehen lachten und prahlten, wer den meisten Schaden angerichtet hatte. Er erinnert sich an den Angriff: »Jedes Mal, dass ich meinen Fuß in seine Eier rammte, fühlte ich mich besser«. Als sein Bruder den Führerschein bekommen hatte, fuhren sie mit der Gang in weißen Vierteln herum, suchten sich leichte Opfer heraus und schlugen sie fast tot. …

Crumar über Exoten

Ein Kommentar, zu wertvoll, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen (Hervorhebung von mir):

„Biodeutsche Männer sehen alle gleich aus? Wow, das sollte man mal wagen über Schwarze Männer zu schreiben…“

Ersteres ist klassischer Minderwertigkeitskomplex.
Es gibt unter europäischen weißen Männern solche mit braunen, schwarzen, roten und blonden Haaren sowie alle Abstufungen dazwischen, die blaue, grüne, graue, braune Augen haben.
Selbst bei der identisch weißer Hautfarbe ist die heilige Vielfalt von Haar- und Augenfarbe gesichert.

Dass sie einen glatthaarigen blonden Mann nicht von einem rothaarigen mit Locken unterscheiden kann, ist einfach nur eine Lüge.

Zum Thema „Exotismus“: kleiner Ausflug mit blondlockiger deutscher Frau nach Sri Lanka ist lehrreich; nicht nur die Haare sind ein Burner und alle wollen sie anfassen, sondern Kinder spucken sich auch gerne auf die Finger und versuchen die weiße Farbe abzuwischen.
Recht unappetitlich, aber die können sich eben nicht vorstellen, dass die Hautfarbe echt ist.
Wer als weißer Deutscher in Abidjan in einem schwarzen Viertel lebt, der braucht seine genaue Adresse gar nicht weitergeben. Einfach Pi mal Daumen den Stadtteil und dann nach „dem Weißen“ fragen.
Die wissen schon, wo der wohnt.
Wer irgendwo als sichtbare Minderheit lebt, der ist immer auffällig/exotisch und das hat gute und schlechte Seiten.

Was mich an ihr nervt ist, ihre Denkweise ist eigentlich abgrundtief provinziell.
Glaubt sie wirklich, bspw. in China/Japan/Korea wäre es anders?
Das sind keine Deutschen, keine Weißen, trotzdem würde sie sich drastisch von der Mehrheit unterscheiden und ist damit auffällig/exotisch.

Stell dir vor wie geil es wäre, Deutschland wäre fremdenfeindlich!

Ok. Steh‘ ich dazu, was ich da oben schreibe? Dass Deutsche fremdenfeindlich sein sollten? Feministen sind der Ansicht, erträglich macht einen Mann nur seine Angst. Schick findet, die Deutschen sollten Angst haben.

Nein, ich bin für Frieden. Zwischen Mann und Frau. Zwischen Deutschen und Migranten. Wenn man mir aber so kommt, dann sage ich:

Stell dir vor, es wäre Geschlechterkrieg, und die Männer gingen hin.

Stell dir vor, Deutsche wären fremdenfeindlich.

Wie geil wäre das denn?

Und:

Rassismus ist richtig und wichtig!

Dieses Prinzip, liebe Frau Schick, nennt man „Wie du mir so ich dir“. Kleinkinder sagen: „Du hast aber angefangen!“

Und im übrigen glaube ich nicht, dass diese Person echte Probleme mit Rassismus hat. also z.B. tatsächlich gewaltbereite Nazis, und nicht nur solche Bagatellen wie „Woher kommst Du?“

[Brandaktueller Nachtrag] Wie ein Whistleblower, der so anonym ist, dass er selber nicht weiß wer er ist, geleakt hat, handelt es sich bei Sibel Schick um ein Projekt einer rechtsradikalen Vereinigung zur Förderung des Rassismus‘ in Deutschland™ – deshalb hat die Braut kein Problem mit Nazis. Dass die damit aber irgendwie erfolgreich sein könnte, ist selbstverständlich ausgeschlossen.

[Nachtrag 2] Dieser Beitrag steht ganz unter der Macht der Reaktanz, denn ich befinde mich gerade in meiner Trotzphase.

Rassenlehre (moderne)

Was da impliziert wird:

  • unpolitisch zu sein führt zur Normalisierung von „white supremacy“ und bis zu Gewaltverbrechen und zum Genozid
  • wenn du deren Konzepte wie „white privilege“ ablehnst als Unsinn dann führt das auch zu Normalisierung von „white supremacy“ bis zu Gewaltverbrechen und zum Genozid

Das ist sozusagen ein Feindbild-Schema.
Es reicht also nicht einfach nur seine Ruhe haben zu wollen, nein du musst ihrem Scheiß ZUSTIMMEN ansonsten bist du Teil des „Problems“. (Quelle)

Die perfekte „Wenn Du nicht für mich bist, bist Du gegen mich“-Falle. Denen geht nicht auf, dass es Viele Weder-noch-Leute gibt. Ach ja: Alte weiße Männer raus!

Der Schwarze ist der Andere

Ich kann den Rassisten und Sexisten Tarik Tesfu, der seinen Rassismus und Sexismus mit Zwangsgebühren finanzierte und sich dennoch für „unterdrückt“ hält, nicht ausstehen. Er berichtet dann auch über den anerkannten Rassismus, dem er selbst ausgesetzt ist, wobei er alle Weiße in Kollektivhaft nimmt, und gibt Kostproben (offline) von dem, was er sich angeblich anhören muss, nämlich:

– der Ausländer,
– der Flüchtling,
– der Nafri,
– der Mohr,
– der Drogendealer,
– der Ziegenficker,
– der Neger (sic),
– das Schokotörtchen,
– der Andere.

Und hier, bei „der Andere“ schwang echter und starker Schmerz in der Stimme mit. Weil er anders ist (und nicht nur so gesehen wird), gehört er nicht dazu, kann sich nicht einfügen, ganz selbstverständlich, ohne jeden Vorbehalt, selbst wenn sich keine Rassisten in der Gruppe finden, der man sich nicht gänzlich zugehörig fühlt. Das ist das Problem der Zweiheimischkeit: Man ist ohne echte Heimat, weder in der Einwanderungsgesellschaft noch in der Kultur seiner Vorfahren – man ist entwurzelt. Man ist anders unter anderen Menschen, weil einem immer wieder die Abstammung in die Quere kommt, die einen von den anderen unterscheidet. Es kommt immer wieder zu Reibungen, und wenn man misstrauisch und paranoid ist, untestellt man den anderen dann schnell Rassismus, was die ganze Sache noch schlimmer macht. Ein unfreundlicher Blick ist dann nicht einfach neutral oder auf schlechte Laune zurückzuführen, sondern gleich rassistisch aufgeladen. Und so ist man immer der Andere, der Fremdkörper, der nicht ganz entspannt ganz einfach sein kann.

Dafür, dass man nicht dazu gehört, bzw. sich das nur einbildet, dafür kann man sich bei seinen Eltern bedanken, die einem auferlegten, in einer anderen Kultur aufzuwachsen, und die einen nicht angemessen darauf vorbereiteten wie dieser Vater:

Was also sollte man einem schwarzen Kind besser sagen:

1. »Systemischer Rassismus wird dich im Leben zurückhalten«, oder

2. »Es gibt überall auf der Welt Rassismus, aber davon musst du dich nicht aufhalten lassen. Vielleicht ist mal jemand unfreundlich oder du bekommst eine Wohnung oder einen Job nicht. Aber dann findest du eine andere Wohnung oder einen anderen Job. Unterm Strich kann dich der Rassismus nicht daran hindern, ein gutes Leben zu haben. Er wird nicht verhindern, dass du Freunde findest, jemanden zum Heiraten findest und eine Familie gründest. Du kannst sogar von ihm profitieren, denn wenn du dich anstrengst und gute Leistungen bringst, bekommst du sicher einen guten Studienplatz und einen guten Job.«

Wenn die Eltern dies versäumt haben, führt das dazu, dass man die Anderen dafür anklagt, dass man selbst anders ist – dann führt das zu Rassenhass.

Ein Schwarzer erleuchtet mich… nicht.

Schwarze Rassisten nehmen für sich in Anspruch, allein über Themen dozieren zu dürfen, die was mit Hautfarbe zu tun haben; sprechen also Weißen dieses Recht ab, bzw. das, was Weiße dazu zu sagen hätten, wäre unzureichend. Ein weißer Professor kann nicht über Kolonialismus lehren, bzw. er könne das nur aus einer weißen Perspektive. Die Frucht der Erkenntnis liege allein bei den Schwarzen, sie sind im Besitz der Wahrheit – es war schon immer sehr gefährlich und folgenreich, wenn sich eine Gruppe das eingebildet hat.

Nur: Noch nie habe ich einen Schwarzen irgendwas sagen hören, wo ich mir dachte: „Wow, so habe ich das noch nie gehört und tatsächlich: So erklären kann das nur ein Schwarzer.“

Wenn die so eingebildet sind, dann sollen sie mal herzeigen, was sie an Erkenntnissen zu bieten haben, die nicht von Weißen kommen könnten. Und wenn es sowas doch gäbe: Dann könnte ja ein Weißer zuhören, es verstehen, es aufgreifen und weitertragen. Er könnte also problemlos die schwarze Perspektive übernehmen und damit eben doch über Sklaverei und Kolonialismus lehren. Und: Ein Schwarzer hierzulande hat kaum einen anderen Zugang zu dieser Geschichte als ein Weißer; selbst seine Eltern haben das nicht mehr miterlebt, er ist genau wie ein Weißer auf Geschichtsbücher und Unterricht angewiesen. Vor allem aber gilt: Als Bewohner des Westens ist er im Grunde ein Weißer mit all den zugehörigen Privilegien; der als Wohlstandsverwöhnter nichts, aber auch gar nichts mit jenen gemein hat, die unter Armut und Hunger leiden, und für die er sich einbildet, allein sprechen zu dürfen.

Wage es ja nicht, „Neger“ zu sagen!

In der Regel – ich komme aus einem linksalternativen Haushalt – bezeichne ich Schwarze nicht als „Neger“ (mir fällt eine Ausnahme ein, wo mir das doch passiert ist) und erst recht nicht als „Nigger“. Ich habe hierzu das Statement eines Schwarzen in Erinnerung, der sagte, dass „Nigger“ das brutalste Wort ist, das er kenne, die totale Vernichtung – das heißt, ich bezeichne einen Schwarzen nicht mal dann als „Nigger“, wenn ich ihn beleidigen will.

Jetzt aber machen Schwarze die Ansage, dass man nicht mehr „Neger“ sagen dürfe – und ich müsse ihnen jetzt zuhören. Sie wollen mir Vorschriften machen. Ich muss also tun, was sie sagen: Reden, Handeln. Und das ist mit einer massiven Gewaltdrohung verknüpft: Sie drohen mir an, mich totzuschlagen, wenn ich mich nicht an ihr Diktat halte, der ganze Diskurs ist mit einer überwältigenden Gewalt aufgeladen.

„Neger“ war mal ein neutraler Begriff, er hatte keine rassistische oder beleidigende Bedeutung, das hat sich erst in den letzten Jahrzehnten geändert, wobei es auch heute noch einige wenige gibt, die „Neger“ verwenden und zugleich darauf bestehen, das nicht herabwürdigend zu meinen. Auch „Nigger“ war mal kein Tabuwort. Nimmt man z.B. den extrem sehenswerten Film Pulp Fiction, stellt man fest, dass dort ständig von „Niggern“ die Rede ist. Sowohl Weiße (Tarantino) wie Schwarze (Samuel L. Jackson) verwenden den Begriff ohne jede Hemmung in exzessiver Weise. Wenn Jackson von „Niggern“ redet, dann meint er damit aber nicht, dass es gerechtfertigt sei, schwarze Menschen zu versklaven – genau das aber würde ihm heute unterstellt werden.

Eine Rassenhetzerin z.B. meinte, die Verwendung des Begriffs „Neger“ führe zu Versklavung schwarzer Menschen, während man Weiße beliebig beleidigen dürfe, denn das hätte keine solche Konsequenzen. Da steckt soviel Ideologietrunkenheit drinnen, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll – z.B. damit, dass auch Schwarze Schwarze versklaven und auch Muslime das bis heute machen – Sklaverei ist entgegen dem Diskurs von Wokoharm nicht ein weißes System sondern ein menschliches. Hierzulande besteht diese Gefahr, dass Schwarze versklavt werden, weil man von „Negern“ spricht, auch nicht. Wenn allerdings Rassenhetzer von Almans oder Kartoffeln sprechen, dann passiert das eingebettet in einem Kontext, in welchen Weiße angeklagt werden, auf Kosten Schwarzer privilegiert zu sein, was zu Rassenhass führt. Man stellt also ihre Lebensweise in Frage und dann passiert es auch mal, dass Schwarze Weiße aus Rassenhass totschlagen – Rassismus tötet eben. Das heißt, nach ihrer eigenen Logik dürften die Rassenhetzer nicht mehr derespektierlich über Weiße sprechen – wegen der Konsequenzen.

Will ich aber den Menschen vorschreiben, nicht mehr „Alman“ zu sagen? Es ist halt eine Beleidigung, erstmal, und nur weil jemand „Alman“ sagt, heißt das ja nicht, dass er zum Mörder wird. Was ist mit „Feigling“? Zu Kriegszeiten dient die Rhetorik, Männer als „Feiglinge“ niederzumachen, dazu, sie zum Krieg zu nötigen oder sie eben als „Feiglinge“ hinzurichten, wenn sie versuchen, sich diesem Zwang zu entziehen – und ich bin ein Feigling. Sollte man „Feigling“ verbieten – wegen der möglichen Konsequenzen? Sollte das Wort „Feigling“ überhaupt nicht mehr verwendet werden, wegen der mörderischen Folgen für Männer? Sie werden bemerkt haben, dass ich das Wort verwende – aber in einen bestimmten Kontext. Ich verwende den Begriff zwar, aber in dem Kontext, dass man Männer, die ihr Leben nicht für die Obrigkeit opfern wollen, nicht als „Feiglinge“ beschimpfen soll. Ähnlich halte ich es mit den Begriffen „Neger“ und „Nigger“ – ich verwende sie zwar, aber in einem bestimmten Kontext – it’s the context, stupid!

Was ist mit dem Schwarzen, der sein Restaurant „Zum Mohrenkopf“ nennt und den Rassenhysterikern widerspricht, dass „Mohr“ inhärent rassistisch wäre?

Nehmen wir dieses Statement:

Der Autor nimmt für sich in Anspruch, für alle Schwarze zu sprechen – was ihm nicht zusteht. Und zweitens gilt das dann für jeden Begriff, den irgendjemand als „höchst abwertend“ empfinden könnte – auch ein Alman hat ein Recht auf Menschenwürde.

Ich bin ein großer Freund der Meinungsfreiheit. Das heißt, ich habe ein großes Problem damit, dass Beleidigungen strafbar sind. Den Menschen ist sowas wie ein Stinkefinger zuzumuten. Ich muss darüber nochmal meditieren, aber ich glaube, alles außer Gewaltandrohungen oder Aufrufe zu Gewalt sollte erlaubt sein. Derzeit erleben wir, dass im Kampf gegen Hassrede die Meinungsfreiheit massiv eingeschränkt wird. Wie haben mehr und mehr eine porentief reine Sprache in einer Gesellschaft, die aber zugleich ihren Menschen immer größere Härten zumutet, oder wie es Robert Pfaller auf den Punkt brachte: Man redet wie eine Mimose, aber man handelt wie eine Bestie.