Archiv der Kategorie: Toxischer Feminismus

Billy Coen: Gefangen in der Bubble der patriarchalen Verschwörungstheorie

Ein Kommentar, zu schön, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen.

[Kontext] Es geht um diese Grafik, die ein allumfassendes Patriarchat halluziniert.

Hähä! Ja, diese ganzen Verrenkungen sind schon amüsant, wenn auch eigentlich recht einfallslos; schließlich läuft am Ende alles doch nur auf das ominöse Patriarchat hinaus. Kein Bemühen, die eigene Sicht mal ausführlicher darzulegen, kein Bestreben zu etwas komplexeren Denkmustern. Einfach nur „das Patriarchat halt“ und Fall erledigt *zufrieden die Hände abwisch*.

So funktionieren Verschwörungstheorien halt. Sie sind vollkommen hermetisch. Steckt man inmitten dieser kognitiven Filterblase fest, bietet sie einem immer eine Möglichkeit, auf alles eine Antwort zu haben, die einen zumindest in seiner eigenen Weltsicht immer bestätigt, selbst wenn es, wie im Feminismus, am Ende immer dieselbe Antwort ist.

Lucas Schoppe (wer auch sonst) hat auf man tau (wo auch sonst) in einem älteren Beitrag mal die Parallelen zwischen Patriarchatstheorie und der nationalsozialistischen Verschwörungstheorie vom internationalen Finanzjudentum dargestellt. Und wie das mit allen Verschwörungstheorien totalitärer Ideologien ist: die Parallelen sind vielfältig.

Aussage: Eine Gruppe kontrolliert auf verborgene und sinistere Weise alles, was in der Gesellschaft / auf der ganzen Welt passiert und beeinflusst es stets zum eigenen Vorteil und zum Nachteil der Gruppe, die unter dieser Theorie vereint werden soll.

Notwendigkeit: Wie auch die Nazis hängen viele Feministen einem Suprematismus an. Belege dafür liefern die Literatur sowie print- und funkmediale Erzeugnisse massenhaft. Wie soll man es sich aber erklären, dass die eigene doch angeblich so überlegene Gruppe von einer doch so deutlich unterlegenen Gruppe ständig ausgestochen werden soll? Ganz klar: die spielen einfach falsch!

Verwertung: In der eigenen Gruppe werden Opfernarrative aufgebaut. Egal was einem im Leben jemals ungutes passiert ist, es steckt immer die jeweils beschworene „höhere Gewalt“ dahinter. Dies ist natürlich für etliche Menschen eine willkommene Einladung zur Beerdigung all der unangenehmen Empfindungen, die sich aus dem Verdacht einer Selbstverantwortlichkeit bilden können. Es waren halt immer die anderen. Dadurch erreicht man eine soziale Spaltung. Selbst wenn man immer wieder beschwört, doch nicht jeden einzelnen Mann / Juden zu verdammen, so erreicht man durch Dauerbeschallung über angebliche Privilegien der dämonisierten Gruppe und gleichzeitiger ständiger Aufbauschung von wahren oder behaupteten Verfehlungen einzelner Angehöriger der bösen Finanzjuden / Patriarchen, dass sich – am Ende nicht nur bei überzeugten Anhängern der eigenen Ideologie – grundlegende Vorbehalte gegen die zur Opposition aufgebauten Gruppe verfestigen. Dadurch verschafft man sich auch außerhalb der radikalen Kernzirkel Anhänger und somit soziale und politische Macht.

Ich denke man könnte das ganze noch wesentlich differenzierter ausführen, aber ich denke, die drei recht grob gefassten Bereiche zeigen recht deutlich, warum ich a) die Patriarchatstherie für eine Verschwörungstheorie halte und wie sie b) in einer Linie mit anderen Verschwörungstheorien anderer totalitärer Ideologien gesehen werden kann.

Gibt es eine männliche Geheimwaffe?

Männer haben es angeblich sehr leicht, unliebsame Gören zu beseitigen: Sie können sie einfach vergewaltigen, dann sind sie gebrochen. Denn für Vergewaltigung wird man in der Rape Culture nicht bestraft. Wenn es nur so einfach wäre.

Gerade erst hieß es in einem „taz“-Interview, jemanden zu vergewaltigen, sei „das perfekte Verbrechen, um eine Frau aus dem Weg zu räumen, ohne selbst ein Risiko einzugehen“. Wenn man eine Weile drüber nachdenkt: ein großes Versprechen.

Wenn es so wäre: Was hindert uns? Gibt es nicht genug ätzende Frauen, die man auf diese Art loswerden könnte? Ist es nicht geradezu fahrlässig, Familienterroristinnen, Despotinnen, Rechtspopulistinnen und Ausbeuterinnen an der Macht zu lassen, wenn man sie so einfach unschädlich machen könnte? Wäre es nicht unsere heilige männliche Pflicht, dafür zu sorgen, dass sie nicht noch mehr Schaden anrichten, bevor wir dann in Ruhe die Trümmer der letzten Jahre aufräumen?

Leider nein. Auch danach kann man weiterhin noch eine gefeierter Regisseurin sein, die unter Genieverdacht weiterhin Filme macht, die für lustig und nahezu weise befunden werden. Oder unverändert als geniale Schauspielerin gelten, mit gelegentlichen Wutausbrüchen, die als YouTube-Klickhits taugen: Geil, wie sie ausrastet.

Aber was ist mit denen, die weniger Macht haben? Es könnte ja sein, dass die uns schutzlos ausgeliefert sind. Wer das glaubt, muss aber irgendwie auch erklären können, warum auf diese Art nicht reihenweise unliebsame Frauen aus dem Weg geschafft werden.

Wenn es so einfach wäre, eine mit einer Vergewaltigung zu traumatisieren und zu brechen, machtlos zu machen, dann müssten Männer mit einem Mindestmaß an krimineller Energie das doch tun. Dann hätten linksextreme Männer längst die feministische Partei – „Die Frauen“ und die Grünen zerstört. Ich schwöre: längst.

Es wäre kein so großes Opfer, wenn man die dadurch loswerden könnte. Hätte, wäre, könnte, wenn: Es geht nicht – Gibt es eine weibliche Geheimwaffe?

Falschbeschuldigung.

Männer sind schuld

Ein Kommentar, zu wertvoll, ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

Wie einfach die Welt doch ist. Führen Männer die Firmen, sind die Männer an allem Schuld (insbesondere ist hierbei zu beachten, dass ALLE Männer gleichartig agieren. Zwischen Männern gibt’s keine Unterschiede, und das vereinfacht die Sache der Betrachtung ungemein). Führen Frauen die Firmen, sind immer noch die Männer Schuld, weil die Männer in der Überzahl sind. Führen immer mehr Frauen die Firmen, bleiben die Männer Schuld, weil die Männer die Frauen prägen. Führen nur noch Frauen die Firmen, sind auch die Männer Schuld, denn nur Frauen sind jetzt dort, die eigentlich wie Männer agieren. Und selbst wenn das nicht so ist, wird, sobald eine Katastrophe geschieht, verkündet werden, dass die Frauen noch nicht genügend Zeit hatten, eine bessere Welt zu gestalten, und somit sind Männer für die Katastrophe verantwortlich.

Billy Coen: Die Revolution frisst ihre Allies

Ein Kommentar, zu wertvoll, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen.

Kontext. Es geht um männliche Feministen, sog. Allies:

Bei der ihre eigenen Kinder fressenden Revolution – wobei ich den Begriff Revolution bei diesem ganzen Social-Media-Gepöbel, welches ich auch nur unter hochnotpeinlich kindisch subsummieren würde, ebenfalls für nicht wirklich angebracht empfinde – steht natürlich das im Mittelpunkt, was Christian auf AE schon öfters als Thema hatte: eine Ideologie des eigentlich nie gut genug Seins. Man mag versuchen, so gut wie nur möglich zu sein, doch ein einziger Fehltritt reicht – wobei ein Fehltritt auch heißen kann, etwas gesagt zu haben, was jemand mit viel Mühe und Bereichtschaft zum negativen Interpretieren eigentlich völlig offensichtlich anders wahrzunehmen vorgibt, als es eigentlich gemeint war – und schon ereilt einen die Exkommunikation auf Lebenszeit.

Besonders heikel wird es für die Vielzahl von Menschen, die im identitätspolitischen Dünkel qua Hautfarbe, Geschlecht, sexueller Orientierung, etc., etc., etc. zu den „Privilegierten“ und damit per Geburt zu den Bösen gehören. Die befinden sich doch in diesen Kreisen regelrecht in einem Piranhabecken. Sie sind umgeben von Menschen, die ihnen mit ununterbrochenem Argwohn begegnen und nur auf den Moment warten, wann es den einen entscheidenden Moment zum Zuschlagen gibt.

Ich kann es einfach nicht verstehen, wie man sich als Mann immer noch einreden kann, es sei auch für Männer,die was auf sich halten, quasi alternativlos, feministisch zu sein. Ich kann nicht verstehen, wie man die offensichtliche Misandrie, die in sehr weiten Teilen dieser Ideologie allgegenwärtig ist, so ausblenden oder gar legitimieren kann. Sie wird einem doch tagtäglich in Endlosschleife z. B. über unsere Medien regelrecht ins Gesicht gedroschen. Und da kann man sich dann auch nicht auf das gängige Allzweckargument zurückziehen, es gäbe ja nicht DEN Feminismus, womit in Diskussionen immerzu nur den nicht wegzudiskutierenden Argumenten anderer ausgewichen wird. Natürlich gibt es DEN Feminismus und zwar den, der in Politik, Medien und darüber in der Gesellschaft den Ton angibt. Was bringt es, wenn irgendwo vereinzelte, sich als Feministinnen verstehende Frauen auf kleinen, privaten Blogs Dinge schreiben, welchen wohl auch die Mehrheit von uns hier kaum widersprechen würde, wenn sich gerade in den Medien und der Politik, also in einflussreichen Positionen, eine ganze Phalanx völlig durchgeschallerter Hohlnüsse aufgereiht hat, die durch ihren Einfluss im öffentlichen Diskurs ihre eigene Geisteshaltung derart salonfähig gemacht haben, dass sie ihren pathologischen Männerhass noch nicht einmal mehr verbergen oder zumindest abmildern müssen. Über (weiße, alte, heterosexuelle) Männer kann öffentlich eigentlich so ziemlich alles rausgehauen werden, was einem gerade so durch die Hohlräume zwischen den Ohren geistert; man braucht keinerlei persönliche Konsequenzen befürchten. Auf der anderen Seite können speziell weiße Männer bereits verunglückte oder einfach nur von der angesprochenen Person nicht erwünschte Komplimente oder offensichtlich scherzhaft gemeinte, völlig harmlose Äußerungen zur Existenzvernichtung gereichen. Aber all das hat, wenn es einem nicht ins idealisierte Bild dieser Ideologie passt, natürlich dann auch wieder nicht das Geringste mit Feminismus zu tun.

Jeder kann mal einem Irrtum erliegen, aber gerade jene, die gerne so tun als würden sie als ganz große Denker alles hinterfragen, sollten doch, wenn an dieser Selbstwahrnehmung nur ein Bisschen was dran sein sollte, auch nicht permanent so aktiv die Augen davor verschließen, was sich inzwischen in der von ihnen so idealisiert wahrgenommenen Ideologie so in absolut dominierender Position als „guter Ton“ etabliert hat. Oder ist es gar kein Verschließen der Augen? Ist vielen der „Allies“ durchaus bewusst, was dort abgeht und folgen sie tatsächlich vielmehr der Logik, dass man sich durch Kolaboration selbst in eine sicherere Position bringen kann? Nun, da zeigt sich wohl anhand der inzwischen mannigfaltigen Beispiele von „Allies“, die letztlich doch selbst auch zu Opfern von Rufmordkampagnen wurden, dasselbe, wie z. B. bei den Juden, die meinten ihren Arsch retten zu können, indem sie mit der SS rumzogen und die Verstecke andere Juden haben auffliegen lassen, letztlich aber zusammen mit jenen, die sie verraten haben, in der nächsten Gaskammer ermordet wurden.

Bei einer von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit durchdrungenen Ideologie ist es für angehörige der gehassten Gruppe unmöglich, etwas zu tun, was ihnen Absolution von der Sünde, zu dieser Gruppe zu gehören, verschafft. Niemand hat sich etwa sein Geschlecht ausgesucht und jeder, der vorrangig aufgrund dieser Eigenschaft zum Opfer von Hass wird, verdient Mitgefühl. Wer sich aber ohne Not zum Kolaborateur macht, sich selbst aktiv an Hasskampagnen gegen andere Angehörige der „eigenen Gruppe“ beteiligt, der darf sich nicht wundern, wenn sich für ihn das Mitgefühl von nicht dieser Ideologie angehörigen Menschen in sehr engen Grenzen hält, wenn sich plötzlich die geballte Feindseligkeit derer, die er für seine Weggefährten hielt, auf einmal gegen ihn richtet. Kharma is a bitch!

Marco und Martin: Toxischer Feminismus bei Lohnforderungen

Ein Kommentar, zu schön, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

Erstaunlich, aber nachvollziehbar.

Lustiger Zufall, Bewerberin von letzter Woche. Studium gerade abgeschlossen, Bewerbung um ihren ersten Job.

Wir sind ein kleines, junges Unternehmen in einer Technologiebranche, d.h. wir können nur Löhne nach dem unmittelbaren Mehrwert bezahlen, den jemand liefert. Wir fangen also bei Absolventen ohne Berufserfahrung erstmal niedrig an, das kann aber bei hoher Produktivität auch schon nach 6 Monaten mehr werden.

Sie war im Bewerbungsgespräch völlig empört. Wie Rückständig wir seien, dass wir glauben Frauen weniger bezahlen zu müssen. Alle waren ganz irritiert, denn keiner hat irgendeinen seltsamen Witz gemacht, es gab keinen Anlass für die Bemerkung. Wir hielten das jetzt aber auch nicht für besonders schlimm, waren uns einig, dass sie schon sehen wird, dass wir fair sind und bei guter Leistung auch gut bezahlen.

Erst am Abend zuhause fiel mir ein, dass das falsch ist. Wir dürfen sie nicht einstellen, denn sie ist toxisch. Ohne Anlass, in einer Situation, in der die meisten sich eher von ihrer besten Seite zeigen, stößt sie uns vor den Kopf mit der Behauptung, wegen ihres Frauseins benachteiligt zu werden: D.h. man kann sie nie für ihre Fehler kritisieren, denn sie wird glauben es wird sein, weil sie eine Frau ist. Es wird sich nie lohnen, ihr Gehalt zu erhöhen, denn sie wird nicht dankbar sein sondern glauben, es sei weniger, als ein Mann bekommen hätte. Solche Mitarbeiter braucht keiner.

Und Martin steuert bei:

„D.h. man kann sie nie für ihre Fehler kritisieren, denn sie wird glauben es wird sein, weil sie eine Frau ist.“

Exakt!

Die Dame ist nicht teamfähig. Ich halte die Wahrscheinlichkeit, dass sie zur Kooperationsfähigkeit des Teams nichts beiträgt, sondern das Team negativ beeinflusst für sehr hoch.

Darüber hinaus ist die Gefahr eines AGG Rechtsstreits sehr hoch.