Was mein gottverdammtes Problem ist

Der Spot zeigt zwei junge Männer, wenn nicht Jugendliche, die in den Knast einfahren. Ihr ganzes Verbrechen: Sie sind „Raubkopierer“. Dafür wird ihnen nun Knast-Vergewaltigung durch ein paar echt üble Typen angedroht, und dies wiederum ist dem Werbespot der Contentindustrie zufolge: „Hart aber gerecht“.

Diese Androhung eines brutalen Verbrechens, eines Verbrechens, das nach Aussagen einiger Feministen für Frauen „schlimmer als der Tod“ ist, hängt nicht im luftleeren Raum: Es ist allgemein bekannt, dass es in Gefängnissen schlimm zugeht und es dort häufig zu Vergewaltigungen kommt. Christian Pfeiffer, der Gewalt in Gefängnissen untersuchte, bezeichnete die Häufigkeit von Gewalt als „Horrorquote“. Der verantwortliche Justizminister, also der Mensch, der eigentlich in der Pflicht steht, solche Zustände zu bekämpfen, reagierte „gelassen“, wie der „Tagesspiegel“ berichtet: „Ein Knast ist eben keine Mädchenpension“

An dieser Stelle sei noch mal in Erinnerung gerufen, dass Feministen glauben, wir lebten in einer „Vergewaltigungskultur“… gegen Frauen, also eine Kultur, die sexuelle Gewalt toleriere, ja sogar fördere. Ganz offenkundig haben wir hier so etwas vorliegen, nur nicht gegen Frauen sondern gegen Männer. Es ist gar nicht lange her, dass Vergewaltigung durch Frauen keine Straftat war. Und die Reaktion auf einen Justizminister, der sexuelle Gewalt in seinem Wirkungsbereich mit einem Schulterzucken hinnimmt; die Reaktion auf einen Werbefilm, in welchem jungen Männern für eine Bagatelle Vergewaltigung „gerechterweise“ angedroht wird; diese Reaktionen fielen so aus, wie man es von einer „Rape-Culture“, die sexuelle Gewalt toleriert, erwarten kann: Es gab keine.

Der Justizminister musste nicht zurücktreten; die Karriere der Verantwortlichen für den Spot der Content-Mafia war nicht beendet. Es gab keinen #aufschrei noch sonst was.

Was hingegen für einen Aufschrei sorgte, war jüngst ein unerwünschtes „Jung und Schön“-Kompliment an eine Staatssekretärin. Diese kommentierte, dass sie Sexismus gewohnt sei, aber sowas noch nicht erlebt habe. Na, schön, dass sie so ein behütetes Leben führen durfte!

Das sind die Ereignisse, die eine nationale Debatte auslösen. Während man für Vergewaltigungsopfer nur ein zynisches Schulterzucken übrig hat, sie schlicht kein Thema sind, echauffiert sich das ganze Land über unwillkommene Komplimente – man denke auch an den Fall Brüderle.

Um einen weiteren Fall anzuführen, der den strukturellen Empathiemangel gegenüber Männern dokumentiert: Eine Frau, die ihren Mann entmannt hat. Und wie reagieren die sozial kompetenten, empathische, mitfühlenden, kurz: besseren Menschen darauf? Mit schallendem Gelächter. Und auch hier wieder: Ein prominenter Mann könnte sich nicht in einem solchen Format, wie zum Beispiel einem „Männerstammtisch“, über eine brutalst verstümmelte Frau lustig machen. Seine Karriere wäre beendet, er wäre ein Ausgestoßener, über den man reden würde und nicht mehr mit ihm.

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Wer einmal diesen Empathiemangel gegenüber Männern erkannt hat, wird ihm immer wieder begegnen. Das Perverse: Dies erstreckt sich sogar auf Kinder, zum Beispiel indem ganz in der Tradition der schwarzen Pädagogik den Jungen die Verantwortung für ihr Zurückbleiben im Schulsystem zugeschoben wird. Oder: Erst jüngst wurde das ganze Land mit Plakaten zugepflastert, deren Aussage lautete, dass Jungen kein besonderes Recht auf Schutz vor Gewalt haben, dass man allein Mädchen fördern sollte, und das obwohl Jungen in vielen Bereichen stärker von Gewalt und anderen Problemen wie Kinderarbeit betroffen sind. Diese sauberen Prominenten, die solche Projekte fördern und mit ihrem Namen dafür werben, trampeln buchstäblich über Kinderleichen.

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Feministen, konfrontiert mit solchen Perversionen, reagieren hier mit der Ausflucht, dass a) Männer diesen Hass oder Hintenanstellen ihrer Interessen verdient hätten, da privilegiert, ober b), dass die Verantwortung für männliches Leid in der Verantwortung der Männer läge, da Männer die Macht haben.

Beides ist männerfeindlicher Sexismus und dieser ist entgegen der feministischen Darstellung strukturell und zutiefst potent: Männer krepieren buchstäblich daran.

Das ist mein Problem: Ein struktureller, tödlicher Sexismus und eine dominierende, feministische Ideologie, die mit den Fördern und Schützen allein des weiblichen Geschlechts nicht wie dem eigenen Selbstverständnis nach gegen diese Struktur steht, sondern sie fortführt.

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