Archiv der Kategorie: Sex

Alltäglicher Sex wird strafbar

In Schweden und seit neuestem auch in Dänemark und in abgeschwächter Form auch in Deutschland ist Sex so, wie ihn die Mehrheit der Bevölkerung alltäglich praktiziert – mit nonverbaler Zustimmung – strafbar.

Dass nun der Sex und die Zustimmung mit einer App dokumentiert werden soll, ist so ein Fall, bei dem die Realität die Satire überholt. Besonders in Männerrechtskreisen machte man sich schon vor Jahren darüber lustig, dass zum Sex wohl bald ein notariell beglaubigter Vertrag nötig sei und dass die Anwälte mit im Bett liegen. Jetzt ist es real.

Es zeigt, dass Slogans wie „Das Private ist politisch“ ernst genommen werden sollten – denn dann ist das Private zerstört. Dann gibt es keine Privatsphäre mehr. Der Staat regiert im Auftrag der Feministen bis ins Schlafzimmer hinein und schreibt totalitär vor, wie eine der intimsten Betätigungen zwischen den Menschen abzulaufen hat. Besonders auf die Spitze getrieben wird das sogenannte Konsensprinzip an den Universitäten der USA. Dort reicht noch nicht mal ein einfaches „Ja“ als Antwort, jede sexuelle Handlung muss abgefragt und einzeln genehmigt werden, wobei auch hier ein „Ja“ nicht ausreicht, sie muss in der Antwort benannt werden: „Darf ich deine Brüste streicheln?“ – „Ja, Du darfst meine Brüste streicheln.“

Für einen Mann wird Sex mit einer Frau zu einem unkalkulierbaren Risiko, diese Gesetze entfremden die Geschlechter. Selbst wenn eine Frau Lust auf z.B. Küssen hat, so hat sie es wahrscheinlich nicht mehr, wenn sie gefragt wird, ob er sie küssen darf, das ist nicht nur meine Erfahrung. Sex, sowieso schon eine Herausforderung, wird damit noch mal komplizierter. Allerdings ist Feministen ein Auseinanderdriften der Geschlechter nur Recht. Ihnen ist es lieber, wenn eine Frau allein bleibt, als dass sie sich einem Vertreter des Klassenfeindes verbunden fühlt: „Eine Frau ohne Mann ist wie ein Fisch ohne Fahrrad.“

Du bist schuldig, mein lieber BDSMler! Was Sex mit Rassismus zu tun hat

Ich weiß gar nicht, wie ich im Zusammenhang mit Rassismus darauf komme, aber: Ein Tipp für Schwulenhasser. Und jetzt eine weitere Runde dieses schönen Spiels:

Bei Missy will man, dass man sich beim BDSM-Spiel so richtig schön schuldig fühlt, dass man reflektiert, dass das Spiel „Top und Bottom“ untrennbar verbunden wäre mit der historischen Sklaverei: „Wir spielen auch mit Echos und Resten in unserem kulturellen Gedächtnis, weil die Symboliken Teil unseres Wissens sind, auch wenn wir wenig oder kein bewusst erlerntes Wissen über Dinge haben. Symbole und Rollen(-vorstellungen) sind ins kulturelle Gedächtnis eingeschrieben. … bla bla bla … Mit Sklav*innen zu spielen, ist Race-Play. Es nicht zu reflektieren, ist gefährlich und beleidigend.“

Was reflektiert werden soll, ist „Maafa“. Das steht für die Gesamtheit aller Verbrechen an Schwarzen. Wenn also Schwarze aus Rassenhass Weiße ermorden, dann spielt das für die noblen Antirassisten, die wollen, dass man zu Kreuze kriecht, bevor man sich sadomasomäßig amüsiert, keine Rolle. Es ist egal, dass mehr Schwarze Weiße töten als umgekehrt, das ist eben nicht Maafa. Ungeklärt bleibt dabei, ob es auch Maafa ist, wenn schwarze Stammeshäuptlinge Schwarze in die Sklaverei verkaufen, wozu es oft kam (und kommt?).

Zurück zu BDSM: Dort herrscht eine Beziehung zwischen Top und Bottom, die sich qualitativ von der eines z.B. muslimischen Sklavenhalters und einem Sklaven unterscheidet: Der Top übernimmt auf sehr intime Weise Verantwortung für das Wohlergehen des Bottoms. Wenn man hier seine Schuldigkeit, seine Verstricktheit in die Verbrechen gegen Schwarze eingestehen soll, Reue üben und Buße tun für Verbrechen, mit denen er nichts zu tun hat, dann macht das genauso viel Sinn, wie wenn Geschäftspartner, zwischen denen Geld den Besitzer wechselt, bedenken sollen, dass es auch Diebstahl und Raubmord gibt. Dazu wird es aber nicht kommen, denn das bedient kein Feindbild, wie das des Weißen, gegen den man seinen Hass ausleben kann. Wahrscheinlicher ist da eher, dass Männlein und Weiblein beim Sex reflektieren sollen, dass es auch Vergewaltigung gibt, was in der Rape-Culture tief ins „kulturelle Bewusstsein“ eingeprägt ist. Hier hat man ein klar umrissenes Feindbild: Den Mann, den weißen. Und tatsächlich ist ja nach Ansicht einiger Feministen Sex nicht von Vergewaltigung zu unterscheiden.

Der Autorin bescheinige ich eine gehörige Portion Rassismus, welches ihr (Selbst-)Bewusstsein konstituiert, woraus sie ihren Selbstwert zieht, sowie massiv selektive Wahrnehmung in Kombination mit Hysterie.

Über die weibliche verborgene Sehnsucht

Was in unseren Zeiten gnadenlos untergeht, ist, dass auch Frauen sexuelle Wesen sind, sich nach einem sexuellen Mann sehnen – dieser aber wird in unserer vergifteten Kultur als Unhold gezeichnet.

Nennen wir sie Tim und Tina. Tina liebt Tim, was Tim aber nicht weiß. Und Tina weiß nicht, wie sie Tim verführen kann. Jedenfalls sitzen wir zu dritt vor dem Fernseher, als dort das Wort „ejakulieren“ fällt. Tim fragt, was das bedeutet. Ich setze zu einer ausschweifenden Erklärung an, aber Tina unterbricht mich schon vor meiner ersten Silbe: „Abspritzen“ sagt sie.

Damit schaffte sie mit nur einem Wort Klarheit, zugleich signalisierte sie auch was. Und zwar, dass sie einen unverkrampften Blick auf die männliche Sexualität pflegte, eine Einladung zwischen den Zeilen: „Ich verurteile Männer nicht für ihre Sexualität, ich begrüße sie sogar.“ Und für mich, der ich um ihr kleines Geheimnis, ihrer Liebe zu Tim wusste, legte sie noch etwas offen: Sehnsucht. Nach ihm als Mann, nach Sex mit ihm, bei ihr soll er abspritzen. So wie Männer von Frauen träumen, sich nach intimen Zusammensein mit ihnen sehnen, so träumen Frauen auch von Männern. Ihre Sexualität ist aber etwas anders strukturiert: Sie wollen begehrt werden, das ist es, was sie erfüllt.

Über einen weiteren Fall unerfüllter Sehnsucht berichtete mir ein Freund. Und zwar über eine Beziehung, in der er der Kältere war. Jedenfalls kaufte sie teure Reizwäsche, machte sich zu recht um sich dann so zu präsentieren. Er aber blickte nur kurz von seinem Videospiel auf und meinte nur lahm: „Ja, nett“. Frauen leiden darunter, wenn sie nicht begehrt, geliebt werden. Sie wollen Sex, was aber in unserer Gesellschaft kaum kommuniziert wird.

Was nicht funktioniert: „I wanna lay you down on a bed of roses“

loewen

Für die Lesbe Alice Schwarzer ist die Sexualität zwischen Mann und Frau der Dreh- und Angelpunkt der gesamten Beziehung zwischen diesen. Hier entscheidet sich das ganze Geschlechterverhältnis, hier beginnt die „Unterdrückung“ des weiblichen Geschlechts. Ihr zufolge ist die verhasste „Penetration“ nichts anderes als gewaltsame Unterwerfung der Frau, weshalb man darauf zu verzichten habe. Dem haben einige Frauen widersprochen, zum Beispiel Bettina Röhl:

Wegen diesem, mit Verlaub doch ziemlich gefühllosen Unsinn, der die Anziehung zwischen Mann und Frau von der Pubertät an komplett negierte und die Sehnsucht der Männer danach in die Frau einzudringen und die Sehnsucht der Frau danach, den Mann in sich zu spüren, als nichtexistent erklärte und eben damit das doch wohl erhebliche Vergnügen mehr, das eben das Zusammenschlafen ausmacht, ausblendete, wurde Schwarzer ganz gewiss nicht zu einer Erfolgsautorin.

Im Sex manifestieren sich die Geschlechterrollen wie sonst nirgendswo. Ja, Alice Schwarzer hat Recht: Nirgendwo sonst ist der Mann so männlich und die Frau so weiblich wie beim Sex. Man mache mal den Test und stelle sich den Lebensschwur „I wann lay you down on a bed on roses“ mit getauschten Geschlechtern vor. Würde sich der Mann dabei wohl fühlen, wenn er von seiner Geliebten auf den Armen getragen würde und auf ein Rosenbett niedergelegt? Wäre es für die Frau erfüllend, wenn sie diesen urmännlichen Part übernehmen würde?

Und wenn die überwältigende Mehrheit aller Menschen darin übereinstimmt, dass das weniger prickelnd als vielmehr abtörnend wäre, wäre das tatsächlich allein auf soziale Prägung zurückzuführen, hätte Judith Butler Recht? Und wäre eine Gesellschaft nach den Wunschvorstellungen der Genderisten, in der solch ein Rollentausch der Alltag wäre, eine Utopie oder doch Dystopie? Wären die Menschen glücklich damit?

Die Geschlechterrollen sind aber auch außerhalb der Sexualität unterschiedlich. Der Mann hält die Frau nicht nur dann auf den Armen, wenn er sie über die Türschwelle trägt oder auf Rosen bettet, er trägt die ganze Beziehung. Emotionalität ist dem Klischee nach typisch weiblich und wie viele andere hat es einen wahren Kern – Die Frau kann ihren Gefühlen mehr nachgeben als der Mann, was ich für anerzogen halte: Der Mann hat zu funktionieren, und das kann er nicht, wenn er sich die ganze Zeit mit seinen Emotionen beschäftigen würde. Diese Selbstbeherrschung ist auch für die Beziehung relevant. Die Frau kann (hin und wieder) mal ihre Gefühle ausleben, zickig sein, ihre Tage haben, die Dramaqueen markieren, und der Mann hat das zu managen. Er ist wie der Fels in der Brandung, der trotz des Sturms der Gefühle felsenfest steht, der die Beziehung beschützt und nicht zulässt, dass sie beschädigt wird, auch nicht durch ihre Emotionalität.

Dass der Mann die Frau begehrt und diese sich danach sehnt, ihren Liebhaber in sich zu spüren, konstituiert die Geschlechter. Es ist tief verwurzelt weshalb das Ansinnen der Genderisten, die Geschlechter zu dekonstruieren zum Scheitern verurteilt ist – was nicht heißt, dass sie durch eine kranke Politik nicht viel Schaden anrichten können.

Sex als künstlich verknappte Ressource

Folgt man also der Theorie der „Rape-Culture„, dann ist Sex ein großes Übel für Frauen – „etwas, das Männer Frauen antun“ – und zugleich etwas, was sich der Mann – nötigenfalls mit Gewalt – einfach nimmt – sie gibt, er nimmt, womit die Rollen festgelegt sind, wer dankbar zu sein hat und wer nicht.

Auch hier zeigt sich wieder mal, dass die alte Formel gilt, wonach in der Realität das Gegenteil dessen zutrifft, was Feministen so postulieren: Denn Sex ist eine Ressource, die Frauen kontrollieren – sie hat es, er will es; da er damit etwas nimmt, steht er in der Pflicht eine Gegenleistung zu erbringen – für die Frau eine sehr profitable Perspektive auf Sex, und verdammt nah dran an Sexarbeit. Erschreckend viele Männer teilen die Haltung, dass es keinen Unterschied mache, ob man zu einer Professionellen gehe oder doch Sex in einer Beziehung hätte – zahlen müsse man so oder so…

Es werden im unterschiedlichem Grade weltweit Maßnahmen getroffen, um „billige Konkurrenz“ auszuschalten. Das bedeutet nicht nur, dass Frauen andere Frauen, die „günstig zu haben“ sind, als „Schlampen“ niedermachen, auch werden Alternativen verboten oder schlechtgeredet. So ist in vielen Ländern Prostitution illegal und häufig auch Pornografie.

Ein weiteres Mittel zur Kontrolle der männlichen Sexualität ist die Beschneidung. Beschneidung ist eine der häufigsten Operationen in den USA – 81% aller Männer zwischen 15 und 59 Jahren sind beschnitten – nicht aus religiösen Gründen, sondern um Jungen Autosexualität und damit Erleichterung zu verunmöglichen. Crumar schreibt:

Die eigentliche Funktion der Beschneidung war die Be- und Verhinderung masturbatorischer Praktiken, also die sprichwörtliche „control over one’s own sex drive“.
Dabei galt und gilt es zu verhindern, dass eine männliche Autonomie der Lustbefriedigung existiert; auf die Frau zu verzichten soll per körperlicher Zurichtung bestenfalls unmöglich werden.

Parallel wird eine Propaganda verbreitet, nach der Onanieren üble Folgen wie z.B. Schwachsinn hätte – über den „Dorftrottel“ heißt es, dass er es sich selbst mache und dient damit als abschreckendes Beispiel.

Zusätzlich wird kommuniziert, Sex sei etwas, das „Männer Frauen antun“. Damit gerät der Mann erst Recht in die Pflicht, es wieder „gutzumachen“ – zum Beispiel dadurch, dass er sein ganzes Leben lang für sie arbeitet.

Einem Mann also, der auf Sex nicht verzichten möchte oder kann, und dem alle Alternativen – Onanieren, Prostitution – genommen wurden, bleibt nur noch, eine Beziehung zu einer Frau einzugehen – und das heißt dann meistens, dass er für sie arbeitet, ihr Leben unterhält, sein Leben lang. Denn sie kontrolliert entgegen der Propaganda der „Rape-Culture“ das kostbare Gut; mit etwas Glück kann sie so einen finanziell potenten Mann an sich binden, was auf ihrer Seite des Deals ein abgesichertes Leben mit wenig oder gar keiner Erwerbsarbeit bedeutet. Ein alter Freund erklärte mir mal stolz, dass er dahinter gekommen war, wie das mit dem Sex in seiner Beziehung laufe: Seine Freundin verteilte Punkte (nicht allzu offensichtlich) für Wohlverhalten und wenn genug beisammen waren, durfte er ran. Anstatt mit ihr Schluss zu machen nahm er das als Ansporn, eben dieses Wohlverhalten an den Tag zu legen (das war vor Pick-Up).

Solches Regulieren des Sexes zum Manipulieren mit Sex vergiftet die ganze Beziehung. Ein Mittel dieser Manipulation ist die Romantik. Entgegen feministischer Rhetorik, wonach romantische Liebe eine Idealisierung und Verdrängung der Frau von Vergewaltigung – „was Männer Frauen antun“ – sei, dient sie der Manipulation des Mannes. Um das nicht zu missverstehen: Sex mit Liebe ist eines der schönsten Dinge überhaupt, aber Romantik kann natürlich auch missbraucht werden. Dazu ein Gegenmodell:

Ein anderes vielbeachtetes Vertragskonzept legte die amerikanische Zeitschrift »Couple« vor, ein Magazin für verheiratete und unverheiratete Paare. In diesem »Quickie-Kontrakt« versprechen sich die Partner gegenseitig bei Bedarf eine schnelle Nummer, wenn es sein muss auch im Taxi oder auf der Straße oder wenn einer der Partner gerade keine Lust hat. Alle Paare, die sich darauf einließen, berichteten über eine gewaltige Verbesserung ihrer erotischen Lebensqualität (213,122). Seinem Partner zuliebe die eigene Unlust zu überwinden ist natürlich genau das, was viele Feministinnen als »Vergewaltigung« bezeichnen.

Soweit ich das mitbekomme, wird das auch in schwulen Beziehungen so gelebt. Schwule neigen nicht dazu, Sex künstlich zu verknappen um damit Beziehungsmacht auszuleben.

Dies kann auch zum Vorteil der Frau sein. Auch Frauen wünschen und sehnen sich nach Sex, was in unserer Gesellschaft zugunsten der Er-nimmt-sie-gibt-Sichtweise aber kaum kommuniziert wird. Schon Esther Vilar merkte im Streitgespräch mit der Lesbe Alice Schwarzer an, dass einer Frau, die Spaß am Sex hat, zweimal die Woche doch viel zu wenig sei, ein Aufkommen, welches für Schwarzer aber einfach nur „sexuelle Ausbeutung“ war. Die Frau muss nicht die Frigide spielen.

Entgegen der feministischen Theorie kontrollieren also Frauen die Ressource Sex und üben so Macht aus, Esther Vilar: Das kältere Geschlecht hat die Macht.

Crumar: Seine Verantwortung, ihr Urteil

Ein Kommentar, zu wertvoll, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

In dem Vorgang, dass er postkoital fragt und sie antwortet sind zwei Grundüberzeugungen enthalten, nämlich die der aktiven Rolle des Mannes in der Sexualität und dass letztlich Sex etwas ist, was „Mann“ will und dessen Qualität „Frau“ postkoital zu urteilen hat.
Wer im Nachhinein Noten über eine vorher zu erbringende Arbeit eines anderen verteilen kann, ist m.E. klar im Vorteil und der zugrunde liegende Vorgang weist auf ein Machtgefälle hin, welches konträr zu feministischen Voraussagen entstanden ist.

Aus diesem Machtgefälle und Grundschullehrerin-Bedürfnis wiederum entstehen dann weibliche Bücher a la „Meine 10 schlechtesten sexuellen Erlebnisse“.
Auf eine bizarre Art und Weise ist die Eingangsvoraussetzung solcher Frauenliteratur „vergessen“ zu haben, dass 50% von „sexuelle Erlebnisse“ aus der Autorin bestanden haben.
Dass zwischen sexueller Selektion und postkoitaler Bewertung eine gewisse – nun ja – zeitliche Deckungslücke besteht und sich nichts, rein gar nichts ändern wird, wenn Frau auf anwesende Abwesende plädiert, wird sich irgendwann herumsprechen.
Hoffe ich.

Und wenn bspw. Männer höflich darauf verzichten würden, ihr eigenes Bedürfnis nach gelungener partnerschaftlicher Sexualität mit einem Brettspiel zu verwechseln und lernen würden, eigene Ansprüche und Bedürfnisse zu thematisieren sowie die Partnerin ermutigen, solche zu artikulieren, dann könnten wir einen Schritt gemeinsam nach vorne gehen.

Magarete Stokowski: „Diversität im Schlafzimmer“

Magarete-„Frauen-wollen-ihre-Vulva-zurück“-Stokowski, die sehr gut darin ist, feministische Totalitarismen zu verschleiern und damit ihre Leser in die Irre zu führen:

Petersons claim to fame ist es, dass er [Jordan Peterson] sich 2016 von den Plänen der kanadischen Regierung unterdrückt fühlte, ein Gesetz einzuführen, das Transgender vor Diskriminierung durch falsche Bezeichnungen schützen soll. Peterson befand sich davon in seiner Redefreiheit eingeschränkt. […] Stattdessen viel Platz für Beobachtungen wie diese: „Aber gerade die radikale Linke hat einen Knoten in der Unterhose wegen der sexuellen Übergriffe. Die #MeToo-Bewegung ist überall. In 20 amerikanischen Staaten haben wir Gesetze, die die ausdrückliche Zustimmung zu Sex regeln.“ Ja, grausame Zeiten, in denen man Leute nicht ungefragt vögeln darf.

…hat einen neuen Coup gelandet:

Während Transsexuelle vor falscher Anrede geschützt werden und verschiedene Städte das bloße Mitmeinen der halben Bevölkerung in der Amtssprache unterbinden, sieht es in vielen Schlafzimmern immer noch so aus, als ob wir uns im dritten Reicht befänden, unter der Herrschaft von Nazis, die die vielfältigen, diversen Geschlechter auf zwei reduzierten und damit eine binäre Ordnung durchzusetzten. […] Es ist falsch, Transsexuelle oder Frauen sprachlich zu diskriminieren und genauso ist es falsch, die heteronormative Zwangssexualität im Bett zu reproduzieren. […] Hier im Schlafzimmer, beim Liebesspiel, das für viele Frauen weniger Vergnügen als ein Joch ist, wird die letzte Schlacht geschlagen, gewinnen die diversen Geschlechter abseits der Binarität an Leben. Wenn hier, im Intimen, die Alternativen zur Zweigeschlechtigkeit nicht durchgesetzt werden, sind sie auch im Alltäglichen chancenlos. Insofern ist es nur konsequent, für den Sex die Anwesenheit mindestens eines Trans- oder Intersexuellen vorzuschreiben. Die Klage der Mimosenmänner, die sich jetzt schon von selbstbewusst-sexuellen Frauen bedroht sehen, und ihre Angst, nicht mehr den einzigen Ständer im Raum zu haben, wird natürlich nicht lange auf sich warten lassen, kann aber getrost ignoriert werden.

Männer in Reizwäsche

Mann in Pin-Up-Frauenpose

Der Künstler, von dem dieses Kunstwerk rechts stammt, hat ein wichtiges Anliegen: Er will auf Sexismus aufmerksam machen. Deshalb stellt er Männer in Frauenposen dar, was dazu führen soll, dass der Beobachter seinen Sexismus reflektiert. Denn Männer in Frauenposen wirken: Lächerlich. Und damit sei es frauenfeindlich, Frauen in Frauenposen darzustellen, denn diese würden dadurch auch lächerlich gemacht und erniedrigt werden.

Das schießt nahtlos an an die Theorie, dass sämtliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern sozial konstruiert seien – einschließlich der Heterosexualität. Linguisten – von denen solch kruden These stammen – haben somit offenbar keine Ahnung etwa von Evolution, in welcher Heterosexualität zu Fortpflanzung und damit zur Erhaltung der Art führt – und zwar so einer Art, die eben heterosexuell ist. Deshalb unterscheiden sich die Geschlechter – auch was ihre Wahrnehmung betrifft. Wenn ein Weibchen ihren Hintern in einer aufreizenden Pose präsentiert, ist das für Männer sexy – das kommt von Sex und führt zu Sex. Weibliche Sexualität hingegen ist etwas anders gestrickt, vermutlich weil für sie Fortpflanzung wesentlich aufwendiger und auch riskanter ist – wenn der Lebensunterhalt nicht gesichert ist, kann man schon mal verhungern – womit es für Frauen nicht so sinnvoll ist, ohne weiteres auf einen hingehaltenen Männerhintern drauf zu springen. Nein: Wenn Frauen so wie Männer ticken würden, dann hätten sich Männer – die Chance nutzend, eine Frau ins Bett zu kriegen – immer schon in Pin-Up-Posen gezeigt, ganz selbstverständlich, und dann würden sie darin auch nicht „schwul“ oder lächerlich wirken.

Jetzt gibt es ein Unternehmen, dass Reizwäsche für Männer anbietet, und damit wirbt, dass diese von immer mehr Männern „entdeckt“ wird. Nun, wenn sich manche Soziologiestudenten, die Männlichkeit „dekonstruieren“ wollen, zum Affen machen, dann ist das ihr Ding. Etwas anderes kotzt mich an, wie zum Beispiel bei dieser Berichterstattung hier, dort heißt es:

An sich ein guter Gedanke, wenn man bedenkt, dass wir in unserer Gesellschaft alles daran setzen, Frauen die gleichen Rechte und Möglichkeiten wie Männern einzuräumen. Andersrum sollte Gleichberechtigung schließlich auch funktionieren.

Was für eine bodenlose Heuchelei! Wenn es diesen angeblichen Männerfreunden wirklich um Gleichberechtigung ginge, dann würden sie mal thematisieren, dass Jungen im Schulbetrieb systematisch abgehängt werden. Sie würden mal kritisch anmerken, dass es ein Widerspruch ist, dass Männer angeblich bevorzugt seien, aber die große Masse der Selbstmörder stellen. Sie würden die Benachteiligung der Väter im Sorgerecht anprangern. Ich stellte hier schon mal die Frage, warum es diesen Anhängern der „Gleichberechtigung“ eigentlich scheißegal ist, wenn ein Mann obdachlos unter einer Brücke krepiert, sie aber voller Leidenschaft dabei sind, wenn es um das Recht der Männer geht, auch Röcke zu tragen. Um mich zu wiederholen: Das liegt daran, dass der Mann mit der Verweiblichung der Lächerlichkeit preisgegeben wird. Seine Erniedrigung ist es, was die Freude auslöst. Ein Mann, der sich in Reizwäsche kleidet, markiert die dekonstruierte Männlichkeit und ist damit höchstes Ziel der Genderisten.

Flirten und Sex: Ein totalitärer weißer Ritter will das „Richtige“ durchsetzen

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Im Jugendableger der Süddeutschen erzählt ein weißer Ritter, wie er es mit dem Flirten hält. Er beschreibt hierzu die prickelnde Spannung und die Zweifel darüber, ob der jetzige Zeitpunkt der richtige ist, sie zu küssen, so wie das nunmal ist in einem mit erotischer Spannung geladenen Flirt, der auch Unwägbarkeiten enthält, und in dem man durchaus auch dem Risiko ausgesetzt ist, einen Schritt zu früh zu gehen. Das gehört dazu.

Jetzt ist unser weißer Ritter aber ein Anhänger des „Aussprech-Prinzips„, das heißt er fragt um Erlaubnis, ob er sie küssen darf. Ihre Reaktion darauf sagt alles über Feminismus und Frauen, ihre Beziehung zueinander und wie gut der Feminismus Frauen kennt und sie respektiert:

„Du Raffnix! Deute doch mal die Signale richtig. Wenn Du fragst, ruiniert das die Stimmung!“

Damit wäre eigentlich alles gesagt: Die Frauen empfinden das „Konsensprinzip“ als Stimmungstöter und wollen es nicht anwenden. Diese weibliche Reaktion auf das merkwürdige Verhalten von Feministen in der Paarungszeit ist nicht neu: Unlängst beklagte eine Nina Pauer, dass die „Schmerzensmänner“ von heute in Sachen Annäherung nichts mehr auf die Reihe kriegen. Sie selbst will als Frau nicht den nächsten Schritt tun. Sie sendet aber Zeichen, dass er nun doch bitte mal… aber ach, die Männer von heute haben keine Eier mehr.

Nun könnte der weiße Ritter daraus lernen und in Zukunft darauf verzichten. Aber nein: Stattdessen macht er mehr desselben und legt jetzt erst richtig los:

Es gibt genau ein eindeutiges Signal und das ist ein klares Ja auf eine klar definierte Äußerung meiner Absichten.

Es gibt nur eine richtige Möglichkeit, basta!

Dem lässt sich entgegenhalten: Grenzen müssen überschritten werden und beim Deuten der Signale, wie es oben seine Flirtpartnerin nennt, kann man schon mal falsch liegen, aber: Das ist vollkommen in Ordnung. Sie kann damit umgehen, es ist keine Katastrophe, es gehört dazu.

Anstatt aber eine solch entspannte Haltung zu entwickeln, wird unser weißer Ritter noch rabiater: Jetzt will er sein Konzept auch verpflichtend für andere Männer vorschreiben. Dabei geht er so vor, dass er in einem Schwarz-Weiß-Bild zwei Varianten gegenüberstellt. Hier er, der Frauen respektiert (nicht wirklich, siehe unten), keine Grenzen überschreiten und nicht überrumpeln will, und dann die ganzen anderen Männer, die es nicht so halten und die er in die Nähe von Vergewaltigern rückt:

Die Alternative ist nämlich ziemlich beschissen: Die Auffassung, dass ein Mann sich den Kuss eben nehmen muss. Und die Frau lässt es mit sich machen oder muss sich wehren. Diese Geisteshaltung ist eine Schwundstufe toxischer Maskulinität und führt zu elenden Komplikationen. Und zu Männern und Frauen, die meinen, Grenzüberschreitungen zu forcieren oder zu dulden gehöre zur Anbahnung von Intimitäten dazu. Das muss verdammt noch mal anders werden!

Ganz normaler, einvernehmlicher Sex ist auf diese Weise eigentlich Vergewaltigung: „Sie muss sich wehren“. „Sie lässt was mit sich machen“. Sagte nicht Andrea Dworking: „All sex is rape!“? Nach dieser Lesart schon.

Es muss also etwas anders werden: Die Männer sind so wie die Juden damals alle toxisch, und müssen umerzogen werden. Wer nicht spurt, und sich nicht an die totalitären Regeln hält, die fürs Flirten und fürs Schlafzimmer vom Feminat vorgeschrieben werden, geht als Vergewaltiger in den Knast, in Schweden, in Deutschland, denn Femischisten sitzen in den Machtpositionen, entsprechende Gesetze zu verabschieden.

Aber nicht nur die Männer, auch bei Frauen bildet sich der Feminist ein, es besser zu wissen und die Frau von ihrer dummen Naivität befreien zu müssen:

Denn ich frage zwar vor allem aus Prinzip. Ein ganz bisschen aber auch aus erzieherischen Gründen.

Hach, wie sehr er sie respektiert, will sie erziehen!

Im Text wird schön die Doppelmoral deutlich, wie sie typisch ist für einen Feminismus, der nichts anderes als ganz vulgären Sexismus darstellt: So berichtet der weiße Ritter, wie im Club eine Bekannte ihr Gesäß an seinem Ständer reibt. Sie hat nicht um Erlaubnis gefragt, dies ist aber kein Grund, ihr toxische Weiblichkeit zu unterstellen und diese Annäherung zu verurteilen, die nicht nach den Regeln ablief, wie sie für Männer zu gelten haben. Dieser Sexismus konterkariert aber jenen Feminismus, der Frauen mental betrachtet für genauso stark hält wie Männer (was sie auch sind). Denn wenn ich hier bei Frauen besondere Vorsichtsmaßnahmen treffen muss, um sie ja nicht versehentlichen zu verstören, zum Opfer zu machen, sie – siehe Schweden – „unachtsam“ zu vergewaltigen, dies bei Männern aber nicht einfordere, weil sich kein Mensch vorstellen kann, dass ein ungewollter Kuss für einen Mann ein ernstes Problem darstellt, dann zementiert dies das Bild von der schwachen Frauen und dem starken Mann, das also, was Feminischisten überwinden wollen. Dieser paternalistische, Frauen bevormundender und Männer bestrafender Feminismus reproduziert das Bild vom schwachen Weibchen mit ihr als Prinzessin, die vom ihm, dem Helden gerettet werden muss. Als das sieht er sich: Als der bessere Mann, der sie beschützt vor den ganzen toxischen Männern, dafür wirft er sich als weißer Ritter in die Schlacht, denn ohne ihn ist sie unrettbar verloren.

Andere Männer sind toxisch und Frauen müssen erzogen werden. Was ein Held.

„Nein heißt Nein“

Bevor ich zum Thema komme, ein Anmerkungen zur feministischen Streitkultur. Auf Twitter wurden die stigmatisierenden und vernichtenden Vorwürfe gegen mich erhoben, ich sei ein Vergewaltiger oder „legitimiere“ Vergewaltigung, da ich dem feministischen Dogma widersprochen habe, dass „Nein heißt Nein“ immer und absolut gilt. Die Ankläger haben mich dann geblockt, was nach der Twitter-Zensur-Struktur bedeutet, dass  ich mich nicht gegen diese vernichtenden Bezichtigungen wehren kann, aber für alle weiterhin sichtbar sind. Mit anderen Worten: Ich werde angeklagt, ein Ungeheuer zu sein, aber man spricht mir das Recht auf eine Verteidigung ab. Ein solcher Menschenschlag war es, der im Stalinismus oder in Nazideutschland die Ankläger und Richter spielten in Schauprozessen, bei denen das Urteil schon vor Prozessbeginn feststand, der Abschaum der Menschheit also – hier im Namen des Feminismus, welcher landläufigen Meinungen nach ja ganz harmlos sei und nur Gerechtigkeit wolle. Man vergleiche hierzu auch meinen Artikel zur Verschärfung des Sexualstrafrechts.

ShootMessenger

Ich wurde auf Twitter mit der Behauptung „Nein heißt Nein. Punkt“ konfrontiert. Alle meine Einwände wurden nur mit diesem Mantra beantwortet, man ging kaum auf das ein, was ich sagte. Als erstes: Diese Behauptung ist rein faktisch falsch. In SFBM? wird ein eigenes Kapitel bemüht, um diesen Femo-Mythos zu widerlegen. In Befragungen dazu räumen Frauen immer wieder ein, schon „Nein“ gesagt aber „Ja“ gemeint zu haben – für einige gehört es zur Standartroutine im Liebesspiel. Die Motivation für ein falsches „Nein“ sind unterschiedlich. Sie will zum Beispiel nicht den Eindruck erwecken, eine Schlampe zu sein oder leicht zu haben. Sie will romantisch erobert werden. Sie will die Männlichkeit des Kerls testen. Sie will sich davon freisprechen, für Sex die (Mit-)Verantwortung zu tragen.

neinnein

Arne Hoffmann – „Sind Frauen bessere Menschen?“

Und hier geht den FeministInnen die Fantasie durch: Weil ich dieses Dogma – „Nein heißt Nein“ –  in Frage stelle, weil ich auf das verdammte Fakt hinweise, dass es schicht nicht wahr ist, muss ich ein Vergewaltiger sein, der über eine Frau herfällt und sie zutiefst traumatisiert. Um den Vorwurf zurückzuweisen:

Wenn ich zu einer Frau gehe, und sie ansatzlos küssen will, funktioniert das nicht, klar. Man wird erst im Gespräch, welcher ein Flirt sein sollte, so richtig warm, so dass irgendwann der Zeitpunkt eintritt, bei der ein Kuss erwünscht und erlaubt ist. Wenn ich mich jetzt langsam vorbeuge und sie küssen will, kann es zu verschiedenen Reaktionen kommen: Wenn sie es zulässt, alles supi. Interessant wird es, wenn sie ausweicht oder auch verbal „Nein“ sagt. Das kann bedeuten, dass man chancenlos ist, dann sagt man freundlich „Tschüss“ und geht zur Nächsten. Oder es liegt daran, dass sie einen zwar sympathisch findet, für einen Kuss aber noch nicht so weit ist. In dem Fall lässt sich aus einem „Nein“ ein „Ja“ machen indem man einfach weiter flirtet – es ist ein Unterschied, ob eine aggressiv reagiert, oder sie einem lachend und spielerisch den Arm boxt und einen als „frech“ bezeichnet. Eben noch war es zu früh, eine halbe Stunde später ist es vielleicht genau der richtige Zeitpunkt – ich meine also nicht, dass ich – wie mir unterstellt – ich das „Nein“ ignoriere und sie trotzdem küsse und dann vergewaltige.

Ein weiteres Beispiel liefert der Chefaufreißer Maximilian Pütz: Er berichtet, wie er bei einer Frau fünf Anläufe brauchte, bis sie sich küssen ließ. Als er sie später fragte, warum sie fünfmal „Nein“ gesagt hat, antwortete sie: „Max, Du kannst jede Frau hier haben, ich wollte mir sicher sein, dass Du es ernst mit mir meinst“.

Eventuell wird jetzt der eine oder andere einwenden, dass man doch einfach fragen könnte: „Darf ich dich küssen?“. Das funktioniert nur in der feministischen Fantasie. Um es einleuchtend zu beschreiben: In der Cosmopolitan fand sich mal ein Artikel, in welcher die Autorin schrieb, wie abenteuerlich, anregend kurz: leidenschaftlich es sei, wenn er ihr die Kleider vom Leib reißt. Und jetzt stelle man sich vor, er würde gemäß dem feministischen Konsensprinzip vorher um Erlaubnis fragen: „Darf ich dir die Kleider vom Leib reißen?“ – es wird wohl jeder einsehen, dass damit jede Leidenschaft zerstört ist: Die Frage um Erlaubnis zerstört die erotische Spannung. Ähnlich verhält es sich mit „harmloseren“ Fragen, wie der, ob man sie jetzt küssen darf: Selbst wenn sie dazu bereit war, ist sie es nach dieser abtörnenden Frage in der Regel nicht mehr. Das Konsensprinzip funktioniert nur in der feministischen Filterbubble.

[Nachtrag]

[Nachtrag 2] Stapel Chips über die Komplexität menschlichen Sozialverhaltens, welches sich simplen Formeln wie „Nein heißt Nein, Immer, Absolut“ entzieht.