Archiv der Kategorie: Woke

Weiße sollen keine Dreadlocks tragen

Ach ja, kulturelle Aneignung und ihr Verbot als Machtdemonstration.

Gegen kulturelle Aneignung wird viel ins Feld geführt, aber – soweit ich das überblicke – nichts stichhaltiges. Da wird zum Beispiel erörtert, dass Rap aus hochproblematischen und gefährlichen Sozialmilieus kommt. Ja, und? Oder Indianerkostüme geben nicht richtig wieder, dass es viele Stämme mit jeweils ganz eigener Kultur und Kleidung gab. Ja, und? Oder der Fall, der aktuell Wellen schlägt: Die Sängerin Ronja Maltzahn, die von Fridays for Future wieder ausgeladen wurde, da sie Dreadlocks trägt – womit die Woken mal wieder zeigen, wie mächtig sie sind.

Etwas verunglückt finde ich die Argumentation, darauf zu verweisen, dass auch in anderen Kulturen schon vor den Schwarzen Dreadlocks getragen wurden, wie z.B. bei den Azteken oder Persern. Das ist nicht der Grund, warum die ganze Diskussion für’n Arsch ist.

Wenn ich mir angucke, was verboten ist, dann sind das meistens Dinge, die andern schaden. Kulturelle Aneignung verletzt höchsten den Stolz von Mimosen mit Minderwertigkeitskomplexen, die wie ein schmollendes Mädchen mit dem Fuß aufstampfen und „MEINS!“ heulen. Ein weiterer interessanter Punkt ist, dass man damit ein Konzept von kulturelle Reinheit pflegt, so wie Nazis Konzepte von biologischer Reinheit pflegen. Aber Kulturen, die sich berühren, tauschen Elemente aus und dieses natürliche Phänomen lebendiger Organismen hat auch was mit Wertschätzung zu tun. Jemand, der ein Element einer anderer Kultur verwendet, tut dies nicht aus einer böswilligen Motivation heraus.

Also, kulturelle Aneignung geschieht nicht aus böswilliger Motivation heraus und außer verletzten Gefühlen entsteht kein Schaden – warum also sollte sie nicht in Ordnung sein?

Und diejenigen, die kulturelle Aneignung nur in eine Richtung problematisch finden, Richtung der angeblich Mächtigen* nämlich, sollten sich mal überlegen, ob die umgekehrte Richtung nicht auch abzulehnen ist, das sie Kultur zerstört. Bleibt nicht indianische oder schwarze Tradition und Kultur auf der Strecke, wenn man sich wie ein Westler kleidet?

Mal sehen ob es dahin kommt, dass sich die Woken soweit aufbauen, dass man nicht mehr gefahrlos so böse Sachen machen kann, weil das mit Macht und Gewalt unterbunden wird.

*Hat jemand meine Macht gesehen? Ich verlege die ständig.

People of Color

Der Begriff der Euphismus-Tretmühle beschreibt den Umstand, dass auf Dauer kein Ersatzbegriff gegen die Assoziationen helfen, die mit dem alten, des ersetzten Wortes einhergehen. Also muss immer und immer wieder ein neuer Ausdruck her – wie in der Tretmühle kommt man zu keinem Ziel. Der progressive, woke Mensch und Angehörige des Establishment muss sich deshalb immer weiterbilden. Was gestern noch Ausweis der richtigen Gesinnung, kann heute zum Canceln führen.

So beklagte sich im Januar 2015 ein Herr Cumberbatch in einer Talkshow darüber, dass es seine farbigen Freunde schwerer hätten wegen der Hautfarbe. Damit zog er den Zorn der edlen Menschen auf sich, denn er hatte nicht mitbekommen, dass die Doktrin nun nicht mehr „coloured people“ vorschrieb sondern „people of colour“. (1)

Und natürlich ist es auch falsch, von „Farbigen“ zu sprechen, das darf man nur auf englisch: „people of colour“ eben. Ein und dasselbe nur in verschiedenen Sprachen. Mal Pfui mal Hui. Schwerwiegendes Pfui, wohlgemerkt, damit kann man auch mal ausgeschlossen werden aus dem Kreis derjenigen, die noch das Recht auf freie Rede nutzen dürfen – wenn man nicht seinen Job verliert.

(1): Douglas Murray – „Wahnsinn der Massen“

Normalität als Cancelculture

Wenn man Wokoharam mit der Begebenheit der Cancelculture konfrontiert, dann kommt u.a. die Antwort, dass die „Normalität“ die Cancelculture des weißen Mannes wäre.

Ok, wenn eine Rassenhetzerin gegen Weiße ätzt, dann verliert sie ihren Job, dann darf sie nicht mehr auftreten? Sehe ich nicht.

Normalität ist einfach das, was die Regel darstellt, also z.B. auch weiße Frauen (noch). Das hat nichts mit Unterdrückung zu tun, dass irgendwelche schwarzen schwulen Mädchen seltener zu sehen sind, sie sind seltener. Es ist eine Lüge, wenn von „Marginalisierten“ gesprochen wird, konkret die Lüge, sie würden aus einem aktiven Prozess heraus marginalisiert. Die sind Minderheiten, was sie nicht leugnen sollten, denn das führt nur zu Verbitterung und Hass.

Grüne Khmer

Zu schön, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen, Baumbaron:

[Es geht um woke „Missionare“ z.B. als Seminarveranstalter]

Aus Steuergeldern finanziertes wokes, geschichtsvergessenes Gesindel und grüne Khmer, die nichts können, aber Probleme mit sich selbst haben und auch noch glauben, das Klima über ihren Raumthermostat kontrollieren zu können. Gleichzeitig im Seminarraum aber Klimaanlage auf volle Pulle und Fenster auf! Bring mal so einer Trainerin bei, dass das Unsinn ist, wenn die Luftbalance im Raum ihr nicht passt. Die öffentlich rechtlichen Medien sind ja schon voll davon! Jetzt werden sie auch noch in die Tagungen und Seminare der Firmen einsickern als sogenannte `’Trainer‘. Ein Großteil dieser Sorte taugt jetzt schon nichts. Die machen das jeden Tag und brauchen grundsätzlich einen Techniker, um ihren Laptop zum Laufen zu bringen. Sie haben all diese Veranstaltungen jetzt schon übelst verstuhlkreist. Das einzige, was sie beherrschen ist das schwungvolle Anpinnen inhaltsloser Wolkenkärtchen an Pinnwände. Solch eine Arm-Handbewegung bekommt ein produktiver Mensch gar nicht hin! Und diesen Müll dürfen dann fleißige Raumpflegerinnen Tag für Tag entsorgen. Denn das braucht keiner mehr, es wird fast nie abfotografiert, weil das mit dem Selfimodus nicht geht. Man kann darauf gefasst sein, dass sie in Kürze ohne Unterhosen direkt von der Loveparade in die Seminarräume einfliegen, um ihren aberwitzigen Geist zu versprühen. Und die Firmen werden dafür die Geldbeutel öffnen wenn sie es nicht schon tun – wetten!