Archiv der Kategorie: Sexuelle Belästigung

Sexuelle Belästigung, Macht und die Geschlechterbeziehung

Frauen sind unfehlbar und sie lügen nie. Wenn also ein Mann einen Annäherungsversuch unternimmt, und die Frau, das Objekt seiner Begierde, entscheidet, dass dies ein Fall von sexueller Belästigung ist, dann ist das so. Dann geht es nicht mehr um eine ungeschickte oder unerwünschte Annäherung – weil der Kerl nicht so aussieht wie George Clooney und auch nicht soviel Kohle hat – sondern um Machtausübung, wie Feministinnen nicht müde werden zu betonen.

Und wieder mal handelt es sich um Fall der Projektion. Es sind Femischisten, die die Frau ermächtigen wollen – denen es also um Macht geht. Denn wenn es so ist, dass sexuelle Belästigung a) das ist, was Frau als solche empfindet, und zudem b) solche Vorfälle durch den Staat verfolgt werden sollen, dann wird die Frau in die Machtposition versetzt, auf bloße Anschuldigung hin dem Mann erheblich zu schaden oder ihn zu vernichten – die #metoo Hetzkampagne hat bereits Todesopfer gefordert.Es ist die Durchsetzung totaler Willkür – dass es dabei auch Unschuldige trifft, wird billigend in Kauf genommen.

Wenn ich mich mit dieser Hetzkampagne gegen Männer beschäftige, resultiert daraus Frustration und Wut über das weibliche Geschlecht, denn immerhin sprechen Feminischisten im Namen der Frau. Glaubt man der Propaganda, können Frauen keinen Schritt vor die Tür setzen, ohne attackiert zu werden. Komisch nur, dass ich davon gar nichts bemerke, und dass obwohl ich im Zuge der Jammer-Aufschrei-Kampagne danach Ausschau halte. Und es ist noch viel schlimmer: Die gleichen Hetzerinnen skandieren ja auch, dass das Zuhause für die Frau der gefährlichste Ort ist… egal wie man es dreht und wendet: Die Frau ist die arme Unschuld, verfolgt egal wohin sie auch geht. Nirgends lassen ihr Männer Luft zum Atmen.

Aber gut: Bevor man dazu übergeht, das jammernde Geschlecht als das erbärmliche abzutun, sollte man die Aufmerksamkeit auf solche lenken, die nicht auf diesen Zug aufspringen. So schreibt eine zu „Macht“ und sexuelle Belästigung:

Romantik beinhaltet die komplexesten menschlichen Emotionen, Begehren die mächtigsten menschlichen Triebe. Es ist so einfach, die Signale falsch zu lesen. Jeder ehrliche Mann wird Ihnen sagen, dass er diese Signale manchmal falsch verstanden hat, und jede ehrliche Frau auch. Das Beharren darauf, dass es bei einem unerwünschten Kuss immer um Macht und nicht um Balz geht, ist einfach keine ernsthafte Theorie – nicht, wenn die Strafe für dieses Verbrechen so schwerwiegend ist. Auch Männer haben ein Anrecht auf Zweifel, ja sogar auf die Unschuldsvermutung.

Und letztendlich schadet die hysterische Hetzkampagne gegen Männern den Frauen selbst: Die feministische Agitation nützt ihnen nicht, im Gegenteil: Da Männer, dem sexistischen Generalverdacht ausgesetzt, auf Abstand gehen, leidet die Atmosphäre am Arbeitsplatz. Eine „unsichtbare Wand“ baut sich zwischen Mann und Frau auf, das feministische Gift wirkt:

Bloß keine Verabredung zur Mittagspause, keine Neckerei über den Schreibtisch hinweg, kein vertrauliches Gespräch in der Teeküche. Inmitten stetig neuer Vorwürfe von sexistischem Verhalten bis hin zur Übergriffigkeit fühlen sich viele Männer am Arbeitsplatz verunsichert. […]

Plötzlich sei da eine „gefühlte Wand“ im Umgang mit ihren männlichen Geschäftspartnern, beklagt die US-Unternehmerin Ana Quincoces aus Miami. Ihr Lebensmittelhandel und dessen Erfolg stütze sich vielfach auf den Beitrag von Männern, sagt sie. Absprachen würden dabei oft bei einem Drink oder einem gemeinsamen Mittagessen getroffen. Solche Möglichkeiten sehe sie jedoch in Zukunft immer weniger, sagt Quincoces. Denn viele ihrer männlichen Geschäftspartner reagierten schon nahezu panisch, viele vermieden Zweiertreffen, die bislang völlig normal gewesen seien.

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Blogparade Sexuelle Belästigung: „Hey, Geiler Arsch!!!“

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Geiler Arsch! Lechz! Sabber!

Es gibt eine neue Blogparade, diesmal zum Thema „sexuelle Belästigung“, hey, da bin ich dabei!

Über sexuelle Belästigung habe ich vor kurzem bereits etwas geschrieben und dabei auch verschiedene Mythen widerlegt, wie z.B. dass fast ausschließlich Frauen Opfer seien – sind sie nicht, nur neigen Männer nicht zum Rumjammern, hart wie Kruppstahl, Du weißt schon…

Das hier sind nur ein paar Gedankenfetzen zum Spruch: „Hey, geiler Arsch!!!“.

Der ist hart… wie mein Schwanz (hihihi). Nein, ich gebe zu, das war unangemessen. Denn ohne Viagra ist mein Schwanz schlapp wie ein Schlappschwanz eben, da ich unter Erektionsschwäche leide (aber nicht weiter sagen!).

Okay, ich sehe ein, der Spruch „Hey, geiler Arsch!“ ist nichts für zarte Gemüter. Ich kann mich aber erinnern, dass ich schon auf ähnliche Weise angesprochen wurde. Meine Fahrlehrerin bspw. sagte mal, ich solle meinen „Galaarsch“ Richtung Tür drehen, damit ich vernünftig über die Schulter rückblicken kann. Nein, es hat mich nicht traumatisiert, es war nicht schlimm und ich wünsche ihr auch nicht, das ihr irgendwelche Widrigkeiten daraus entstehen.

„Geiler Arsch“ bedeutet übersetzt, dass man – frau – einen sexy Hintern hat. Es bedeutet, dass man sexuell angezogen ist. Warum sagt man dann nicht viel umgangsverträglicher: „Sexy Hintern!“ oder: „Dein Gesäß wirkt auf mich sexuell anziehend!“

Ich habe den Spruch noch nie verwendet, obwohl manche Zeitgenossen darauf schwören. Will man zum Beispiel den Abend ein ONS klarmachen, dann sei er geeignet, solche Frauen, die zu haben sind, von denen zu trennen, die es nicht sind. Letztere reagieren in aller Regel verärgert bis aggressiv, wohingegen sexuell aufgeschlossene Frauen („Schlampen„) positiv reagieren – sofern man(n) auch sonst ansprechend wirkt. Robuste Frauen haben kein Problem damit.

Zu der ganzen Debatte darüber, was noch erlaubt ist (gar nichts, denn auch Blicke sind sexuelle Belästigung, wenn es frau gefällt) und was nicht (alles, siehe die vorstehende Klammer) hier mein Statement: Dieser Spruch – „Hey geiler Arsch!“ – muss erlaubt sein. Das ist notwendig, damit wir nicht alle zu einer Gesellschaft aus Mimosen werden, die Triggerwarnings und Safe Spaces braucht und… äh, Moment…

Also noch mal: Dieser Spruch muss erlaubt sein. Zumindest im Club. Im Berufsleben bin ich darüber – Trommelwirbel – unentschieden. Denn einerseits finde ich die Freiheit der Rede sehr wichtig als auch einen nicht hochsensiblen-hysterischen Umgang miteinander, bei welchem alle Beteiligten wie auf Eierschalen laufen müssen. Auch verweise ich mal darauf, dass viele Beziehungen, ja ganze Ehen aus Flirts am Arbeitsplatz hervorgehen. Aber gut: Solche Flirts kann man ja auch anders einleiten als mit „Hey, Geiler Arsch!!!“. Und wo man einem sensibleren Gemüt im Club das noch deswegen zumuten kann, da dies eben ein Kontaktanbahnungsort ist, gilt das nicht für den Arbeitsplatz. Alles in mir sträubt sich dagegen, aber: Da könnten Feministen Recht haben, dass dadurch eine Atmosphäre geschaffen wird, die für sensible Gemüter ein Problem darstellt – selbst wenn es kein systematisches Mobbing ist und zudem im Widerspruch steht zur feministischen Propaganda der „Power-Frau“. In den USA ist es inzwischen soweit, dass Unternehmen generell jede Beziehung am Arbeitsplatz verbieten, um sich vor exorbitanten Schadenersatzforderungen der armen Unterdrückten zu schützen – da hat man mit einer Patendlösung (sic!) nicht nur das Problem aus der Welt geschafft (tatsächliche Belästigung) sondern auch alles damit zusammenhängende (Beziehungen).

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#metoo und Alltagsprostitution

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Wenn sich eine Frau aus berechnendem Kalkül auf eine Affäre einlässt, um ihre Karriere voranzubringen, ist sie dann wirklich ein bedauernswertes Opfer, wie die #metoo-Hysterie suggeriert? Gerhard Amendt zu einer Feministin, die Frauen auffordert, ihre Sexualität als Kapital zu betrachten und einzusetzen, um ihre Ziele zu erreichen:

Ein wahrhaft feministisches Manifest: Prostitution als Frauenbefreiung

Ich behaupte mal: Das machen und machten Frauen schon immer.

Sexuelle Belästigung: Das teuflische System hinter scheinbaren Kleinigkeiten

Wer ein Opfer von Einbruch geworden ist, weiß dass das keine Bagatelle ist. Dass ein wildfremder Krimineller im eigenem geschützten Bereich zugange  war, ist eine sehr belastende Erfahrung. Jetzt die Frage: Warum gibt es eigentlich keine Kampagnen mit solchen Slogans wie „metoo“ oder „aufschrei“ um auf diese Problematik aufmerksam zu machen? Die Antwort ist: Es fehlt der Feind. Auf Delikten wie Einbruch oder Diebstahl kann man keine sexistische Gut-Böse-Dichotomie aufbauen wie bei sexueller Belästigung: Hier die armen Opfer -die Frauen – dort die miesen Täter: Die Männer. Es geht bei solchen Kampagnen darum, gegen Männer zu hetzen, ein Feindbild aufzubauen.

Kommen wir also zum Thema sexuelle Belästigung:

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Das ist nicht etwa eine Bagatelle weißer, westlicher Wohlstandsweibchen, deren größtes Problem im Leben ein quersitzender Furz ist, das ist #keineKleinigkeit: Delikte, die gemeldet  wurden

Im Jahr 1939 verurteilte ein deutsches Gericht einen Juden zu einer Haftstrafe. Sein Vergehen: Er hatte ein arische Frau angeblickt. Dem Gericht zufolge, hatte der Blick »eindeutig eine erotische Grundlage und konnte nur den Zweck gehabt haben, das Mädchen, an dem der Angeklagte interessiert war, zu einer Annäherung zu verleiten« (SFBM? Seite 473)

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Wenn jemand erklärt, dass Flüchtlinge eine Gefahr für  Frauen SIND, steht er als rassistischer Scheißhaufen da. Dieselbe Aussage über Männer generell und man darf sich für eine aufgeklärte, emanzipierte Zeitgenossin halten. Mann beachte, dass die Initiative „keine Kleinigkeit“ diese Hetze, die offenbar nicht unter das neue Anti-Hassrede-Gesetz fällt, unterschrieben hat (blaues Symbol mit dem K).

Ein paar Jahrzehnte später machen sich mutige  Frauen und Männer auf, um solche Delikte wieder anzuklagen und gründen dazu die Initiative „Keine Kleinigkeit„. Denn wir leben in einer Kultur, in der Frauen, sobald sie vor die Tür gehen, ständigen Übergriffen ausgesetzt sind. Von Männern. Die Vergehen sind vielfältig und für Frauen die reinste Tortur. So werden sie Opfer von „unangemessenen Blicken“, „Hinterherpfeifen“ oder „ungefragten Kommentaren über ihr Äußeres“ – womit Komplimente gemeint sind. Was das „Hinterherpfeifen“ angeht, so hat sich bei mir mal ein Mädchen darüber beschwert, dass ihr noch nie ein Kerl hinterhergepfiffen hätte, gefolgt von der Frage: „Was ist bloß los mit euch Männern?!“.

Diese Frage, gestellt in einer Gesellschaft, in der nicht erfrorene Obdachlose (nur Männer) sondern schlechte Dirndl- oder „Jung und Schön“-Komplimente eine nationale Debatte auslösen, zeigt etwas auf: nämlich das ein- und dasselbe Verhalten mal positive und mal negative Resonanz auslösen kann. Eine Annäherung mit einem „Hallo“ kann mal willkommen sein, mal nicht. Da hängt viel von ab. Zum Beispiel welche Laune wir haben oder ob derjenige, der sich so nähert, einen sympathischen Eindruck macht oder nicht.

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Das ist nicht harmlos sondern ganz schlimm, denn: „Männern gehört der öffentliche Raum, Frauen dürfen sich lediglich in diesem Raum bewegen.“ und: „Diese ständige Angst vor Übergriffen führt zu einer strukturellen Verdrängung aus dem öffentlichen Raum.“

Jetzt wollen Feministinnen ein Willkür-System durchsetzen: Als Belästigung soll das gelten, was man – eher: Frau – als Belästigung „empfindet“. Damit greift die Initiative ein uraltes Narrativ des Feminismus auf: „Sexuelle Belästigung ist das, was Du als solche empfindest.“ Das bedeutet, dass ein- und dieselbe Handlung, oder ein- und dieselbe Rede mal in Ordnung ist, mal als Übergriff zählt, je nachdem, wie es die Adressatin auffasst. Das bedeutet totalitäre Willkür: als Delikt gilt nicht mehr eine objektiv festgelegte und nachvollziehbar beschriebene Handlung, sondern das, was eben das willkürliche Entscheiden der „ermächtigten“ Person so festlegt. Erst vor kurzem hatten wir einen ähnlichen Prozess bei der Verschärfung des Sexualstrafrechts, welches nun Lappalien als Vergewaltigung einordnet. Es ist vielleicht nur eine Frage der Zeit, bis der nächste maassche Justizminister auftaucht, der in blindem Aktionismus und großer Betroffenheit über die von „Keine Kleinigkeit“ dokumentierten „Dunkelziffer“ eine Verschärfung vornimmt. Bei unserem Nachbarn Frankreich ist es bereits passiert.

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Was „anzüglich“ ist, und was nicht, ist eine Frage willkürlicher Interpretation.

Eine solche Willkürherrschaft scheint berechtigt, da hier die  paranoide Deutung zum Tragen kommt: Blicke sind da nicht einfach nur Blicke, sondern stehen stellvertretend für etwas Übergeordnetes: Einem monströsen System. Hier ist es die „Rape-Culture“, von der alle Männer profitieren und von der alle Frauen unterdrückt werden, und in der sexuelle Belästigung, die auch über Blicke stattfindet, nur einer der vielen Aspekte ist. Deswegen ist so ein Blick oder gar ein Kompliment „keine Kleinigkeit“, sondern erfüllt den Zweck, die Frauen „aus dem öffentlichen Bereich zu drängen“. Auch hinter scheinbaren Bagatellen steckt ein großes System, das „Patriarchat“ mit einer bösartigen, Frauen unterdrückenden Struktur, sind also mitnichten „Kleinigkeiten“.

Sind sie aber doch! Es sind Kleinigkeiten und die Macher dieser Initiative nähren den Mythos von der schwachen Frau. Eine erwachsene Frau hat – wie der Mann auch – solche unangenehmen Erfahrungen auszuhalten. Ich sage es deutlich: Es muss erlaubt sein, dass ich eine erwachsene Frau anspreche und direkt frage, ob sie mit mir schlafen will (damit meine ich die Straße oder Club, nicht den Arbeitsplatz, das wäre noch mal ein eigenes Thema, das viel Fingerspitzengefühl verlangt). Von einer erwachsenen Frau kann man erwarten, dass sie über eine erwachsene Sexualität verfügt und auch mit der männlichen Sexualität umgehen kann. Tatsächlich trifft das auf die meisten Frauen auch zu – sie sind keine achtjährigen Schulmädchen, für welche sie von Feministen gehalten werden (die aber nichts desto trotz fordern, Frauen per Quote in anspruchsvolle Chefpositionen zu hieven oder für den Dienst an der Waffe auszubilden). Frauen werden von Feministinnen für übersensible Schneeflocken gehalten, die von der geringsten Irritation zerstört werden. Der Spectator bezeichnet dies als Panikmache und führt zu der Kampagne „metoo“ aus: „Es wird der Eindruck erweckt, als sei es die Hölle, eine Frau im 21. Jahrhundert zu sein. Das ist nicht nur falsch, sondern auch zerstörerisch. Im Jahr 2015 fand „Girl Guiding UK“ heraus, dass die Angst vor potentieller sexueller Belästigung das Leben von 75 Prozent der Mädchen und jungen Frauen beeinflusst. Eine Umfrage aus dem Jahr 2016 ergab, dass 41 Prozent der jungen Frauen davon ausgehen, dass sie am Arbeitsplatz diskriminiert werden. Diese jungen Frauen waren weder belästigt noch diskriminiert worden: ihre Ängste lagen darin, was ihnen in Zukunft möglicherweise passieren könnte. Es ist mehr die Angst vor sexueller Belästigung als die Realität, die Frauen zurückhält.“

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Und umgekehrt: Ich habe auch schon unangenehme Erfahrungen mit Frauen gesammelt, und zwar auch solche, die eindeutig der sexuellen Belästigung zuzurechnen sind – ohne dass ich will, dass sie verfolgt werden. Solch ein Fall war einer, in welchem mich eine Frau in einer Bar immer wieder berührte trotz meiner wiederholten Aufforderungen, dies bleiben zu lassen. Schließlich stand ich entnervt auf, und suchte mir einen neuen Platz. Sie folgte mir und beschimpfte mich als „Schlappschwanz“. Was ich nicht mache, ist, daraus eine sexistische Anklage gegen das weibliche Geschlecht zu führen, wie es Feministinnen umgekehrt ganz selbstverständlich und mit öffentlicher Unterstützung tun. Dabei bin ich noch nicht mal ein Ausnahmefall, denn wenn man auf die glorreiche Ausnahmeidee kommt, Männer diesbezüglich zu befragen, zeigt sich, dass Männer als „Opfer“ sexueller Belästigung gar nicht so selten sind. Weiterführend schreibt Hoffmann dazu:

Bei sexueller Belästigung sieht es nicht anders aus. Der von der American Association of University Women herausgegebenen Studie „Drawing the Line: Sexual Harassment on Campus“ zufolge wurden 62 Prozent der weiblichen und 61 Prozent der männlichen Schüler Opfer von sexueller Belästigung. Vier Forscher legten eine Folgestudie an und gelangten zu dem Ergebnis, dass sich die Mehrheit beider Geschlechter sowohl als Opfer wie auch als Täter sexueller Belästigung beschrieben habe, weshalb man das bisherige simple Täter-Opfer-Modell in Frage stellen müsse. Das bestätigte eine Ende 2013 veröffentlichte repräsentative Studie der Universität Lausanne und des Unternehmens „Forschung und Beratung“, die zeigte, dass Frauen und Männer am Arbeitsplatz ähnlich oft sexuell belästigt werden und dass Frauen in fast der Hälfte der Fälle zu den Tätern gehören. 66 Prozent der befragten Frauen und 71 Prozent der befragten Männer räumten ein, in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal ein Verhalten gezeigt zu haben, das vom Gegenüber als belästigend hätte empfunden werden können.

Das wahre Tabu ist also nicht, wie vielfach behauptet, Frauen als Opfer sexueller Belästigung, tabuisiert werden vielmehr weibliche Täterschaft und männliche Opfer – diese sind es, die im Mainstream-Diskurs ausgeblendet werden (das soll nicht als Plädoyer verstanden werden, jetzt mit demselben Opferdiskurs von männlicher Seite zu beginnen).

Diese Initiative und der ganze feministische Diskurs ist Gift für die Gesellschaft und für ein liebevolles Miteinander der Geschlechter. Man darf gespannt sein, wohin die Reise geht.

Hasspropaganda gegen Kinder, Teil 2: Zartbitter e.V.

Doris Lessing war mal Feministin, aber keine Sexistin, weshalb die ehemalige Ikone der Frauenbewegung ihre Gesinnung änderte und deutliche Worte zum westlichen Femosexismus gegen die Männer fand. So berichtete sie über eine Erfahrung in einer Schule, in welcher die feministisch gesinnte Lehrerin ihren Schülern die Lektion erteilte, alle Verbrechen wie Kriege gingen auf das Konto der Männer:

„Da saßen die kleinen Mädchen fett, selbstgefällig und eingebildet, während die kleinen Jungs zusammengesunken waren, sich für ihre Existenz entschuldigten und dachten, dass das so ihr ganzes Leben lang weitergehen würde. Das passiert überall in den Schulen und niemand sagt ein Wort.“

Doris Lessing befindet, dass die Männer endlich anfangen sollten, sich zu wehren, und so langsam fängt das ja auch an.

Zum Beispiel gegen Propaganda mit dem Feindbild Kinder Jungen von Zartbitter e.V. wie in diesem Video vorgestellt (via).

Hierzu ein Einschub: In meiner Schulzeit wurde ich mal Zeuge, wie eine Klassenkameradin einem Klassenkameraden die Hose runterzog. Dies hatte für die „Täterin“ keine weitere Folgen (stellen Sie sich vor, was los gewesen wäre, wenn ein Junge einem Mädchen die Hose heruntergezogen hätte). Was wäre jetzt, wenn ich dieses Ereignis zu einem Politikum hochstilisieren und ein eigenes Video dazu produzieren würde? Wenn ich unterstellen würde, dass dies nicht etwa einfach nur ein unschöner Einzelfall wäre, wie sie eben so passieren, sondern dass eine Systematik dahinter steckte? Die Antwort ist einfach: Ich würde mich lächerlich machen.

Wenn es hingegen um eine Anklage gegen Jungen geht, geht sowas vollkommen in Ordnung, und niemand wundert sich. Und das selbst mit einem Szenario, wie es kaum unrealistischer sein könnte, nämlich mit öffentlichen Onanieren – etwas also, dass sich für 99,9% der Jungen schon allein wegen der Schamgrenze von selbst verbietet, nichts also, was in irgendeiner Weise für den Alltag steht, den Mädchen und Jungen erleben.

Jungen und Männer hingegen dürfen nach Belieben angegriffen und verleumdet werden, Bild: Zartbitter

Mal eine andere Frage: Warum produziert Zartbitter eigentlich keinen Film, in dem Frauen und Mütter darauf hingewiesen werden, dass sie nicht das Recht haben, „ihre“ Kinder zu misshandeln und zu töten? Das wäre nämlich angebracht angesichts dessen, dass solche Taten gegen Kinder überwiegend von Frauen begangen werden. Und Zartbitter ist bekanntlich eine Organisation, die sich dem Wohl der Kinder verschrieben hat. Also: Warum nicht? Die Antwort ist ganz einfach in dem Sinne, dass ein solche Anklage total daneben wäre. Die meisten Mütter lieben ihre Kinder, und tun nichts, was ihnen schaden würde, insofern wäre es dann auch total daneben, wenn man ihnen die Taten anderer vorhält, mit denen sie nichts zu tun haben, wofür sie nichts können – nicht das Geringste. Analoges gilt umgekehrt für das männliche Geschlecht.

Um auf obiges Hate-Video der „allgemeinschädigenden“ Organisation „Zartbitter“ zurück zu kommen: Ein Junge, der sich auf solche Weise gegenüber einer Mitschülerin verhalten würde, würde massive Reaktionen herausfordern. Seine Eltern würden von der Klassenlehrerin eingeladen werden, wo man diesen Nahe legen würde, den Delinquenten in eine Psychotherapie zu schicken – zu Recht übrigens. Das Video der allgemeinschädlichen Organisation hingegen erweckt den Eindruck, dass nichts weiter geschähe als dass sich die belästigte Mitschülerin wegsetzen würde und das solche Verhaltensweisen erstens oft vorkämen und zweitens kaum geahndet würden, dass eine Systematik dahinter steckte. Dieses Video reiht sich dann in andere ein, für die allesamt ein einziger Nenner zu finden ist, nämlich: Männerhass. Es sind stets Jungen und Männer, die sich moralisch verwerflich verhalten; somit stellt die Reihe eine Anklage gegen das männliche Geschlecht, einschließlich selbst der Kinder dar.

Hier zeigt sich wieder mal, dass es den Frauenbewegten weniger um Lösungen in realen Problemlagen geht, sondern allein um ihren Hass gegen Männer, den Willen, diese anzuklagen, selbst dann noch, wenn sie nur Kinder sind.

Teil Eins.

PickUp und Feminismus

Zu dem Blogstöckchen „Was anders wäre“ schrieb ich zur Frage: „Durch welches Klischee fühlst du dich persönlich beeinträchtigt?u.a.:

…dass einer sexuell konnotierten Annäherung an eine Frau kein guter Wille zugrunde liegen könnte, sondern dies in den Bereich „Belästigung“ oder gar „Gewalt“ fiele.

Eine ähnlich gelagerte Antwort kam von Christian – „Alles Evolution“ -, er schrieb:

Das Klischee des gefährlichen Mannes (…)

Dies wurde von der Feministin Onyx aufgegriffen, die dann erklärte, dass das Klischee des gefährlichen Mannes bei Christian gerechtfertigt sei, da er ja PickUp betreibt (hier Christians Antwort darauf, die nach Ansicht Onyx‘ eine Kapitulation darstellt).

Hier stellt sich die Frage danach, welches Problem Feministinnen eigentlich mit PickUp haben, oder genauer: Mit männlichen PickUp.

Denn es gibt auch weibliches PickUp, und zwar in zwei Varianten. In der einen, außergewöhnlichen Variante sprechen die „PickUp-Cats“ Männer aktiv an, übernehmen die Initiative, und nachdem, was man dort so lesen kann, sind sie nicht gerade zurückhaltend. Ich persönlich käme deswegen niemals auf die Idee, diese Frauen wegen Belästigung oder Übergriffigkeit anzuklagen. Die zweite – sehr viel alltäglichere – Variante des weiblichen PickUp besteht darin, dass Frauen ihre erotischen Reize durch einen bestimmten Kleidungsstil betonen um anschließend darauf zu setzen, dass der Mann die Initiative übernimmt und sie anspricht. Tatsächlich setzen alle Frauenzeitschriften, von „Cosmopolitan“ bis „Brigitte“ auf diese Strategie.

Frauen erwarten, dass der Mann die Initiative übernimmt, wie zum Beispiel eine Frau Pauer; und wehe sie tun es nicht, dann gibt es ganze Anklageschriften gegen den (neuen) Mann, der nicht mehr den weiblichen Erwartungen entspricht. Frau Pauer wollte und erwartete, aber er übernahm nicht die Initiative, also: Anklage und Kritik.

Frauen wollen erobert werden, Feministinnen hingegen wollen sexuelle Belästigung anklagen, sobald der Mann erobert. Und damit ist der Mann in der Zwickmühle, egal was er macht, es ist falsch.

Zurück zur interessanten Frage, warum Feministinnen überhaupt ein Problem mit männlichen PickUp haben – das bringt Mann und Frau schließlich zusammen, das ist doch was schönes? Ja schon, aber nur für gesunde Menschen. Feministinnen hingegen haben ein massives Problem mit selbstbewussten Männern, die nicht als Bittsteller auftreten, oder nach einer Forderung von Anne Wicorek nicht demütig zu Boden blicken, nur „Ja und Amen, Du hast ja so Recht!“ sagen und es ansonsten „verkacken“, sobald sie einen eigenen Gedanken äußern. Man stelle sich einfach mal vor, eine Feministin wie Wicorek oder Onyx trifft auf einen selbstbewussten Mann, der über feministische Klagen nur lacht und nicht bereit ist, sich diesen Schuh anzuziehen und alle Anklagen souverän zurückweist.

Ein Verführungskünstler lässt sich von seiner Freundin nicht schlecht behandeln, anders als andere bleibt er nicht bei einer Frau, weil er Angst hat, keine andere abzukriegen. Einmal machte mir eine Ex-Freundin eine Szene in aller Öffentlichkeit, sie wollte mich bewusst vor allen Anderen beschämen. Ich sagte ihr nur: „So nicht“, machte eine 180-Grad Wende und ging einfach weg. Mir war es in dem Augenblick scheißegal, ob sie dafür, dass ich sie einfach stehen ließ, mit mir schlussmachte. In anderen Zeiten hätte ich es über mich ergehen lassen und versucht sie zu beschwichtigen; in früheren Zeiten.

Männer, die der richtigen (also nicht manipulativen) Schule von PickUp folgen, sind souverän und selbstbewusst. Sie sind keine Bittsteller, sie sind nicht abhängig von Gnaden einer Frau. Und das ist das Problem der Feministin, denn entgegen dem feministischen Mythos, dass Männer mit starken Frauen nicht klar kämen, ist es eher so, dass Feministinnen nicht mit selbstbewussten Männern klarkommen, solche Männer, die eine Frau nicht als Bittsteller ansprechen  sondern als ein solcher, der einer Frau ein wertvolles Geschenk macht mit seiner Aufmerksamkeit.

Kein #Aufschrei und über paranoide Deutung

Sexuelle Belästigung ist angeblich etwas, was allein Männer gegen Frauen verüben. Ich war selbst schon Zeuge sexueller Belästigung, und zwar in beide geschlechtliche Richtungen. Witzig hierbei ist, dass in einem Fall die in meinen Augen Belästigte die ganze Geschichte recht locker nahm. So hatte ihr ein Ausbildungskollege gesagt, dass ihre Brüste persönliches Eigentum ihres Freundes sei – in meinen Augen eine Grenzüberschreitung; sie selbst aber lachte dazu nur (in Augen von Feministinnen typisches Verhalten eines Opfers des Stockholm-Syndroms).

Ich selbst habe mal einen Fall erlebt, der alle Kriterien eines #Aufschreis erfüllte. Ich saß in einer Bar an den Tresen, und eine Frau setzte sich neben mich und verwickelte mich in ein Gespräch. Dabei wurde sie aufdringlich, so berührte sie mich immer wieder an meiner Hand, was sich für mich nicht gut anfühlte. Ich zog daraufhin meine Hand zurück, was nur dazu führte, dass sie mich woanders berührte, zum Beispiel an meinem Arm. Daraufhin sagte ich ihr, dass sie mich bitte schön nicht anfassen solle – mehrmals. Am Ende wurde ich laut, so dass alle Umstehenden mithören konnten, wie ich ihr sagte, dass ich mich von ihr belästigt fühlte und dass ich sie mehrmals gebeten hatte, mich nicht anzufassen. Die Bedienung hinter der Bar, die offenbar alles mitverfolgt hatte, bekräftigte mich durch ein: „Das stimmt!“. Und selbst dadurch ließ sie nicht von mir ab. Also gab ich entnervt auf, stand auf und suchte mir in der Bar einen neuen Platz. Und selbst das reichte nicht. Sie folgte mir und giftete mich an, dass ich ein Schlappschwanz sei, der lediglich keinen hochkriegen würde.

Was wäre jetzt davon zu halten, wenn ich eine solche Erfahrung zum Anlass nehmen würde, eine Anklage zu formulieren, nämlich gegen „die Frauen“? Dass ich der weiblichen Seite vorwerfen würde, sie könnten keine Grenzen respektieren? Nun, erst mal würde ich mich natürlich lächerlich machen. Kollektivanklagen funktionieren nur von Frauenseite gegen die Männer.

Der Punkt an dieser Geschichte ist, dass sie nichts, aber auch gar nichts über „das“ weibliche Geschlecht aussagt. Frauen sind unterschiedlich (wie Männer), manche sind angenehm, andere nicht – dasselbe gilt für die Charaktereigenschaft „übergriffig“. Wenn ich mich jetzt hinstellen würde, und behaupten, diese meine Erfahrung wäre repräsentativ für die Eigenarten von Frauen und der Gesamtgesellschaft, dann wäre das eine „paranoide Deutung“.

„Paranoide Deutung“ stammt aus dem Umfeld der psychisch Erkrankten, bzw. deren Ärzte. Eine „paranoide Deutung“ führt dazu, dass man ein Missgeschick, ein Unglück verschwörungstheoretisch auslegt: „Das ist mir nur passiert, weil eine dunkle Macht, wie zum Beispiel ein Geheimdienst es zu verantworten hat!“. Eine solche „dunkle Macht“ kann aber nicht nur ein Geheimdienst sein, sondern zum Beispiel auch eine Gesellschaftsordnung, wie zum Beispiel das „Patriarchat“.

Ein einzelnes, kleines Unglück, ein Missgeschick, ein unangenehmer Zufall, eine respektlose Person, all das wird in einem größeren Kontext eingeordnet, in eine „typische“ Ordnung eingereiht – und dadurch wird es besonders schlimm, weil es eben dunkle Übermächtige auf einen abgesehen haben. Es fällt auf, dass gerade Feministinnen nichts anders machen, als alles ständig paranoid zu deuten. Zuwenig Cheffinnen? Frauen verdienen weniger? Sexuelle Belästigung, oder gar Gewalt? Alles in der Schuld des „Patriarchats“!

Wenn in meiner obigen Erfahrungen die Geschlechter getauscht wären, wäre dies für jede Feministin ein „typisches“ Beispiel dafür, wie es sich zwischen den Geschlechtern verhält, im „Patriarchat“. Wenn hingegen ein Mann das Opfer ist, greift die paranoide Deutung nicht, dann ist das nur die Ausnahme. Was ich erlebt habe, ist ohne jeden Zweifel Sch***e, wie jede Feministin zugestehen würde, nur sagt es halt nichts über die Gesellschaft aus (tatsächlich gibt es Studien, denen zufolge sexuelle Belästigung von Frauen gegen Männer genauso oft auftritt wie umgekehrt).

Feministinnen sind unfähig zu differenzieren zwischen Männern, die belästigen, und solchen die es nicht tun. Wenn eine solche Frau eine schlechte Erfahrung sammelt, dann ist dies für sie gleich Ausweis über ganze Gesellschaftsverhältnisse. Sie denkt nicht: „Okay, das war ein Arschloch, wie es halt Arschlöcher gibt“, sie denkt stattdessen: „Das ist die alltägliche Gewalt, wie sie Frauen im Patriarchat erfahren!“ – eine paranoide Deutung eben.