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Sex und Party und Macht

Da hat sie eine Erfahrung gesammelt, von der Andere noch Jahre danach schwärmen würden: Backstage nach einem Konzert mit berühmten Musikern. Was läuft da eigentlich nach dem Konzert Backstage? Natürlich, das weiß jeder: Partieeeeeeeee!

Jetzt ist sie so eine traurige Kreatur, eine Feministin, und da klappt das nicht so recht:

Denn während sich zwei der berühmten Musiker an jungen weiblichen Körpern vergnügten, wurde gekokst, getrunken, geraucht, gegrapscht, gelacht und gekifft.

Fight for your right to party! Heute aber sieht sie die Sache anders. Sie sieht sich als *Trommelwirbel* Opfer! Von Machtverhältnissen und sexuellen Übergriffen, denn die berühmten Musiker haben ihr zwischen die Beine gegriffen und dabei nicht das feministische Protokoll befolgt: „Darf ich dir zwischen die Beine greifen?“, so dass sie nicht mal die Gelegenheit hatte zu sagen: „Ja, Du darfst mir zwischen die Beine greifen.“

Was lernen wir daraus? Nun, das Sex nicht etwas ist, woran auch Frauen Spaß haben, dass sie es nicht genießen, wenn ein Mann (natürlich der richtige, nicht irgendjemand dahergelaufener) sie berührt. Sex ist etwas, womit Männer beflecken. Sex ist Gewalt. Sex wird von Männern genommen und von Frauen gegeben, wofür Männer zu zahlen haben: Sei es günstig bei einer Sexarbeiterin oder extrem teuer bei der Ehegattin; Sex ist etwas, das Männer nehmen, sich greifen, rauben:

Denn diese Musiker verhielten sich ganz klar nach diesem Schema: Ich nehme mir mal und würde erst damit aufhören, wenn mir jemand „Stopp“ sagen würde (vielleicht aber nicht einmal dann).

Die gute Sascha – die die Musiker in die Nähe von Vergewaltigern rückt und sich damit als Miststück ersten Ranges outet – ist empört, dass der berühmte Musiker nicht die Hälfte seines Eigentums an sie abtreten muss – das ist es, was sie als ihre Machtlosigkeit und Macht der Männer begreift, aber solche Macht gab es da und auch sonstwo nicht: Sie hätte jederzeit gehen können, auch gegen den Willen der berühmten Musiker, denen sie übrigens ebenfalls zwischen die Beine hätte greifen können. Sie ist aber nicht gegangen: Sie hat lieber Party gemacht mit Koksen, Kiffen, Saufen und eben auch Berühren, sexuell aufgeladem Berühren, etwas, an dem Gerüchten zu Folge auch Frauen Spaß haben. Vermutlich fand sie das nicht nur „Okay“, wie sie widerwillig einräumt, sondern war ganz begeistert davon, es war eine der geilsten Nächte, die sie bis dahin erlebt hatte, aber der Opferstatus ist ach so süß.

Aber jetzt? wegen des toxischen Feminismus‘ kann sie sich nicht unbefangen ins Partygeschehen stürzen, einfach Spaß haben – auch mit Sex.

„Ich habe dir meine Jugend geschenkt!“

Was für ein Satz. Dieser Satz dient dazu, eine grenzenlose, parasitäre Nehmenmentalität zu rechtfertigen: „Deshalb hast Du jetzt für mich zu zahlen!“ – wahrlich: Ein gewichtiges Geschenk.

Es ist die Bestätigung von Esther Vilar, die viel Empörung auf sich gezogen hat mit der Feststellung, dass Mädchen schon in jungen Jahren die Entscheidung treffen, die Laufbahn von Prostituierten einschlagen – in der Ehe aber sind sie die kostspieligsten und zudem die unehrlichsten. Dafür, dass sie einfach sind, nichts leisten, nichts arbeiten haben sie Anspruch auf den Sklavendienst eines Mannes, der den enormen Geldstrom zu ihr ganz real mit lebenslanger Maloche erwirtschaften muss.

Die naheliegende Frage ist natürlich, was sie sonst mit ihrer Jugend gemacht hätte? Sie hätte sie einem anderen armen Trottel „geschenkt“ – wenn aber eine Gegenleistung erwartet wird – Unterhalt vor und nach der Scheidung – dann handelt es sich nicht um ein Geschenk sondern um einen Tausch, einen Handel – womit wir wieder bei der Sexarbeit wären, der inoffiziellen. Was hätte sie sonst tun können, mit ihre Jugend? Zum Beispiel Model werden. Aber diese moderne Prinzessinnenlaufbahn ist stark begehrt, der Konkurrenzdruck ist überwältigend – trotz aller feministischer Unke erfreut sich GNT großer Beliebtheit gerade auch bei kleinen Mädchen, die entgegen der Frauenvertreter begriffen haben, dass ihre Schönheit Kapital ist, welches sie so oder so ausbeuten wollen, und wenig daran denken Maschinenbauingenieurinnen zu werden.

Und weiter: Von Liebe ist hier ebenfalls nicht die Rede? Hat sie ihn nicht geliebt, als sie ihn ehelichte? Hat sie kühl kalkuliert? Wieviele Frauen lieben ihren Mann überhaupt? Man betrachte die Scheidungszahlen – die Mehrheit aller Scheidungen werden von der Frau eingereicht.

Und hat sie keinen Spaß an Sex? Mal wieder das alte Spiel: Sex ist etwas, das Frauen geben und Männer nehmen. Damit ist er kompensationspfichtig, hat ihr zu dienen. Er hat es ihr zurückzuzahlen und wird dann vom Gericht dazu verknackt, per Zwangsarbeit für sie zu arbeiten.

Dass es sich um so ein Geschenk handelt, hätte sie mal eher gesagt.

Alltäglicher Sex wird strafbar

In Schweden und seit neuestem auch in Dänemark und in abgeschwächter Form auch in Deutschland ist Sex so, wie ihn die Mehrheit der Bevölkerung alltäglich praktiziert – mit nonverbaler Zustimmung – strafbar.

Dass nun der Sex und die Zustimmung mit einer App dokumentiert werden soll, ist so ein Fall, bei dem die Realität die Satire überholt. Besonders in Männerrechtskreisen machte man sich schon vor Jahren darüber lustig, dass zum Sex wohl bald ein notariell beglaubigter Vertrag nötig sei und dass die Anwälte mit im Bett liegen. Jetzt ist es real.

Es zeigt, dass Slogans wie „Das Private ist politisch“ ernst genommen werden sollten – denn dann ist das Private zerstört. Dann gibt es keine Privatsphäre mehr. Der Staat regiert im Auftrag der Feministen bis ins Schlafzimmer hinein und schreibt totalitär vor, wie eine der intimsten Betätigungen zwischen den Menschen abzulaufen hat. Besonders auf die Spitze getrieben wird das sogenannte Konsensprinzip an den Universitäten der USA. Dort reicht noch nicht mal ein einfaches „Ja“ als Antwort, jede sexuelle Handlung muss abgefragt und einzeln genehmigt werden, wobei auch hier ein „Ja“ nicht ausreicht, sie muss in der Antwort benannt werden: „Darf ich deine Brüste streicheln?“ – „Ja, Du darfst meine Brüste streicheln.“

Für einen Mann wird Sex mit einer Frau zu einem unkalkulierbaren Risiko, diese Gesetze entfremden die Geschlechter. Selbst wenn eine Frau Lust auf z.B. Küssen hat, so hat sie es wahrscheinlich nicht mehr, wenn sie gefragt wird, ob er sie küssen darf, das ist nicht nur meine Erfahrung. Sex, sowieso schon eine Herausforderung, wird damit noch mal komplizierter. Allerdings ist Feministen ein Auseinanderdriften der Geschlechter nur Recht. Ihnen ist es lieber, wenn eine Frau allein bleibt, als dass sie sich einem Vertreter des Klassenfeindes verbunden fühlt: „Eine Frau ohne Mann ist wie ein Fisch ohne Fahrrad.“

Du bist schuldig, mein lieber BDSMler! Was Sex mit Rassismus zu tun hat

Ich weiß gar nicht, wie ich im Zusammenhang mit Rassismus darauf komme, aber: Ein Tipp für Schwulenhasser. Und jetzt eine weitere Runde dieses schönen Spiels:

Bei Missy will man, dass man sich beim BDSM-Spiel so richtig schön schuldig fühlt, dass man reflektiert, dass das Spiel „Top und Bottom“ untrennbar verbunden wäre mit der historischen Sklaverei: „Wir spielen auch mit Echos und Resten in unserem kulturellen Gedächtnis, weil die Symboliken Teil unseres Wissens sind, auch wenn wir wenig oder kein bewusst erlerntes Wissen über Dinge haben. Symbole und Rollen(-vorstellungen) sind ins kulturelle Gedächtnis eingeschrieben. … bla bla bla … Mit Sklav*innen zu spielen, ist Race-Play. Es nicht zu reflektieren, ist gefährlich und beleidigend.“

Was reflektiert werden soll, ist „Maafa“. Das steht für die Gesamtheit aller Verbrechen an Schwarzen. Wenn also Schwarze aus Rassenhass Weiße ermorden, dann spielt das für die noblen Antirassisten, die wollen, dass man zu Kreuze kriecht, bevor man sich sadomasomäßig amüsiert, keine Rolle. Es ist egal, dass mehr Schwarze Weiße töten als umgekehrt, das ist eben nicht Maafa. Ungeklärt bleibt dabei, ob es auch Maafa ist, wenn schwarze Stammeshäuptlinge Schwarze in die Sklaverei verkaufen, wozu es oft kam (und kommt?).

Zurück zu BDSM: Dort herrscht eine Beziehung zwischen Top und Bottom, die sich qualitativ von der eines z.B. muslimischen Sklavenhalters und einem Sklaven unterscheidet: Der Top übernimmt auf sehr intime Weise Verantwortung für das Wohlergehen des Bottoms. Wenn man hier seine Schuldigkeit, seine Verstricktheit in die Verbrechen gegen Schwarze eingestehen soll, Reue üben und Buße tun für Verbrechen, mit denen er nichts zu tun hat, dann macht das genauso viel Sinn, wie wenn Geschäftspartner, zwischen denen Geld den Besitzer wechselt, bedenken sollen, dass es auch Diebstahl und Raubmord gibt. Dazu wird es aber nicht kommen, denn das bedient kein Feindbild, wie das des Weißen, gegen den man seinen Hass ausleben kann. Wahrscheinlicher ist da eher, dass Männlein und Weiblein beim Sex reflektieren sollen, dass es auch Vergewaltigung gibt, was in der Rape-Culture tief ins „kulturelle Bewusstsein“ eingeprägt ist. Hier hat man ein klar umrissenes Feindbild: Den Mann, den weißen. Und tatsächlich ist ja nach Ansicht einiger Feministen Sex nicht von Vergewaltigung zu unterscheiden.

Der Autorin bescheinige ich eine gehörige Portion Rassismus, welches ihr (Selbst-)Bewusstsein konstituiert, woraus sie ihren Selbstwert zieht, sowie massiv selektive Wahrnehmung in Kombination mit Hysterie.

Über die weibliche verborgene Sehnsucht

Was in unseren Zeiten gnadenlos untergeht, ist, dass auch Frauen sexuelle Wesen sind, sich nach einem sexuellen Mann sehnen – dieser aber wird in unserer vergifteten Kultur als Unhold gezeichnet.

Nennen wir sie Tim und Tina. Tina liebt Tim, was Tim aber nicht weiß. Und Tina weiß nicht, wie sie Tim verführen kann. Jedenfalls sitzen wir zu dritt vor dem Fernseher, als dort das Wort „ejakulieren“ fällt. Tim fragt, was das bedeutet. Ich setze zu einer ausschweifenden Erklärung an, aber Tina unterbricht mich schon vor meiner ersten Silbe: „Abspritzen“ sagt sie.

Damit schaffte sie mit nur einem Wort Klarheit, zugleich signalisierte sie auch was. Und zwar, dass sie einen unverkrampften Blick auf die männliche Sexualität pflegte, eine Einladung zwischen den Zeilen: „Ich verurteile Männer nicht für ihre Sexualität, ich begrüße sie sogar.“ Und für mich, der ich um ihr kleines Geheimnis, ihrer Liebe zu Tim wusste, legte sie noch etwas offen: Sehnsucht. Nach ihm als Mann, nach Sex mit ihm, bei ihr soll er abspritzen. So wie Männer von Frauen träumen, sich nach intimen Zusammensein mit ihnen sehnen, so träumen Frauen auch von Männern. Ihre Sexualität ist aber etwas anders strukturiert: Sie wollen begehrt werden, das ist es, was sie erfüllt.

Über einen weiteren Fall unerfüllter Sehnsucht berichtete mir ein Freund. Und zwar über eine Beziehung, in der er der Kältere war. Jedenfalls kaufte sie teure Reizwäsche, machte sich zu recht um sich dann so zu präsentieren. Er aber blickte nur kurz von seinem Videospiel auf und meinte nur lahm: „Ja, nett“. Frauen leiden darunter, wenn sie nicht begehrt, geliebt werden. Sie wollen Sex, was aber in unserer Gesellschaft kaum kommuniziert wird.

Was nicht funktioniert: „I wanna lay you down on a bed of roses“

loewen

Für die Lesbe Alice Schwarzer ist die Sexualität zwischen Mann und Frau der Dreh- und Angelpunkt der gesamten Beziehung zwischen diesen. Hier entscheidet sich das ganze Geschlechterverhältnis, hier beginnt die „Unterdrückung“ des weiblichen Geschlechts. Ihr zufolge ist die verhasste „Penetration“ nichts anderes als gewaltsame Unterwerfung der Frau, weshalb man darauf zu verzichten habe. Dem haben einige Frauen widersprochen, zum Beispiel Bettina Röhl:

Wegen diesem, mit Verlaub doch ziemlich gefühllosen Unsinn, der die Anziehung zwischen Mann und Frau von der Pubertät an komplett negierte und die Sehnsucht der Männer danach in die Frau einzudringen und die Sehnsucht der Frau danach, den Mann in sich zu spüren, als nichtexistent erklärte und eben damit das doch wohl erhebliche Vergnügen mehr, das eben das Zusammenschlafen ausmacht, ausblendete, wurde Schwarzer ganz gewiss nicht zu einer Erfolgsautorin.

Im Sex manifestieren sich die Geschlechterrollen wie sonst nirgendswo. Ja, Alice Schwarzer hat Recht: Nirgendwo sonst ist der Mann so männlich und die Frau so weiblich wie beim Sex. Man mache mal den Test und stelle sich den Lebensschwur „I wann lay you down on a bed on roses“ mit getauschten Geschlechtern vor. Würde sich der Mann dabei wohl fühlen, wenn er von seiner Geliebten auf den Armen getragen würde und auf ein Rosenbett niedergelegt? Wäre es für die Frau erfüllend, wenn sie diesen urmännlichen Part übernehmen würde?

Und wenn die überwältigende Mehrheit aller Menschen darin übereinstimmt, dass das weniger prickelnd als vielmehr abtörnend wäre, wäre das tatsächlich allein auf soziale Prägung zurückzuführen, hätte Judith Butler Recht? Und wäre eine Gesellschaft nach den Wunschvorstellungen der Genderisten, in der solch ein Rollentausch der Alltag wäre, eine Utopie oder doch Dystopie? Wären die Menschen glücklich damit?

Die Geschlechterrollen sind aber auch außerhalb der Sexualität unterschiedlich. Der Mann hält die Frau nicht nur dann auf den Armen, wenn er sie über die Türschwelle trägt oder auf Rosen bettet, er trägt die ganze Beziehung. Emotionalität ist dem Klischee nach typisch weiblich und wie viele andere hat es einen wahren Kern – Die Frau kann ihren Gefühlen mehr nachgeben als der Mann, was ich für anerzogen halte: Der Mann hat zu funktionieren, und das kann er nicht, wenn er sich die ganze Zeit mit seinen Emotionen beschäftigen würde. Diese Selbstbeherrschung ist auch für die Beziehung relevant. Die Frau kann (hin und wieder) mal ihre Gefühle ausleben, zickig sein, ihre Tage haben, die Dramaqueen markieren, und der Mann hat das zu managen. Er ist wie der Fels in der Brandung, der trotz des Sturms der Gefühle felsenfest steht, der die Beziehung beschützt und nicht zulässt, dass sie beschädigt wird, auch nicht durch ihre Emotionalität.

Dass der Mann die Frau begehrt und diese sich danach sehnt, ihren Liebhaber in sich zu spüren, konstituiert die Geschlechter. Es ist tief verwurzelt weshalb das Ansinnen der Genderisten, die Geschlechter zu dekonstruieren zum Scheitern verurteilt ist – was nicht heißt, dass sie durch eine kranke Politik nicht viel Schaden anrichten können.

Sex als künstlich verknappte Ressource

Folgt man also der Theorie der „Rape-Culture„, dann ist Sex ein großes Übel für Frauen – „etwas, das Männer Frauen antun“ – und zugleich etwas, was sich der Mann – nötigenfalls mit Gewalt – einfach nimmt – sie gibt, er nimmt, womit die Rollen festgelegt sind, wer dankbar zu sein hat und wer nicht.

Auch hier zeigt sich wieder mal, dass die alte Formel gilt, wonach in der Realität das Gegenteil dessen zutrifft, was Feministen so postulieren: Denn Sex ist eine Ressource, die Frauen kontrollieren – sie hat es, er will es; da er damit etwas nimmt, steht er in der Pflicht eine Gegenleistung zu erbringen – für die Frau eine sehr profitable Perspektive auf Sex, und verdammt nah dran an Sexarbeit. Erschreckend viele Männer teilen die Haltung, dass es keinen Unterschied mache, ob man zu einer Professionellen gehe oder doch Sex in einer Beziehung hätte – zahlen müsse man so oder so…

Es werden im unterschiedlichem Grade weltweit Maßnahmen getroffen, um „billige Konkurrenz“ auszuschalten. Das bedeutet nicht nur, dass Frauen andere Frauen, die „günstig zu haben“ sind, als „Schlampen“ niedermachen, auch werden Alternativen verboten oder schlechtgeredet. So ist in vielen Ländern Prostitution illegal und häufig auch Pornografie.

Ein weiteres Mittel zur Kontrolle der männlichen Sexualität ist die Beschneidung. Beschneidung ist eine der häufigsten Operationen in den USA – 81% aller Männer zwischen 15 und 59 Jahren sind beschnitten – nicht aus religiösen Gründen, sondern um Jungen Autosexualität und damit Erleichterung zu verunmöglichen. Crumar schreibt:

Die eigentliche Funktion der Beschneidung war die Be- und Verhinderung masturbatorischer Praktiken, also die sprichwörtliche „control over one’s own sex drive“.
Dabei galt und gilt es zu verhindern, dass eine männliche Autonomie der Lustbefriedigung existiert; auf die Frau zu verzichten soll per körperlicher Zurichtung bestenfalls unmöglich werden.

Parallel wird eine Propaganda verbreitet, nach der Onanieren üble Folgen wie z.B. Schwachsinn hätte – über den „Dorftrottel“ heißt es, dass er es sich selbst mache und dient damit als abschreckendes Beispiel.

Zusätzlich wird kommuniziert, Sex sei etwas, das „Männer Frauen antun“. Damit gerät der Mann erst Recht in die Pflicht, es wieder „gutzumachen“ – zum Beispiel dadurch, dass er sein ganzes Leben lang für sie arbeitet.

Einem Mann also, der auf Sex nicht verzichten möchte oder kann, und dem alle Alternativen – Onanieren, Prostitution – genommen wurden, bleibt nur noch, eine Beziehung zu einer Frau einzugehen – und das heißt dann meistens, dass er für sie arbeitet, ihr Leben unterhält, sein Leben lang. Denn sie kontrolliert entgegen der Propaganda der „Rape-Culture“ das kostbare Gut; mit etwas Glück kann sie so einen finanziell potenten Mann an sich binden, was auf ihrer Seite des Deals ein abgesichertes Leben mit wenig oder gar keiner Erwerbsarbeit bedeutet. Ein alter Freund erklärte mir mal stolz, dass er dahinter gekommen war, wie das mit dem Sex in seiner Beziehung laufe: Seine Freundin verteilte Punkte (nicht allzu offensichtlich) für Wohlverhalten und wenn genug beisammen waren, durfte er ran. Anstatt mit ihr Schluss zu machen nahm er das als Ansporn, eben dieses Wohlverhalten an den Tag zu legen (das war vor Pick-Up).

Solches Regulieren des Sexes zum Manipulieren mit Sex vergiftet die ganze Beziehung. Ein Mittel dieser Manipulation ist die Romantik. Entgegen feministischer Rhetorik, wonach romantische Liebe eine Idealisierung und Verdrängung der Frau von Vergewaltigung – „was Männer Frauen antun“ – sei, dient sie der Manipulation des Mannes. Um das nicht zu missverstehen: Sex mit Liebe ist eines der schönsten Dinge überhaupt, aber Romantik kann natürlich auch missbraucht werden. Dazu ein Gegenmodell:

Ein anderes vielbeachtetes Vertragskonzept legte die amerikanische Zeitschrift »Couple« vor, ein Magazin für verheiratete und unverheiratete Paare. In diesem »Quickie-Kontrakt« versprechen sich die Partner gegenseitig bei Bedarf eine schnelle Nummer, wenn es sein muss auch im Taxi oder auf der Straße oder wenn einer der Partner gerade keine Lust hat. Alle Paare, die sich darauf einließen, berichteten über eine gewaltige Verbesserung ihrer erotischen Lebensqualität (213,122). Seinem Partner zuliebe die eigene Unlust zu überwinden ist natürlich genau das, was viele Feministinnen als »Vergewaltigung« bezeichnen.

Soweit ich das mitbekomme, wird das auch in schwulen Beziehungen so gelebt. Schwule neigen nicht dazu, Sex künstlich zu verknappen um damit Beziehungsmacht auszuleben.

Dies kann auch zum Vorteil der Frau sein. Auch Frauen wünschen und sehnen sich nach Sex, was in unserer Gesellschaft zugunsten der Er-nimmt-sie-gibt-Sichtweise aber kaum kommuniziert wird. Schon Esther Vilar merkte im Streitgespräch mit der Lesbe Alice Schwarzer an, dass einer Frau, die Spaß am Sex hat, zweimal die Woche doch viel zu wenig sei, ein Aufkommen, welches für Schwarzer aber einfach nur „sexuelle Ausbeutung“ war. Die Frau muss nicht die Frigide spielen.

Entgegen der feministischen Theorie kontrollieren also Frauen die Ressource Sex und üben so Macht aus, Esther Vilar: Das kältere Geschlecht hat die Macht.

Crumar: Seine Verantwortung, ihr Urteil

Ein Kommentar, zu wertvoll, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

In dem Vorgang, dass er postkoital fragt und sie antwortet sind zwei Grundüberzeugungen enthalten, nämlich die der aktiven Rolle des Mannes in der Sexualität und dass letztlich Sex etwas ist, was „Mann“ will und dessen Qualität „Frau“ postkoital zu urteilen hat.
Wer im Nachhinein Noten über eine vorher zu erbringende Arbeit eines anderen verteilen kann, ist m.E. klar im Vorteil und der zugrunde liegende Vorgang weist auf ein Machtgefälle hin, welches konträr zu feministischen Voraussagen entstanden ist.

Aus diesem Machtgefälle und Grundschullehrerin-Bedürfnis wiederum entstehen dann weibliche Bücher a la „Meine 10 schlechtesten sexuellen Erlebnisse“.
Auf eine bizarre Art und Weise ist die Eingangsvoraussetzung solcher Frauenliteratur „vergessen“ zu haben, dass 50% von „sexuelle Erlebnisse“ aus der Autorin bestanden haben.
Dass zwischen sexueller Selektion und postkoitaler Bewertung eine gewisse – nun ja – zeitliche Deckungslücke besteht und sich nichts, rein gar nichts ändern wird, wenn Frau auf anwesende Abwesende plädiert, wird sich irgendwann herumsprechen.
Hoffe ich.

Und wenn bspw. Männer höflich darauf verzichten würden, ihr eigenes Bedürfnis nach gelungener partnerschaftlicher Sexualität mit einem Brettspiel zu verwechseln und lernen würden, eigene Ansprüche und Bedürfnisse zu thematisieren sowie die Partnerin ermutigen, solche zu artikulieren, dann könnten wir einen Schritt gemeinsam nach vorne gehen.

Magarete Stokowski: „Diversität im Schlafzimmer“

Magarete-„Frauen-wollen-ihre-Vulva-zurück“-Stokowski, die sehr gut darin ist, feministische Totalitarismen zu verschleiern und damit ihre Leser in die Irre zu führen:

Petersons claim to fame ist es, dass er [Jordan Peterson] sich 2016 von den Plänen der kanadischen Regierung unterdrückt fühlte, ein Gesetz einzuführen, das Transgender vor Diskriminierung durch falsche Bezeichnungen schützen soll. Peterson befand sich davon in seiner Redefreiheit eingeschränkt. […] Stattdessen viel Platz für Beobachtungen wie diese: „Aber gerade die radikale Linke hat einen Knoten in der Unterhose wegen der sexuellen Übergriffe. Die #MeToo-Bewegung ist überall. In 20 amerikanischen Staaten haben wir Gesetze, die die ausdrückliche Zustimmung zu Sex regeln.“ Ja, grausame Zeiten, in denen man Leute nicht ungefragt vögeln darf.

…hat einen neuen Coup gelandet:

Während Transsexuelle vor falscher Anrede geschützt werden und verschiedene Städte das bloße Mitmeinen der halben Bevölkerung in der Amtssprache unterbinden, sieht es in vielen Schlafzimmern immer noch so aus, als ob wir uns im dritten Reicht befänden, unter der Herrschaft von Nazis, die die vielfältigen, diversen Geschlechter auf zwei reduzierten und damit eine binäre Ordnung durchzusetzten. […] Es ist falsch, Transsexuelle oder Frauen sprachlich zu diskriminieren und genauso ist es falsch, die heteronormative Zwangssexualität im Bett zu reproduzieren. […] Hier im Schlafzimmer, beim Liebesspiel, das für viele Frauen weniger Vergnügen als ein Joch ist, wird die letzte Schlacht geschlagen, gewinnen die diversen Geschlechter abseits der Binarität an Leben. Wenn hier, im Intimen, die Alternativen zur Zweigeschlechtigkeit nicht durchgesetzt werden, sind sie auch im Alltäglichen chancenlos. Insofern ist es nur konsequent, für den Sex die Anwesenheit mindestens eines Trans- oder Intersexuellen vorzuschreiben. Die Klage der Mimosenmänner, die sich jetzt schon von selbstbewusst-sexuellen Frauen bedroht sehen, und ihre Angst, nicht mehr den einzigen Ständer im Raum zu haben, wird natürlich nicht lange auf sich warten lassen, kann aber getrost ignoriert werden.

Männer in Reizwäsche

Mann in Pin-Up-Frauenpose

Der Künstler, von dem dieses Kunstwerk rechts stammt, hat ein wichtiges Anliegen: Er will auf Sexismus aufmerksam machen. Deshalb stellt er Männer in Frauenposen dar, was dazu führen soll, dass der Beobachter seinen Sexismus reflektiert. Denn Männer in Frauenposen wirken: Lächerlich. Und damit sei es frauenfeindlich, Frauen in Frauenposen darzustellen, denn diese würden dadurch auch lächerlich gemacht und erniedrigt werden.

Das schießt nahtlos an an die Theorie, dass sämtliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern sozial konstruiert seien – einschließlich der Heterosexualität. Linguisten – von denen solch kruden These stammen – haben somit offenbar keine Ahnung etwa von Evolution, in welcher Heterosexualität zu Fortpflanzung und damit zur Erhaltung der Art führt – und zwar so einer Art, die eben heterosexuell ist. Deshalb unterscheiden sich die Geschlechter – auch was ihre Wahrnehmung betrifft. Wenn ein Weibchen ihren Hintern in einer aufreizenden Pose präsentiert, ist das für Männer sexy – das kommt von Sex und führt zu Sex. Weibliche Sexualität hingegen ist etwas anders gestrickt, vermutlich weil für sie Fortpflanzung wesentlich aufwendiger und auch riskanter ist – wenn der Lebensunterhalt nicht gesichert ist, kann man schon mal verhungern – womit es für Frauen nicht so sinnvoll ist, ohne weiteres auf einen hingehaltenen Männerhintern drauf zu springen. Nein: Wenn Frauen so wie Männer ticken würden, dann hätten sich Männer – die Chance nutzend, eine Frau ins Bett zu kriegen – immer schon in Pin-Up-Posen gezeigt, ganz selbstverständlich, und dann würden sie darin auch nicht „schwul“ oder lächerlich wirken.

Jetzt gibt es ein Unternehmen, dass Reizwäsche für Männer anbietet, und damit wirbt, dass diese von immer mehr Männern „entdeckt“ wird. Nun, wenn sich manche Soziologiestudenten, die Männlichkeit „dekonstruieren“ wollen, zum Affen machen, dann ist das ihr Ding. Etwas anderes kotzt mich an, wie zum Beispiel bei dieser Berichterstattung hier, dort heißt es:

An sich ein guter Gedanke, wenn man bedenkt, dass wir in unserer Gesellschaft alles daran setzen, Frauen die gleichen Rechte und Möglichkeiten wie Männern einzuräumen. Andersrum sollte Gleichberechtigung schließlich auch funktionieren.

Was für eine bodenlose Heuchelei! Wenn es diesen angeblichen Männerfreunden wirklich um Gleichberechtigung ginge, dann würden sie mal thematisieren, dass Jungen im Schulbetrieb systematisch abgehängt werden. Sie würden mal kritisch anmerken, dass es ein Widerspruch ist, dass Männer angeblich bevorzugt seien, aber die große Masse der Selbstmörder stellen. Sie würden die Benachteiligung der Väter im Sorgerecht anprangern. Ich stellte hier schon mal die Frage, warum es diesen Anhängern der „Gleichberechtigung“ eigentlich scheißegal ist, wenn ein Mann obdachlos unter einer Brücke krepiert, sie aber voller Leidenschaft dabei sind, wenn es um das Recht der Männer geht, auch Röcke zu tragen. Um mich zu wiederholen: Das liegt daran, dass der Mann mit der Verweiblichung der Lächerlichkeit preisgegeben wird. Seine Erniedrigung ist es, was die Freude auslöst. Ein Mann, der sich in Reizwäsche kleidet, markiert die dekonstruierte Männlichkeit und ist damit höchstes Ziel der Genderisten.