Archiv der Kategorie: Werbung

Feministische Argumentationsformen: „Frauen werden als verfügbar dargestellt“

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Macht: Ich habe was, was Du so sehr willst. Frage: Ist dieses Modell verfügbar?

Eine häufig gehörte Klage ist, dass Frauen, die z.B. in der Werbung als sexy und attraktiv dargestellt werden, zu Sexobjekten reduziert und zudem als „verfügbar“ präsentiert werden – dies sei „sexistisch“ und „frauenfeindlich“. Nur in zwei Sätzen: Das Abbilden von Menschen als sexy ist kein Sexismus. Wirklich feindselige Propaganda – wobei Feindseligkeit eine Voraussetzung dafür ist, um von Sexismus zu reden – stellt die Angefeindeten nicht als attraktiv dar sondern als eklig, abstoßend und hässlich, wie zum Beispiel in der väterfeindlichen Edeka-Werbung.

Aber kommen wir zum Vorwurf, die sexy Frau in der Werbung sei „verfügbar“. Ja, so muss es wohl sein: Jeder Mann der eine entsprechende Werbung sieht, denkt sich, dass er die Werbeträgerin vögeln könnte wenn er nur wollte. Nein, die Realität sieht mal wieder ganz anders aus. Ein Mann – besonders wenn er PickUp betreibt und deshalb gewohnt ist, Körbe einzustecken – ist sich im Klaren darüber, dass dieses Wesen, dessen Nähe er gerne suchen würde, unerreichbar fern ist. Und für den Nicht-PUA gilt das nicht nur für das Modell in der Werbung sondern auch für jede Frau, der er im Alltag begegnet.

Kein Modell fühlt sich ausgeliefert sondern sie ist sich sehr bewusst, dass sie als begehrenswerte Person in einer Machtposition befindet. Sie allein entscheidet darüber, wer mit ihr ins Bett geht; kein Mann hat das Recht oder befindet sich in der Machtposition, auf diese vermeintlich „verfügbare“ Frau gegen ihren Willen zuzugreifen – erst recht nicht der, der vor dem Werbeplakat steht, für ihn ist sie vollkommen außerhalb seiner Reichweite.

Wenn Feministinnen, die häufig selbst nicht das Geringste zum Sexobjekt mitbringen, davon reden, dass Frauen „verfügbar“ seien, meinen sie Sex. Und Sex und Vergewaltigung ist aus feministischer Sicht oft gar nicht voneinander zu trennen: »Sex ist das Kreuz, auf dem Frauen gekreuzigt werden. Sex kann angemessen allein als universelle Vergewaltigung beschrieben werden.« Der Clou an der Sache ist aber, dass genau das zutreffen muss, was Feministen so leidenschaftlich ablehnen: Die Frau (und der Mann) muss tatsächlich verfügbar sein, damit eine Vergewaltigung eben nicht vorliegt. Denn wenn ein Mensch nicht verfügbar ist, es dann aber dennoch zum Sex kommt, ist dieser Sex gegen seinen Willen und wohl auch mit Gewalt durchgesetzt, also eine Vergewaltigung.

Als Fazit lässt sich sagen: Das feministische Gerede von der „Verfügbarkeit“ bzw. dem „Sexobjekt“ ist u.a. der leidenschaftlichen Ablehnung von Heterosex geschuldet, und das wiederum des leidenschaftlichen Hasses auf den Mann. Im feministischen Dunst, der Sex mit Männern auch schonmal als „Kollaboration mit dem Feind“ sieht, ist „sexy“ gleich „sexistisch“, und der Erfolg dieser Bewegung führt zu einem Ausverkauf der Erotik.

 

Humorlose Feministen und Holz vor der Hütte

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Frage: „Wieviele Feministinnen braucht man, um eine Glühbirne einzudrehen?“

Antwort: „Eine. UND DAS IST NICHT WITZIG!!!

Dieser Witz spielt auf die geradezu sprichwörtliche Humorlosigkeit der Feministinnen an. Der Punkt aber, dass diese humorlos seien, wird umso humorloser und empörter zurückgewiesen.

Erinnern möchte ich dazu noch mal auf das unerwünschte Dirndl-Kompliment von Onkel Brüderle, welches eine vollkommen humorbefreite, nationale Debatte auslöste – das sind die Themen, die die Gesellschaft beschäftigen, und nicht etwa sagen wir: Vergewaltigung im Gefängnis.

Und nun haben wir da oben wieder Frauen im Dirndl und einen eindeutig zweideutigen Spruch dazu. Das vernichtende Urteil: Dies sei Sexismus. Denn in der überspannten Wahrnehmung der Feministen gilt: Sexy = Sexismus. Denn ja: Hier geht es um Sex. Ein Mann der die Werbung sieht, denkt an Sex. Aber: Das ist vollkommen in Ordnung. Die beteiligten Frauen wissen das auch nur zu gut und sie nehmen es mit Humor, es gefällt ihnen, sie fühlen sich nicht zu einem „Sexobjekt reduziert“ – allerdings heißt es über solche Frauen, sie hätten „patriarchale“ Frauenfeindlichkeit „internalisiert“. Diese Werbung arbeitet mit einem Witz, einem Witz mit Sex, ein sexy Witz, aber Feministen können nicht im geringsten darüber lachen. Warum?

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Warum dieser Hass, wenn eine Frau als schön und begehrenswert dargestellt wird?

Eine Frau, die als sexy dargestellt wird, wird nicht zum „Sexobjekt reduziert„, sie wird vielmehr aufgewertet – weshalb die Klage oft von Frauen kommt, die nicht das geringste zum Sexobjekt mitbringen. Allerdings spiegelt sich in der begehrenswerten Frau das ganze Geschlechterverhältnis wieder. Mit ihr als die Begehrte und mit ihm als Begehrenden. Und da hängt ein ganzer Rattenschwanz an Konsequenzen dran, die die Gesellschaft so gestalten, wie sie eben ist. Die begehrenswerte Frau ist ganz Frau und der begehrende Mann ist ganz Mann, in solcher Werbung manifestieren sich die beiden Geschlechter, welche aber der Feminist vernichten, dekonstruieren will. Ein wohl hoffnungsloses Unterfangen, denn die Geschlechter sind kein soziales Konstrukt sondern auch biologisch festgelegt, das heißt, es wird immer Männer geben, die begehren und dazu wird es immer auch die entsprechenden Frauen geben. Das eigentliche Problem des Feministen ist nicht, dass der Mann die Frau unterdrückt – das ist nicht der Fall – das eigentliche Problem ist, dass Mann und Frau, die beiden Geschlechter tatsächlich existieren und immer existieren werden, weshalb das Ziel des Feministen niemals zu erreichen ist – das ahnt er wohl, von daher die humorlose Verbissenheit.

Allerdings spricht er nicht für die Frauen. Ich habe gar nicht gezählt, wie oft mir Frauen untergekommen sind, die zum Interview der SZ sinngemäß anmerkten, dass sie vor Lachen unter dem Tisch liegen würden.

 

Werbung: Eine Zeitreise um zu zeigen, wie fies das „Patriarchat“ ist

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Die traditionelle Rollenverteilung war von Frauen genauso gewollt, denn lieber am Herd als im Bergwerk. Dass die Konstellation, wie sie rechts zu sehen ist, auch heute niemals anzutreffen ist, liegt daran, dass keine Frau bereit ist, malochen zu gehen um dann den Löwenanteil ihres hart erarbeiteten Geldes abzugeben.

Da wird ein gestandenes Mannsbild in einer Autowerbung aus dem fahrbaren Untersatz geworfen, als würde er mit den Krümeln herausgekehrt. Die durchschlagende Wirkkraft von Reinigungsmitteln wird demonstriert, wenn Männer im Wisch-und-Weg-Verfahren verschwinden. Andere werden vom Stier niedergetrampelt, vor der Tür vergessen, und Väter ziehen gegenüber ihren Söhnen stets den Kürzeren. Der Nachwuchs macht den Altvorderen beim Spielen, Basteln, Heimwerken, im Sport oder bei der Autowahl regelmäßig etwas vor.

Die Methode hat System. „Männer in den Medien“, so eine Studie des Österreichischen Sozialministeriums, werden fast durchweg diskriminiert. Auf 350 Seiten wird anhand Dutzender Beispiele aus dem deutschen Werbesprachraum dargestellt, dass sie zu Trotteln gemacht werden – und zu Volltrotteln in der Vaterrolle. Die Autoren merken an, dass es als sexistisch empfunden würde, würden Frauen und Mütter so dargestellt. Vor diesem Resümee lag die Befragung von 2560 Frauen und Männer im Alter von 15 bis 93 Jahren. Untersucht wurden 94 Werbespots, die 58 erfolgreichsten Kinofilme sowie die 83 beliebtesten Fernsehserien der letzten sechs Jahre.

So das Hamburger Abendblatt über eine Studie mit Wert. Das interessiert aber nicht. Viel wichtiger ist das Bild der Werbung aus den 50ern, der Steinzeit der Geschlechterverhältnisse also, in welcher Frauen auf’s übelste unterdrückt wurden.

So berichtet ze.tt über einen Fotografen, der Werbebilder aus den 50ern nachstellt, wobei er die Geschlechter tauscht, um zu zeigen, wie bitter das „Patriarchat“ für Frauen war und heute bestimmt noch ist.

Dabei bedient er sich zum einen einer plumpen Manipulation, nämlich einer selektiven Auswahl der Motive, welche er als Beweis für die scheinbare Frauenfeindlichkeit heranzieht. Nehmen wir an, von 1.000 Werbebilder sind 10 frauenverachtend. Indem ich nun allein diese 10 präsentiere, kann ich ein völlig falsches Bild der Verhältnisse zeichnen. Denn, was auffällt: Die vorgeführten Werbetreibenden sind so gut wie unbekannt, sind keine großen Nummern. Anders etwa Levi’s. Du kennst Levi’s, jeder kennt Levi’s. Einer ihrer Werbung ging so: Eine junge Frau klingelt an einer Haustür. Ein Mann öffnet, die Frau tritt ihm anlasslos voll zwischen die Beine, er geht zu Boden, es wird das Werbemotto eingeblendet: „Dressed for the moment!“ – solcherlei Gewaltdarstellung ist keiner Feministin ein Aufschrei wert.

Denn es ist anzunehmen, dass man die brutalsten Werbebilder verwendet hat, die zu haben waren, sowie die mit mit dem größten Namen des Werbetreibenden. Und so wird bei ze.tt gleich zu Beginn der Serie eine Szene gezeigt, in welcher ein Mann eine Frau über’s Knie legt. Soll wohl heißen: Gewalt gegen Frauen wurde toleriert. Und das ist eine Lüge: Eine solche Gewaltverherrlichung, wie sie mit Männer möglich ist – siehe bspw. die Werbung unten – oder die gewaltverherrlichende Hate-Speech, die sich Bundesverdienstkreuzträger leisten dürfen, ist umgekehrt nicht möglich. Die tatsächlichen Verhältnisse sind nach wie vor so, dass Frauengewalt tabuisiert wird, mit der Folge, dass Frauen nahezu nach Belieben Kinder und Männer misshandeln dürfen. Man denke auch an die „Nudelholzwitze“, in welchen Frauengewalt an Männern verharmlost werden. Ein Pendant mit getauschten Geschlechtern gibt es schlicht nicht.

SparkasseDer zweite Punkt ist, dass die traditionelle Rollenverteilung – sie am Herd, er im Bergwerk – als Nachteil der Frau ausgelegt wird. Aber wer war da an der Macht? Richtig: Adenauer, CDU mit dem traditionellen Rollenbild. Und warum war er an der Macht? Weil die Frauen ihn gewählt hatten und nicht die SPD mit einem wesentlich „moderneren“ Rollenbild, welche die Frau als eine außerhäuslich arbeitende sah – nur dass die Weiber darauf keinen Bock hatten. Zu recht, denn Arbeit bedeutet in der Regel nicht „Selbstverwirklichung“, von der Akademikerinnen in ihren vollklimatisierten Büros mit Kaffeemaschinenreichweite dauernd faseln, sondern Mühsal und Entbehrung, kurz: Leid.

Und ja, ach Gottchen: Man hat von Frauen erwartet, dass sie den Haushalt machen, damals hatte sie noch Pflichten. Das ist wahr, aber nur die halbe Wahrheit. Die andere Seite der Medaille ist, dass man vom Mann erwartet hat, arbeiten zu gehen und den Lohn für die Familie aufzuwenden. Er konnte sein Gehalt nicht einfach versaufen, wenn ihm danach war, dafür haben Staat, Recht und Gesetz sowie Kirche gesorgt.

Mal sehen: Vielleicht druckt in 50 Jahren irgendein Blatt die Düsseldorfer Tabelle ab und die Leser empören sich reihum über die parasitären Weibchen.