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Crumar über die TIMMS-Studie zum Zurückbleiben deutscher Schüler und Jungen

Das wird noch mal richtig böse für Deutschland:

TIMMS 2019 ist erschienen und der Tagesspiegel titelt noch wohlwollend: „Grundschüler fallen international zurück – Laut der internationalen Timss-Studie liegen Grundschüler aus Deutschland in Mathematik und Naturwissenschaften im Mittelfeld“
Der Abstand zur Spitzengruppe: „Singapur liegt rund hundert Punkte vor Deutschland – das entspricht eigentlich fast drei Lernjahren.“
Getestet wurden (überwiegend) Viertklässler.
Mit drei Lernjahren Rückstand.
Noch Fragen?

Das hier ist mehrfach falsch: „Könnte Deutschland von den Ländern Ostasiens etwas lernen? Studienleiter Knut Schwippert, Erziehungswissenschaftler an der Uni Hamburg, zeigte sich da skeptisch. In diesen Staaten würde Kindern vielleicht energischer Fehler im Unterricht ausgetrieben. Aber ob man das oft auf Drill ausgerichtete System in einer offenen Gesellschaft wie der deutschen wirklich übernehmen wollen würde, müsste man zumindest hinterfragen.“
Diese Schüler sind nicht nur in der Reproduktion von Fakten besser, sondern auch in der Problemlösekompetenz – es liegt erkennbar nicht am „Drill“.
Zweitens ist der Abstand zu Russland in den Naturwissenschaften 567 zu 518 Punkte und in Mathematik 567 zu 521 Punkte. Auch das ist jeweils deutlich mehr als ein Lernjahr Unterschied und es handelt sich um kein Land „Ostasiens“.

Nun zu den Geschlechter- und Klassenaspekten:
Wie ich an anderer Stelle bereits geschrieben habe, wird m.E. „grade inflation“ betrieben, d.h. die Ansprüche an gute oder sehr gute Leistungen werden künstlich abgesenkt, speziell um Mädchen zu begünstigen.

In Mathe: Stehen in TIMMS 32,1% der Mädchen und 38,7% der Jungen auf den Kompetenzstufen V und IV, so haben 48,8% der Mädchen und 54% der Jungen im Zeugnis die Schulnote 1 und 2.
Laut TIMMS haben die Kompetenzstufen I-III 67,8% der Mädchen, 51,2% landen in der Notenskala zwischen 3-5. Bei Jungen befinden sich 61,4% in den Kompetenzstufen I-III und 46% landen dort (Rundungsfehler bitte ignorieren).

In Naturwissenschaften gelingt eine Umkehrung der Testergebnisse im Verhältnis zu den Schulnoten (plus grade inflation):
Stehen in TIMMS 35% der Mädchen und 37,9% der Jungen auf den Kompetenzstufen V und IV, so haben 64,1% der Mädchen und 58,7% der Jungen im Zeugnis die Schulnote 1 und 2.
Laut TIMMS haben die Kompetenzstufen I-III 65% der Mädchen, 35,5% landen in der Notenskala zwischen 3-5. Bei Jungen befinden sich 62,1% in den Kompetenzstufen I-III und 41% landen dort.

Prozentuale Differenzen der Ergebnisse von TIMMS zur Note – also getestete Kompetenzstufe zu Schulnote im Zeugnis:
Mädchen Mathe
V/IV zu 1/2: +52,1%
Jungen Mathe
V/IV zu 1/2: +39,5
Mädchen Naturwissenschaften
V/IV zu 1/2: +83,1%
Jungen Naturwissenschaften
V/IV zu 1/2: +54,9%
Das zeigt sehr deutlich, wem diese „grade inflation“ nützt.

Ihr werdet viele mediale Tränen zu Boden plätschern hören, wenn es um die Diskriminierung in Sachen Gymnasialempfehlungen der Lehrkräfte (die zu 87% Frauen sind) aus sozialen Gründen oder wg. „Migrationshintergrund“ geht, nicht jedoch in Sachen Geschlecht, was ich hier nachhole.

Der „Schwellenwert“ für eine Gymnasialempfehlung liegt im Schnitt bei 549 Punkten in Mathe und 552 Punkten in Naturwissenschaften.
Nicht jedoch wenn es sich um ein Mädchen handelt, dann reichen 535, bzw. 540.
Bei Jungen ist ist die erforderliche Punktzahl in Mathe 562 und 563 Punkte in den Naturwissenschaften.
D.h. das übliche Spiel: Mädchen reichen -27 Punkte in Mathe und -23 Punkte in den Naturwissenschaften gegenüber Jungen für das gleiche Ergebnis.
Jungen brauchen +12 und +11 Punkte über dem Schnitt für eine Gymnasialempfehlung.
Dass Mädchen „doppelt so hart arbeiten müssen“ ist eine Lüge.

Die Klassendifferenzen sind in der Tat eklatant; reichen der Lehrkraft (m/w/w/w/w/d) bei Eltern aus den „Oberen Dienstklassen“ 518 und 506 Punkte, so ist das verlangte Niveau bei elterlichen „Facharbeitern“ bereits 562 und 567 Punkten.
Erkennbar ist „intersektional“ gesehen, der Anspruch lässt sich in Bezug auf Jungen mit dieser sozialen Schicht vergleichen, während Mädchen sich drei soziale Schichten darüber ansiedeln.
Eine Klasse für sich, sozusagen.

Unabhängig von Klasse und Geschlecht sehe ich schwarz für die Zukunft Deutschlands.
Der Anteil (sehr) guter Schüler und Schülerinnen in Mathe und Naturwissenschaften ist im internationalen Vergleich gering, gesondert gefördert werden sie nicht. Es ist auch gar kein Personal da, das dies leisten könnte – die Fortbildungsquote der Lehrkräfte ist im internationalen Vergleich ebenfalls mies. Die offensichtliche Diskriminierung von Jungen in der Schule ist das Sahnehäubchen auf diesem Kackhaufen.

Quellen: https://www.tagesspiegel.de/wissen/timss-studie-zeigt-schwaechere-leistungen-grundschueler-fallen-international-zurueck/26693702.html
TIMMS Studie 2019, Tabellen 8.1-8.2 sowie 11.7

Jungen, der Krieg gegen sie und eine selbsterfüllende Prophezeiung

Junge-Müllkippe-2

Es ist ein Experiment, das veranschaulicht, wie fließend die Grenzen zwischen schulischen Erfolg und Misserfolg sind. Intelligenzforscher unterzogen Schulkinder einem angeblich neuen Test. Dann informierten sie die Lehrer darüber, dass von bestimmten Schülern bald eine Verbesserung ihrer Leistungen zu erwarten sei. Diese Vorhersage trat dann auch ein: Die genannten Schüler verbesserten sich tatsächlich. Der entscheidende Punkt hierbei ist aber, dass der Test nur vorgetäuscht war und man die Schüler zufällig ausgewählt hatte.

Es war jetzt nicht so, dass die Lehrer die zufällig ausgewählten Kinder nun besonders förderten. Vielmehr führte die Erwartungshaltung, wonach die Kandidaten sich bald verbessern würden, zu subtilen, unbewussten Änderungen im Verhalten gegenüber den entsprechenden Kindern. Zum Beispiel äußerten sie mehr positives Feedback, was wiederum motivierend auf die Schüler wirkte – die Prophezeiung über die sich verbessernde Kinder war eine sich selbst erfüllende.

Szenenwechsel: Wenn es um Jungen geht, fallen wir zurück in die Zeiten der schwarzen Pädagogik – Die Schule ist richtig, das Kind ist falsch. Die Jungen würden im Bewusstsein leben, dass ihnen später mal sowieso alles einfach so in den Schoß fallen würde. Und so würden sie die von Feministen so verhassten Machos und Patriarchen markieren, die sich von Frauen – Lehrerinnen – nichts sagen lassen würden. Das sei der Grund für ihr Zurückbleiben, während parallel behaupte wird, jeder Schultag sei ein „Boys Day“, unbenommen der Tatsache, dass Jungen die Minderheit auf Gymnasien und die Mehrheit auf Sonderschulen stellen. Gesamttenor: Dass Jungen schlechter abschneiden, sei ihre eigene Schuld.

Das ist genau das Gegenteil einer motivierenden Botschaft, die als positives Feedback verstanden werden kann. Erwachsene hetzen hier gegen Kinder, die eigentlich aus einer erwachsenen Perspektive die Verantwortung für diese Kinder zu übernehmen haben, anstatt diese den Jungen zuzuschieben – denn das ist ein fundamentaler Unterschied zwischen Kindern und Erwachsenen: Letztere trage die Verantwortung für Erstere. Eine erwachsene Haltung zum Thema feindet Kinder nicht als „Jungmachos“ an und arbeitet mit Schuldzuweisungen, sondern stellt die Frage, wie man sie erreichen kann, wie sie sich motivieren lassen.

Dieses Abwälzen der Verantwortung auf die Kinder ist dabei nur ein Symptom einer generell männerfeindlichen wie auch jungenfeindlichen Gesellschaft. So können Sexisten das ganze Land mit der monströsen Botschaft pflastern, wonach nur weibliche aber keine männlichen Kinder ein besonderes Recht auf Schutz vor Gewalt haben, ohne dass dies zu nennenswerten Protesten führt. Als die Terrorgruppe Boko Haram Jungen bei lebendigen Leibe verbrannte, schwieg die Weltgemeinschaft. Erst als dieselbe Gruppe Mädchen entführte, kam es zu einem Aufschrei rund um den Globus.

Ich bin mir sicher: Dahinter steckt Absicht. Wenn Frauen an der Macht, etwa als Bildungsministerinnen, Studien verschwinden lassen wollen, wonach Jungen bei gleichen Kompetenzen schlechter benotet werden und auch seltener einer Gymnasialempfehlung erhalten, dann ist das nicht einfach nur fahrlässig sondern eine Strategie im Geschlechterkrieg, in welchem Männer schon als Kinder bekämpft und sabotiert werden. Häufig bekommt man in dem Zusammenhang zu hören, dass Jungen später die Mädchen beruflich abhängen, was wohl bedeuten soll, dass man Jungen das ganze Leben versauen kann, solange Frauen nicht in Chefetagen dominieren.

In ihrem Buch „Hilfe – Mein Sohn wird ein Macker“ beschreibt eine Mutter, wie sie ihren Sohn misshandelt, um das Patriarchat zu stürzen. Sie wird zitiert:

„Sie [die kleinen Jungen] müssen zurückstecken lernen, verunsichert werden, sich in sich selbst und ihrer bisherigen männlichen Rolle in Frage stellen lassen. […]
Den kleinen Buben soll der kalte Wind um die Ohren blasen, sie haben den kleinen Mädchen Platz zu machen. […]

Dennoch geht es ihm [dem Sohn] schlechter als seinen Schwestern, und das muss auch so sein […]

Weil ich eben bei fast keiner Sache, die den Sohn stark macht, Solidarität zeigen kann und/oder fühle. Überspitzt gesagt: Die Entwicklung der Töchter zur Frau schafft mir gelegentlich Konkurrenz- und Neidgefühle. Die Entwicklung des Sohnes zum Mann bedroht mich existentiell. Da möchte ich, ehrlich gesagt, nicht Kind sein. […]

Und trotzdem: Wir müssen den Söhnen die Privilegien nehmen! Wir können nicht Männermacht bekämpfen und die Augen vor den eigenen Söhnen verschließen. Wir haben keine neutralen Wesen an unseren alternativen Busen genährt, sondern die Patriarchen von morgen, wenn wir ihnen diese Sicherheit nicht rauben – ganz persönlich. Wir müssen unseren männlichen Kindern etwas wegnehmen, sie unterdrücken. […] Praktisch heißt das zum Beispiel, solange es also die Mutter entsetzt ablehnt, ihrem Sohn die Nachthemden der älteren Schwester anzuziehen, obwohl sie ja noch so schön sind, wird sich bei den Männern nichts ändern. […]
Ich vermute, dass ich – Feministin hin oder her – dennoch nicht in der Lage wäre, die Entwicklung meines Sohnes zu einem Versager in der Männerwelt tagtäglich zu beobachten – wenn ich nicht zwei Töchter hätte. Das macht es leichter.“

Die Folgen sind wenig überraschend: Der zutiefst verunsicherte Junge zeigt alle Symptome eines psychisch leidenden Kindes wie Bettnässen, Stottern etc…

Wenn schon Mütter zu Monstern mutieren und ihre Söhne im Interesse einer politischen Ideologie misshandeln und sabotieren, wie steht es dann erst um Lehrerinnen oder Ministerinnen, die in keinem verwandtschaftlichen Verhältnis zu jenen Jungen stehen, die von ihrer Politik betroffen sind? Die Agenda ist klar und deutlich: Weil wir in einer Männerherrschaft leben, in der alles zu Gunsten der Männer gestrickt ist, darf man bereits jene Kinder, die später mal Männer sein werden, bekämpfen im Geschlechterkrieg. Dieses Phänomen, dass eine Ideologie die Familie spaltet und als Verfeindete zurücklässt, kennt auch von anderen Totalitarismen wie Scientology, Staatskapitalismus oder dem Faschismus. Kinder werden angehalten ihre Eltern anzuzeigen oder Eltern ihre Kinder, wenn sie nicht auf Linie sind. Hier wird eine Mutter im Namen des Feminismus zur Feindin ihres eigenen Fleisch und Blutes, weil er es mal zu Unrecht einfacher haben werde – wahrlich eine liebreizende Weltanschauung.

Dass es aber den Jungen später mal einfacher gemacht wird, zu einem gutem Leben zu finden, ist ein feministischer Mythos. Tatsächlich sind Männer strukturell benachteiligt und ein junger Mann, der in der Schule scheitert, kann nicht erwarten, dass ihm mal eine Frau ein Leben unterhält auf einem sozialen Niveau, das nicht er erarbeitet hat. Frauen kümmern sich nicht auf diese Weise um Männer, wie diese es umgekehrt ganz selbstverständlich tun. Das führt dazu, dass es einen Faden weniger im sozialen Netz für Männer gibt, womit diese dann auch öfters in der Obdachlosigkeit stranden oder sich in ausweglosen Situationen das Leben nehmen. Die ganzen Sohnmütter haben ihre Söhne schon immer zu Frauendienern und nicht zu Frauenfeinden erzogen, weswegen es Frauen schon immer leichter hatten. Das zu erkennen ist die vermutlich größte Leistung für eine Feministin.

Jungen erhalten also vielfältig die Botschaft, dass sie falsch sind. Das demotiviert und dürfte eine der wichtigsten Ursachen für ihr Zurückbleiben sein – sofern es nicht beabsichtigt ist im Geschlechterkrieg. Demgegenüber sollte man damit beginnen, ein Wohlwollen ihnen gegenüber zu kultivieren, schon in der Auswahl jungengerechter Literatur.

Jungen und die feministische Herrschaft

Wohin die feministische Herrschaft führt:

Die Konsequenzen liegen auf der Hand. Nach Prof. Markus Meier in „Lernen und Geschlecht heute“ (2015) sind mittlerweile mehr als ein Viertel aller jungen Männer in Deutschland funktionelle Analphabeten. Ein Zustand, der in einem Land, in dem Bildung der wichtigste volkswirtschaftliche Faktor darstellt und in dem die politisch Verantwortlichen andauernd über einen angeblichen Fachkräftemangel klagen, eigentlich höchste Alarmstufe auslösen müsste. Der zunehmende Gender Education Gap und die höhere männliche Jugendarbeitslosigkeit wird aber von den politisch Verantwortlichen nicht als Problem, sondern als positive, ja sogar erfreuliche Rückmeldung einer Geschlechterpolitik gesehen, die sich auch heute trotz Gender Mainstreaming ausschließlich auf die Frauenquote reduziert. Und jeder Junge, der im Bildungssystem scheitert und arbeitslos auf der Straße landet, ist pragmatisch gesehen natürlich ein Gewinn für die Frauenquote.

Von der Lust auf Ignoranz

Feministische Argumentationsformen: Benachteiligte Jungen holen später auf

Feministische Logik: Weil viele Frauen später im Leben nicht unter den Folgen von Beschneidung zu leiden haben, ist Beschneidung in Ordnung, denn Anne wurde nie beschnitten und ist somit auch unbelastet von den Folgen.

Gut, die Benachteiligung von Jungen im Schulsystem wird – natürlich – von Feministinnen geleugnet. Was sie aber schlecht leugnen können, ist, dass Jungen gegenüber den Mädchen zunehmend zurückfallen: Jungen stellen die Minderheit auf den Gymnasien und die Mehrheit auf den Hauptschulen. Und die Mehrheit derjenigen, die das Schulsystem ganz ohne Abschluss verlassen, sind die Jünglinge.

In diesem Zusammenhang bin ich bereits mehrmals über ein geradezu klassisches, feministisches Argument gestoßen, welches ich aber immer ignorierte, da ich es für so strunzdumm hielt, dass sich eine Antwort erübrigen würde.

Dieses Argument lautet in etwa folgendermaßen:

„Das Zurückbleiben der Jungen in der Schule stellt kein Problem dar, da die Jungen später im Berufsleben die Mädchen zurücklassen.“

Ich wurde jetzt wieder damit konfrontiert, indem gesagt wurde:

Mädchen waren schon immer besser in der Schule. Das nivelliert sich aber später auch wieder. Also kein Grund daraus ein Drama zu machen.

Mit „nivelliert“ ist gemeint, dass „die Jungen“ später beruflich durchstarten, die Mädchen zurücklassen, weshalb die Diskriminierung von Jungen im Bildungssystem kein Problem darstelle.

Das ist: Strunzdumm.

Diese strunzdumme Ansicht ist einer Weltanschauung geschuldet, in welcher es nur zwei Kollektive gibt, nämlich Männer und Frauen. Wenn also Männer später im Berufsleben durchstarten, während sich Frauen in Laberfächer eintragen und auch gerne mal eine Auszeit von der harten Arbeit nehmen, stellt die Diskriminierung von Jungen im Schulsystem kein Problem dar – so die feministische Anschauung.

Nur, dass sich die Gruppe der „Männer“ nicht so vereinheitlichen lässt. Es gibt kluge und dumme Männer, große und kleine, attraktive und häßliche und auch: erfolgreiche und erfolglose.

Es gibt zum einen Jürgen, der im Schulsystem diskriminiert wird, und später mitnichten „durchstartet“, die Frauen mitnichten „zurücklässt“ sondern der zu einem Leben in materieller wie geistiger Armut verurteilt wird. Ein Verbrechen also. Und dann wäre da Andreas, dessen Eltern die Benachteiligung im „jungenfeindlichen Biotop Schule“ (GEO) kompensieren können und der später tatsächlich erfolgreich ist. Dass es Jürgen wenig bringt, dass Andreas seine Benachteiligung ausgleichen konnte, sollte eigentlich jeder einsehen können, und er oder sie sollte eigentlich auch von selbst darauf kommen.

Es ist in etwa so, als würde man anführen, es gebe in den USA keine strukturelle Diskriminierung von Schwarzen, da ja der Präsident schwarz ist – kein halbwegs gebildeter Mensch würde eine solche Argumentation akzeptieren.

Es „nivelliert“ sich also nicht, und es ist nur für Geschlechterrassistinnen kein „Drama“, weil ihnen das Schicksal von Jungen am Arsch vorbeigeht und ihr Gerechtigkeitsempfinden auch nicht anspringt, wenn es Vertreter des männlichen Geschlechts sind, die von Ungerechtigkeit betroffen sind.

Hasspropaganda gegen Kinder, Teil 2: Zartbitter e.V.

Doris Lessing war mal Feministin, aber keine Sexistin, weshalb die ehemalige Ikone der Frauenbewegung ihre Gesinnung änderte und deutliche Worte zum westlichen Femosexismus gegen die Männer fand. So berichtete sie über eine Erfahrung in einer Schule, in welcher die feministisch gesinnte Lehrerin ihren Schülern die Lektion erteilte, alle Verbrechen wie Kriege gingen auf das Konto der Männer:

„Da saßen die kleinen Mädchen fett, selbstgefällig und eingebildet, während die kleinen Jungs zusammengesunken waren, sich für ihre Existenz entschuldigten und dachten, dass das so ihr ganzes Leben lang weitergehen würde. Das passiert überall in den Schulen und niemand sagt ein Wort.“

Doris Lessing befindet, dass die Männer endlich anfangen sollten, sich zu wehren, und so langsam fängt das ja auch an.

Zum Beispiel gegen Propaganda mit dem Feindbild Kinder Jungen von Zartbitter e.V. wie in diesem Video vorgestellt (via).

Hierzu ein Einschub: In meiner Schulzeit wurde ich mal Zeuge, wie eine Klassenkameradin einem Klassenkameraden die Hose runterzog. Dies hatte für die „Täterin“ keine weitere Folgen (stellen Sie sich vor, was los gewesen wäre, wenn ein Junge einem Mädchen die Hose heruntergezogen hätte). Was wäre jetzt, wenn ich dieses Ereignis zu einem Politikum hochstilisieren und ein eigenes Video dazu produzieren würde? Wenn ich unterstellen würde, dass dies nicht etwa einfach nur ein unschöner Einzelfall wäre, wie sie eben so passieren, sondern dass eine Systematik dahinter steckte? Die Antwort ist einfach: Ich würde mich lächerlich machen.

Wenn es hingegen um eine Anklage gegen Jungen geht, geht sowas vollkommen in Ordnung, und niemand wundert sich. Und das selbst mit einem Szenario, wie es kaum unrealistischer sein könnte, nämlich mit öffentlichen Onanieren – etwas also, dass sich für 99,9% der Jungen schon allein wegen der Schamgrenze von selbst verbietet, nichts also, was in irgendeiner Weise für den Alltag steht, den Mädchen und Jungen erleben.

Jungen und Männer hingegen dürfen nach Belieben angegriffen und verleumdet werden, Bild: Zartbitter

Mal eine andere Frage: Warum produziert Zartbitter eigentlich keinen Film, in dem Frauen und Mütter darauf hingewiesen werden, dass sie nicht das Recht haben, „ihre“ Kinder zu misshandeln und zu töten? Das wäre nämlich angebracht angesichts dessen, dass solche Taten gegen Kinder überwiegend von Frauen begangen werden. Und Zartbitter ist bekanntlich eine Organisation, die sich dem Wohl der Kinder verschrieben hat. Also: Warum nicht? Die Antwort ist ganz einfach in dem Sinne, dass ein solche Anklage total daneben wäre. Die meisten Mütter lieben ihre Kinder, und tun nichts, was ihnen schaden würde, insofern wäre es dann auch total daneben, wenn man ihnen die Taten anderer vorhält, mit denen sie nichts zu tun haben, wofür sie nichts können – nicht das Geringste. Analoges gilt umgekehrt für das männliche Geschlecht.

Um auf obiges Hate-Video der „allgemeinschädigenden“ Organisation „Zartbitter“ zurück zu kommen: Ein Junge, der sich auf solche Weise gegenüber einer Mitschülerin verhalten würde, würde massive Reaktionen herausfordern. Seine Eltern würden von der Klassenlehrerin eingeladen werden, wo man diesen Nahe legen würde, den Delinquenten in eine Psychotherapie zu schicken – zu Recht übrigens. Das Video der allgemeinschädlichen Organisation hingegen erweckt den Eindruck, dass nichts weiter geschähe als dass sich die belästigte Mitschülerin wegsetzen würde und das solche Verhaltensweisen erstens oft vorkämen und zweitens kaum geahndet würden, dass eine Systematik dahinter steckte. Dieses Video reiht sich dann in andere ein, für die allesamt ein einziger Nenner zu finden ist, nämlich: Männerhass. Es sind stets Jungen und Männer, die sich moralisch verwerflich verhalten; somit stellt die Reihe eine Anklage gegen das männliche Geschlecht, einschließlich selbst der Kinder dar.

Hier zeigt sich wieder mal, dass es den Frauenbewegten weniger um Lösungen in realen Problemlagen geht, sondern allein um ihren Hass gegen Männer, den Willen, diese anzuklagen, selbst dann noch, wenn sie nur Kinder sind.

Teil Eins.

Studium mit Zukunft: Genderismus

Christian macht sich bei „Alles Evolution“ Gedanken darüber, welche beruflichen Aussichten die Absolventen eines Gender-Studienganges haben und äußert sich eher skeptisch.

Dieses Skepsis ist unangebracht und ein Optimismus durchaus berechtigt, wie sie hier aus zweiter Hand geäußert wird.

Denn wenn man mal bei Birgit Kelle nachschaut, dann weiß man, dass die Berufsaussichten für Genderisten hervorragend sind. Sie beschreibt unter anderem eine kleine Auswahl:

Verwaltungen sollen auf gendergerechte Sprache umstellen, Diversity-Beauftragte eingestellt, Broschüren überarbeitet, Schulbücher neu gestaltet, Kindergartenmaterial zu Schwul-lesbisch-intersexuell-transgender-transsexuell-queer-Geschlechtlichkeit erstellt werden. Lehrer, Polizisten, Kindergarten-Erzieherinnen, Pflegekräfte, Elternbeiräte, Schüler-Vertreter, Ärzte, Vereine, Verwaltung – alle sollen mit geeigneten Maßnahmen oder bereits in der Aus- und Weiterbildung ihr geschlechtssensibles Denken schulen, um es an ihre Schützlinge, Mitarbeiter und Patienten weiterzureichen.

Oh ja, die Umsetzung der Gender-Mainstreaming-Strategie benötigt viele, viele Politkommissare Gender-Experten, die in jedem Winkel der Gesellschaft den Gender-Aspekt einbringen. Die Zukunft wird spannend…