Der Mythos der patriarchalischen Unterdrückung im Iran

Dieser Artikel stammt ursprünglich von der englischsprachigen Seite „A Voice for Men„. Einige Quellenlinks arbeiten nicht mehr, ich bitte das zu entschuldigen.

2018-02-07-Frauen-Iran

tl;dr

Nichtsdestoweniger, wenn Sie sich einige Absätze gedulden und die Vorstellungen die Ihnen in den Kopf gehämmert wurden zur Seite legen, werden Sie sehen, dass das vermeintliche “Patriarchat” die Lebensqualität von Frauen viel mehr erhöht hat als die von Männern. Tatsächlich wird in diesem Teil der Welt das Verwöhnen und Bevormunden von Frauen auf die Höhen getrieben die nirgends sonst erreicht werden. Was man auch erkennen muss, ist dass unter der Anleitung ihrer westlichen Pendants, iranische Feministen eine ordentliche Portion Misandrie in diese Gesellschaft hineinbringen.

Von der Sekunde an als die feministische Patriarchats-Theorie das Licht der Welt erblickte, wurden die Probleme von Frauen in weniger entwickelten Ländern, wie jenen im Nahen Osten, als Beweis für “Unterdrückung von Frauen seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte” präsentiert. Die westlichen Medien und insbesondere Feministen sehen beim Blick auf eine Gesellschaft in einer schwierigen Situation keine leidenden Menschen; sie sehen leidende Frauen.

Die westlichen Medien—und tatsächlich auch die östlichen Medien—präsentieren die Lage ununterbrochen durch eine verzerrte Linse dar: Frauen als Sklaven und Männer als grausame Sklavenhalter. Wenn Menschen aus diesen Kulturen darauf antworten und versuchen ihre Kultur zu verteidigen, greifen sie dabei meistens auf religiöse Erklärungen für die Rechte von Frauen im Islam und in der islamischen Philosophie zurück. Doch das wirft einige verwirrende Probleme auf. Unter den besonders naheliegenden ist die Frage: Was, wenn jemand nicht religiös ist und sich entscheidet, nicht nach den Regeln islamischer Philosophie zu leben?

[…]

Aber etwas stimmt hier nicht. Gelten all diese Beschränkungen nur für Frauen? Es ist faszinierend, dass von einem nichtreligiösen Blickwinkel das westliche Auge nur flüchtige Blicke vom Elend irgendeiner Frau erhascht hat, und dabei völlig blind für den allgegenwärtigen Schmerz von Männern ist. Feministen sind schnell dabei, “Patriarchat!” zu rufen und andere sind schnell dabei, daran zu glauben und darüber zu urteilen.

Heute wollen wir Iran einen kurzen Besuch abstatten, in der Hoffnung das Patriarchat in einer hochgradig misandrischen und feminismusinfizierten Kultur zu finden. Diese Perspektive, von iranischen Frauen als von ihren Männern unterdrückte Wesen, ist bis heute das A und O der Medien und der Feministen und wurde der Öffentlichkeit als patriarchalisches Festmahl aufgetischt.

Während der letzten Jahrzehnte wurden unsere Augen und Ohren von den Medien bombardiert mit Geschichten über Irans Patriarchat und die Versklavung von Frauen. Leider ist das ein Witz über den niemand lacht. Jeder feministische Film wurde von westlichen Festivals und Filmpreisen prämiert, so dass Feminismus nun ein essentielles Element ist für jeden Filmemacher der nach westlicher Aufmerksamkeit hungert. Milliardenfach wurde den Iranern von den Problemen von Frauen berichtet, meistens in einer heuchlerischen, propagandistischen Art. Ihnen wurden so viele Lügen aufgetischt, dass sie anfingen an sie zu glauben.

Bevor all die blaue-Pille-Leser da draußen in Rage geraten und schrille Schreie über “Probleme von Frauen im Iran!” ausstoßen, muss ich klarstellen, dass ich der Letzte bin, der manche der Probleme herunterspielen würde die sich Frauen im Iran stellen. In der Tat denke ich, dass manche dieser Probleme legitim sind und einer Antwort bedürfen. Tatsächlich würde ich nie den Gedanken verwerfen, dass jede Gruppe von Menschen gewisse Probleme hat.

Nichtsdestoweniger, wenn Sie sich einige Absätze gedulden und die Vorstellungen die Ihnen in den Kopf gehämmert wurden zur Seite legen, werden Sie sehen, dass das vermeintliche “Patriarchat” die Lebensqualität von Frauen viel mehr erhöht hat als die von Männern. Tatsächlich wird in diesem Teil der Welt das Verwöhnen und Bevormunden von Frauen auf die Höhen getrieben die nirgends sonst erreicht werden. Was man auch erkennen muss, ist dass unter der Anleitung ihrer westlichen Pendants, iranische Feministen eine ordentliche Portion Misandrie in diese Gesellschaft hineinbringen.

Wir wollen beginnen mit einer Analyse der Grundrechte von Männern und Frauen im Iran, darin einige Formen der Diskriminierung beider Geschlechter aufzeigen, und schließlich die unglaubliche Art und Weise aufdecken, in der die Medien die ganze Sache verzerren. Obwohl Misandrie leicht im Gesetz zu entdecken ist, verrät das wenig über die kulturellen Normen und Erwartungen die dieses Land eines der männerfeindlichsten auf der ganzen Welt machen.

Zwar wird die Misandrie noch klarer wenn man nicht nur die Gesetze, sondern auch die Kultur betrachtet, aber dieser Artikel befasst sich nur mit einer Analyse der Gesetze. Es verbleibt für andere Autoren über kulturelle Misandrie zu schreiben.

Einige Formen der Diskriminierung der Durchschnittsfrau im Iran sind die Folgenden:

  • Wenn in einem Todesfall kein Testament vorliegt und es keine besondere Übereinkunft zwischen den Hinterbliebenen gibt, erben Söhne doppelt so viel wie Töchter.

  • Verheiratete Frauen brauchen die Unterschrift ihres Mannes für die Ausstellung eines Reisepasses.

  • Frauen müssen in der Öffentlichkeit das rousari (Kopftuch) tragen

Das sind einige der Arten, auf die Männer diskriminiert werden:

  • Wehrpflicht. Alle Männer müssen mindestens zwei Jahre im Militär dienen. Es werden dabei alle Männer eingezogen, unabhängig davon ob es genug Freiwillige gibt. Der reguläre Zeitpunkt der Einziehung ist sobald ein Mann volljährig wird (mit 18 Jahren) und kann bis nach dem Ausbildungsabschluss verschoben werden, wenn er innerhalb eines Jahres die Aufnahmeprüfung schafft und an einer iranischen Universität akzeptiert wird. Solange er nicht die gesamte Dauer abgedient hat, darf kein iranischer Mann das Land verlassen, darf nichts unter eigenem Namen kaufen oder verkaufen, bekommt keine Arbeitslizenz, kann sein Universitätsdiplom nicht benutzen, etc. Die Strafe für verspäteten Dienstantritt, abgesehen davon zu einer Person ohne Rechte degradiert zu werden, ist dass derjenige gewaltsam zum Eintritt ins Militär gezwungen wird und eine noch längere Zeit dienen muss. Der Dienstzwang wird aufgehoben im Fall schwerer Behinderung oder wenn es sich um den einzigen Sohn eines vaterlosen Haushalts handelt in dem er der Haupternährer ist. Das Gesetz verbietet Frauen den Militärdienst, was etwas anders ist als es sich im ersten Moment anhört, denn es geht nicht unbedingt um militärische Ausbildung per se. Viele der sehr wichtigen und hochgefährlichen Arbeiten werden von Soldaten verrichtet. Sie leisten hochspezialisierte Schwerstarbeit bei 50 Grad auf Inseln ohne Zugang zu Süßwasser (und mit keiner einzigen Frau weit und breit), oder bei -30 Grad. Der Militärdienst ist besonders ein Problem für Athleten. Sie müssen ihre Karriere auf dem Höhepunkt ihrer körperlichen Fitness für zwei Jahre auf Eis legen. So war zum Beispiel Omid Noroozi, der Goldmedaillengewinner der Olympischen Spiele von 2012, gezwungen seine Karriere zu unterbrechen und nicht an den Spielen im Jahr 2008 teilzunehmen, obwohl er als Weltmeister von 2007 für den Wettbewerb qualifiziert war. Das brachte ihn sogar auf Selbstmordgedanken.

  • “Kostenlose” (von Männern bezahlte) Krankenversicherung nur für Frauen. Sollte eine alleinstehende Frau sich dazu entscheiden nicht zu arbeiten, wird sie von der Krankenversicherung ihrer Eltern lebenslang mitgedeckt, selbst nach dem Tod ihrer Eltern. Männer sind nur gedeckt bis sie 21 Jahre alt sind. Verheiratete Frauen sind automatisch bei der Versicherung ihres Mannes mitversichert (selbst nach dem Tod des Mannes). Ehemänner sind hingegen nicht abgedeckt von der Versicherung ihrer Frau falls sie ihren Arbeitsplatz verlieren. All das in einem Land in dem medizinische Kosten so unglaublich hoch sind, dass der Staat Krankenversicherungen subventionieren muss. Sollte eine angestellte Frau mit ihrer eigenen Versicherung entlassen werden oder kündigen, wird sie automatisch wieder mitversichert unter der Versicherung ihres (lebenden oder verstorbenen) Vaters oder Mannes.

  • Pensionen für Frauen. Sollte ein Ehemann sterben, wird seine Arbeitsversicherung (sein höchstes Gehalt multipliziert mit der Anzahl der Jahre die er gearbeitet hat) monatlich ihr Leben lang an seine Witwe gezahlt, ganz egal ob sie arbeitet oder nicht. Es gibt kein vergleichbares Gesetz für Männer. Übrigens ist die Arbeitsversicherung für alle Arbeitsstellen verpflichtend.

  • Unterstützung für geschiedene Frauen. Falls eine Frau sich scheiden lässt, bekommt sie nicht nur von ihrem Mann die Brautgabe (genannt Mehrieh—das wird im Detail in einem anderen Artikel erörtert werden), ihr Ernährer wird dann ihr Vater; falls dieser tot ist, bekommt sie vom Staat einen gleichen Anteil von der Arbeitsversicherung ihres Vaters für den Rest ihres Lebens. Daher müssen die meisten geschiedenen Frauen nicht arbeiten.

  • Keine Kompensation für Witwer. Es gibt eine Versicherung für Hausfrauen die sich dafür entscheiden nicht zu arbeiten, so dass ihnen ab einem gewissen Alter eine Rente gezahlt wird. Der Ehemann der die Versicherung bezahlt erhält keine Kompensation im Fall des Todes seiner Frau, aber die Geschwister und Eltern der Frau erhalten den Löwenanteil des Geldes das der Mann eingezahlt hat.

  • Sozialhilfe für Frauen. In den ärmeren Schichten der Gesellschaft erhält jede Frau die behauptet, keinen Vater oder Mann als Ernährer und keine bezahlte Arbeitsstelle zu haben, eine monatliche Zahlung von einer Organisation die Kommiteye Imdad genannt wird. Diese Organisation hilft Frauen jeden Alters, aber Männern nur wenn sie nicht nur kein Einkommen haben, sondern auch schwerbehindert oder alt sind.

  • Erbrecht nach einer Scheidung. Wenn eine Frau sich von einem kranken Mann scheiden lässt und dieser an seiner Erkrankung innerhalt eines Jahres nach der Scheidung stirbt, hat seine Exfrau die gleichen Erbrechte als ob die Scheidung nie stattgefunden hätte.

Irans weitere Gesetze im Bezug auf Ehe und Scheidung, sowie die Misandrie im Bildungssystem werden in zukünftigen Artikeln aufgegriffen.

Das Traurige ist, dass niemand auch nur an diese Probleme denkt. Hinzu kommen die folgenden Bedingungen:

  • Es gibt momentan 1,7 Millionen arbeitende Kinder (im Alter von 5 bis 15 Jahren) und davon sind 92% Jungen.

  • 95% aller Straßenkinder sind Jungen.[1] (Interessanterweise war diese Statistik sehr schwer zu finden, denn fast keine der Quellen über Kinderarbeit erwähnen diesen Unterschied zwischen den Geschlechtern.)

  • 85% der Obdachlosen sind männlich.[2] (Interessanterweise findet man oft Zeitungsüberschriften wie “15% der Obdachlosen sind Frauen”, die Sorge über dieses Problem ausdrücken; die offensichtliche Implikation davon ist, dass das Ziel ist, dass 100% der Obdachlosen Männer sein sollen. Es gibt auch viele Artikel, Nachforschungen und Organisationen die sich speziell auf obdachlose Frauen beziehen.)

  • 100% der Toten auf Schlachtfeldern waren bisher Männer und dies wird auch so bleiben

  • 100% der auf dem Schlachtfeld Verwundeten sind Männer.

  • 2005 entfielen 98,5% aller Verletzungen am Arbeitsplatz auf Männer.[3] (2004, 2003 und 2002 war der Anteil 98,5%, 98,7% bzw. 98,7%)

  • 60% aller Opfer von Vergewaltigungen sind männlich[4] (exklusive Vergewaltigungen in Gefängnissen).

  • 81,7% aller Selbstmorde werden von Männern verübt.[5] (Interessanterweise ist es ein Kinderspiel, viele Medienberichte zu finden die dreist lügen, dass Frauen höhere Selbstmordraten haben.)

Damit haben wir nun ein rudimentäres Verständnis der Situation im Iran. Aber bisher haben wir uns nur mit rechtlicher Diskriminierung beschäftigt und nicht mit den kulturellen Standards an denen Männer und Frauen gemessen werden. Die kulturellen Tendenzen, die eine Gesellschaft erschaffen in der 67% der Universitätsstudenten Frauen sind, die aber nicht arbeiten werden. Und zwar nicht weil sie diskriminiert werden, wie die Feministen behaupten, sondern weil die meisten von ihnen keine einzige Bewerbung in ihrem gesamten Leben schreiben. Studium und Job sind für viele iranische Frauen nur Hobbys und dienen hauptsächlich der Selbstbestätigung.

Ein Witz geht durchs Land der besagt, dass Frauen hauptsächlich auf die Uni gehen um ein Diplom in ihrer Mitgift zu haben. Ihre Männer sind für sie verantwortlich, oder, wenn sie nicht heiraten, ihre Väter.

Schließlich möchte ich noch ein typisches Beispiel aus den Medien aufgreifen, welches Iran als frauenfeindliches Patriarchat darstellt.[6] Dies ist sogar einer der am wenigsten männerfeindlichen Artikel die ich gelesen habe, denn er greift nicht explizit Männer an, sondern konzentriert sich nur auf Frauen. Deswegen beschäftigt sich der gegenwärtige Artikel auch nicht mit Extremen, sondern mit der typischen Welt in der wir leben:

Der Kontrast zwischen modernen britischen Mädchen und modernen iranischen Mädchen die weniger als 3000 Meilen entfernt leben könnte kaum größer sein.

In Großbritannien kann eine junge Frau hübsche Kleider und Make-up in der Öffentlichkeit tragen, mit ihrem Handy telefonieren, rauchen, einen Trinken gehen und einen Freund haben. Falls sie schwanger wird, kümmert sich der Staat um sie. Falls sie ein Verbrechen begeht, ist das schlimmste was ihr passieren kann, dass sie unter humanen Bedingungen im Gefängnis eingesperrt wird.

Im Iran muss sie ihren Kopf jederzeit bedecken und darf kein Make-up tragen oder irgendetwas tun, um ihre Weiblichkeit in der Öffentlichkeit zu zeigen. Sie darf keinen Alkohol trinken, darf keinen Kontakt zu Jungen haben und wenn sie erwischt wird, wird sie ausgepeitscht. Falls sie dabei erwischt wird Sex zu haben oder wenn sie außerhalb der Ehe schwanger wird, kann sie dafür wegen Ehebruch oder Moralverbrechen zum Tode verurteilt werden. Wenn sie einen Mord begeht oder sich am Drogenschmuggel beteiligt, wird sie dafür gehängt, womöglich öffentlich. Viele feministische Gruppen und Menschenrechtsgruppierungen sehen den Iran als ein riesiges Gefängnis für Frauen.

Wir wollen dies nun kommentieren. Der letzte Satz gibt uns eine gute Perspektive davon, was wir kritisieren:

Viele feministische Gruppen und Menschenrechtsgruppierungen sehen den Iran als ein riesiges Gefängnis für Frauen.

Ein wunderschönes Beispiel für den Gynozentrismus. Ein riesiges Gefängnis für Frauen, aber für Männer ist es nichts als tägliche Blowjobs. Es wird hier auch suggeriert, dass die Männer die Gefängniswärter sind. Aber kommen wir zurück zum Beginn des Artikels:

Der Kontrast zwischen modernen britischen Mädchen und modernen iranischen Mädchen die weniger als 3000 Meilen entfernt leben könnte kaum größer sein.

In Großbritannien kann eine junge Frau hübsche Kleider und Make-up in der Öffentlichkeit tragen, mit ihrem Handy telefonieren, rauchen, einen Trinken gehen und einen Freund haben.

Abgesehen vom Trinken, tut eine junge Frau all das auch im Iran.

Im Iran muss sie ihren Kopf jederzeit bedecken und darf kein Make-up tragen oder irgendetwas tun, um ihre Weiblichkeit in der Öffentlichkeit zu zeigen.

Tatsächlich gehören iranische Frauen zu den größten Konsumenten von Make-up auf der Welt. Außerdem werden nirgends sonst so viele Nasenoperationen durchgeführt und auch allgemein ist der Iran eins der Länder in denen Schönheitsoperationen für Frauen am weitesten verbreitet sind. Diese außerordentlich teuren Schönheits-OPs werden—wie sollte es anders sein—fast immer von Männern bezahlt. Selbst die meisten Frauen in eher ärmeren Gesellschaftsschichten zwingen ihre Männer dazu, Schönheits-OPs für sie zu bezahlen indem sie in ihnen Schuldgefühle und Scham erwecken. Dieser Artikel wirft etwas Licht darauf :

http://www.theguardian.com/world/iran-blog/2013/mar/01/beauty-obsession-iran-cosmetic-surgery

Zitat aus dem Artikel:

“…Der iranische Schönheitswahn. Weit entfernt davon, sich auf spirituelle Werte zu konzentrieren, legen sich junge Leute—manche nur 14 Jahre alt—unters Messer in der Hoffnung ein “Puppengesicht” zu erreichen und so auszusehen wie die Schauspieler die sie in Hollywoodfilmen und in westlichen Fernsehsendungen sehen.”

Zurück zum obigen Artikel:

Sie darf keinen Alkohol trinken…

Jungen dürfen auch keinen Alkohol trinken; es ist für alle Menschen im Iran verboten, Alkohol zu trinken. Das nennt man Prohibition, nicht Unterdrückung von Frauen.

…darf keinen Kontakt zu Jungen haben und wenn sie erwischt wird, wird sie ausgepeitscht.

Sie darf keinen Kontakt zu Jungen haben? Sie wird ausgepeitscht? Wirklich? Pffffffh. Opfermentalität und Propaganda sind eine Sache, aber das ist ein neuer Tiefpunkt, selbst für den Feminismus.

Was für eine Art von Verrückter ezählt solche Lügengeschichten? Und noch schlimmer, warum haben diese Lügner jeden überzeugt, dass es im Iran ein schreckliches Patriarchat gibt, das Frauen vernichtet? Und noch schlimmer, warum haben so viele diese Lügen geglaubt? Von wegen männerdominiert—ich versichere Ihnen, Artikel wie dieser werden nicht aufhören bis diese ganze Farce ans Tageslicht kommt.

Sie darf keinen Kontakt zu Jungen haben? Iranische Mädchen haben keinen Freund? Pffffh und pffffh. Vielleicht glauben die auch, dass alle iranischen Jungen eine Freundin haben. Es muss schön sein, keinerlei Logik zu haben, aber ein Forum zu haben um auf der Wahrheit herumzutanzen. Ihr Schlüssel zum Erfolg ist, Religionismus mit Sexismus zu verwechseln. Viel mehr dazu später.

Falls sie dabei erwischt wird, Sex zu haben oder wenn sie außerhalb der Ehe schwanger wird, kann sie dafür wegen Ehebruch oder Moralverbrechen zum Tode verurteilt werden.

Das ist eine dreiste Lüge die ständig überall in den westlichen Medien wiederholt wird; hier ist die Wahrheit:

Wenn ein Mädchen einvernehmlichen Vaginalverkehr außerhalb der Ehe im Iran hat, kann es den Jungen verklagen und ihn zwingen es zu heiraten. Er ist dann gesetzlich verpflichtet ihr Mehrieh zu zahlen, was man sich in etwa als 150.000 US-Dollar vorstellen kann. Ja, Sie haben richtig gelesen. Das wird in einem anderen Artikel näher thematisiert werden. Verpassen Sie nicht den kommenden Artikel über Irans Heirats- und Scheidungsrecht und wie es in den Medien präsentiert wird.

Wenn sie einen Mord begeht oder sich am Drogenschmuggel beteiligt, wird sie dafür gehängt, womöglich öffentlich.

Der Rest des Artikels befasst sich mit den Todesstrafen von Frauen während der letzten Jahrzehnte, aber Moment mal.

Ja, Verbrecher werden im Iran öffentlich gehängt, aber hier sind einige Fakten darüber:

2012 wurden 580 Menschen zum Tode verurteilt—manche von ihnen wurden öffentlich gehängt. 9 waren Frauen, 571 waren Männer.[7]

Tatsächlich ist es sehr unwahrscheinlich, dass ein iranischer Richter eine solche Strafe gegen Frauen verhängt. 76% der oben genannten Gehängten wurden wegen Drogenschmuggel verurteilt—darunter waren nur 3 Frauen. Das ist so einseitig, dass es keiner weiteren Erklärung bedarf.

Hitchens sagt also: “Sie beleidigen Ihre Schwestern in Teheran die jeden Tag geschlagen und vergewaltigt werden, wenn Sie sagen sie hätten Rechte.” Bei der Aufdeckung feministischer Lügen stößt man natürlich immer auf das Thema Vergewaltigung. Vergewaltigung wird oft gesehen als ein Verbrechen des Patriarchats, also wollen wir die Vergewaltigungsstatistiken im Iran betrachten:

900 Fälle von Vergewaltigung wurden von der Polizei im Iran im letzten Jahr bearbeitet. 60% der Opfer waren Männer, 40% waren Frauen[8]. In dieser schockierenden Tatsache verstecken sich einige der kulturellen Schwierigkeiten, mit denen iranische Jungen und Männer zu kämpfen haben. Im Übrigen ist auch die Wahrscheinlichkeit, vergewaltigt zu werden im Iran viel geringer als in den meisten Ländern. Vorerst soll es genügen, dass in diesem angeblichen Patriarchat, die Strafe für Vergewaltigung öffentliche Hängung ist. Das gleiche gilt für Kindesmissbrauch und ein schwuler Mann zu sein. Ja, ein schwuler Mann, nicht eine Lesbe.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die etablierten (westlichen) Medien ein Sauhaufen von Gynozentrismus und Feminismus sind. Ein gutes Beispiel für den Gynozentrismus ist, dass man 100 englischsprachige Artikel über die extrem wenigen weiblichen Taxifahrer im Iran finden kann, aber keinen einzigen Artikel in irgendeiner Sprache über die 2076 männlichen Taxifahrer in Teheran allein die zwischen 71 und 80 Jahren alt sind (und die 234 Taxifahrer in Teheran über 81) [9] und die immer noch arbeiten um für ihre über dreißigjährigen alleinstehenden Töchter zu sorgen—eine Tochter die sich unsicher ist, ob sie heute Yoga-Stunden oder Englischunterricht hat, ob sie ihrem Freund sagen soll, dass er heute früher Feierabend machen soll um sie nach Hause zu fahren, oder ob sie nach dem Unterricht shoppen gehen soll. So viel dazu.


[3] Mahmood Bakhtiyari, Ali Delpisheh, Sayyed Mohammad Riahi, Arman Latifi, Farid Zayeri, Masoud Salehi, Hamid Soori; “Epidemiology of occupational accidents among Iranian insured workers”; Safety Science 50; 2012

[4]Bemerkung der Redaktion: nach Veröffentlichung wurde der ursprüngliche Verweis in Frage gestellt, siehe also http://salamatnews.com/interview.aspx?ID=692, genauso wie den ursprünglichen Verweis der folgt. –DE Ursprünglicher Verweis: http://ahar91.blogfa.com/category/4

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Über Prinzessinnen und warum Nymphen aus dem Museum verbannt werden

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Eine Beschwerde, dass man hier einen Mann zu einem Dekorationsobjekt reduziere, ist kaum zu erwarten.

Hollywood hatte seine Lektion schon vor #metoo gelernt. In der Neuverfilmung von „Die Schöne und das Biest“ erfüllt die weibliche Hauptrolle – die „Schöne“ gespielt von Emma Watson – die Funktion der Prinzessin, ohne aber dabei eine traditionelle Prinzessin zu sein, die vom Helden, dem Prinzen, gerettet werden muss. Gleich zu Beginn stellt sie ihre Qualifikation als Maschinenbauingenieurin unter Beweis indem sie eine Waschmaschine konstruiert, die die Arbeit für sie macht und auch in der späteren Handlung ist eher sie es, die ihn rettet und nicht umgekehrt.

Denn eine Prinzessin, die gerettet werden muss, gefällt Feministen nicht. Es transportiert das Bild von einer  Weiblichkeit, der männliche Qualitäten fehlen wie Kampfgeist – nützlich, wenn man es mit Drachen aufnehmen muss – oder eben ein Sinn für Technik. Es soll ein neues Bild der Weiblichkeit durchgesetzt werden, dass sich mehr an Sarah Connor aus Terminator 2 oder der Heldin aus Salt orientiert, wo sie kämpfen und rennen und schießen wie Arnold Schwarzenegger oder Silvester Stallone in ihren besten Zeiten – diese Weiblichkeit ist gewollt, denn diese Weiblichkeit kann bewundert werden und ist respekteinflößend. Eine passive Weiblichkeit hingegen ist es nicht, was vielleicht der Grund dafür ist, dass die schwedische Vergewaltigung Männer bestraft, die sich auf passive Frauen einlassen.

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Aus politischen Gründen weggesperrt. Wir gehen interessanten Zeiten entgegen.

Schönheit ist keine aktive sondern eine passive Eigenschaft, zudem eine angeborene also nichts, worauf man eigentlich stolz sein könnte. Männer haben dennoch zu allen Zeiten die Schönheit der Frau gezeichnet und festgehalten. Männer wissen weiblichen Liebreiz zu bewundern und wertzuschätzen. Auf diese Art der Wertschätzung kann die Feministin aber verzichten. Und jetzt, da sie an der Macht ist, übermalt sie nicht nur Gedichte, verbietet schönen Frauen als Hingucker bei der Formel 1 zu arbeiten, sondern verbannt auch wunderschöne Nymphen aus dem Museum, weil sie meint, diese männliche Wertschätzung sei Geringschätzung, Frauen würden „reduziert“ mal zu Dekorations- mal zu Sexobjekten. Hier wirkt mal wieder die Projektion: Die Geringschätzung, die die Feministin für die schöne Frau empfindet, meint sie beim Mann verorten zu können. Dass aber eine solche Geringschätzung vorliegt ist schwerlich anzunehmen, denn dann würde sich ein Mann kaum die Mühe machen, dieser Schönheit in anspruchsvollen Meisterwerken zu huldigen.

Prinz und Prinzessin sind Rollen aus Mythen und Märchen. Aber sie finden ihre Entsprechung in der Realität: Der Prinz ist der ganz durchschnittliche Ernährer der Familie, die Prinzessin ist die Hausfrau und Mutter oder diejenige, die einen kleinen Teil hinzuverdient. Und diesen Status als Hausfrau verdankt sie ihrer Schönheit; eine schöne Frau hat es einfacher einen Ernährer und Mann zu finden als eine hässliche. Damit stellt Schönheit einen entscheidenden Faktor dar, was Leben und Schicksal der Frau angeht aber kaum des Mannes. Das Problem ist nicht, dass die Frau schön ist, das Problem ist, was sich daraus ergibt, nämlich die Prinzessin, die kaum CEO wird oder Nobelpreisträgerin. Deshalb wird die Darstellung eines Mannes als schön kaum die Anklage herausfordern, hier werde ein Mann „reduziert zu einem Dekorationsobjekt“. Bei der Frau ist es ebenfalls nicht der Fall, sie wird nicht „reduziert“, es wird vielmehr die Feministin schmerzlich daran erinnert, was verantwortlich ist für das leichtere, freiere aber weniger bewundernswerte Leben, das Frauen führen. Die Frau hat es besser als der Mann, da Arbeit nur selten „Selbstverwirklichung“ bedeutet sondern meist Mühsal, Maloche und Leid. Frauen gehen den Weg des geringsten Widerstand und lassen sich das Leben durch seine Arbeit unterhalten. Daraus resultiert eine höhere Wertschätzung des männlichen Parts; der Prinz, der echten Belastungen und Gefahren ausgesetzt ist, ringt einem eher Respekt ab als die Prinzessin und da beginnt das Problem der Feministin.

Die Lösung des Problems der Feministin ist, wenn man die Frau nötigen würde, dieselbe Mühsal auf sich zu nehmen wie der Mann, was ja auch feministische Programmatik ist, schon Simone de Beauovoir sagte sinngemäß, dass man Frauen dazu zwingen müsse. Dass Mythen und Märchen manipuliert werden, ist da nur ein Mosaiksteinchen, mit welchen das Bild der Pauerfrau etabliert werden soll. Nur dass das eben nur ein Bild ist, ein Phantasma, nur Schein ohne Substanz. In dem Bemühen, etwas vom Ansehen der Männer abzubekommen, werden Karikaturen installiert wie etwa Quotenfrauen, die dann aber aus lauter Inkompetenz mehr eine Schande als Zier des weiblichen Geschlechts darstellen. Oder es werden die Anforderungen an Frauen gesenkt, um ihnen etwa Zugang zu Militär, Feuerwehr oder anspruchsvollen Berufen zu verschaffen. Oder es werden Jungen systematisch in der Schule benachteiligt, damit sie später nicht die Ernährerrolle übernehmen können. Oder es wird die Sprache verschandelt, um Frauen „sichtbar“ zu machen. Nur, dass sich eine Ministerin zum Affen macht, wenn sie von „Soldatinnen und Soldaten“ redet, denn es ist eine Lüge, es findet keine Entsprechung in tatsächlichen Verhältnissen, es wird nicht durch Wahrheit gestützt, es ist erbärmlich. Das weiß die Feministin vermutlich auch alles, was nicht zu guter Laune beiträgt. Dumm nur, dass sie mit ihrem Hass gegen das Wahre, Schöne, Gute an der Macht ist.

Nun, Hollywood steht nur stellvertretend für einen neuen Trend, wonach Männer Frauen nicht mehr beschützen und retten dürfen. Ob es Frauen damit besser ergeht, ist im höchsten Maße fraglich.

[Update] Das Gemälde wird wieder aufgehängt.

#metoo ist in Ordnung, #120dB nicht

Die Tagesschau berichtet:

Mit einer Kampagne versuchen Feministinnen, Stimmung gegen Männer zu machen. In einem Video prangern sie Gewalt gegen Frauen an.

„Mein Name ist Mia, mein Name ist Maria, mein Name ist Ebba“: So beginnt ein Video mit dem Titel „Frauen wehrt Euch!“, das derzeit tausendfach in den sozialen Netzwerken aufgerufen und geteilt wird. Die Namen werden von verschiedenen Frauen mehrfach wiederholt und sollen stellvertretend für Frauen stehen, die von Gewalttaten betroffen sind. Genauer gesagt: Für Betroffene und Opfer von Gewalt durch Führungspersonen oder allgemein Männern. „Ich wurde in New York erstochen“, sagt eine Protagonistin, „ich wurde in Hollywood vergewaltigt“.

„Die Täter lauern überall“, heißt es weiter, ob im Büro oder auf dem Weg von der Arbeit. „Wir sind nicht sicher, weil Ihr uns nicht schützt, weil Ihr Euch weigert, unsere Probleme wahrzunehmen.“

[…]

Der Kunsthistoriker Wolfgang Ullrich stellte fest, die Feministen bauten gezielt „essentialistische Angstszenarien“ auf. Die Aktionen verfolgten das Ziel, „dafür zu sorgen, dass möglichst viele Frauen sich in ihrer Lebensweise bedroht – von einem Mann angegriffen – fühlen. Durch das Gefühl der Bedrohung soll dann ein Bewusstsein für das Eigene – für das, was man auf keinen Fall verlieren will – und damit für die Opfer-Identität entstehen oder gestärkt werden.“

In dem Video wird dieses Konzept deutlich: Es wird zunächst ein Angstszenario aufgebaut, wonach Frauen nirgendwo mehr sicher seien. Als Feinde werden „Männer“ benannt – sowie alle die, die Frauen nicht beschützten.

 

Nein, sie berichtet natürlich nicht über #metoo sondern über #120dB, welcher exakt derselbe Dreck ist wie zu Tode hetzende #metoo-Kampagne, nur mit einem anderen Feindbild. Diesmal werden nicht Männer verfolgt sondern Migranten. Und schon geht die Neolinke auf die Barrikade: Was mit Männern erlaubt ist, ist Hassrede gegen Migranten. Diese verlogene Heuchelei erinnert an Donald Trump. Der führte mit Blick auf Muslime folgendes Bild an: Man stelle sich vor, in einer Packung M&Ms finden sich auch solche, die vergiftet sind. Und nun iss ein paar… Genauso verhält es sich mit Muslimen, weil einige Terroristen sind, ist es berechtigt, alle unter Verdacht zu stellen. Dafür handelte sich Trump den Vorwurf der Gutmenschenfraktion ein, ein Rassist zu sein, dieselbe Fraktion aus Neolinken und Feministen, die die M&M-Analogie zuvor gegen Männer eingesetzt hatte.

Für diese verlogene Saubande ist ein- und derselbe Dreck, mal in Ordnung, mal Rassismus. Es hängt allein davon ab, gegen wen er sich richtet. Aber Hey! Das geht in Ordnung, da weiße Männer die Macht haben, und wer die Macht hat, kann nicht diskriminiert werden!

[Nachtrag] Siehe auch: Rassismus sticht Sexismus. Dass Feministinnen weiße Männer verhetzen, aber vor solchen mit Migrationshintergrund buckeln, ist allerfeinste Realsatire.

 

Flirten und Sex: Ein totalitärer weißer Ritter will das „Richtige“ durchsetzen

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Im Jugendableger der Süddeutschen erzählt ein weißer Ritter, wie er es mit dem Flirten hält. Er beschreibt hierzu die prickelnde Spannung und die Zweifel darüber, ob der jetzige Zeitpunkt der richtige ist, sie zu küssen, so wie das nunmal ist in einem mit erotischer Spannung geladenen Flirt, der auch Unwägbarkeiten enthält, und in dem man durchaus auch dem Risiko ausgesetzt ist, einen Schritt zu früh zu gehen. Das gehört dazu.

Jetzt ist unser weißer Ritter aber ein Anhänger des „Aussprech-Prinzips„, das heißt er fragt um Erlaubnis, ob er sie küssen darf. Ihre Reaktion darauf zeigt alles über Feminismus und Frauen, über ihre Beziehung zueinander, wie gut der Feminismus Frauen kennt und sie respektiert:

„Du Raffnix! Deute doch mal die Signale richtig. Wenn Du fragst, ruiniert das die Stimmung!“

Damit wäre eigentlich alles gesagt: Die Frauen empfinden das „Konsensprinzip“ als Stimmungstöter und wollen es nicht anwenden. Diese weibliche Reaktion auf das merkwürdige Verhalten von Feministen in der Paarungszeit ist nicht neu: Unlängst beklagte eine Nina Pauer, dass die „Schmerzensmänner“ von heute in Sachen Annäherung nichts mehr auf die Reihe kriegen. Sie selbst will als Frau nicht den nächsten Schritt tun. Sie sendet aber Zeichen, dass er nun doch bitte mal… aber ach, die Männer von heute haben keine Eier mehr.

Nun könnte der weiße Ritter daraus lernen und in Zukunft darauf verzichten. Aber nein: Stattdessen macht er mehr desselben und legt jetzt erst richtig los:

Es gibt genau ein eindeutiges Signal und das ist ein klares Ja auf eine klar definierte Äußerung meiner Absichten.

Es gibt nur eine richtige Möglichkeit, basta!

Dem lässt sich entgegenhalten: Grenzen müssen überschritten werden und beim Deuten der Signale, wie es oben seine Flirtpartnerin nennt, kann man schon mal falsch liegen, aber: Das ist vollkommen in Ordnung. Sie kann damit umgehen, es ist keine Katastrophe, es gehört dazu.

Anstatt aber eine solch entspannte Haltung zu entwickeln, wird unser weißer Ritter noch rabiater: Jetzt will er sein Konzept auch verpflichtend für andere Männer vorschreiben. Dabei geht er so vor, dass er in einem Schwarz-Weiß-Bild zwei Varianten gegenüberstellt. Hier er, der Frauen respektiert (nicht wirklich, siehe unten), keine Grenzen überschreiten und nicht überrumpeln will, und dann die ganzen anderen Männer, die es nicht so halten und die er in die Nähe von Vergewaltigern rückt:

Die Alternative ist nämlich ziemlich beschissen: Die Auffassung, dass ein Mann sich den Kuss eben nehmen muss. Und die Frau lässt es mit sich machen oder muss sich wehren. Diese Geisteshaltung ist eine Schwundstufe toxischer Maskulinität und führt zu elenden Komplikationen. Und zu Männern und Frauen, die meinen, Grenzüberschreitungen zu forcieren oder zu dulden gehöre zur Anbahnung von Intimitäten dazu. Das muss verdammt noch mal anders werden!

Ganz normaler, einvernehmlicher Sex ist auf diese Weise eigentlich Vergewaltigung: „Sie muss sich wehren“. „Sie lässt was mit sich machen“. Sagte nicht Andrea Dworking: „All sex is rape!“? Nach dieser Lesart schon.

Es muss also etwas anders werden: Die Männer sind so wie die Juden damals alle toxisch, und müssen umerzogen werden. Wer nicht spurt, und sich nicht an die totalitären Regeln hält, die fürs Flirten und fürs Schlafzimmer vom Feminat vorgeschrieben werden, geht als Vergewaltiger in den Knast, in Schweden, in Deutschland, denn Femischisten sitzen in den Machtpositionen, entsprechende Gesetze zu verabschieden.

Aber nicht nur die Männer, auch bei Frauen bildet sich der Feminist ein, es besser zu wissen und die Frau von ihrer dummen Naivität befreien zu müssen:

Denn ich frage zwar vor allem aus Prinzip. Ein ganz bisschen aber auch aus erzieherischen Gründen.

Hach, wie sehr er sie respektiert, will sie erziehen!

Im Text wird schön die Doppelmoral deutlich, wie sie typisch ist für einen Feminismus, der nichts anderes als ganz vulgären Sexismus darstellt: So berichtet der weiße Ritter, wie im Club eine Bekannte ihr Gesäß an seinem Ständer reibt. Sie hat nicht um Erlaubnis gefragt, dies ist aber kein Grund, ihr toxische Weiblichkeit zu unterstellen und diese Annäherung zu verurteilen, die nicht nach den Regeln ablief, wie sie für Männer zu gelten haben. Dieser Sexismus konterkariert aber jenen Feminismus, der Frauen mental betrachtet für genauso stark hält wie Männer (was sie auch sind). Denn wenn ich hier bei Frauen besondere Vorsichtsmaßnahmen treffen muss, um sie ja nicht versehentlichen zu verstören, zum Opfer zu machen, sie – siehe Schweden – „unachtsam“ zu vergewaltigen, dies bei Männern aber nicht einfordere, weil sich kein Mensch vorstellen kann, dass ein ungewollter Kuss für einen Mann ein ernstes Problem darstellt, dann zementiert dies das Bild von der schwachen Frauen und dem starken Mann, das also, was Feminischisten überwinden wollen. Dieser paternalistische, Frauen bevormundender und Männer bestrafender Feminismus reproduziert das Bild vom schwachen Weibchen mit ihr als Prinzessin, die vom ihm, dem Helden gerettet werden muss. Als das sieht er sich: Als der bessere Mann, der sie beschützt vor den ganzen toxischen Männern, dafür wirft er sich als weißer Ritter in die Schlacht, denn ohne ihn ist sie unrettbar verloren.

Andere Männer sind toxisch und Frauen müssen erzogen werden. Was ein Held.

#metoo: Von zu Tode gehetzten Männern und Frauenhasserinnen

William-Adolphe_Bouguereau_(1825-1905)_-_The_Remorse_of_Orestes_(1862)

Dafür, dass Esther Vilar die Frau als knallharte Ausbeuterin des Mannes entlarvte, zahlte sie einen hohen Preis. Sie war Übergriffen ausgesetzt, wurde zusammengeschlagen und musste schließlich aus Deutschland fliehen. Ihre Widersacherin, die gewaltverherrlichende Hasspredigerin Alice Schwarzer, Anhängerin der gängigen Theorie, wonach Männer Frauen unterdrücken, erhielt das Bundesverdienstkreuz und wird mit zigtausenden von Euronen aus Steuermitteln gefördert – so läuft das im „Patriarchat“. Und dabei ist Esther Vilar nicht etwa die Ausnahme – vor Jahrzehnten schon – sondern die Regel: Menschen, die Feminismus kritisieren oder gänzlich ablehnen, geraten in Gefahr.

Neben vernichteten Karrieren hat die neueste Aufschreikampagne nun auch Todesopfer zu beklagen und nicht nur „verunsicherte“ Männer, wie oft spöttisch angemerkt wird. So hat sich der Republikaner Dan Johnson mit den letzten Worten „Ich kann das nicht mehr länger ertragen. Mein Zuhause ist der Himmel.“ aus dem Diesseits verabschiedet. Es ist eben nicht harmlos, wenn man in der „rape-culture“ in die Nähe eines Vergewaltigers oder „nur“ sexuellen Belästigers gerückt wird. Hier zeigen sich die tatsächlichen Machtverhältnisse: Wenn eine (Falsch-)Beschuldigung eine Karriere, eine Existenz oder auch ein Leben beendet, dann liegt die Macht bei der Beschuldigerin und die Machtstrukturen begünstigen sie, nicht ihn. Weiteres Symptom dieser Machtverhältnisse: Über deren Opfer, und seien sie tot, wird so gut wie gar nicht berichtet. Mal ’ne Frage am Rande: Wenn die Akteure dieser Hetzkampagne Menschen in den Tod treiben, machen sie sich – wenn schon nicht rechtlich – so doch moralisch des Mordes, der Lynchjustiz schuldig?

Mal davon abgesehen, dass auch – wenn nicht mehrheitlich – Männer Opfer sexueller Belästigung oder Gewalt werden, muss sich keine Frau auf den Deal „Sex gegen Karriere“ einlassen – wo sie es doch tut, macht sie sich der Korruption genauso schuldig. So empfahl die Feministin Catherine Hakim schon vor Jahren, dass Frauen ihre Erotik dazu einsetzen sollten, das zu erreichen, was sie wünschten, so als ob das eine neue Erfindung wäre und nicht etwa seit Menschengedenken ganz alltägliche Praxis. Wenn also eine Frau auf diesen Handel eingeht, ist sie kein Opfer, sondern verhält sich wie … „der Handwerksmeister, der dem korrupten Entscheider auf dessen mehr oder minder subtile Aufforderung einen Umschlag über den Tisch schiebt.“ – so Frau Ruth Berger, die wohl Frauenhass internalisiert hat. Brigitte Bardot merkt an, die Vorwürfe seien „scheinheilig und lächerlich“: Viele Schauspielerinnen versuchten mit Produzenten zu flirten, um eine Rolle zu ergattern. „Und dann sagen sie, dass sie belästigt wurden, damit wir über sie reden“

Das ist ein weiteres Merkmal des „Patriarchats“: Wenn es von Männern kommt ist es nichts wert. Es müssen sich schon Frauen zu Wort melden und für die Verfolgten in die Bresche springen – nicht, dass ihr Geschlecht sie schützen würde, siehe Esther Vilar, aber zumindest werden sie gehört. Ganze einhundert Frauen aus Frankreich, wo anscheinend noch Vernunft herrscht und man nicht gewillt sind, die Dämonisierung der männlichen Geschlechts sowie die Demontage des Rechtsstaats widerspruchslos hinzunehmen, haben sich jetzt als Frauenhasserinnen geoutet, vorneweg: Catherine Deneuve, eine Art Nationalheilige Frankreichs. Und die finden deutliche Worte:

Dieses Fieber, die „Schweine“ in den Schlachthof zu schicken, ist weit davon entfernt, Frauen dabei zu helfen, sich zu ermächtigen und selbst zu stärken. Es dient in Wirklichkeit den Interessen der Feinde sexueller Freiheit, den religiösen Extremisten, den schlimmsten Reaktionären und denjenigen, die meinen, im Namen einer im Kern viktorianischen Vorstellung vom Guten und von Moral, daß Frauen „besondere“ Wesen sind, Kinder mit Gesichtern von Erwachsenen, die verlangen, beschützt zu werden.

Der Brief ist zur Gänze lesenswert.

Gender-Studies: „Kritik? Die ist rechtsextrem!“

Gute Nachrichten! Genderisten heulen rum: “Der Anti-Genderismus hält in letzter Zeit vermehrt Einzug in politische Programme (nicht nur offensichtlich rechts-orientierter politischer Parteien) und mediale Debatten. In diesem Zuge werden sexistische, homo-, queer- und transfeindliche sowie rassistische und antisemitische Positionen vermehrt normalisiert und bestärkt.(via Agens)

Schön, dass sich Widerstand gegen diese dogmatische Irrlehre verbreitet. Und die Reaktion darauf ist vielsagend: Kritik kann nur rassistisch und antisemitisch sein. Das zeigt zwei Punkte auf: Erstens die Projektion, denn die Genderstudies sind selbst sowohl rassistisch also auch sexistisch wo sie weiße, männliche Menschen dämonisieren. Und zweitens die komplette Unfähigkeit, auf Kritik anders zu reagieren, als die Nazikeule gegen den Kritiker zu schwingen. Gender-Studies sind, was Dogmatik, Wissenschaflichkeit und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit angeht, mit der sog. „Rassenlehre“, die auch mal an Universitäten gelehrt wurde, gleichzusetzen. Will sie sich nicht vollständig der Lächerlichkeit preisgeben, muss sie von Grund auf reformiert werden und besonders lernen, wie Erwachsene mit Kritik umzugehen, wie zum Beispiel diese hier: Konturen der postmodernen Wissenschaftszerstörung oder hier: Diskussion mit Gender_x*