Archiv der Kategorie: Vaterschaft

Der Vater und das Monster

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Ein kleines Monster hat was rausgehauen:

Wenn du gerne Vater sein möchtest und ein Kind mit einer Frau hast, die partout nicht mit dir klarkommt, lass sie ziehen, zeug ein anderes oder gehe eine Beziehung mit einer Alleinerziehenden ein, aber einer DIE DICH IN IHREM LEBEN WILL.

und es sekundiert dabei einem großen Monster mit seinem Statement, dass es ein Rückschritt sei, wenn man sich mit so einem Vater abgeben müsste, so einem Mann, so einem haarigen Viech, dass nur zum Müllwegräumen gut genug ist. Bei dem immer sachlichen Christian wird der Dreck analysiert, da ich aber emotional aufgebracht, will ich auch noch was dazu sagen.

Dass man sich einfach ein neues Auto neue Kinder „anschaffen“ soll, wenn man denn unbedingt „welche“ will, ist übrigens ein Ausdruck christlicher Nächstenliebe.Screenshot_2019-02-05 FSI auf Twitter Skandal um Anhörung im Rechtsausschuss des Bundestages am 13 02 209 Zur Anhörung Wech[...]

Diese Statements, dass der Vater seine Kinder aufgeben soll, wenn die Mutter ihr Eigentum für sich allein beansprucht, ist nicht nur rücksichtslos gegenüber Vätern, weil ihnen abgesprochen wird, ihre Kinder zu lieben, und zwar auf eine Weise, in welcher sie nicht beliebig austauschbar sind; eine Brutalität, die nahtlos anschließt an die deutsche Väterentsorgungskultur. Es ist auch brutal gegenüber Kindern, denn diese lieben ihre Väter in der Regel genauso wie ihre Mütter – selbst wenn die Entsorgung vor ihrer Geburt stattgefunden hat. Sie leiden darunter, wenn die Väter von alleinmächtigen Müttern vorsätzlich aus dem Leben ihrer Kinder ausgelöscht werden. Das weiß auch die eine oder andere Mütterberaterin, welche dann rät, den Vater einfach sterben zu lassen, für tot zu erklären, wenn sich die Kinder nach ihm sehnen. Das ist übrigens sehr gnädig gegenüber den Kindern, denn so können sie damit beginnen, Trauerarbeit zu leisten, um den Verlust eines geliebten Menschen aufzuarbeiten, was ihnen nicht möglich ist, wenn sie von der Kindseigentümerin* gepsychofickt werden.

Dem „Kindeswohl“ entspricht es, wenn Mütter ihre Kinder entvätern, Theoretisch. Denn dass Väter die besseren Alleinerziehenden sind und dass Kinder durch eine Trennung stark beeinträchtigt werden, besonders wenn sie ihre Väter verlieren, weiß man seit längerem und wird immer wieder bestätigt. Dass nicht das Kindeswohl sondern die Mutterbedürfnisse im Vordergrund stehen, könnte man auch im Bundestag wissen:

Am häufigsten nannten die Teilnehmer die Motive „Die Mutter möchte die Alleinsorge behalten, um allein entscheiden zu können („einfacherer Weg“)“ und „Die Mutter möchte nichts mehr mit dem Vater zu tun haben und lehnt daher jeden Kontakt auch in Angelegenheiten des Kindes ab“. Beide Motive orientieren sich vorrangig eher an den emotionalen Befindlichkeiten der Mutter, wie zum Beispiel ihrem Sicherheitsbedürfnis (insbesondere beim Motiv „einfacherer Weg“) oder verletzten Gefühlen. Diese beiden Motive wurden von ca. 80% aller Jugendämter und von mehr als 90% der Jugendämter genannt, die mehr als 20 Anfragen pro Jahr haben.

Mutterwohl kommt vor Kindeswohl, Mutterwohl ist Kindeswohl. Tatsächlich kommen in unseren Gesellschaft Fraueninteressen vor Kinderinteressen, schon auf der Titanic. Frau Schrupp haut Monströses raus, sie sagt (via):

Stattdessen müssen wir sagen: Du kannst abtreiben, das ist nicht sozial stigmatisiert. Du kannst auch das Kind bekommen und allein oder mit anderen Leuten großziehen. Es gibt dafür gesellschaftliche Unterstützung, du stürzt dadurch nicht in Armut. Oder du kannst das Kind zur Adoption freigeben, und auch dann erfolgt keine Stigmatisierung. Eine Frau soll keinen Mann brauchen müssen, um ein Kind zu gebären.

Nein, Frau Schrupp. Nein.

Hier stehen nicht die Interessen der Frauen, sondern die der Kinder im Vordergrund.

Deren Rechte. Das Recht auf Nahrung. Das Recht auf ein Obdach. Das Recht auf Gesundheit, Bildung. Das Recht auf einen warmen Schlafplatz. Das Recht zu leben. Und die Mütter stehen hier, wie die Väter, in der Pflicht, wie auch die Gesellschaft. Die feministische Monströsität richtet sich nicht allein gegen Männer, Väter, genauso fallen ihr Kinder zum Fraß: Sie macht nicht nur aus Vätern sondern auch aus Kindern beliebig austauschbare Objekte.

Und wenn wir keine Sexisten sind, also…

Wenn wir davon ausgehen, dass beide Geschlechter gleich gute oder schlechte Eltern sind, ist es doch logisch, dass ihnen beiden die gleichen Rechte und Pflichten gegenüber den Kindern zustehen müssten.

Man beachte, dass dieser Satz geschlechtsneutral formuliert ist – im Gegensatz zur feministischen Dämonisierung, nach welcher es eine Katastrophe wäre, wenn Väter „unbeschränkten Zugang“ zu ihren Kindern hätten. So grassiert also ein potenter Sexismus gegen Männer, Väter, sie seien nicht wichtig, ja schädlich für Kinder; ein Sexismus, der für großes Leid verantwortlich ist, und damit den feministischen Mythos widerlegt, dass es keinen Sexismus gegen Männer geben könne, da diese an der Macht seien.

*hin und wieder trifft es auch Mütter, die entfremdet werden.

Crumar: Geschlechterrollenwünsche der Jugend

Ein Kommentar, zu kostbar, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen:

Die 18. Shell-Jugenstudie 2019 stützt sich auf eine repräsentativ zusammengesetzte Stichprobe von 2.572 Jugendlichen im Alter von 12 bis 25 Jahren, die zu ihrer Lebenssituation und ihren Einstellungen und Orientierungen befragt wurden.

Die hier dargestellten Ergebnisse entnehme ich der Zusammenfassung (Quelle unten), sie befinden sich auf den Seiten 25-26. Interessant ist, es handelt sich hier um die m.W. erste Zusammenfassung, die diese Themenkomplexe darstellt. Daher kann ich sie leider nicht im zeitlichen Verlauf präsentieren.
Alle Hervorhebungen und Kommentare sind von mir.

Einstieg: „Fragt man Jugendliche, wie sie sich die partnerschaftliche Aufteilung der Erwerbstätigkeit wünschen würden, wenn sie 30 Jahre alt wären und ein zweijähriges Kind hätten, sind sich junge Männer und Frauen recht einig bezüglich der idealen Rollenverteilung: In einer Partnerschaft mit kleinem Kind sollte die Frau und nicht der Mann beruflich kürzer treten.
65 % der Frauen würden gerne maximal halbtags arbeiten – und 68 % der jungen Männer wünschen sich genau das von ihrer Partnerin.“

Womit dem immer wieder geäußerten Mantra, wonach „die verhaltensstarren Männer verhindern, dass Frauen mehr Erwerbsarbeit verrichten, um Karriere machen zu können“ eine Realität entgegensteht, in der knapp zwei Drittel der befragten Mädchen und jungen Frauen eine solche Option gar nicht wahrnehmen wollen.

Hier wird es merkwürdig: „Viele Männer wünschen sich eine Rolle als »aktiver Vater«, der sich an der Kinderbetreuung beteiligt, und nur 41 % von ihnen möchten in der beschriebenen Familiensituation in Vollzeit arbeiten. Von den jungen Frauen wünschen sich etwas mehr (51 %), dass der Vater in Vollzeit arbeitet.
Insgesamt haben beide Geschlechter also recht ähnliche Vorstellungen, was die Erwerbstätigkeit eines Vaters und einer Mutter angeht.“

Zunächst einmal wollen deutlich mehr junge Frauen von (!) Männern, sie mögen Vollzeit arbeiten, als diese es für sich selbst wollen, nämlich die Mehrheit dieser jungen Frauen (auffällig ausgelassen wird, wieviel Prozent der jungen Frauen sich einen „aktiven Vater“ wünschen).

59% der jungen Männer wollen in dieser familiären Situation demnach nicht (!) Vollzeit arbeiten, aber es bleibt unklar, wie die 68% der jungen Männer, die ihrerseits Frauen zugestehen, „maximal halbtags“ zu arbeiten es für möglich halten, ohne Vollzeit-Erwerbsarbeit familiär über die Runden zu kommen.

Ich strukturiere den Text folgend in Spiegelstrichen: „Insgesamt ist es mehr als die Hälfte (54 %) aller 12- bis 25-Jährigen, die ein »männliches Versorgermodell« favorisieren:
– 10 % bevorzugen das Modell eines »männlichen Alleinversorgers« (der Mann versorgt die Familie allein und arbeitet 30 oder 40 Stunden in der Woche), weitere
– 44 % präferieren das Modell eines »männlichen Hauptversorgers« (der Mann arbeitet mindestens 30 Stunden, die Frau maximal halbtags).“

Das traditionelle Familienmodell hat längst nicht ausgedient und es wird mehrheitlich auch gewünscht. Welche anderen Familienmodelle die – immerhin – 46% der Befragten sich vorstellen wird leider nicht dargestellt. Es wird leider auch nicht regional (siehe folgend) nach West und Ost aufgeschlüsselt.

Wenig erstaunlich „sind Unterschiede zwischen alten und neuen Bundesländern zu sehen. Junge Menschen im Westen denken hier traditioneller:
– 58 % der Männer und 56 % der Frauen würden sich eine Familie mit männlichem Allein- oder Hauptversorger wünschen, während sich im Osten dem nur
– 38 % der Männer und 31 % der Frauen anschließen.“

Das sind erhebliche Unterschiede zwischen Ost und West! Meine These, es gibt zwei Patriarchate in Deutschland, bzw. zwei Evolutionen wurde wieder glänzend bestätigt. 😉

Es folgt der feministisch inspirierte Euphemismus des Tages: „Der Vater als Ernährer der Familie ist – zumindest im Westen – offensichtlich keine rein männliche Vorstellung, dieses Modell wird auch von vielen jungen Frauen favorisiert.“

Wenn 56% der jungen Frauen sich dieser Vorstellung anschließen, dann handelt es sich nicht um „viele“, sondern um die Mehrheit der jungen Frauen. Damit hat sich die Ideologie, es handle sich um eine „rein männliche Vorstellung“ gründlich blamiert.
Nicht, dass die Forscher das daran hindern würde, den gleichen Quatsch immer wieder von sich zu geben. Natürlich nicht!

Die letzte Schlussfolgerung hat eine ähnliche Qualität: „In den neuen Bundesländern erfreuen sich dafür gleichwertiger aufgeteilte Modelle deutlich größerer Beliebtheit als im Westen.“

Man könnte nämlich auch sagen, 62% der jungen Männer und 69% der jungen Frauen lehnen den „Vater als Ernährer der Familie“ ab und nur die sogenannte Minderheit der jungen Männer und Frauen vertreten im Osten eine solche Ansicht.
Traditionelle Vorstellungen vom Vater als Ernährer der Familie: Westen = Mehrheit, Osten = Minderheit – das Konzept ist eigentlich ganz einfach zu verstehen.

Hier lassen sich die Erfolge des (West-) Feminismus besichtigen: Die Mehrheit der jungen Frauen (zumindest im Westen) strebt 2019 weder eine Beschäftigung über Teilzeit hinaus an, möchte, dass der Mann Vollzeit arbeitet und sieht den Mann als Haupt- oder Alleinversorger.
Das ist die ernüchternde Bilanz nach 50 Jahren Feminismus und es steht zu befürchten, die Einführung des Gendersternchen wird daran nichts ändern, weil auch das Binnen I seltsam wirkungslos blieb…

Zumindest wissen wir nun – und auch die jungen Männer sollten es wissen – was von all den schönen Umfragen über die „modernen Beziehungsvorstellungen“ junger Frauen zu halten ist.
Mehrheitlich gar nichts – ein Fall für das Altpapier.
Ermutigend nur der prozentuale Anteile von jungen Männern, die sich eine Rolle als aktiver Vater vorstellen können. Es bleibt viel Aufklärungsarbeit für uns zu leisten. Das steht fest!

Download hier: https://www.shell.de/ueber-uns/shell-jugendstudie.html

Väter: „Wie wenig wir wussten“

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Der Vatertag ist für viele Qualitätsmedien ein Anlass, Dreck über Väter auszukübeln.

Um dem ein Gegengewicht entgegenzustellen, zitiere ich ausführlich aus einem älteren Artikel, der leider hinter einer Paywall versteckt wird:

Anna Machin: »Ich war geschockt, wie wenig wir wussten«

Väter sind nicht wichtig – das war lange das Forscherdenken. Die Oxford-
Professorin Anna Machin ändert das nun: mit erstaunlichen Erkenntnissen

[…]

Laut vieler Studien verringert die Gegenwart eines Vaters die Baby- Sterblichkeit.
Bei einer Auswertung von Daten aus dem US-Bundes-staat Georgia
kam man zu dem Ergebnis, dass die Gefahr, dass das Kind im ersten Jahr stirbt,
2,5 Mal höher ausfällt, wenn kein Vater in der Geburtsurkunde steht. Das
Erstaunliche: Diese Zahl ist unabhängig vom sozio-ökonomischen Hintergrund
der Frau und der Gesundheit des Babys bei der Geburt.

[…]

Wie Frauen verändern sich auch Männer durch die Geburt
biologisch. Ihr Gehirn, ihre Hormone. Sie haben wie Mütter einen
Elterninstinkt. Sie haben auch Wochenbettdepressionen. Und wenn das nichts
hilft, weil die Leute gern sagen, Väter sollten sich nicht so anstellen, schließlich
kriegen nicht sie, sondern die Mütter die Kinder, dann sage ich: Okay,
vergessen wir den Vater, denken wir nur an die Kinder. Wir müssen etwas über
die Väter erfahren, denn sie haben einen enormen Einfluss auf die Entwicklung
des Kindes – Sie wollen doch auch gesunde Kinder, oder?

[…]

Väter haben Wochenbettdepressionen?
Ja, jeder zehnte. Wobei der Begriff Wochenbett falsch ist. Sie haben sie erst
nach einem Jahr, Frauen früher. Solche Väter haben Ängste, sind aggressiv,
ziehen sich zurück. Das hat eine größere Wirkung auf das Kind, als viele
denken. Solche Männer brauchen Hilfe, so wie eine Frau mit einer solchen
Depression, der im Wochenbett ja auch keiner sagt, sie solle sich nicht so
anstellen. Aber um helfen zu können, muss man erst mal wissen, dass es diese
Depressionen bei Vätern überhaupt gibt und wie sie sich von denen der Mutter
unterscheiden. Sie führen oft zur Selbstmedikation mit Alkohol.

[…]

Wie gehen die Väter mit diesem ersten Frust um?
Viele machen es instinktiv richtig: Sie übertreiben die Interaktion. Viele Mütter
kennen das – der Vater kommt nach Hause, hebt das Kind hoch und wirbelt es
durch die Luft, oder er lässt es krabbeln und jagt hinterher. Sie verdrehen die
Augen und denken: Wie soll ich das Baby wieder runterkriegen, es soll doch ins
Bett! Aber das ist die einzige Chance der Männer, eine ähnliche Bindung zu
erlangen wie die Mutter beim Stillen. Durch das Toben, Kitzeln, Raufen werden
wichtige Bindungshormone ausgeschüttet – bei Vater und Kind: Oxytocin,
Dopamin und Beta-Endorphin, die euphorische Gefühle erzeugen oder
Menschen verbinden.

[…]

Das Gehirn verändert sich?
Schon vor der Geburt. Für die Natur beginnt die Vaterschaft vorher. Viele
können sich das nicht vorstellen, schließlich gibt es anders als bei der Mutter
keine körperliche Verbindung. Aber während der Schwangerschaft sinkt der
Testosteronspiegel des Vaters. Das ist ein weltweites Phänomen, unabhängig
von Kultur und sozialer Gruppe. Männer mit hohem Testosteronlevel erfahren
einen besonders starken Abfall. Dafür muss der Vater nicht einmal mit der
Mutter zusammenleben, ein regelmäßiger Kontakt genügt. Der Hormonspiegel
steigt zwar nach der Geburt wieder – aber nie mehr auf den alten Stand.

[…]

Die Evolution hat es so angelegt. Weil Babys so lange von ihren Eltern
abhängig sind, sichert ein anwesender Vater ihr Überleben. Männer hören das
nicht so gern. Ich sage ihnen aber: Keine Panik, von der Evolution her seid ihr
auf dem Höhepunkt der Männlichkeit – mehr als Vatersein geht nicht. Und: Je
niedriger das Testosteron, desto besser bist du als Vater. Du kannst dich in dein
Kind einfühlen, seine Bedürfnisse lesen. Und die Belohnungshormone
Oxytocin und Dopamin kommen auch vermehrt. Das verschafft euch echte
Hochgefühle.

[…]

 

Sie haben über Ihre Studienergebnisse und die Erkenntnisse anderer
Forscher auf der Welt ein Buch geschrieben, The Life of Dad: The Making
of a Modern Father. Darin schreiben Sie, Väter seien in manchen Phasen
für die geistige Gesundheit des Kindes wichtiger als Mütter. Das ist schwer
zu glauben.

Es stimmt aber. In bestimmten Lebensphasen eines Kindes ist die Mutter
wichtiger für dessen Entwicklung – und in anderen eben der Vater. Wenn wir
uns Untersuchungen über die langfristige geistige Gesundheit von Kindern
ansehen, besonders während der Pubertät, so sind Kinder, die früher ein enges
Band zum Vater hatten, deutlich robuster und gesünder. Der Vater ist mit seiner
Rolle enorm wichtig dafür, das Kind widerstandsfähig zu machen. Natürlich ist
mir klar, dass solche Zuweisungen kontrovers sind, weil sie althergebrachte
Gender-Rollen bedienen.

[…]

Wann ist die Funktion des Vaters besonders wichtig?
Im Kindergartenalter, im Einschulungsalter und als Jugendliche – weil der Vater
das Kind auf die Welt außerhalb der Familie vorbereitet. Es gibt dazu
inzwischen viele Studien. Wenn sich Väter in gewissen Kindheitsphasen
wirklich kümmern, hat das verblüffende Folgen. Zum Beispiel hat es eine starke
Wirkung auf die akademische Karriere Zwanzigjähriger, wenn ein Vater viel
mit ihnen gelesen und geübt hat, als sie sieben waren. Das ist ein Effekt, den
vorlesende Mütter nicht erzielen. Besonders wichtig scheint der Vater auch für
die Ausbildung des Selbstbewusstseins und der Geschlechtsidentität zu sein.

Warum Väter die besseren Alleinerziehenden sind

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Eine Studie aus Dänemark kam zu einem erstaunlichen Resultalt: Wenn schon alleinerziehend, dann sollte das Kind besser zum Vater als zur Mutter – warum, darauf komme ich zum Schluss noch mal zu sprechen – Matussek 1998 schreibt (siehe auch):

Nicht im satten, gelähmten Deutschland, sondern in Dänemark ging man daran, den Wert der Väter bei der Erziehungsarbeit zu ermitteln. Das Sozialforschungsinstitut in Kopenhagen hat Vergleiche zwischen alleinerziehenden Müttern und Vätern angestellt. Es kam zu einem verblüffenden Ergebnis. Es sind die Väter, zu denen die untersuchten Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren ein «weniger problematisches Verhältnis» haben.

Alleinerziehende Väter, so die Studie, sind toleranter, neigen weniger zu Wutanfällen und strafen weniger, um Konflikte zu lösen. Für Kinder, die bei ihren Müttern leben, war ein generöses Umgangsrecht mit den Vätern lebenswichtig. «Kinder mit hochinvolvierten Vätern wurden besser stimuliert, was unter anderem an schulischen Leistungen abzulesen war»

Ähnliches berichtet auch Joan Bitterman:

Dieser „andere Umgang“ der Väter mit den Kindern zeichnet auch hier ein Bild, welches mit dem geläufigen Geschlechterbild nicht übereinstimmt. Die Väter als die besseren Eltern nämlich. Wo zum Beispiel die Mütter die Kinder als Waffe in ihrem Kampf missbrauchen oder sich die Liebe ihrer Kinder mit teuren Geschenken kaufen wollen, kümmern sich die Väter mit ausschließender Aufmerksamkeit, sind ganz für ihre Töchter und Söhne da – mit durchschlagendem Erfolg.

Väter sind also gut für das Kindeswohl und Kindeswohl ist… eine der am häufigsten missbrauchten Begriffen in unserer Gesellschaft. Denn bei uns gilt die Formel: „Kindeswohl = Mutterwohl“. Man muss nur der Mutter ihren Willen lassen, dann regelt sich alles bestens zum Kind. Das ist allgemein akzeptiert und wird von den Institutionen wie Jugendamt oder Familiengericht auch so durchgesetzt im sogenannten „Patriarchat“, in welchem Männer die „institutionelle Macht“ innehaben. Wie es aber aussieht, scheint sich diese Theorie etwas mit der Wirklichkeit zu beißen, so schreibt Bitterman weiter zu den allmächtigen Müttern, die die Kinder missbrauchen, um den Vater zu erpressen und zu bestrafen:

„Die Kinder sind in über 90% der Fälle der »Knackpunkt«. Mit grauenvollen Folgen für »die Brut«, wie Angelika das formuliert. Eine Schwangerschaft, ein Kind, wird häufig dazu mißbraucht, die angeknackste Beziehung / Ehe zu kitten. Manchmal ist der Versuch erfolgreich, mißlingt er jedoch, ist das Kind dennoch auf der Welt. Plötzlich ergibt sich dann ein Besitzanspruch auf das Kind, die Kinder. Dieser Besitzanspruch ist gleichzeitig eine Waffe gegen den Partner, die gerade während einer Auseinandersetzung gezielt eingesetzt wird Der Part des Kindes in diesem Teufelskreis ist der beklagenswerteste. Es ist von zwei Seiten »egoistischer Liebe« ausgesetzt. Es sind fast ausnahmslos Frauen, die sich »der Kinder bedienen«. Der Kampf ums Sorgerecht wird in der Regel gewonnen.“ Und weiter: „Weitaus schlimmer ist die Aufrechterhaltung der Fassade bei der Kindererziehung. Denn hier wird nicht wiedergutzumachend gesündigt. Über 39% der Frauen beklagen, daß ihre Kinder Bettnässer sind, Sprachstörungen haben oder andere Defekte, die ganz eindeutig auf schwerste psychische Belastungen deuten. Diese Frauen setzen ihre Kinder dem gleichen Wechselbad der Gefühle aus, mit welchem sie ihre Partner / Ehemänner »umerziehen« wollen. Psycho-Zuckerbrot und Psycho-Peitsche finden rücksichtslose Anwendung. Weil die Väter mit ihren Kindern meist völlig anders umgehen, wird der Terror komplett.“

und auch Matussek notiert:

Amerikanische Soziologen haben längst begonnen, die Verheerungen einer vaterlosen Gesellschaft zu untersuchen. Aus vaterlosen Familien stammen in den USA:
• 63 Prozent der jugendlichen Selbstmörder,
• 71 Prozent der schwangeren Teenager,
• 90 Prozent aller Ausreißer und obdachlosen Kinder,
• 70 Prozent der Jugendlichen in staatlichen Einrichtungen,
• 85 Prozent aller jugendlichen Häftlinge,
• 71 Prozent aller Schulabbrecher,
• 75 Prozent aller Heranwachsenden in Drogenentzugszentren

und weiter:

Also, noch einmal: Kinder, die ohne Väter aufwachsen, sind
• 5mal mehr gefährdet, Selbstmord zu begehen
• 32mal mehr gefährdet, von zu Hause wegzulaufen
• 14mal mehr gefährdet, Vergewaltigung zu begehen
• 9mal mehr gefährdet, frühzeitig aus der Schule auszusteigen
• l0mal mehr gefährdet, Drogen zu nehmen
• 9mal mehr gefährdet, in einer Erziehungsanstalt zu landen
• 20mal mehr gefährdet, sich im Gefängnis wiederzufinden
• 33 mal mehr gefährdet, ernstlich körperlich mißhandelt zu
werden
• 73mal mehr gefährdet, Opfer tödlichen Mißbrauchs zu sein
(28). Alles klar?

(Matthias Matussek – „Die Vaterlose Gesellschaft“)

Hinter solchen Zahlen verbergen sich Tragödien. Um eine zu erzählen: Die eines Jungen, der mit 10 Jahren seinen Vater mit seinen verblüffenden Leistungen in Mathematik begeisterte und ein naturwissenschaftliches Fach studieren wollte. Dann die Trennung und die Entscheidung einer Robe, dass die Mutter das Beste für Kinder sei. Der Junge schmiert ab, sitzt nur vor dem Rechner verlässt das Haus nur, um mal Kiffen zu gehen. Dann – viel zu spät – zum Vater, der den geschädigten jungen Mann langsam ein bisschen aufbauen kann. Es besteht die Gefahr, dass er unter der Brücke endet, eine riesige Lücke im Lebenslauf, schwerste Defizite wie Konzentrationsstörungen und die Suche nach einem Ausbildungsplatz ist vergebens, immer nur Absagen. Zukunftsperspektive?

Wenn es also um das Kindeswohl ginge, hätte man schon lange umdenken müssen. Die herrschende Praxis allerdings orientiert sich am Mütterwohl, und die Mütter wiederum orientieren sich häufig nicht am Kindeswohl: Aus einer Antwort zu einer Anfrage an die Bundesregierung Drucksache 16/10047:

Im Ergebnis wurden von den Teilnehmern sowohl kindeswohlorientierte Gründe als auch kindeswohlferne Gründe genannt. Am häufigsten nannten die Teilnehmer die Motive „Die Mutter möchte die Alleinsorge behalten, um allein entscheiden zu können („einfacherer Weg“)“ und „Die Mutter möchte nichts mehr mit dem Vater zu tun haben und lehnt daher jeden Kontakt auch in Angelegenheiten des Kindes ab“. Beide Motive orientieren sich vorrangig eher an den emotionalen Befindlichkeiten der Mutter, wie zum Beispiel ihrem Sicherheitsbedürfnis (insbesondere beim Motiv „einfacherer Weg“) oder verletzten Gefühlen. Diese beiden Motive wurden von ca. 80% aller Jugendämter und von mehr als 90% der Jugendämter genannt, die mehr als 20 Anfragen pro Jahr haben.

Mütter wollen also häufig den Vater aus dem Leben ihres Eigentums entfernen. Dazu sei angemerkt, dass Mütter dabei natürlich nicht angeben, dass purer Egoismus Triebfeder dieses Willens ist, sondern den Vater als Monster zeichnen, dem man also auf keinem Fall die Kinder „ausliefern“ darf. Jüngst luden Mutterlobbyisten Familienrichter dazu ein, einen väterfeindlichen Film zu sehen, der die Propaganda mit ihm als Unhold transportiert. Nun, Gewalt gegen Kinder geht überwiegend von Müttern aus, einschließlich Mord und Totschlag. Und der Film „Das Geheimnis ihres Todes“ erzählt eine Geschichte, in der die Mutter das sagen hat und alle ihre Kinder in den Tod treibt. Häufig geht die Trennung mit einem weiteren Verbrechen einher, bei welchem das Kind umprogrammiert, einer Gehirnwäsche unterzogen wird. Das Kind wird genötigt, den einst geliebten Vater zu hassen. Dazu schreibt einer, der von solch einer Gehirnwäsche betroffen ist, dass es für Kinder besser sei, wenn ihr Vater gestorben sei, denn:

Kinder lieben ihre Väter und leiden darunter, von ihnen getrennt zu sein. Nur: Wenn der Vater etwa bei einem Unfall ums Leben kam, dann hat es die Möglichkeit, um ihn zu trauern. Es kann am Grab weinen, es kann seinen Verlust formulieren und sich von der Mutter trösten lassen – also Trauerarbeit leisten. Auch das Trennungskind erleidet einen solchen Verlust, nur dass es nicht trauern darf, sondern vom Mütter-Regime vorgeschrieben bekommt, den Geliebten zu verteufeln – PAS ist systematische seelische Vergewaltigung von Kindern. Man muss kein Psychologe sein, um zu erkennen, dass sowas zu massiven Beeinträchtigungen führt.

und Schoppe führt dazu aus:

Die Praxis des Vater- und Kindesentzugs trifft die Kinder noch härter als die Väter, weil diese ja als erwachsene Menschen immerhin noch anderes kennen, einen Rahmen von Erfahrungen haben, in den sie diesen Verlust einbauen können – die Kinder haben ihn nicht.

…womit sie später in der Schule scheitern, harte Drogen missbrauchen, mit dem Gesetz in Konflikt geraten.

Mütter werden vom System – u.a. von der Mütterlobby oder von Scheidungsanwälten, die Profit machen wollen und vom Trennungskrieg leben – regelrecht dazu angeleitet, den Vater zu entsorgen. Es gibt aber auch Ausnahmen. In einer Dokumentation der Öffentlich-Rechtlichen wird das „Cochemer Modell“ vorgestellt. Hierbei handelte es sich um die Praxis eines engagierten Familienrichters, der Sorge trug, dass den Kindern beide Elternteile auch nach der Trennung erhalten blieben. Hierzu wurde auch eine Mutter interviewt, vor der ich höchsten Respekt habe, denn sie räumte ein, nur deswegen keinen schweren, aus der Selbstsucht geborenen Fehler begangen zu haben, weil man sie zwang – dazu gehört wahre Größe. Ihr zufolge wollte sie zu Beginn der Trennung die Kinder ganz für sich allein. Zum Zeitpunkt des Interviews, Jahre später, wo alte Wunden, große und kleine Kränkungen vernarbt waren, war sie froh, dass sie nicht alleinerziehend war, sondern sich die Sorge mit dem Vater teilte und beurteilte dies als das beste für die Kinder und auch für sich selbst!

 

Zurück zu den alleinerziehenden Vätern. Warum sind sie besser für die Kinder? Sie sind nicht besser, sie haben nur nicht die Macht, die Mütter zu entsorgen und die Kinder zu entfremden. Mütter haben die Macht. Diese missbrauchen sie. Ein Vater hat nicht die Möglichkeit, die Mutter aus der Familie zu entfernen. Ein alleinerziehender Vater hat nicht in einem brutalen Willkürakt Kinder und Mutter getrennt, sich aus selbstsüchtigen Motiven über die Interessen der Kinder hinweggesetzt. Er wird aus anderen Gründen alleinerziehend, etwa, weil die Mutter bei einem Unfall oder durch eine Krankheit ums Leben kam. Er wird also dem Kind ermöglichen, um den Verlust zu trauern. Dem gegenüber steht die Mütterherrschaft, welche auf Macht und Willkür thront und Kindern verbietet, den Verlust des Vaters zu betrauern und diese Brutalität für die ganze Beziehung prägend ist. Väter sind nicht besser, es ist nur so, dass Mütter so schlecht sind, und das sind sie, weil man ihnen den Missbrauch ihrer Macht durchgehen lässt, ja sie dazu ermuntert.

Als Lösungsansatz: Die wissenschaftliche Forschung zum Thema hat gezeigt, dass das Wechselmodell im Falle einer Trennung das beste für die Kinder ist – was jedem Nichtsexisten, der keine Ressentiments gegen Männer bzw. Väter pflegt auch sofort einsichtig ist. Zum Wohle der Kinder, also als eine Maßnahme, die tatsächlich dem Kindeswohl dient, muss die Allmacht der Mutter beschnitten werden. Das Alleinerziehendenmodell hat sich als ein katastrophaler Irrweg erwiesen. Die Alternative Wechselmodell stellt sicher, dass den Kindern nach der Trennung beide Elternteile erhalten bleiben. Aktuell lässt sich dazu eine Petition hier unterschreiben: Kinder brauchen Mama und Papa.

Zum Abschluss ein Video des NDR: Wechselmodell tut Trennungskindern gut. (~6 Minuten)

Homer Simpson: Do it for her

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Homer Simpson: Gefangen am Arbeitsplatz, der Hölle

Der Giftbeutel Laurie Penny hatte für eine Feministin die bemerkenswerte Einsicht, dass Arbeit weder Selbstverwirklichung noch Karriere noch Befreiung bedeute: Dies sei eine riesige Lüge. Die Frage, die sich in der Geschlechterdebatte dann stellt, ist, warum Väter das auf sich nehmen, warum sie malochen gehen, wenn es doch so eine undankbare Aufgabe ist, die Ernährerrolle zu übernehmen. Der Giftbeutel hat darauf sogleich die Antwort: Macht. Es ginge den Vätern um Machtausübung über die Frau und den Kindern.

Bei einer solch widerlichen Bösartigkeit bin ich echt ein paar Sekunden dafür, so manche Feministin den Säuretod sterben zu lassen, denn da wird aus mir ein kleiner Hater – aus Gründen. Auf diese bösartige Unterstellung Pennys geh ich gleich noch mal ein.

Ich möchte hier auf eine Folge der „Simpsons“ zu sprechen kommen: „And Maggie Makes Three“. In der Folge kündigt der Familienvater Homer Simpson seinen verhassten Job im Kraftwerk um sich als Mitarbeiter in einer Bowlingbahn selbst zu verwirklichen, seinen Traumberuf auszuüben. Dann wird aber seine Frau Marge mit dem dritten Kind – Maggie – schwanger. Da der neue Job nicht das nötige Kleingeld bringt, um eine nun fünfköpfige Familie zu ernähren, muss er ins Kraftwerk zurückkehren und unter großer Demütigung seinen alten Posten wieder annehmen. Sein Arbeitgeber hängt ihn ein Schild an seinen Arbeitsplatz, welches Homer seine auswegs- und hoffnungslose Situation immer vor Augen halten soll: „Don’t forget: You’re here forever“. Als Maggie geboren wird, ist es Liebe auf den ersten Blick. Homer entscheidet sich, die trostlose Existenz im Kraftwerk für sie auf sich zu nehmen und er überklebt das Marterschild mit Babyfotos von Maggie: Do it for her.

simpsons homer work 2

Mit anderen Worten: Hier liegt das exakte Gegenteil dessen vor, was die Femischistin Laurie Penny bei arbeitenden Vätern vermutet: Sie tun es aus Liebe, weil sie sich wünschen, dass es ihren Kindern gut geht; und wenn man will, dass es jemanden gut geht, ist es ein guter Anfang, sein Leben auf eine solide finanzielle Basis zu stellen – das ist der Grund, warum sich Väter beruflich mehr reinhängen.

Aber wir können ja nicht in die Köpfe der Väter hineinsehen, vielleicht hat Laurie Penny ja doch Recht? Das lässt sich widerlegen mit einen Blick auf Unterhaltspflicht, zu der Trennungsväter verpflichtet werden. Das ganze System würde nicht funktionieren, wenn getrennte Männer nicht für geliebte Kinder sondern allein für die Ex aufzukommen hätten. Sie zahlen Unterhalt – soweit sie können, die, die es nicht tun, sind meist sozial erledigt – weil ihre Kinder in Geiselhaft genommen wurden. Ginge es Vätern allein um Macht, sie würden sich den Unterhaltsverpflichtungen entziehen und nach der Trennung einen feuchten Dreck an Frau und Kindern zahlen – denn in dieser Situation können sie nicht mehr im Geringsten Macht ausüben. Tatsächlich sind es die Mütter, die hier Macht ausüben. Sie üben Macht aus, indem sie die Kinder als Geiseln nehmen und dann Lösegeld in Form von Unterhalt erpressen – das ganze Gewäsch von wegen Männer und Macht, welches man ständig von Femischisten hört, ist reine Projektion. Und dieses Prinzip, Unterhalt mit den Kindern als Geiseln zu erpressen funktioniert nur, da der Vater seine Kinder liebt, wäre das nicht der Fall, Väter würden genausowenig Unterhalt zahlen wie Mütter. Denn wenn mal eine Mutter zu Unterhalt verpflichtet wird, kommt sie dieser Pflicht so gut wie nie nach. Aus der Ferne an eine Restfamilie zu zahlen, von der man nichts mehr hat, so loyal gegenüber ihren Kindern sind nur Männer.

Laurie in Pennys Land

Laurie Penny mal wieder! Mit dem Giftbeutel habe ich mich schon mal beschäftigt. Und sie ist wieder da, war nie weg, und zwar in einem hochangesehen Magazin: »die größte politisch-wissenschaftliche Monatszeitschrift im deutschen Sprachraum« Dort schreibt sie:

Millionen von Frauen und Mädchen sind samt ihren Kindern da unten eingesperrt und starren nach oben, während ihnen das Wasser in die Schuhe läuft, um die Knie schwappt und langsam zum Hals steigt. Kurzum: Man hat uns angelogen.

Ahja, die Familie ist keine Einheit mehr, sie es gespaltet und die Kinder sind der Mutter zugeordnet. So ist das im Matriarchat. Frauen dürfen ihre Ungeborenen töten – „Mein Ungeborenes Bauch gehört mir!“ und später das Kind dem Vater entfremden, so wie man es mit Eigentum im matriarchalen Kapitalismus halt machen darf. Der Vater in der Familie fehlt also. Man weiß nicht, warum er nicht zur Hilfe eilt, sich um die Seinen kümmert, sie ernährt, vor Gefahren beschützt. Wir dürfen es uns denken: Der Vater? Weg? Hat er sie sitzen lassen? Schlägt die Frau und die Kinder? Zahlt keinen Unterhalt? – so wie es die feministische Propaganda tagtäglich reproduziert. Die Realität sieht anders aus: Sie, nicht er, hat die Macht, ihn aus der Familie zu entfernen. Sie rechnet sich mit Hilfe feministisch inspirierter Frauen aus, ein feines Leben auf seine Kosten führen zu können, ohne dass er Abends mit am Tisch sitzt. Die meisten Scheidungen werden von Frauen eingereicht, da ihnen fette Kriegsbeute versprochen wird, nämlich dass sie ein gutes parasitäres Leben auf Kosten ihres Unterhaltssklaven führen können, wenn sie die Kinder als Geiseln nehmen um damit Wohlverhalten und Geld zu erpressen, Macht auszuüben. Oft kommt noch ein kleiner Psychofick für die Kleinen dazu, so dass sie ihren einst geliebten Vater inbrünstig hassen lernen oder nur noch kühle Verachtung für ihn übrighaben. Der Vater hingegen steht auf einmal allein da. Er war es, der mit seiner Maloche ihr Geld verdient hat, weniger Freizeit hatte und damit auch weniger Zeit, Freundschaften zu pflegen. Ganz anders die Frau: Sie pflegt ihre Freundschaften – da sie dank seiner Maloche mehr freie Zeit zur Verfügung hatte – die dann auch seine sind, aber nur bis zu Trennung. Dann stellt sich heraus, dass seine Freunde tatsächlich ihre Freunde sind und er damit nun keine mehr hat. Getrennt von der Familie muss er nun diese Familie aber weiterversorgen, das Matriarchat will es so. Unter dieser Belastung, aus seinem Nest geworfen, entwickelt er massive Depression, kann nicht mehr den Arbeitsanforderungen entsprechen, verliert seine Arbeit. Oft bringt er sich auch um. Und damit geht die Rechnung der Alleinerziehenden manchmal nicht auf bzw. der Steuerzahler ist nun in der Pflicht, dieses Miststück zu finanzieren, welches unter selbstsüchtiger und  mutwilliger Ausnutzung eines Privilegs eine Familie zerstört hat, Menschen ins Elend trieb. Also müssen noch mehr Gelder zu den Frauen und ihren Kindern fließen, und zwar vom überwiegend männlichen Steuerzahler. Ein solch parasitäres Matriarchat wurde unlängst auch von Frau Schrupp vorgeschlagen: „Väterrechte abschaffen, Kindererziehung von Steuermitteln zahlen.

Was noch? Ach ja: Macht. Der Giftbeutel unterstellt Männern, dass sie in der Familie nur Macht ausüben wollen, nur deswegen gehen sie arbeiten. Das beißt sich aber damit, dass der Mann gar nicht an der Macht ist – in der Familie erst recht nicht. Dazu muss es nicht mal zur Scheidung kommen. Es ist genauso möglich, dass sie in der Beziehung diktiert, was läuft und was nicht. Dass sie als Familienterroristin ein despotisches Regime führt und ihrem Mann und den Kindern das Leben zur Hölle macht. Gewalt in Beziehungen geht genauso oft von Frauen aus, bei Gewalt gegen Kinder – einschließlich Mord und Totschlag – liegen sie vorne, ohne das Hetzkampagnen gefahren werden.

Zurück zum Vater: Dieser, liebe Frau Penny, liebt seine Kindern. Er geht deswegen malochen, damit er genug Geld verdient, um seinen geliebten Kindern ein gutes Leben und einen guten Start ins Erwachsenwerden zu ermöglichen. Deswegen nimmt er dieses Opfer auf sich, malochen zu gehen, wozu Du neben deinen sonst so stinkenden Auswürfen einmal in einem hellsichtigen Augenblick eine klare Erkenntnis hattest:

„… wenn du einen [Job] hast, bist du frei, Baby. Wer schon einmal einen Tag lang richtig malocht hat, weiß, dass das eine gigantische Lüge ist. Dennoch wurde die Frauenemanzipation umdefiniert…[dass sie Berufstätigkeit bedeutet]“

Weiterlesen bei djadmoros: Laurie Penny, Stoßarbeiterin der feministischen Bewußtseinsindustrie

Billy Coen über Vaterliebe

Der Kommentar ist so wertvoll, dass ich ihn hier noch mal eigens reblogge. Es handelt sich um eine Antwort auf ein feministisches Statement, in welchem u.a. diese These geäußert wurde: „Es war nun mal Fakt, dass die Mehrheit der Trennungsväter sich gar nicht für die Kinder interessierten, sondern eher dafür, so wenig wie möglich Unterhalt zu zahlen.“:

„Dass das vor dem Hintergrund heutiger Gegebenheiten dysfunktionale bis menschenverachtende Scheidungs- und Sorgerechtssystem historisch gewachsen ist, dürfte auch im Kreise der hier vorherrschenden „Menosphere“ als Binsenweisheit anzusehen sein. Natürlich gehen Dinge wie Ehegattenunterhalt und Zuschreibungen „das Kind gehört zur Mutter“ auf Zeiten zurück, in denen es in Familien weit stärkere geschlechtsgebundene Rollenzuschreibungen gab. Die Frau kümmerte sich um Haus und Kinder und der Mann schaffte das Geld ran.

Allerdings finde ich, dass du, obwohl du nach meinen Eindrücken aus deinen Kommentaren zu den deutlich reflektierter denkenden Vertreterinnen feministischer Ansätze gehörst, in diesem Punkt leider selbst retrospektive Ressentiments internalisiert hast, die nach meiner Meinung vor allen Dingen daher rühren, dass die „Geschlechterdebatte“ schon in ihren Anfängen bedingungslos frauenzentriert war und nur aus dieser Sicht analysiert wurde.

Die Behauptung, dass sich in früheren Zeiten Männer einfach nur weniger für ihre Kinder interessiert haben und sich nicht um sie kümmern wollten, halte ich für eine schon geradezu infame Darstellung, die leider über die bekanntlich medial massive Diskurshoheit des Feminismus‘ stark in der gesellschaftlichen Wahrnehmung verwurzelt ist. Dabei halte ich persönlich diese Darstellung des früheren Mannes, dem seine Kinder weitgehend egal waren, für geradezu weltfremden und hochgradig zynischen Geschichtsrevisionismus. Zumindest erschließt es sich mir nicht, wenn man bedenkt, mit wie viel Liebe und Hingabe sich viele Väter um ihre Kinder kümmern, warum Männer noch vor wenigen Jahrzehnten nicht dieselben dieses Handeln befördenden Gefühle aufgebracht haben sollen. Wir reden hier von zwei bis drei Generationen, was evolutionär absolut null Komma gar nix ist.

Die Wahrheit dürfte sein, dass auch schon damals die erdrückende Mehrheit der Männer ihre Kinder über alle vorstellbaren Maßen hinaus geliebt haben. Es waren aber eben die, natürlich aus heutiger Sicht nur mal wieder „die armen Frauen unterdrückenden“ Strukturen, die dafür sorgten, dass diese Männer ihre Liebe zu ihren Kindern diesen kaum bis gar nicht darlegen konnten abseits davon, dafür zu sorgen, dass sie immer ein Dach über dem Kopf und etwas zu Essen in der Küche hatten. Aber selbst das wird ihnen aus feministischen Kreisen rückblickend auch nur als weiterer Akt patriarchaler Unterdrückung ausgelegt: Sie ließen ihre Frauen mit den Kindern allein und in umfänglicher finanzieller Abhängigkeit in der Wohnung versauern, während sie sich in die abenteuerliche Welt der Erwerbsarbeit zurückzogen (also in so spaßige Dinge wie 12-Stundenschichten in Fabriken oder auf Baustellen).

Ich denke diese sehr kritische bis vernichtende Haltung den „früheren Vätern“ gegenüber stellt ein geradezu essentielles Beispiel für die einseitige analytische Sicht auf Geschlechterthemen dar, wie sie Lucas in seinem Text, für mich vollkommen korrekt, als unzureichend und potentiell gar schädlich darstellt. Die Leistungen die früher Männer erbrachten, um, ebenfalls in festen Rollen gefangen, ihren Frauen und Kindern ein halbwegs passables Leben zu ermöglichen, werden schlank umgedeutet in Unterdrückung der Frauen, weil man sie so finanziell abhängig machte (mal ganz davon ab, dass damals vielen Frauen die beruflichen Bedingungen ihrer Männer bekannt waren und sie mit dieser Rolle vor dem Hintergrund eben dieser Alternative mehr als zufrieden waren) und, was ich schon in perverser Weise menschenverachtend finde, in Desinteresse gegenüber ihren eigenen Kindern. Der Vorteil an derartigem einseitigem Geschichtsrevisionismus ist nun mal leider, dass diejenigen, über die dort derart herablassend und entmenschlichend geurteilt wird, zu annähernd 100 % schon lange tot sind und gar nicht mehr die Möglichkeit haben, ihre Sicht der Dinge noch darzulegen, auch wenn ich bezweifle, dass ihnen verwöhnte hysterische Third-Wave-Femi-Gören überhaupt zuhören würden, diesen ganzen alten, weißen, heterosexuellen Männern.

Nur mal so als Beispiel: die Gewerkschaftskampagnen „am Samstag gehört mein Papa mir“ waren keine originär feministischen Kampagnen, auch wenn sie sich der Feminismus retrospektiv gerne einverleibt (auch hier mal wieder Stichwort „Geschichtsrevisionismus“). Gestartet wurden die Kampagnen von Gewerkschaften mit fast 100 % Männeranteil (vornehmlich Industriegewerkschaften, die also für Berufe zuständig waren, in denen Frauen selbst heute noch eine verschwindende Minderheit darstellen) und sie kamen daher, weil eben auch früher schon die Väter einfach die Schnauze voll davon hatten, dass sich für sie Familienleben, wenn überhaupt, nur auf einen einzigen Tag in der Woche beschränken sollte.

Auch die Darstellung der „Tausenden von Männern“ die sich ihrer Verpflichtungen beständig entzogen haben, geht in die Richtung einer sträflich einseitigen Sicht der Sachlage. Zum einen stellen „Tausende“, auch wenn das erst einmal nach geradezu epidemischen Ausmaßen klingen mag, in einer Bevölkerungsgröße im zweistelligen Millionenbereich nur eine Menge dar, die selbst unter Promilleangaben nur zu Veränderungen irgendwo hinter dem Komma sorgen. Und zum anderen standen und stehen derlei Rabenvätern auch schon immer eine vergleichbare Größe von Rabenmüttern gegenüber. Und / oder Mütter, die durchaus wissentlich und willentlich die mit den „tausenden von Vätern“ begründeten Rechtslagen ausnutzen um, als Rache für eine gescheiterte Beziehung, liebende Väter fundamental zu vernichten. Dennoch käme nie jemand auf die Idee, diese „Tausende von Müttern“ als Exempel heranzuziehen, sie mit großer Lust auf die Gesamtheit der Mütter zu extrapolieren, um damit sich klar gegen die Menschenrechte von Frauen richtende Gesetze und Rechtsprechungspraktiken zu erklären oder gar zu legitimieren (letzteres will ich dir ausdrücklich nicht in die Schuhe schieben). Wenn es aber um die „kritische Auseinandersetzung“ mit Männer und Männlichkeit geht, sind derlei „Analysepraktiken“ die erkennbare Regel.“