Archiv der Kategorie: Sexismus

Sollte ein Mann oder Farbiger die Straßenseite wechseln, wenn er einem entgegenkommt?

Man nehme obige Feministen. Da Männer eine Bedrohung für Frauen sind, könnte man die Forderung aufstellen, dass sie die Straßenseite zu wechseln haben, wenn ihnen eine Frau entgegenkommt (1), um so zu signalisieren: „Ich bin keine Bedrohung“.

Als Männerrechtler haut es bei mir natürlich alle Sicherungen raus, wenn man mit solchen Forderungen (1) an mich herantritt, denn das ist einfach nur männerfeindlicher Sexismus. Wirklich? Im öffentlichen Bereich gehen die meisten Gewaltdelikte von Männer aus, also könnte man doch den ständig bedrohten Frauen entgegenkommen, und meinetwegen diese Forderung erfüllen. Könnte man.

Um zu prüfen, ob diese Forderung ihre Berechtigung hat, kann man die rassistische Analogie bilden. Denn so wie ein Mann eine höhere Gefahr darstellt, so geht von einem Migranten noch mal eine deutlich größere Gefahr aus – auch für Männer, also könnte man an Migranten die Forderung stellen, die Straßenseite zu wechseln (2). Denn dass sich Frauen zunehmend bedroht fühlen, in der Öffentlichkeit, das war nicht immer so, als die meisten Fremden, die einem entgegenkamen, noch weiße Biodeutsche waren – aber das stört Feministen nicht im geringsten, auch Feministinnen. Bei ausländischen Tätern sehen sie darüber hinweg bei Verbrechen, für die sie weiße Männer hassen, ein Umstand, der mich bis heute rätseln lässt, der Umstand, dass benevolenter Rassismus benevolenten Sexismus sticht, dass keiner der Pseudolinken um die Sicherheit der Frauen besorgt ist, wenn die Täter Nichtdeutsche sind. Damit steht wohl einwandfrei fest: Pseudolinke würden diese Aufforderung (2) als Rassismus nicht nur von sich weisen, sondern geradezu geißeln.

Und was die Migranten selbst angeht: So erklärte mal ein Schwarzer, dass viele Schwarze hierzulande mit künstlich hoher, weicher Stimme sprechen würden, damit man sich nicht von ihnen bedroht fühlt. Das war für ihn aber kein Akt freundlichem Entgegenkommen gegenüber Weiße sondern die Folge strukturellen Rassismus‘. Er würde (2) also genauso zurückweisen.

Sollte dieser Herr die Straßenseite wechseln? Und würde er es tun?

Racial-Profiling ist bekanntlich böse und rassistisch. Nur weil ein Polizeibeamter die Erfahrung sammelt, dass in seinem Bezirk Drogenhandel besonders von Farbigen verbrochen wird, darf er nicht gezielt Farbige kontrollieren. In Berlin gilt dazu jetzt eine Beweislastumkehr. Wenn ein Farbiger sagt – und das tut jeder von ihnen – das wäre Rassismus, muss der Polizeibeamte beweisen, dass er nicht aus rassistischer Motivation heraus diesen Farbigen kontrolliert hat – wie auch immer das gehen soll. Soweit so gut. Nur was ist mit Gender-Profiling? Denn Männer werden eher kontrolliert als Frauen aus der Erfahrung heraus, dass sie krimineller sind als Zugehörige des weiblichen Geschlechts. Das Argument, dass der weiße Mann an der Macht wäre, der Migrant aber nicht, sticht auch nicht. Denn unabhängig davon geht von letzterem immer noch eine größere Bedrohung aus, und allein das zählt bei der Erwägung, ob (2) berechtigt ist oder nicht. Aber: Keiner hat ein Problem mit Gender-Profiling, aber alle mit Racial-Profiling – aus der Perspektive wird (2) also auch zurückgewiesen: Man darf Farbige keinem Profil zuordnen, woraus Forderung (2) resultieren würde.

Also wird (2) zurückgewiesen, und das heißt: Wenn man dieselben Maßstäbe auf Männer wie Farbige anlegt, man also kein Sexist ist, müsste damit auch (1) abgelehnt werden.

Was aber, wenn obige Feministen Forderung (1) an alle Männer stellen, also auch farbigen? Dann ließe sich dies Forderung aufstellen, ohne sich des Rassismus‘ schuldig zu machen. Aber hat der Farbig dann auch die Straßenseite zu wechseln, wenn ihm ein Biodeutscher entgegenkommt, da er nun mal eine Gefahr ist, was ja der Grund ist für (1)? Werden Farbige als Gefahr wahrgenommen, weil sie eine Gefahr sind?

Ich werde mich demnächst der Frage widmen, ob ich ein Rassist bin. Vermutlich ja, denn Farbige sind mir unsympathisch… geworden. Mit Betonung auf „geworden“, denn das ist erst der Fall, seitdem mir Rassisten ständig ans Bein pinkeln, ich hätte mich für meine Hautfarbe zu schämen. Ich bin schon vom Feminismus abgefallen, weil ich mich für mein Geschlecht schämen sollte…

Weiterlesen: Lieber Schwarzer, Du hast die Straßenseite zu wechseln.

[Nachtrag] Es bleibt übrigens nicht beim freundlichen Entgegenkommen mancher freundlich-toxischer Männer. Aus dem Gedächtnis: Eine Joggerin bekam eine hysterischen Anfall, weil ihr ein entgegenkommender Mann nicht auswich, sie meinte, das wäre ihr gutes Recht, der Anspruch auf einen geschützten Raum auch in der Öffentlichkeit. Das ist ein weit verbreiteter Trick: Erst freiwillig, dann Pflicht. Erst kniest Du freiwillig vor Schwarzen, dann wird es Pflicht. Erst zahlst Du freiwillig mit Karte, dann wird es Pflicht, weil es kein Bargeld mehr gibt. Erst lässt Du dich freiwillig impfen, dann wird es Pflicht…

Racial-Profiling – Gender-Profiling

Ich weiß nicht, ob es stimmt, aber die Polizei scheint dazu zu tendieren, Dunkelhäutige eher zu kontrollieren als Hellhäutige. Das geschieht aus der Erfahrung heraus, dass Dunkelhäutige eher in kriminelle Delikte verstrickt sind als Hellhäutige, zum Beispiel im Drogenhandel. Dass die Polizei also Farbige eher kontrolliert als Weiße, nennt sich Racial-Profiling und wird als Auswuchs übelsten Rassismus‘ gesehen – es gebe keinen Grund, warum ein Schwarzer eher verdächtig wäre als ein Weißer.

In einem anderen Bereich passiert aber genau dasselbe, ohne dass das verurteilt wird: Nicht bekannt als Gender-Profiling. Männer werden eher angehalten und kontrolliert als Frauen. Das hat aber keinen Aufschrei zur Folge, das wird einfach so hingenommen.

Hier wird also wieder mal nach zweierlei Maß gemessen, hier pfui dort egal. Aber wer das eine anprangert, der muss dies auch beim anderen tun – oder zu beidem schweigen.

Kann man das Wort „Schlampe“ wertneutral gebrauchen?

Ein Youtubeblogger spricht davon, dass eine Frau, die mit 100 Männern geschlafen hat, eine Schlampe wäre. Das sei halt so, und das habe auch nichts mit Ekel zu tun oder so.

Das Problem ist aber, dass Schlampe ein negativ besetzter Begriff ist. Ähnlich wie Nigger. Die lassen sich nicht neutral gebrauchen, sie transportieren die Abwertung der so bezeichneten bereits mit. Wenn man also solche Frauen, die einfach gerne Sex haben und nichts als Gegenleistung verlangen (z.B. lebenslange Alimentierung), nicht abwerten will, sollte man von promiskuitiven Frauen und nicht von Schlampen sprechen.

Weiterlesen: Schlampe.

Wenn noch einmal einer Schlampe sagt, werde ich zum Feministen. Das habt ihr dann davon. Und Star Wars I ist der beste Star Wars aller Zeiten.

männerdominiert

Eines der Lieblingswörter der Feministen ist „männerdominiert“. Und da hängt ein ganzer Rattenschwanz von Implikationen dran, vor allem: Es ist schlecht.

Männerdominiert heißt: Diese Männer sind sexistisch und Frauen haben es ja soo schwer (halbe Runde Mitleid: „Oh.“), werden ständig belästigt, was weiß ich.

Ich habe männerdominierte Räume erlebt, und den drei Frauen dort ging es gut. Sie wurden gemocht und respektiert, eigentlich bevorzugt, es gab keine Probleme.

Aber zurück zur feministischen Auslegung: Männerdominiert heißt schlecht. Warum? Weil Männer als Gruppe was schlechtes sind. Und weil der einzelne Mann was schlechtes ist.

Wenn man sich aber die Welt so anschaut, die auf Männerdominanz zurückgeht: Ein Hoch auf die alten weisen Männer!

Umgekehrt gilt, dass laut Zeitgeist die Präsenz von Frauen was gutes wäre, aber: Der politische, mediale und wissenschaftliche Raum ist zwar noch nicht vollständig frauendominiert, dennoch geht alles zum Teufel.

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Hinweis in eigener Sache: Bin die kommende Woche anderweitig beschäftigt. Es werden weiterhin (kleinere) Artikel erscheinen und ich lese auch die Kommentare, werde aber nicht reagieren. Wünscht mir Glück!

Täter benennen

Für die Polizei und die Presse gilt, dass sie nicht die Herkunft der Täter bei Gewaltdelikten nennen sollen. Also wenn es sich um Migranten handelt. Wenn hingegen Männer die Täter sind, dann wird jeder Fall aufgelistet im Qualitätsmedium. Das passiert nicht, wenn Kinder oder Männer die Opfer sind. Aber das geht schon in Ordnung: Antipathien und Hass gegen das Geschlecht zu schüren, welches sich am häufigsten umbring, die krasse Mehrheit der Obdachlosen stellt oder ihre Kinder verliert, hat keine Konsequenzen. Die Hetze gegen Männer resultiert nicht in strukturelle Gewalt gegen Männer, die sie Jahre eher abkratzen lässt.

Warum das Geschlechtertauschargument nicht greift

Männerrechtler stellen Misandrie gerne damit bloß, indem sie in männerfeindlichen Statements oder Zuständen die Geschlechter tauschen, siehe hier und hier. (Merkwürdig, die bösartigsten Texte auf meinem Blog sind die, in denen ich die Geschlechter getauscht habe bei dem, was ich so vorgefunden habe – egal.) Damit erreicht man aber höchstens die, die nicht total verbohrt sind. Denn es verhält sich der Feminist zum Mann wie der Nazi zum Juden, und wenn man einem Nazi erklärt, das mit den Juden ginge nicht in Ordnung, weil… man stelle sich vor, das mache man mit anderen, z.B. mit den Deutschen… dann ist der Nazi schwer getroffen, entschuldigt sich, schwört seiner Weltanschauung ab und dackelt reumütig nach Hause… ich denke, Sie verstehen meinen Punkt.

Matze über nicht naive Männerfreunde in antisexistischen Zeiten

Matze:

Der Teaser (eines männerfreundlichen Videos, Anm. yx) ist sehr vielversprechend und man sieht das da keine Naivlinge am Werk sind, wenn sie fast nur Frauen zu Wort kommen lassen. Würden nur Männer interviewt, Männer die etwas für Männer tun wollen, würde man sie nur mit Spott überziehen. „Die haben Angst vor starken Frauen/Angst vorm Verlust von Privilegien“, Bodyshaming, Vorwürfe des Frauenhass (weil man etwas für Männer tun möchte). Wir kennen das ja schon. So läuft das eben im Patriarchat.

Billy Coen über die unterschiedliche Bewertung von Sexismus und Rassismus

Billy Coen:

Danke, dass du die Analogie zur Ausländerfeindlichkeit gezogen hast. Dann muss ich das nicht schon wieder übernehmen.

Aber es ist eben unübersehbar, wie gleiche Dinge völlig ungleich betrachtet werden. Man würde es Niklas dem Neonazi nie als Entschuldigung für seinen gruppenbezogenen Menschenhass durchgehen lassen, dass er (vermeintlich) jahrelang auf dem Schulhof von Ali, Murat und Erkan drangsaliert worden ist. Selbst wenn diese ihn mehrmals krankenhausreif geprügelt hätten, würde man es nicht als legitim abtun, wenn er diese Erlebnisse schlank auf alle Türken projiziert. Dieselbe Extrapolation von Einzelerlebnissen auf alle Männer hingegen ist nicht nur legitim, sie ist geradezu eine Art gesellschaftliche Übung geworden. Man könnte in unserer Gesellschaft fraglos keine andere geschlechtlich oder rassisch definierte Gruppe derart widerspruchslos mit den Worten „Alle xxx sind Schweine!“ kombinieren, wie man es mit Männern kann. Eine solche Aussage gilt dann wahlweise als „satirisch“ oder gar als progressiv.

Ohne Julia hier in eine „Guilt by Association“ verstricken zu wollen – ich habe jetzt keine Lust ihre Artikelvita zu checken – aber gerade die taz, für die sie auch mal publizierte, ist ein Musterbeispiel für diese Doppelmoral. Auf der einen Seite kriegt man sich dort beständig nicht wieder ein vor Empörung über Rassismus (natürlich nur gegen Nichtweiße) oder über das, was man inzwischen dazu hochstilisiert, aber gleichzeitig ist diese Postille das Organ, welches, trotz der im deutschen Medienmarkt diesbezüglich übermächtig stark erscheinenden Konkurrenz, quantitativ wie qualitativ für die hochfrequenteste Schlagzahl im Pumpen regelrecht pathologisch anmutenden Männerhasses verantwortlich ist. Ich kann mir also schwer vorstellen, dass ihr diese Zustände verborgen geblieben sein können.

Hier in einem inhaltlich der Männerrechtsszene zuzuordnenden Forum einzuwerfen, bevor man sich darüber beschwere, dass manch Frau alle Männer Scheiße findet, man erst einmal zur Kenntnis nehmen müsse, dass sich unter den Männern eben auch einzelne befinden, die tatsächlich Scheiße sind – was hier ganz nebenbei nie jemand infrage gestellt hat, wo wir mal wieder beim Thema „Strohmann“ wären – dann ist das das absolut selbe, als würde man Ausländern sagen, bevor sie sich über rechte Hetze gegen ihre Gruppe beschweren, sollten sie erst einmal anerkennen, dass es unter ihnen eben auch einen Anteil Asozialer und Krimineller gibt.

Billy Coen: Die Kleinkinderlogik der Antisexisten und -rassisten

Billy Coen:

Schon interessant, wie sich die zirkulären Allzeit-Selbst -Immunikatoren fanatischer Ideologen gleichen. Als Beispiel hier das Gequake einer „Anti“-Rassistin und das mal verglichen mit dem Bullshit aus feministischen Kreisen.

Man brüllt eine möglichst beleidigende Anklage gegen eine ganze, durch für die Individuen unveränderliche Kriterien definierte Gruppe in den Raum und hat, egal was passiert, immer Recht.

„Alle Männer sind Sexisten / Alle Weißen sind Rassisten!“

a) ein Mann / ein Weißer bestätigt dies und gesteht seinen tief verwurzelten Sexismus / Rassismus = er gibt es sogar zu und somit habe ich Recht
b) ein Mann / ein Weißer widerspricht der Aussage = er verleugnet seinen Sexismus / Rassismus, was ihn zu einem ganz besonders schlimmen Sexisten / Rassisten macht und somit habe ich Recht
c) ein Mann / ein Weißer reagiert verärgert auf eine solche Beleidigung = und schon kehrt er seinen ganzen Hass auf Frauen / Schwarze nach außen und somit habe ich Recht
d) ein Mann / ein Weißer reagiert gekränkt und mit Trauer auf eine solche Beleidigung = Ich kann ihm an den Kopf knallen: „Oooooooh! Mimimi! Masculinity / Whiteness so fragile!“… ach ja, und natürlich habe ich Recht

Und sie alle fühlen sich so unglaublich schlau, so dermaßen überlegen mit solchen Zirkelargumenten, bei denen JEDE Reaktion immer nur zu einer Bestätigung der eigenen Meinung führt, dabei verwenden schon Kinder im Kindergartenalter solche Argumentationsmuster. Nur dass die dann spätestens bei Übergang von der Grundschule zur Mittelstufe begreifen, dass und auch warum so etwas nicht clever sondern einfach nur armselig und intellektuell unlauter ist.