Archiv der Kategorie: Zensur

Die moralischen Maßstäbe des Feminismus am Beispiel „Jetzt.de“

Monika Ebeling kritisierte einmal den Slogan der Bäckerinnung „Gewalt gegen Frauen und Kinder kommt nicht in die Tüte“, denn hier wird sowohl Gewalt gegen Männer als auch Frauengewalt – auch gegen Kinder – unsichtbar gemacht, womit deren Opfer kein Ausweg aus der Not bleibt unter einer Schlägerin. Einen besonderen Geschmäckle hatte der Spruch, da in derselben Zeit in einem Nachbardorf ein Kind durch Frauenhände brutal ums Leben kam. Feministen griffen die Kritik auf und bemängelten, dass es an dem Prinzip „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ doch nichts auszusetzen sei – sie lügen und betrügen, auch ihre eigenen Anhänger.

„…gegen Frauen und Kinder“ unterteilt die Welt in gut und böse streng nach Geschlecht: Hier die Männer, dort die Frauen und – natürlich – „ihre“ Kinder. Ein ähnlich ressentimentgeladenes Weltbild findet sich nicht nur auf feministischen Seiten, sondern auch im Mainstream. Dass aber Gewalt gegen Kinder – einschließlich Mord – überwiegend von Frauen ausgeht, weiß man sogar bei der feministisch kontrollierten Wikipedia, auch wenn man sich alle Mühe gibt, diese Information möglichst unsichtbar zu machen. Ich habe jetzt auf „Jetzt.de,“ wo die Propaganda (Punkt 2) verbreitet wird, mit der Coronakrise steige die Männergewalt, darauf hingewiesen, was ihnen aber offensichtlich nicht in die Agenda passte (dass sich Frauengewalt auch gegen Männer richtet, erwähnte ich nicht). Mit anderen Worten: Die Feindbildpflege – er: Der Schläger – geht diesen moralisch anständigen Menschen noch vor den Schutz von Kindern, den schwächsten im Haushalt; dass ist kein Einzelfall, das hat System, schon Michail merkte zu einem neuen Gesetz an:

Und das weiter Entblößende: Gewalt gegen Kinder, gegen die Schwächsten also im häuslichen Bereich, wurde aus dem Gesetzesumfang ausgenommen, um zu vermeiden, daß so das Gesetz weitgehend auch gegen Frauen angewandt werden könnte, die ja sogar mehr Gewalt gegen Kinder ausüben als Männer. So präzis werden Frauengesetze vom Feminismus diktiert!

Die Interessen der Frauen gehen vor den Interessen der Kinder. Mehr muss man über Feminismus nicht wissen; das ist einer der Gründe, warum Kinderfolter in unserem Land nicht geahndet wird. Ich hinterließ dem Haufen noch einen weiteren – weit weniger höflichen Kommentar, der natürlich auch nicht freigeschaltet wurde:

Zensiert?

Euch ist die Pflege eures Feindbildes „Mann“ wichtiger, als selbst den Schwächsten in der Gesellschaft zu helfen, wenn sie Opfer von Gewalt werden. Ich sag‘ euch jetzt nicht, was ihr seid.

Zensiert: Meinung: Männer sind Schweine – Frauen erst recht

Betroffener Artikel: Meinung: Männer sind Schweine – Frauen erst recht

Kommentator: A.F.

Zensierter Kommentar (Hinweis: Die Links wurden von mir – yx – nachgetragen):

Erst einmal, die sogenannte „Gender Pay Gap“ ist inzwischen schon oft genug als Mythos belegt worden! Sie existiert einfach nicht.
Interessanterweise bevorzugen Frauen in unserer Wohlstandsgesellschaft – aller feministischen Propaganda zum trotz – das Versorger-Modell und das wird auch so bleiben.

Viele Punkte, die hier angesprochen wurden, werden von der Männerrechtsbewegung – deren Vorreiter „MANNDat„, Agens und der Journalist Arne Hoffmann (Genderama) sind – schon lange thematisiert.

Als Folge davon wird die deutsche Männerrechtsbewegung sowohl von Medien, feministischen Gruppierungen und der Politik als „Frauenfeindlich“, „Reaktionär“ und noch schlimmeren bezeichnet und man verweigert jede Diskussion und jede Zusammenarbeit.
Wärend Frauenverbände Gelder in Millionenhöhe bekommen (z.B. gerade 120 Mio. für die Aktion „Gewalt gegen Frauen“), gehen Männerverbände und Einrichtungen für Männer praktisch leer aus.

Interessanterweise hört man nur dann in den Medien von derartigen Problemen, wenn FRAUEN sie ansprechen!

Zensiert: „Das bisschen Arbeit“

Betroffener Artikel: Jetzt.de – „Das bisschen Arbeit

Kontext: Text über ein kleines Twitterprojekt, welches vermeintlich die Rollen der Geschlechter tauscht, also ein Matriarchat beschreibt, um so zu verdeutlichen, dass unser „Patriarchat“ frauenfeindlich sei.

Zensierter Kommentar:

Oha, ein Matriarchat also?

Also eine Gesellschaft, in der Frauen die Mehrheit der Obdachlosen und Selbstmörder stellen; unter Tage arbeiten, Mülltonnen reißen oder in den Kanälen die Sch***e wegräumen? Eine Gesellschaft, in der die meisten (tödlich) Verunglückten im Berufsleben Frauen sind, und dieses Geschlecht auch generell die geringere Lebenserwartung hat? Eine Gesellschaft, in der der Vater die Macht hat, die Mutter aus dem Leben „seiner“ Kinder auszulöschen, und sich dieses Lebensmodell von eben jener Mutter mit erzwungenen Unterhaltsleistungen finanzieren zu lassen?

Leute: Ich bin dabei!

Ok, um mal auf das Beispiel der „umgekehrten Diskriminierung“ im Titel einzugehen: Jeder weiß, dass wenn Kinder kommen, es die Frauen sind, die zu Hause bleiben. Und dem ist so, weil das kein Nachteil ist, sondern ein Privileg. Arbeit bedeutet nämlich nur selten „Karriere oder Selbstverwirklichung“ sondern Leid, Entbehrung und Mühsal – es ist ein Vorteil, sich dem entziehen zu können (Feminismus war schon immer ein sehr elitäres Projekt). Eine Studie der Glücksforschung kam zum Ergebnis, dass Hausfrau der, nicht: ein, DER! glücklichste Beruf ist (ich würd‘ verlinken, darf hier aber nicht). Frauen kommen nicht auf die Idee, ein ganzes Leben lang malochen zu gehen, und den größten Teil ihres Einkommens an Mann und Kind abzugeben (btw.: Obwohl Frauen weniger Geld erarbeiten, geben sie mehr aus, soviel zum Thema „Taschengeld“). Eine andere Studie kam zum Ergebnis, dass Frauen sich einfach weigern, einen Mann erneut zu daten, wenn er weniger als sie verdient, auf diese Weise legen Frauen fest, wer von der außerhäuslichen Maloche befreit wird: Natürlich der, der weniger verdient.

Umgekehrt Väter: Diese lieben ihre Kinder und wollen, dass es ihnen gut geht. Und ein verdammt gute Grundlage dafür, dass es jemanden gut geht, ist, sein Leben auf eine solide finanzielle Basis zu stellen. Das heißt: Sie hängen sich erst recht rein.

Daraus ergibt sich, dass auf einen Mann einfach mehr Verlass ist. Der vermeintliche Sexismus ist also nicht willkürlich oder kommt aus dem Nichts – auf der anderen Seite gibt es aber Gesetze, die Frauen vor daraus folgender Diskriminierung schützen sollen.

Zensiert: „Jetzt“ über „metoo“

Betroffener Artikel: „Ich habe mich leer und ausgenommen gefühlt“

Als Antwort auf:

Sind es nicht vielleicht eher die Taten selbst, die das Verhältnis zwischen den Geschlechtern vergiften? #Täter-Opfer-Umkehr

Zensierter Kommentar:

Damit nehme Sie Männer in Kollektivhaft – und das ist Sexismus, nur ein heutzutage tolerierter. Sie unterstellen, „die Männer“ würden sich eines Fehlverhalten schuldig machen.

In unserer Gesellschaft werden sowohl männliche Opfer wie weibliche Täter ausgeblendet. Parallel werden weibliche Oper wie männliche Täter betont. Durch solch sexistische Berichterstattung erhalten Sie und viele andere den Eindruck, dass ein Geschlechterrassismus gegen Männer in Ordnung sei.

Zu Unrecht: Denn Frauen üben genauso sexuelle Gewalt aus(*1). Und viele Studien kommen zum Ergebnis, dass Falschbeschuldigung durch Frauen geradezu ein Volkssport ist (*2). Viele Anklägerinnen wie etwa die gegen Weinstein verdienten Millionen. Da lohnt sich eine kleine Lüge. Und in vielen #metoo-Fällen handelt es sich schlicht um solche Frauen, die sich nach oben geschlafen haben. Dazu sagte eine ihrer Geschlechtsgenosseninnen: Wenn also eine Frau auf diesen Handel eingeht, ist sie kein Opfer, sondern verhält sich wie Zitat:

… „der Handwerksmeister, der dem korrupten Entscheider auf dessen mehr oder minder subtile Aufforderung einen Umschlag über den Tisch schiebt.“

Den Männern wir Schreckliches angetan, wenn sie als Vergewaltiger verhetzt werden, denn im Gegensatz zur feministischen Propaganda sind Vergewaltiger geächtet. Einige haben sich aufgrund solcher Anklagen das Leben genommen.

Beide Quellenangaben, auf meinem Blog (uepsilonniks)

*1: „#mentoo: Sexuelle Gewalt von Frauen an Männern

*2: „Rape Culture: Jede Frau ist eine potentielle Falschbeschuldigerin

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Weiterhin zensiert:

„Warum wurde mein Kommentar nicht freigeschaltet?“

Crumar: Feministische Selbstbestätigung und Zensur

Kommentare, zu wertvoll, um sie in der Versenkung verschwinden zu lassen.

[Kontext: Es geht um die Mädchenfragen und Jungsantworten im feministischen Medium „jetzt.de“, konkret diese Frage und Antwort zur Frauenquote]

Crumar: Auffällig bei der „Jungs“-Antwort ist aus meiner Sicht, es muss auf jeden Fall mindestens ein feministisches Stereotyp über Männer bedient und bestätigt werden.
Oder das komplette frame ist eine einzige Bestätigung des feministischen Narrativs – „Mädchen“ wiederum nutzen jede Gelegenheit, ihre (moralische) Überlegenheit zur Schau zu stellen.
Der Anlass ist völlig unerheblich.
Die „Jungs“ sind m.E. von ihrer Funktion her Sockenpuppen und Stichwortgeber der Selbstbestätigung der „Mädchen“.

Was mich jedoch stutzig macht an diesem Schema: Wie unsicher muss man eigentlich in seiner Weltsicht und in seinem Ego sein, ständig dieser massiven Bestätigung zu bedürfen?
Wenn mir permanent jemand auf die Schulter hauen würde und mir versicherte, wie toll ich in allem bin, was ich sage oder tue, wäre ich nach einiger Zeit genervt, danach würde ich mutmaßen verkaspert zu werden und letztlich würde ich es mir verbitten.

Diese Kolumne läuft jedoch schon seit Jahren nach dem gleichen Schema, sie werden der (Selbst-) Beweihräucherung einfach nicht müde; anders herum gesagt hängen sie an der externen Bestätigung wie ein Junkie an der Nadel.

uepsi:

Was mich jedoch stutzig macht an diesem Schema: Wie unsicher muss man eigentlich in seiner Weltsicht und in seinem Ego sein, ständig dieser massiven Bestätigung zu bedürfen?

Dazu passt auch das rigide Zensurregime. Auch wenn es ihnen nicht bewusst ist, so ahnen sie wohl, dass das eigene Bild mit dem simplen Schwarz-Weiß-Muster „böse mächtige Männer, gute unterdrückte Frauen“ einer intensiven Kritik nicht standhalten würde. Sowohl die Zensur als auch die beständige Selbstbestätigung soll das marode Gebäude dieser Weltanschauung vor dem Zusammenbrechen bewahren.

Crumar:

@uepsi

Was du hier geschrieben hast (Herv. von mir):

Ein Medium wie der Jugendableger der Zeit ze.tt versagt nicht nur darin, sich antidemokratischen Bestrebungen entgegenzustellen, sie wirkt bei deren Durchsetzung mit. Dabei weiß man ganz genau, gegen wen Hassrede erlaubt ist und gegen wen nicht. So darf man z.B. Männer als korrupt, dumm und unfähig hinstellen, aber die Richtigstellung dazu wird zensiert. Das geht solange gut, bist der Wind sich dreht. Zensurstrukturen, heute gegen den politischen Gegner installiert, können morgen auf einen selbst angewendet werden.

Kann man nicht oft genug wiederholen!
Und auch der Zusammenhang beider Sätze ist wichtig, denn sie sind genau die Büttel des autoritären Staates, gegen den sie vermeintlich anschreiben.
„Es gilt nur die von oben veröffentlichte Meinung!“ ist der eigentliche Zweck der Zensurmaßnahme und dazu in der Lage sind sie, weil sie Teil des Establishments sind.
Die Verkennung ihrer privilegierten Sprechposition macht sie m.E. besonders anfällig für elitäre Einstellungen. Man sollte sie daran erinnern: Sie sind nicht bei der u.a. Zeit, weil sie klüger sind als ihre Leser, sondern weil sie Journalisten sind.
Die schreckliche Idee, man müsse zusammen mit dem Staat progressive Ideen gegen den Pöbel durchsetzen, macht sie zu Erfüllungsgehilfen des Staates, dem sie eigentlich auf die Finger schauen sollten.
Wer kauft einem Journalisten noch ab seinen Job zu machen, wenn der primär daraus besteht eine „Haltung“ zu zeigen, die in erster Linie systemkonform ist und auf „Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse. Jede in der Presse tätige Person wahrt auf dieser Grundlage das Ansehen und die Glaubwürdigkeit der Medien.“ in der Praxis scheißt?

„Sowohl die Zensur als auch die beständige Selbstbestätigung soll das marode Gebäude dieser Weltanschauung vor dem Zusammenbrechen bewahren.“

Ja, das glaube ich auch.
Sehr, sehr traurig.

Über zensurwütige Pseudolinke

Pseudolinke, die bereits geringfügige Meinungsabweichungen nicht tolerieren, diese dann pauschal als Naziposition abtun und dann demzufolge diesen „Nazis“ sowohl ihr Recht auf freie Rede, ja sogar auf körperliche Unversehrtheit absprechen, merken offenkundig nicht, in wessen Stiefeln sie stecken. Mit rhetorischen Tricks wie „X ist keine Meinung“ wird dabei die Meinungsfreiheit zugrunde gerichtet, und diese Symptomatik breitet sich aus. So befürchte ich, Heise – bisher ein leuchtendes Beispiel links-liberaler Toleranz – hat seine Moderationspolitik geändert und geht nun dazu über, massiv in den freien Diskurs einzugreifen und ihn damit zu negieren. Ich komme darauf zum Schluss noch mal zu sprechen.

Ich hatte vor einiger Zeit eine unschöne Begegnung mit einem, bzw. zwei Linksautortitären, anhand derer sich die Krise der Linken und der daraus folgende DH5nf_WXsAAl22uAufstieg von AfD, Trump und Konsorten veranschaulichen lässt. Ein offensichtlich Rechtsgesinnter problematisierte die hinterpfotzigen Zensurpraktiken bei Twitter. „Hinterpfotzig“ deshalb, weil die Twitterherren zwar manipulativ in den Diskurs eingreifen aber nicht dazu stehen. So muss man umständliche Tests bemühen, um herauszufinden, ob man einer Zensur, einem sogenannten Shadowban, unterliegt. Er positionierte sich dabei als „islamkritisch“ was einen Linksautoritären auf den Plan rief, der dann auch umstandslos die ganz dicke Keule auspackte: „Islamkritik“ sei nichts anderes als „Nazisprech“. Dazu jede Menge Bildchen.

Twitter manipuliert und zensiert. Betroffen sind sowohl Rechte als auch andere Abweichler von der PC-Ideologie, etwa solche, die Hilfe für Notleidende auch dann fordern, wenn sie dem falschen Geschlecht, dem männlichen nämlich, angehören. Das heißt, ich war auch schon von der politisch korrekten Zensur betroffen. Der Pseudolinke nun hatte damit kein Problem, er ist pro Zensur. Er ist pro Netz-DG und er denunziert fließig. Das heißt er stimmt mit der durchgesetzten Meinung auf Twitter überein, er hat die Herrschaftselite im Rücken.

Diejenigen, die zensiert werden, sind aus seiner Warte:

1. Arschlöcher zum einen und zum anderen

2. Nazis, welche nach dem Philosophen Popper ebenfalls zensiert werden müssen, denn ihm zufolge gilt: „Intoleranz der Intoleranz“.

Um zu Punkt 1. zu kommen: Das Meme, nachdem der Zensierte ein Arschloch sei und damit zurecht zensiert würde, kommt ohne jede politische Ausrichtung daher. Es kann von jedem angewendet werden – egal ob Stalinist oder Nazi -, der gerade „oben“ ist, der sich in der komfortablen Situation befindet, dass seine Meinung protegiert und die anderer zensiert wird. Es wäre interessant zu sehen, was mein linksautoritärer Twitter-Held dazu sagen würde, wenn man ihm etwa auf den Seiten der „Jungen Freiheit“ genau das verklickern würde: Er sei ein Arschloch also zurecht zensiert.

Ich zitierte dort weiter ein Zitat in Anlehnung an die Linke Rosa Luxemburg: „Meinungsfreiheit ist immer die Freiheit anderer“. Darauf erhielt ich die Antwort, dass Luxemburg kotzen würde, wenn sie wüsste, wer sie zitierte. Damit wurde unter Beweis gestellt, dass eine ganz fundamentale Eigenschaft von „Toleranz“ nicht verstanden wurde. Toleranz bedeutet, dass man etwas duldet, was einem zuwider ist. Man findet es zum Kotzen, aber man hält es trotzdem aus. Pseudolinke, die Toleranz gegenüber „ihren“ Minderheiten angeblich üben, sind gar nicht tolerant. Denn wenn man mit einer Meinung oder einer Gruppe konform geht, mit ihnen sympathisiert, muss man ihnen gegenüber nicht tolerant sein. Ich bin gegenüber Schwarzen oder meiner Mutter nicht tolerant, da ich kein Problem mit ihnen habe. Ich muss tolerant gegenüber Feministen sein, da deren Ideologie, die über die Leichen von Männern hinwegtrampelt, mir zutiefst zuwider ist. Diejenigen also, die „Toleranz“ einfordern, sind meistens selbst überhaupt nicht tolerant.

Zu Punkt 2: Man führte Popper an, wonach man gegenüber Intoleranten intolerant sein muss. Der erste Punkt ist, dass man mich dabei ohne Gerichtsverfahren in die Schublade „Nazi“ – also zu den Intoleranten – gesteckt hatte, weil ich es wagte mit Rechten zu reden. Nun, ich würde auch mit Stalin, Hitler oder Mao reden, um dann alles in meiner nicht vorhandenen Macht stehende zu tun, damit sie nicht an die Macht kommen. Diese Anklage steht für einen eiskalten, dogmatischen Wind, welcher das „Hören von Feindsendern“ – wie es die Nazis nannten – als Verrat mit dem Tode bestraft. Denn der Pseudolinke ist laut seiner eigenen Memes gewaltbereit, derjenige der sich gegen Gewalt ausspricht, offenbare lediglich: „Ich habe Angst“. Willkommen in der Angstherrschaft! Nun: Warum ich als Maskulist nicht rechts bin habe ich hier erörtert.

Zur Androhung von Gewalt kam Diskussionsverweigerung. Anstatt in irgendeiner Weise inhaltlich zu antworten, postete man sinnentleerte Meme-Bildchen. Wir haben also 1.) Dialogverweigerung und 2.) Gewaltandrohung. Dazu nochmal zu Popper, der gegen mich angeführt wurde, zu diesem lässt sich sagen:

Dass viele derer, die Popper im Mund führen, mit diesem Paradox leben, den Widerspruch ertragen können, spricht für den beklagenswerten Zustand ihrer geistigen Kapazitäten. Dass sie ihre eigenen Defizite aber Popper in die Schuhe schieben wollen, geht zu weit. Liest man die Stelle, die die meisten, die ihn zitieren, nicht kennen, bei Popper weiter, dann erfährt man, dass Popper seine Aussage an zwei Bedingungen knüpft: (1) Verweigerung des rationalen Diskurses und (2) Gewalt. Nur wenn es jemand mit einer schrägen Meinung, die andere Meinungen kategorisch ausschließt, verweigert, über seine Meinung und Kritik an seiner Meinung zu diskutieren und jeden Versuch, darüber zu diskutieren, mit Gewalt unterdrücken will, dann ist Popper der Ansicht, müsse man ihn und seine Meinung nicht tolerieren.

Das heißt: Dem Philosophen nach, mit dem Zensur und Intoleranz gegenüber politisch Andersdenkenden auf hohem intellektuellen Niveau moralisch legitimiert werden soll, diesem Philosophen nach müssten sich die Linksautoritären selbst löschen.

Dieses kurze Intermezzo halte ich für beispielhaft für die Krise der Linken, die die Leute abstößt, und welche dann in Scharen den Rechten in die Hände laufen. Denn das sind keine Ausreißer, solche Linken sind es, die den Diskurs beherrschen. Und bevor jetzt ein Neoliberaler oder Rechter sich befriedigt die Hände reibt àla: „Ein Linker gibt zu, dass die Linken an der Macht sind!“, stelle ich klar: Ich rede von Pseudolinken. Linke im besten Sinne wurden ausmanövriert. Sie beherrschen nicht den Diskurs zu Themen wie Arbeitnehmerrechten, Sozialstaat, fairen Zugang zu Bildung oder Rente. Der dominierenden Pseudolinken wird lediglich gestattet, sich bei Pseudoproblematiken auszutoben, zum Beispiel ob man noch von „Zigeunerschnitzeln“ oder „Farbigen“ sprechen darf. Die feministische Pseudolinke darf dort Politik treiben, wo es um das Übermalen eines Gedichts geht. Die Pseudolinke darf dort Politik treiben, wo es um „Mikroaggressionen“ geht. Hier ist die Machtelite gnädig, hier darf man. Ich halte solche Typen wie die angeführten Pseudolinken für nützliche Idioten, die eine neoliberale Herrschaft der Reichen stützen.

Diese Symptomatik breitet sich aus. Wenn meine Befürchtung zutrifft, gibt es auf den Seiten von Heise.de keine Redefreiheit mehr. Kürzlich wurde dort ein Artikel über Trolle eingestellt, wonach sich Sozialwissenschaftler einer Studie zufolge über die „Kloake“ beschwerten, die sich oft in Foren fände. Nun, was „Kloake“ ist, darüber gehen die Meinungen auseinander, da braucht es Meinungsfreiheit, das zu klären. Ich zum Beispiel empfinde solche Hassrede, wie sie niemals über Frauen oder Migranten geduldet würde, als Auswurf einer solchen „Kloake“. Und wenn daraufhin mit nicht immer freundlichen Worten zurückgeschossen wird, dann sehe ich hier das alte Prinzip erfüllt, wonach es aus dem Wald schallt, wie man hineinruft. Als ich gestern zum Trollartikel einen Kommentar postete, war kurz darauf das Laden der Seite nicht mehr möglich. Ein Probeaufruf mit dem privaten Modus der Browsers zeigte, dass das Anzeigen der Seite nur dann unterbunden wurde, wenn ich eingeloggt war. Es wird dabei nicht nur zensiert, es wird genauso zensiert, dass zensiert wird. Man erhält keinerlei Mitteilung, dass man auf einer Blockliste gelandet ist. Auch gerät man auch dann unter den Bann, wenn die eigenen Beiträge nicht zensiert, gelöscht werden. Es liegt also kein Regelbruch, keine Beleidigung oder Rechtsverletzung vor, die eine Löschung rechtfertigen würden. Allein: Man läuft mit seinen – nicht zu beanstandenden – Äußerungen lediglich der politischen Agenda der Moderation zuwider. Die Community auf Heise hat die feministische Herrinnenideologie immer abgelehnt. Wenn sich das in Zukunft ändern sollte, dann nicht, weil die öffentliche Meinung – nicht zu verwechseln mit der veröffentlichten Meinung – plötzlich profeministisch ist, sondern weil sich Heise den anderen Zensurmedien angeschlossen hat. Das wäre ein herber Schlag.

Die Zensurmedien und woran sie sich ein Beispiel nehmen sollten

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Die Beziehung der „Zeit“ zu ihren Lesern könnte man als problematisch beschreiben. Es ist die einer Gouvernante zu einem Kleinkind, das noch nicht gelernt hat, auf’s Töpfchen zu gehen. Ständig fühlt sich die „Zeit“ oder der Jugendableger „zett“ dazu berufen, ihre Leser zu ermahnen und ihnen zu sagen: „Du hast Pfui-Bäh gemacht, das gehört sich nicht“. Wobei hier immerhin noch einigermaßen sichtbar ist, dass zensiert wird. Woanders ist das weit weniger transparent, da wird genauso zensiert, dass zensiert wird, weshalb Fragen wie „Warum wurde mein Beitrag nicht freigeschaltet?“ ebenfalls nicht freigeschaltet werden.

Die Süddeutsche hat jüngst gänzlich die Kommentarfunktion abgeschafft, etwas, das Spucker Online bei bestimmten Artikeln auch praktiziert. Das zeigt: Die Journalisten wissen schon, bei welchen Themen sie von ihren Lesern auseinandergenommen werden, sofern man sie lässt. Die taz zensiert, steht aber nicht so offen dazu. Gerne schaltet sie Kommentare erst so spät frei, dass Berichtigungen die Masse der Leser nicht erreichen und eine Diskussion mit anderen Lesern aus dem gegnerischen Lager unmöglich ist. Die taz ist aus meiner persönlichen Erfahrung heraus auch ein gutes Beispiel dafür, dass Zensur pöbelhaftes Verhalten, welches die Zensurmedien ihren Lesern vorwerfen, erst produziert. Als nicht stubenrein behandelt zu werden macht wütend. Ebenfalls unsichtbare Vorzensur wird bei „Jetzt.de“ geübt, wobei sich hier die Willkür besonders daran zeigt, dass auch an Harmlosigkeit nicht zu überbietende Beiträge zensiert werden, die der stramm femischistischen Ausrichtung des Jugendbableger entgegensteht. Das Ergebnis: Lebhafte Diskussionen kommen sogut wie nie auf, ein Schicksal das „jetzt.de“ mit vielen feministischen Seiten teilt.

Eine strikte Zensurpolitik gegenüber unerwünschten Meinungen verfolgt auch der „Freitag“, wodurch der fälschliche Eindruck entsteht, die feministische Meinung sei nicht nur unter Journalisten sondern auch in der Bevölkerung die dominierende. Ich schaffte es, ganze drei Kommentare zu schreiben, bevor mein Account gesperrt wurde. Das bemerkenswerte: Keiner der drei Kommentare selbst wurde gelöscht, mein Account aber dennoch. Das lässt tief blicken, denn damit wird eingestanden, dass ich nichts zensurwürdiges – „Pfui-Bäh“ – verbrochen hatte sondern dass ich allein der feministischen Agenda im „Freitag“ in die Quere kam. Erst viel später wurde einer der drei gelöscht, und zwar der, den ich selbst für den am harmlosesten hielt, nämlich meine Wünsche an einen Trennungsvater, dass er nicht seiner Tochter entfremdet werden würde. Vielleicht war das zu verräterisch über die wahren Machtverhältnisse? Die anderen beiden Kommentare fielen wesentlich schärfer aus; aber mal die Geschlechter getauscht: Wenn wir in einer Gesellschaft leben würden, in einem echten „Patriarchat“ halt, in welchem ein Professor lehrt, dass alle Frauen Parasiten sind, könnte aus feministischer Sicht daran eine Kritik überhaupt zu scharf ausfallen? Und wenn eine Journaille für so einen menschenverachtenden Dreck keine Kritik sondern nur Erheiterung übrig hat, ist es nun mal einfach sie als sexistisch und heuchlerisch vorzuführen, wo sie sich scheinbare „Gleichberechtigung“ auf die Fahne geschrieben hat.

Aber es ist ja auch zu verstehen: Ein Diktator mag ja auch nicht, dass man ihm sagt, er sei ein Tyrann. Genauso will der Journalist nicht als Lügner und manipulativer Betrüger überführt werden, denn ein lügender Journalist hat keine berufliche Existenzberechtigung. Womit wir beim nächsten Beispiel wären: Ich behauptete beim Jugendableger der „Zeit“, dass er falsch damit liegt, wenn er behauptet, dass einvernehmlicher Sex in Schweden nicht strafbar wäre. Um die Sache nochmal aufzugreifen: Eine Feministin zitiert einen Minister, wonach „Passivität […] damit nicht länger als stilles Einverständnis interpretiert werden könne[…].“, was nichts anderes bedeutet, als dass einvernehmlicher Sex, wie er ganz alltäglich praktiziert wird, nun als eines der schlimmsten Verbrechen überhaupt strafbar ist. Also ich sehe das nach wie vor so, dass ich richtig und das stramm femischistische Medium ze.tt falsch liegt.

Die Zensurpraxis, konkret der Umstand, dass nicht ausschließlich rechtswidrige Inhalte zensiert werden, wie es in einer Gesellschaft, in der eine Zensur „nicht stattfindet“, sein sollte, sondern einfach nur Kommentare, die der Agenda des Blattes zuwiderlaufen, zeigt ein Problem der Medien mit ihren Rezipienten auf: Sie respektieren sie nicht. Sie nehmen sie nicht ernst, wollen sie bevormunden, anstatt ihnen eine freie Meinungsbildung zu ermöglichen, belügen und betrügen sie. Der Leser zieht Konsequenzen: die „Qualitätsmedien“ befinden sich seit Jahren im freien Fall.

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Es gibt aber auch positive Beispiele: Zum Beispiel Heise und sein Magazin Telepolis. Dort wird – soweit ich das überblicke – tatsächlich nur dann gelöscht, wenn ein Kommentar tatsächlich gegen geltendes Recht verstößt, eine Politik also, wie sie auch bei anderen Medien selbstverständlich sein sollte. Dafür zahlen sie aber auch einen Preis: Regelmäßig werden die Autoren von der versammelten Leserschaft…. dekonstruiert. Der Schwerpunkt der Berichterstattung folgt nach wie vor dem feministischen Narrativ, aber immerhin darf man widersprechen, und das auch deutlich. Die Mehrheit der Qualitätsmedien hingegen hält es so, dass sie Kommentare nicht nur löschen, wenn sie beleidigend oder rechtswidrig sind, sondern wenn sie gegen die politische Agenda des Blattes verstoßen. Man hat fast den Eindruck, als wünsche man sich die Zeit zurück, als der Leser nur in Form von Leserbriefen an der Diskussion teilnehmen konnten, die einer strengen Auswahl der Redaktion unterlagen.

Die Aufgabe der „Vierte Gewalt“ ist es, die Demokratie zu schützen und die Bildung autoritärer Strukturen zu verhindern. Sie zensiert tatsächlich aber nicht nur auf ihren eigenen Seiten sondern versagt auch darin, sich Zensurbestrebungen durch den Staat entgegenzustellen. Das sog. Netz-DG bedeutet, dass die nach dem Grundgesetz verbotene Zensur an private Einrichtungen ausgegliedert wird. Aufgabe der „Vierten Gewalt“ wäre es gewesen, genau das anzuprangern.

Die Anwendung des Netz-DG erfolgt dabei höchst willkürlich, verboten wird nicht – wie angekündigt – Hassrede H sondern die Rede der Gruppe G, wie man formvollendet in diesem Beispiel sieht:

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Ein Medium wie der Jugendableger der Zeit ze.tt versagt nicht nur darin, sich antidemokratischen Bestrebungen entgegenzustellen, sie wirkt bei deren Durchsetzung mit. Dabei weiß man ganz genau, gegen wen Hassrede erlaubt ist und gegen wen nicht. So darf man z.B. Männer als korrupt, dumm und unfähig hinstellen, aber die Richtigstellung dazu wird zensiert. Das geht solange gut, bist der Wind sich dreht. Zensurstrukturen, heute gegen den politischen Gegner installiert, können morgen auf einen selbst angewendet werden.

[Update] Heise zensiert jetzt anscheinend doch und das massiv, und ohne, dazu zu stehen. Ich gehe hier näher darauf ein.