Archiv der Kategorie: Sexualität

Lose Gedanken zu einer schönen Frau, die sich sexy gibt

Nehmen wir diese schöne Frau – Kimberly Williams, Schauspielerin und Regisseurin – auf dem roten Teppich, die Begehren auslöst, da sie sich sexy gibt. Sexy kommt von Sex und führt dazu.

Und hierzu klingeln mir die Ohren von dem feministischem Gezeter, wonach Frauen sexualisiert werden. Dass sie sexuell aufgeladen gelesen werden; dass bereits Blicke sexuelle Belästigung wäre oder was auch immer.

Von Feministen werden zwei Sachen behauptet. Erstens: Die Beziehung zwischen Mann und Frau wäre aufgeladen von sexualisierter Gewalt, beginnend mit Belästigung und vernichtet endend mit Vergewaltigung. Zweitens: Alles Sexuelle – wobei Sex, heteronormativer Heterosex kaum zu unterscheiden wäre von Vergewaltigung – geht allein vom Mann aus, er sexualisiert die arme Frau, die nicht weiß, wie ihr geschieht, sich umringt sieht von lüsternen, haarigen Viechern. Feministen hassen es, wenn Mann und Frau sich lieben, auch großartigen Sex haben, weshalb sie die Liebe zwischen ihnen vergiften müssen.

Die armselige Erbärmlichkeit der Feministen, die davon labern, Männer würden Frauen mit sexualisierten Blicken betrachten, wird deutlich anhand der alltäglichen Realität, nach der Frauen genau dazu einladen – wie Williams oben. Niemand zwingt sie, sie tut es mit Lust, womit auch der feministische Mythos widerlegt ist, dass Frauen ständig belästigt werden, denn wenn es so wäre, sie würden eher zur Burka als bauchfreiem Top tendieren. Frauen werden nicht sexualisiert, sie sexualisieren selber, aus sich heraus, und zwar den Mann und das bereitet ihnen Freude: „Hättest Du nicht gerne so eine scharfe Braut wie mich?“. Es gefällt ihnen, wenn sich ein Mann nach ihnen umdreht, daher die Redewendung: Jemanden den Kopf verdrehen, was heißt, dass man dabei ist jemanden zu verführen. Erbärmlich deshalb, weil jene, die sich Feministen nennen, und damit behaupten, besonders gut über Frauen Bescheid zu wissen, nicht in der Lage sind, sexuell aufgeladene Beziehungen zwischen Frauen und Männern richtig zu deuten. Nochmal: Frauen sexualisieren selbst, sei es einfach so in der Öffentlichkeit, auf dem roten Teppich oder auch bezahlt als Modell

Weniger humorvolle Männer könnten dann auch von sexueller Belästigung sprechen: „Wie kommt die dazu, mich ungefragt sexuell zu erregen?“ Ein Leidensgenosse kommt vor solcher geballter Belästigung kaum zum Arbeiten:

Kennt Ihr auch diese Haltung im Büro, wenn junge Frauen sich recken? Kopf hoch, Arme hoch, Titten raus, Hohlkreuz, Arsch raus, Oberteil gibt Blick auf Bauch und Taille frei, und der Hosenbund entfernt sich soweit vom Körper daß man die Marke der Unterwäsche erkennen kann.

Ich sitze grade als senior scientist in einem Viererbüro mit drei Doktorandinnen/Studentinnen. Alle 10 Minuten streckt sich eine. Ich werd hier noch wahnsinnig.

Tja, was soll man tun? Wenn man reagiert: „Heißes Fahrgestell, Süße!“ ist man seinen Job los. Eine Machtdemonstration von weiblicher Seite also?

Es stellt sich die Frage nach ihren Motiven. Mag sie Männer und willen ihnen deshalb gefallen? Oder ist es das Kalkül, sich einen finanziell potenten Ernährer zu angeln? Dann tritt für Männer das leidvolle Phänomen auf, dass es nach der Eheschließung keinen Sex mehr gibt. Sie hat nur geheuchelt. Dass sie Spaß an Sex hätte. Dass sie ihn liebt. Das tritt so oft auf, dass es einen eigenen Namen dafür gibt: Sex stops after marriage. Damit ist der Mann in eine wirklich böse Falle getappt, er hat keinen Gewinn, keine Liebe sondern nur Kosten, da er ihr nun jetzt und über die Scheidung das Leben zu unterhalten hat, ihr dienen muss, ihr Sklave ist.

Ich will’s aber nicht so negativ enden lassen. Es gibt solche und solche Frauen. Alleinerzogene Töchter sollte man meiden, die werden selbst auch zu Alleinmächtigen, d.h. ein Vater bleibt auf der Strecke. Lebe vor der Eheschließung mehrere Jahre mit ihr zusammen. Führt sie eine liebevolle Beziehung zu ihrem Vater? Und wie spricht sie über ihre Exfreunde? Wenn sie an diesen kein gutes Haar lässt, nur schlecht über sie redet… renn, und such dir eine, die es wert ist. Es gibt sie: Anständige Frauen.

Du bist schuldig, mein lieber BDSMler! Was Sex mit Rassismus zu tun hat

Ich weiß gar nicht, wie ich im Zusammenhang mit Rassismus darauf komme, aber: Ein Tipp für Schwulenhasser. Und jetzt eine weitere Runde dieses schönen Spiels:

Bei Missy will man, dass man sich beim BDSM-Spiel so richtig schön schuldig fühlt, dass man reflektiert, dass das Spiel „Top und Bottom“ untrennbar verbunden wäre mit der historischen Sklaverei: „Wir spielen auch mit Echos und Resten in unserem kulturellen Gedächtnis, weil die Symboliken Teil unseres Wissens sind, auch wenn wir wenig oder kein bewusst erlerntes Wissen über Dinge haben. Symbole und Rollen(-vorstellungen) sind ins kulturelle Gedächtnis eingeschrieben. … bla bla bla … Mit Sklav*innen zu spielen, ist Race-Play. Es nicht zu reflektieren, ist gefährlich und beleidigend.“

Was reflektiert werden soll, ist „Maafa“. Das steht für die Gesamtheit aller Verbrechen an Schwarzen. Wenn also Schwarze aus Rassenhass Weiße ermorden, dann spielt das für die noblen Antirassisten, die wollen, dass man zu Kreuze kriecht, bevor man sich sadomasomäßig amüsiert, keine Rolle. Es ist egal, dass mehr Schwarze Weiße töten als umgekehrt, das ist eben nicht Maafa. Ungeklärt bleibt dabei, ob es auch Maafa ist, wenn schwarze Stammeshäuptlinge Schwarze in die Sklaverei verkaufen, wozu es oft kam (und kommt?).

Zurück zu BDSM: Dort herrscht eine Beziehung zwischen Top und Bottom, die sich qualitativ von der eines z.B. muslimischen Sklavenhalters und einem Sklaven unterscheidet: Der Top übernimmt auf sehr intime Weise Verantwortung für das Wohlergehen des Bottoms. Wenn man hier seine Schuldigkeit, seine Verstricktheit in die Verbrechen gegen Schwarze eingestehen soll, Reue üben und Buße tun für Verbrechen, mit denen er nichts zu tun hat, dann macht das genauso viel Sinn, wie wenn Geschäftspartner, zwischen denen Geld den Besitzer wechselt, bedenken sollen, dass es auch Diebstahl und Raubmord gibt. Dazu wird es aber nicht kommen, denn das bedient kein Feindbild, wie das des Weißen, gegen den man seinen Hass ausleben kann. Wahrscheinlicher ist da eher, dass Männlein und Weiblein beim Sex reflektieren sollen, dass es auch Vergewaltigung gibt, was in der Rape-Culture tief ins „kulturelle Bewusstsein“ eingeprägt ist. Hier hat man ein klar umrissenes Feindbild: Den Mann, den weißen. Und tatsächlich ist ja nach Ansicht einiger Feministen Sex nicht von Vergewaltigung zu unterscheiden.

Der Autorin bescheinige ich eine gehörige Portion Rassismus, welches ihr (Selbst-)Bewusstsein konstituiert, woraus sie ihren Selbstwert zieht, sowie massiv selektive Wahrnehmung in Kombination mit Hysterie.

Feministische Argumentationsformen: „Frauen werden sexualisiert“

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Sexualisieren oder sexualisiert werden?

Eine typische feministische Klage lautet darauf, dass Frauen in Werbung und Medien massiv „sexualisiert“ würden. Das geht einher damit, dass Frauen als „verfügbar“ dargestellt werden.

Feministen leugnen dabei, dass es – etwas pauschalierend gesprochen – im Naturell der Frau liegt, mit ihren Reizen nicht zu geizen, wie es im Naturell des Mannes liegt, Frauen zu begehren. Männer wie Frauen sind (auch) sexuelle Wesen, die die ganze Zeit über sexualisieren. Das heißt vor allem auch, dass die angeprangerte Sexualisierung nicht nur in Medien und Werbung stattfindet, sondern auch im Alltag. Eine Frau, die sich vor der Kamera auszieht, macht kaum was anderes, was sie auch sonst im Leben macht, mal mehr – im Schlafzimmer – oder mal weniger – im Büro. Frauen sind nicht bloß passiv „sexualisiert“, sie sexualisieren aus sich heraus – sich selbst und damit auch die Männer. Jede Frau, die mit Dekolleté unterwegs ist, weiß ganz genau, was sie macht. Frauen präsentieren gerne ihre Reize, es gefällt ihnen, wenn sie Männern gefallen. Und dieses Gefallen hat auch einen anderen, knallhart wirtschaftlichen Grund: Mit etwas Glück kann hohe sexuelle Ausstrahlung zu einem Leben führen, in welchem ein Mann sie vom Zwang der Maloche befreit.

Die Klage, Frauen würden sexualisiert und als verfügbar dargestellt, kommt oft aus der lesbofeministischen Ecke, oft auch von Frauen, die nicht das Geringste zum Sexobjekt mitbringen, und die dieses Phänomen so interpretierten, im „Patriarchat“ hätten Männer ein Vorrecht auf die Frau, auf ihren Körper (welches die Kläger wohl selber gerne hätten). Das sei Folge dessen, dass der Mann auf die Frau angewiesen ist, Vater zu werden. Das übersieht zum einen, dass die Frau genauso auf den Mann angewiesen ist, Mutter zu werden wie ganz besonders auch, zu sein; zum anderen führt Ingbert Jüdt im zur Gänze lesenswerten Der Mythos vom Patriarchat aus:

„Es ist nun freilich eine merkwürdige Vorstellung, Kinder kämen erst dadurch zur Welt, dass Männer ein »Anrecht« oder »Zugangsrecht« zum weiblichen Körper bekämen. Dass die Theoretiker des Gesellschaftsvertrags eine politische bzw. juristische Fiktion einführen, um den Ursprung von Adams patriarchaler Autorität über Eva zu erklären, ist dem Umstand geschuldet, dass sie noch nicht die Möglichkeit hatten, auf der Grundlage der Evolutionstheorie zu argumentieren. Wenn wir daher der juristischen Fiktion vom »männlichen Anspruch auf Geschlechtsverkehr« einen evolutionstheoretischen Sinn verleihen wollen, müssen wir die Art der sexuellen Selektion bei Homo sapiens betrachten. Wir wissen aus der Evolutionspsychologie, dass beide Geschlechter messbare typische Präferenzen in Bezug auf ihre Partner haben und dass sexuelle Attraktion somit auf Gegenseitigkeit beruht. Patemans conjugal right kann sich also nicht darauf beziehen, dass Männer überhaupt ein institutionalisiertes »Zugangsrecht« zum weiblichen Körper erwerben, weil es ihnen aufgrund des selbständigen weiblichen Begehrens routinemäßig gewährt wird.“ (Seite 215)

Die Frau soll aber nicht sexy sein. Nicht für Männer zumindest, denn das bringt Männlein und Weiblein zusammen. Die Frau soll ihr Leben nicht mit einem Mann führen sondern gegen ihn, z.B. erntet sie nur dann Anerkennung aus feministischen Kreisen, wenn sie ihren Mann entsorgt hat.

Nehmen wir diese Schmiererei hier:

Die erotische Darstellung von Frauen ist also Sexismus? Nein, ist sie nicht. Denn dann wäre die erotische Darstellung von Männern ebenfalls Sexismus, das aber hat keinen Feministen je gestört. Es ist nicht feindselig, wenn man als schön und begehrenswert dargestellt wird. Wirkliche Anfeindung äußert sich ganz anders, zum Beispiel wenn Väter ganz und gar nicht als sexy präsentiert werden sondern als ekelhafte Couchpotatos mit Schmierbauch. Das Problem ist, dass sich im Sex die beiden Geschlechter manifestieren. Hier ist die Frau ganz Frau und der Mann ganz Mann. Und das führt zum Hass auf Seiten der Genderisten, denn die wollen die Geschlechter abschaffen. Die Klage darüber, dass Frauen sexualisiert würden, rührt von dem Problem her, dass Mann und Frau als wesenhafte Archetypen tatsächlich existieren – einschließlich einer aufeinander bezogenen Sexualität, die sich zu allem Überfluss in ihrer Charakteristik unterscheidet, so dass man von typisch weiblich und typisch männlich sprechen kann, und dieses „typisch“ ist die Hölle des Feministen.

Und zum Schluss?

Zu Sexobjekten reduzierte Frauen, die Misogynie internalisiert haben (Lautsprecher aufdrehen, Vollbild!):

 

Über die weibliche verborgene Sehnsucht

Was in unseren Zeiten gnadenlos untergeht, ist, dass auch Frauen sexuelle Wesen sind, sich nach einem sexuellen Mann sehnen – dieser aber wird in unserer vergifteten Kultur als Unhold gezeichnet.

Nennen wir sie Tim und Tina. Tina liebt Tim, was Tim aber nicht weiß. Und Tina weiß nicht, wie sie Tim verführen kann. Jedenfalls sitzen wir zu dritt vor dem Fernseher, als dort das Wort „ejakulieren“ fällt. Tim fragt, was das bedeutet. Ich setze zu einer ausschweifenden Erklärung an, aber Tina unterbricht mich schon vor meiner ersten Silbe: „Abspritzen“ sagt sie.

Damit schaffte sie mit nur einem Wort Klarheit, zugleich signalisierte sie auch was. Und zwar, dass sie einen unverkrampften Blick auf die männliche Sexualität pflegte, eine Einladung zwischen den Zeilen: „Ich verurteile Männer nicht für ihre Sexualität, ich begrüße sie sogar.“ Und für mich, der ich um ihr kleines Geheimnis, ihrer Liebe zu Tim wusste, legte sie noch etwas offen: Sehnsucht. Nach ihm als Mann, nach Sex mit ihm, bei ihr soll er abspritzen. So wie Männer von Frauen träumen, sich nach intimen Zusammensein mit ihnen sehnen, so träumen Frauen auch von Männern. Ihre Sexualität ist aber etwas anders strukturiert: Sie wollen begehrt werden, das ist es, was sie erfüllt.

Über einen weiteren Fall unerfüllter Sehnsucht berichtete mir ein Freund. Und zwar über eine Beziehung, in der er der Kältere war. Jedenfalls kaufte sie teure Reizwäsche, machte sich zu recht um sich dann so zu präsentieren. Er aber blickte nur kurz von seinem Videospiel auf und meinte nur lahm: „Ja, nett“. Frauen leiden darunter, wenn sie nicht begehrt, geliebt werden. Sie wollen Sex, was aber in unserer Gesellschaft kaum kommuniziert wird.

Was nicht funktioniert: „I wanna lay you down on a bed of roses“

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Für die Lesbe Alice Schwarzer ist die Sexualität zwischen Mann und Frau der Dreh- und Angelpunkt der gesamten Beziehung zwischen diesen. Hier entscheidet sich das ganze Geschlechterverhältnis, hier beginnt die „Unterdrückung“ des weiblichen Geschlechts. Ihr zufolge ist die verhasste „Penetration“ nichts anderes als gewaltsame Unterwerfung der Frau, weshalb man darauf zu verzichten habe. Dem haben einige Frauen widersprochen, zum Beispiel Bettina Röhl:

Wegen diesem, mit Verlaub doch ziemlich gefühllosen Unsinn, der die Anziehung zwischen Mann und Frau von der Pubertät an komplett negierte und die Sehnsucht der Männer danach in die Frau einzudringen und die Sehnsucht der Frau danach, den Mann in sich zu spüren, als nichtexistent erklärte und eben damit das doch wohl erhebliche Vergnügen mehr, das eben das Zusammenschlafen ausmacht, ausblendete, wurde Schwarzer ganz gewiss nicht zu einer Erfolgsautorin.

Im Sex manifestieren sich die Geschlechterrollen wie sonst nirgendswo. Ja, Alice Schwarzer hat Recht: Nirgendwo sonst ist der Mann so männlich und die Frau so weiblich wie beim Sex. Man mache mal den Test und stelle sich den Lebensschwur „I wann lay you down on a bed on roses“ mit getauschten Geschlechtern vor. Würde sich der Mann dabei wohl fühlen, wenn er von seiner Geliebten auf den Armen getragen würde und auf ein Rosenbett niedergelegt? Wäre es für die Frau erfüllend, wenn sie diesen urmännlichen Part übernehmen würde?

Und wenn die überwältigende Mehrheit aller Menschen darin übereinstimmt, dass das weniger prickelnd als vielmehr abtörnend wäre, wäre das tatsächlich allein auf soziale Prägung zurückzuführen, hätte Judith Butler Recht? Und wäre eine Gesellschaft nach den Wunschvorstellungen der Genderisten, in der solch ein Rollentausch der Alltag wäre, eine Utopie oder doch Dystopie? Wären die Menschen glücklich damit?

Die Geschlechterrollen sind aber auch außerhalb der Sexualität unterschiedlich. Der Mann hält die Frau nicht nur dann auf den Armen, wenn er sie über die Türschwelle trägt oder auf Rosen bettet, er trägt die ganze Beziehung. Emotionalität ist dem Klischee nach typisch weiblich und wie viele andere hat es einen wahren Kern – Die Frau kann ihren Gefühlen mehr nachgeben als der Mann, was ich für anerzogen halte: Der Mann hat zu funktionieren, und das kann er nicht, wenn er sich die ganze Zeit mit seinen Emotionen beschäftigen würde. Diese Selbstbeherrschung ist auch für die Beziehung relevant. Die Frau kann (hin und wieder) mal ihre Gefühle ausleben, zickig sein, ihre Tage haben, die Dramaqueen markieren, und der Mann hat das zu managen. Er ist wie der Fels in der Brandung, der trotz des Sturms der Gefühle felsenfest steht, der die Beziehung beschützt und nicht zulässt, dass sie beschädigt wird, auch nicht durch ihre Emotionalität.

Dass der Mann die Frau begehrt und diese sich danach sehnt, ihren Liebhaber in sich zu spüren, konstituiert die Geschlechter. Es ist tief verwurzelt weshalb das Ansinnen der Genderisten, die Geschlechter zu dekonstruieren zum Scheitern verurteilt ist – was nicht heißt, dass sie durch eine kranke Politik nicht viel Schaden anrichten können.

Sex als künstlich verknappte Ressource

Folgt man also der Theorie der „Rape-Culture„, dann ist Sex ein großes Übel für Frauen – „etwas, das Männer Frauen antun“ – und zugleich etwas, was sich der Mann – nötigenfalls mit Gewalt – einfach nimmt – sie gibt, er nimmt, womit die Rollen festgelegt sind, wer dankbar zu sein hat und wer nicht.

Auch hier zeigt sich wieder mal, dass die alte Formel gilt, wonach in der Realität das Gegenteil dessen zutrifft, was Feministen so postulieren: Denn Sex ist eine Ressource, die Frauen kontrollieren – sie hat es, er will es; da er damit etwas nimmt, steht er in der Pflicht eine Gegenleistung zu erbringen – für die Frau eine sehr profitable Perspektive auf Sex, und verdammt nah dran an Sexarbeit. Erschreckend viele Männer teilen die Haltung, dass es keinen Unterschied mache, ob man zu einer Professionellen gehe oder doch Sex in einer Beziehung hätte – zahlen müsse man so oder so…

Es werden im unterschiedlichem Grade weltweit Maßnahmen getroffen, um „billige Konkurrenz“ auszuschalten. Das bedeutet nicht nur, dass Frauen andere Frauen, die „günstig zu haben“ sind, als „Schlampen“ niedermachen, auch werden Alternativen verboten oder schlechtgeredet. So ist in vielen Ländern Prostitution illegal und häufig auch Pornografie.

Ein weiteres Mittel zur Kontrolle der männlichen Sexualität ist die Beschneidung. Beschneidung ist eine der häufigsten Operationen in den USA – 81% aller Männer zwischen 15 und 59 Jahren sind beschnitten – nicht aus religiösen Gründen, sondern um Jungen Autosexualität und damit Erleichterung zu verunmöglichen. Crumar schreibt:

Die eigentliche Funktion der Beschneidung war die Be- und Verhinderung masturbatorischer Praktiken, also die sprichwörtliche „control over one’s own sex drive“.
Dabei galt und gilt es zu verhindern, dass eine männliche Autonomie der Lustbefriedigung existiert; auf die Frau zu verzichten soll per körperlicher Zurichtung bestenfalls unmöglich werden.

Parallel wird eine Propaganda verbreitet, nach der Onanieren üble Folgen wie z.B. Schwachsinn hätte – über den „Dorftrottel“ heißt es, dass er es sich selbst mache und dient damit als abschreckendes Beispiel.

Zusätzlich wird kommuniziert, Sex sei etwas, das „Männer Frauen antun“. Damit gerät der Mann erst Recht in die Pflicht, es wieder „gutzumachen“ – zum Beispiel dadurch, dass er sein ganzes Leben lang für sie arbeitet.

Einem Mann also, der auf Sex nicht verzichten möchte oder kann, und dem alle Alternativen – Onanieren, Prostitution – genommen wurden, bleibt nur noch, eine Beziehung zu einer Frau einzugehen – und das heißt dann meistens, dass er für sie arbeitet, ihr Leben unterhält, sein Leben lang. Denn sie kontrolliert entgegen der Propaganda der „Rape-Culture“ das kostbare Gut; mit etwas Glück kann sie so einen finanziell potenten Mann an sich binden, was auf ihrer Seite des Deals ein abgesichertes Leben mit wenig oder gar keiner Erwerbsarbeit bedeutet. Ein alter Freund erklärte mir mal stolz, dass er dahinter gekommen war, wie das mit dem Sex in seiner Beziehung laufe: Seine Freundin verteilte Punkte (nicht allzu offensichtlich) für Wohlverhalten und wenn genug beisammen waren, durfte er ran. Anstatt mit ihr Schluss zu machen nahm er das als Ansporn, eben dieses Wohlverhalten an den Tag zu legen (das war vor Pick-Up).

Solches Regulieren des Sexes zum Manipulieren mit Sex vergiftet die ganze Beziehung. Ein Mittel dieser Manipulation ist die Romantik. Entgegen feministischer Rhetorik, wonach romantische Liebe eine Idealisierung und Verdrängung der Frau von Vergewaltigung – „was Männer Frauen antun“ – sei, dient sie der Manipulation des Mannes. Um das nicht zu missverstehen: Sex mit Liebe ist eines der schönsten Dinge überhaupt, aber Romantik kann natürlich auch missbraucht werden. Dazu ein Gegenmodell:

Ein anderes vielbeachtetes Vertragskonzept legte die amerikanische Zeitschrift »Couple« vor, ein Magazin für verheiratete und unverheiratete Paare. In diesem »Quickie-Kontrakt« versprechen sich die Partner gegenseitig bei Bedarf eine schnelle Nummer, wenn es sein muss auch im Taxi oder auf der Straße oder wenn einer der Partner gerade keine Lust hat. Alle Paare, die sich darauf einließen, berichteten über eine gewaltige Verbesserung ihrer erotischen Lebensqualität (213,122). Seinem Partner zuliebe die eigene Unlust zu überwinden ist natürlich genau das, was viele Feministinnen als »Vergewaltigung« bezeichnen.

Soweit ich das mitbekomme, wird das auch in schwulen Beziehungen so gelebt. Schwule neigen nicht dazu, Sex künstlich zu verknappen um damit Beziehungsmacht auszuleben.

Dies kann auch zum Vorteil der Frau sein. Auch Frauen wünschen und sehnen sich nach Sex, was in unserer Gesellschaft zugunsten der Er-nimmt-sie-gibt-Sichtweise aber kaum kommuniziert wird. Schon Esther Vilar merkte im Streitgespräch mit der Lesbe Alice Schwarzer an, dass einer Frau, die Spaß am Sex hat, zweimal die Woche doch viel zu wenig sei, ein Aufkommen, welches für Schwarzer aber einfach nur „sexuelle Ausbeutung“ war. Die Frau muss nicht die Frigide spielen.

Entgegen der feministischen Theorie kontrollieren also Frauen die Ressource Sex und üben so Macht aus, Esther Vilar: Das kältere Geschlecht hat die Macht.

Cheerleader und Feministen

Ein Basketballverein hat den Cheerleadern, die in den Pausen ihre Kunst darboten, gekündigt. Denn: „Wir sind zu der Überzeugung gekommen, dass das Auftreten junger Frauen als attraktive Pausenfüller bei Sportevents nicht mehr ins unsere Zeit passt“

Das Konzept von Cheerleading ist es, mit professionellen Arschwackeln nicht nur den Zuschauern sondern auch den Spielern einzuheizen, ihnen Feuer unterm Hintern zu machen, damit sie sich auch anstrengen. Das funktioniert, sei’s nun anerzogen oder -geboren. Eine universitär-psychologische Studie untersuchte das mal. Und zwar wurden die Testpersonen aufgefordert, einen Arm in Eiswasser zu tauchen. Das führt zu starken Schmerzen, die Propanden nehmen den Arm relativ schnell wieder heraus. Der eigentliche Test aber war, wie es sich auf das Durchhaltevermögen auswirkte, wenn ein männlicher Student oder eine attraktive Studentin den Test durchführte. Du ahnst es: War es die Studentin, die daneben stand und die Zeit maß, fiel sie erheblich höher aus, die Kerle strengten sich an und holten das letzte Bisschen an Selbstbeherrschung aus sich raus – Männer reißen sich für Frauen den Arsch auf, ein äußerst vorteilhaftes Arrangement für das schöne Geschlecht und Ausdruck ihrer unsichtbaren Macht und Privileg – Cheerleading: Frauen treiben Männer an.

Die Geschlechter sind unterschiedlich. Was hier attraktiv wirkt, wirkt dort lächerlich. Wären die Geschlechter gleich, wie es gleichschaltende Gendersozialingenieure anstreben, würden Männer Push-Up-Penishalter tragen und in Pin-Up-Posen posieren, und kleine Jungs würden rosa Kleidchen tragen, was Feministen gefällt.

Das gefällt ebenfalls: Die, die sich extra hässlich macht, übergewichtig mit kurzgeschnittenen, rotgefärbten Haaren als Andrea-Dworkin-Look, deren Bild man beim Sex zum Hinauszögern des Orgasmus verwenden kann – solche Frauen sind den sexnegativen, männerverächtenden Feministen am liebsten. Denn sie interessieren sich einen Dreck dafür, wie sie auf Männer wirken; das männliche Urteil über sie könnte sie nicht weniger angehen als der Tod eines alten weißen Mannes.

Ganz anders Cheerleader: Hier ist das Erregen (hihi…) des männlichen Interesses eine sportliche Disziplin.

Allerdings nicht nur in dieser Situation, Frauen machen das ständig. Sie präsentieren sich hot&sexy in der Werbung oder als Grid-Girls und werden dann von feministisch bewegten Männern gefeuert. Ein ähnliches Schicksal erlitten die Nummerngirls beim Boxen – jeweils unter Applaus von Feministen. Mal sehen, was aus den Funken-Mariechen wird.

Frauen machen es ständig, sie machen sich so zurecht mit Kleidung, die strategisch geschickt bestimmte Stellen nicht nur nicht verdeckt sondern hervorhebt oder ein Makeup, dass erotische Hitze ausstrahlt. Oder sie heizen als Cheerleader Männern ein. Das ist: Weiblichkeit. Und das ist desweiteren: Ein Problem, denn Frauen sollen so nicht sein, es ist aus feministischer Perspektive demütigend, wenn Frauen Männern gefallen wollen, wenn sie nicht die tiefsitzende Verachtung der Feministen teilen. Es geht um einen tiefgreifenden Eingriff in das bestehende Geschlechterverhältnis, in welchem er noch begehrt und sie begehrenswert ist und die Beiden damit Kraft Biologie und Evolution eine Beziehung pflegen, deren Abschaffung der Feministen erstes Anliegen ist.

Zurück zu den Cheerleadern: Sie heizen Männern ein, das wissen sie und so soll es sein. Nein, sagt die Feministen: Das ist falsch. Da würden sich Frauen unterordnen, wie Hatice Akyün weiß:

Es geht um die Macht von Männern, die sich aus ihrer Position heraus das Recht nehmen, den Frauen ihre Spielregeln zu diktieren. Eigentlich dachte ich, dass wir im feministischen Diskurs schon viel weiter sind. Langsam gewinne ich aber die Erkenntnis, dass die drei Urtriebe des Mannes, Jagen, Sammeln und Fortpflanzen, sich als Relikte der Steinzeit noch nicht wirklich weiterentwickelt haben.

Und wieder mal die Macht. Die Macht der Männer. Dass Frauen etwas machen, aus sich selbst heraus, und dass sie Männern gefallen wollen, das ist für Feministen undenkbar.

Aber: Ja, es ist die Evolution, die hier was diktiert, das hat sie richtig erkannt. Sie würde sich aber schön umgucken, wenn die Männer nicht mehr Jagen, Sammeln und sich Fortpflanzen sondern Streiken würden. Hatice Akyün würde diese Relikte aus der Steinzeit sehr vermissen. Aber nicht nur die Männer verhalten sich hier steinzeitlich. Frauen wenden diese Regeln genauso an. Aber Unterordnung? Jedes Mädchen kann jederzeit gehen oder Vorschläge einbringen, wie man die Show umgestalten könne. Letztlich bleibt es dabei: Sie wollen sich sexy präsentieren, einheizen und da gehören die glotzenden Männer dazu. Und es hat nicht das geringste mit Unterordnung zu tun. Diese Frauen behalten jede Souveränität darüber, was sie tun und lassen, mit wem sie sich einlassen. Aber nun wurden sie gefeuert, was eine Betroffene so kommentiert:

„Wer denkt, diese Entscheidung sei ‚zeitgemäß‘, hat die letzten 100 Jahre Emanzipation verpasst. Enttäuschung ist gar kein ausreichender Ausdruck für diese mehr als erbärmliche Rechtfertigung.“

Unter dem Hasthag „#deeplychauvinistic („zutiefst chauvinistisch“) fügte sie ironisch hinzu: „Hilfe, wir wurden gezwungen, unserem Sport und somit unserer Leidenschaft nachzugehen. Unseren Vorbildern aus der NBA nachzufeiern.“

Zurück zu Hatice Akyün. Diese strotzt dann auch nur so vor Intelligenz, wenn sie ihrer Tochter erklärt:

„Stell dir mal vor, du würdest Basketball spielen und Jungs würden in kurzen Hosen mit Pompons für euch Mädchen tanzen.“ Sie lachte bei der Vorstellung über dieses absurde Bild. „Siehst du“, entgegnete ich, „so komisch sieht es auch umgekehrt aus.“

Hierzu zwei Punkte: Wenn es für Frauen tatsächlich so lächerlich wäre, dann wäre es nicht notwendig, Männer in derartigen Posen als Kontrast herzunehmen, um diese Lächerlichkeit auch bei Frauen zu verdeutlichen. Diese Lächerlichkeit wäre dann auch so schon bei den Frauen ohne weiteres als solche zu erkennen. Das ist aber nicht der Fall. Denn – Punkt zwei und der feministische GAU – Männer und Frauen sind unterschiedlich und empfinden Dasselbe bei den unterschiedlichen Geschlechtern unterschiedlich: Nämlich entweder heiß und sexy oder aber lächerlich.

Es geht darum, die Geschlechter aufzulösen – Gender-Trouble – „Geschlechterärger“ – nennt es die einflussreiche Judith Butler. Und nirgends sonst manifestieren sich die Geschlechter so sehr, wie dort, wo es um Sex geht. Sei es, dass Frauen ein Dekolleté oder sich anderweitig sexy präsentieren oder Kerle anzügliche Sprüche fallen lassen. Sexy kommt von Sex und hier existieren die Geschlechter als gewaltige Archetypen, die aufeinander bezogen sind und die vereinigt über die gewaltigste Macht verfügen, nämlich Leben zu schenken. Das soll nieder gerissen werden, der Mann wird aussortiert, allein die zur Göttin erhobene Frau schenkt Leben und das ganz und gar ohne Mann.

Die Zeiten ändern sich und es werden Zeiten sein, in welcher ein Werbetreibender, der auf „sex sells“ setzt, Druck bekommt, es ihm verboten wird. Eine Zeit ohne Cheerleaderinnen, Boxenludern und Nummerngirls. Alles, was sexy ist, wird als Sexismus gebrandmarkt werden und damit aus dem öffentlichen Leben verbannt: Willkommen in der neuen Prüderie!

Rape Culture: Deformierte Männlichkeit – Der Lustmolch in Zeiten vergifteter Sexualität

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Wenn Sex und Vergewaltigung kaum noch von einander zu trennen sind, markiert dies das Ende der Beziehungen zwischen Mann und Frau.

Die Welt ist voll von liebreizenden, vorbildhaften Menschen, denen alles daran liegt, Friede, Freundschaft, Liebe und Brüderlichkeit zu säen. Nehmen wir die Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek, die sagte: „Sex ist etwas, das Männer Frauen antun.“ Oder Andrea Dworkin: »Physisch ist die Frau beim Geschlechtsverkehr besetztes Gebiet, im wahrsten Sinne des Wortes ein Territorium, das im wahrsten Sinne des Wortes eingenommen wird: eingenommen auch dann, wenn es keinen Widerstand gegeben hat, keine Gewalt; ja sogar wenn die eingenommene Frau sagte ja bitte, ja schnell, ja mehr.« Coletta Reid hingegen befindet: »Wenn die Ehe legalisierte Prostitution ist, dann ist Heterosexualität gesellschaftlich befürwortete Vergewaltigung.« Dass Vergewaltigung und Sex praktisch ununterscheidbar sind, erklärt Hodee Edwards: »Sex ist das Kreuz, auf dem Frauen gekreuzigt werden. Sex kann angemessen allein als universelle Vergewaltigung beschrieben werden.« Einen scharfen analytischen Blick zeichnet auch Susan Griffin aus: »Die Grundelemente von Vergewaltigung sind in allen heterosexuellen Beziehungen zu finden.« Kurz und knackig bringt es Marilyn French auf den Punkt: »Alle Männer sind Vergewaltiger und sonst gar nichts.«

Hinzu kommt ein gesellschaftlicher Diskurs, in welchem ständig von sexueller Belästigung die Rede ist, wie etwa in Kampagnen #metoo oder #aufschrei. Sexualität wird nicht als etwas Positives begriffen, als etwas Lust- und Lebensspendes sondern als übergriffig und gewaltsam. Nehmen wir bspw. Anne Wizorek, welche eine besonders schlimme Erfahrung machen musste, nämlich wie ein Professor in einem geschlossen Raum ein Annäherungsversuch unternahm, Wizorek: „Gruselig!“. Also nichts, aus dem etwas Neues und Spannendes entstehen könnte, wenn die Chemie stimmt. Schon Matussek kommentiert: Früher konnten Frauen auf eine Annäherung auf zwei Arten reagieren. Sie konnten annehmen oder ablehnen. Heute können sie den „Offender“ wegen „Sexueller Belästigung“ bezichtigen. Er erzählt weiter von einem Fall, welcher für die Frauenbeauftragte einer Uni eine schmutzige, übergriffige Sache war, für eine Studentin und einem Professor aber der Beginn einer Beziehung, die in einer Ehe mündete.

Unter der Dämonisierung haben Männer zu leiden, ihre Sexualität wird deformiert. Für solche Männer ist ihre Sexualität nichts Genussvolles für die Frau sondern eine Plage. Er schämt sich dafür, allein schon dafür, dass er überhaupt begehrt. Wenn er dann aber doch Sex will, tut er dies nicht mit Selbstbewusstsein, sondern mit dem schlechten Gewissen, einer Frau sowas zumuten zu wollen. Er kriecht, er ist ein Lustmolch. Hierzu sind vermutlich auch viele feministische Allies zu zählen, die dann konsequenterweise von Feministinnen besonders schlecht behandelt werden; nichts machen sie richtig, ständig stehen sie unter Anklage, die sie auch reumütig internalisieren. Solche Männer haben keinerlei Selbstachtung und ihre feministischen Freundinnen bringen ihnen dann folgerichtig auch nicht die geringste Achtung entgegen. Amüsiert erinnere ich mich hierzu an die Schilderung eines männlichen Feministen, eines „Ally“, der eine feministische Tagung besuchte. Er internalisierte jede Anfeindung und tat alles, was die höherwertigen Menschen ihm diktierten; eigentlich fehlte nur noch, dass er wie im SCUM-Manifesto beschrieben die Hundescheiße von den Stiefeln seiner Herrinnen leckte. Und dennoch wurde er ständig angeblafft. Antje Schrupp würde sagen: „Erwartest Du jetzt einen Keks oder was?“ Das liegt daran, dass Feministinnen nunmal Sexistinnen sind. Nicht das Verhalten des Mannes ist das Problem, sondern sein Geschlecht. Deswegen kann er auch gar nichts richtig machen, eine Verhaltensänderung führt nicht zum Freispruch, da der Grund für den Hass und die Verachtung in seinem angeborenen Merkmal des männlichen Geschlechts (und der Hautfarbe) liegt.

Nehmen wir bspw. den ehrenhaften Wilfried Wieck. Seine Mission ist es, Männer niederzumachen um dann als „besserer Mann“ besser dazustehen. Feministinnen (!) finden das, was er auswirft – „Männer lassen lieben“ zum Beispiel – dann auch recht nützlich, was aber nicht heißt, dass er aus der Ungnade entlassen wird: »Es ist schön, zu sehen, wie ein typischer Chauvi Argumente liefert, um andere Männer niederzumachen. Der Wieck betreibt masochistische Selbstzerfleischung. Und es ist herrlich einfach, Rolf mit seinen Argumenten einzuseifen.« Angelika geht in ihrer Beurteilung des Wieck-Buches noch weiter: »Kerle wie den kenne ich zur Genüge. Die findet man in jedem Sozialdienst. Das sind Typen, die sich selbst niedermachen, um sich anzubiedern. Nach dem Motto: Ich bin mies und schlecht, und weiß das, und deshalb will ich auf den Arm. Im Grunde ist der ein ganz armes Schwein, dem niemand helfen kann, es sei denn, er findet eine Dumme.«

Als trauriges Fazit lässt sich festhalten: Das Gift wirkt. Die Menschen besonders die jungen haben immer weniger Sex, sind sich immer weniger nah. Die Gesellschaft kühlt ab, es gibt immer weniger zärtliche Intimität, die Menschen vereinzeln.

Männer in Reizwäsche

Mann in Pin-Up-Frauenpose

Der Künstler, von dem dieses Kunstwerk rechts stammt, hat ein wichtiges Anliegen: Er will auf Sexismus aufmerksam machen. Deshalb stellt er Männer in Frauenposen dar, was dazu führen soll, dass der Beobachter seinen Sexismus reflektiert. Denn Männer in Frauenposen wirken: Lächerlich. Und damit sei es frauenfeindlich, Frauen in Frauenposen darzustellen, denn diese würden dadurch auch lächerlich gemacht und erniedrigt werden.

Das schießt nahtlos an an die Theorie, dass sämtliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern sozial konstruiert seien – einschließlich der Heterosexualität. Linguisten – von denen solch kruden These stammen – haben somit offenbar keine Ahnung etwa von Evolution, in welcher Heterosexualität zu Fortpflanzung und damit zur Erhaltung der Art führt – und zwar so einer Art, die eben heterosexuell ist. Deshalb unterscheiden sich die Geschlechter – auch was ihre Wahrnehmung betrifft. Wenn ein Weibchen ihren Hintern in einer aufreizenden Pose präsentiert, ist das für Männer sexy – das kommt von Sex und führt zu Sex. Weibliche Sexualität hingegen ist etwas anders gestrickt, vermutlich weil für sie Fortpflanzung wesentlich aufwendiger und auch riskanter ist – wenn der Lebensunterhalt nicht gesichert ist, kann man schon mal verhungern – womit es für Frauen nicht so sinnvoll ist, ohne weiteres auf einen hingehaltenen Männerhintern drauf zu springen. Nein: Wenn Frauen so wie Männer ticken würden, dann hätten sich Männer – die Chance nutzend, eine Frau ins Bett zu kriegen – immer schon in Pin-Up-Posen gezeigt, ganz selbstverständlich, und dann würden sie darin auch nicht „schwul“ oder lächerlich wirken.

Jetzt gibt es ein Unternehmen, dass Reizwäsche für Männer anbietet, und damit wirbt, dass diese von immer mehr Männern „entdeckt“ wird. Nun, wenn sich manche Soziologiestudenten, die Männlichkeit „dekonstruieren“ wollen, zum Affen machen, dann ist das ihr Ding. Etwas anderes kotzt mich an, wie zum Beispiel bei dieser Berichterstattung hier, dort heißt es:

An sich ein guter Gedanke, wenn man bedenkt, dass wir in unserer Gesellschaft alles daran setzen, Frauen die gleichen Rechte und Möglichkeiten wie Männern einzuräumen. Andersrum sollte Gleichberechtigung schließlich auch funktionieren.

Was für eine bodenlose Heuchelei! Wenn es diesen angeblichen Männerfreunden wirklich um Gleichberechtigung ginge, dann würden sie mal thematisieren, dass Jungen im Schulbetrieb systematisch abgehängt werden. Sie würden mal kritisch anmerken, dass es ein Widerspruch ist, dass Männer angeblich bevorzugt seien, aber die große Masse der Selbstmörder stellen. Sie würden die Benachteiligung der Väter im Sorgerecht anprangern. Ich stellte hier schon mal die Frage, warum es diesen Anhängern der „Gleichberechtigung“ eigentlich scheißegal ist, wenn ein Mann obdachlos unter einer Brücke krepiert, sie aber voller Leidenschaft dabei sind, wenn es um das Recht der Männer geht, auch Röcke zu tragen. Um mich zu wiederholen: Das liegt daran, dass der Mann mit der Verweiblichung der Lächerlichkeit preisgegeben wird. Seine Erniedrigung ist es, was die Freude auslöst. Ein Mann, der sich in Reizwäsche kleidet, markiert die dekonstruierte Männlichkeit und ist damit höchstes Ziel der Genderisten.