Über arbeitswütige Väter und Hausmänner

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So legen Frauen fest, wer arbeiten geht und wer zu Hause bleibt

Die Zeit hat einen Forscher im Interview (Genderama), wonach Väter am glücklichsten sind, wenn sie mehr arbeiten. Die Sexisten der Zeit ziehen das Fazit: Es wirft kein gutes Licht auf deutsche Väter, wenn sie die Arbeit als beglückender empfinden als das eigene Kind. Und das von dem feministischen Propagandablatt, welches eine Politik unterstützt, welche vorsieht, die Kinder in Verwahranstalten abzuschieben, damit die Mutter sich unbelastet von der belastenden Brut im Job selbstverwirklichen kann! Um das klarzustellen: Väter, die ihr ganzes Leben arbeiten, arbeiten ihr ganzes Leben zum Wohle ihrer Kinder. Denn wenn man will, dass es jemanden gut geht, ist es ein guter Anfang, sein Leben auf eine solide finanzielle Basis stellt, Homer Simpson fungiert ausnahmsweise mal als Vorbild. Auch stellt sich die Frage, warum sich alle Parteien von der Linken bis zur AfD darüber einig sind, dass gleichberechtigte Sorge in Form des Wechselmodells nach der Trennung abzulehnen ist. Plötzlich weiß man in der Situation nämlich wieder, wer gefälligst schaffen zu gehen und das Geld in Form von Unterhaltsschecks zu überweisen hat, und auch bei der Zeit hat man nicht das geringste Problem damit.

Warum Vollarbeitszeitväter am glücklichsten sind, wird kurz angeschnitten:

Schröder: Deutschland ist ein Land, in dem es immer noch normal ist, dass Väter Vollzeit arbeiten und Mütter nicht. Vielleicht ist es einfacher, so zu leben wie alle. Dann muss man sich nicht gegenüber Bekannten, Freunden, Eltern erklären. Sich gegen stereotype Rollenbilder zu stemmen kostet viele Menschen möglicherweise Lebenszufriedenheit. Das bedeutet nicht, dass wir diese traditionellen Rollenbilder super finden, doch wir haben sie anscheinend in uns.

Die Frage, die weiter verfolgt werden sollte, ist die, warum sich Väter zu „erkären“ haben, wenn sie nicht mehr die Rolle des Brötchenverdieners ausfüllen. Hierzu ein Hausmann zu seinen Erfahrungen:

Da wurde mir vorgeworfen, ich wäre kein Mann, sondern ein Parasit, der seine Frau ausnutzt und sich auf ihre Kosten ein faules Leben macht. […] -so wäre die Emanzipation aber nicht gemeint, dass jetzt Väter zu Hausmännern würden! Ich wäre berechnend vorgegangen und hätte meine Frau durch unsere Heirat nur als Versorgerin für mein faules Leben benutzt. […] Ich wurde sozial isoliert, verhöhnt und verlacht…. – schlimmer und perfider als dies ein Macho jemals könnte.
Es klangen auch gefährlichere Töne an, die sich in Formulierungen fanden wie: „Man muss sich fragen, warum ein Mann, statt einem ordentlichen Beruf nachzugehen, sich lieber den ganzen Tag mit Kindern beschäftigt …“ Die gehässigen Andeutungen und Unterstellungen, die mit solchen Sätzen verbunden waren, waren unüberhörbar. […] im Gegenteil, ich bin von Männern und Frauen jeglicher politischer Coleur verachtet worden, mit Ausnahme von wirklich freiheitlich-liberalen Menschen.

Und das ist nicht die einzige Gefahr: So sind Ehen mit getauschten Rollen eher gefährdet, geschieden zu werden: Women more likely to divorce stay-at-home dads who fail to live up to breadwinner stereotype (deutsche Besprechung). Mal von Amüsierberufen abgesehen bedeutet Arbeit nicht Selbstverwirklichung sondern Leid, und genau deswegen sind Frauen weitaus seltener bereit die Ernährerrolle zu übernehmen. Anstatt also wieder mal mit Dreck nach Vätern zu werfen, einfach mal schauen, ob ein Hausmann im Gegensatz zu einer Hausfrau auch gesellschaftlich akzeptiert ist, denn für einen Vater stellt sich die Frage, ob die Familie auch gut versorgt ist.

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Crumar zur Frage, warum der Sklavenhalter die Sklavin heiratet

Ein Kommentar, der zu wertvoll ist, um ihn einfach in Vergessenheit geraten zu lassen:

„Dass der Sklavenhalter, wenn er denn einer ist, gar kein Interesse daran haben könnte, das System zu ändern erscheint ihnen schon unfassbar, was einen interessanten Widerspruch gibt“

Die diesem voraus gehenden Widersprüche: Warum – wie Farrell fragte – ist der Sklavenhalter angehalten, die Sklavin zu heiraten?
Warum sollte er etwas ehelichen, „bis das der Tod euch scheidet“ was ihm schon gehört?
Wieso schenkt der Sklavenhalter der Sklavin zu diesem Anlass einen teuren Diamantenring, macht überhaupt generös Geschenke, um Wohlwollen zu erzeugen, wenn ihm das herzlich egal sein könnte, da er sie doch besitzt?
Warum sollte er sich um das Wohlergehen der Sklavin über ihre bloße Reproduktion sorgen, ihr die Hälfte seines Besitzes vermachen?
Sie leistungslos hälftig an seinem Einkommen beteiligen, während die Sklavin eigentlich für eben dieses Einkommen zu sorgen hätte?

Die feministische Beschreibung dieser Sklavenherrschaft hat bereits mehr logische Widersprüche als ein Hund Flöhe.
Die Frage ist demzufolge nicht, welcher Sklavenhalter ein Interesse an einem solchen System haben sollte, weil die Frage absurd ist.

Wären Männer tatsächlich durchgehend Sklavenhalter weiblicher Sklavinnen gewesen und würden von dieser Herrschaft profitieren, hätten sie eine ihrer Herrschaft gemäße Moral entwickelt, die diese rechtfertigt und wären für moralische Appelle unempfänglich.

Die Intention der feministischen Sichtweise ist demzufolge die Setzung von historischen Herrschaftsverhältnissen, in denen Frauen durchgängig die Unterdrückten (opressed) von männlichen Herrschaftssystemen sind.
Es ist einerseits – wie oben gezeigt – Geschichtsfälschung, andererseits Opfernarzissmus.

Natürlich gab es in den USA die Sklaverei, aber die weißen Frauen der Sklavenhalter waren ebenfalls Besitzerinnen dieser Sklaven – Männern wie Frauen – denn diese Sklaven waren Familienbesitz.
Was Feministinnen demnach revisionistisch vollziehen ist, sich von den Profiteurinnen der Verhältnisse zu Opfern dieser Verhältnisse zu machen.
Also eine reale Rolle in der Geschichte passend zum feministischen Narrativ umzuschreiben, wonach es historisch ausschließlich männliche Täter und weibliche Opfer gegeben hat.

Feministische Intention: Wenn ALLE FRAUEN Sklavinnen waren, dann war die weiße Frau nicht Besitzerin und Herrscherin von Sklaven und Sklavinnen, sondern im Grund Co-Sklavin und ebenfalls Opfer.
Womit die Sklaverei zu einem ausschließlich männlichen Unterfangen wird und das Böse in der Geschichte im rein männlichen Besitz ist.
Hingegen die Nachkommen der weiße Sklavenhalterin mit den den schwarzen Sklavinnen – sisterhood! – gegen die Männer koaliert.

Aus diesem ideologischen Unternehmen kommt die weiße Frau gereinigt aus der Geschichte und der schwarze Mann – Überraschung! – mutiert vom Sklaven zum Mann, wechselt also zum Unterdrückergeschlecht. Ooops.

Die These, dass es historisch durchgängig Herrschaftsverhältnisse gab, in denen Frauen die Unterdrückten und Männer die Herrscher waren hat als Motiv, als Interesse die Reinwaschung von den negativen Konsequenzen dieser Geschichte.

Das Ziel: Frauen waren immer nur Opfer der als männlich vorgestellten Geschichte, höchstens Mit-Täterinnen, aber nie Täterinnen oder Profiteure.
Die moralische Überlegenheit von Frauen, auf der aktuelle feministische Forderungen basieren, ist also Produkt einer Geschichtsfälschung, die ein klares Ziel hat.

Das Problem dieser Geschichtsfälschung, des feministischen Revisionismus ist, dass es damit das Stereotyp des aktiven Mannes und der passiven Frau logisch reproduziert immer weiter fortführt.
Kunststück, denn darauf basiert die ganze Theorie.
Man kann eben nicht beides haben; wer handelt oder auch unterlässt zu handeln, ist für die Folgen der Handlung oder Unterlassung verantwortlich, wer permanent auf Unverantwortlichkeit plädiert, plädiert auch auf Unmündigkeit.

Gestörte Störenfriedas wollen dich entstören

2011-10-09

Liebe Leserin, Du musst jetzt tapfer sein: Es gibt eine ungeheuerliche Kraft in deinem Leben, die dich dazu verurteilt, maßlos zu leiden. Gemeint ist das Patriarchat. Das hat dich zutiefst traumatisiert durch sein jahrtausendealtes Erbe. Es hat nicht nur dich geschädigt, sondern auch deine Schwester, deine Tante, deine Nachbarin, die Cousine vierten Grades deiner Kassierin, und deine Mutter, von der Du das Trauma geerbt hast. Wegen dieses Traumas hast Du und Männer, die sich gerne von Dominas erniedrigen lassen zum Beispiel Vergewaltigungsphantasien, denn Du idealisierst die Gewalt, die dir Männer alltäglich antun. Und wenn Du dir keines Traumas bewusst bist, dann ist es noch schlimmer, dann befindest Du dich in der Leugnungsphase. Du siehst also, es ist tief in deiner Persönlichkeit verwurzelt und alles ganz doll schrecklich.

Aber es gibt Hoffnung:

Uns aufzulehnen gegen die männliche Anspruchshaltung und ihre Rechtfertigung durch Religion und Wissenschaft, ist ein erster, wichtiger Schritt hin zur Freiheit, zur äußeren Freiheit. Die innere Freiheit werden wir nur erreichen, wenn wir Heilung suchen und für diese Heilung haben wir nur uns selbst. Nur wenn wir Frauen aufeinander zugehen, uns zuhören, sichtbar machen, was uns und Generationen von Frauen vor uns geschehen ist und den Schleier des Nicht-Wissens beiseite schieben, können wir Heilung finden und dem patriarchalen Trauma entkommen.

Ist das nicht phantastisch? Du kannst zu den „Gestörten Störenfriedas“, wenn Scientology nichts für dich ist.

Aber der Reihe nach. Bevor wir zu diesem fulminanten Finale kommen geht’s los mit einem Haufen frauenhassender Loser: Den sogenannten „Incels“. Das sind Männer, die sich einbilden, einen Anspruch auf Frauen zu haben, dabei aber auflaufen und aus Frustration darüber Frauen töten. Ok, sie töten auch Männer aber das passt nicht so ganz in die Hasspropaganda, deswegen lassen wir das mal unter den Tisch fallen.

Diese Incels sind also der Abschaum der Gesellschaft, es sei den, man kommt auf die außergewöhnliche Idee, nicht nur über, sondern mal mit ihnen zu reden:

If you want to know why young men are broken, ask them.

Dann erzählen sie schon mal was, zum Beispiel das:

Um die dritte oder vierte Klasse herum begannen sich die Dinge zu ändern. Es war das erste Mal, dass sich die Mädchen über ihn lustig machten und sagten, er sei gruselig und ekelhaft und seltsam.

„Ich habe es nicht verstanden“, sagt er. „Mir wurde gesagt, ich solle mich entweder wie ein Mann verhalten, oder die Mädchen könnten nichts falsch machen. Und doch wurde mir ständig gesagt, dass Männer die Grausamen, Bösen sind. Nichts davon ergab für mich einen Sinn. Ich war nur extrem schüchtern. Ich sprach nicht mit ihnen, aber die Sticheleien waren unerbittlich und brachten mich dazu, mich umbringen zu wollen.“

In der siebten Klasse wechselte Peterson innerhalb eines Jahres drei verschiedene Mittelschulen, da ihm das Mobbing überallhin folgte. Als er die High School erreichte, sagte er, begann eine junge Frau, Fotos von ihm zu machen und sie mit anderen Mädchen zu teilen, die ihm offen ins Gesicht lachten, wie hässlich er war und warum sie ihn nicht in ihrer Nähe haben wollten. Er beendete sein Erstsemester an der Chicago Academy for the Arts nicht, sondern schied nach dem ersten Semester aus. Seine Mutter wusste nie, wie viel Mobbing er erlebte.

„Ich habe mich nur geschämt“, sagt er. „Wie reden Sie über sowas?“

Rührend, die Mitleidsnummer, aber was ist nun mit den Frauenmördern unter den Incels? Die sind nicht repräsentativ, Hoffmann:

Es scheint also dieselbe Situation wie bei uns Männerrechtlern zu bestehen. Auch wir sind extrem heterogen, und auch, was uns angeht, interessieren sich „Qualitätsjournalisten“ ausschließlich für den „lunatic fringe“, wobei ein Dutzend Leute Zigtausende andere Männerrechtler repräsentieren sollen.

Incels sind aber laut Störenfriedas der größte Sauhaufen, Frauenhasser halt. Stecken in einer Schublade mit MRAs, Väterrechtlern und PickUp-Artists, ach was: eigentlich mit allen Männern, wie später noch deutlich wird. Dass man aber zwischen Incels und Männerrechtlern differenzieren kann, führt Lucas Schoppe aus:

Auch das ist weit entfernt von der Klage eines Incels. Männerrechtler konzentrieren sich auf Bereiche, in denen Menschen tatsächlich mit guten Gründen Ansprüche an andere geltend machen können. Die zentrale Forderung nach einer Gleichberechtigung von Vätern und Müttern beispielsweise basiert – neben den deutlichen Vorteilen für die Kinder – auf dem Anspruch, dass Menschenrechte und Grundrechte geschlechtsunabhängig für alle gelten müssen.

Die Ansprüche, die der Massenmörder von Toronto artikuliert, beziehen sich hingegen nicht auf Rechtsgüter oder soziale Benachteiligungen, sondern auf Emotionen. Kein Mensch aber kann einen politischen, moralischen oder rechtlichen Anspruch darauf gelten machen, dass andere Menschen ihn schön oder anziehend finden. In der Regel werden solche Ansprüche den, der sie erhebt, sogar noch unattraktiver machen.

Incels haben in dieser Hinsicht nichts mit Männerrechtlern gemein, viel aber mit Fat-Acceptance-Aktivistinnen und solchen Feministinnen, die es als Ausdruck inhumaner patriarchaler Schönheitsnormen wahrnehmen, wenn andere sie nicht als attraktiv empfinden.

Wieder mal also: Projektion. Und wenn wir schon bei Projektion sind, machen wie damit gleich weiter: konkret mit der Anspruchshaltung. Laut Störenfriedas pochen Frauen auf ihre Rechte, worauf Männer mit Gewalt reagieren, denn sie bilden sich ein, einen Anspruch auf die Frau zu haben. Die befreiten Frauen von heute lehnen das natürlich ab und bestehen umgekehrt darauf, ein „selbstbestimmtes Leben“ zu führen – „…auch nach einer Ehe oder einer Beziehung, aus der Kinder hervorgegangen sind“ Damit meinen sie das Vorrecht, das Unrecht, ihren Anspruch, allein über die Kinder bestimmen zu können. Väter, die auch nach der Trennung ihren Kindern Vater sein Macht ausüben wollen, nerven, nein: traumatisieren, stören das „selbstbestimmte Leben“ weshalb die sich gefälligst zu verpissen haben. Und das tun sie auch: Die Selbstmordrate von Vätern liegt beim sechsfachen der der Männer, die sich sowieso schon öfter als Frauen umbringen. Wenn sie es nicht tun, dann haben sie dieses selbstbestimmte Leben, aus dem sie ausgeschlossen werden, als Unterhaltszahler aus der Ferne zu bezahlen. Sehr oft kommt es dabei zu einem besonders monströsen Verbrechen, in welchem Kinder ihren einstmals geliebten Vätern erklären, dass sie sie nicht wiedersehen wollen. Gut, viele bringen sich um, ein paar bringen aber auch die Kindseigentümerin um (und erst hier haben wir ein Problem), die meisten aber leiden still vor sich hin. Jedes Fehlverhalten wird gegenüber dem Kind ausgeschlachtet, welches in Geiselhaft genommen wurde. Solche Gewalt wird aber nicht weiter thematisiert, weder bei Feministen noch in den Medien, was aber eigentlich eh dasselbe ist. Kindsräuberinnen werden nicht angeklagt, wohl aber Unterhaltspreller: Hier ist die Empörung groß, hier will man die fiesen Männer, die sich aus ihrer „Verantwortung“ stehlen, zur Räson bringen, etwa indem man ihnen den Führerschein entzieht. 90% der Alleinerziehenden sind deswegen die Mütter, weil die Mütter die Macht haben, und sie bilden sich ein, es wäre gerecht, den Vater nicht als gleichwertigen, gleichberechtigten Elternteil anzusehen sondern als Unterhaltssklaven zu missbrauchen. Das ist die weibliche Anspruchshaltung gegenüber Männern: Die Überzeugung, es wäre legitim, ihn zu zwingen für sie zu arbeiten. Es gibt aber einen Unterschied: Im Gegensatz zu den Incels, die niemand ernstnimmt, wird der weiblich-parasitäre Anspruch, auf Kosten eines individuellen oder des kollektiven Mannes zu leben, von den staatlichen Institutionen durchgesetzt.

Dass Männer auch mal Frauen töten (meist töten sie andere Männer, aber egal, diese primitiven Schwarzen Menschen männlichen Geschlechts schlachten sich halt selbst gegenseitig ab, so what?), stellt die Feministen vor einem Rätsel: Es sei nicht wissenschaftlich erforscht, warum Männer Frauen umbringen. Naja, genauso gut könnte man fragen, warum Mütter Kinder umbringen, aber solche Fragen stören in der Propaganda wie ich bereits anmerkte und überhaupt: Die sind halt überfordert!

Aber zurück zur Achterbahn der Störenfriedas und ihrer Wissenschaft. Wissenschaft könne nicht erklären, warum Männer Frauen töten, aber in der patriarchalen, wissenschaftlichen Evolutionstheorie sei erwiesen, dass Frauen Männern zurecht untergeordnet seien, wie man alltäglich erzählt bekommt. Na? Wie oft hat man dir heute schon gemansplaint, dass Unterdrückung und Vergewaltigung wissenschaftlich gesehen gut, richtig und gerecht ist? Die Störenfriedas können so komplexer Wissenschaft kaum etwas entgegensetzen, da ja weiße alte Männer dieser Wissenschaft das Attribut „objektiv“ angeheftet haben, und das lässt sich nur schwer widerlegen. Es ist wirklich zum Amoklaufen…

So soll der alte Schelm Darwin doch glatt gesagt haben – und dem stimme ich ausdrücklich nicht zu -, dass Männer Frauen entwicklungstechnisch voraus seien, „…weil sie durch das Konkurrieren um Partnerinnen dazu angetrieben wurden.“ Das schmeckt den Störenfriedas natürlich gar nicht, auch wenn sie später anführen:

…dass nur einige, höherrangige Männer Zugang zu den unterworfenen Frauen haben, während die anderen um diesen Zugang konkurrieren und für sie arbeiten.

Schön beobachtet, liebe Störenfriedas! Aber eine kleine Zwischenfrage: Wo bleibt denn da das naturgegebene Recht des Mannes auf die Frau, wenn der Mann für sie zu arbeiten hat? Hat er nun einen Anspruch, der einfach so erfüllt wird, oder muss er etwas vorweisen, das er sich mühsam erworben hat, und womit er um sie werben muss? Wo also „unterworfene“ Frauen alle Freiheiten haben, ein Angebot abzulehnen oder anzunehmen?

Weiter im Text:

Dass Frauen Männer danach auswählen, welches Ansehen sie in der Gesellschaft haben, hat seinen Ursprung darin, dass Frauen es sehr viel schwerer haben, für sich selbst Anerkennung und Ansehen zu erhalten bzw. das im Patriarchat gar nicht vorgesehen ist.

Und schon wieder Frauen, die wählen! Passt bloß auf, das gefährdet euer Opfer-Abo! Ansonsten: Nö, Frauen legen dieses Verhalten im jahrtausendealten „Patriarchat“ an den Tag, weil Arbeit nicht Befreiung bedeutet sondern Leid. Und wenn man die Möglichkeit hat, durch Heirat auf einer höheren sozialen Ebene zu leben, als man sich durch eigene Arbeit verdient hat, dann macht man das auch. Es handelt sich um ein Privileg. Es ist bequemer einen anderen für sich arbeiten zu lassen. Deswegen wurde die traditionelle Rollenverteilung – sie am Herd, er im Bergwerk – auch nicht abgeschafft, als Frauen mit dem Frauenwahlrecht auf einen Schlag die Mehrheit der Wähler stellten (schönes Beispiel für die Eleganz des generischen Maskulinums übrigens).

Dann wird noch mal die olle Geschichte mit der „rape-culture“ ausgepackt, und auf eine irreführende Studie verwiesen, wonach breite Gesellschaftsschichten Vergewaltigung Ok fänden. Irreführend deshalb, weil nicht gefragt wurde: „Halten Sie Geschlechtsverkehr ohne Einwilligung für gerechtfertigt, wenn…“ sondern:

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Womit die Studie wertlos ist, denn bei all der männerfeindlichen Propaganda heutzutage traut man den Männer-Monstern nur allzu leicht zu, dass für sie Vergewaltigung in Ordnung geht. Das wusste schon Esther Vilar: Jeder Mann weiß, dass er kein Frauenunterdrücker ist, da er es aber jeden Tag in der Zeitung liest, glaubt er, all die anderen wären es. Zur ganzen Hasstheorie über die rape-culture empfehle ich den Doktorant (Video 10min).

Also, die Wissenschaft kann nicht erklären, warum Männer Frauen vergewaltigen, misshandeln und töten. Aber die Störenfriedas können es. Incels, nein: Männer bilden sich ein, einen Anspruch auf Frauen zu haben. Wenn diese Frauen ein „selbstbestimmtes Leben – auch mit Kindern“ führen wollen, weisen sie Männer zurück, die dann austicken. Dieser Besitzanspruch hat Jahrtausende auf dem Buckel, und ist als Trauma, nämlich, dass Frau keine Göttin ist, tief in der Frau verwurzelt, aber sie kann Heilung finden, wenn sie sich der Sekte der Gestörten anschließt. Ich verlinke nicht, aber wenn Du diesen Pfad der Befreiung beschreiten möchtest suche bei den Störenfriedas nach: „Das patriarchale Trauma: Warum Männer morden und Frauen Vergewaltigungsfantasien haben“. Aber es sei gewarnt: Wenn Du dich denen anschließt, mutierst Du zum Ungeheuer und deine Familie geht über den Jordan.

Über Selbstmord und echt schäbigen Feminismus

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Telefonseelsorge

Nummer gegen Kummer

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Wenn sich Frauen öfter als Männer das Leben nehmen würden, dann wäre für jede Feministin klar – und sie würde damit auch keine „Opferideologie“ betreiben – dass dies an der strukturellen Benachteiligung der Frauen liegen würde, und sie hätte recht. Da aber nun Männer häufig betroffen sind, geht man ganz anders mit dem Thema um, das Blog „Kritische Wissenschaft“ zieht das Fazit:

Wären die Verhältnisse umgekehrt und Frauen begingen so viel häufiger Selbstmord als Männer, die unterschiedlichen Kompetenzzentren für Gender Mainstreaming und Diversity stünden Schlange, um eine Förderung der so wichtigen Erforschung des gesellschaftlich so unhaltbaren Zustands hoher Selbstmordraten von Frauen zu erhalten, Sozialwissenschaftler würden sich in staatstragender Manier des Missstands annehmemn. und Ministerien würden bereitwillig finanzieren, was auch immer zu den Selbstmorden geforscht werden soll. Es begehen aber mehr Männer als Frauen einen Selbstmord. Entsprechend ist eine Erforschung der Ursachen keine Frage der Gleichheit und schon gar nicht dringend geboten:

Jetzt begehen also mehr Männer Selbstmord, und somit macht der Feminismus nun jede Menge Ausflüchte: Maskulisten, die das thematisieren, würden eine „Opferideologie“ betreiben, das „Patriarchat“ sei eben auch schädlich für Männer und diese könnten nicht um Hilfe fragen um erst mal nur drei zu nennen.

Und um den letzten Punkt aufzugreifen: Wenn, bzw. dass es Männern schwer fällt, um Hilfe zu fragen, ist nur ein Symptom ihrer strukturellen Benachteiligung im Matriarchat. Die männliche Arbeitsdrohne hat zum Zweck der maximalen Ausbeutung zu funktionieren, zu arbeiten. Deshalb wird ihr Emotionalität genauso aberzogen wie eben Hilfe in Anspruch zu nehmen. Der Mann hat Ressourcen zu schaffen und nicht zu verbrauchen, was der Fall wäre, wenn er um Hilfe fragen würde. Wenn der Mann genauso wie die Frau die Renten- und Gesundheitskassen belasten würde, das ganze System würde zusammenbrechen, der Mann füllt diese Kassen, während die Frau sie leert.

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Dazu passend stellt die Gesellschaft dem Mann schlicht nicht dieselben Hilfsangebote wie der Frau zur Verfügung. Während Nur-für-Frauen-Hilfsangebote mit Millionengeldern gefördert werden, gilt das für Männerstinkiativen nur, wenn der Mann das Problem ist und nicht hat, zum Beispiel „Männer gegen Männergewalt“. Man kümmert sich einfach weniger um Männer, es existiert ein Empathy-Gap, was dazu führt, dass sie nicht nur von Suizid sondern genauso auch von Obdachlosigkeit öfter betroffen sind. Und sie kommen aus dieser Hölle auch nicht dadurch heraus, indem sie um Hilfe fragen – weil es keine Hilfe gibt. Als bestes Beispiel lässt sich hierzu die Situation der Trennungsväter anführen, deren Suizidrate beim sechsfachen der der Männer liegt. Da die Institutionen wie Familiengerichte, Gutachter oder Jugendämter massiv männerfeindlich sind, geht von diesen Institutionen auch keine Hilfe aus. Die erwarten, dass der Vater den Unterhalt überweist und sich ansonsten aus dem Leben seiner Kinder verpisst, wenn die Mutter ihr Eigentum für sich allein beansprucht. Die Ursachen für diese Not liegt im herrschenden Narrativ, im Staat und seinen Institutionen sowie der ganzen Gesellschaft, und damit ist von denen auch keine Hilfe zu erwarten, Männerfeindlichkeit ist strukturell.

Ein weiteres Symptom hierfür ist, dass die Ursachen für männlichen Suizid kaum erforscht werden. Ich erinnere mich hierzu an eine Studie, in welcher deren Macher sich nicht erklären konnten, warum sich mehr Männer als Frauen das Leben nehmen, wo sie doch „bevorzugt“ seien. Sie waren unfähig, auf den naheliegenden Gedanken zu kommen, dass Männer eben nicht bevorzugt sind.

Schon Warren Farrell merkte an, dass die Männerrolle keinen Vorteil bedeutet. Darauf deutet hin, dass die Suizidraten bei Mädchen und Jungen ungefähr dem gleichen Wert entspricht. Sie gehen erst auseinander, d.h. Jungen nehmen sich häufiger das Leben, wenn die Geschlechterrollen zu wirken beginnen, so schreibt der männerfreundliche Geschlechterforscher Hollstein:

Entsprechend einer kleinen Meldung des „Statistischen Bundesamtes“ (Deutschland) hat die Suizidquote von Männern seit 2009 noch einmal deutlich zugenommen (während die Suizidzahlen von Frauen weiter rückläufig sind). Da es sich „nur“ um Männer handelt, ist diese Meldung in den Medien nicht behandelt worden. Umgekehrt wäre es mit Sicherheit anders gewesen. So hat in der vergangenen Woche eine Journalistin des „Tagesanzeiger“ (Zürich) einen ganzseitigen Artikel dem Thema gewidmet, dass türkische Mädchen sich in der Schweiz öfter selber töten als schweizer Mädchen. Es war der betreffenden Journalistin nicht der Erwähnung wert, dass türkische Buben sich in der Schweiz wesentlich häufiger umbringen als türkische Mädchen. Generell liegt in den deutschsprachigen Ländern die Suizidquote von Buben achtmal höher als die der Mädchen. Das sind die offiziellen Zahlen der statistischen Ämter. Nach Zahlen von Kinderärzten dürfte die wirkliche Quote sogar um zwolfmal höher liegen, da viele Familien aus Scham den Suizid ihrer Söhne als Unfall deklarieren.

Auch dieses Beispiel ist ein erneuter Beleg dafür, wie gendereinseitig heute der öffentliche Blick auf die Probleme von Mädchen und Frauen fokussiert ist.

Doch mal von alldem abgesehen: Wenn wir in einem „Patriarchat“ leben würden, welches Männer allüberall bevorzugt, Männer würden sich in der Folge seltener das Leben nehmen, vollkommen unabhängig davon, ob sie nun um Hilfe fragen können oder nicht, denn dann würden sie gar nicht erst in solch verzweifelte Situationen geraten.

Von Feministen wird aber gerne noch ein Punkt angeführt, um ihr Weltbild zu retten: Mädchen und Frauen unternehmen öfter Selbstmordversuche. Dazu könnte man jetzt zwei Schlussfolgerungen ziehen: Entweder sie meinen es nicht ernst, oder aber sie sind weniger fähig als Männer. Letzteres – „geringere Qualifikation“ – ist feministisch unkorrekt und auch ich vermute, dass ersteres vorliegt. Ich habe hierzu das Zitat eines Rettungssanitäters in Erinnerung, der feststellte, dass wenn sich jemand ernsthaft das Leben nehmen will, dann gelingt es ihm auch.

Es ist bekannt, dass sich Inter- und Transsexuelle häufiger das Leben nehmen. Der femischistischen Logik nach liegt das aber nicht daran, dass sie es schwerer haben, was man daran sehen könne, dass ja Mädchen und Frauen häufiger Suizidversuche unternehmen. Oder: Inter- und Transsexuelle können nicht um Hilfe fragen… Beknackt, oder?

Es gilt:

Frauen nutzen auch mehrheitlich Suizidmethoden, wo eine Abhilfe möglich ist, etwa Medikamente/Schlaftabletten-Überdosierung. Solche Suizidversuche werden von Therapeuten regelmäßig als extreme Hilferufe erklärt, es wird also ein Ausweg und Hilfe gesucht.

Männer hingegen wählen viel öfter Methoden, die relativ sicher endgültig sind, wie etwa Schusswaffen oder Erhängen oder aus Fenstern/von Dächern springen. Diese Menschen suchen keine Hilfe mehr, sie haben bereits abgeschlossen und sind nicht der Meinung, dass ihnen irgend etwas noch helfen kann.

Allerdings fühle ich mich beim Blick auf die Frauen nicht wohl dabei, kaltschnäuzig zu bilanzieren: „Das sind nur Fakes, Männer sind konsequent und es wäre ihren peinlich, auf die Weise um Hilfe zu betteln!“. Ich fühle mich dabei schäbig. Denn wenn jemand zu solch drastischen Maßnahmen greift, um Aufmerksamkeit zu erhalten, dann ist er ohne Zweifel in Not und brauch Hilfe. Das gilt auch für Borderliner, die emotional-moralisch erpressen. Denn auch wenn solche Menschen eine große Belastung für ihr Umfeld darstellen und dazu auch noch – oder deswegen -, extrem unsympathisch wirken, so sind sie dennoch krank, brauchen also Hilfe. Deswegen rede ich ungern über Suizid, obwohl er einer der markantesten Indikatoren für die strukturelle Benachteiligung des männlichen Geschlechts ist, für die Kälte der Gesellschaft gegenüber Jungen, Männern und Vätern. Man findet sich ganz schnell in widerlichen Schlammschlachten wieder, einer Opferkonkurrenz über Menschen, die einfach nur Hilfe brauchen.

Solche Hemmungen scheint man auf feministischer Seite weniger zu haben. Hierzu möchte ich einen Fall in Erinnerung rufen, bei dem sich ein Pilot das Leben nahm und dabei all seine Passagiere mit in den Tod riss. Dies nahm die als Heldin des Sprachfeminismus gefeierten Luise F. Pusch zum Anlass, für eine Frauenquote im Cockpit zu werben: Da sich Frauen seltener das Leben nehmen, wäre mit mehr Pilotinnen für mehr Sicherheit gesorgt.

Diese Vertreterin des empathischen Geschlecht, und als „Feministin“ auch eine Frau, die im Namen der Frauen spricht, weiß es also. Sie weiß, dass sich Männer öfter das Leben nehmen als Frauen. Das ist für sie aber kein Anlass, mal innezuhalten und mitfühlend zu reagieren. Über die Gründe zu reflektieren und die Frage, wie man hier helfen könnte. Stattdessen dreht sie aus dieser großen, tödlichen Not einen weiteren Strick für Männer: Die höhnisch grinsende Fratze des Feminismus‘ in Reinform.

Um mal zynisch zu werden: Da Frauen häufiger Selbstmordversuche unternehmen, könnte man jetzt nach derselben Logik argumentieren, Frauen vom Beruf des Piloten auszuschließen, denn wenn nicht mit Schlaftabletten so könnte eine Frau doch mit einem Todesflug „erfolgreich“ sein. Aber eine solche Logik würde natürlich keine Feministin anwenden, ein solcher Dreck bleibt für Männer reserviert, womit sich wieder mal zeigt, dass es dem Feminismus nicht wie in der Wörterbuchdefinition um „Gleichberechtigung“ geht sondern dass er blanken Sexismus darstellt.

Dabei richtet sich der Hass gegen das männliche Geschlecht bereits gegen männliche Kleinkinder, so wird Pusch zitiert:

Buben sollten Wunden zugefügt werden, wenn sie sich frauenfeindlich verhielten. Diese Verletzungen heilen sowieso wieder zu schnell

Und damit haben wir den Grund, warum sich Buben und Männer häufiger das Leben nehmen: Ein kalte Gesellschaft, die u.a. solche verbale Gewalt gegen sie duldet.

Pusch ist eine Geschlechterrassistin, die es nach eigener Aussage vermeidet, mit Männern zu sprechen, die sich nicht für ihr Geschlecht schämen. Hier zeigt sich wieder mal, dass im Feminismus Projektion ein ganz große Rolle spielt: Die vom Feminismus diagnostizierte Monströsität der Männer findet sich tatsächlich bei den feministischen Akteurinnen selber. Pusch sieht Männer als Monster an, dabei ist sie das Monster. Man kann gar nicht oft genug anmerken, dass der Feminismus eine Perversion ist, die sich auch auf Kinder erstreckt. Und dass die Form, wie er existiert, ein Merkmal ist für die strukturelle Benachteiligung der Männer, welche sich nicht nur in den Suizidraten zeigt, sondern auch daran, wie über sie gesprochen werden kann, denn wenn sich ein Mann umgekehrt so über suizidale Frauen äußern oder Mädchen Gewalt androhen würde, er wäre geächtet. Feminismus stellt sich nicht gegen das herrschende Narrativ, sondern setzt es fort, macht nur, was sowieso erlaubt ist. Schon Warren Farrell merkte aus bitterer Erfahrung an, dass es viel mehr Mut und Standfestigkeit braucht, für die Sache der Männer einzutreten, als für die Sache der Frauen. Dass sich dieser schäbige Feminismus, mit seiner ganzen zynischen Grausamkeit gegen Kinder und Männer so etablieren konnte, wie er es konnte, ist der beste Beweis dafür.

[Nachtrag] Genderama zum Thema des „Schweigens der Männer“:

„Wenn Männer nur mehr reden würden, würde sich ihre psychische Gesundheit verbessern und ihre Probleme wären gelöst“ – so wird oft argumentiert. Eine solche vereinfachte Darstellung des Themas ist jedoch aus verschiedenen Gründen hochproblematisch.

Erstens vernachlässigt sie wachsende Beweise dafür, dass der soziale Kontext eine wichtige Determinante der psychischen Gesundheit ist. Zweitens gibt sie dem Opfer die Schuld und trägt so zu einem Mangel an Einfühlungsvermögen und Verständnis bei. Drittens ignoriert sie viel Forschung, die darauf hinweist, dass es verschiedene Modalitäten der psychischen Heilung gibt, von denen viele eher handlungsorientiert als gesprächsbasiert sind.

Die gesammelte Forschung zeigt, dass soziale Faktoren (und nicht schweigsame Männer) eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung und dem Fortbestehen der psychischen Gesundheitsprobleme von Männern spielen. Beispielsweise sind die Selbstmordraten von Männern und der Drogenmissbrauch in ländlichen Gebieten mit hoher Arbeitslosigkeit und rückläufiger Industrie am höchsten. Dies kann zu einem Mangel an Hoffnung und Lebenssinn für viele Männer führen, insbesondere für Ungelernte und Geringqualifizierte.

Andere Untersuchungen zeigen, dass negative Lebensübergänge eine sehr schädliche Auswirkung auf die psychische Gesundheit von Männern haben können. Gut erforschte Faktoren sind das Gefühl, überflüssig geworden zu sein, Scheidungen und Trauerfälle, besonders wenn dies plötzlich und unerwartet geschieht. Falsche Anschuldigungen und nachfolgende Untersuchungen können sich auch sehr schädlich auf die psychische Gesundheit von Männern auswirken.

Gemeinsam ist diesen Faktoren ein Prozess des Schocks, des Verlustes und der anschließenden Erfahrung eines existentiellen (und finanziellen) Vakuums. Diese konkrete negative soziale Erfahrung ist oft die Ursache für die psychische Gesundheit der Männer, und die Konzentration auf die angebliche Unfähigkeit der Männer, sich zu öffnen, ignoriert diese grundlegenden sozialen Fragen.

(…) Dies kann zu einer schädlichen Sichtweise führen, die Männer für ihre psychischen Probleme verantwortlich macht und beschimpft, was bedeutet, dass ihr eigenes Verhalten die Ursache sei. Dieser Ansatz wird in der öffentlichen Gesundheit als „Victim-blaming“ bezeichnet und wird bei Kampagnen zur psychischen Gesundheit von Frauen, bei denen der soziale Kontext oft als Schlüsselfaktor für die psychische Gesundheit anerkannt wird, sorgsam vermieden.

Tatsächlich zeigt meine eigene Forschung, dass mediale Darstellungen von Frauen mit psychischen Erkrankungen viel einfühlsamer und sympathischer sind als Darstellungen von Männern mit psychischen Erkrankungen, die in der Regel hart und strafend sind. Der berühmte Professor Philip Zimbardo von der Universität Stanford nennt dies zu Recht eine „Empathielücke“, in der es an gesellschaftlicher Sympathie für Männer mangelt.

Diese Einfühlungslücke manifestiert sich auf verschiedene Weise. Interessanterweise haben zahlreiche Männer in meinen eigenen Forschungsstudien festgestellt, dass sie versucht haben, über ihre psychischen Probleme zu sprechen, aber nur wenige Männer oder Frauen in ihrem sozialen Umfeld waren bereit zuzuhören. Einige berichten sogar, dass Familie und Freunde ihnen einfach gesagt haben, dass sie „ein Mann sein sollen“, oder schlimmer noch, sie als schwarze Schafe geächtet haben.

Wer ist also wirklich schuld an der angeblichen Schweigsamkeit der Männer?

(…) Die Lösung der Krise der psychischen Gesundheit der Männer erfordert in der Tat Veränderungen auf verschiedenen Ebenen. Aber derzeit wird zu viel Wert darauf gelegt, das vermeintliche Schweigen der Männer zu verändern, und nicht genug darauf, die Gesellschaft und die psychiatrischen Dienste zu verändern, die der gesamten Gesellschaft dienen sollen.